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  1. #1
    Echidna
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    neu im Deutschland LARP...

    Wie schon in meiner Vorstellung angekündigt, hier mein Konzeptthread zu meinen künftigen LARP-Charakteren!
    Da mir die Klischee-Idee neu ist, bitte ich um Mithilfe.


    Die Figur, die ich am liebsten darstellen würde, ist Echidna- halb Nymphe, halb Schlange

    ein Wesen, daß in einer Höhle bzw in einem See haust und Menschen nicht sonderlich mag (außer zum Frühstück).
    Das Kostüm kann auch zu einer generischen Nixe/Meerjungfrau umkonzipiert werden.
    Als NSC eignen sich solche Figuren mMn ganz gut.

    Das Problem:
    Um mich fortbewegen zu können, brauche ich Wasser (tief genug- ein Bächlein tut's also nicht), und selbiges muß auch eine Mindesttemperatur haben und darf nicht zu trübe/schmutzig sein.
    Warme klare Gewässer findet man hier auch im Hochsommer allerdings wenig, und auf cons dürfte die Zahl gegen null gehen.

    Ich gehe mal davon aus, daß auch Konzepte wie "verwandelt sich an Land in einen Menschen" (also Austausch des Wasserkostüms gegen ein Landkostüm, das in Form und Farbe dem Schlangen- bzw Fischschwanz ähnelt) weder verstanden noch akzeptiert werden (außer die Figur wäre weltweit bekannt und berühmt )

    Ich erwähne es trotzdem, weil das meine eigentliche Figur ist und mich interessiert, was die Larper hier so darüber denken.


    Als "spielbarere" Alternativen, die in die deutschen Klischees passen (?), habe ich folgende Ideen:

    1. Tänzerin
    Hier hätte ich ein weites Repertoire zur Auswahl, von orientalisch über tribal zu andalusisch oder höfisch.
    Jeweils passende Kostüme sind auch vorhanden.

    Problem:
    bei meiner Größe (ich überrage den gemeinen Süddeutschen in der Regel um einen Kopf) und überschlanken Figur passe ich höchstwahrscheinlich nicht in das vorgegebene Klischee,
    sondern würde wie eine Elbin aussehen, die sich verirrt hat.
    Oder gibt es Elbentänzerinnen in D?


    2. Elben-Bardin
    An gängigen Rollen habe ich bisher Waldläufer, Krieger und Magier gesehen.
    Diesen kann ich so recht nichts abgewinnen.
    Dafür spiele ich jede Menge Instrumente, zB Harfe.
    Ich singe vor allem in Sprachen, die keiner versteht und komponiere meine Stücke selbst.

    Ich kann Tolkiens Elbenschrift lesen und spreche auch ein wenig Quenya/Sindarin, falls das in dt LARPS verwendet wird.

    3. Priesterin
    Das Konzept, Geweihte einer Göttin zu sein, ist mir vertraut.
    Allerdings kenne ich mich mit den im deutschen Larp be- und anerkannten Gottheiten bzw Kulten nicht aus.
    Wäre mir aber nicht unlieb, wenn ich hierdurch vermeiden könnte, Tavernenlärm o.ä. ausgesetzt zu sein


    Soweit, was mir als passend eingefallen ist.
    Falls jemand Ideen, Kritik oder weitere Vorschläge hat, immer her damit.
    Geändert von Echidna (05.06.2016 um 13:51 Uhr)

  2. #2
    heler
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    Grüße und willkommen. Im Prinzip ist deine Nixen Idee echt spannend und toll, aber wie du selbst sagst wird es auf den meisten CONs nicht umsetzbar. Als Naga könntest du dir zwar ein Kostüm bauen um anland zu "schlängeln" aber dann wohl auch nur in der Stadt, was dir als "Menschenfeind" wenig bringt.

