Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Filipa
    Filipa ist offline
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    Frage Eine planlose Tränke-Händlerin...was haltet ihr davon?

    Hey Schwarm,

    ich wollte mal Meinungen von etwas "erfahreneren" Spielern haben, ich bin ein bisschen unschlüssig. Vorher mal kurz den Hintergrund zu der Frage:

    Ich habe einen neuen Charakter, eine Frau, die mit einem trinkenden, unfähigen Händler verheiratet war und ihn verließ um sich irgendwo ein besseres Leben zu suchen (die Kurzfassung ). Als sie ging nahm sie mit was ihr wertvoll schien, unteranderem ein paar Tränke und Flaschen. Sie selbst hat keine Ahnung was sie da eigentlich so mit sich rum schleppt, die Flaschen sind war etikettiert, aber sie kann nicht besonders gut lesen und einiges ist doch recht schwer verständlich beschriftet. Jetzt hat sie also die Sachen dabei, vielleicht schon das ein oder andere entziffert und steht ein bisschen planlos da, mit Worten wie "Drachentinktur" und Flaschen die im Dunkeln leuchten. Wann immer es geht versucht sie die Sachen los zu werden. Gegen Geld oder im Tausch für irgendetwas. Sie kann zwar erzählen wo das zeug herkommt, wem es ihr Mann abgekauft hat, aber was es ist oder was es bewirkt weiß sie eben nicht.

    Nun also eure Meinung, was haltet ihr davon, würdet ihr IT auf sowas eingehen oder das eher meiden? Freue mich über Verbesserungsvorschläge

  2. #2
    Section31
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    Warum sollte ich einen Trank kaufen, von dem ich nicht weiß was er bewirkt?
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  3. #3
    Filipa
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    Naja sie sind ja schon beschriftet. Mal so als Beispiel, auf einer der Flaschen ist ein Mensch abgebildet, der sich in einen Wolf verwandelt, in der Flasche sind dunkle, borstige Haare und es steht Lykanthrophium drauf. Wer sich ein bisschen damit auseinandersetzt kann das ganze schon zuordnen, nur sie kanns halt nicht.

  4. #4
    Gerwin
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    Generell....eher ungünstig bzw. allenfalls bei recht normalen bis wirkungslosen Tränken. Gerade Sachen wie Drachentinktur oder Lycablabla findest du nicht mal eben irgendwo auf der Straße, auch ein unfähiger Händler nicht. Bei einfachen Heiltränken oder Dingen ohne direkten Spieleinfluss (erregende Wirkung ?) hätte ich geringere Probleme. Ansonsten, nicht unmöglich. Sie verkauft dann halt auch gute Geschichten um die Tränke.

  5. #5
    Cartefius
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    Ich finde die Idee nicht schlecht, zumindest ist das mal was neues, und ich sehe auch eigentlich nicht, wie das im Spiel schaden könnte. Ein grundsätzliches Problem wurde ja bereits angesprochen: Die meisten Spieler werden auf dem üblichen Con keinen wirklichen Anreiz haben, bei dir zu kaufen. Tränke mit ungewisser Wirkung würde niemand trinken, der nicht total verzweifelt ist, und der Verkauf exotischer Ingredienzien ist zwar ein hübsches Ambientegimmick, scheitert aber in der Praxis daran, dass nach den emsiten Regelwerken niemand solche Ingredienzien wirklich braucht. Und wo wir gerade von Regelwerken sprechen, sollte dir auch bewusst sein, dass "Alchemie" auf vielen Regelwerkscons eine klar regulierte und oft recht kostspielige (in Erfahrungspunkten gesprochen) Angelegenheit ist. Da dürftest du z.B. keinen "Werwolftrank" herstellen, wenn dieser Effekt im Regelwerk nicht vorgesehen ist oder du die entsprechende Fähigkeit nicht auf dem Charakterbogen stehen hast. Außerdem ist es üblicherweise Voraussetzung, dass sämtliche alchemistischen Tränke auf der Veranstaltung hergestellt werden müssen, ein Mitbringen einer kompletten Kollektion wirksamer Alchemika ist also üblicherweise nicht erlaubt.

