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  1. #1
    Konrad
    Konrad ist offline
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    Konrad Greifshain - (noch) ein Söldner

    ACHTUNG: VERALTETES KONZEPT - aktueller Hintergrund am Ende von Seite 1!


    Ich bin einfach mal mutig, und unterziehe meine Konzeptidee den kritischen Lesern dieses Forums

    Vorweg: Ich weiß natürlich, dass es unzählige Söldner gibt und das Konzept nicht unumstritten ist.
    Es ist aber auch ein Konzept, mit dem sich ein Kriegerhaufen mit unterschiedlichen Vorraussetzungen und Bewaffnungen, meiner Meinung nach einfacher darstellen lässt als etwa ein Ordensritter samt Gefolge oder ein Haufen Soldaten im Auftrag eines Herren.


    Ziele:
    1. Charakter soll zu meiner derzeitigen Lieblingsausrüstung passen (Kette, Eisenhut, Stangenwaffe)
    2. Charakter soll sich gut und glaubhaft in eine Söldnergruppe integrieren lassen.


    Zur Information:
    Es soll kein historischer Charakter sein und auch keiner werden. Meine Vorstellung ist im klassischen Herr der Ringe-Fantasy angesiedelt. Die weit verbreitete Renaissance- und Landsknechtkonzepte sind für mich weder vom Spielprinzip noch von der Optik her etwas. Also bitte nicht versuchen, das Konzept in Richtung Reisläufer oder Landsknecht um 1500 zu drehen.
    Das soll nicht heißen, dass ich keine Kritik hören will! Ich wollte nur direkt einen Rahmen schaffen, damit wir nicht aneinander vorbei reden.


    Konzeptgerüst

    Konrad ist als ältester Sohn einer Bauernfamilie aus dem Ort Greifshain, innerhalb der Fürstentum Bromwald (Name noch nicht fix) aufgewachsen, die in permanenter gespannter politischer Lage mit Fürstentum Elmsfels (ebenfalls nicht fix) lag. Dies führte des Öfteren zu bewaffneten Konflikten, so dass beide Fürsten größere stehende Heere aus der Bevölkerung rekrutierten.
    Der Konflikt mit dem verfeindeten Elmsfeld war aber nicht die einzige Gefahr der sich die Soldaten Bromwalds ausgesetzt sahen. Das tägliche Geschäft schloss auch Kämpfe gegen marodierende Orks und andere feindliche Gruppierungen, sowie den üblichen Einsatz gegen Banditen und Gesetzlose ein.

    Auf Grund dieser Gegebenheit wurde per Los der erste Sohn jeder siebten Familie des Fürstentums Bromwald mit 12 Jahren zum Militärdienst eingezogen. Das Los fiel auf Konrads Familie und so lebte Konrad seit seinem 12. Lebensjahr das Leben eines Soldaten.

    Innerhalb von 12 Jahren Militärdienst hat Konrad es, trotz der vielen Kämpfe die er gezwungenermaßen bestehen musste, geschafft, körperlich gesund aus allen Strapazen hervorzugehen. Bis zu seinem 24. Lebensjahr sah er nichts anderes als seine Kaserne, die Kriegsschauplätze und Einsatzgebiete auf die er geschickt wurde.
    Über die Jahre hat er ungezählte Menschen, davon viele Freunde und Kameraden sterben sehen. Einige treibt so ein Leben vielleicht irgendwann in den Wahnsinn, andere werden einfach nur abgestumpft gleichgültig. Konrad gehört zu den Letzteren.
    Trotz der langen Dienstdauer ist er nie über einen Unteroffiziersrang hinaus aufgestiegen, da die höheren Ränge stets den Adeligen vorbehalten waren. Letztlich führte er also sein halbes Leben lang das Leben eines gewöhnlichen Soldaten. Ein solches Leben stumpft ab, so dass er wenig Verständnis für Probleme hat, die sich nicht innerhalb seiner engen, militärischen Sichtweise befinden.
    Konrad ist jedoch weder dumm noch vollkommen ungebildet. Er lernte, im Zuge der militärischen Ausbildung auch grundlegend Rechnen, Schreiben und Lesen. Was man ihm jedoch (bewusst) nicht beigebracht hat, ist Dinge und Zustände in Frage zu stellen.


    Nach 12. Jahren Dienst in der Armee sollte sich Konrads Leben grundlegend ändern.

