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  1. #41
    Kelmon
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    @Tine: "Form follows function" kann ich leider nicht so ganz unterschreiben, denn sowas wie "Mode" existierte historisch, und kann (und wird) genauso in einer Fantasy-Welt existieren. Weder der "Prallbeutel" des Landsknechts, noch die Fledermausärmel eines Bliauts, noch die Kannelierungen später Plattenrüstungen sind praktisch - sondern einfach unnütze Zier.

    Die Frage ist natürlich, wo reine Zier aufhört, und wo das gewünschte Kleidungsstück den Träger bei seinen typischen Tätigkeiten behindert. Das ist in den Beispielen beim Landsknecht, bei der Adeligen oder dem Ritter eben nicht der Fall.

    Elfen sehe ich hier zusätzlich aber noch als einen besonderen Fall: Der für mich ideale Elf sollte natürlich in mehreren Lagen bodenlanger Brokatkleidung geschwind und unbehindert durch den Wald laufen können, und am Ende komplett unbeschmutzt und ohne Pflanzenreste dastehen. Das scheitert natürlich an der Spiel(er)realität. Eine gewisse Menge an pragmatischem Denken sollte also schon in die Bekleidungswahl einfließen: Für einen Waldelf also wohl eine, die nicht über Gebühr die Beweglichkeit des Spieler einschränkt, und diesen idealerweise von den kleinen Wehwehchen bewahrt, die man sich im Wald so zuziehen kann. Also wohl einen Großteil des Körpers mit irgendeinem halbwegs strapazierfähigen Material bedecken.

    Dies aber auf eine Weise zu tun, die den eigenen Körper hervorhebt: Das fände ich nicht albern...sondern durchaus mit Elf-sein vereinbar. "Mode" im Rahmen des Möglichen finde ich also tatsächlich eher wünschenswert als fehl am Platze.
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  2. #42
    Gerwin
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    Der für mich ideale Elf sollte natürlich in mehreren Lagen bodenlanger Brokatkleidung geschwind und unbehindert durch den Wald laufen können, und am Ende komplett unbeschmutzt und ohne Pflanzenreste dastehen
    Und genau darüber kann man jetzt sehr lange diskutieren. Ich frage mich immer noch warum ein Elf (also ein Wesen mit relativ guten Ressourcenzugriff und ausgeprägten Handwerk) nicht einfach auch (!) eine Kleidungsauswahl mitführt die dem Ort angemessen ist. Schwebende Elfen wären mir auch nicht bekannt.
    Dieses "ich lauf im Kleidchen durch den Wald" hat mich aber schon im Pen and Paper immer gestört. Für mich ist das (gerade im Larp) eigentlich immer eher ein Ding von Spielerinnen die nicht aus ihrer OT-Haut können (es ist zwar Larp, aber gerade jetzt muss ich niedlich aussehen) und weniger ein "Elfen müssen halt so sein".

    P.S.: auch praktische Kleidung kann ja an Elfen angepasst werden. Da spricht nichts gegen. Wobei eine Lederhose jetzt (obwohl tatsächlich in Artworks verwendet) für mich eher zu den weniger elfischen Stücken gehört. Ebenso ein Korsett. Gibt ja nichts zum schnüren bei Frau Elf.
    Geändert von Gerwin (24.04.2017 um 07:41 Uhr)

  3. #43
    Kelmon
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    @Gerwin: Das kommt wohl zum guten Teil darauf an, wo man seine Elfen ansiedelt. Also von Tolkiens "Übermenschlichen Wesen" bis hin zu DSA-"Ureinwohner/Indianer mit spitzen Ohren". Das ist, wie gesagt, eine persönliche Ansicht, aber ich mag diesen Nimbus des "Besserseins", der ja auch in zahlreichen Elfen-Vorlagen enthalten ist. Das EE-Elfenlager bringt das mMn auch prima rüber - was dann von vielen Spielern auch dadurch unterstützt wird, in deren Gegenwart noch mal dreckiger, rüpelhafter und vielleicht sogar dümmer rüberzukommen, um deren Darstellung dadurch zu erheben.

    In der Vorlage zählt da für mich z.B. dazu, daß Legolas der Physik trotzt und anders nicht im Schnee einsinkt. Oder daß DSA-Waldelfen einen regeltechnischen Zauber haben, um sich im Eilschritt auch durch dichten Wald zu bewegen, ohne daß sie über eine Wurzel fallen oder Dornen ihnen die Beine zerkratzen.

