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  1. #1
    Aare164
    Aare164 ist offline
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    Charakterkonzept: Römischer Bürger

    Hey Leute,
    seid ich denken kann fasziniert mich die Antike, vor allem die römische. Daher war für mich die Sache klar das es ein römischer Charakter fürs Larp werden sollte.Nun möchte ich (totaler Anfänger) fragen ob dieses Konzept machbar ist:

    Name:
    Gnaeus Flavius

    Herkunft: Eine relativ junge Römische Stadt am Rande des Reichs im nördlichen Raum (Helvetien, Gallien) die vorher als Militärstützpunkt diente.

    Familie:
    Vater,Mutter und kleinerer Bruder arbeiten in einer eigenen Bäckerei.

    Hintergrund: Gnaeus Flavius gehört dem Stand der Plebejer an sprich dem einfachen Volke, besitzt aber das römische Bürgerrecht welches sich sein Vater (ehemaliger "Barbar) durch abgeschlossener Dienstzeit in der Armee verdient hatte. Aufgewachsen ist er in einer ehemaligen Garnisonstadt. Schon früh kam er in Kontakt mit dem Römischen Heerwesen. Von seinem Zimmer im Dachboden beobachte er die Soldaten die auf dem nahegelegen Exerzierplatz ihre Formationen übten. Mit zunehmendem Alter stieg die Begeisterung für die Armee. Sein Vater war Allerdings völlig gegen die Entscheidung der Armee beizutreten. So arbeitete Gnaeus zusammen mit dem Rest seiner Familie in der eigenen Bäckerei. Bis zu dem Tag, als das Reich einer anderen Grossmacht südlich des grossen Meeres den Krieg erklärte. Der Krieg verschlang viel Geld und vor allem viele Menschenleben schnell wurden junge Männer aus dem gesamtem Reich zwangsrekrutiert. Einer dieser zwangsrekrutierten war Gnaeus Flavius. Wegen seines einfachen Standes wurde er als Velites eingesetzt (einfache Plänkler)

    Charakter: Patriot, Impulsiv, Ehrlich, Tapfer

    Aussehen:
    Zivil,einfache Tunika mit Gürtel an dem einige Taschen sitzen, typische römische schuhe.
    Kampf,typisches aussehen eines Velites aus der Zeit der Römischen Republik sprich, einfache Tunika mit Gürtel Römische Sandalen,Messing/Bronze Helm auf dem ein Fuchsfell befestigt ist. Bewaffnung eine Kurzschwert mit kleinem runden Schild evt Wurfspeere oder Sack mit Steinen (Hauptsache etwas was man werfen kann )

    So nun interessieren mich eure Meinungen, Anregungen und Kritiken
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    Geändert von Aare164 (07.02.2017 um 20:45 Uhr)

  2. #2
    Gerwin
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    Kann man machen. So wie auf dem Bild sogar ziemlich gut. Das wäre dann allerdings im Larp (de facto) ein Barbar. Ein paar Dinge gebe ich allerdings zu bedenken.

    1. Nur Tunika wirkt oft ungewohnt beim tragen (eben wie ein Kleid ) UND kann je nach Congegend durch die unbedeckten Beine problematisch werden (Stichwort: "Wald"). Äste, Brenneseln oder ähnliches gegen blanke Beine tut weh. An die "nur Tunika Optik" kann man sich aber beim tragen gewöhnen, so etwas ist auch recht verbreitet.

    2. Der Chara auf dem Bild wirkt auch durch sein körperliches auftreten ziemlich "hart". Diese Präsenz müsste man erst einmal mitbringen. Ohne Präsenz ist ein derartiger Chara zwar spielbar, aber deutlich weniger cool.

    3. In den wenigsten Spielgebieten gibt es das römische Reich oder Gallien. Wir machen halt kein Reenactment.

    Wenn ich du wäre würde ich mich ENTWEDER einer bestehenden Legionärsgruppe anschließen (beste Möglichkeit da hier auch direkte Hilfe besteht) ODER einen fantasytauglichen Charakter draus machen. Also etwas entfernt vom römischen Vorbild. Und dir muss klar sein dass Herr Mytholonrytter oder Mr. White Knight dich, auf Grund fehlender/unterlegener Rüstung vom Platz prügelt.

