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  1. #1
    Lars
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    Mein erster Charakter und ein haufen Probleme

    Hallo zusammen,

    Ich bin LARP interessiert und würde das auch gerne ausüben.
    Nun steh aber vor einigen Problemen.
    Ich bin kein Adonis der nu mit einem Blättchen bekleidet über Wald und Wiesen hüpft, nein ich bin leider (sehr) korpulent. Auch wenn ich derzeit was dagegen tu morgen bin ich auch nicht Schlank .
    Bei Ambiente Cons hät ich da auch nicht so viele Bedenken. (hab gelesen das Korpulenz unter den Adligen als Schönheits ideal galt)
    Aber ich wollte eher auf den Schlachtencons mein Unwesen treiben.
    Nun zu dem eigentlichem Problem den Charakter,
    Also zunächst wollte ich einen Mensch spielen (Da ich für einen Zwerg zu groß und ein korpulenter Elf wirkt noch unglaubwürdiger als ein Zwerg der behauptet Antialkoholiker zu sein :lol: )
    Aber ich kann mich aber für keine wirkliche Klasse entscheiden.

    Barbaren, Söldner oder ähnliche schwer gerüstete und bewaffneten Klassen kamen eigentlich nicht in Frage als erster Charakter weil für das Kampf geschehen mir schlichtweg die ausdauer fehlt und mein Körper mit so einer schweren Rüstung noch mehr zu trägen hätte als jetzt.

    Magier oder andere Kampfzauber Klassen (weiß nicht ob da welche gibt) finde ich persönlich sollten auch nicht zu füllig sein sonst kauft man denen docha uch nicht ab dass sie eine Gefahr darstellen sollen.

    Mönche, Priester oder andere Glaubens Klassen die evtl ach Heilzauber beherrschen wären da aus meiner Sicht nur noch übrig, aber da ich aber selbst nur Agnostiker bin, glaube ich nicht dass ich den Glauben an Licht oder speziellen Gottheiten besonders gut darstellen kann, allerdings bin ich trotzdem beim Druiden hängen geblieben.

    Ich hab jetzt diesbezüglich einige Foren gelesen und dort riet man den Anfängern den Druiden nicht zu wählen, weil der Druide einfach eine zu schwierige Klasse für einen Anfänger wäre.
    Aber wie ist es wenn ma den Druiden als kleines einfaches Konzept aufbaut zB ein noch recht Junger Druidenovize (bei meinem Alter von frischen 21 wäre das sogar gut Machbar und darstellbar) der von seinem Zirkel losgeschickt wurde in die Welt um seinen Charakter für die weitere Ausbildung zu formen und andere Druidenzirkel aufzusuchen um sein Wissen zu erweitern. In diesem Fall würde ich als einfacher Heilkundiger (Salben und grundzüge der ersten Hilfe) und Kräutergelehrter losziehen und an den Cons teilnehmen.

    Ich weiß nicht wie es euch gefällt aber da ich meine Auswahl aus gewissen gründen selbst einschränke fände ich diese Idee doch ganz gut Machbar.

    MFG Lars

    PS.: Wenn ihr wollt erstell ich ein fertiges Charaktermodell in einer späteren Post
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  2. #2
    luthien368
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    Hallo Lars, willkommen beim Hobby

    Bevor du dir riesige Gedanken darüber machst, was du spielen wirst, geh die Sache ruhig an - erst nach ein, zwei Cons kann man sich ein genaueres Bild von Liverollenspiel machen, und auch die rollen, die man darin verkörpern kann. Du hast so die Standard-Rollen aufgezählt, doch es gitb derer noch unzählig viele weitere Rollen!

    Wenn du selbst von dir sagst, dass du eher der unsportliche Typ bist, würde ich dir zu einer Rolle raten, die keine Fitness erfordert - ausgebildete Krieger fliegen da für mich zu allererst raus, genau wie Waldhüpfer, Barbaren etc. Magiere und Gelehrte, Priester etc. kann ich mir da schon viel besser vorstellen (alleine der wallenden Gewänder wegen ).

    Warum ein Druide eine schwierige Rolle für einen Anfänger sein soll, weiß ich jetzt spontan nicht, gerade wenn man, wie du schriebst, einen jungen Druiden, am besten kurz nach seiner Ausbildung bei einem Lehrmeister, spielt, frisch in die Welt entlassen, stelle ich mir das ganz gut vor.

    Kennst du schon das www.larpwiki.de? Dort findest du viele weitere Rollen und auch viele Informationen über Druiden im LARP Viel Spaß!