    Von deiner Beschreibung und Größe klingt Elbe (da du sogar die Schrift beherrschst) sehr passend. Da gibt es hier auch eine große Anzahl von Spielern. Allerdings musst du selber wissen womit du glücklich wirst es soll ja Spaß machen und nicht "nur" bespaßen.

    lg und viel Erfolg

  3. #3
    Cartefius
    Cartefius ist offline
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    Hui, das sind ja relativ viele Ansätze auf einmal, ich versuche mal, die einzeln abzuarbeiten! :-) Auf jeden Fall finde ich es super, dass du dir im Vorfeld so detailliert Gedanken machst und dich so aufgeschlossen zeigst, das macht vieles einfacher.
    Das Kostüm kann auch zu einer generischen Nixe/Meerjungfrau umkonzipiert werden.
    Als NSC eignen sich solche Figuren mMn ganz gut.
    Das würde ich auch so sehen, du hast es ja schon ganz gut auf den Punkt gebracht: Solche Figuren sind eher etwas für begrenzte, geskriptete Szenen in einem sehr klar definierten Umfeld, aber nichts, mit dem man ein Wochenende lang frei die Spielwelt erkunden könnte. Selbst als NSC würde ich erwartet, dass so eine Figur eher selten auf einem Con zum Einsatz käme (der Plot, der diese Figur benötigt, müsste recht spezifisch darauf zugeschnitten sein), und dass selbst wenn das der Fall ist dies vermutlich auch nur Kurzeinsätze von einer Stunde oder so wären, und du danach eher auf andere Rollen ausweichen müsstest.
    Am ehesten sinnvoll einsetzbar wäre eine solche Rolle vermutlich noch auf Großcons als Teil eines festen Lagers, das Blaue Lager auf dem Drachenfest hatte wenn ich das richtig gehört hatte wohl dieses Jahr einen Teich mit Nixe, und es gibt oder gab z.B. das Projekt der "Zmea", was eine größere Gruppe von aufwändig umgesetzten gemischten Fisch- und Meereswesen war. Aber auch hier sind die tatsächlichen Gelegenheiten, eine solche Figur zu spielen, eher begrenzt, weswegen ich das eher als Langzeit- und Nebenprojekt angehen würde als als Einstiegsrolle.

    Ich gehe mal davon aus, daß auch Konzepte wie "verwandelt sich an Land in einen Menschen" (also Austausch des Wasserkostüms gegen ein Landkostüm, das in Form und Farbe dem Schlangen- bzw Fischschwanz ähnelt) weder verstanden noch akzeptiert werden (außer die Figur wäre weltweit bekannt und berühmt )
    Das würde ich gar nicht für so undenkbar als Ansatz halten, obwohl das in der Praxis vermutlich eher umgekehrt wäre: Der Charakter könnte sich in den seltenen Ausnahmesituationen, in denen mal ein passendes Gewässer zur Hand ist, in eine Figur mit Fischschwanz verwandeln. Das wäre eigentlich für eine Wasserfee oder ein ähnliches Wesen ein recht cooles Gimmick, wirft aber auch die Frage auf, wie schnell und unauffällig du das Schwanz-Kostüm mit dir tragen und wechseln könntest: "Oh ein Fluss - Wartet mal eine halbe Stunde, ich muss mal eben zurück in die Jugendherberge!" wäre natürlich nicht so ideal.

    Trotzdem würde ich diesen Ansatz (auch ohne Schwanz) nicht ganz aus den Augen verlieren, das wäre dann als Figur ein sehr wasseraffines Elementar- oder Feenwesen, was diverse spielerische und darstellerische Schwierigkeiten mit sich bringt, aber grundsätzlich sicher in bestimmten Rahmenbedingungen denkbar wäre. Ich gehe aus Platzgründen mal an dieser Stelle nicht im Detail darauf ein, führe das aber auf Wunsch auch gerne weiter aus. Der Knackpunkt wäre auf jeden Fall (auch bei einer Nixe/Naga/Echidna), was den Charakter eigentlich außer dem markanten Schwanz spielerisch und darstellerisch ausmacht.

