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  1. #1
    Belengar
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    Erstes Konzept eines Neulings

    Hallöchen liebe LARP Gemeinde!

    Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit diesem fantastischen Hobby und bin noch sehr in der Findungs-Phase...

    An dieser Stelle möchte ich euch einmal meine Gedanken zum groben Konzept und auch zur Ausrüstung vorstellen.
    Bevor ich mein Geld zum Fenster raus schmeiße, hätte ich doch lieber ein paar Meinungen gehört


    Zunächst mal Eigenschaften, die ich selbst aufweise, und die mein Charakter auch so übernehmen soll:

    - Mensch
    - männlich
    - junger Erwachsener
    - 1,79 m groß, normale Figur
    - einigermaßen gute körperliche Konstitution


    Nun eine grobe Vorgeschichte:

    Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf, welches zur nahe liegenden Burg eines unbedeutenden Landadels gehört.
    Als Bastard-Sohn einer Kräuterkundigen Heilerin habe ich meinen Vater nie kennen gelernt.
    Meine Mutter hat dieses Thema nie angesprochen, überhaupt stehen wir uns nicht sehr nahe. Besonders nach dem Kindesalter wurde unsere Beziehung immer schlechter.
    Ich bin in die Lehre zu einem benachbarten Holz- und Leder Handwerker gegangen.
    Obwohl mein Talent mehr schlecht als recht ist, konnte ich seinen Ansprüchen mit Mühe und Not doch irgendwie gerecht werden.
    Besser als in der Verarbeitung bin ich jedoch in der Beschaffung von Holz und Leder. Der Umgang mit Axt und Bogen liegt mir durchaus.

    Vor kurzem wurde ich zur Burg des Adligen zitiert. Der Verwalter der Burg überreichte mir ein Bündel, welches mein Vater kurz vor meiner Geburt hinterlassen hatte.
    In dem Bündel befand sich ein Brief, eine Beutel mit einer nicht all zu großen Geldsumme (genug für einen einfachen Reisenden, aber Welten entfernt davon sich so etwas wie eine Rüstung oder ein Pferd leisten zu können)
    und ein schlichtes, kurzes, aber sehr sauber verarbeitetes Schwert. Eingeschlagen war dies alles in einem schlichten Umhang, welcher mit einem Gürtel gezurrt war.

    Ich habe heute beschlossen meine Sachen zu packen, Mutter zu verlassen, mein altes Leben hinter mir zu lassen, und dem Vermächtnis meines Vaters auf die Spur zu gehen.


    Eine kurze Anmerkung: Ja, ich habe mir Gedanken darüber gemacht was in dem Brief steht und nein, ich werde es hier nicht schreiben. Ich habe vor, diesen Brief tatsächlich herzustellen und als meinen wertvollsten Schatz mit in mein Spiel zu integrieren. Ob es jemals dazu kommen wird, dass sich jemand auf meine kleine eigene Geschichte einlassen will und es schafft mein Vertrauen zu gewinne, so dass ich diese Geschichte mit ihm teilen werde...??
    Die offizielle Version wird wohl lauten: Ich habe es bei meiner Mutter nicht länger ausgehalten und habe meine sieben Sachen gepackt und bin weggelaufen meinen Vater zu finden. Mehr muss und will der einfache Reisende auf der Straße wohl nicht wissen.



    Aus dieser kurzen Vorgeschichte resultieren also folgende Fähigkeiten:

    - Oberflächliches Wissen über Kräuter und ihre Wirkung durch seine Mutter
    - Weniger geschickter, aber immerhin geübter Umgang mit Holz und Leder, sowie deren Beschaffung
    -> findet sich in Wald und Wiesen gut zurecht
    - Weiß sich seinem Stand als Handwerker entsprechend zu benehmen und hatte wenigstens schon einmal groben Kontakt zum Adel
    - Ist in keiner Kampfkunst unterrichtet, kann jedoch mit Jagdmesser/Dolch und Bogen passabel umgehen
    - Ist in keiner Form der Magie unterrichtet, es gibt auch bisher keine Anzeichen für irgendeine Begabung
    - [...]


    Als Charakterzüge habe ich bisher nur entschieden, dass er prinzipiell ein offener und freundlicher Mensch ist.

    Wenn man jetzt wirklich in Klischee behafteten Klassen denken will, ergibt sich da für mich eine Mischung aus Handwerker(normale Bevölkerung), Abenteurer und Waldläufer

    Die Ausrüstung habe ich ja teilweise schon genannt, hier noch mal als Auflistung:

    - ein einfacher Umhang
    - eine Tunika oder ein Hemd (langärmlig)
    - eine Tunika oder eine Weste (kurzärmlig)
    - eine einfache Hose
    - einen Gürtel mit einer Tasche
    - ein Dolch und ein kurzes Schwert

    - Schuhwerk wird wohl leider zunächst aus dem 21. Jahrhundert übernommen...

    (Obwohl er mit einem Bogen umgehen kann, war dieser nicht sein Eigentum, vielleicht gelangt er ja irgendwann noch in den Besitz eines eigenen Bogens)




    So! Das war's erstmal mit meinen vorläufigen Überlegungen, jetzt dürft ihr mich auseinander nehmen!!
    Ich bitte um ehrliche Meinungen und sehr gerne auch Verbesserungsvorschläge für einen absoluten Anfänger... Ich hoffe auch, dass ich zumindest von der Herangehensweise einigermaßen gut gedacht habe....

