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  1. #1
    Sethos
    Sethos ist offline
    Grünschnabel

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    Vom naturnahen Mönch zum Morgenland Schamanen/Seher

    Die Idee und ihr Hintergrund: Seid Jahren mach ich Franziskaner (“Spielmann Gottes, der sich um Arme und Tiere kümmert“) Mönch auf Mi Märkten, und habe schon Trauungen, Gerichtsverhandlungen, Räucherungen/Weihungen, (mit) durchgeführt (auch und grade mit Publikum/Bühne). Jetzt wollt ich mal ins Larp schnuppern und dachte den nimmste ein bisschen mit, aber den christlichen Mönch lass ich zuhause. Ergebnis der Überlegung: 1. Schamane. Für den Priester bin ich zu naturnah und undogmatisch. 2. Mensch 2b Naher Orient/ Nordafrika. 3. Kein Konkretes Tier “über mir“. Ich fände die alten Geister und Götter der Wüste(nregionen) und Kulturen viel interessanter um mit ihnen “im Kontakt zu treten/im Kontakt zu stehen.“ Grob denk ich da an Götter wie Seth, Anubis, Baal, aber auch Chaitan (Satan, Dämonen... Einflüsterungen der Wüste...) , Djinn, aber auch Gestirne Sonne, Mond, Sternbilder Orion zb, Wetterereignisse wie Gewitter,Sturm, Hagel... usw). (Grund) Wissen um diese, wie auch Astronomisches (Grund)Wissen (Nachthimmel Planeten und Sternbilder zeigen und benennen) ist vorhanden. Räucherwerk etc ist vorhanden, Kulthandlungen, Anrufung, Deutungen kriegt man hin (Trauung, Weihung, Urteilsspruch ist ja auch “Kulthandlung“. Erdfarbene Kutte(n) von Sand bis Braun ist vorhanden und kann um/aufgebaut werden. So, eure Meinung bitte. Viel Spaß
    Geändert von Sethos (25.01.2015 um 16:58 Uhr)

  2. #2
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

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    Erst einmal willkommen im Forum.

    Zweitens....uns ganz wichtig. Auch wenn ich den Beitrag nur teilweise verstehe ...lass alles weg was irgendwas mit Satan, Dämonen und Co zu tun hat. Larp ist keine (Klischee!)gruftieveranstaltung. Dummerweise, und ja, wirklich dummerweise, halten sich jedoch Gerüchte eines Zusammenhangs zwischen der Esoterik-Ritual"szene" und Larp ziemlich deutlich. Einen (Klischee!)"Satanisten" braucht es auf Con nun wirklich.

    Zweitens läuft Larp ein wenig anders ab als ein Mittelaltermarkt. Zusammenhänge sind da zwar vorhanden, ich würde aber dennoch zum Schnuppern (insbesondere als Schamane) eine feste Gruppe mit Erfahrung suchen. Und ich würde mir bewusst machen, dass 90 Prozent aller Larpcharaktere gut sind. Damit meine ich gut im "christlich-jüdischen" Sinne (ohne dass nun Juden oder Christen bespielt werden). Die Anrufung oder auch nur der Kontakt zu Dämonen ist eine Sache die oft IT nicht gerne gesehen wird, manchmal auch OT auf Ablehnung stürzt. Je nach deiner OT-Optik (du schreibst wo anders dass du dich seit Jahren in der Gothenszene bewegst) kann das ganze noch etwas unangenehmer wirken. Beim "Normalo" den ich mir nicht in einer Gothendisco, dafür aber als Banker im Anzug problemlos vorstellen könnte sieht man vielleicht noch über einiges hinweg. Bei jemanden der offenbar der Gothenszene angehört ist die Gefahr, dass deine Mitspieler denken "naja, der will jetzt einmal im Larp ausleben was er auch OT gerne würde...." meiner Erfahrung nach naheliegender.

