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  1. #1
    Razhan
    Razhan ist offline
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    Priester der Seligen Lisbeth

    Vielen von euch ist sie vielleicht schon ein Begriff: die Selige Lisbeth

    Da mein letzter Charakter (Ein Feldscher) auf meiner letzten Con von seinem Assistenten den Untoten überlassen wurde, dachte ich mir es wird Zeit für einen Neuen. Ich hab viel darüber nachgedacht was ich spielen möchte. Irgendwann kam mir dann der Gedanke vom Priester. Selber eine Religion ausdenken war mir jedoch zu doof, also hab ich mal auf LARPwiki geschaut und bin über die Selige Lisbeth gestolpert und habe mich praktisch sofort in sie verliebt .

    Hier ein paar Eckdaten:
    Mein Charakter wird sich vermutlich sehr viel in der Welt Mythodeas rum treiben und kommt auch von da.
    Bei dem Weg wie er zum Glauben gefunden hat hapert es bei mir noch ein bisschen. Bin nicht so ein großer Fan von Visionen/Auserwählte etc... bin offen für alle Ideen
    Magie wird bei mir nur sehr wenig möglich sein und auch nur bei Gläubigen bzw Personen die sicher im "Sinne des Lichtes in der Finsternis" sind . Den Glauben den ich ausübe wird nur durch Wort und/oder den Hammer verbreitet werden. Ich hab auch schon Anschluss zu einer Gruppe gefunden und mir zur Aufgabe gemacht diese zu bekehren so dass ich auch an ruhigeren Momenten etwas zu tun habe.

    Nun kommt es aber zu meinem größten Problem. Laut LARPwiki sind die Farben der Seligen Lisbeth Blau, Weiß und Rot und ich bin mir nicht sicher wie ich die Farben in meiner Gewandung unterbringen soll ohne wie ein Tropenvogel auszusehen. Wenn da jemand Ideen hat immer nur her damit.

    LG Razhan

  2. #2
    Gabel
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    Um die Tropenvogel-Optik zu vermeiden, wäre es natürlich schon mal hilfreich, wenn du jeweils eher einen gedeckten(oder einfach einen satten, dunklen) Ton der jeweiligen Farbe wählst. Außerdem sollte der Stoff möglichst nicht herumflattern, sonst siehst du obendrein noch zerzaust aus

    Ansonsten beschränke dich am besten auf eher wenige Kleidungsstücke, die dafür anständig ausgeführt sind: Je mehr unterschiedliche Stofffetzen du annähst, desto mehr wirst du nach Papagei aussehen. Wenn du dagegen in einer rot-weißen Robe mit einem dunkelblauen Mantel unterwegs bist, alles aus Wolle und gefüttert, wirst du schwerlich diesen Eindruck erwecken. Zugegeben, wenn du nicht aufpasst, sieht das uU ziemlich pompös(und dabei wahrscheinlich lieblos) aus aber da kannst du durch Schlichtheit im Schnitt und Zweckmäßigkeit mehr den Priester heraushängen lassen.
    Ich würde auch eher nicht zu viele horizontale Kontraste einbauen, also nicht unbedingt oben rot, in der Mitte weiß und untenrum blau, das sähe doch wieder nach Zirkusclown aus(bzw nach lebender Flagge, was auch nicht zu empfehlen ist...)

    Darüber hinaus hast du ja bloß einen starken Kontrast(rot-blau) und dazu weiß, das eigentlich als Basis für alles mögliche dienen kann. Ich sehe da eigentlich keine große Gefahr eines Farbtopfes. Hauptsache, du beschränkst dich auch auf diesen Kanon und erweiterst ihn nur noch um die Farben, die deine Ausrüstung natürlicherweise(im Rahmen des Üblichen) hat, also etwa braunes Leder und dergleichen. Achte vielleciht noch darauf, dass du nicht versehentlich mit irgendeinem populären bestehenden Konzept auf Mythodea zu verwechseln bist, aber da fällt mir gerade keine Gruppierung ein, die unmittelbar zum Problem werden dürfte.

  3. #3
    Nount
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    Okay, da gibt es mehrere Aspekte, auf die ich hinweisen möchte.

