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  1. #11
    Gerwin
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    Interessant dass du nun ausgerechnet Red Sonja ansprichst. Red Sonja wird inzwischen (eigenartiger Weise ) sehr muskulös dargestellt und steht Arnie (oder einer weiblichen Bodybuilderin) oft in nichts mehr nach .

    Mal ganz davon abgesehen: LEICHT übertriebene Waffengrößen sicher. Unter leicht übertrieben verstehe ich eine Waffengröße bei der ein halbwegs informierter Laie noch sagen kann "joah....mit entsprechenden Training...passt" und nicht "oh..willkommen im Comic-Cosplay". Wir reden hier von einem vielfachen von dem was realistisch ist. Noch dazu unter der Vorgabe "30 kg schwing ich locker".

    Um nochmal auf das Thema zurückzukommen: Aus meiner Sicht willst du, liebe Frieda, mit der Optik im allgemeinen einen einschüchternden Eindruck hinterlassen. Da fügt sich dann die Riesenaxt zum schwarzen Fell. Und eine Barbarin sollte auch in gewisser Weise einschüchternd sein. Da sind wir uns alle einig. Hierfür gibt es allerdings Möglichkeiten die besser funktionieren. Zum Beispiel eine abgetragene, abgewetzte Gewandung unter welcher vielleicht Reste (!) eines Kettenhemdes hervorstehen. Sogar ein (gut gemachter) Hörnerhelm kann funktionieren. Schrumpfköpfe (natürlich aus Latex) oder einfach nur Pferdehaare am Gürtel (als Haarschopf deiner Feinde). Schwarzes "Fell" und dicke Waffe funktioniert so aber einfach nicht. Einen furchteinflössenden Barbaren darzustellen bei dem man sich auch als "vollgerüsteter" sagt "ne lieber nicht" ist nicht so einfach. Deshalb sind viele Barbaren die ich so kenne auch inzwischen davon weggegangen und haben sich in eine andere Richtung entwickelt.

    P.S.: Nur um das ganze mal einordnen zu können. Die meisten Larpbarbaren sind deutlich angezogener als der gute an dem ich gerade plane. Und selbst mir wäre "schwarzes Schulterfell" noch etwas zu wenig für den Gesamteindruck. Vielleicht sollte man sich, wenn man nun nicht gerade optisch dem "Mega-Muskel-Hauerbarbaren" entspricht, bewusst machen dass Barbaren auch und gerade als Jäger und Sammler funktionieren. Taschen, vielleicht sogar ein verstaubares, geschnürrtes Lager, eine improvisierte Zeltplane als Unterschlupf? Wenn man häufig weiterziehen will KANN das den Eindruck unterstützen.
    Geändert von Gerwin (20.08.2016 um 15:26 Uhr)

  2. #12
    Section31
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    Was heißt denn "Red Sonja wird inzwischen sehr muskulös dargestellt?"

    Ich rede von Brigitte Nielsen: http://4.bp.blogspot.com/_n1ehwTCqqp...Neilsen%29.jpg
    Die war sportlich aber nicht übertrieben muskulös.

    Und auch in den Comics wird die Figur üblich-weiblich mit großen Brüsten, schlanker Taille und breiter Hüfte dargestellt:
    http://vignette2.wikia.nocookie.net/...20160818123216
    http://comicvine.gamespot.com/red-so...e/4000-334210/
    http://comicvine.gamespot.com/red-so...o/4000-346301/
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  3. #13
    Gerwin
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    Brigitte Nielsen dürfte eine der üblichen Fehlbesetzungen sein und letztendlich den Fakt geschuldet das 1. zu dieser Zeit Kraftsport für Frauen noch eine sehr untergeordnete Rolle spielte und 2. die typische Barbarin dem geneigten Kinopublikum nicht wirklich gut zu verkaufen gewesen wäre. Mal ganz davon abgesehen, wenn du dir die Comics jetzt einmal anschaust trägt Red da (vergleichsweise) humane Waffen. Die Red die wirklich riesige Waffen trägt scheint mir eher auf vergleichsweise neue Artworks zurückzugehen und sieht dann beispielsweise so aus. Nicht mehr wirklich der Mainstream-"Männer"traum wie Comic oder Brigitte Nielsen. Nimmt man nun den Kopf der modernen Red dann ist selbst bei dieser (eigenartiger Weise) das Axtblatt zwar größer, aber gar nicht so viel. Ich warte ja noch auf bessere Bilder, aber die Axt der Threaderstellerin scheint da noch eine ganz andere Nummer zu sein.