    Schon einmal Danke und die besten Grüße,
    Belengar

  2. #2
    Gabel
    Gabel ist offline
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    Hmm, da sonst noch keiner was gesagt hat, breche ich hier mal mein Schweigen.

    Da du nach dem Herangehen fragst: Es bietet sich an, wenn du erst einmal schreibst, was genau du dir als zentrale Spielinhalte auf Con erhoffst, dann kann man dir am besten Vorschläge zur Verbesserung machen. Bis es soweit ist, werfe ich einfach mal in den Raum, was mir so zu deinem Entwurf in den Sinn kommt, mal so ganz ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    Dein Konzept hat grundsätzlich Potenzial:

    Es ist nicht übertrieben, furchtbar dramatisch oder besonders schwierig darzustellen. Dass du ein paar Anfängerklischees drin hast, tut dem generell keinen Abbruch, da kann man dran arbeiten.
    Gratuliere insbesondere dazu, dass du nicht wild drauflos gekauft hast. Warte damit in jedem Fall noch bis du etwas Feedback erhalten hast.

    Zunächst mal Eigenschaften, die ich selbst aufweise, und die mein Charakter auch so übernehmen soll:

    - Mensch
    - männlich
    - junger Erwachsener
    - 1,79 m groß, normale Figur
    - einigermaßen gute körperliche Konstitution
    Das ist alles bestens, du bist anscheinend für jede Rolle außer den ganz Kleinen(Zwerge und was man noch in der Ecke ansiedelt) qualifiziert. Mit "Junger Erwachsener" meinst du jenseits der 18 Jahre? Wenn ja, brauchen wir dazu ein Wort mehr verlieren, wenn nicht, sieh dir den Thread zu Minderjährigen an.

    Günstig ist jedenfalls, dass du als Neuling keinen zauberkundigen Charakter spielen möchtest, das würde bloß unnötig hohe Anforderungen an deine Darstellungen stellen.

    Dein Charakter soll augenscheinlich ein einfacher Bürgerlicher mit eher mäßiger handwerklicher Ausbildung sein. Dass auch dieser eine Kräuterfrau zur Mutter hat, ist eines der typischen Anfängerklischees, aber nicht das Schlimmste.
    Allerdings habe ich keine Ahnung, was genau ein "Holz- und Leder-Handwerker" nun genau sein soll. Da du schon dabei bist, such dir einen richtigen Beruf aus, den du benennen kannst. Nicht dass du den auf Cons auch ausüben müsstest, wenn du nicht ausdrücklich willst und dein eigenes Material, Werkzeug etc. mitbringst, aber es klingt einfach besser, wenn es sich auch wirklich um einen Beruf handelt, der mit der Lehre erreicht, bzw. verfehlt wurde.
    Außerdem kannst du einen richtigen Beruf evtl. auch in deiner Gewandung oder Ausrüstung andeuten, wenn du etwa ein Beil, eine Säge oder was auch immer mit dir herum trägst, Hauptsache, es ist klar zuzuordnen.
    Damit wären wir allerdings auch schon bei den m.E. etwas schwächeren Teilen deines Konzepts angelangt: Die Beschaffung von Holz und Leder? Soll das ein Jäger-Holzfäller-Hybrid werden? Und insbesondere schreibst du, der Umgang mit Axt und Bogen liege dir durchaus. Das klingt wie einer der Versuche, über handwerkliche Betätigung Kampffertigkeiten herbeizuerklären.

    - Oberflächliches Wissen über Kräuter und ihre Wirkung durch seine Mutter
    - Weniger geschickter, aber immerhin geübter Umgang mit Holz und Leder, sowie deren Beschaffung
    -> findet sich in Wald und Wiesen gut zurecht
    Das sind so Sachen... Wer findet sich in modernen Forstwäldern und Wiesen nicht gut zurecht? Wenn du das in relevantem Umfang können willst, musst du das auch OT in ungewöhnlichem Umfang mitbringen, sonst bemerkt es kein Mensch.
    Das Wissen über Kräuter kannst du natürlich über Regelwerksfertigkeiten wettmachen, falls du auf einem passenden Con bist.

