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  1. #1
    Levold
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    Magister Ruprecht von Wilderburg

    Nachdem ich im echten Leben ein gewisses Alter erreicht habe, habe ich das Gefühl, dass es an der Zeit ist, einen Charakter zu entwerfen, der das auch widerspiegelt
    Ich darf euch vorstellen (bisher nur als Idee):Magister Ruprecht von Wilderburg!
    Ruprecht von Wilderburg ist eine Art Universalgelehrter. Vermutlich stammt er aus einer reichen Familie, evtl. sogar Adel. Er hat sein Leben der Wissenschaft und den schönen Künsten gewidmet, hat selber viele Bücher verfasst und natürlich noch mehr gelesen. Er kennt sich mit Alchemie, Historie, Kunst, Architektur, Literatur, Mathematik, Kampfkunst, Geographie, ... aus.
    Das Problem: das alles nur in der Theorie!
    Er weiß ganz genau, wie man ein Schwert erfolgreich führt. Hat aber noch nie eines in der Hand gehabt, geschweige denn, damit gekämpft. Und ähnlich ist es in allen anderen Bereichen.
    Er hat aber auch all die Bücher gelesen, von den Entdeckern und Abenteurern. Und jetzt in der Mitte seines Lebens angekommen, hat er das Gefühl, dass er all diese Dinge selber sehen muss.
    Also packt er seine Sachen, kauft sich ein Reisegewand (oder das, was er dafür hält), kauft sich evtl. sogar noch ein Schwert und los gehts! Trotz seines relativen Wohlstandes wird er keinen Diener o.ä. mitnehmen, denn er will schließlich ein Abenteurer sein! Und das haben die in seinen Büchern auch nicht notwendig.
    Frau oder Kinder hat er nicht. Dafür war weder Zeit noch Interesse. Was er nicht ist, ist ein kirchlicher Gelehrter. Ich orientiere mich da eher an einem säkularen Gelehrten.
    Details zum Charakterhintergrund müssen noch ausgearbeitet werden.

    Kleidung:
    Vorgestellt hatte ich mir folgendes:
    Mantel wie diesen hier: http://de.dawanda.com/product/474088...assanfertigung oder wie hier: http://pin.it/xY-ZRzE oder hier http://pin.it/l8-1VXe
    Darunter eine relative schliche Tunika oder Hemd.
    Als Kopfbedeckung ein Barett: http://www.ritterladen.de/Gewandung/...us-Canvas.html
    Eine Bruche: http://pin.it/MyGplmF
    Schuhe: http://www.outfit4events.de/runtime/...eh_0203_01.JPG

    Alles erstmal nur als Konzept. Davon ist noch nichts vorhanden.
    Für einen reisenden Gelehrten brauche ich noch entsprechendes Gepäck, Taschen, in denen viel verstaut werden kann usw.
    Vermutlich wird er sich auch eine Waffe kaufen, mit der er aber nicht umgehen kann (s.o.). Passend fände ich hier ein teures Schwert, Degen, Rapier o.ä., was eher schick aussieht als wirklich funktional ist.
    Außerdem wird er ein Reisetagebuch führen, mit dem er ständig durch die Gegend rennt.
    Charakterspiel
    Ruprecht ist eigentlich ein netter Kerl, nur etwas weltfremd. Er wird sich einer Reise- und/oder Abenteurergruppe anschließen, die eine Reise antritt, die ihm vielversprechend erscheint.
    Hört er von interessanten Dingen, Vorkommnissen usw. wird er auf jeden Fall mitgehen, um sich das ganze anzuschauen und in seinem Tagebuch zu dokumentieren. Es kann durchaus vorkommen, dass er durch sein Verhalten sich selber gerne mal in Gefahr bringt, weil er einfach unbedarft in Situationen stolpert. Bei Kämpfen wird er sich zurückziehen oder fliehen. Sollte er in Bedrängnis geraten, wird er natürlich sein Dekoschwert ziehen ("Nehmt Euch in acht! Ich bin bestens mit den Fechttechniken des Grafen von Düsterwald vertraut! Wie Ihr sicher wisst, hat er den eingedrehten Differenzialschlag... Autsch! Das hat weh getan! Ahhhhhhh..........!") und sich vermutlich schnellstens aus dem Staub machen, wenn er die Gelegenheit bekommt.
    Nützlich kann sein Wissen vermutlich dann sein, wenn es um Sprachen, Geschichte u.ä. geht.