    Kurz gesagt, es gibt immer einen Bereich über den man sicher diskutieren kann. Wo aber selbst die überzeichnete moderne Comic-Red eine eher kleinere Axt trägt sollte man sich durchaus überlegen ob man nicht im allgemeinen einen Schritt zurück geht. Ich will mich aber auch gar nicht bei der Axt zu lange "aufhalten". Bei einer gut gemachten Gewandung und einen schlüssigen Konzept kann man über sowas mal hinwegsehen (ist dann für mich eher ein "naja..war halt da..Anfängerfehler.")

    Wo so etwas aber als bewusstes Stillmittel eingesetzt wird hört für mich dann irgendwann der noch diskutable Bereich langsam auf.

    P.S.: Um das ganze mal runterzubrechen. Liebe Frieda, probier es aus. Ich würde nur vor der nächsten Anschaffung durchaus einmal hier (oder bei erfahrenen Barbarenspielern) fragen. Es gibt inzwischen viele Personen die bei derartigen Konzepten schon rein optisch sagen..."na von mir aus aber bitte...da drüben". Ich kenne reichlich Personen die viel Zeit, Geld und teilweise sogar körperlichen Schweiß in gute Barbarenkonzepte investieren. Riesenäxte trägt von denen niemand mehr. Wirklich "schlimm" ist aber nun auch wieder nicht. Ich hatte bis vor 4 Jahren ein ähnliches (wenn auch nicht ganz so großes) Exemplar. Und irgendwie hat es funktioniert
    Geändert von Gerwin (20.08.2016 um 22:50 Uhr)

  4. #14
    Section31
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    Gerwin, das von dir gepostete Bild, besser gesagt die Waffe darauf, erinnert mich eher an Skyrim als an Red Sonja.

    Apropos Skyrim... die Mädels darin taugen IMHO auch sehr gut als Vorlage für Barbarinnen.
    http://media2.giga.de/2011/10/sexy-skyrim.jpg

    Ja, das ist sexistisch, aber Barbarinnen leben IMHO vom Klischee. http://pre04.deviantart.net/4ca2/th/...ed-d57e70r.jpg spielt nunmal in derselben Liga wie Red Sonja, das gibt sich gegenseitig nichts.
    Außerdem kann jede Spielerin so weit gehen wie sie möchte - oder eben auch nicht. Es muss ja nich sowas sein: http://www.gamepur.com/files/imagepi...screen-5_1.jpg (das wirkt einfach nur schlampig).

    Es geht auch bodenständiger:
    http://www.gamersheroes.com/wp-conte...-1-932x523.jpg
    http://vignette2.wikia.nocookie.net/...20121011000311

    Man kann sich ja auch einfach nur inspirieren lassen. Das Schöne an Skyrim ist, dass es einen eigenen visuellen Stil für Rüstungen und Waffen geprägt hat, der sehr vielfältig ist und IMHO auch sehr ansprechend. Jedenfalls hätte ich nichts gegen mehr Skyrim-Cosplay im LARP einzuwenden. Das hier ist in meinen Augen absolut larp-tauglich:
    https://s-media-cache-ak0.pinimg.com...89d256d0d1.jpg (und entspricht 1:1 der Vorlage)
    http://skyrimfansite.com/wp-content/uploads/2015/02/skyrim-lydia-cosplay.gif
    http://img11.deviantart.net/db11/i/2012/188/8/8/skyrim_cosplayer_by_stormx6-d56dr0n.jpg
    http://api.ning.com/files/ERvUaX951K...720&height=480
    Geändert von Section31 (20.08.2016 um 23:08 Uhr)
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  5. #15
    Gerwin
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    Auf was bezieht du jetzt das "so weit gehen wie sie möchte". Auf die typisch-sexy Barbarendarstellung in den Red Sonja Comics? Die ist doch hier (hoffentlich) gar nicht angestrebt. Aber sicher darf die moderne Frau sich auch auf Cons halb nackt präsentieren. Sie muss nur mit der entsprechenden Reaktion rechnen. Und die ist nun einmal nicht unbedingt durchgehend positiv. Wenn ich mir jetzt als Frau Mühe geben würde ein glaubwürdiges Barbarenimage aufzubauen ...und da hüpfen dauernd Red Sonja Hupfdohlen mit übergroßen Waffen rum, ich würde wohl das Con wechseln. Und als Mann würde ich der entsprechenden Dame (völlig IT) mitteilen dass sie sich lieber etwas anziehen soll.
    Jede von dir gezeigte Frau trägt übrigens zwar evtl. übergroße Waffen, aber nicht im hier gezeigten Bereich. Und jede ist so akzeptable. Bis auf die Haare der blonden mit dem "Nordmannhelm". So ein schön gemachter Helm könnte übrigens auch der Erstellerin helfen. Ist halt nur teuer.

