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  1. #1
    Eva
    Eva ist offline
    Grünschnabel

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    Können Hexen gut sein? Ist das unrealistisch?

    Hallo zusammen!

    Ich bin, was Larps angeht, noch eine totale Anfängerin, denn ich war noch auf keiner.
    Eine Freundin von mir hatte dieses Jahr zum ersten mal bei Mhytodea mitgemacht, sie ist also nicht mehr gänzlich unerfahren, aber auch keine Expertin,
    deswegen frage ich mich oft, ob ihre Ratschläge auf Erfahrungen beruhen oder doch ehr auf Vermutungen oder rechthaberischer Einstellung. xP
    Ich versuche mal, mich kurz zu fassen:

    Ich möchte auf meiner ersten larp gerne eine Kräuterhexe spielen, die sich in erster Linie auf Heilpflanzen spezialisiert und nur in ganz leichter Form mit Magie zutun hat. Also keine zerstörerischen Kräfte, sondern mehr im Bereich Zaubertränke und "faulen Zauber" wie Flüche oder Sprüche, von denen man nie weiß, ob sie überhaupt funktionieren. Kurzum: Eine junge, wissbegierige, unerfahrene, kräuterkundige Hexe, die Dorfbewohnern oder auch anderen Rassen gerne mit Rat und Tat zur Seite steht.

    Ich hatte mich vorher natürlich auch im Internet zum Thema "Hexen in Larps" schlau gemacht und fand mein Konzept eigentlich schlüssig. Zumal ich mich auch wirklich für Heilpflanzen interessiere, auch Handlesen oder Wahrsagungen (was Hexen ja auch oft tun) finde ich spannend. Doch meine Freundin war damit ganz und gar nicht zufrieden. Sie sagte mir, dass
    1. Hexen möglichst dem Klischee entsprechen sollten, also düster angezogen/bösartig
    2. Eine Mischung aus Kräuterkundler und Hexe im Larp nicht möglich wäre, da andere Spieler dieses Konzept nicht annehmen würden
    3. So ein Charakter nichts wirklich brauchbares zu einer Gruppe beizutragen hat, demnach nutzlos, vielleicht sogar nicht gewollt ist
    4. Ich allein von meinem eigenen Charakter und Erscheinungsbild nicht zu einer Hexe passen würde, da ich ehr schüchtern bin und einfach nicht bösartig oder kauzig schauen, geschweige denn so handeln könnte.

    Sie riet mir, es als eine Druidin zu versuchen, aber das, was ich darüber gelesen habe, begeistert mich nicht wirklich, wenn ich ehrlich bin. Ich wollte zwar Naturverbunden rüber kommen, aber die Natur wie eine allmächtige Gottheit an zu beten und nur nach ihr zu handeln finde ich schlichtweg übertrieben. Natürlich könnte ich auch einfach eine Kräuterkundige sein, aber das reizt mich nicht so sehr, da ich Hexen einfach faszinierend finde und man als eine Hexe mehr hat, mit Kräutern um zu gehen.

    Und DAS ALLES war nur ein Teil, worüber wir uns gezankt haben. Ich hatte noch gar nichts zu der Gewandung gesagt! XD xP
    Ich habe bereits ein paar Zeichnungen gemacht, was ich mir für mein Kostüm als Kräuterhexe so vorstelle.
    Hier ist mein erster Entwurf:
    /home/eva/mehr_speicher/Bilder Handy/IMG_20151127_163054.jpg

    Hier meinte sie, dass sehe zu sehr nach Waldläufer aus. Gut, dass konnte ich ja noch nachvollziehen, aber ich kann nichts dafür, Grün ist einfach eine meiner Lieblingsfarben :P
    Jedenfalls fertigte ich einen neuen Entwurf an und versuchte, etwas mehr "Hexe" daraus zu machen:
    /home/eva/mehr_speicher/Bilder Handy/IMG_20151127_163127.jpg

    JETZT fand sie, dass das ganze wie eine mitgenommene Magd aussah... -.-
    Klar, ich könnte jetzt einfach sagen: "Egal, was sie sagt, ich zieh das jetzt so durch, wie ich das gut finde!" Aber SIE war auf der Larp und hat die Erfahrung. Und sie meinte, ein Kostüm, bei dem andere Spieler nicht sofort erkennen können, wen oder was sie da vor sich haben, sei Blödsinn. Also müsste ich wohl oder übel nach dem Klischee gehen, also zerrissenes, schwarzes Kleid, viele, viele Ketten und Amulette und am besten noch Warzen und schwarze Magie. Die Ketten und Amulette nehme ich gerne an, aber alles andere... Bääähh.