    Das eigentliche Problem bei dem Konzept ist m.E. die alte Geschichte mit Schwert und Brief des Vaters.
    Zunächst einmal ist das ein uraltes Klischee. Kann man prinzipiell noch mit leben, aber wundere dich nicht wenn Leute mit den Augen rollen.
    Stelle dich darauf ein, dass du in den nächsten Jahren keinen finden wirst, den es interessiert, nicht zuletzt, weil der Vater anscheinend nicht bespielt wird. Du wirst schon selbst einiges dafür tun müssen, das aktiv ins Spiel einzubringen. Wenn du dich daran und daran, dass deine Suche bis auf weiteres vergebens sein wird, nicht störst, dann nur zu, viel Schaden kannst du mit dem Brief bestimmt nicht anrichten, solange du ihn niemandem aufdrückst.
    Schwieriger finde ich eigentlich, dass du auch gleich noch ein Schwert mitgeben willst:
    Das Schwert wird nach dem, was du bisher beschrieben hast, nicht im Mindesten zur Gewandung passen und auch aus der Ausrüstung deutlich hervor stechen. Allerdings nicht so, wie man es sich als Anfänger gern vorstellt, nämlich als verblüffendes und überraschendes Element, das neugierig macht, sondern vielmehr als deplatzierte Quotenwaffe("weil der Anfänger halt auch mal moschen will").
    Wenn es dir tatsächlich nur darum geht, dich zu bewaffnen, nimm dir etwas Einfacheres. Ein Schwert ist eine Standes- oder Kriegswaffe, da mögen die Historiker mehr sagen, aber jedenfalls sowieso schon überrepräsentiert und selten wirklich gut integriert. Ein Knüppel, ein Beil, eine Keule(kurze Nagelkeule, vielleicht 80-90 cm, kein zweihändiger Streitkolben) würde ebenfalls taugen, wäre im LARP-Kampf nicht viel weniger effektiv und sähe weit besser aus.
    Ein Schwert würde auch keineswegs dadurch passend gemacht, dass du es in deinem Hintergrund erklärst, denn den kennt ja keiner und die meisten wollen ihn wahrscheinlich auch gar nicht kennen.

    Zu deiner Geschichte im Einzelnen sage ich mal nicht viel, habe bessere und schlechtere gelesen, das muss man nicht auswalzen, insbesondere weil sie ja ohnehin nur dazu dient, dir selbst die Rolle näher zu bringen und den Charakter stimmig darstellen zu können.

    Gesamteindruck deines Konzepts: Noch unscharf. Es zerfasert ein bisschen in alle Richtungen, weil du ein bisschen Handwerk, ein bisschen Kräuter, ein bisschen Natur und dazu dann noch Umhang und Schwert hast. Das kann man schon machen, aber du wirst... sagen wir mal: Keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Empfehlenswert wäre hier m.E.: Such dir eines davon raus, vielleicht den Handwerker auf Reisen, und baue ihn aus. Oder nimm anstelle des Schwertes eine Nagelkeule und mache ihn insgesamt ordentlich schmuddelig, dann könnte es auch ein Herumtreiber sein. Oder bau wirklich auf Jäger- und allgemein Wildnisfertigkeiten. Du musst dich beileibe nicht in ein Klassendenken einordnen lassen, aber ein klar ausdefiniertes Konzept wird dir helfen, Anschluss zu finden und überzeugend zu spielen.

    Zur Ausrüstung: Ich habe ja schon was zum Schwert gesagt...

    Allgemein scheint es ja auf so was hier hinauszulaufen(was ich nicht prinzipiell schlecht finde):

    http://www.hardcoregaming101.net/arkania/satinav.jpg

    Oder täusche ich mich?

    Tuniken und Hose sind völlig in Ordnung. Wie du siehst, kommt es ganz gut, wenn die verschiedenen Schichten gut zu erkennen sind, in deinem Fall also z.B. langärmlige Tunika und kurzärmlige Weste darüber.
    Achte jedenfalls darauf, anständigen Stoff zu verwenden(bzw. kaufe welche aus anständigem Material): In puncto Wetterschutz ist Wolle praktisch ideal. Insbesondere für den Mantel ist sie zu empfehlen, aus Baumwolle dagegen bringt er dir ganz einfach nichts. Auch sonst sehen Wolle und Leinen im Regelfall einfach besser aus als Baumwolle oder dünne Kunstfaserstoffe. Freilich gibt es da Ausnahmen, dazu können die versierten Bastler mehr sagen.

    Für Schuhwerk könntest du dir relativ leicht Gamaschen basteln, die das meiste verdecken. Schnittmuster dafür findest du im LARP-Wiki. Ansonsten gilt hier: Unauffällig, gedeckte Farben, keine Turnschuhe und auch sonst keine Neonstreifen o.Ä.

    Was sich noch lohnen würde, ist auf jeden Fall eine Gugel. Die sieht gut aus, lässt sich leicht selbst machen und ist bei miesem Wetter(oder auch schon am Abend, wenn man mal eine Weile weg vom Feuer ist) ein komfortables Kleidungsstück.

    Darüber hinaus fehlt noch eine Kopfbedeckung. Die macht immer was her und rundet ein Konzept oft sehr schon ab. Das kann ein Hut, eine Mütze oder sonst was sein(allerdings nicht die besagte Gugel, die ist was für schlechtes Wetter, wie eine Kapuze heutzutage. Da würde auch keine sagen, man trüge einen Hut), Hauptsache, es verfremdet deinen Kopf ein bisschen. Man sieht einfach weniger nach LARPer aus, und mehr nach... Naja, was man eben so darstellt.

    So, hier breche ich mal ab, ich hoffe, irgendwas davon hilft dir auch...