    Was haltet Ihr davon?
    Freue mich auf Kritik. Und bestimmt gibt es so oder so ein ähnliches Konzept schon. Ich freue mich auf Verweise darauf.

  2. #2
    Cartefius
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    Ich finde das Konzept grundsätzlich schonmal gut. Das ist zwar durchaus etwas, das man schonmal erlebt hat, aber eigentlich ganz gut umsetzbar undweder zu exotisch noch zu banal. Ich fasse mich mal etwas kurz, weil ich gleich weg muss, ich hoffe, ich kann auf einige Punkte später nochmal ausführlicher eingehen.

    Was die Kleidung angeht: Da finde ich die Zusammenstellung, die du beschreibst, noch nicht optimal. Ich finde, viele der Stücke passen stilistisch nicht gut zusammen, oder sie sind sehr gängige Larp-Standardware, die das Konzept nicht klar unterstützen und erkennbar machen. Abgesehen von der Zusammenstellung würde ich auch von vielen der Teile aus persönlichem Geschmack klar abraten:
    Den Umhang mit der Glitzerborte zum Beispiel finde ich ganz furchtbar, weil der durch die grelle Borte für mich sehr unrealistisch und fast nach Karneval aussieht. Baretts sind toll - Wenn es sich um echte Renaissance-Baretts handelt, nicht jedoch um diese Larp-Sackmützen aus grobem Baumwollstoff. :-)
    Und die Schuhe sehen durch die konstruktion der Naht an der Gummisohle wie ein Modell aus, das ich als sehr undicht und wenig haltbar kennen gelernt habe.
    Die Schamlatzhose hingegen finde ich gut, allerdings ist das ein Kleidungsstück, dass man maßfertigen oder maßfertigen lassen muss.

    Was Alternativvorschläge angeht: Ich finde ja, dass für Gelehrtencharaktere das Spätmittelalter und die Reformationszeit eigentlich immer sehr gute Vorlagen bieten, weil das zumindest für mich die Epochen sind, die ich mit städtischen Gesellschaften und dem Aufkommen von intellektuellem Bürgertum verbinde. An der Mode dieser Zeit mag ich auch, dass sie sich durch die Kombinationen von hochwertigen, aber schlichen Stoffen und komplexeren Schnitten ganz gut dafür anbietet, einen gewissen Wohlstand und ein Standesbewusstsein mit einer gewissen Zurückhaltung und Bescheidenheit zu kombineren, was für solche bürgerlichen Charaktere eigentlich ganz gut passt.

    Ein Beispiel, das ich bei solchen Charakteren deswegen zum Beispiel sehr gerne verlinke, ist dieses hier:
    http://www.medievaldesign.com/restri...rande_1313.jpg

    Das wäre, wie ich mir einen städtischen oder reisenden Gelehrten eines Fantasylands wie dem DSA-Mittelreich vorstellen würde, gediegen aber praktisch, und nicht so, dass man ihn mit Magiern oder Priestern verwechseln würde. Geht man in die Reformationszeit wird die Auswahl noch breiter, wobei man dann auch ein bisschen in die etwas strenge, düstere Gelehrtenmode des flämischen Barocks mit steifen Kragen und viel Schwarz kommt, was vielleicht für das Konzept nicht so ganz passend wäre.