    Tja, so viel zum Thema: "Ich fasse mich kurz". Sorry. XD
    Was ich nun gerne von den Larp-Experten wissen würde: Werden gute Kräuterhexen bei den Larps anerkannt? Sind sie wirklich nutzslos? MUSS ich WIRKLICH mir ein Kleid oder eine tolle Mittelalterbluse kaufen, nur um sie dann um den Ambiente willens rissig zu machen und Erdflecken ein zu reiben?!

    Ich bin dankbar für jede Antwort!

    P.S.: Sorry, wenn ich diese Fragen zu den falschen Themen gepostet habe, es erschien mir hier am passensten.
    Nochmal P.S.: AAAAAAAAHHHHH!!!!! Ich schaffe es nicht, ein Bild aus meiner Datei ein zu fügen! Was mache ich falsch?!

  2. #2
    Cartefius
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    Ich habe den Eindruck, dass deine Freundin da etwas extrem rüberkam, ob sie das auch so gemeint hat, oder ob das vielleicht angekommen ist, weiß ich natürlich nicht.

    Grundsätzlich klingt für mich die von dir beschriebene Hexe erstmal durchaus machbar, und so ein Charakter ist auch alles andere als ein "Exot", sondern entspricht eigentlich den meisten Spielercharakter-Hexen, die ich im Larp so kennengelernt habe. Die böse, hässliche Schwarzmagie-Hexe gibt es zwar auch, dann aber eher als NSC.

    Bei einigen Punkten des Konzepts sehe ich dementsprechend auch weniger Probleme, bei anderen hingegen muss man eventuell überlegen, wie man das ganze umsetzen will:

    Fangen wir mal mit dem allgemeinen Hexenklischee an: Da gibt es meiner Ansicht nach verschiedene Ausprägungen, die man alle im Larp wiederfindet, und die dementsprechend auch gut als Vorlagen für unterschiedliche Arten von Hexen dienen können, es lohnt sich aber generell schon, den Charakter erkennbar und individuell zu gestalten, so dass man ihm seine Profession auch ansieht. Neben der bösen alten Vettel sind glaube ich die häufigsten Klischeetypen die verführerische Stadthexe, und eben die dörfliche Kräuterfrau, zu deren Umsetzung ich auch entsprechend bäuerliche Kleidung, viel Naturmaterialien und schon auch "magische" Elemente wie Talismane und ähnliches sehen würde, aber nicht so, dass es grotesk und bedrohlich wirkt.

    Was die Kombination von "Hexe" und "Kräuterkundige" angeht, sehe ich demensprechend auch kein Problem, im Gegenteil, diese Tätigkeiten gehen oft Hand in Hand. Man sollte allerdings bedenken, dass das Spiel von "Kräuterkunde" je nach Larpsetting und Regelwerk sehr unterschiedlich ausfallen kann, manchmal ist das ein reines Ambientehandwerk (das heißt, man kann das als hübsche Beschäftigung machen, es hat aber wenig Spielrelevanz), manchmal hingegen eine wichtige Punktefertigkeit, die man z.B. für "Alchemie" braucht (und die auch ohne Alchemie-Fertigkeit schlecht anwendbar ist).

    Ob eine solche Rolle "nützlich" ist und dementsprechend von anderen Gruppenmitgliedern als Bereicherung wahrgenommen wird ist ebenfalls unterschiedlich und hängt auch sehr davon ab, wie Con und Mitspieler gestrickt sind. Selbst in sehr regel- und fertigkeitslastigen Abenteuercons, in denen das ein wichtiger Punkt sein kann, ist meiner Ansicht ein Charakter, welcher Möglichkeiten auf dem Gebiet der Alchemie (Heiltränke etc.), Magie (Rituale) und Heilkunde hat eigentlich noch eine ziemlich nützliche Rolle, wobei natürlich vieles von der konkreten Ausgestaltung abhängt.
    Handlesen, Wahrsagen, und das Sprechen von Flüchen hingegen fallen meist unter freies Ambientespiel, sind also nicht wirklich im Regelwerk abgebildet und haben keine direkten Spielauswirkungen, und funktionieren erfahrungsgemäß auch besser auf Cons, bei denen Ambientespiel einen höheren Stellenwert einnimmt.