    Gruß, Gabel

  3. #3
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    Gabel hat schon ein sehr fundiertes Feedback gegeben, dem ich mich so auch anschließe. In Sachen "Klamotte": Schau dir mal diese Artikel im LarpWiki an. Das sollte dir bei der Wahl deiner Kleider helfen: http://larpwiki.de/Ausr%C3%BCstung/G...dungGrundlagen http://larpwiki.de/Meinung/Charakter...%B6derHutCredo Zum "Vermächtnis": Das Schwert ist die klassische Anfängerwaffe und daher auf beinahe allen Cons überrepräsentiert. --> Du wirst damit nichts besonderes sein und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen (wie Gabel schon richtig angemerkt hat). Der Brief wird (soweit du ihn nicht sehr aktiv ins Spiel einbringst) vermutlich niemanden interessieren. Man fragt ja auf dem Weg zur Arbeit auch nicht jeden, ob er ein Geheimnis hat, und selbst wenn, wirst du mit deiner "Fake-Antwort" jede weitere Untersuchung abschmettern. Das ist primär zwar nicht tragisch - sollte dir aber bewusst sein. Hintergründe sind ein Thema für den Spieler und (vielleicht) die SL. Andere wird es kaum interessieren, wenn es nicht sehr klar thematisiert wird. Schau dazu auch dort nach: http://larpwiki.de/Charaktertipps/Geschichte Soviel für jetzt - später evtl. mehr.
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  4. #4
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    Klingt nicht sehr spannend, erlaubt sich aber auch keine großen Fehler.

    Erdige, eher hellere Farben kennzeichnen den einfachen Mann, Kopfbedeckung ergänzen und statt dem Schwert eine Axt. Ansonsten kann man ohne Bilder wenig dazu sagen. Schön wäre es den Handwerksaspekt nicht nur in der Vorgeschichte zu haben. Kleine Lederarbeiten in der freien Zeit am Lager zB.

  5. #5
    Nount
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    Hallo und herzlich willkommen!

    Die Geschichte ist tauglich. Zwar seeehr standardmäßig (auch das vom Vater geerbte Schwert ist sehr klischeehaft), aber macht ja nichts.
    Was genau möchtest du auf dem Con eigentlich machen?

    Was ich eher hinderlich als hilfreich finde, ist die Geheimnistuerei um den Grund, das alte Leben zu verlassen. Rechne damit, dass sich nie jemand für diesen Brief interessieren wird, aber das schrieben andere ja schon.

    In der Geschichte findet sich eigentlich nichts über den Charakter deines Charakters, eigentlich erklärt sie nur die Fähigkeiten. Das ist nicht verboten, aber sehr viel verschenktes Potential, denn die Fähigkeiten sind eigentlich egal; das Verhalten ist wichtig und interessant für die Mitspieler.

    Man darf natürlich Geschichten nur für sich selbst schreiben. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass einem das fürs Spiel meist sehr wenig bringt. Die ideale Hintergrundgeschichte gibt konkrete Spielanstöße, denn Larp findet nicht im eigenen Kopf statt, sondern in Gemeinschaft mit den Mitspielern.

    Zitat Zitat von Belengar Beitrag anzeigen
    Ich bin in die Lehre zu einem benachbarten Holz- und Leder Handwerker gegangen.
    [...]
    - Weniger geschickter, aber immerhin geübter Umgang mit Holz und Leder, sowie deren Beschaffung
    Ersteres klingt wie eine Ausrede für letzteres. Was genau meinst du mit "Umgang mit Holz und Leder"? Für "bisschen Schnitzen" braucht man ja keine Handwerkerausbildung. Mal abgesehen davon, dass der Beruf "Holz- und Lederhandwerker" nicht existiert; bisschen spezialisierter darf es schon sein

    Was noch wichtig ist: Wie verdient dein Charakter denn unterwegs seinen Lebensunterhalt?

    Generell: Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn dein erster Charakter fürs erste Con sehr 08/15 ist. Denn vorm ersten Con weiß man noch nicht, wie genau so ein Con eigentlich abläuft, und man weiß erst recht noch nicht, welche Konzepte einem Spaß machen werden (das sind nicht unbedingt die, von denen man es vorher gedacht hätte!). Und welche Eigenschaften man gut rüberbringen kann.
    Geh ruhig auf dein erstes Con, probiere deine Rolle aus und mach dir später Gedanken über die Feinheiten.

    Wenn man möchte, kann man sich aber schon vorher ein paar interessante Eigenarten o.ä. ausdenken. Der Brief wird es allerdings nicht sein. Kleine Rituale, Ängste, Wünsche, Macken ... Dinge, die Mitspieler mitkriegen, und optimalerweise Dinge, die man nicht heimlich und im stillen Kämmerlein nur für sich selbst tut.