    1. Tänzerin
    Hier hätte ich ein weites Repertoire zur Auswahl, von orientalisch über tribal zu andalusisch oder höfisch.
    Jeweils passende Kostüme sind auch vorhanden.
    Problem:
    bei meiner Größe (ich überrage den gemeinen Süddeutschen in der Regel um einen Kopf) und überschlanken Figur passe ich höchstwahrscheinlich nicht in das vorgegebene Klischee, sondern würde wie eine Elbin aussehen, die sich verirrt hat.
    Hier würde ich mehrere unterschiedliche Punkte sehen: Als erstes gehört meiner Ansicht nach zum Klischee "Tänzerin" die Größe eigentlich gar nicht zwingend dazu, auch, weil es so unglaublich viele denkbare Tanz-Charaktere gibt. Eine orientalische Bauchtänzerin hätte ich mir vielleicht auf Anhieb eher klein und kurvig vorgestellt, eine barock-höfische Schreittänzerin hingegen tendenziell eher groß und schlank, aber bei den meisten Rollen, die mir in diesem Umfeld einfallen, habe ich glaube ich überhaupt keine konkrete Größe im Kopf.
    Was die "Elbenfrage" angeht: Ich finde, viele Einsteiger neigen da unnötig zum Extrem und zum unnötig frühen Griff zur Fremdrasse. Du bist ein Mensch mit deiner Statur, warum sollte es nicht auch in der Spielwelt Menschen mit deiner Statur geben, das ist doch vollkommen plausibel? Natürlich gibt es bestimmte extreme Ausprägungen, durch einem die Darstellung einer nichtmenschlichen Rolle bei der diese Statur ins Klischee passt stark erleichtert wird, und ich hätte dir jetzt wohl auch eher zur Elfe als zur Zwergin geraten, aber daraus ergibt sich eigentlich nicht, dass man plötzlich in menschlichen Rollen unplausibel wirkt.

    Was die Frage nach "Elbentänzerinnen" angeht: Das ist schwer pauschal zu beantworten, weil es einfach so unglaublich viele verschiedene Elfenkonzepte gibt. Bei den gängigsten, grob an Tolkien angelehten Elben würde ich sagen: Jein. Hier würde ich einerseits sagen, dass Musikalität und Tanz dort eigentlich sogar klischeemäßig eine viel größere Rolle im Leben spielen als bei Menschen, und es eigentlich hervorragend ins Bild passt, wenn Elfen in ihrer Freizeit ständig irgendwie alleine oder gemeinsam vor sich hinmusizieren oder -tanzen. Auf der anderen Seite würde ich gerade durch diese Allgegenwärtigkeit und Selbstverständlichkeit es für eher untypisch halten, wenn eine Elfe hauptberuflich "Tänzerin" ist, also vor Publikum nahc dessen Wünschen und als Broterwerb tanzt, denkbar wäre dann schon eher Tanzlehrerin oder ähnliches.
    Ähnliches gilt bei der Rolle des "Barden": Als bezahlten Tavernenmusikant würde ich die Hochelfe weniger sehen, als klassischen "Barden" mit dem ganzen Umfeld von Historienkunde, mündlicher Wissensvermittlung, Dichtung und Komposition hingegen durchaus.

    In beiden Fällen, aber das ist ein persönlicher Standpunkt von mir, finde ich es sehr wichtig dass die Darbietung sinnvoll in die Rolle eingepasst und als stimmiger Teil von ihr dargestellt wird. Viele Künstler im Larp haben meiner Ansicht nach das große Problem, dass sie bei ihrer Darbietung vollkommen aus der Rolle fallen und primär "Künstler" mit ihrer OT-Person und ihrem OT-Repertoire sind. Einen "Barden", der einfach mal aus Prinzip nicht in Tavernen gängige Larpschlager spielt, würde ich vor diesem Hintergrund sogar klar als Bereicherung empfinden, gerade weil er sich auf diese Art mal vom Einheitsbrei abhebt.