  6. #16
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    An den gezeigten Beispielen sieht man ganz gut das der Begriff "Barbar" nicht ganz so eindeutig ist wie es scheinen mag.
    Deswegen ist es auch für dich , Frieda, wichtig dass du für dich selbst einen kulturellen Hintergrund findest der dein Konzept rund macht.
    Konkreter:Welches Techniklevel hat dein Barbarenstamm?
    Jungsteinzeit oder Eisenzeit (um es mal ganz grob auf irgendeine realhistorische Epoche runterzubrechen).
    Wie ist das Klima dort?
    Welche Ressourcen stehen dem Stamm zur Verfügung?
    Und was kann eingehandelt werden?

    Wenn du dich eher für eine urtümliche, steinzeitliche Darstellung entscheidest, würde ich darüber nachdenken eher einen Knüppel (evt. mit Steinsplittern besetzt), eine Steinaxt oder einen Speer mit Knochen oder Steinspitze zu führen.
    Falls du eher Richtung Eisenzeit gehen willst, könntest du dein Kostüm um weitere metallische Gegenstände ergänzen und es wirkt auch glaubwürdiger wenn du rechnen, oder in Grundzügen, lesen kannst. Hiermit könntest du dir auch Vorlagen für ein urtümlicheres Design heraussuchen das die Darstellung unterstützt. Als Beispiel mal ein Dolch : für unsere Augen ziemlich ungewöhnliche Griff- und Klingenform. Die Dolchscheide ist zwar verziert, wirkt aber trotzdem archaisch. Solche Sachen würde ich mir raussuchen wenn es darum geht dem Kostüm durch Details mehr Tiefe zu geben.

    Die Skyrimvorlagen würde ich als moderne Interpretation dieser Epoche einordnen.

    Was man ganz gut an dem letzten von Section31 verlinkten Bild sehen kann, ist das es für eine Barbarendarstellung kontraproduktiv sein kann, wenn man zu viel Haut zeigt (Wenn man sich z.B. mal die Arme der zweiten Darstellerin von rechts anschaut: diese wäre wesentlich imposanter, wenn man durch ein geschicktes Kostüm entsprechend kräftige Oberarme darstellen würde).
    Was ich in den gezeigten Bildern sehr gut finde, sind die Helme mit den nach unten gerichteten Hörnern. Diese vergrößern optisch den Kopf durch ihre Linienführung. Das ist ja oft ein Problem, wenn die Schultern übermäßig betont werden, aber der Kopf vergessen wird. Und passen meiner Meinung nach hervorragend zu einer Klischeebarbarendarstellung

    Ich bin gespannt wie du dein Konzept weiterentwickeln wirst.

  7. #17
    Frieda
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    Viele gute Tipps sind bis jetzt zusammen gekommen.
    Was die Gewandung betrifft habe ich mir eine Winter- und Sommervariante (bei beiden sieht man nicht viel Haut, aber das möchte ich auch nicht) zusammengestellt. Mein Charakter hat zwar seinen Ursprung in den Bergen wo es eben auch kalt ist, aber auf Treffen/Conventions kann es auch mal über 30° werden. Ich bin dann nicht bereit in meinen Fellen herum zulaufen und minimiere sie daher auf ein minimum. Ja Fotos würden sicher einiges einfacher machen, aber die kommen erst nach dem 27.8. .
    Wie ich schon sagte die Axt bleibt.
    Was den Hintergrund meines Charakters angeht habe ich bereits einige Grundideen. Jetzt muss ich sie nur noch miteinander verbinden und aufschreiben.

  8. #18
    Section31
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    Auf was bezieht du jetzt das "so weit gehen wie sie möchte".
    Das heißt: Jede/r kann sich so anziehen wie er/sie möchte (so viel oder so wenig).
    Denn es ist, wie du (Gerwin) richtig sagst: Man kann alles tun (oder lassen), man muss nur mit den Konsequenzen leben.

    Und solange man Gleichgesinnte findet, mit denen man sein Konzept ausleben kann, ist doch auch alles okay.
    Auf eine Arborea-Con passt ein Red Sonja-Charakter super hin - auf eine hochmittelalterliche Turney eben nicht.
    Der Trick im LARP ist ja gerade, die passende Con mit den passenden Mitspielern für sich zu finden - ganz egal, was man spielen will.
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  9. #19
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    Zitat Zitat von Section31 Beitrag anzeigen
    Arborea-Con
    Details, bitte! Das sagt mir nichts und bei einer schnellen Suche fällt nichts passendes heraus.

  10. #20
    Arti
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    Das wäre das Conan-Universum.

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