Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Lotta Hinkbendotta
    Lotta Hinkbendotta ist offline
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    Neuling braucht Hilfe für Charakter

    Hallo ihr alle,

    ich bin auch ganz neu im Larp und war erst auf einer Taverne. Am kommenden Wochenende folgt die nächste und deswegen würde ich jetzt gerne meinen Charakter etwas weiterbilden, aber ich bin - wie soll man sagen - irgendwie zu schüchtern was draus zu machen. ich denke immer, dass eine bestimmte idee für einen neuling zu hochgreifend wäre - wisst ihr wie ich meine? ;-)
    also ich will nicht, dass die alten hasen dann darüber lachen und sagen "typisch neuling"... es fällt mir hald schwer, zu meiner geschichte zu stehen, wenn ich nicht einschätzen kann, ob sie gut oder okay ist, oder nicht... ich glaube es ist schwer euch klarzumachen, wie ich das meine.

    deswegen würde ich euch hier kurz eine geschichte schreiben und würde mich freuen, wenn ihr mir tips geben könntet und mir sagen könntet, ob das okay ist.
    Mir haben viele Leute dazu geraten seinen Charakter auch anhand seiner OT-Chara-eigenschaften zu orientieren, weil man das besser spielen kann...


    Ich habe mir überlegt dass ich (wie so viele *g*) aus dem Norden komme. Ich bin OT Halbschwedin, bin 2-sprachig und in 2 Ländern aufgewachsen und ich stelle es mir so schön vor, IT von Landschaften, Festen, Liedern, traditionen, Speisen etc. erzählen zu können, weil sich ja auch wirklich viele dafür interessieren. Ich habe viel Kram wie Bernsteine, Feuersteine und Strandgut, das ich "als Beweiß" und vielleicht zum handeln und tauschen bei mir tragen könnte. Aus irgendeinem Grund hat es mich dann richtung Süden verschlagen - eine Idee war, dass ich gefangen genommen wurde und als Sklavin verkauft werden sollte und entkommen konnte, aber das klingt für mich irgendwie zu fantastisch - da habe ich schon angst fehler zu machen...
    ich weiß nicht, ob ich da überhaupt was sagen soll, wieso ich jetzt im süden bin, aber für mich wäre es logisch, weil es muss ja einen grund geben...

    und für die zukunft des charakters: ich fände es schön zu handeln und die leute mit kleinen geschichten zu unterhalten, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass ich mal in die lehre bei einer heilerin gehen würde... ich denke das entwickelt sich dann auch irgendwie... oder was meint ihr dazu?

    Vielen Dank schonmal und liebe Grüße,
    Lotta :-)

  2. #2
    Francis
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    hej Lotta

    also ich fidn die Idee einer schwedisch angehauchten Abenteurerin gut. Der Begriff Abenteurererin steht hier bewusst,denn das ist jemand der von irgendwoher aufbricht um sein Glück zu machen in der Fremde.

    Das mit der Sklavin würd ich lassen, eher: du hast geheiratet,dein Ehemann wurde zum Säufer,du hast ihn als er schlief ans bett gefesselt udn bist auf und davon gelaufen. Stimmiger,knapp,passt.

    gruss

    der Francis
    auch ein Schweden-Fan
    Booya!

  3. #3
    Lotta Hinkbendotta
    Lotta Hinkbendotta ist offline
    Grünschnabel

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    hej hej,

    tack ska du har!
    vielen Dank!

    Die Idee finde ich wirklich reizend!
    Das mit den Sklavenhändlern finde ich ja auch nicht so gut, aber wenn man neu ist, dann weiß man ja nicht, was so alles möglich ist
    Ich bin wirklich froh, dass ich das gepostet habe, wenn noch so gute Ideen kommen!

    Aber ich habe noch eine Frage:
    Was macht denn ein Abenteurer so? Jetzt bin zwar im Süden gelandet, aber welche Aufgaben gibte es für mich?

  4. #4
    Cartefius
    Cartefius ist offline
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    Hallo Lotta,

    sich einen kulturellen Hintergrund für den Charakter zu überlegen ist immer eine gute Sache, und im weitesten Sinne "nordische" Charaktere gibt es im Larp druchaus häufig, so dass du recht leicht an eine Gruppe oder an Tipps zur Darstellung kommen solltest. Auch die Zweisprachlichkeit lässt sich sicherlich gut einbauen: Zwar gibt es auf der Larp-Fantasylandkarte natürlich kein "Schweden", aber es macht ja Sinn wenn es diverse nordische Dialekte gibt die sich auch an realen skandinavischen Sprachen orientieren. Ich habe gute Erfahrung im Spiel mit dem Sprechen von Akzenten und Dialekten gemacht, also bestimmte Betonungen überspitzt herauszugreifen oder Lehnwörter, Redensarten und Ausrufe einer anderen Sprache einzustreuen, das gibt dem Charakter Farbe und hilft einem als Spieler, in Rolle zu bleiben und nicht fließend zwischen Spiel und OT hinund herzuwechseln.