    Aber völlig egal wie du aussiehst. Kontakt zu Dämonen oder gar Satan würde ich bei Larpanfängern als NoGo einschätzen. Probier entweder einen klassischen Schamanen (Warnung...der trägt keine erdfarbenen Kutten, bei Bedarf können wir dir sicher Bilder raussuchen) oder den Priester einer GUTEN Gottheit. Ein Priester einer guten Gottheit kann ja durchaus naturnah sein. Und nur weil du selbst offenbar undogmatisch (oder "vielfältig" ) bist, bedeutet das nicht, dass dein Charakter ebenso gepoolt sein muss. Wir sind ja auch OT alle freiheitsliebend.

  3. #3
    Kamikaze
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Einen (Klischee!)"Satanisten" braucht es auf Con nun wirklich.
    NICHT!
    Realreligionen sind im LARP umstritten und üblicherweise nicht gern gesehen.

    Beim Rest schließe ich mich Gerwin weitgehend an (auch wenn das OT-Aussehen von Spielern für mich keine Rolle spielt).

    Ach ja - willkommen im Forum und im Hobby!
    Das hier empfehle ich allen Anfängern gerne als Einstiegslektüre. Damit sollten sich auch die meisten Fettnäpfchen, die du hier unwissentlich betreten hast erschließen:
    https://www.larpwiki.de/Einsteiger
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  4. #4
    Sethos
    Sethos ist offline
    Grünschnabel

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    Ui, da hab ich ja was losgetreten. Und ich hab gewusst das so was kommt. Interessant das “intern“ da so schnell die Alarmglocken angehen. Dabei geht's mir gar nicht um zB “Satanismus“. Da hab ich weder Interesse noch irgendwelcher praktischen Erfahrungen. Außerdem wollte ich bewusst nicht in die Gut oder Böse Wertung, sondern neutral bleiben als Charakter. Tut mir leid, mit gut und Held und böse und Antiheld kann ich wenig anfangen, mangelnde Komplexität. (Das gute Priestertum für einen lieben Gott mach ich außerdem schon im Mittelalter und versuche da mehr Neutralität reinzubringen!) Außerdem Wesen suchen sich doch ihren Schamanen aus und nicht umgekehrt. Optisch dämonenähnliche “Naturgeister“ und Wesen gibt's ja weltweit, auch wenn ich konkret Asien und Afrika im Hinterkopf habe. Und so manchen Untoten oder Ork finde ich persönlich “gruseliger“ als zB einen Garuda (ind. Reittier des Vishnu, also nicht böse) um mal einen Vergleich zu bemühen. Damit ich nicht ins Näpfchen Realreligion trete hab ich bewusst “Antik“ und “Volkstümlich“ gegraben, ich denke nicht das zB Seth oder ähnliches daraus Zusammengebasteltes, noch real vereehrt wird. Aber ich sehe so eine Darstellung scheint doch zu “befremdlich“. Ein Wolf oder Bär als Wesen ist eben was anderes als zB ein Feuerwesen aus der Wüste. Und bei sternklarer Nacht in Jupiter oder Sirius (Namen kann man ja abwandeln) etwas “zu sehen“, scheint glaub ich etwas zu hoch wenn nicht alle wissen wo die überhaupt sind. Aber danke für die ersten Reaktionen. Ich sehe, es kommt eher nicht an. Die Idee Larp fand ich grade interessant weil ich mich von der gut/böse christlich jüdischen “Darstellung“ lösen wollte. Vielleicht hat ich da etwas zu viel Fantasie. P.S. Zum “Ausleben“ und Religion: Das letzte was ich zusammen mit der Amtskirche “ausgelebt“ habe war ein Marktgottesdienst zusammen mit einer Pastorin die gefragt hat ob einer helfen will und sich hinterher gefreut hat. Aber danke für die Vorurteile euer Seits. Das gleiche gilt für Optik außerhalb von Disco und Festival. Und ja, ich kenn die Problematik auch wenn sie mir ewig nicht mehr begegnet ist. Jetzt könnte man vom Banker oder Finanzbeamten in der Disco schreiben, und was man da im Alltag seltsames dran bemerken könnte wie sie aussehen oder was sie machen (nichts), aber ich lass es.
    Geändert von Sethos (25.01.2015 um 19:57 Uhr)