    Option A: Die Militärordnung des Fürstentums Bromwald sieht vor, dass in dem unwahrscheinlichen Fall, dass ein Zwangsrekrutierter 12 Jahre Militärdienst überlebt, nach dieser Zeit ehrenhaft entlassen wird und mitsamt seiner Ausrüstung wieder zu seiner Familie entlassen wird. Nach dieser langen Zeit fand Konrad aber nicht zurück in ein Leben außerhalb der militärischen Strukturen. Die Alltagssorgen mit denen sich seine Familie und die Menschen außerhalb des Militärwesens auseinandersetzen müssen, schienen ihm teils banal, teil unverständlich, so dass er beschloss das einzige zu tun was er je wirklich gelernt hat. Da ihm seine antrainierter militärischer Verhaltenskodex verbat zu einem Dieb und Meuchler zu werden, es ihm andererseits aber nahezu gleichgültig ist, für wen er kämpft, schloss er sich der nächstbesten militärischen Einheit an, die bereit war ihn aufzunehmen: Einem durchreisenden Söldnerhaufen.

    Option B: Der Konflikt mit Fürstentum Elmsfeld hatte sich in den letzten Monaten zunehmend verschärft. Durch eine Verkettung von Zufällen und Fehlern gewann der Feind zunehmend die Oberhand und die Armee Bromwalds war in Folge mehrer schwererer Niederlagen in Auflösung. Die Führungsschicht hatte sich größtenteils abgesetzt und nur noch vereinzelt gab es organisierten Widerstand. Die meisten Ortschaften waren bereits verwüstet und als Konrad außerdem sah, dass der Gegner, in Folge der jahrzehntelangen Feindschaft, nur selten Gnade walten ließ und anscheinend auf die vollständige Vernichtung der militärischen Strukturen Bromwalds aus war, beschloss er dass es hier nichts mehr gab für dass es sich zu Leben oder zu Sterben lohnte. Er ergriff die nächstbeste Möglichkeit die sich bot um sich abzusetzen und zog durch das Land auf der Suche nach einer Möglichkeit Geld zu verdienen.
    Da er nie etwas gelernt hatte, außer Soldat zu sein, schloss er sich der nächstbesten Gruppe an, die keine Fragen darüber stellte, warum er ein Soldat ohne Einheit war.

    _____

    Konrad hat sich seitdem kaum verändert. Mittlerweile ist er 26 und hat in der neuen Söldnereinheit respektive deren Hauptmann seinen neuen Kommandanten gefunden. Das Leben als Söldner ist ein gutes Stück anders als das eines Soldaten, aber im Kern ist es ähnlich genug um Konrad eine art "Heimat" zu bieten. Er verfolgt selbst keinerlei Ambitionen etwas anderes zu tun als das was er derzeit tut, da er nie gelernt hat über diesen Punkt hinweg zu blicken. Solange er genug zu essen und ein warmes Feuer hat, wird sich daran auch nichts ändern.

  2. #2
    Alex
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    Hi,
    so generell wird Dich hier keiner zum Landsknecht erziehen wollen, von daher keine Panik. Deine "Kampfausrüstung" klingt auch nicht irgendwie schlecht für mich. Was mir fehlt, ist Gewandung. Wie sieht es denn da aus?

    Zur Geschichte: Warum schraubst Du die Ansprüche so hoch? Dein Konrad ist die harte Sau, der schon im Kindesalter gegen Orks kämpfen musste, alles Leid der Welt gesehen hat und überlebt hat. Da erwarte ich aber auch die letzte abgebrühte Sau der Mittellande. Ein Vollprofi, der eben auch kämpft, als ob der das seit seinem 12. Lebensjahr macht, die volle Kampfsau eben. Ich denke, dass möchtest Du etwas runterschrauben, oder? So ein Konzept sitzt alleine in der Ecke und interessiert sich für niemanden, die sterben ja eh alle nur. Und der Typ, der da in der Ecke sitzt, interessiert, ehrlich gesagt, wahrscheinlich auch niemanden.

    Ich würde Option A wählen, nur gibt dann kein Militär die Rüstung etc. mit. Aber Konrad kann ja was gespart haben. Als er dann sich entschließt, Söldner zu werden, hat er sich den Kram halt Stück für Stück gekauft.

    Fazit: Kein schlechtes Konzept, aber Du schraubst es IMHO zu weit hoch. 2 Jahre Dienst im Heer, weniger Tote und das ganze passt IMHO.

