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  1. #1
    Golbu
    Golbu ist offline
    Grünschnabel Avatar von Golbu

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    Knappe... Ein Neuling bedarf Feedback :)

    1.Variante
    Name: --- (tut mir furchtbar Leid aber am Namen überlegen bin ich im Moment noch, ist es ratsam einen Namen zu nehmen der nen ähnelichen Klang hat wie der richtige Name damit man sie ihn vielleicht besser merken kann?)
    Geschlecht: Männlich
    Rasse: Menschlich
    Alter: 16 (weis nicht ob es klug ist sich jünger zu machen als man eigentlich ist, aber da ich eben recht zierlich und klein bin wird mein Alter wohl doch recht oft unterschätzt)

    Herkunft:
    Mein Vater war ein gutbürgerlicher, aber dennoch bodenständiger, Händler im Schmuckbereich. Meine Mutter war kurz nach meiner Geburt an deren Folgen gestorben. Noch vor mir hatte meine Mutter meinem Vater eine Tochter geschenkt. Abends wenn wir gemeinsam am Feuer saßen erzählte er oft von ihr. Mein Vater liebte meine Mutter sehr und auch wenn mein Vater mir immer wieder sagte, ich wäre nicht Schuld an ihrem Tod konnte ich es dennoch nie wirklich überwinden.
    Mein Vater arbeitete hart um mir, wie er sagte, eine Zukunft schenken zu können die ihm früher nie offen gestanden hätte, er erkaufte unserer Familie einen Adelstitel.

    Im Alter von 14. Jahren schickte mich mein Vater zu einem Ritter der mich den Umgang mit dem Schwert, aber auch die Sitten am Hofe lehren sollte. Durch großen Einsatz und unerschütterliche Hartnäckigkeit und Ausdauer stieg ich bald im Ansehen des Ritters. Dennoch konnte ich mich nie an die höfischen Sitten gewöhnen, diese erschienen mir in einem gewissen Maße falsch und ganz und garnicht aufrichtig.
    Mit 15 Jahren hatte ich eine heimliche Beziehung mit einem Mädchen des Adelsstandes, die mich allerdings eines Tages eiskalt abservierte. Seit dem bin ich etwas vorsichtig was die Liebe und den Adel anbelangt.
    Als kurze Zeit nach meinem 16. Geburtstag mein Vater von einer schweren Krankheit getroffen auf dem Sterbebett lag, gab er mir eine Empfehlung für mein zukünftiges Leben mit: „Mein Sohn, besinne dich auf die für dich wichtigen Dinge im Leben. Leben dein Leben so, dass du mit dir im Reinen bist. Folge deinem Herzen und nicht den Hetzreden der Böswilligen. Versprich mir, dass du dich nicht verderben lassen wirst.“

    Nach meines Vater's Tod übernahm meine Schwester gezwungener Maßen die Familiengeschäfte, da ich mein Leben nicht hinter dem Schreibtisch verbringen wollte. Die letzten Worte meines Vaters hatten mich dennoch Tief im Herzen bewegt und einiges für das ich bis her gelebt hatte ins wanken gebracht. Ich hielt es nicht mehr länger am Hofe des Ritters aus und so verlies ich diesen bald darauf. Seit dem ziehe ich, trotz meiner Unerfahrenheit, durch die Lande um die für mich wichtigen Dinge im Leben zu finden „Liebe, Familie und Freundschaft“ und ich bin bereit dafür zu kämpfen.

    2.Variante

    Herkunft:
    Mein Vater war ein gutbürgerlicher, aber dennoch bodenständiger, Händler im Schmuckbereich. Meine Mutter seine geliebte Frau ebenfalls eine Bürgerliche aus gutem Stand und leitete allein in viel Eigenarbeit den Hof falls mein Vater auf Geschäftsreisen war. Ein paar Jahre nach mir erblickte meine Schwester das Licht der Welt. Ab diesem Zeitpunkt fühlte ich mich für dieses zarte Wesen verantwortlich und verpflichtet sie zu beschützen auf eine Art und Weise die sich mir nie erschloss. Abends saßen wir oft gemeinsam am Kamin und meine Mutter las uns Geschichten vor.
    Mein Vater arbeitete hart um uns Kindern, wie er sagte, eine Zukunft schenken zu können die ihm früher nie offen gestanden hätte.