  5. #5
    Cartefius
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    Die Sache mit der "Gothenszene" ist allerdings auch ein Spezialthema von Gerwin, meiner Erfahrung nach ist das eine im Larp recht häufig vertretene Subkultur. Ich würde auch wiedersprechen, ich denke, nur ein Bruchteil der Spielercharaktere ist wirklich konsequent "moralisch gut" ausgelegt, der deutlich überwiegende Teil dürfte eher in die Kategorie "neutral" bis "undefiniert" fallen.
    Was ich aber wichtig beim Ausgestalten von Larpreligionen halte, ist, dass das ganze irgendwie ein klares Thema haben und erkennbar und umsetzbar sein sollte. Deine Aufzählung wirkt, als würdest du recht wahllos realhistorische Mythologien durcheinanderrühren, das könnte (inbesonder in Settings in denen es keinen dieser Götter gibt) unter Umständen recht eigenartig rüberkommen. Ansonsten sind nahöstlich angehauchte Charaktere recht verbreitet und auch ganz gut umzusetzen.

    Zuguterletzt wäre noch, wie immer bei übernatürlichem Wirken, die Frage nach der regeltechnischen Umsetzung. Dinge ohne konkrete Regelauswirkungen wie Andachten oder Gottesdienste gehen recht universell, aber sobald man spezfische Wirkungen wie man sie aus Rollenspielen kennt, z.B. Heilung, umsetzen möchte hängt viel davon ab wie das Regelwerk angelegt ist.

  6. #6
    Nount
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    Bitte benutze Absätze! Deine Beiträge sind extrem mühsam zu lesen
    Bei deinem zweiten Beitrag habe ich mir das Lesen daher erspart und nur überflogen.

    Zum Konzept kann ich nix sagen, weil du nur eine Ansammlung von Stichworten in den Raum wirfst. Bitte deutlich ausformulieren in vollständigen Sätzen
    Generell: Such dir ein paar wenige Dinge aus und stelle die dann vernünftig dar - Klasse statt Masse!
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  7. #7
    Sethos
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    Grünschnabel

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    Wie schon geschrieben ist die Vorstellung des Wesens/Geistes das sich den Schamanen ausgesucht hat noch sehr grob. Auf jeden Fall kein liebes Wesentchen was immer lieb macht was man möchte. Und ob man das dann als Religion bezeichnen kann wenn ein Schamane mit einem Wesen in Kontakt stehen kann... ich weiß nicht. Da ich mich mit Regelwerken nicht auskenne, weiß ich nicht in wie weit und wann Dienste wie Räuchern, bitten um Ereignisse mit oder ohne (Opfer)Gaben, Wahrsagen, Sterne, Natur, Himmel kucken, warum nicht auch Heilung klar, Singsang, Glöckchen läuten oder Trommel trommeln, im Sand oder Asche rummalen, Pflanzenkunde (man kann ja Minze und Co dabei haben, und auflegen, kochen, verabreichen... bei Bedarf (oder kucken was man vor Ort genau bestimmen kann und nutzen), gebraucht werden. Und ich müsste auch die Freiheit haben das das Wesen nicht will oder anders will als gewünscht. Das würde Stories natürlich erschweren oder verändern. Oder es wird einfach ignoriert was raus kam, da kann ich dann ja mit Leben. Man braucht mich ja auch gar nicht wenn man nicht will. Mit Passivität hab ich kein Problem. Kampf und Waffen würde ich übrigens gen Null schrauben bei meinem Charakter. Das wäre dann meine Art von gut sein und würde auch nicht diesem Charakter entsprechen finde ich.
    Geändert von Sethos (25.01.2015 um 20:33 Uhr)

  8. #8
    Gerwin
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    Ich würde auch wiedersprechen, ich denke, nur ein Bruchteil der Spielercharaktere ist wirklich konsequent "moralisch gut" ausgelegt, der deutlich überwiegende Teil dürfte eher in die Kategorie "neutral" bis "undefiniert" fallen.
    Dann widersprichst du der Aussage dass die meisten (oder viele) Larpcharaktere auf Dämonen und Teufelsanbeter nicht gerade positiv reagieren (und damit eher gut aufgestellt sind)? Interessant.
    Dass die Gothenszene im Larp sehr verbreitet ist bestreite ich übrigens gar nicht. Und genau da liegt das Problem. Einige dieser Personen kamen durchaus schon auf eigenartige Ideen. Und "dämonenbeschwörender OT-Goth" bleibt eben eher "hängen" als "dämonenbeschwörender OT-Normalo".