    Grüße,
    Alex

  3. #3
    Lorenz
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    Würde auch Option A wählen und sagen, dass die Grafschaft eine Leibrente (ein stolzes Sümmchen) für solche Veteranen der Armee bereit hält. Vielleicht hat er sogar noch 1-2 Jahre am Hofe als Ausbilder für Rekruten gearbeitet und sich damit etwas verdient?
    Das wäre dann ein wenig die Variante "römischer Legionär", die eine hohe Entschädigungszahlung erhielten nach Ende ihres Militärdienstes (die meist aber in Land ausbezahlt wurde, dass sie mithalfen zu erobern).

    Davon kann man ja dann die Ausrüstung bezahlen, aber Armeen verschenken normalerweise ihre Ausrüstung nicht einfach so.

    Die sonstige Gewandung würde mich aber auch interressieren, denn die Kampfmontur ist eigentlich nur 30% eines Kämpfercharakters
    Basically... RUN!

  4. #4
    Kelmon
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    Um als Römer was dazu zu sagen:

    In der Römischen Armee war (zumindest die am Körper getragene Ausrüstung) von Anfang an im Privatbesitz des Legionärs, denn ein Teil seines Soldes wurde jeweils von der Armee für Instandhaltung und Neuanschaffung einbehalten. Ich müßte erstmal raussuchen, ob ich da eine Textstelle zu finde, die die Handhabung solcher Ausrüstung bei der Entlassung regelt - aber es würde mich doch sehr verwundern, wenn die Armee am Ende die Ausrüstung im Privatbesitz zurückfordert.

    Daß der Legionär "Miles" hieß, und später das gleiche lateinische Wort für den Ritter gebraucht wurde (deren Stand aus wohlhabenderen Privatpersonen hervorging, die sich ein gewisses Maß an kriegerischer Ausrüstung leisten konnten) halte ich für nicht unbedingt zufällig.

    Aber wie dem auch sei - ich sehe logisch wie logistisch kein Problem, eine reale wie auch eine Fantasy-Armee auf genau diese Weise zu führen. Es muß nur geklärt werden, wer wieviel und wann für die Ausrüstung gezahlt hat. Das römische Vorbild halte ich da für passend - solange sich jemand auf vorher bestimmte Zeit verpflichtet kann man Ausgaben für Rüstung auf dessen Sold umlegen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  5. #5
    Cartefius
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    Ich finde das Konzept soweit nicht schlecht. Auch die Bewaffnung klingt für mich erstmal nicht verkehrt, Helm, Stangenwaffe und dicker Gambeson und/oder Kettenhemd sind meiner Meinung nach eine schöne Ausstattung für Soldatencharaktere. Die Chance, dass dich irgendjemand mit Gewalt ins 16te Jahrhundert zerrt ist auch eher gering, dafür passt auch die Ausrüstung gar nicht. So richtig nach dem "Herrn der Ringe", zumindest was die Optik der Kinofilme angeht, klingt es allerdings auch noch nicht. Gibt es denn eine optische Richtung, an die du den Charakter anlehnen willst? Ansonsten würde ich mich ausstattungsmäßig dann nämlich doch als naheliegendste Lösung erstmal an historischen Vorbildern, wenn auch eher so im 14ten Jahrhundert, anlehnen.

    Anonsten fände ich es noch schön, wenn du den Charakter noch ein bisschen mehr in Richtung eines "Typus" ausarbeiten würdest, den du auch vom Aussehen und Verhalten her rüberbringen kannst. Also z.B. den bärbeißigen Drill Sergeant, den gleichgültigen Veteranen, den verarmten Kriegsflüchtling oder den lebensfrohen Abenteurer. Daraus würden sich auch kleine, individuelle Spielansätze ergeben, woran es vielen Söldnercharakteren oft fehlt: Die legen oft eine "Ich tue nix, wenn ich nicht bezahlt werde!"-Einstellung an den Tag, mit denen sie sich auf vielen Cons leicht selbst das Spiel verbauen.

  6. #6
    Konrad
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    Danke für alle Anmerkungen.