    Mein Tipp wäre deswegen, zumindest auf Regelwerkscons die Figur auf eine solide punktetechnische Basis zu stellen. Das heißt, ich würde mir einige Grundrezepte auswählen (Heiltrank und Gegengift gehen z.B. immer) und eine passende ambientige Zubereitungsdarstellung dafür, vielleicht auch noch ein paar Methoden zur Analyse. Damit hast du ein paar tatsächlich nützliche Fähigkeiten, die dich für andere Spielercharaktere interessant machen und dir erleichtern, ins Spiel zu kommen.

    Darumherum würde ich dann die restliche, "ambientige" Darstellung des Charakters aufbauen, also die Dinge, die keine besondere Punktrelevanz haben und bei denen du frei in der Umsetzung bist. Hier finde ich das Konzept einer verwirrten, unordentlichen städtischen Trankkrämerin eigentlich sehr cool, da kann man tolle Dinge umsetzen, und Sachen machen, die skurril aussehen und sich von dem üblichen Larpeinheitsbrei wohltuend absetzen.

    Meine erste Idee bei dem Thema wäre etwas, was im Stil an die Imperialen Städte bei Warhammer angelehnt ist, das ist eine Art düstere und zerlumpte Variante der deutschen Renaissance gemischt mit allerlei skurrilen abergläubischen Schnörkeln und Details.
    Hier mal ein gezeichnetes Beispiel in dieser Richtung, ich hatte eigentlich noch ein anderes im Sinn, das ich aber gerade nicht finde:

    http://images.mmosite.com/photo/2007...G111d42Y74.jpg

    Das ist natürlich betont hässlich gezeichnet, aber ein bisschen Mut zur Hässlichkeit schadet auch im Larp nicht. :-)

    Was die Tränke angeht, könnte man dann auch eine Mischung inszenieren: Sie verkauft einige wirre Zutaten und Hausmittelchen für Ambientespieler, aber auch einige wirksame (wenn auch vielleicht etwas dubios aussehende) Dinge wie Heiltränke.

  6. #6
    Dutch
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    Ein paar Denkanstöße, die aber die Funktionsfähigkeit der Ideen nicht grundsätzlich in Frage stellen. Es geht eher um eine Verschlankung oder Entschlackung des Charakter-Hintergrundes.
    Zitat Zitat von Filipa Beitrag anzeigen
    Ich habe einen neuen Charakter, eine Frau, die mit einem trinkenden, unfähigen Händler verheiratet war und ihn verließ um sich irgendwo ein besseres Leben zu suchen. Als sie ging nahm sie mit was ihr wertvoll schien, unter anderem ein paar Tränke und Flaschen.
    Es ist nur ein Detail am Rande. Aber ich persönlich finde es immer etwas zweifelhaft, wenn junge Menschen in ein neues Leben (C) starten und dazu als erstes die Menschen, die ihnen bisher Vertrauen entgegengebracht haben, hintergehen und berauben (Eltern, Ehemann/-frau, o.ä.). Das wäre für mich glaubwürdig, wenn das ganze soziale Drumherum ohnehin auf gegenseitigem Misstrauen, Mangel und Gesetzlosigkeit beruht. Das klingt mir in diesem Fall bisher nicht so.