    Ich stelle es mir so schön vor, IT von Landschaften, Festen, Liedern, traditionen, Speisen etc. erzählen zu können, weil sich ja auch wirklich viele dafür interessieren.
    Solcher Hintergrund ist durchaus eine Bereicherung, allerdings würde ich die Rolle nicht zu stark nur auf das Erzählen auslegen. Schließlich wollen die meisten Leute im Larp ja etwas machen, und sich nicht nur Geschichten anhören. Besser sind da Dinge, die zu Interaktion führen, also zu Situationen in denen du andere Spieler miteinbeziehst und beide Parteien mitwirken können. Der von dir angesprochene Handel ist da eine gute Sache, es kann aber auch je nach Verfügbarkeit von Spielgeld und Lust der Spieler vorkommen, dass keiner etwas kaufen will. In eine ähnliche richtung geht ein Handwerk, also wenn du z.B. Halsketten anfertigst und IT verkaufst, wichtig ist hier, dass du genug eigene Arbeit investierst um in Pausen beschäftigt zu sein, dass Endergebnis aber nicht so wertvoll ist dass es keiner kaufen kann.
    Andere Möglichkeiten für solche kleinen Spielansätze wären zum Beispiel Aufgaben, die du für Leute hast (z.B. indem du dir einen Schreiber suchst, dem du einen Brief nach Hause diktieren kannst), Dinge die du suchst oder wissen möchtest (du bist auf der Suche nach einer unbekannten Religion, einem seltenen Tier oder du hast eine Wette verloren und hast geschworen, nicht eher heimzukehren bis du alle Schnäpse der Welt probiert hast) oder ein Beruf, den du gerne erlernen willst (die Sache mit der Heilerin hast du ja kurz angesprochen).

    Die Geschichte mit der Sklaverei würde ich allerdings nicht unbedingt als Selbstzweck einbauen, nur um die Geschichte interessanter zu machen, das ist schon ziemlich abgedroschen. Wenn, dann sollte eine Geschichte dazu dienen, den Charakter in einem sehr wichtigen Punkt zu charakterisieren, so wäre es zum Beispiel möglich, dass ein Charakter mit so einem Hintergrund besonders furchtsam und schreckhaft reagiert, oder im Gegenzug zum glühenden Kämpfer gegen Sklaverei, Frondienst und Gefangenschaft wird.

  5. #5
    luthien368
    luthien368 ist offline
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    Hallo Lotta und willkommen beim LARP!

    Zitat Zitat von Francis
    Das mit der Sklavin würd ich lassen, eher: du hast geheiratet,dein Ehemann wurde zum Säufer,du hast ihn als er schlief ans bett gefesselt udn bist auf und davon gelaufen. Stimmiger,knapp,passt.
    Von Regen in die traufe . Ich würd auch den versoffenen Ehemann weg lassen (wie alt bist du denn? ). Warum können die Leute nicht aus spaß am Reisen reisen??? Muss es sie denn immer aus ihrer Heimat rausreißen oder-ekeln?

    Wenn du genügend Geschichten auf Lager hättest, wäre eine Geschichtenerzählerin natürlich toll, allerdings gehört da ein bißchen Mut hinzu. Schüchternen empfehle ich ja gerne den Lehrling - man darf hier unsicher sein, hat eine großartige Möglichkeit, Menschen an zu sprechen (darf ich euch zuschauen, könnt ihr mir was beibringen, darf ich euch etwas fragen, ...). Hierfir würd natürlich eine "handwerkliche" Profession benötigt, die möglichst auf jedem Con wenigstens einmal vertreten ist. "Abenteurer" ist da etwas zu weit gegriffen .

    Wenn du ansonstenkleine Dinge basteln kannst (zB. Schmuck aus Muscheln, nette Schnitzereien auf Treibgut etc. wäre es schon einfacher, das Zeug unter's Volk zu bekommen. Nur ist das dann eher ein Nebenverdienst.

    Ein "Mädchen für alles" wäre noch gut, jemand, der wirklich aus Freude am Neuen auf die wanderschaft gegangen ist und nunversucht, sich mit Gelegenheitsarbeiten durch zu schlagen. In einer Taverne kann man gut damit anfangen - frage einfach die Leute, ob sie etwas trinken wollen und bring es ihnen. So kommt man in's Gespräch (natürlich darfst du nicht wie eine normale Schankmaid wirken ) und lernst Leute kennen. Ansonsten Hilfsbereit sein (Waffen nachtragen, Mantel halten etc) und schon ist man dabei.

