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  1. #1
    Godrimm
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    Charakterkonzept Milizionär

    Hallo zusammen,



    wie ich schon bei meiner Vorstellung geschrieben habe, spiele ich einen einfachen mittelalterlichen Fußsoldaten. Wenn ich dabei am Ende historisch korrekt gekleidet bei rauskommen würde, wäre es ein netter Nebeneffekt, das ist aber nicht mein unbedingtes Ziel.


    Geschichte:

    Geboren wurde Ekarius Dreichung in der Hafen- und Hauptstadt der Mark als drittes von vier
    Kindern. Sein Vater war ein Schreiber in den Diensten eines der großen Handelshäuser und so
    erhielt der Junge zumindest etwas Bildung, wobei ihn die Geschichte der Mark und ihrer Bewohner
    mehr interessierten, als Mathematik und die Kunst des Schreibens. Als er als genug war,
    entschloss Ekarius sich dazu der Stadtmiliz beizutreten, bei der er sich eine spannendere
    Zukunft vorstellte, als er sie sich als Schreiberling erhoffen konnte. In der Miliz lernte er alles was
    wichtig war. Zum Beispiel das die wahren Herren der Stadt nicht in der Zitadelle der Stadt, sondern
    im Ratsherrensaal der Händler und Zunftmeister, saßen. Oder das es wichtig war wichtig
    auszusehen, zumindest so lange kein richtiger Ärger in der Luft lag. Dann war man am besten
    gerade anderswo beschäftigt. Nach wenigen Jahren war es leider vorbei mit dem ruhigen
    Leben, als der Stadtrat beschloss eine Abteilung der Miliz zusammen mit königlichen Soldaten zu
    einer verlassen, halb zerfallenen Burgruine zu schicken, die wieder aufgebaut werden sollte.
    Ekarius vermutete, dass der Rat dies nur tat, damit er Kontrolle über die nahegelegene
    Handelsstraße hatte oder zumindest Einfluss auf sie ausüben konnte.



    Kleidung:

    - Untertunika naturfarben
    - Tunika grau
    - Bruche
    - dunkelbblaue gezaddelte Gugel
    - Bundhaube

    - Beinlinge dunkelbraun (bestellt)
    - dunkelblauen Halbkreismantel (in Arbeit)


    Derzeit bin ich noch am überlegen, was ich mir noch für einen Hut holen will. Habe bis jetzt aber noch nichts gefunden, was mich absolut überzeugt.
    Auch bei den Schuhen bin ich derzeit noch unschlüssig.
    Derzeit schwanke ich zwischen Stiefeln und normalen Schuhen.


    Hier die Stiefel:


    http://www.historische-schuhe.de/epa...oducts/FR-1472


    Und hier noch mal die beiden Schuhpaare:

    http://www.historische-schuhe.de/epa...cts/FR-1200.cn

    http://www.historische-schuhe.de/epa...cts/FR-1400.cn



    Bei dem letzteren stören mich aber die unteren Schnallen etwas. Habe die Befürchtung, dass ich beim laufen immer auf sie drauf treten würde.



    Rüstung:

    - langärmliger Gambeson

    - Panzerstulpen ohne Finger

    - Eisenhut mit Sehschlitzen



    Als Waffen habe ich derzeit ein Schwert und einen Buckler, will mir aber noch eine Stangenwaffe holen. Auch wenn sie möglicherweise nicht ganz so gut zu einem Milizionär passt, gefällt mir diese hier gut:


    http://www.wyvern.de/crafts/Larpwaff...eithammer.html



    Was meint ihr? Unpassend oder würde es doch gehen?