    Im Alter von 14. Jahren schickte mich mein Vater zu einem Ritter der mich den Umgang mit dem Schwert, aber auch die Sitten am Hofe lehren sollte. Durch großen Einsatz und unerschütterliche Hartnäckigkeit und Ausdauer stieg ich bald im Ansehen des Ritters. Dennoch konnte ich mich nie an die höfischen Sitten gewöhnen, diese erschienen mir in einem gewissen Maße falsch und ganz und garnicht aufrichtig.


    Mit 15 Jahren hatte ich eine heimliche Beziehung mit einem Mädchen des Adelsstandes, die mich allerdings eines Tages eiskalt abservierte und hinterging. Seitdem bin ich etwas vorsichtig was die Liebe und den Adel anbelangt.

    Doch meine Ausbildung bei dem Ritter setzte ich dadurch nur noch tugenthafter und inniger fort...

    _____________________________________

    Da ich ganz neu eigentlich im Larp bin bräucht ich jetzt eben ein Feedback im Bezug auf meine Geschichte.
    Also das wär jetzt mal kurz so aufgeschrieben, was mir letzte Nacht so durchn Kopf ging. Ich hoffe is nicht zu schlecht zu lesen und nicht zu anfängerfehlerhaft.

    Ich würd gern wissen was ihr davon haltet, und was man daran streichen bzw. ändern oder hinzufügen könnte.

    Ich geb zu ich tu mich selbst schwer in meiner Geschichte ein daraus hervorgehendes Ziel zu entdecken, aber ich hoffe jetzt einfach mal es wird nicht soooo schlimm sein.

    Vielleicht wirds jetzt heißen: Oh jemand der sich unbedingt hauen möchte, was nicht meine Absicht ist, ich sehe eine Waffe egal wo eigentlich eher als Verteidigung und nicht zum Angriff.

    Ich bitte um konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge, falls ihr meint die Geschichte ist totaler Mist oder so könnt ihr das natürlich auch sagen

  2. #2
    Ravion
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    Das Klischee der toten Eltern ist natürlich klassisch, ebenso wie der Adel.
    Deine Ausbildung zum Knappen indiziert, dass du über kriegerische Fähigkeiten verfügst - das kann ein Problem sein, denn vor allem am Anfang wird jeder Bauer, der schon länger dabei ist, mit dir den Boden aufwischen.
    Auch wenn du es am Hof nicht mehr ausgehalten hast, ist der Anspruch an Gewandung dennoch sehr hoch.
    Wie wäre es denn, wenn du dir tatsächlich auf einer Con einen Ritter suchst, der dich als Knappen annimmt.
    Das bietet eine geniale Möglichkeit zum Spiel, deine Eltern kannst du leben lassen - es finden sich auch andere Möglichkeiten, die einen von zu Hause fortbringen und zudem gerätst du nicht in Schwierigkeiten, wenn du dich noch nicht so gut in Kampf und Etikette auskennst, wie du als jahrelang ausgebildeter Knappe haben müsstest.

    GreeZ, Ravion

  3. #3
    Tine
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    Kann ich nur unterschreiben. Knappenspiel macht einen Heidenspaß. Man kann sich blöd anstellen und es passt hervorragend zur Rolle. Außerdem kann man auf diese Weise alles wichtige IT lernen und hat Zeit in aller Ruhe die Rolle immer weiter auszubauen und auszurüsten. Wenn der Knappe einfach gekleidet und gerüstet ist, ist das passend; wenn der angebliche Berufskämpfer aussieht wie Knecht Fiete, wirkt er höchstens unglaubwürdig.
    PS: Lass die Eltern am Leben. Mit Eltern und sonstigen Verwandten im Hintergrund kann man nämlich wunderbar spielen, wenn man z.B. am Lagerfeuer wieder mal von zu Hause erzählt. Außerdem bekommt man ein besseres Gefühl für den Charakter, wenn der Hintergrund durch solche Geschichten immer detaillierter und dichter wird. Mein eigener Knappe kriegt z.B. manchmal Briefe von zu Hause, die er dann lesen kann. Ist sehr witzig.
    SEMPER PROBUS