    Was das Schwert angeht: Ich bin mir da nicht so sicher, weil das Problem ist, dass im Larp unglaublich viele Charaktere Schwerter tragen, obwohl sie eigentlich nicht so richtig damit umgehen können sollten, deswegen eignet sich das nicht gut als Alleinstellungsmerkmal. Ich würde da eher von abraten, und etwas anderes (oder bewusst nichts) als Waffe wählen.

  3. #3
    Besserwisserboy
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    Bücher! Wenn ich einen Gelehrten spielen würde, dann würde ich auch immer einige dicke Wälzer dabei haben. Von seinem liebsten Besitz trennt man sich bekanntlich nicht gerne. Gemeinhin kann man dann auch bei Problemen ganz langsam mal nachschlagen, was denn die beste Lösung des Problems ist.
    Ich spiele einen akademischen Magier, der ähnlich angelegt ist.
    Schreibzeug, Schriftrollen usw. finde ich wichtiger als das Schwert.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  4. #4
    Levold
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    @Cartefius: Vielen Dank für dein Feedback.
    Ich muss sagen, die Bilder sind auch noch nicht meine endgültige Wahl. Da passt so einiges stilistisch nicht zusammen, das stimmt. Das ist erst einmal eine grobe Richtung. Die Glitzerborte finde ich auch nicht so toll. Eigentlich gefällt mir der erste Mantel am besten.
    Ich hatte mich grob von einem Klischee-Marco-Polo inspirieren lassen. Da finde ich so einen Mantel mit weiten Ärmeln und Pelzbesatz eigentlich richtig gut.
    Dazu die Schamlatzhose o.ä. Ebenso eine ähnliche Mütze wie auf dem Marco-Polo-Bild. Dazu ein paar Schnabelschuhe (auch hier dient das verlinkte erstmal nur als Beispiel).
    Dein verlinktes Bild entspricht leider gar nicht meiner Vorstellung. Das ist bestimmt eine gute Gelehrtendarstellung, aber nicht das, was ich suche. Den flämischen Barock möchte ich aktuell auch ausschließen. Evtl. noch sowas (die linke Hälfte ;-) ): http://www.kleidungskultur-soer.de/w...stSchleime.jpg
    Waffe finde ich auch nicht so wichtig, das wäre bestimmt auch das letzte Detail.

    @Besserwisserboy:
    Absolut! Bücher müssen mit, am besten eine ganze Truhe! Und Schreibzeug. Wie gesagt: er wird auf jeden Fall ein Reisetagebuch führen.

  5. #5
    Cartefius
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    Ich hatte mich grob von einem Klischee-Marco-Polo inspirieren lassen. Da finde ich so einen Mantel mit weiten Ärmeln und Pelzbesatz eigentlich richtig gut.
    Ok, das bringt mich schonmal weiter. Weißt du, woher das Mosaik ist? Das sieht nämlich für mich aus, als stamme das nicht aus Marco Polos Zeiten, sondern aus einer Zeit mindestens 150 Jahre danach, also aus der Epoche, die ich auch im Kopf hatte.

    Grundsätzlich würde man für einen ziemlich langen Zeitraum um diesen Punkt herum die Klamotte nach einem grundsätzlich ähnlichen Prinzip aufbauen: Du bräuchtest als Unterwäsche Hemd und Unterhose (Bruche), wobei ich letzeres im Larp zugegebenermaßen oft durch moderne Unterhosen ersetze, und darüber dann als Oberbekleidung ein Wams und eine Hose. Die Formen sind da recht vielfältig, aber meist sind die Sachen relativ komplex und auf den Körper angepasst geschnitten, und oft wird die Hose auch am Wams befestigt - Solche Schamlatzhosen wie auf dem Foto halten z.B. eigentlich fast gar nicht, wenn man sie nicht am Wams festnestelt.