    Quenya und Sindarin werden von einigen Elfenspielern verwendet, sind aber eher selten anzutreffen, ich würde das als netten Bonus ansehen.
    3. Priesterin
    Das Konzept, Geweihte einer Göttin zu sein, ist mir vertraut.
    Allerdings kenne ich mich mit den im deutschen Larp be- und anerkannten Gottheiten bzw Kulten nicht aus.
    Grundsätzlich gilt: Im "deutschen Larp" gilt nichts grundsätzlich. Es gibt definiv keine feste Liste aus anerkannten Gottheiten, die man spielen darf, und solchen, die man nicht spielen darf, und die meisten Larpgottheiten haben vermutlich eine Anhängerschaft, die man an einer Hand abzählen kann. Viele regionale Länder und Kampagnen haben eine oder mehrere Gottheiten, die auch nur in diesem regionalen Umfeld bespielt werden, und es ist auf einem Großcon die krasse Ausnahme, jemanden zu treffen, der den gleichen Glauben hat wie der eigene Charakter.

    Dementsprechend kann ich auch keinen umfassenden Überblick geben, nur ein paar Beispiele nennen, die ich für weiter verbreitet halte:
    Erstens wären da Glaubenssysteme aus bekannten Fantasysettings. Diese werden primär auf Cons mit diesem Setting bespielt (DSA-Cons mit Zwölfgötterglaube, Warhammer-Cons mit Sigmarglaube und Game of Thrones wären die drei, die mir spontan einfallen), aber manchmal spielen Leute auch entsprechende Charaktere außerhalb solcher geschlossener Settings und nehmen ihren Glauben mit.
    Zweitens wären da realhistorische Religionen. Hier unterscheidet sich das ganze stark nach Setting, in historischen Hintergründen wie Western oder 30jährigem Krieg gehören sie oft dazu, im Fantasylarp hingegen sind sie ziemlich unüblich, als Faustregel kann man vielleicht sagen: Je obskurer, desto eher. Christen findet man eher selten, aber asengläubige Charaktere sollte es ein paar geben.
    Und drittens gibt es noch die reinen Larpreligionen, die entweder in großen Conreihen bespielt werden (wie der Elementeglaube der Mythodea-Conreihe), oder die sich verbreitet haben und vom mehreren Orgas bespielt werden (wie das Ceridentum).

    Allen gemeinsam ist aber ein typisches Problem: Viel von der Rolle einer Priesterin gründet sich eigentlich darauf, wie sie in die Gesellschaft eingebunden ist, dass sich Gläubige an sie wenden und dass sie einen bestimmten Status und Wiedererkennungswert haben. Das funktioniert aber außerhalb geschlossener Settings meist eher schlecht, so dass das Spiel als "Ein-Mann-Religion" deutlich schwieriger wird.

  4. #4
    Section31
    Section31 ist offline
    Fingerwundschreiber

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    Hallo Echidna,

    so, wie im anderen Thread geschrieben, möchte ich mal auf deine Überlegungen zum Charakter eingehen:

    ein Wesen, daß in einer Höhle bzw in einem See haust und Menschen nicht sonderlich mag (außer zum Frühstück).
    Kein sehr spielförderndes Konzept für einen Spieler-Charakter. Wenn's ums Fressen oder Gefressen-werden geht, landest du auf der Sushi-Speisekarte ganz oben.
    Als Einmal-NSC auf einer Con machbar (Nixen gab's schon mehrfach als NSCs im LARP, z.B. hier: http://larper.ning.com/photo/nsc-die...rundia-cassaia (Anmeldung im Larper-Ning erforderlich)), aber als SC-Konzept unbrauchbar.

    "Das Problem" hast du IMHO sehr treffend beschrieben. Deshalb möchte ich kurz auf deine drei Alternativen eingehen und dir eine vierte Alternative aufzeigen:

    1. Tänzerin
    OK. Keine spitzen (Latex-)Ohren = keine Elbe. Klischee funktioniert in zwei Richtungen! Vom angeblichen Klischee, dass Tänzerinnen nicht dünn sein dürfen, habe ich in 14 Jahren LARP noch nie etwas gehört.