    Das ist eben so eine Sache, wo auch ich (zumindest in der Theorie) Fantasy-Realität zugunsten der "Rule of Cool" zurückstehen lassen kann: Wer's als Spieler rüberbringt, ein solches Wesen überzeugend in ungeeigneter Kleidung zu spielen: Gerne. Ansonsten, ja, sehe ich es natürlich auch als sinnvoll an, eine entsprechende Reise-/Abenteuerkleidung zu tragen und das luftige und gigantische Brokatkleid für die Zeit in weniger unwegsamem Gelände aufzusparen.
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  4. #44
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    An dem Punkt könnte man ja auch anfangen über Magierroben zu diskutieren. Ein langer Rock bleibt ein langer Rock, egal ob er von einer Elfe oder einem Magier getragen wird und beide müssen sich je nachdem schon mal in unwegsamem Gelände bewegen.

    Persönlich möchte ich nach meinen eigenen Erfahrungen NICHT mit einem Rock durch den Wald kämpfen - bin bisher schon genug auf die Nase geflogen auch in Hosen und Stiefeln (gerade im Moment prangt da ein hübscher Bluterguss an meinem Knie - Wurzeln können verflixt hart sein). Mein Charakter hat daher drei Gewandungen: Waldtauglich in Winter- und Sommerausführung und ein Kleid für Feiern.
    Das heißt aber nicht, daß meine Geländeklamotten nicht auch weiblich aussehen können wenn man Wert darauf legt - robuste Stoffe gibt es auch in schönen Farben, eine Tunika kann mit Gürtel "auf Taille" kommen, Flechtfrisuren, die die Haare aus dem Gesicht halten, sind was Tolles... usw.

    Mein Projekt für nächsten Herbst/Winter werden Klamotten für eine Grenzwächterin eines Menschenvolkes, das mit Elben verbündet ist, von deren Kultur auch einiges in die Kultur der Menschen eingeflossen ist. Das heißt, durchaus ein paar Dekoelemente der Elben aufgreifen - aber in erster Linie müssen die Sachen praktisch sein, robust, gegen Brombeerranken (daher meine Idee, auch Leder einzusetzen) und schlechtes Wetter schützen. Ich freu mich drauf, das irgendwie hinzukriegen, ohne dabei wie ein unförmiger Wollball auszusehen

  5. #45
    Cartefius
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    Das ist einfach ein unglaublich komplexes Thema, das viel mit persönlichem Geschmack zu tun hat, bei dem sich aber auch oft im Laufe der Jahre die Sichtweisen ändern.

    Bei mir war bei dem konkreten Elfencharakter aber auch einer der ersten Eindrücke, dass ich es für sinnvoll halten würde, wenn die Ausstattung in eine etwas klarere Richtung ginge. Auch bei gängigen Fantasy-Elfendarstellungen gibt es ja in der Kleidung durchaus Abstufungen zwischen "praktisch" und "schön", und die Elfenkönigin auf dem Tanzball im Mondlicht trägt keine Schwerter und Lederpanzer, ebenso wie die Grenzwächterin die im Dickicht Orks ausspäht das mit einer hauchzarten Seidenschleppe am Kleid tut. Als Spielercharakter kann man natürlich beides machen, aber eben nicht gut gleichzeitig, und gerade bei eher praktisch orientierten Elfencharakteren wie Kriegern oder Jägern finde ist es eine große Herausforderung, dass die Sachen tauglich, aber gleichzeitig ästhetisch und elegant wirken.

  6. #46
    Gerwin
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    Das heißt aber nicht, daß meine Geländeklamotten nicht auch weiblich aussehen können wenn man Wert darauf legt - robuste Stoffe gibt es auch in schönen Farben, eine Tunika kann mit Gürtel "auf Taille" kommen, Flechtfrisuren, die die Haare aus dem Gesicht halten, sind was Tolles... usw.
    Doch, genau dass heißt es. Warum sollte ein Mann keinen Gürtel oder "schöne Farben" tragen. Dürfen Männer jetzt nur noch schwarz tragen um Frauen den "schönen Eindruck " zu ermöglichen? Mir würde tatsächlich keine geländetaugliche Frauenkleidung einfallen. Allenfalls noch eine mittelalterlicher Minirock. Aber wer trägt denn bitte sowas?

    Als Spielercharakter kann man natürlich beides machen, aber eben nicht gut gleichzeitig, und gerade bei eher praktisch orientierten Elfencharakteren wie Kriegern oder Jägern finde ist es eine große Herausforderung, dass die Sachen tauglich, aber gleichzeitig ästhetisch und elegant wirken.
    Ich möchte hier nur einmal anmerken dass Ästhetik (anders als Eleganz) ein absolut offener Begriff ist . Da versteht jeder was anderes drunter.