    Es gibt noch einen wichtigen Punkt, der noch nicht angesprochen wurde, und das ist die Frage nach der "Hexenverfolgung":
    Zum klassichen Klischeebild der Hexe gehört eigentlich immer, dass es verboten oder zumindest sehr verrufen ist, eine Hexe zu sein, und das Hexen, egal ob eigentlich gut oder böse, sich immer außerhalb der Gesellschaft bewegen und der Verfolgung durch die Kirche oder den Staat ausgesetzt sind. Viele Hexenspieler fasziniert genau dieser "verruchte" Ruf, und sie schreiben dementsprechend ihre Konzepte als mysteriöse, gesellschaftliche Außenseiter.
    Andererseits ist aber auf dem typischen Fantasylarp Magie und ihre Anwendung nicht mysteriös und böse, sondern mehr oder weniger alltäglich, und in einer Welt, in der überall Zauberer herumlaufen und täglich Zaubersprüche wirken macht es eigentlich überhaupt keinen Sinn, jemanden dafür zu verfolgen, dass er wahrsagt, Liebestränke braut oder mit Tieren spricht. Dazu kommt, dass eine konsequente Hexenverfolgung auch eigentlich bedeutet, dass man als Hexe eben auch ruck zuck im Gefängnis oder auf dem Scheiterhaufen landen könnte, was ein abruptes und recht unerfreuliches Ende des Conerlebnisses bedeuten kann. Infolgedessen ist auf den meisten Larps das Spiel einer Hexe zwar sehr gut möglich, aber eben auch nicht besonders aufregend, und wenn diese Aura des Geheimnisvollen und Verbotenen für dich das ist, was die Hexe im Gegensatz zur Magierin oder Druidin interessant macht, dann könntest du je nach Con enttäuscht werden.

    Und was die Bilder angeht: Du gibst Links zu Bildern auf deiner Festplatte an, auf die können wir natürlich aus dem Internet nicht zugreifen. Eine Möglichkeit, Bilder zu zeigen, wäre, die "Anhänge verwalten"-Option in der erweiterten Version der "Antworten"-Funktion zu nutzen, oder sie auf einer Website wie z.B. Photobucket.com hochzuladen und dann den Link anzugeben. Bitte achte in beiden Fällen darauf, dass die Bilder nicht zu groß und nicht zu klein sind, eine Seitenlänge um die 800 Pixel ist meist ganz gut.

  3. #3
    Eva
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    Danke - sowohl für deine Antwort als auch für den Tipp mit den Bildern!
    Also würdest du alles in allem sagen, dass die Richtung für meinen Charakter in Ordnung ist, oder? Dann behalte ich das mit der bäuerlichen Kleidung im Hinterkopf, wenn ich mein Kostüm zusammen stelle.
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  4. #4
    Jutschu
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    Hallo Eva!

    Als Hexen-Spielerin kann ich dir gleich schonmal sagen, dass es definitiv auch gute Hexen gibt. Vor allem im Larp.

    Wenn man sich mal so anschaut, was man alles unter dem Begriff "Hexe" verstehen kann, dann fällt da nicht nur die böse, finstere Hexe drunter, sondern auch das Kräuterweib oder die Hebamme und unzälige mögliche Vorlagen aus Büchern und Filmen die mehr oder weniger gut machbar sind. Ich persönlich habe mir ein bisschen die Hexen aus den Scheibenweltromanen zum Vorbild genommen. Es gibt auch diverse Spielerinnen die sich an den Hexen aus DSA orientieren (und die sind auch nicht böse).