    Zitat Zitat von Filipa Beitrag anzeigen
    Wann immer es geht versucht sie die Sachen los zu werden. Gegen Geld oder im Tausch für irgendetwas. Sie kann zwar erzählen wo das zeug herkommt, wem es ihr Mann abgekauft hat, aber was es ist oder was es bewirkt weiß sie eben nicht.
    Der zweite Punkt, den ich zweifelhaft finde: Wie kann ein unfähiger Trinker so viele verwertbare und daher gegen Geld zu vermarktende Tinkturen und Tränke in seinen Besitz bringen, dass seine untreue Ehefrau länger als eine Woche braucht, um sie loszuschlagen? Und wenn man das Geld für ein neues Leben erwirtschaften will, würde man doch sicher nicht immer nur dann einen Trank verkaufen, wenn das Geld gerade alle ist.

    Wie gesagt, sind das eher Denkanstöße, die Details aus der Gestaltung des Hintergrundes betreffen. Eigentlich sagt mir mein Bauch, dass du für einen solchen Charakter gar keinen durchdachten Hintergrund brauchst. Der Charakter ist dort, wo er gerade ist, und tut das, was er tut. Ähnlich wie z.B. ein Bettler brauchst du nur dafür zu sorgen, dass der Charakter glaubwürdig und überzeugend aussieht, und den alchemistischen Handel entsprechend schauspielerisch gestalten.

    Regelmechanische Aspekte hat Cartefius schon ins Spiel gebracht.
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  7. #7
    Naramag
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    Etwas was du immer wieder auf Cons findest, sind Alchemisten. Nimmt nicht umbedingt Tränke an sich, sondern Zutaten. Einfach ne ganze Ladung von Pulvern, getrocknete Kräuter, etc und null Ahnung, für was das gebraucht wird. Alles was dein Charakter vielleicht sagen kann, ist, wie viel dein Ex dafür verlangt hat. So kannst du die Zutaten für Heiltränke und anderes verkaufen und der Alchemist muss Nutzen und Qualität beurteilen.

    Mit meinem Charakter gehe ich bei Zutaten z.B. immer davon aus, dass man jede Zutat durch eine andere substituieren kann, sofern bestimmte Eigenschaften der Zutat identisch sind. Also selbst wenn du frei erfundene Dinge dabei hast, ich würde da immer was nützliches finden.

  8. #8
    Besserwisserboy
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    Der Charakter so wie du ihn beschrieben hast eignet sich wirklich am besten für Regelwerklose Cons bzw. Du kannst was du darstellen kannst-Cons. Da bestimmen die Spieler selber ob und wie ein Trank wirkt.
    Bei Regelwerk-Cons solltest du dich dann auch nach dem Regelwerk richten. Ansonsten könntest du den Großteil deiner Tränke auch mit völlig trivialen Wirkungen versehen (Hilft gegen Zahnweh, Mundwasser usw.).
    Ich habe auch ein wenig Ahnung was das Verkaufen von Alchemiezutaten betrifft. Allerdings war das auf einem Großcon und in sehr großem Rahmen (ca. 3000 Euro für den Ladeninhalt). Da haben wir nur seltsame Zutaten verkauft und der Laden hatte sehr viel Laufkundschaft.
    Dabei haben wir darauf geachtet auch Dinge zu verkaufen, die auch für Nicht-Magie-Spieler interessant waren. Z.B. gesegnetes Wasser der heiligen Klara, Kerzen, Das Holz eines Galgens, welches glück beim Kartenspiel verspricht...

    Alternativ könntest du auch noch mit gefälschten heiligen Reliquien handeln.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  9. #9
    Dutch
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    Zitat Zitat von Naramag Beitrag anzeigen
    Nimmt nicht umbedingt Tränke an sich, sondern Zutaten. Einfach ne ganze Ladung von Pulvern, getrocknete Kräuter, etc und null Ahnung, für was das gebraucht wird.
    Einen unversellen Freibrief für den Handel mit Ingredienzien gibt es allerdings auch nicht. Unabhängig von Regelwerken oder Spielphilosophien ist es immer möglich, dass die Orga das letzte Wort über die Verfügbarkeit von spielrelevanten alchemistischen Substanzen behalten möchte. Vorab Rücksprache halten wäre daher auch hier sinnvoll.
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