    2. Elben-Bardin
    OK. Soweit ich weiß wird Quenya/Sindarin manchmal verwendet, aber relativ wenig (eingeschränkter Wortschatz).

    3. Priesterin
    OK. Ich denke hier bietet sich eine Efferd-Geweihte nach DSA-Hintergrund an (http://www.wiki-aventurica.de/wiki/Efferd). Damit wärst du auf DSA-Cons beschränkt, andererseits fällt mir spontan keine andere bespielte Wassergottheit ein. Theoretisch könntest du auch eine eigene Religion erfinden und damit auf Nicht-DSA-Cons gehen, das würde auch keinen anderen stören - wenn es dich nicht stört eine Religion zu vertreten die keine Sau kennt und deren einzige Vertreterin du bist...

    Vielleicht wäre eine vierte Möglichkeit für dich interessant:

    4. Zmea
    Es gibt eine Gruppe von Larpern, die - ich nenne es der Einfachheit halber - "Wassermonster" spielen. Ich denke das kommt deinem ursprünglichen Konzept am nächsten.

    Kurzvorstellung der Gruppe: Ungeheuer aus der Tiefe: Der Zmea-Schwarm ''Quap'Nhaga''
    Spielerleitfaden: https://dl.dropboxusercontent.com/u/...faden_1.05.pdf
    Interview: http://www.teilzeithelden.de/2013/06...e-und-antwort/

    Ich hoffe das hilft dir weiter.

    Liebe Grüße,
    Section31
    Geändert von Section31 (12.01.2016 um 20:52 Uhr)
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  5. #5
    Tee
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    Hallo,

    ergänzend noch ein paar Fragen:
    Was genau ist es denn, das dir an Echidna wichtig ist? Wenn du das für dich herausgefunden hast, kannst du das dann vielleicht auch eher auf einen anderen Charakter übertragen.
    Ist es die Liebe zum Wasser? Ist es die Anmut der Bewegung? Ist es die Exotik? Ist es die Distanz, die entsteht, da die "anderen" draußen bleiben müssen? Welches ist der Punkt der dir am Wichtigsten an dieser Figur ist? Den würde ich nehmen und schauen welches Konzept dazu passen könnte. Die anderen Punkte kannst du dann schrittweise in dein Konzept integrieren. So entsteht vielleicht etwas neues, das du gar nicht erwartet hast
    Viel Spaß auf jedenfall !

  6. #6
    Echidna
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    Erst einmal danke an alle für die Antworten!

    Also gab's auch hierzulande schon einen Nixenauftritt!
    Trotz des kalten Wassers

    Die Zmea-Gruppe sieht hochinteressant aus.
    Ob der Name Zufall ist?
    (In der rumänischen Mythologie ist der Zmeu ein Wasserdrache.)

    Die Kostüme und Masken der Leute sehen aber seeehr profimäßig aus.
    Da sollte man wohl mit Latex- und Silikongießen vertraut sein...


    Fürs erste würde ich sagen;
    als NSC Nixe im Hinterkopf behalten, bzw für Großcons Zmea.


    Zum Einstieg und für mehr Bewegungsfreiheit:

    Elfe, bzw. Wasserfee?
    Traditionell sind Nixen ja auch nicht immer im Wasser, sie laufen oft an Land herum und sind nur am nassen Kleidersaum zu erkennen.
    Interagieren auch oft mit Menschen, besuchen sogar die Kirche.

    Die Frage ist; wie bekannt sind die Volkslegenden noch?
    Viele haben eher ein Bild von Disney im Kopf, wenn sie "Nixe" hören...

    Zitat Zitat von Cartefius Beitrag anzeigen
    Das würde ich gar nicht für so undenkbar als Ansatz halten, obwohl das in der Praxis vermutlich eher umgekehrt wäre: Der Charakter könnte sich in den seltenen Ausnahmesituationen, in denen mal ein passendes Gewässer zur Hand ist, in eine Figur mit Fischschwanz verwandeln. Das wäre eigentlich für eine Wasserfee oder ein ähnliches Wesen ein recht cooles Gimmick, wirft aber auch die Frage auf, wie schnell und unauffällig du das Schwanz-Kostüm mit dir tragen und wechseln könntest: "Oh ein Fluss - Wartet mal eine halbe Stunde, ich muss mal eben zurück in die Jugendherberge!" wäre natürlich nicht so ideal.