    1. Hexen möglichst dem Klischee entsprechen sollten, also düster angezogen/bösartig
    Wie schon gesagt, es gibt mehr als nur das Hexen-Klischee das düster und böse ist.
    2. Eine Mischung aus Kräuterkundler und Hexe im Larp nicht möglich wäre, da andere Spieler dieses Konzept nicht annehmen würden
    Das ist schlicht und einfach gesagt nicht wahr. Das Konzept ist nicht gerade ungewöhnlich da die Kräuterhexe auch durchaus in Märchen und Geschichten existiert.
    3. So ein Charakter nichts wirklich brauchbares zu einer Gruppe beizutragen hat, demnach nutzlos, vielleicht sogar nicht gewollt ist
    So wie das von deinen Ideen her klingt, hättest du als Heilkundige oder Trankbrauerin ordentlich was zu tun. Handlesen und Wahrsagen sind zwar eher Tätigkeiten, die einfach das Ambiente fördern, aber auch dass kann durauch passen, wenn Zeit und Muse dafür da ist. Kurzum, du kannst sehr wohl nützlich sein.
    4. Ich allein von meinem eigenen Charakter und Erscheinungsbild nicht zu einer Hexe passen würde, da ich ehr schüchtern bin und einfach nicht bösartig oder kauzig schauen, geschweige denn so handeln könnte.
    Zum einen führen Charaktere, die ganz anders ist als man selbst, manchmal dazu, dass man plötzlich doch kauzig gucken kann. Und außerdem kannst du deine Kräuterhexe ja auch gerade so aufbauen, dass sie eher jung und unerfahren und dadurch noch etwas schüchtern ist. Vielleicht bist du ja auch im Spiel auf der Suche nach einer erfahreneren Hexe, die dich leitet und lehrt...

    Ich kann mich Cartefius anschließen: Großartig angefeindet wirdst du im Larp als Hexe nicht. Das schlimmste was mir bisher passiert ist (gut, der Character war auch erst auf zwei Cons), waren misstrauische Blicke von einer Gruppe, die Magie generell als schlecht ansahen. Es wird zwar in Foren immer mal wieder von Scheiterhaufen und Hexenjägern geredet, aber das scheint auf Con dann doch eher nicht stattzufinden.

    Was die Gewandung für den Character angeht: Meiner Meinung nach ist für eine Hexe am wichtigsten der Hut! Ansonsten kannst du auch mal hier im Forum oder am Larper.ning nach dem Stichwort "Hexe" suchen und mal schauen, was andere Spielerinnen so machen. (Ich verlinke auch mal ganz schamlos meinen Ideen-sammel-Thread.)
    Wo man singt, da lass dich ja nicht nieder - denn diese Biester singen immer wieder.

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  5. #5
    Jutschu
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    Ah, jetzt sind auch Bilder da.

    Ich muss deiner Freundin recht geben - das erste Bild sieht für mich nicht sonderlich nach Hexe aus. Bei einer Hexe die Hosen trägt, müsste der Rest schon sehr "hexisch" aussehen, damit man es tatsächlich mit dem Konzept assoziiert. So sieht das zu sehr nach 0815-Abenteurerin aus. Auch der zweite Entwurf ist mir zu generisch.

    Mein Vorschlag wäre:
    Mach den Rock knöchellang und die Bluse schlichter, oder nimm ein einfaches Kleid. Darüber am besten noch ein Überkleid. Statt dem Korsett/Mieder eine Weste. Dazu einen Umhang oder ein riesiges Schultertuch. Mehrere Röcke und Unterröcke passen meiner Meinung nach auch super zu Hexen. Schürzen ebenso. Und ein Hut, am besten ein spitzer - wenn dir der zu viel ist, wäre ein Kopftuch auch klischeehaft. Und lass die Armschienen weg - es klingt nicht so, als würdest du den Fokus auf Kampf legen, also haben Armschienen an deiner Hexe nichts zu suchen. Lieber tausend Fläschchen und Verbände und ganz viel Krimskrams!
    Wo man singt, da lass dich ja nicht nieder - denn diese Biester singen immer wieder.

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  6. #6
    Jeremias
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    Unabhängig von der Passung zum Charakter Hexe (da fehlen mir Details und Kleinkram), finde ich die Bilder schonmal ganz gut, denn: Sie sind hell, schlicht und zeigen, dass der Spieler eine zum Ambiente passende Gewandung wählen möchte.
    Das Ensemble schreit nach "junge Irgendwas, die gerade frisch ausgezogen ist", was erstens immer ein gutes Konzept ist und zweitens auch zu einem Anfänger passt.

  7. #7
    Eva
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    Vielen Dank für die ganzen Tipps!