    Da ich mich derzeit auch am Nähen mit der Nähmaschine probiere, bin ich auch immer auf der Suche nach Nähanleitungen. Weiß vielleicht jemand, ob das Buch hier dafür taugen würde?

    http://www.mytholon.com/zubehoer/lit...-den-mann?c=88

  2. #2
    Kamikaze
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    Die von dir beschriebene Ausrüstung würde ich persönlich eher mit einem (ausgebildeten) Soldaten in Verbindung bringen, statt mit einem (in aller Eile rekrutierten) Militionär.
    Zu einem Soldaten kann (!) dann auch der Fußstreithammer passen - auch wenn diese Waffengattung meine ich eine ritterliche war (Panzerknacker und so). Eine Helebarde oder Glefe könnte ich mir dann auch gut vorstellen.
    Zu einem Militionär fände ich eher improvisierte Waffen, wie z.B. eine Heugabel schöner. Man kann übrigens auch hervorragend einen Nasalhelm aus einem hölzernen Saunaeimer improvisieren.

    Lesetipps zum Thema: https://www.larpwiki.de/Charaktertipps/Soldat und https://www.larpwiki.de/Charaktertipps/Krieger

    Zum Thema "historisch korrekt" solltest du uns noch Eckdaten für die Zeit und die Gegend liefern, an denen du dich orientieren willst. Ohne diese Angaben ist es schlicht nicht möglich eine entsprechende Einschätzung zu treffen.

    Als Hut funktionieren Schlapphüte wunderbar. Entsprechende Rohlinge gibt es immer mal wieder bei H&M für kleines Geld. verändert (z.B. Saum weggeschnitten, eine Seite hochgenäht, Flicken drauf, etc.) und mit LARP-Krams behangen (z.B. Feder(n), Hutband, Anhänger, Fibel, Nestelband, Zinnabzeichen, etc.) werden daraus sehr schnell und einfach sehr individuelle und ambientige Kopfbedeckungen. Ziehst du eine Bundhaube drunter, bleibt auch im Sommer der Kopf kühl (einfach Bundhaube nass machen), und der Hut schön hygienisch (Schweiß wird von der Bundhaube "abgefangen", und diese lässt sich einfach waschen).
    Lesetipps: https://www.larpwiki.de/RickS./Baste...ngen/Bundhaube und https://www.larpwiki.de/Meinung/Char...%B6derHutCredo

    Deine Klamottenidee klingt sinnvoll und einfach. Finde ich passend - Sowohl für den Militionär (dann ohne Rüstung), als auch für den Soldaten (dann evtl. mit Wappenrock).
    Eine Gugel wäre evtl. noch sinnvoll (und die zähle ich nicht als Kopfbedeckung - damit läuft keiner dauerhaft rum).
    Lesetipps dazu:
    Grundlagen des Verkleidens: https://www.larpwiki.de/Ausr%C3%BCst...dungGrundlagen
    Bruche: https://www.larpwiki.de/RickS./Baste...tungen/Brouche
    Beinlinge: https://www.larpwiki.de/RickS./Baste...ngen/Beinlinge
    Gugel/Mantel: https://www.larpwiki.de/Selbermachen/Mantel
    Gewandung generell: https://www.larpwiki.de/Ausr%C3%BCstung/Gewandung

    Viel Spaß beim Einstieg ins Hobby!
    Geändert von Kamikaze (15.04.2016 um 15:06 Uhr)
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    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  3. #3
    Godrimm
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    Grünschnabel

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    Ich glaube, da habe ich mehrere Dinge missverständlich formuliert. Die Mitglieder Stadtmiliz, der mein Charakter angehört, sind schon regulär ausgebildete Soldaten. Hätte als Themenüberschrift wohl eher Stadtwache, Fußsoldat oder ähnliches wählen sollen.
    Bei dem Fußstreithammer hast du auch den Punkt angesprochen, der mich bisher auch vom Kauf abgehalten hat. Ist für mich gefühlt auch eher eine Waffe für Ritter oder ähnlich schwer Gewappnete. Das mit der Stangenwaffe ist bei mir aber auch schon ein längeres Thema, da ich schon seit ein paar Monaten am suchen bin und noch nichts gefunden habe, was mich absolut überzeugt hat.