  4. #4
    Golbu
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    Das Klischee der toten Eltern ist natürlich klassisch, ebenso wie der Adel.
    Ja also die Eltern weis ich auch nicht genau wie so die im Nachhinein eigentlich tot sind ergibt eigentlich keinen Sinn... naja vielleicht sollte ich sie ja von irgendwelchen Dunkelelfen umbringen lassen *scherz*
    PS: Lass die Eltern am Leben. Mit Eltern und sonstigen Verwandten im Hintergrund kann man nämlich wunderbar spielen, wenn man z.B. am Lagerfeuer wieder mal von zu Hause erzählt. Außerdem bekommt man ein besseres Gefühl für den Charakter, wenn der Hintergrund durch solche Geschichten immer detaillierter und dichter wird. Mein eigener Knappe kriegt z.B. manchmal Briefe von zu Hause, die er dann lesen kann. Ist sehr witzig.
    Also okay überzeugt der Vater bleibt am Leben aber der Tod der Mutter ist meiner Meinung nach ein wichtiger Bestandteil und Grund des Handelns des Knappen, ich würde den Knappen nähmlich gern dann und wann von Selbstzweifeln geplagt spielen und sich selbst vorwürfe, kurzum auch wenn das vielleicht klischeehaft ist für mich gehörts einfach zu mir auch wenn ich RL atm meine Mum noch hab, meinen Dad jedoch vielleicht bald nichtmehr
    und da die Frauen in der Zeit bei Geburten eine hohe Sterberate hatten halt ich das nichtmal für so abwägig, bin aber dennoch dankbar falls ihr hier noch irgendwelche anderen Möglichkeiten hättet, vielleicht kommt ja doch noch was wie ichs dann änder und glücklich werde

    Deine Ausbildung zum Knappen indiziert, dass du über kriegerische Fähigkeiten verfügst - das kann ein Problem sein, denn vor allem am Anfang wird jeder Bauer, der schon länger dabei ist, mit dir den Boden aufwischen.
    Wegen der Kampferfahrung, ich mach als hobby Schwertschaukampf, in letzter Zeit gehen mir allerdings die Trainingspartner ein wenig aus, ziehen weg, sind zu beschäftigt, usw. daher dachte ich mit larp neben bei vielleicht ein wenig mein Training zu verstärken, wobei der Kampf mit Stahlwaffen ja vom Larp extrem abweicht... dies bezüglich muss ich mir noch entsprechende Regeln und Kampfsysteme etc. durchlesen.
    Kurze Frage die mich schon länge brennend interessiert, dürfte ich im Larp eine normale Plattenrüstung und Plattenhandschuhe tragen wie sie im Vollkontakt benutzt wird?, bei diesen rüstungen kommt es gegenüber ungerüsteten doch recht leicht zu Verletzungen aufgrund von kanten, härte und purem Gewicht. Denoch wäre es ja auch irgendwo falsch einen solch hohen Rüstungswert mit einer Kunstoff/Polsterrüstung und mehr Bewegungsfreiheit und mehr Tragekompfort darzustellen...
    Außerdem hab ich absolut kein Problem damit von einem Bauern besiegt zu werden... Bauern waren im Mittelalter gefährlichere Kämpfer als die meisten denken werden, auch somancher Ritter ist relativ schnell einem Bauern zu opfer gefallen. Aber gut da habt ihr wirklich mehr Erfahrung im Bezug auf Larp.

    Wie wäre es denn, wenn du dir tatsächlich auf einer Con einen Ritter suchst, der dich als Knappen annimmt.
    Die Idee mit dem Ritter ist wirklich nicht schlecht, müsste ich nur noch einen finden.

    Kampf und Etikette auskennst, wie du als jahrelang ausgebildeter Knappe haben müsstest.
    Meine Ausbildung ja nicht jahre lang sondern lediglich 2 Jahre... im Verhältnis ist das nichts. Wobei ich mit dem Gedanken spiele die Zeit auch auf 1 Jahr oder weniger herunter zuschrauben wobei man dann von mir ja Charakter mäßig überhaupt nichts erwarten kann in dieser hinsicht.

    ebenso wie der Adel
    Der Adel lässt sich zwangsweise nicht vermeiden, da Knappen und Ritter adlig sein mussten... ich hätte lieber auf den Adel verzichtet.
    Vielleicht könnte ich noch einfügen dass mein Charakter aus Ablehnung gegen den Adel versucht seinen Titel zu verheimlichen.