    Das mit dem Hut werde ich mir überlegen, eigentlich bin ich nicht so ein Hutfreund, Kopftuch schon gar nicht. Aber wer weiß, vielleicht finde ich ja einen, der mir doch gut gefällt... XP
    Mein Problem mit Kleidern ist, dass ich sie mir einfach nicht sonderlich praktisch vorstellen kann. Selbst wenn du nicht kämpfst, musst du doch ständig vor irgend was wegrennen, und dabei ein knöchellanges Kleid...?
    Das mit dem Coursett/der Lederrüstung war eine Idee von meiner Freundin, für den Fall, dass ich doch mal angegriffen werde, ich wenigstens ein paar Verteidigungspunkte habe... und ehrlich gesagt, ich fands schick...
    Ich versuche mich einfach mal an einer neuen Skizze und versuche, etwas mehr zerlumpte Kleidung, Amulette und Taschen mit Fläschchen mit ein zu bringen.

  8. #8
    Gerwin
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    Das größere Probleme bei Hexen ist nicht gut und böse....sondern dass die Klischeehexe immer eher hässlich ist. Leider haben die meisten Spieler (und insbesondere Frauen) oft am Anfang so ihre Probleme mit hässlichen Charakteren. Kurz gesagt, ich würde alles was dich irgendwie attraktiv und anziehend wirken lässt generell erst einmal weglassen (wozu auch ein eh sinnfreies Korsett gehört). Statt dessen kann man sich mit verfilzten Haaren, Kunstwarzen oder ähnlichen weniger attraktiv machen. Als Daumenregel gilt (wie bei so gut wie jeden eher wilden Charakter): Schaust du in den Spiegel und sagst (als "normaler Mensch" oder Angehöriger der schwarzen Szene) "ihhgitt, so würde ich NIE RUMLAUFEN" bist du auf dem richtigen weg.
    Das Hexen nicht verbrannt werden ist übrigens auch OT-motiviert.

  9. #9
    Jutschu
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    Kleider sind gar nicht so unpraktisch wie man oft denkt. Wichtig bei einem langen Kleid ist vor allem, dass der Saum unten auch weit ist, also mindestens so weit, dass du bequem breitbeinig stehen kannst. Auf einen Baum steigen wird damit vermutlich schwierig (hab's noch nie versucht), aber ich bin in langen Kleidern/Röcken schon vor diversen Gegnern weggelaufen und durch den Wald gekrochen. Und wenn es tatsächlich mal im Weg sein sollte, kann man das Kleid immer noch hochbinden/in den Gürtel stecken.

    Du musst dich nicht vom Korsett verabschieden. Mir fällt grade ein, dass sich dein zweiter Entwurf gut ausbauen lassen könnte zu einer Hexe, die dem fahrenden Volk angehört, also vom Stil her richtung Klischee-Zigeuner. Mit Kopftuch und viel Geklimper, Schultertuch und ein paar Unterröcken. Das würde auch gut zum Handlesen und Wahrsagen passen...
    Vielleicht so etwas in die Richtung: https://jackyooh.wordpress.com/2013/...stumubersicht/
    Bedenke aber beim Korsett, dass es dir in Sachen Rüstung nur etwas bringt, wenn es auch wirklich aus festem Leder ist - stoff und dünnes Leder zählt da nicht.

    Ich lege dir wärmstens ans Herz, dir irgendwas auf den Kopf zu setzen. Alles Auffällige am Kopf trägt viel zum Wiedererkennungswert einer Person bei - und da sind Hüte das einfachste Mittel. (Siehe auch Blöder-Hut Credo)

    @Gerwin
    Ich bin definitiv für mehr hässliche Hexen. Aber neben dem Klischee von Hakennase und Warzen gibt es auch noch das von der verführerischen Hexe. Meiner Meinung nach hat also auch das nicht-hässlich sein seine Berechtigung. Aber es muss halt zum Gesamtkonzept passen - die hübsche Hexe ist nicht das kauzige Kräuterweiblein.
    Geändert von Jutschu (29.11.2015 um 16:59 Uhr)
    Wo man singt, da lass dich ja nicht nieder - denn diese Biester singen immer wieder.

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  10. #10
    Gerwin
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    Nur schade dass "verführerisch" gerade in diesen Bereich für den größten Anteil aller Menschen nicht so einfach darstellbar ist. Hässlich hingegen ist eine Leichtigkeit gegen welche nur "ich will sexy sein auch im Larp" spricht. Mir würde trotz Contagen im dreistelligen Bereich keine einzige Darstellung einer "verführerischen Hexe" einfallen die ich als glaubwürdig einschätzen würde. Und das obwohl ich ein Mann bin . Aber natürlich, hat alles seine Berechtigung. Im Fantasybereich gibt's ja auch große Zwerge, dicke Barbaren und muskulöse Elfen.

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