    Gruß


    Gerwin

  3. #3
    Aare164
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    Hey danke für die Antwort,
    War schon paar mal nur mit einer Tunika unterwegs (diverse Römerfest) und hatte bisher noch grösseren Probleme damit :P
    Das Bild sollte einfach ein Beispiel sein, von der Bekleidung
    Eine Gruppe zu finden wird sehr schwierig da ich in der Schweiz lebe und mir keine Gruppe bekannt ist welche in diese Richtung spielt.
    Werde mich mal an die Arbeit machen und den Charakter möglichst Fantasy tauglich zu machen

  4. #4
    Kelmon
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    Es gibt ein paar römische bzw. pseudorömische Gruppen im LARP, speziell auf die Großcons in Deutschland zentriert (mir bekannt: Auf dem Drachenfest die Legion im Goldenen Lager, dazu - zumindest vor einigen Jahren noch - einige "Pseudorömer" im grauen Lager, dazu gibt es noch auf dem Epic Empires das Antikenlager). Diese Veranstalten mWn auch hin und wieder Cons, die in der Antike spielen, ebenso vermute ich, daß da sicher auch einige Spieler aus Süddeutschland oder sogar der Schweiz unterwegs sind.

    Ob man den Charakter notwendigerweise "fantasytauglich" macht hängt sehr mit der zukünftigen Conauswahl und dem gewünschten Spielerlebis zusammen. Wenn man in einem dediziert antiken Umfeld spielt (da dürfte es über das Jahr hinweg gerade am Anfang vermutlich noch genug Veranstaltungen geben), kann man sich völlig historisch orientieren. Dazu auch, wenn man eben keine Probleme damit hat, daß man sich am üblichen Con-Ausrüstungsstandard gemessen eben nicht lange im Kampf behaupten werden kann - im Schnitt.
    Wenn Dir natürlich das rein historische nicht allzu viel bedeutet, kann es nicht schaden, hier darauf zu schauen, daß Du möglichst viele verschiedene Cons besuchen kannst. Das erste LARP-Konzept ist sinnvollerweise eines, das breit einsetzbar ist, denn "spezialisieren" kann man sich natürlich immer noch.

    Nebenbei: "Sunrunner" hier im Forum überlegt sich ja gerade auch einen pseudo-antiken Hintergrund. s. hier. Vielleicht kann man sich hier zusammentun?

    Zu guter Letzt noch: Den Sack mit Steinen als Waffe. Ist vermutlich keine allzu gute Idee. Ich glaube viele LARPer haben irgendwie eine Abneigung gegen "kleine" Wurfwaffen - es wird oft als "billiger" Treffer empfunden, weil's eben sehr einfach ist, andere in hoher Frequenz mit gelatexten Schaumstoffklumpen zu treffen. Gerade in Punktregelwerken, wo sowas dann meist genausoviel Schaden verursacht wie ein Schwerttreffer denken sich sicher nicht wenige "unfair!". Hier hätten Wurfspeere schlicht und ergreifend mehr Stil. Oder - wahlweise - arbeitest Du mit einer Schleuder. (Was aber durchaus Übung erfordert, und nochmal ganz anderer Probleme hat).
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  5. #5
    Tee
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    Die Leute die die Arena/Sebastianum letztes Jahr auf dem EE bespielt haben waren soweit ich weiß größtenteils aus der Schweiz (die sind dieses Jahr zwar nicht da weil anderweitig verplant aber die findet man sicher irgendwie)

  6. #6
    Gerwin
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    Mal ganz dumm zum Thema "Schleuder":

    würde ich gerade am Anfang lassen. Entweder du kannst es nicht (bisher fast jeder Larper den ich mit so etwas gesehen habe, hier sind reale OT Fähigkeiten von Nöten) und es sieht dadurch lächerlich aus (bzw der "Stein" fliegt irgendwohin, wo du ihn nicht unbedingt haben willst).

    Oder du kannst es. Kannst du es aber werden sich sicher diverse Personen darüber aufregen, mit wieviel Kraft die "Wurfsteine" dann doch noch ankommen. Zuggewichtsbeschränkungen für Bogen und Armbrust gibt es ja nicht weil wir sie sonst nicht spannen könnten, sondern um unsere Gegner vor einer (angenommenen () Gefahr zu schützen. Und zumindest die (wenigen) Larper welche die OT Fertigkeit Schleuder mitbrachten haben bisher in meinen Bekanntenkreis da durchaus Geschwindigkeiten erzielt, welche ein Larppfeil oder ein einfach geworfener Kunststoffstein nicht erreicht.