    wenn der angebliche Berufskämpfer aussieht wie Knecht Fiete, wirkt er höchstens unglaubwürdig.
    ich sehe den Charakter nicht als Berufskämpfer an wobei du da wahrscheinlich Recht hast so recht hab ich mir nicht überlegt was er arbeiten soll... die Idee mit dem Doppelgespann Ritter Knappe wird immer attraktiver

  5. #5
    Golbu
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    ich werd morgen sofort nach der Schule die Änderung meiner Geschichte bezüglich vornehmen jetzt geh ich aber erst mal pennen is schon spät
    gute nacht

  6. #6
    Besserwisserboy
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    Ich bin zwar nicht der Meister der Charakterberatung und möchte dir auch nicht in deine Geschichte reinreden....ABER Adel zu spielen und das zu verschweigen halte ich für keine so gute Idee.
    Ich habe schon recht viele Spieler getroffen, die keine Möglichkeiten hatten Adel auszuspielen und bei Bedarf sich dann doch gerne als Baron zu erkennen gegeben haben. Nach dem Motto: Ich bin von Adel, aber gebe nicht viel drauf. Wer von Adel ist sollte auch stolz darauf sein. Knappe ist ja auch ein sehr niedriger Titel und braucht nicht unbedingt mit den pompösesten Klamotten dargestellt werden.
    Ich selbst spiele auch einen Ritter und hatte einige Knappen in der Ausbildung. Das macht eine Menge Spaß, insbesondere wenn man auch solche Dinge wie Heraldik, Minne und Tischmanieren vermittelt. Meine Knappen haben sich dabei auch oft absichtlich blöd angestellt, was auch gute Ansätze fürs Spiel gab.
    Was deine Frage mit der Rüstung betrifft:
    Ja, die meisten Leute benutzen echte Rüstungen aus Metall und nicht aus Kuststoff. Dabei sollte man darauf achten, daß die Kanten gut umgebördelt sind und keine "Spikes" an der Rüstung sind. Zum einen damit sich niemand daran verletzt und zum anderen, damit man sich nicht die Latexwaffen zerschneidet. Außerdem versucht man den direkten Körperkontakt beim Kampf zu umgehen, damit sich niemand an Rüstungen verletzen kann.
    Als Knappe würde ich, falls vorhanden, aber erst zu Kettenhemd und leichterer Rüstung raten. Sonst wirst du vermutlich für ein "fertigen" Ritter gehalten.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  7. #7
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    Re: Knappe... Ein Neuling bedarf Feedback :)

    Zitat Zitat von Golbu
    Name: --- (tut mir furchtbar Leid aber am Namen überlegen bin ich im Moment noch, ist es ratsam einen Namen zu nehmen der nen ähnelichen Klang hat wie der richtige Name damit man sie ihn vielleicht besser merken kann?)
    Siehe Charakternamen.
    Hauptsache, du nimmst nicht deinen Realnamen (und am besten auch nicht unbedingt einen Namen, der real sehr häufig ist - ich würde z.B. keinen Charakter "Alex" oder "Christian" nennen), damit man klar unterscheiden kann, ob man IT oder OT angesprochen wird.

    Alter: 16 (weis nicht ob es klug ist sich jünger zu machen als man eigentlich ist, aber da ich eben recht zierlich und klein bin wird mein Alter wohl doch recht oft unterschätzt)
    Wenn es für die Rolle wichtig ist, dass der Charakter jünger ist als man selbst, kann man das machen.
    Wenn man einfach nur jünger wirkt, ist es unnötig - du kannst doch super darstellen, dass du 18 bist

    Das Problem mit toten Eltern ist halt, dass so gut wie jeder Anfänger sich das in die Charaktergeschichte schreibt und dass die Mitspieler davon ergo meist ziemlich genervt sind.

    Ich würde auch eher empfehlen, dich einem Ritter anzuschließen - vielleicht fragst du mal im Larper.ning, da treiben sich doch ein paar mehr Leute rum als in diesem Forum.

    Adelstitel nur, wenn man das auch darstellen kann.