    Trotzdem würde ich diesen Ansatz (auch ohne Schwanz) nicht ganz aus den Augen verlieren, das wäre dann als Figur ein sehr wasseraffines Elementar- oder Feenwesen, was diverse spielerische und darstellerische Schwierigkeiten mit sich bringt, aber grundsätzlich sicher in bestimmten Rahmenbedingungen denkbar wäre. Ich gehe aus Platzgründen mal an dieser Stelle nicht im Detail darauf ein, führe das aber auf Wunsch auch gerne weiter aus. Der Knackpunkt wäre auf jeden Fall (auch bei einer Nixe/Naga/Echidna), was den Charakter eigentlich außer dem markanten Schwanz spielerisch und darstellerisch ausmacht.
    Diesen Ansatz finde ich klasse, und es wäre toll, das zu spielen.
    In eine Wasserform "Verwandeln" kann ich mich übrigens relativ schnell
    Sieht auch keiner, das mache ich immer alles im/unter Wasser (schätze mal dauert so 30 Sekunden).
    Problem wäre hier nur, wo das Landkostüm solange bleibt

    Aber das wäre ja auch eher der Ausnahmefall.


    Folgendes müßte ich also bewerkstelligen:

    -Kostüm und Aufmachung, bei dem jedem klar sein sollte "Fee/Elfe/Wassergeist oder so"
    -dementsprechende Darstellung (singen, tanzen und Instrumente spielen ist hier hilfreich)
    -Motivation zur Interaktion mit anderen Spielern

    Letzteres dürfte das Schwierigste sein.
    Da muß ich nochmal einige alte Geschichten durchforsten und hoffen, daß ich mehr finde als die "sucht einen menschlichen Ehemann"-Motivation

  7. #7
    Echidna
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    Zitat Zitat von Tee Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ergänzend noch ein paar Fragen:
    Was genau ist es denn, das dir an Echidna wichtig ist? Wenn du das für dich herausgefunden hast, kannst du das dann vielleicht auch eher auf einen anderen Charakter übertragen.
    Ist es die Liebe zum Wasser? Ist es die Anmut der Bewegung? Ist es die Exotik? Ist es die Distanz, die entsteht, da die "anderen" draußen bleiben müssen? Welches ist der Punkt der dir am Wichtigsten an dieser Figur ist? Den würde ich nehmen und schauen welches Konzept dazu passen könnte. Die anderen Punkte kannst du dann schrittweise in dein Konzept integrieren. So entsteht vielleicht etwas neues, das du gar nicht erwartet hast
    Viel Spaß auf jedenfall !
    huh, das sind ganz schön schwierige Fragen!

    Ich weiß nicht, ob ich die Identifikation mit so einer Figur auf einen einzigen Punkt reduzieren kann.
    Das ist so, als würde man einen Fisch fragen: "was gefällt dir am meisten am Fischsein?"...xD

    Wichtig ist eben, daß man einen plausiblen Interaktionsgrund findet, auch wenn die Figur ein Natur- oder Wasserwesen ist.
    Da könnte ich in Richtung "Schöne Lau" gehen (die übrigens noch nichtmal einen Fischschwanz hat- ok, ihr "Kostüm" wäre nicht larptauglich :P ), meine Bedenken sind eben, daß eine solche Figur gar nicht als das erkannt wird, was sie sein soll, da ein "sicheres" Erkennungs-Merkmal wie zB Elbenohren eben fehlt.

  8. #8
    Erla
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    ohne Fischschwanz könnte so ein Wesen z.B. auch so aussehen das währe glaube ich ziemlich klar erkennbar.