    Zur Ausstattung:

    - ein einfacher Umhang
    - eine Tunika oder ein Hemd (langärmlig)
    - eine Tunika oder eine Weste (kurzärmlig)
    - eine einfache Hose
    - einen Gürtel mit einer Tasche
    - ein Dolch und ein kurzes Schwert

    - Schuhwerk wird wohl leider zunächst aus dem 21. Jahrhundert übernommen...
    Klingt okay - tu dir aber bitte einen Gefallen und nimm Wolle, nicht Baumwolle, besonders für den Umhang und kurze Tunika/Weste.
    Außerdem empfehle ich wie die anderen Gugel und Hut, das lässt das Outfit sehr viel stimmiger wirken.
    Zum Schwert: Eine IT teure Waffe, die daher eigentlich nicht so gut zu einem Abenteurer passt. Ist nicht verwerflich, denn im Larp tragen sowieso viele ein Schwert, obwohl's nicht zum Charakter passt. Wenn dir die Waffe eigentlich egal ist, würde ich eine andere nehmen; wenns unbedingt ein Schwert sein soll, na gut
    Allerdings: Hast du Larpkampf schon ausprobiert? Nicht jedem liegt jede Waffe; mir persönlich macht der Kampf mit Schwertern wenig Spaß. Bevor du dir eine Waffe kaufst, solltest du z.B. an einem Kampftraining teilnehmen oder dir vorm ersten Con Mitspieler suchen, die dir vielleicht eine leihen können.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  6. #6
    Belengar
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    Guten Morgen zusammen!

    Zunächst einmal Danke für das bisherige Feedback!

    Fasse ich die Hauptpunkte mal zusammen...

    Der Pseudo-Beruf ist fehl am Platz, der Brief und das Schwert klingen zusehr nach Roman-Held und interessieren niemanden, und.. das Schwert.

    Einfache Lösung wäre zunächst folgende: Schwert wird komplett gestrichen; Beruf zum einfachen Holzfäller geändert und dementsprechend ein Beil/Axt als Waffe hinzugefügt; der Brief bleibt zunächst da, es war nie meine Absicht den irgendwem aufs Auge zu drücken und erwarte auch nicht meinen Vater in den nächsten 10 Jahren zu finden.

    Mein Gedanke bei der Konzeptentwicklung war der, dass ich mich in genau die Ausgangsposition bringen wollte, in der ich real auch bin: Alleine und unerfahren auf dem Weg etwas neues zu Entdecken.
    Was mich auch zwingend in die Lage bringt mir Verbündete/Weggefährten zu suchen... also was könnte ich denen Bieten? Werde ihnen wohl kaum Bäume fällen. Vielleicht Als Beruf doch lieber Zimmermann? Mein Urgroßvater war Baumeister, von ihm haben wir noch viele Werkzeuge im Keller verstauben. Würde sich das anbieten?


    Ich gehe mal noch auf ein paar andere Punkte ein.

    Da du nach dem Herangehen fragst: Es bietet sich an, wenn du erst einmal schreibst, was genau du dir als zentrale Spielinhalte auf Con erhoffst, dann kann man dir am besten Vorschläge zur Verbesserung machen.
    Ich war noch nie auf einer Con und kenne keine LARPer. Meine Vorstellungen entspringen Web-Artikeln und Youtube... Mein Wunsch wäre es erstmal möglichst viele Eindrücke zu sammeln und mit Leuten meines Standes zu spielen, in der ersten Schlachtreihe sehe ich mich definitiv (noch) nicht. Ich sehe schon... es läuft immer wieder auf den Punkt hinaus, was ich meinen Mitspielern denn bieten kann.


    Mit "Junger Erwachsener" meinst du jenseits der 18 Jahre? Wenn ja, brauchen wir dazu ein Wort mehr verlieren, wenn nicht, sieh dir den Thread zu Minderjährigen an.
    OT Mitte 20, ich habe bewusst kein konkretes Alter benannt, weil historisch betrachtet das Alter "Junger Erwachsener" wohl etwas früher erreicht war als heutzutage.


    Allgemein scheint es ja auf so was hier hinauszulaufen(was ich nicht prinzipiell schlecht finde):
    http://www.hardcoregaming101.net/arkania/satinav.jpg
    Oder täusche ich mich?
    Ja, so könnte es aussehen.


    Schön wäre es den Handwerksaspekt nicht nur in der Vorgeschichte zu haben. Kleine Lederarbeiten in der freien Zeit am Lager zB.
    Sehr gerne... wie genau das umzusetzen ist werde ich mir noch überlegen müssen. Zunächst mal steht die Berufswahl ja gerade eh auf der Kippe.
    Werde den Gedanken auf jeden Fall berücksichtigen in der weiteren Planung.


    In der Geschichte findet sich eigentlich nichts über den Charakter deines Charakters, eigentlich erklärt sie nur die Fähigkeiten. Das ist nicht verboten, aber sehr viel verschenktes Potential, denn die Fähigkeiten sind eigentlich egal; das Verhalten ist wichtig und interessant für die Mitspieler.
    Wie schaffe ich das, ohne einen Roman zu schreiben? Das Bild des Charakters formt sich ja nicht in ein paar Sätzen, sondern bedarf häufiger Wiederholung eines bestimmten Verhaltensmusters.
    Wenn ich neue Leute kennen lerne werden diese sich ja ihr eigenes Bild zu meinem Charakter machen. Wenn ich gut mit der Axt umgehen kann, ist die Frage woher ich das kann ja durchaus plausibel und zu beantworten. Aber werde ich gefragt woher ich beispielsweise meinen Zynismus habe, oder wieso ich gerne anderen Menschen helfe? Schwierig durch eine kurze Anekdote zu beantworten.