    Zunächst:
    Ich mag die Selige Lisbeth nicht. Ich habe sie als Spaßreligion kennen gelernt, deren Anhänger eher anzügliche Geschichten und Bildchen mit wahlweise Phallus ("Neinnein, das ist eine Kerze!" Haha, selten so gelacht ...) oder halb- bis ganz nackter Lisbeth mit Kerze in Phalluspose verbreiten.
    Das ist nicht mein Humor, ich finde das albern und nervig und bevorzuge Spieler, deren Charakter die Religion ernst nimmt.
    Ist natürlich Geschmackssache. Und ich weiß nicht, ob andere "Lisbeth"-Anhänger ernsthaft an die Sache herangehen oder ebenfalls nur auf vulgäre Weise herumblödeln wollen (wobei, wenn ich mir die Liste der Heiligenbildchen ansehe, weiß man eigentlich schon, in welche Richtung das geht ...). Keine Ahnung, ob dich gerade dieser Aspekt reizt.
    Aber als "Lisbethaner" sollte man unbedingt wissen, dass es eben Leute gibt, die bei Erwähnung dieser "Religion" die Augen verdrehen und weggehen. Und ich bin da nicht die einzige.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Sache für einen Priester genug hergibt oder nach einem Gag am Rande erschöpft ist. Musst du selbst wissen. Ich persönlich könnte nicht genug herausholen, andere können das vielleicht.

    Zu den Klamotten (das ist für mich der einfachste Punkt): Wieso sollte Rot-Weiß-Blau nach Paradiesvogel aussehen? Das sind doch nur zwei Farben und gedeckte Blautöne sind so normal, dass sie fast nicht als eigene Farbe zählen (oder empfindest du Leute in Blue Jeans mit farbigem T-Shirt als "bunt"? Ich nicht!).
    Ich habe einen maritimen Charakter, bei dem sich diese Farbkombi natürlich anbot. Der sieht so aus: Pöpke van de Waarft (ich verlinke der Einfachheit halber einen Blogpost, weil da alle Fotos auf einen Haufen sind und man dort mehrere Möglichkeiten sieht. Das oberste Bild ist die alte Version und nicht mehr aktuell.)
    Mit "Weiß" sieht man sowieso nicht bunt aus. Blau ist eine recht gängige Kombifarbe dazu, und wenn man - anders als ich - kein knalliges Royalblau verwendet, sondern eine weniger leuchtende Version und ein paar rote Farbtupfer, halte ich diese Farben für ziemlich unproblematisch.

    Eine Alternative wäre: Eine schwarze Priesterrobe mit rot-blau-weißer Kordel/Accessoires/Verzierungen/Anstecker/whatever. Dabei hat man aber das Problem, dass diese Farbkombi sehr häufig auf Flaggen etc. zu sehen ist; bei Wappen/Ansteckern/o.ä. könnte das komisch wirken, wenn man nicht aufpasst. Es sei denn, man nimmt gleich ein dreifarbiges Motiv und nicht einfach eine Rosette in drei Farben.
    Geändert von Nount (20.04.2015 um 15:08 Uhr)
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  4. #4
    Razhan
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    Ich bedanke mich schon mal für die schnelle Antworten vor allem bezüglich des Problems mit dem "Tropenvogel". Ihr habt mir da sehr guten Input gegeben und ich werde schauen was ich davon umsetzen kann/werde.

    Zur Seligen Lisbeth: Mir ist bewusst, dass LARP-Religionen(beziehungsweise Charakterkonzepte im allgemeinen) die sich selber nicht ganz ernst nehmen teilweise auf Ablehnung stoßen. Aber so wie du die Anhänger (die du bisher kennen gelernt hast) beschrieben hast, wollte ich es eigentlich nicht aufziehen. Mir gefällt dieser Aspekt der Hoffnung und der Erleuchtung die Lisbeth für andere Menschen verkörpert beziehungsweise in ihr Leben bringt. Und die Tatsache, dass man dieses "Licht" für jeden finden kann (wenn man es nur richtig auslegt ).

  5. #5
    Gabel
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    Bedauerlicherweise wird die Phrase "sich selbst nicht ganz ernst nehmen" im LARP gerne gottserbärmlich überstrapaziert. Ich kenne mich mit der seligen Lisbeth nicht aus, aber das, was Nount schreibt, lässt mir hier die Haare zu Berge stehen: Bevor man sich selbst "mit einem Augenzwinkern" betrachten und präsentieren kann sollte erst mal etwas stehen, das ernst genug ist, um sich von einem Witz überhaupt abzuheben. Computerspiele bestehen ja auch nicht nur aus Eastereggs, sondern in erster Linie aus normalem Inhalt.
    Zu deinem konreten Konzept: Du schreibst, dass du den Glauben nur durch Wort und Hammer verbreiten willst. Das ist zwar it moralisch fragwürdig, aber wenn du es ernsthaft durchziehst und die optischen Voraussetzungen(primär an Gewandung und Ausrüstung) mitbringst, dann ist es schon spielbar. Nur wird es umso schneller lächerlich und störend, wenn du als überzeugter Glaubenskrieger mit solchen Slapstick-Elementen oder Obszönitäten anfängst.