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  3. #3
    Lars
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    Hallo erstmal

    Danke für die schnelle Antwort. Ja ich kenne die Seite und mir hatte auch sofort der Magieaspekt sorgen bereitet als ich die Seite zum ersten Mal durchstöbert habe also hab ich mir einen Weg überlegt wie ich den fürs erste Umgehen kann bis ich etwas Erfahrung habe.

    Ich hatte auch überlegt mir einen Stab zuzulegen der Sowohl als Wander als auch als Ritualstab dienen sollte. Aber am Anfang halt als Wanderstab (mir kam dabei ein Stab aus einem dünnen Baum in den Sinn mit bearbeitetem Wurzelwerk das würde dann genug Platz für Verzierungungen und anderen Accessoirs bieten) dienen.
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  4. #4
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    Wie gesagt, für den Anfang ist es Empfehlenswert, sich so wenig wie möglich zu kaufen und erst mal zu improvisieren. Das ist eigentlich ganz einfach, einfaches Konzept aussuchen, auf Omas Speicher, in der eigenen Klamottenkiste, bei Freunden und auf dem Flohmarkt stöbern, da kriegt man schon tolle Gewandungen zusammen. Denn je mehr du kaufst, desto mehr verstaubt u.U. später im schrank, wenn dir das Konzept nicht zusagt. Genauso sieht es mit Waffen und Stäben aus.

    Also, entscheide dich erst mal für ein Konzept, danach planst du die Gewandung, gehst auf ein paar Cons und probierst aus, shaust dich um - und kannst dann eventuell dein Konzept/Gewandung ausbauen oder ändern.


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  5. #5
    Lars
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    Hab main und die Häuser meiner Freunde aufm Kopf gestellt und raus kam gerade mal ein 250x150 cm großes Stück Grünem Stoff der aussieht wie Jeansstoff. Beim Stab wollte ich mich eingentlich an der Natur bedienen alles in allem ist nicht viel an brauchbarem Material zusammen gekommen
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  6. #6
    Cartefius
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    Hallo Lars,

    Dass du dir bei der Charakterwahl Gedanken zum Thema Glaubwürdigkeit machst ist ein guter Ansatz, das machen immer noch viel zu wenige. Grundsätzlich kann ich auch Luthien erstmal zustimmen:
    Mach dir für das erste Larp nicht zu viel Aufwand.
    Viele Einsteiger sind aus Filmen und Rollenspielrunden überzeugt, man müsse unbedingt eine "vollwertige Charakterklasse" spielen, also einen Charakter, der gleich über ein komplettes Sammelsurium von spielrelevanten Fähigkeiten verfügt. Das ist im Larp aber nicht so: Situationen, bei denen es tatsächlich darauf ankommt genau die richtigen Fähigkeiten einzusetzen sind eher selten, und ein trotteliger aber denkwürdiger Magierlehrling, der einen ganzen Con vergeblich versucht, seinen ersten Lichtzauber auf die Reihe zu bringen, bringt oft allen Beteiligten viel mehr Spielspaß und Interaktionsansätze als der fade Feuerballwerfer mit hunderten von Contagen. Dementsprechend gibt es auch viele Rollen, bei denen man auch glaubwürdigen und bereichernden Spielinhalt daraus ziehen kann, dass man eben Dinge nicht oder nicht gut kann.

    Um mal auf ein paar von dir genannte Rollentypen einzugehen:
    Söldner und kämpfende Charaktere sind im Larp sehr beliebt, weil viele Cons Kämofe enthalten und man sich so eigentlich immer einen Betätigungsgrund findet, außerdem eignen sich militärische Strukturen gut zum Gruppenspiel. Ob man jetzt als unsportlicher Mensch glaubhaft eine solche Rolle rüberbringen kann hängt vor allem von der Rolle ab: Als Schwertmeister, finsterer Schlagetot oder stahlharter Schlachtenvetran macht man sich da natürlich schnell lächerlich, weil das Spiel den Anforderungen der Rolle nicht gerecht wird. Auf der anderen Seite sind natürlich durchaus auch Rollen denkbar, die zwar Kämpfer, aber eben keine guten Kämpfer sind: Milizionäre, verwöhnte Adligensöhne, Zwangsrekrutierte, Aufschneider und Hochstapler, all das sind Rollen, bei denen man durchaus die eigene Inkompetenz auch mal zum Spielinhalt machen kann.
    Ich bin zum Beispiel auch keine Sportskanone und sicherlich nicht sehr furchteinflößend, und spiele trotzdem mit meinem Landsknecht einen Soldatencharakter. Der ist aber einfacher Sohn eines Wagenmachers, muss als Kanonier und Büchsenschütze nicht viel Ahnung vom Schwertkampf haben und ist als Mitglied der Markgräflich-Oschenheimer Armee auch in einer Truppe, in der man die letzten zehn Jahre lang keinen einzigen Krieg mehr geführt hat.

