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  1. #21
    Dutch
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    Sinn von Wappen und Wappenfarben ist letzlich auch, dass du und deine Männer auf dem Schlachtfeld gut zu erkennen seid. Starke Kontraste bei der Farbwahl begünstigen das.
    Schwache Kontraste können speziell bei schwachen Lichtverhältnissen (Abenddämmerung, bewölkter Himme, ...) zum schwer definierbaren Farbbrei verschwimmen.
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  2. #22
    Gabel
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    Hallo zusammen,

    So, ich habe mal an dem Wappen gearbeitet und festgestellt: Den Steinbock in Schwarz zu malen war eine Schnapsidee, der Kontrast zu meinem (eher dunklen) Braun war auf Entfernung kaum auszumachen, also habe ich ihn jetzt mal in weiß ausprobiert. So ist er zumindest gut zu erkennen, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob das taugt. Sobald ich mal an eine Kamera komme, zeige ich Euch Bilder.

    Ich habe irgendwo auch gelesen, dass Braun als Violett gilt - ist das ein Gerücht oder wisst Ihr da mehr? Irgendwie scheinen mir die Farben in der Heraldik gefährlich begrenzt.

    Außerdem habe ich ein Problem mit den Rauten: Zum Beispiel im bayerischen Wappen kommen ja Rauten in der Kombination Farbe-Metall vor. Allerdings lässt sich das nicht durchhalten, wenn man auf diesen Untergrund noch ein Tier (oder sonst ein Bild) setzt. Spielt es da einfach keine Rolle oder wie darf ich mir das vorstellen? Wie verhält es sich bei Sparren oder Balken?

    Beste Grüße, Gabel

  3. #23
    Maria
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    Weder Braun noch Violett sind klassische, heraldisch korrekte Wappenfarben (Gelb=Gold, Weiß=Silber, Rot, Grün, Blau, Schwarz). Fürs Larp ist das egal, solange man sich an die "Erkennbarkeitsregeln" hält.

    Tier auf durchgehenden Rautenteppich: Auch kein streng sauber heraldisches Wappen (Konturen des Tiers verschwimmen durch das Muster). Sparren und Balken = selbes Problem. Man kann ein Tier auf Teilungen setzen. Wenn du wirklich tiefer einsteigen willst:
    http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/home.htm

  4. #24
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    Mein Tipp wäre auch, sich an diese heraldischen Faustregeln zu halten, die Wappen sehen da häufig einfach am besten aus. Im Fall von Rauten und Tier würde ich auch das Tier nicht auf das Muster setzen, sondern den Schild teilen, so dass sich eine Fläche mit und eine ohne Muster ergibt, und das Tier auf die Fläche ohne Muster setzen.

  5. #25
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Sunrunner Beitrag anzeigen
    Braun ist heraldisch. Braun zählt nämlich als schwarz. Dementsprechend wäre es schwarz auf schwarz.
    Nun, das jetzt nicht gerade. Braun...ist eben braun, und "zählt" erstmal als nichts anderes.

    Braun, für sich, war eine zeitweise regional "gültige" heraldische Farbe im Deutschen Raum, Ähnlich wie Orange im Französischen. Man darf nicht vergessen, daß Infos über Heraldik, die man im Netz findet, vom heutigen internationalen Standards ausgehen. War aber dennoch selten, und wurde primär für Figuren (u.a. Holz, Tierfell) benutzt - wofür man in anderen Ländern eher zu den bekannteren Farben griff. (also z.B. braunes Fell eher schwarz - oder rot - darstellte). Da gab's auch ein schönes Beispiel für ein Wappen, das, auf Weiß, einen fast flächendeckenden braunen Eselskopf trug - was ich aber gerade partout nicht finden kann. Aber wenigstens hier ein braunes Huhn.

    Ich würde dennoch davon abraten, braun zu verwenden - weil dies genau diese Diskussionen heraufbeschwört (und natürlich auch wg. der Erkennbarkeit des vorgeschlagenen Wappens).
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  6. #26
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    Wobei dieses Braun dann ja auch eher als "natürliche Färbung" anzusehen ist, die es ja immer mal wieder gibt (neben Tieren auch auch bei Menschen, Körperteilen etc.), aber nicht so richtig als heraldisch eingesetzte Farbe.

  7. #27
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    Ja, klar, fast immer. Mein Punkt war eben bloß, daß ein Herold einen braunen Bären auf einem Schild eben nicht als einen schwarzen beschreiben würde, bzw. das die Fläche auf dem Wappen nicht "schwarz auf schwarz" wäre, sondern dennoch ein - heraldisch sehr fragwürdiges - braun-schwarz-Muster.

    Ich habe irgendwo auch gelesen, dass Braun als Violett gilt
    Hierzu noch: Nein. Man hat durchaus zwischen beiden Farben unterschieden, sowohl in der Heraldik als auch im mittelalterlichen Farbverständnis. Eine Besonderheit - und hier stammt dies wohl her - ist, daß es zeitweise zwei Worte namens "brûn" gab. Zum einen in der Bedeutung "braun", und was ein Wort germanischen Ursprungs ist, zum anderen in der Bedeutung "scharlach/violett", welches auf das Lateinische zurückgeht (prunum - pflaumenfarben).
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  8. #28
    Dutch
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    Zitat Zitat von Gabel Beitrag anzeigen
    Außerdem habe ich ein Problem mit den Rauten: Zum Beispiel im bayerischen Wappen kommen ja Rauten in der Kombination Farbe-Metall vor. Allerdings lässt sich das nicht durchhalten, wenn man auf diesen Untergrund noch ein Tier (oder sonst ein Bild) setzt. Spielt es da einfach keine Rolle oder wie darf ich mir das vorstellen?
    Beispiele, wie es gemacht wird:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...ppen_in_Bayern

    Im Fall der bayerischen Farben wird ein Feld oder Element des Wappens mit den weiß-blauen Rautren gefüllt. Tiere, Figuren oder andere figürliche Elemente stehen auf einem einfarbigen Hintergrund. Entweder ist der Hintergrund "Metall", dann ist das Tier/Element in Farbe, oder eben umgekehrt.

    Über das Alter der auf der Seite gezeigten Wappen habe ich keine Info. Es wird sicherlich das eine oder andere Wappen erst in der Neuzeit entworfen worden sein. Das spielt fürs Beispiel keine Rolle. Die Prinzipien, nach denen die Wappen kontrastreich und gut erkennbar gestaltet wurden, würden auch bei einem Fantasy-Wappen funktionieren.
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

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