    Bei der Kleidung ist dann glaube ich das zweite Missverständnis entstanden. Abgesehen von dem Hut, dem Umhang und den Beinlingen besitze ich die anderen Kleidungsstücke schon. Beim Hut bin ich derzeit ja noch am suchen und auch bei den Schuhen, die ich mir holen wollte, bin ich noch etwas unschlüssig.
    Besonders bei den Schuhen habe ich dann auch auf die Meinungen von anderen gehofft, weil ich mir nicht sicher war/bin welches der von mir favorisierten Exemplare am sinnvollsten wäre.


    Wenn ich mich jetzt auf eine bestimmte Zeit und ein bestimmtes Gebiet festlegen müsste, würde ich als Zeitraum das 14. Jahrhundert ansetzen und vom Raum her Deutschland/den hansischen Einflussbereich in der Ostsee.

  4. #4
    Kamikaze
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    Bei Schuhen ist es am wichtigsten, dass sie passen.
    Du wirst auf con mehrere Tage damit durch teils schweres Gelände laufen und dich darin (vermutlich) ziemlich sportlich betätigen. Da können selbst kleine Druckstellen, eine unpassende Größe und sogar ein nicht wirklich passender Schnitt schnell das Con-Erlebnis beeinträchtigen, oder sogar für ernsthafte Schmerzen sorgen.
    Daher: Bestelle alle drei Paare, probiere sie an (am besten mal eine halbe Stunde/Stunde drin herum laufen) und behalte dann das Paar, das am besten passt.
    Falls dir keines der gezeigten Paare gut passen sollte kann man auch OT-Schuhe mit Stulpen bzw. "Chaps" aus dem Reitbedarf recht gut, günstig und einfach so tarnen, dass sie nicht mehr stören.

    Wenn du einen ausgebildeten Soldaten einer Stadtwache spielen willst, und ihr als Gruppe auftreten wollt, halte ich einen Wappenrock (dann mit dem Stadtwappen) für sehr sinnvoll, da ihr sonst vermutlich nicht gut als Gruppe wahrgenommen werdet.

    Zur Stangenwaffe: Maßarbeiten kosten idR. nur marginal mehr, als Stangen-Ware vom LARP-Discounter.
    Wenn dir also keine Standard-Waffe gefällt - designe deine Eigene und lass sie dir anfertigen.
    Allerdings wirken Gruppen wie Stadtwachen besonders gut, wenn sie gleich, oder wenigstens ähnlich bewaffnet sind.
    Eine mögliche Anlaufstelle für "realistische" Custom-Waffen ist z.B. Kjeldor hier im Forum.
    Geändert von Kamikaze (19.04.2016 um 05:04 Uhr)
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  5. #5
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    Für mich klingt das erstmal alles sehr passabel, ich sehe eigentlich keine Probleme. Kommt natürlich auch immer auf die konkrete Ausführung der Sachen an.

    Da ich mich derzeit auch am Nähen mit der Nähmaschine probiere, bin ich auch immer auf der Suche nach Nähanleitungen. Weiß vielleicht jemand, ob das Buch hier dafür taugen würde?

    Ich hatte so einen gemischten Eindruck von dem Buch. Das gibt einen recht kurzen Überblick über verschiedene Themen, auch diverse Handnahttechniken, und sammelt ein paar Schnitte von diversen Kleidungsstücken. Gerade bei den komplexeren Schnitten wie dem Herrenwams des Spätmittelalters finde ich das ganze aber zu oberflächlich, da wird grob ein Schnittlayout vorgegeben, aber keine konkrete Hilfe zu Maßangaben oder kniffligen Verarbeitungsdetails. Als Start und für einfachere Sachen ist es aber vermutlich nicht schlecht.
    Wenn du einen ausgebildeten Soldaten einer Stadtwache spielen willst, und ihr als Gruppe auftreten wollt, halte ich einen Wappenrock (dann mit dem Stadtwappen) für sehr sinnvoll, da ihr sonst vermutlich nicht gut als Gruppe wahrgenommen werdet.
    Ich finde, das muss nicht unbedingt. Gemeinsame Erkennungsmerkmale wie bestimmte Farben oder aufgestickte Insignien sind sicherlich eine gute Idee, aber den typischen Larp-Wappenrock über alles drüber sieht man meiner Ansicht nach eher zu häufig als zu selten.