    Aus meiner Sicht kein Sicherheitsproblem. Aber das kann man durchaus, auch durch die kreisende Schleuder, anders sehen.

  7. #7
    Kelmon
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    Da hat Gerwin recht, und führt auch gut aus, was ich als "noch ganz andere Probleme" erwähnte. Diese Diskussion über "Schleuder, ob und wie?" hatte ich schonmal in einem LARP-Forum, und lief ohne richtige Lösung irgendwann ins Leere.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  8. #8
    Andras der Namenlose
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    Zur Schleuder: Ich kenne einen, der nimmt als Munition Marshmellows. Die mir ebenfalls bekannten Opfer der Treffer haben diese immer gerne ausgespielt (und die Geschosse oft verzehrt ).
    Die Treffer sind zwar nicht wirklich zu merken. Aber dem ersten Gefecht hat sich das rumgesprochen und es wurde darauf geachtet, ob irgendwo einer mit Schleuder rumläuft, auf dessen Treffer mann achten sollte.
    Der Spieler war auf jeden Fall mit dem Erfolg seiner Treffer sehr zufrieden. Die wurde bei Ihm besser ausgespielt als bei durchaus spürbaren Treffen mit Pfeilen oder Bolzen.

  9. #9
    Chevalier
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    Zitat Zitat von Andras der Namenlose Beitrag anzeigen
    Zur Schleuder: Ich kenne einen, der nimmt als Munition Marshmellows. Die mir ebenfalls bekannten Opfer der Treffer haben diese immer gerne ausgespielt (und die Geschosse oft verzehrt ).
    Die Treffer sind zwar nicht wirklich zu merken. Aber dem ersten Gefecht hat sich das rumgesprochen und es wurde darauf geachtet, ob irgendwo einer mit Schleuder rumläuft, auf dessen Treffer mann achten sollte.
    Der Spieler war auf jeden Fall mit dem Erfolg seiner Treffer sehr zufrieden. Die wurde bei Ihm besser ausgespielt als bei durchaus spürbaren Treffen mit Pfeilen oder Bolzen.
    Muss sagen das finde ich eine innovative Methode um nicht nur Aufmerksamkeit zu erzeugen, sondern auch gleichzeitig eine positive Verbindung zu schaffen. Gleichzeitig dürften tatsächlich Marshmallows eine passende Konsistenz haben, um noch vernünftig zu fliegen. Und sollte mal einer verloren gehen wird er bei Wind und Wetter spurlos verschwinden und nicht auf ewig unverrottet im Wald rumliegen. Muss man nur aufpassen, dass es nicht zu "lustig" wird, dass es in Slapstick umschlägt.
    ...

    Bardengauer Fest, 14.-16.10.2016 (Chevalier Victor Henri de Nemour)
    Der Spalt unter der Tür (Cthulhu-Horror), 18.-20.11.2016 (Wilhelm Friedrich Richter, Reiseautor)

  10. #10
    Gerwin
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    Das Problem sind nicht (unbedingt) die Geschosse sondern die Schleuder selbst. Nur zur Erklärung. Wir reden hier nicht von dem was man meist unter Steinschleuder versteht (sogenannte Zwille) sondern von der antiken Schleuder. Das Ding wirkt über schnelle Bewegungen. So eine Schleuder abzubekommen (insbesondere da sich ein Großteil der Bewegung auf Kopfhöhe abspielen kann) ist vom Schmerz wohl nicht mehr vergleichbar mit dem üblichen Kopftreffer. Sicher, in einer Larpumgebung in der Kämpfer aus OT-geübten Waffenveteranen bestehen und nicht beim normalen Kopftreffer die "Mimimikarte" gezogen wird geht das alles. In der "üblichen Larpumgebung" eben eher schwierig. Auch wenn das Konzept extrem reizvoll ist. Nicht zuletzt weil es sich auf Grund der einfachen Darstellung (mal abgesehen von der Schleuder) gerade für Anfänger eignet.

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