  6. #6
    Turis
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    Zitat Zitat von Nount Beitrag anzeigen
    Ich mag die Selige Lisbeth nicht. Ich habe sie als Spaßreligion kennen gelernt, deren Anhänger eher anzügliche Geschichten und Bildchen mit wahlweise Phallus ("Neinnein, das ist eine Kerze!" Haha, selten so gelacht ...) oder halb- bis ganz nackter Lisbeth mit Kerze in Phalluspose verbreiten.
    Das ist nicht mein Humor, ich finde das albern und nervig und bevorzuge Spieler, deren Charakter die Religion ernst nimmt.
    Ich bin dir sehr dankbar, dass du das ansprichst und möchte dir absolut zustimmen! Auch wenn ich anfangs über die Bildchen schmunzeln musste, so fände ich Priester und Messen dazu sehr störend und unpassend. Es ist schon so schwer genug eine Larp-Religion "ernst" zu bespielen und darzustellen, da braucht es nicht auch noch so Spaßvögel, die das noch mehr erschweren

  7. #7
    Nount
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    Zitat Zitat von Gabel Beitrag anzeigen
    Nur wird es umso schneller lächerlich und störend, wenn du als überzeugter Glaubenskrieger mit solchen Slapstick-Elementen oder Obszönitäten anfängst.
    Ja, das ist der Punkt, wo es knifflig wird: Ich habe den Eindruck, dass die Lisbeth-"Religion" (ich schreibe das in Anführungszeichen, weil ich einfach nicht sicher bin, wie ernst gemeint das Ganze ist) eher auf lapidares Religionsspiel von Bauerntölpel ausgelegt ist als auf Priester. Letztere brauchen m.E. mehr Substanz und Ernsthaftigkeit dahinter - alle Priesterkonzepte, die ich kenne, bauen auf einer gewissen Würde auf.
    Lisbeth ist m.E. eher eine Parodie dessen, und dadurch ein Spielelement, das bereits auf einen anderen Charaktertyp ausgelegt/festgelegt ist.

    Aber ausprobieren kann man es natürlich, das Ganze umzugestalten. Vielleicht ein bisschen die Reaktion der Mitspieler im Auge behalten. Es ist ja auch immer eine Sache des Spielumfelds.
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  8. #8
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    Ich muss mich leider dem Tenor anschließen: Jeder Kontakt, den ich bisher mit "Lisbethanern" hatte war am ehesten als nervig, das spiel störend und auf pubertären OT-Humor beschränkt zu beschreiben. Für ein ernsthaftes Kriegerpriester-Konzept empfehle ich eine andere IT-Religion zu wählen. (z.B. Ceridentum oder Sigmar - beide Religionen sind häufig bespielt und so hättest du auf vielen Veranstaltungen auch eine Basis an Gläubigen hinter dir.)
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  9. #9
    Gerwin
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    Also generell halte ich das auf dem Mythodea fast noch für passender als (beispielsweise) viele Sigmariten. Ich kann den Hintergedanken auch durchaus verstehen und denke selbst dass man sich und seinen Charakter nicht ganz so ernst nehmen sollte. Und einige der von Nount beschriebenen Bilder lassen mich durchaus schmunzeln.

    Da hört der Spaß aber leider auch schon auf. Es ist eben ein Witz der mal lustig ist (ungefähr zu vergleichen mit einen Charakter der dauernd einen lustigen französischen Akzent spricht) Betonung liegt auf einmal. Vielleicht auch zweimal. Dann gibt er nichts mehr her. Ich habe, gerade auf dem Mytho, jetzt nicht sooo die Probleme mit "Spaßcharakteren". Das Problem ist, am Ende kippen diese dann oft zu ernsten Charakteren um (beziehungsweise werden versucht ernst zu spielen) da der Spaß ausgelutscht ist. Siehe die Regenbogengnome im Feuerlager die dann irgendwann wichtige Rollen übernehmen. Und dann wirds für mich auch problematisch.

    Daher würde ich mich auch eher nach einer anderen Religion umsehen. Beispiele, auch im Bereich vom Mythodea, gibt es da genug. Wenn du insofern Hilfe brauchst kann man dich gerne beraten oder auch Kontakte herstellen.

  10. #10
    Razhan
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    Ich kann eure Punkte voll verstehen. Aber ich hatte dieses Konzept nicht hauptsächlich auf pubertäre Witze oder sowas in der Art aufgebaut.
    Am besten finde ich kann man es dann mit Dionysos vergleichen. Mal abgesehen davon, dass er zu einem Pantheon angehörte gab es da auch Priester mit einer gewissen Würde.
    Diese Priester hatten bestimmt auch normale Aufgaben im Leben (Abseits des Wein und der Kunst huldigens). Das ist da eher mein Vorbild. Natürlich gibt es da viel Spielraum für gewissen Ulk, aber das soll da nicht im Vordergrund stehen. Zur Lisbeth gibt es schon ein paar Schriften an denen man sich (wie ich finde) als Priester gut orientieren kann.

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