    Mfg
    Stefanie

  8. #8
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    Fällt dir ein konkretes Beispiel ein, wo der Tod der Mutter irgendeine Relevanz im Spiel hätte? Außer, dass du zwischendurch mal wehmütig in die Landschaft starrst?
    "Innere Konflikte" sind etwas, was einem großen Teil aller Larp-Anfänger sehr reizvoll erscheint, kennt man das doch aus unzähligen Filmen und Büchern - in der Praxis fällt das meist einfach unter den Tisch. Es stört i.d.R. aber auch nicht (solange man Mitspieler nicht damit vollschwallt - das ist eben der Punkt: Niemand möchte NOCH EINE Geschichte erzählt bekommen, wie sehr man unter dem Tod der Eltern leidet ...). Dass Eltern eines natürlichen Todes sterben wie bei der Geburts oder durch Krankheit ist immerhin schon besser, als wenn sie durch irgendwelche Feinde erschlagen wurden ...

    [Aber ganz ehrlich, wenn es mit dir OT zusammenhängt, würde ich die toten Eltern erst recht weglassen, in solchen heiklen Angelegenheiten sollte man IT und OT ganz klar trennen. Stell dir einen Spieler vor, dessen Mutter vor kurzem OT gestorben ist und der deshalb auch dem Charakter eine tote Mutter andichtet - wenn dann ein Gegner einen bösen Spruch über die tote Mutter ablässt, um den Charakter zu provozieren, könnte er damit völlig unbeabsichtigt den Spieler auch OT sehr verletzen. Sei vorsichtig mit sowas, reale Trauer, reale seelische Verletzungen etc. gehören genau wie reale Phobien und Traumata nicht ins Spiel!]

    Hilfreicher als Begründungen für innere Konflikte sind aber Ansatzpunkte, wie man mit den Mitspielern in Kontakt kommt. "Außen statt innen" ist im Larp ganz oft die Devise, wichtig ist das, was Mitspieler mitbekommen!

    Zum Namen:
    Nimm einen, der gerade NICHT wie dein OT-Name klingt. Unterschiede sind wichtig, um das Spiel von OT-Belangen zu unterscheiden und helfen, in Rolle zu bleiben. Auf jeden Fall ist es aber sinnvoll, einen Namen zu wählen, der leicht zu merken ist - sonst wird man auf Dauer nur mit "Hey, du" angesprochen bewährt sind altmodische Realnamen wie Hans, Franz, Kurt - die hat jeder schnell im Kopf.

    Zum Adel:
    Adel muss man darstellen, tut man das nicht, ist man nicht adlig - es hat dann schlicht keine Relevanz im Spiel. Es gibt wirklich viele "Adlige", die nicht danach aussehen und wirken - daher wird man mit so einem Konzept keine Sonderrolle einnehmen, sondern für die Mitspieler einer von vielen schlecht dargestellten Adligen sein. Gerade als Knappe hast du ja die Möglichkeit, später zum Adel aufzusteigen, wenn du zum Ritter geschlagen wirst - und dann auch mit der entsprechenden Darstellung aufzufahren.

    viele Grüße,
    Annkathrin
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  9. #9
    Golbu
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    Den Adel betreffend, bin ich davon ausgegangen dass eben ein Bauer, bzw Bürgerlicher nicht die Möglichkeit hat bei einem Ritter in die Lehre zu gehen, dies werd ich jetzt natürlich sofort ändern, da ich wirklich eigentlich keinen Bock auf den Schnick, Schnack von Adel und so hab des hängt mir so schon im RL schon oft zum Hals raus. Danke schön für diesen Hinweis

    Ich selbst spiele auch einen Ritter und hatte einige Knappen in der Ausbildung. Das macht eine Menge Spaß, insbesondere wenn man auch solche Dinge wie Heraldik, Minne und Tischmanieren vermittelt. Meine Knappen haben sich dabei auch oft absichtlich blöd angestellt, was auch gute Ansätze fürs Spiel gab.
    Also so wie das grad alles rüber kommt glaub ich, dass ich wirklich im Blindlinksgriff das Gold richtige erwischt hab. Das wird mir bestimmt Spass machen.

    Als Knappe würde ich, ..., aber erst zu Kettenhemd und leichterer Rüstung raten.
    Gambeson und Kettenhemd stehen für mich sowieso schon fest, da ich im Schwertkampf Plattenrüstungen mangels Bewegungsfreiheit eigentlich immer gemieden hab, is glaub einfach nicht meine Rüstungklasse, war nur interesse halber. Ich will hier eigentlich bewusst einen Knappen spielen daher auch in der ersten Version der Held der dem Ritter der ihn ausbildet den Rücken zukehrt.