    Magier, zumindest als vollwertige Magier und nicht als Lehrlinge, können sehr zentrale und eindrucksvolle Gestalten sein, eignen sich aber meiner Meinung nach nicht so sehr als Anfängercharaktere. Hauptgrund hierfür ist, dass das Darstellen von Magie immer eine Gratwanderung zwischen guter und schlechter Darbietung ist, und man auch für Rituale und ähnliches ein bisschen Souveränität und Mut zum Rampenlicht mitbringen sollte, was zumindest mir auf den ersten Cons schwergefallen wäre. Ob du den Magier unbedingt so spielen musst, dass er "gefährlich" wirkt, ist allerdings dir überlassen: Eine Gefahr mit dem Charakter auszustrahlen ist immer schwierig und etwas, woran viele Larper sich verheben, aber Magier gibt es auch in vielen Varianten, die eher schrullig als furchteinflößend sind. Man denke da an den Typ "verrückter Professor", den tölpeligen Lehrling á la Schmendrick, oder den weltfremden Bücherwurm.

    Für Mönche und Priester gilt, zumindest wenn sie Zauber beherrschen sollen (was nicht zwangsläufig der Falls sein muss), ein bisschen das gleiche wie für Magier: Auch hier steht man mit seiner Darbietung öfter mal im Rampenlicht und wird von vielen Spielern etwas kritisch beäugt. Dass man als Spieler kein religiöser Mensch ist würde ich hingegen nicht als Hindernis für eine solche Rolle sehen, im Gegenteil: Es ist nie verkehrt, reale und gespielte Überzeugungen sauber getrennt zu halten. Und man muss ja in einem Larpcharakter nicht sich selbst spielen, denn das ist zwar einfach, aber auch schnell ein bisschen langweilig, sondern kann und sollte sich ruhig eine etwas überspitzte Rolle suchen, in der man auch was zu schauspielern hat. Stark religiöse Charaktere haben hier den Vorteil, dass man mit Gebeten, Glaubensgrundsätzen, Dogmen und Tabus schnell ein Gerüst aufbauen kann, an dem man sich gut im Spiel orientieren und die Rolle interessant und denkwürdig machen kann.

    Druiden sehe ich in dieser Hinsicht auch eher wie Priester, egal ob man tatsächlich einen ganzen Satz Götter wie die nordischen Druiden anbetet oder nur an eine Naturgottheit oder Wald- und Ahnengeister glaubt - Ein Kernelement im Druidenspiel sollte meiner Meinung nach schon die Interaktion mit dem Übernatürlichen ausmachen, gerade da viele andere klassische Priesterbeschäftigungen in Richtung Gottesdienst, Missionierung und Seelsorge oft nicht so gut in das Fantasybild des einzelgängerischen Eremiten passen.
    Einen Heil- und Kräuterkundigen kann man allerdings natürlich ebensogut als nicht magisch begabten spielen, egal ob man ihn eher wie einen Handwerker und Händer oder als gläubigen Charakter, eher wie ein Mönch, anlegen möchte. Das bietet meiner Meinung nach den Vorteil, dass man nicht sofort als Autoritätsperson ins Spiel einsteigen muss, sondern den Charakter auch nach Belieben nach und nach entwickeln kann.

    Und noch ein Nachsatz zu dem Stab: Ein Holzstab ist natürlich ein schönes Requisit, kämpfen darfst du damit allerdings im Larp nicht. Da allerdings ein entsprechend aufwändiger Ritualstab als Polsterwaffe sehr teuer ist, wäre es vermutlich sinnvoll, erstmal ohne Waffe anzufangen.

  7. #7
    Lars
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    Hm...das ein Ritualstab auch aus Polster sein soll wusste ich nicht. Dachte es würde tolleriert werden wenn er auch aus Hols ist sofern er nicht zum Kämpfen benutzt wird (was man als Druide ohnehin eher vermeidet).

    Danke für diese Ausführliche Hilfestellung, dass wird mir sicherlich helfen mein Charakterkonzept weiter auszufeilen und bringt den ein oder anderen neuen Denkansatz
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  8. #8
    luthien368
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    Zitat Zitat von Lars
    Hm...das ein Ritualstab auch aus Polster sein soll wusste ich nicht. Dachte es würde tolleriert werden wenn er auch aus Hols ist sofern er nicht zum Kämpfen benutzt wird (was man als Druide ohnehin eher vermeidet).
    Das hat er doch gesagt o_O

    Ein Holzstab ist natürlich ein schönes Requisit, kämpfen darfst du damit allerdings im Larp nicht.


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