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  9. #9
    Cartefius
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    Elfe, bzw. Wasserfee?
    Traditionell sind Nixen ja auch nicht immer im Wasser, sie laufen oft an Land herum und sind nur am nassen Kleidersaum zu erkennen.
    Interagieren auch oft mit Menschen, besuchen sogar die Kirche.

    Die Frage ist; wie bekannt sind die Volkslegenden noch?
    Viele haben eher ein Bild von Disney im Kopf, wenn sie "Nixe" hören...
    Unter Larpern ist die Chance recht hoch, dass jemand da zumindest von diversen mythologischen Ansätzen schonmal gehört hat, da gibt es ja auch alles mögliche: Nixen, Feen, Najaden, Sirenen, Oreaden...
    Generell würde ich da sagen, dass Larper da einerseits sehr aufgeschlossen für kreative Darstellungen sind, auf der anderen Seite solche Exotenkonzepte gerade wegen der sehr vielfältigen Darstellung nicht unbedingt einfach überzeugend rüberzubringen sind.

    Die Sache ist nämlich die: Es gibt einige Spieler, denen es schwerfällt, "interessante" menschliche Charakterkonzepte zu ersinnen, und die deswegen hoffen, mit einem Schuss Exotik im Hintergrund den Charakter ausgefallener zu machen und ihm mehr Tiefe zu verleihen. Deswegen begegnet durchaus häufig irgendwelchen Leuten, die da mit einem Satz bunter Gummiohren, ein paar Schnörkeln im Gesicht und einem grellen Polyesterlappen vor einem stehen und einem dann lang und breit etwas davon erzählen, dass sie ja Feenblut hätten, eine Nixe/ein Kobold/ein Halbdämon/von einem Elementarwesen besessen/die Tochter eines Menschen und einer Eule sind, oder was auch immer für eine abstruse Hintergrundstory. Mit diesen Charakteren zu spielen gestaltet sich dann meist als extrem schwer: Einerseits spielen die meist in der Praxis sehr banal und kein Stück merkbar "unmenschlich", andererseits erwarten sie häufig sehr spezifische und ausgefallene Reaktionen, und sind schnell verstimmt, wenn diese ausbleiben. Dazu kommt, dass manche dieser Spieler dann auch noch bestimmte Spielvorteile erwarten, wie besondere magische Kräfte, Unverwundbarkeit, Unsichtbarkeit, oder was sonst noch alles im Repertoire eines übernatürlichen Wesens denkbar ist.

    In der Summe führt das dazu, und das meinte ich damit, wenn ich weiter oben geschrieben habe, das Spiel eines Feen- oder Elementarwesens sei "schwierig", dass bei vielen Larpern und auch Orgas sämtliche Alarmglocken klingeln, wenn sie in einer Anmeldung lesen "ich möchte eine Nixe" oder "ich möchte eine Echidna spielen".

    Wichtig ist eben, daß man einen plausiblen Interaktionsgrund findet, auch wenn die Figur ein Natur- oder Wasserwesen ist.
    Da könnte ich in Richtung "Schöne Lau" gehen (die übrigens noch nichtmal einen Fischschwanz hat- ok, ihr "Kostüm" wäre nicht larptauglich :P ), meine Bedenken
    sind eben, daß eine solche Figur gar nicht als das erkannt wird, was sie sein soll, da ein "sicheres" Erkennungs-Merkmal wie zB Elbenohren eben fehlt.
    Das wäre für mich auch der Knackpunkt: Insbesondere bei einer exotischen Rolle würde ich immer nach der Maxime gehen, viel zu machen und wenig zu erwarten. Das würde z.B. bei einem Wasserwesen für mich bedeuten, bei der Darstellung (Kostüm, Maske und Spiel) wirklich detailreich daran zu arbeiten, das Konzept gut erkennbar, glaubwürdig und kreativ umzusetzen. Eine menschliche Frau mit feuchtem Rocksaum würde da meiner Ansicht nach nicht funktionieren, insbesondere, weil die meisten Cons, die eher bodenständig und auf ein Setting mit subtiler Mystik und Sagen ausgelegt sind, so einen Charakter vermutlich nicht als Spieler zulassen würden. Die Möglichkeiten sind da ja eigentlich sehr reizvoll und vielfältig: Man könnte sich körperlich stark verändern mit Algenhaar, Schuppen, Schwimmhäuten, Kiemen, Kontaktlinsen, Flossenkämmen, oder auch kleidungstechnisch mit Kleidung aus Treibgut, Fischenetzen, überdimensionierten Krustentierschalen oder Wasserlilien, man könnte mit subtilen Hinweisen wie Meeresgeruch, feuchten Tropfspuren oder feinen Nebelzerstäubern arbeiten, oder wiederum bestimmte Aspekte bewusst und gewollt menschlich lassen, während man andere stark entfremdet.