    Ich gehe einfach mal wild durch die Impulse durch :-)
    Was mir fehlt, ist Gewandung. Wie sieht es denn da aus?
    Da habe ich Sachen aus dem unteren Standardbereich. Zwei Tunikas (grün und Beige), zwei Hosen (Braun und Dunkelrot), Wadenwickel, ein Barett und einen Umhang.
    Der Umhang ist schwarz. Ja, ich weiß schwarz ist unbeliebt, aber ich habe ihn geschenkt bekommen und das Material ist einfach Spitze, so dass ich mich bisher nicht durchringen konnte, einen zweiten Umhang zu kaufen (Ich krebse derzeit wieder am Rande des Kreditlimits rum :-/)
    Dazu noch Gürtel, Taschen, Beutel.

    Dein Konrad ist die harte Sau, der schon im Kindesalter gegen Orks kämpfen musste, alles Leid der Welt gesehen hat und überlebt hat. Da erwarte ich aber auch die letzte abgebrühte Sau der Mittellande.
    Hm... ist vielleicht wirklich so.
    Mein Beweggrund war, dass ich vom Dauerbrenner "Bauer wurde langweilig und beschloss daher Abenteurer / Söldner zu werden", wegwollte.
    Konrad soll auf keinen Fall die alles vernichtende Kampfsau werden! Er ist nur ein Soldat, wenn auch eben einer mit Erfahrung. Er verfügt über Erfahrung und Ausbildung, aber nicht über die eines Ritters oder eines anderen elitäreren Kriegers und es ist mir wichtig, dass er ein einfacher Charakter wird.
    Wichtig ist mir dabei aber schon, dass er ein Veteran ist. Deshalb wollte ich, dass er früh anfängt mit dem Kriegerdasein, damit erkennbar ist, dass genau das sein Beruf ist. Er ist kein Bauer der eine Karriere als Soldat anstrebt, er IST Soldat und er hat nie etwas anderes gelernt. Deswegen erscheint mir die vorgeschlagene Dienstzeit von 2 Jahren auch viel zu gering. Wer von 26 Jahren 2 Jahre Soldat gewesen ist, der muss schon ziemlich faul gewesen sein, um nie einen anderen Beruf ergriffen zu haben. Und in Zwei Jahren wird man auch kein "richtiger" Veteran... Ok, wer 2 Jahre durchgängig im Krieg "lebt", der schon. Aber einfach nur vom Soldat sein mit gelegentlichen Einsätzen kommt das nicht an das ran, was ich möchte.

    12 Jahre ist zugegebenermaßen etwas jung. Aber ich stelle mir vor, dass "Kindheit" wie sie kennen in der Welt in der Konrad lebt eine andere Bedeutung hat. In unserer Welt kam die Kindheit als geschützter Lebensabschnitt auch erst recht spät, soweit ich weiß Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Ich mag sonst nicht immer historische Bezüge in die Fantasywelt bringen, aber ich finde es von meinem Verständnis her passend, dass man dort früher ranmusste.
    Ich dachte zunächst, dass er eben mit 12 die Ausbildung beginnt, aber nicht direkt einem riesigen Ork entgegengeschickt wird. Aber ich denke auch, dass 15 wohl ein realistischeres Alter ist. Davor hat er eben auf dem Hof seiner Eltern gearbeitet. Die Dienstzeit reduziere ich auf 8 Jahre, so dass Konrad vom 15. bis 23. Lebensjahr als Soldat gedient hat. 8 Jahre Soldat heißt ja nicht gleich 8 Jahre durchgehend Krieg.
    Das sollte besser passen, oder?

    Den Absatz mit dem
    "Über die Jahre hat er ungezählte Menschen, davon viele Freunde und Kameraden sterben sehen. Einige treibt so ein Leben vielleicht irgendwann in den Wahnsinn, andere werden einfach nur abgestumpft gleichgültig. Konrad gehört zu den Letzteren."
    streiche ich einfach. Ebenfalls den Hinweis, dass sie oft gegen marodierende Orks und Co. antreten mussten. Das konkurrierende Fürstentum sollte für genug praktische Wehrerfahrung sorgen und es sollte auch so klar sein, dass jemand der in einem "Krisengebiet" 8 Jahre lang Militärdienst geleistet hat, die ein oder andere unangenehme Erfahrung gemacht hat.

    Klingt das glaubwürdiger? Ich will es, wie gesagt auch nicht zu sehr reduzieren, da ich nicht möchte, das Konrad eben ein Typ / Bauer ist der mehr oder weniger grundlos und aus einer Laune heraus Söldner geworden ist, nachdem er den Grundwehrdienst abgeleistet hat.