    Zitat von Belengar
    Ich bin in die Lehre zu einem benachbarten Holz- und Leder Handwerker gegangen.
    [...]
    - Weniger geschickter, aber immerhin geübter Umgang mit Holz und Leder, sowie deren Beschaffung

    Ersteres klingt wie eine Ausrede für letzteres. Was genau meinst du mit "Umgang mit Holz und Leder"? Für "bisschen Schnitzen" braucht man ja keine Handwerkerausbildung. Mal abgesehen davon, dass der Beruf "Holz- und Lederhandwerker" nicht existiert; bisschen spezialisierter darf es schon sein
    Du hast vollkommen recht, das ist eine Ausrede. Ich muss da wohl noch für etwas Tiefgang sorgen.

    Wenn man möchte, kann man sich aber schon vorher ein paar interessante Eigenarten o.ä. ausdenken. Der Brief wird es allerdings nicht sein. Kleine Rituale, Ängste, Wünsche, Macken ... Dinge, die Mitspieler mitkriegen, und optimalerweise Dinge, die man nicht heimlich und im stillen Kämmerlein nur für sich selbst tut.
    Klingt interessant! Scheint vor allem eine legitime Möglichkeit zu sein mich etwas zu zeigen. Werde ich mir mal Gedanken zu machen



    Ich bin schon mal sehr dankbar für eure Einwände, es hilft mir sehr dabei, mich etwas reflektierter mit dem Konzept auseinander zu setzen.
    Über weitere Kommentare würde ich mich sehr freuen und wenn ich das ganze noch etwas ausgearbeitet habe, werde ich es auch hier ergänzen!

    Grüße, Belengar

  7. #7
    Nount
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    Schön, dass du schon ein paar Denkanstöße hast
    Ich möchte aber erstmal etwas ganz Wichtiges erwähnen: Es gibt kein "richtig" und "falsch" beim Larp. Wir können nur unsere persönliche Meinung sagen und die hat für manche Cons Gültigkeit, für andere nicht.
    Es gibt Dinge (Aussehen, Verhalten o.ä.), für die man auf dem einen Con schief angeschaut wird und auf dem nächsten ists völlig normal und allgemein akzeptiert.
    Deshalb sind die Äußerungen hier nicht in Stein gemeißelt, sondern erstmal Anregungen. D.h., wenn jemand sagt, „XY finde ich nicht gut“, heißt das nicht, dass du XY nicht machen darfst, aber man könnte sich dann die Argumente gegen XY anschauen.

    Zum Schwert ist die wichtigste Frage: Möchtest du denn OT gerne kämpfen?
    Wenn nicht, brauchst du keine Waffe. Wenn doch, ist eine empfehlenswert
    Mir hat auf meinem ersten Con ein freundlicher Zeltnachbar eine geliehen. Damals waren die Waffen allerdings billiger ... heute wäre es vermutlich sinnvoller, vor dem Con nach anderen Conbesuchern zu schauen.

    Zitat Zitat von Belengar Beitrag anzeigen
    Was mich auch zwingend in die Lage bringt mir Verbündete/Weggefährten zu suchen... also was könnte ich denen Bieten? Werde ihnen wohl kaum Bäume fällen. Vielleicht Als Beruf doch lieber Zimmermann? Mein Urgroßvater war Baumeister, von ihm haben wir noch viele Werkzeuge im Keller verstauben. Würde sich das anbieten?
    Klingt doch gut.
    Aber: Du musst deinen Mitspielern keine "Fähigkeiten" bieten. Sondern deinen Charakter.
    Auf einem Con sind i.d.R. 50-5000 Spieler. Da ist niemand auf eine bestimmte Person angewiesen, es gibt genügend Leute, die Fähigkeit X ebenfalls besitzen und vermutlich besser können als man selbst.
    Normalerweise kommt niemand auf einen zu und fragt, ob man mitmachen will, das muss man selbst erledigen. Dazu braucht man aber keine Fähigkeiten, sondern Engagement.
    Das Credo heißt nicht: "Sei nützlich!", sondern "Sei interessant!"

    Wie schaffe ich das, ohne einen Roman zu schreiben? Das Bild des Charakters formt sich ja nicht in ein paar Sätzen, sondern bedarf häufiger Wiederholung eines bestimmten Verhaltensmusters.
    Wenn ich neue Leute kennen lerne werden diese sich ja ihr eigenes Bild zu meinem Charakter machen. Wenn ich gut mit der Axt umgehen kann, ist die Frage woher ich das kann ja durchaus plausibel und zu beantworten. Aber werde ich gefragt woher ich beispielsweise meinen Zynismus habe, oder wieso ich gerne anderen Menschen helfe? Schwierig durch eine kurze Anekdote zu beantworten.
    Du brauchst die Charaktergeschichte nicht, um Fähigkeiten oder Eigenschaften zu begründen. Die soll einfach nur ein Grundgerüst sein und Spielanreize liefern.