    Der Pelzmantel auf dem Bild sieht für mich aus wie eine Schaube, das ist ein weiter Renaissancemantel, der oft mit Pelzbesatz getragen wird. Hier wären noch ein paar Beispiele dafür:
    https://upload.wikimedia.org/wikiped...rt_Project.jpg
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schaub...berger_007.jpg

    Die von dir verlinkten Mäntel finde ich hingegen nicht so gut, weil die vom Schnitt her extrem simpel zu sein scheinen, was sich meiner Ansicht nach schnell ein bisschen mit derartiger "später" und komplexer Mode beißt.
    Hier wäre noch ein Beispiel, dieses Mal englisch, auf dem man ein komplettes Outfit sieht: Wams, Hose, Übermantel, und auch eine schöne Mütze. A propos Mütze: Da gibt es sehr viele Formen, wobei ich bei dem Marco Polo eher davon ausgehen würde, dass der entweder eine Schlauchmütze oder einen Chapeon trägt, beides sind quasi Stoffschläuche, bei denen ein Ende eingerollt oder umgeschlagen und auf den Kopf gesetzt wird. Meiner Ansicht nach wichtig ist, die Dinger aus ordentlichem Stoff, also als Faustformel Wollstoff oder für sehr edle Sachen guten Samt, zu machen, dieser grobe "Baumwollcanvas" vom Ritterladen wirkt zu derb und billig und deshalb "larpig".

    Ich wollte gerade noch ein paar Beispiele von medievaldesign posten, aber deren Seite scheint gerade unten zu sein, naja, dann halt demnächst mal. :-)

    Grundsätzlich vielleicht noch: Ich werfe jetzt einfach mal wild Sachen in den Raum, damit man mal abstecken kann, was überhaupt in Frage kommt. Vieles davon ist aber kaum als "Stangenware" einfach in Shops erhältlich, das heißt, man müsste anfertigen lassen, selbermachen, nach Alternativen suchen, improvisieren. Wie sind denn da so deine Rahmenbedingungen?

  6. #6
    Levold
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    Ich habe gerade mal etwas recherchiert: das Mosaik scheint in Genua zu existieren und aus dem 19. Jahrhundert zu stammen. Also liegst du mit deiner Einschätzung, dass diese Darstellung später entstanden ist, mehr als richtig.
    Diese Schaube gefällt mir sehr gut: https://upload.wikimedia.org/wikiped...rt_Project.jpg
    Als Kopfbedeckung gefallen mir die schlichteren Schlauchmützen besser: http://images.google.de/imgres?imgur...h=643&biw=1366
    Auf deine weiteren Links freue ich mich schon :-)
    Meine Rahmenbedingungen:
    Selber machen: ich selber eher nicht so viel. Aber für das eine oder andere kann ich bestimmt meine Frau gewinnen ;-)
    Finanziell: passt schon. Ich habe ein ganz gutes Einkommen. Versuche aber nicht desto trotz sparsam zu sein. Solange der Familienurlaub wegen LARP nicht ausfällt...

  7. #7
    oliverp
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    Die Schwertnummer mag ich gar nicht, lieber einen schönen Gehstock. Ansonsten ein immer gern gesehenes Mitspielerkonzept.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  8. #8
    Levold
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    Gehstock ist auch eine schöne Idee...
    Bei einer groben Googlesuche finde ich da aber nur sehr hässliche Dinge (zumindest für meinen Geschmack).
    Hast Du evtl. ein schönes Exemplar als Beispiel?

  9. #9
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    Mir wäre neu, dass die hübsch sein könnten

    Allerdings sei gewarnt: spezielle Knäufe gelten bei weniger klugen NSC-Ausstattungen als "Plot-Hinweis", daher würde ich ne ganz langweilige Halbrundgriffform auf nem 1m Standardkernstab aufbauen.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  10. #10
    Besserwisserboy
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    Dieser Verkäufer bei Ebay hat zumindest außergewöhnliche Gestöcke/stäbe. Habe schon zwei davon gekauft.
    http://www.ebay.de/itm/271703988564?...%3AMEBIDX%3AIT
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

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