    Was du vorhast klingt für mich eher nach etwas dass zu einen klassischen Fantasydruiden (oder einer Mischung aus Druide und Schamane) passen könnte. Durchaus taugliche Fantasykost. Mit den genannten Regionen hat das jetzt aber nicht so viel zu tun.

    Und es gibt so viele Regelwerke..dass ist eigentlich auf jeden Con anders. Am besten wäre es erst einmal ein optisches Bild vom Charakter zu haben. Dann geht alles leichter.

  9. #9
    Sethos
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    Grünschnabel

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    Optisch ist einfach. Ich werde meinen Franziskaner umbauen. Die Klamotten sind zwar nicht Wolle, aber schöne grobe, an vielen Stellen leicht ausgefranste, natur hell sandfarbene Baumwolle. Das Untergewand ist bodenlangen und langärmelig, das Obergewand nur etwas kürzer. Das schürzenähnliche, an den Seiten stark ausgefranste Skapulier könnte ich auch tragen... mal schauen. Alternative wären asiatische Rockhose und Oberteil, Sand und oder braun, Baumwolle, dann wäre Skapulier auf jeden Fall weg. Gugel mit Kapuze fällt weg, da hät ich eher an sandfarbenen oder braunen, gewickelten und am Hals ungeschlagenen Turban gedacht. Es gibt aber auch interessante andere Reifenartige Kopfbedeckungen mit “Gebömsel dran hängen“ oder Zeug (zB Federn) dran stehen, wie man sie bei manchen indigenen Völkern sehen kann bzw konnte. Oder halt “das sandfarbene “mittellange“ “Handtuch“ auf den Kopf mit sandfarbenen Band gehalten. (“Ölscheich“ in armer Bauer Optik quasi.) Naja, ich such noch. Der Strick mit den drei Knoten fällt weg, klar. Bleibt Schärpe/Bund aus Leder, Fell oder Stoff. Weite Stoffbeutel zum dranhängen. Umhang fällt weg, bleibt “Jäckchen/Weste aus ähnlichem Stoff wie Grundgewand, in braun oder Sand. Schmuck (Anhänger) sollen sich schon an Ursymbolen (Gestirne, Antike Symbole...) orientieren und in Silber... besser Kupfer/Bronze sein. Silber, und vor allem Gold sind mir dann doch schon zu “abgehoben/adelig/angeberisch“. Fell und Leder sollen wenn dann dezent vorhanden sein (Schärpen etc, !kein Ganzkörperschaf mit Kopfloch!), gleiches gilt für Gebein. Für die Füße gibt's Scheb Schebs, also Zehentrenner Strohlatschen altägyptischen/neureformhaus, oder die klassische Zimtlatsche die fast genauso aussieht, aber mit Wollsocken getragen werden kann. Das ist das Grundgerütst das fast komplett vorhanden ist und ausgebaut werden soll.
    Geändert von Sethos (25.01.2015 um 22:05 Uhr)

  10. #10
    Surkan
    Surkan ist offline
    Neuling

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    Sorry aber ohne Absätze(*) lese ich nicht weiter.

    *) In der Textgestaltung beschreibt ein Absatz, lateinisch passus, einen aus einem oder mehreren Sätzen bestehenden Abschnitt eines fortlaufenden Textes. In einem Absatz hat der geschriebene Text meist einen eigenen Sinnzusammenhang oder auch ein eigenes kleines Thema. Ist dieser Gedanke ausgeführt, folgt ein neuer Absatz. Er wird in der Typographie als Zeilenumbruch, d. h. Neubeginn in einer neuen Zeile, dargestellt.
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Absatz_(Text)

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