    Sinnvoll ist, das Ganze aus einem Guss zu haben, anstatt Begründungen für Fähigkeiten und Eigenschaften lose zusammenzustückeln.
    „Mein Charakter ist von A nach B gezogen und hat überall Fertigkeiten und Eigenschaften eingesammelt“ ist kein so gutes Konzept. „Mein Charakter ist da und da unter den und den Umständen mit dieser Person als Mentor und dieser Person als Hassobjekt aufgewachsen“ schon besser.
    Das sollte aber nicht zu konstruiert sein. Wenn der Charakter auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, war vermutlich kein ausgebildeter Akademiemagier in der Nähe.

    Denkanstöße kann z.B. die Charaktercheckliste im Larpwiki liefern. Natürlich kann man noch viele weitere Fragen an den Charakter stellen, die Liste ist nicht vollständig. Und nicht jede Frage ist für jeden Charakter gleichwichtig.
    Man sollte sich bei solchen Listen allerdings bemühen, nicht die 08/15-Aspekte auszufüllen („Hat der Charakter viele Freunde?“ – „So ein paar“; „Hat der Charakter eine Religion?“ – „Nein“), dann bringt sie gar nichts. Sondern man sollte das nehmen, was den Charakter von anderen unterscheidet („Hat der Charakter vor etwas Angst?“ – „Ja, vor Elfen“, „Ist der Charakter abergläubisch?“ „Ja, er spuckt vor jedem Kampf hinter sich und zieht mit dem Fuß eine Linie um sich herum“).
    So als willkürliches Beispiel. Man sollte bei diesen Dingen natürlich tunlichst etwas nehmen, was auch spielrelevant ist. Ob der Charakter Angst vor Truthähnen hat, ist ziemlich wurscht (gut, außer, er erzählt abends am Lagerfeuer Geschichten von wildgewordenen Truthähnen, die ihn fast aufgefressen hätten, aber ist was anderes *gg*)

    Was ich auch sehr hilfreich finde: Sich einen „Stereotyp“ suchen und daran orientieren. Z.B. ein junger, unbekümmerter, immer fröhlich vor sich hinpfeifender Abenteurer. Oder der schnöselige Grafensohn. Oder der gutmütige, aber ungebildete Bauernjunge.
    Ich finde es hilfreich, sich einen Filmcharakter als Vorbild zu nehmen. Möglichst keinen Superhelden, sondern eine Figur mit Schwächen und „Charakter“.

    Vorschläge, wie man das Konzept umsetzt, wenn man es sich überlegt hat, findest du unter Rolle Erarbeiten (z.B. durch Haltung, Gesten, Mimik, Schlüsselsätze).

    Ich persönlich finde ein Hintergrundland und eine Religion sehr hilfreich bei der Formung des Charakters, aber das ist Geschmackssache. Manch einer verzichtet auf genau die Dinge, die mir wichtig sind.
    Vorm ersten Con ist das halt alles Theorie - wie gesagt: Es ist sinnvoll, sich ein paar Aspekte rauszusuchen und zu versuchen, die umzusetzen, aber was genau einem liegt und was nicht, finden die meisten Leute erst durch Ausprobieren heraus.
    Geändert von Nount (26.01.2015 um 12:27 Uhr)
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  8. #8
    Cartefius
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    (Jetzt habe ich beim Abschiken gesehen, dass Nount schon größtenteils das selbe geschrieben hat, aber nicht schlimm, dann steht es hier halt zweimal ;-) )
    Was mich auch zwingend in die Lage bringt mir Verbündete/Weggefährten zu suchen... also was könnte ich denen Bieten? Werde ihnen wohl kaum Bäume fällen. Vielleicht Als Beruf doch lieber Zimmermann? Mein Urgroßvater war Baumeister, von ihm haben wir noch viele Werkzeuge im Keller verstauben. Würde sich das anbieten?
    Handwerksdarstellung im Larp ist zu großen Teilen Liebhaberei, das heißt, man macht das aus Spaß an der Freude, um des Ambientes willen, oder um seinem Charakter mehr Farbe zu verleihen, aber die Situationen, in denen man als Sattler oder Zimmermann wirklich im Spiel etwas damit anfangen kann sind sehr gering. Manchmal gibt es auf Regelwerkscons die Möglichkeit, Handwerkstalente wie "Rüstung reparieren" oder "Pfeilbau" für Punkte zu kaufen, was dann eine solche spielrelevante Anwendung eines Handwerksberufs wäre, allerdings hatte das auf den Cons, auf denen ich gespielt habe, trotzdem keinen großen Einfluss aufs Spielgeschehen.