    Gruß Annika


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  6. #6
    Lotta Hinkbendotta
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    Ja, ich fühle mich wirklich noch zu jung für den versoffenen Ehemann

    ich gehe auch gerne aus wanderslust auf wanderschaft - das ist eine gute Idee- meine ursprüngliche Idee war auch nicht, einfach nur Geschichten zu erzählen, ich dachte nur meine Rolle würde glaubwürdiger, wenn ich sie gut erzählen kann, falls ich danach gefragt würde.
    aber vielen Dank für eure vielen Antworten, Ideen, und Anregungen. Ich habe wirklich ein paar gute Dinge gelesen, die ich einbauen werde...

    LG Lotta

  7. #7
    Dennis
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    Gerade für so ein Konzept wie deines braucht es wirklich keinen fantastischen, tragischen, aufwändigen, besonderen (beliebig weiter ausbauen) Hintergrund.
    Es ist völlig okay, einfach auf Reisen zu sein, Verwandte zu besuchen, ein bisschen von der Welt sehen zu wollen oder sonstige Dinge, die normale Leute auch OT in andere Länder bringen können. Nur weil der Hintergrund fantastisch (im Sinne von Fantasy) ist, muss es dein Charakter nicht sein.

    Gruß
    Dennis
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    ~zurück aus den larplosen Landen~

  8. #8
    Hana
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    Ich persönlich finde "Tradition" als Reisegrund auch ganz hübsch, z.B. "Das zweitälteste Kind aus jedem Haus (das älteste Kind übernimmt Betrieb/Hof der Eltern) reist
    a) vor Beginn einer Lehre
    b) nach der Lehre
    c)
    wahlweise
    a) ein Jahr
    b) X Jahre
    durch die Welt, um
    a) Wissen ins Land zu tragen
    b) einen passenden Lehrberuf zu finden
    c) die Kenntnisse im Lehrberuf zu erweitern (siehe die reale Walz)
    d) neue Rezepte zu finden, die man mit Kohl, dem einzigen Gemüse, was in der Heimat wächst, kochen kann
    e) der Tradition vom Heiligen X zu folgen"
    Und während der Reise findet man schon genug Gründe, unterwegs zu bleiben und nicht heimzukehren (Lehrmeister gefunden, Freunde gefunden, Schicksal von Land X liegt einem am Herzen, man findet Gefallen am Umherreisen ...)

    Meine Schwester hat mal gesammelt, warum man auch als jemand, der nicht explizit auf Abenteuersuche ist, immer "zufällig" in typische Abenteuer geraten könnte:
    Wobei ich mich bei Reisenden mit beruflichen Gründen immer frage was machen die dort wo grade die Welt untergeht.
    1. Pech (Karte/Führer verloren, falsche Auskunft bekommen) oder allgemeine Trotteligkeit: man/frau hat sich schlicht verlaufen
    2. Unwissenheit - kann ja keiner ahnen, dass der nette Hausherr nen Dämonen im Keller hat (oder jeder, der davon hätte berichten können, wurde von ebenjenem Dämon verfrühstückt)
    3. Faulheit/Geiz/Misstrauen/Mut - ja, das Gebiet ist nicht ganz koscher, aber dafür einen monatelangen Umweg in Kauf nehmen? Was das wieder kostet!/Ach, die übertreiben doch alle bloß!/Mit den paar Orks werd ich schon fertig!
    4. Geld verdienen - wenn sich da keiner hintraut, hab ich keine Konkurrenz und kann gute Geschäfte machen
    5. Man hat einen Auftrag, und der führt einen dummerweise direkt ins Krisengebiet oder dran vorbei, ob man nu will oder nicht
    6. Wunsch nach Ruhm und Heldentum
    7. Helferkomplex/Weltverbesserungswille
    8. Dummheit
    Deine Ideen insgesamt finde ich sehr nett, gerade mit der Zweisprachigkeit hast du einen echten Pluspunkt bei der Darstellung ...
    Ist dein Nickname der Charaktername? Den find ich nämlich toll :lol:

    mfg
    Annkathrin
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  9. #9
    Lotta Hinkbendotta
    Lotta Hinkbendotta ist offline
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    Hej Annekathrin,

    boah - vielen Dank für diesen Super-post. Ich denke den werde ich in Zukunft mehr als einmal lesen!!!
    Ja, Lotta Hinkbendotta (weil mein Vater ein hinkendes Bein hat *g*) ist mein IT-Name, denn OT heiße ich Ann-Kristin und wie du sicher weißt, freut man sich, wenn man sich mal selbst einen ganz kurzen Namen aussuchen kann, den keiner abkürzt!

    Ganz liebe Grüße, Lotta

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