  6. #6
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    Bitte versucht Wappenröcke zu vermeiden. Es gibt so viele andere Arten um Zusammengehörigkeit erkennen zu lassen: Helmwulste, kleines Wappen auf der Brust, farbige Helme, farbige Gugeln etc pp

  7. #7
    Godrimm
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    Wappenröcke und ähnliches wird es in nächster Zeit in unserer Gruppe nicht geben. Dafür müssen wir unserem Gruppenhintergrund erst noch den nötigen Feinschliff verpassen, wozu auch ein Wappen gehört. Wenn wir das aber erst mal haben, würde ich denke ich mal bei meinem Charakter am ehesten zu einem Helmwulst neigen und dann vielleicht noch eine kleine Form des Wappens auf meiner Brust anbringen.

    @Cartefius
    Hm wenn Maßangaben teilweise fehlen und das Schnittlayout eher grob vorgegeben wird, ist das Buch glaube ich eher nichts für mich. Bin im Moment von so etwas noch relativ stark abhängig, wenn ich meine eigene Kleidung nähe.
    Ich habe noch mal etwas im Internet gesucht und bin dabei auf dieses Buch gestoßen:

    http://www.amazon.de/Mittelalterlich...8W5CSQ56PSVXAS

    Es ist zwar etwas teurer als das vorher von mir verlinkte, aber auch ein gutes Stück umfangreicher. Die Rezensenten sind scheinbar auch alle sehr angetan von dem Werk. Wisst ihr vielleicht, ob das etwas besser geeignet wäre?

  8. #8
    Cartefius
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    Laut Kommentar bei Amazon gibt es die englische Version online verfügbar:
    https://toya.net.pl/~kuswir/MTA.pdf
    Ich weiß nicht, ob die Deckungsgleich zu der deutschen gedruckten ist, aber lohnt sich zumindest, um einen Eindruck zu bekommen.

    Sieht für mich auf jeden Fall auf den ersten Blick detaillierter und umfangreicher aus.

  9. #9
    Tesla
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    Aber bitte das Original kaufen und keine PDF Raubkopie benutzen. Für das was es ist ist es nicht teuer, ein wirklich gutes Buch.

  10. #10
    Dutch
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    Die Thursfield gilt praktisch als Standardwerk, um mittelalterliche Kleidung herzustellen.
    Die PDF-Version ist ein Scan der englischen Fassung. Sie ist inhaltlich mit der deutschen identisch.

    Ich habe sowohl die englische als auch die deutsche Fassung und mir persönlich fällt das Arbeiten mit den deutschen Beschreibungen leichter.
    Die gescannte Fassung wäre für mich keine echte Alternative zum gedruckten Buch, welches auch immer wieder zum Reinlesen und Durchblättern einlädt.

    Bei dem zuerst verlinkten Buch "Kleidung des Mittelalters - Grundausstattung für den Mann" ging es mir wie Cartefius: Das Buch macht einen schnellen Rundflug durch die Thematik, reißt das Meiste kurz an und gibt grobe Vorstellungen, was wie zu tun sein könnte. Aber wenn es wirklich ans Planen und Nähen geht, kommen Fragen auf, auf die das Buch weder vorbereitet noch hat es die Antworten. Eine einfache Tunika oder Hose kann man auch ohne dieses Buch nähen. Für komplexere Gewandung, z.B. im hautengen Spätmittelalterlichen Stil, ist es wertlos. Da empfehle ich eindeutig die Thursfield Bücher (siehe oben).
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

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