    Die Frage, ob du deinen Mispielern etwas "bieten musst" ist auch nicht unbedingt von der Hand zu weisen, hängt aber viel vom Spielumfeld ab und darum, wie die Aufgaben im Spiel angelegt sind. Bei sehr punktelastigen Abenteuercons kann es schonmal vorkommen, dass die Hauptplots auf klassische Charakterausrichtungen wie Kampf, Magie oder Heilung ausgerichtet sind, und dass man als jemand ohne großen Schwerpunkt auf einem dieser Gebiete manchmal schwer Anschluss bekommt. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Cons, bei denen das nicht so ist, und bei denen man alleine dadurch, kommunikativ zu sein und sich aktiv am Spielgeschehen zu beteiligen, jede Menge Action bekommen kann. Da du allerdings anscheinend Lust aufs Kämpfen hast und einen bewaffneten Charakter spielst ist ein Hauptaspekt ja sowieso schon bedient: Zu Kämpfen gibt es meistens was, und man muss auch nicht unbedingt der hochgezüchtete Duellexperte sein, um bei den typischen Larpschlachten mitmischen zu können.
    OT Mitte 20, ich habe bewusst kein konkretes Alter benannt, weil historisch betrachtet das Alter "Junger Erwachsener" wohl etwas früher erreicht war als heutzutage.
    Mein Tipp ist da ganz einfach: Mach deine Charaktere immer genauso alt, wie du selber bist (es sei denn du willst dir einen Rauschebart ankleben und auf alten Magier machen). Normalerweise wird man nicht nach seinem Alter gefragt, und wenn, dann vermutlcih aus OT-Gründen (wie z.B. "darf ich dir Alkohol verkaufen"), das Alter eines Charakters ist also nicht wichtig genug als Spielinhalt, dass es sinnvoll wäre, das irgendwie zu verändern.

    Wenn ich neue Leute kennen lerne werden diese sich ja ihr eigenes Bild zu meinem Charakter machen. Wenn ich gut mit der Axt umgehen kann, ist die Frage woher ich das kann ja durchaus plausibel und zu beantworten. Aber werde ich gefragt woher ich beispielsweise meinen Zynismus habe, oder wieso ich gerne anderen Menschen helfe? Schwierig durch eine kurze Anekdote zu beantworten.
    Eigentlich wird da genau umgekehrt ein Schuh draus: Wichtig ist, sich konkrete Dinge zu überlegen, die man aktiv tun kann. Das könnte z.B. genau so etwas sein wie "immer eine Axt mit sich herumtragen und diese liebevoll mit Schleifstein und Waffenöl pflegen", "ständig zynische Kommentare bringen" oder "überall nach Möglichkeiten zu suchen, seine Hilfe anzubieten und sich einzubringen", denn das sind Eigenheiten, die den Charakter im Spiel prägen und einzigartig machen. Natürlich ist es auch nicht schlecht, wenn man sich ein stimmiges Gesamtbild überlegt, in dem alle diese Einzelaspekte zusammentreffen, aber die Situation, dass man explizit danach gefragt wird, ist eher die Ausnahme als die Regel, denn (gutes) Larp besteht nicht daraus, sich gegenseitig seinen Charakterhintergrund vorzulesen. Im OT-Alltag würdest du ja normalerweise deine Kollegen auch nicht nach dem Hintergrund ihrer Charakterzüge fragen, oder? ;-)

  9. #9
    bradley
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    Zu den Handwerksdarstellungen: Kommt auf regelbasierten Cons vor, wird aber auch bei den Dkwddk-Cons. Gibt Spieler die nach einem Schildbrecher ihren Schild reparieren lassen und solche die sowas ignorieren und im nächsten Kampf einfach wieder benutzen. Ebenso wie es Leute gibt die zwar umfallen, aber sich dann selbst verarzten oder einfach so am nächsten Kampf teilnehmen. Find ich doof, möcht ich als Thema aber auch nicht weiter vertiefen.

    Nur so viel: es finden sich immer auch Spieler die Dinge ausspielen möchten bis hin zur Reparatur von Rüstungen, Schilden etc. und entsprechende Dienstleistungen auch gegen Kupfer nachfragen. Sowas klappt aber nur wenn ersichtlich ist das sowas angeboten wird und wenn es schön dargestellt wird. Das Risiko ist mitunter das man dann auch für OT-Reparaturen eingespannt wird.

    Für Anfänger ist es mitunter einfacher wenn sie sich bestehenden Gruppen anschließen und die Synergieeffekte der Gruppe nutzen (Mitfahrgelegenheiten, Platz im Zelt etc.). Dort kann man sich auch mal was leihen und muss nicht alles zu Anfang kaufen.

    -Rekrutierungsmodus-

    Aus welcher Ecke Deutschlands kommst du denn?

    Wir bespielen eine Söldnertruppe im Raum Oldenburg-Bremen-Wilhelmshaven mit 15 Aktiven. Rekrut mit Handwerkserfahrung als Zimmermann würde gut reinpassen, da wir auch Belagerungsgerät haben. Voraussetzungen zum reinschnuppern sind gering.

  10. #10
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    Zitat Zitat von bradley Beitrag anzeigen
    Zu den Handwerksdarstellungen: Kommt auf regelbasierten Cons vor, wird aber auch bei den Dkwddk-Cons. Gibt Spieler die nach einem Schildbrecher ihren Schild reparieren lassen und solche die sowas ignorieren und im nächsten Kampf einfach wieder benutzen. Ebenso wie es Leute gibt die zwar umfallen, aber sich dann selbst verarzten oder einfach so am nächsten Kampf teilnehmen. Find ich doof, möcht ich als Thema aber auch nicht weiter vertiefen.
    In meinem Umfeld gibts keine Schildbrecher, also auch keine zu reparierenden Schilde (und bei Metallschilden bräuchte man sowieso einen Schmied, die in meinem Umfeld sehr, sehr selten sind)
    Kommt also nicht nur auf die Leute, sondern auch auf die Cons an.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

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