    Im Bezug auf den Charakternamen hätt ich echt nicht so weit gedacht und mir einen genommen der sich ähnlich anhört wie mein rl Name(Jan) z.B. John oder Jean oder sowas...
    Also danke auch hierfür

    Okay dann lass ich das mit dem alter noch offen, Knappe beginnt ja seine Lehre mit 14 also wollt ich noch nicht schon die Hälfte meiner Ausbildung rum haben deshalb dacht ich, ich mach mich jünger, da mir ohne hin nichmal im RL der 18 Jährige von selber abgenommen wird.

    Fällt dir ein konkretes Beispiel ein, wo der Tod der Mutter irgendeine Relevanz im Spiel hätte? Außer, dass du zwischendurch mal wehmütig in die Landschaft starrst?
    Also ich dachte da auser an das Landschaftstarren an so Dinge wie, der Held tut sich schwer damit jemanden wissendlich zu töten, der Held hat einen besonderen "Beschützerinstinkt" Mütter, bzw. Frauen gegenüber und/oder der Held "betet" zu seiner toten Mutter oder "bittet" diese für den Kampf/das Leben um Beistand.
    Und um dich zu beruhigen, warum das hier mit einfließen soll hat nicht damit zu tun dass mein Vater im Moment krank ist ich gehe fest davon aus, dass er das durchsteht und wieder gesund wird.
    Ich weis das wird sich jetzt dumm anhören aber ich hab sowas eigentlich schon immer unbegründet tief in mir gehabt und wollte das im Spiel nun darstellen, damits auf eine Weise die nichts mir meinem RL zu tun hat iwie raus kommt ich hielt das eigentlich für eine Gutesache, weils einfach hin und wieder bei mir im normalen Leben durchdrückt und raus will und ich dann hier und da mal den traurigen spiel und niemand um mich rum weiß wieso, kann ich mir ziemlich schwer für Mitmenschen aber nicht für Mitspieler vorstellen. Gebt ihr mir da recht?
    "Außen statt innen"
    Ich dachte an den Helden mehr so als oft unschlüssig und nicht seiner Selbst sicher darzustellen. Sodass er oft wenn eine wirklich wichtige Entscheidung zu treffen ist kneift.

    Zum Adel
    Adel hat sich schon... später irgendwann vielleicht falls ich in 7 Jahren oder so immernoch Larpe also einmal im Leben wirklich konzequent etwas verfolgt hab dann vielleicht.

    Für den Moment allerdings denke ich, dass Knappe wirklich das sein könnte wonach ich mich gesehnt habe.
    Echt hilfreich wenn ihr dass hier so anschaulich schildert. Zwei Daumen hoch.

  10. #10
    Rob
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    Zitat Zitat von Golbu
    Also ich dachte da auser an das Landschaftstarren an so Dinge wie, der Held tut sich schwer damit jemanden wissendlich zu töten, der Held hat einen besonderen "Beschützerinstinkt" Mütter, bzw. Frauen gegenüber und/oder der Held "betet" zu seiner toten Mutter oder "bittet" diese für den Kampf/das Leben um Beistand.
    Das Problem dabei:

    Der "Beschützerinstinkt" Frauen gegenüber kann durchaus auch einfach eine ritterliche Tugend sein, die jedem "ritterlichen" Ritter zu eigen ist.

    Das Fürbitten für die tote Mutter wirst Du ja IT wahrscheinlich nicht in der Taverne oder am Lagerfeuer machen, sondern eher für Dich und ungestört, so dass das kaum jemand mitbekommt.

    Bleibt das Unvermögen, jemanden zu töten. Inwieweit das hinsichtlich der militärischen Ausrichtung des Hintergrunds sinnvoll ist, sei jetzt mal dahingestellt, aber so eine Einstellung kann viele Gründe haben. Zum Beispiel das junge Alter des Knappen, der da noch nicht so abgebrüht ist.

    Was ich sagen will: Du kannst Dir diese Verhaltensweisen auch aneignen, ohne dass Du dafür eine Rechtfertigung im Hintergrund hast. Denn kaum jemand interessiert sich für die Geschichte mit der toten Mutter, man wird Dich einfach als tugendhaften Knappen mit Scheu vor Gewalt wahrnehmen, ohne dass jemand nach einem Grund fragt.

    Ob Du starke OT-Gefühle so weit ins Spiel mit reinnehmen solltest, ist dann aber wieder ne andere Grundsatzfrage.
    WWAPD?

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