    Selbst wenn man nicht auf Anhieb ein komplettes Hollywood-SFX-Studio auffahren will (was ja verständlich ist), sollte man meiner Ansicht nach schon sehr deutlich daran arbeiten, den Charakter eben nicht als "Mensch mit komischem Hintergrund" oder "Mensch mit einzelnem angeklebtem Accessoire" wirken zu lassen, denn davon gibt es leider schon sehr viele.

  10. #10
    Echidna
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    Zitat Zitat von Cartefius Beitrag anzeigen
    Insbesondere bei einer exotischen Rolle würde ich immer nach der Maxime gehen, viel zu machen und wenig zu erwarten. Das würde z.B. bei einem Wasserwesen für mich bedeuten, bei der Darstellung (Kostüm, Maske und Spiel) wirklich detailreich daran zu arbeiten, das Konzept gut erkennbar, glaubwürdig und kreativ umzusetzen. Eine menschliche Frau mit feuchtem Rocksaum würde da meiner Ansicht nach nicht funktionieren, insbesondere, weil die meisten Cons, die eher bodenständig und auf ein Setting mit subtiler Mystik und Sagen ausgelegt sind, so einen Charakter vermutlich nicht als Spieler zulassen würden. Die Möglichkeiten sind da ja eigentlich sehr reizvoll und vielfältig: Man könnte sich körperlich stark verändern mit Algenhaar, Schuppen, Schwimmhäuten, Kiemen, Kontaktlinsen, Flossenkämmen, oder auch kleidungstechnisch mit Kleidung aus Treibgut, Fischenetzen, überdimensionierten Krustentierschalen oder Wasserlilien, man könnte mit subtilen Hinweisen wie Meeresgeruch, feuchten Tropfspuren oder feinen Nebelzerstäubern arbeiten, oder wiederum bestimmte Aspekte bewusst und gewollt menschlich lassen, während man andere stark entfremdet.

    Selbst wenn man nicht auf Anhieb ein komplettes Hollywood-SFX-Studio auffahren will (was ja verständlich ist), sollte man meiner Ansicht nach schon sehr deutlich daran arbeiten, den Charakter eben nicht als "Mensch mit komischem Hintergrund" oder "Mensch mit einzelnem angeklebtem Accessoire" wirken zu lassen, denn davon gibt es leider schon sehr viele.
    Ja, so in der Richtung (detailreiches Kostüm/Aufmachung, die die Andersartigkeit zweifelsfrei zeigt, ohne unrealistisch auszusehen) hatte ich mir das auch vorgestellt.
    Das mit dem nassen Rocksaum war keine Kostümidee, das ist einfach in der Folklore so.
    Wäre fürs Larpen natürlich eher ungeeignet

    Von übernatürlichen Fähigkeiten, die man nicht darstellen kann, halte ich nichts.
    Da würde ich eher mit Waffen arbeiten, wenn ich bedrohlich wirken wöllte, als mit dahergemurmelten Sprüchen.

    Mal sehen, ob ich einen Kostümentwurf finde, der nicht zu sehr in Richtung "Fischmonster" abdriftet, aber noch genug Exotik hat, um sich von "Mensch mit angeklebtem Accessoire" zu unterscheiden.

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