  7. #47
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Doch, genau dass heißt es. Warum sollte ein Mann keinen Gürtel oder "schöne Farben" tragen. Dürfen Männer jetzt nur noch schwarz tragen um Frauen den "schönen Eindruck " zu ermöglichen? Mir würde tatsächlich keine geländetaugliche Frauenkleidung einfallen. Allenfalls noch eine mittelalterlicher Minirock. Aber wer trägt denn bitte sowas?
    Okay, hab ich vielleicht ein bißchen blöd formuliert... klar dürfen Männer Gürtel und "schöne Farben" tragen und haben das ja auch über die Jahrhunderte ausgiebig getan. Langweiliger anthrazitfarbener Anzug mit Hemd und Krawatte sind ja relativ neue Erfindungen (leider, ich finde diese Einheitsuniform fürchterlich deprimierend zum angucken).

    Vielleicht hätte ich es so schreiben sollen: Geländetaugliche Kleidung muss egal für wen nicht notgedrungen sch... aussehen; wobei im Zweifel Funktion über Form gehen sollte. Was Frauenkleidung angeht - wenn du strikt historisch bleiben willst, jupp. Langer Rock ist einfach Mist wenn Unterholz ins Spiel kommt. Den Minirock kannst du übrigens auch vergessen - mich kriegen keine zehn Pferde mit nackten Beinen in ein Gelände, in dem es Brombeerranken, Brennnesseln, Zecken und ähnlich unerfreuliche Dinge gibt.
    Unhistorisch hab ich als Frau, die einen geländetauglichen Charakter spielen will, ja dann doch mehr Möglichkeiten.

    Bei Aryas Gewandung würde ich den Mantel/das Kleid tatsächlich nur auf "sicherem" Gelände tragen - der Stoff sieht mir aus, als wäre er nicht super-robust und würde zu leicht reißen, wenn er irgendwo hängenbleibt und es wär einfach schade drum. Dann lieber den "für gut" nutzen und noch etwas Robusteres quasi als "Arbeitskleidung" dazu und das dann auch kürzer. Ich finde Tauriels Klamotten auch absolut klasse und ihr Mantel geht glaube ich bis maximal knapp unterhalb vom Knie.

  8. #48
    Calenlyra
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    Nichts spricht gegen einen Kleiderschrank mit Gewandungen für jedes Gelände, Wetter und Gelegenheit. Naja, außer: wenig Geld verbunden mit null Geschick zum Nähen.

    Für einen Anfängercharakter wärst du mit dieser Gewandung in unserer Gruppe auf jeden Fall schon durch den Check - aber als Tipp: was bei unserer Elbengruppe noch vor der Uniformität zählt, ist Individualität. Will heißen, ähnlich wie ein Mensch wird die Elbe etwas ausdrücken wollen mit der Wahl ihrer Kleidung - was kann das bei dir sein? Verbundenheit zu deiner Sippe, deinem Haus? Ausdruck deiner Spiritualität? Insignien deiner Magie? Affinität zu einem Element der Natur? Oder zur Kunst, Muse? Dieser "persönliche Schlag" fehlt hier noch, aber beim ersten Contag des Charakters ist der auch noch nicht unbedingt notwendig. Viele Dinge entwickeln sich im Spiel und sind um so glaubhafter, so sie denn eine Geschichte haben. Und vor allem: das geilste Gewand ist schal und schäbig, wenn das Spiel nicht dazu passt. Also nicht nur "Form follows Function", sondern "Clothing follows Characterplay".
    Calenlyra o nan-eldúne silmeié

    http://www.sternendaemmertal.de

  9. #49
    Arya
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    Grünschnabel

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    So ihr Lieben. Mein Kostüm ist komplett. Falls es überhaupt noch jemanden interessiert (ist ja wirklich schon lage her), anbei Bilder von meinem Überarbeiteten Kostüm
    Ich war damit bis jetzt auf zwei Mittelaltermärkten, und überall gab es um mich herum immer wieder ein Raunen mit der Kernaussage "...eine Elfe! :-O"
    Ich wurde also erkannt :P

    Liebe Grüße!

    PS: Bitte keine bösen Kommentare über das Halten des Bogens, Schießen des Pfeils etc - als die Fotos gemacht wurden, hatte ich den Metstand schon einige Male besucht

    IMG-20170617-WA0045.jpg
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    Geändert von Arya (28.06.2017 um 08:06 Uhr)

  10. #50
    Gerwin
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    Immer noch wenig elfisch um ehrlich zu sein. Sicher funktioniert das. Auf einen "Mittelaltermarkt" genügen spitze Ohren um als Elfe durchzugehen.

    Zumindest das Korsett finde ich nicht gut bei einer Elfe, der weit sitzende Gürtel scheint mir die Formen noch dazu ungünstig zu betonen.
    Geändert von Gerwin (28.06.2017 um 10:55 Uhr)

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