    So ein Konzept sitzt alleine in der Ecke und interessiert sich für niemanden, die sterben ja eh alle nur. Und der Typ, der da in der Ecke sitzt, interessiert, ehrlich gesagt, wahrscheinlich auch niemanden.
    Den finsteren Fremden der nur schweigend in der Ecke sitzt, will ich auf keinen Fall geben. Auch nicht den Krieger mit dem "düsteren Geheimnis" oder das egoistische Schwein, der nach jeder Gelegenheit Ausschau hält Geld zu ergattern *gääähn*
    Aber er soll auch nicht der ständig lachende, naive und gutmütige Menschenfreund und Altruist sein.
    Das was Catefius angesprochen hat, war eigentlich mein Ziel:
    Anonsten fände ich es noch schön, wenn du den Charakter noch ein bisschen mehr in Richtung eines "Typus" ausarbeiten würdest, den du auch vom Aussehen und Verhalten her rüberbringen kannst. Also z.B. den bärbeißigen Drill Sergeant, den gleichgültigen Veteranen, den verarmten Kriegsflüchtling oder den lebensfrohen Abenteurer.
    Der gleichgültige, oder ich wie es sagte, der abgestumpfte Veteran war mein Grundansatz. Gleichgültig muss dabei ja nicht immer gleich "stumm" bedeuten. Zynismus in bestimmten Lagen passt sicherlich auch dazu und kann provokant / interessant genug sein um mit anderen ins Spiel zu kommen.
    So richtig nach dem "Herrn der Ringe", zumindest was die Optik der Kinofilme angeht, klingt es allerdings auch noch nicht. Gibt es denn eine optische Richtung, an die du den Charakter anlehnen willst?
    Das war vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich möchte keinen Charakter aufbauen, der einem optischen Vorbild aus Herr der Ringe gleicht. Herr der Ringe habe ich angegeben, weil es in etwa den Fantasy-Stand anzeigt, den ich bevorzuge. Jenseits aller historischen Korrektheit, aber auch deutlich unter jenen Welten, wo alle 2 Meter ein mächtiger Zauberer, ein Paladin oder ein Dämon steht. Die gibts in HdR zwar auch, aber sie treten dezenter auf.
    Historische Bezügen tue ich mich ein wenig schwer, weil ich offen gestanden zu faul bin zu schauen, ob mein relativ moderner Eisenhut jetzt zu meinem unvernieteten Kettenhemd passt (vernietete Flachringe wären zwar geil, kosten aber auch ein mittleres Vermögen :-/).

    nur gibt dann kein Militär die Rüstung etc. mit. Aber Konrad kann ja was gespart haben. Als er dann sich entschließt, Söldner zu werden, hat er sich den Kram halt Stück für Stück gekauft.
    Das habe ich ehrlich gesagt eingefügt, um zu erklären, woher Konrad die Rüstung herhatte um sich den Söldnern anzuschließen.
    Ich denke, ich werde es dahingehend abändern, dass ich zum einen Option A, als doch ehrenhafte Entlassung (mit Abfindung?) nach 8 Jahren Dienst wähle, und Konrad dann ca. ein halbes Jahr auf den Hof seiner Familie schicke. Dort stellt er dann fest, dass er den Anschluss ins Zivilleben nicht mehr findet und beschließt sich von seinem ersparten Sold (der Abfindung?) Ausrüstung zu kaufen.
    Das erscheint mir sinnvoller als die Idee, das er die Ausrüstung bereits während seines Dienstes erworben hat. Auch wenn das bei den Römern und den späteren Rittern üblich war.



    Zum Thema "Anspielbarkeit"
    Ich denke, das Problem hat man als reine Kriegergruppe grundsätzlich. Zumindest im Verhältnis betrachtet zu Charakteren die vielleicht eher geeigent sind unbeschwert Intrigen zu Spinnen, Wunder zu vollbringen, Rätsel zu lösen etc.
    Wir versuchen das ein wenig zu kompensieren, in dem wir mit bestimmten Gruppen auch schlicht Allianzen eingehen die dem beiderseitigen Vorteil dienen, auf eigene Faust Erkundungen anstellen und IT (!) Feindschaften (Nekromantie / Dämonenkunde) oder Abneigung (Klerus) gegen bestimmte Konzepte ausspielen.


    Im Anhang ein Bild mit Konrad in Rüstung. Nicht wundern, warum der Wappenrock so seltsam aussieht, ich habe die Farben anonymisiert
    konradano.jpg (130.68 KB)


    Reine Zivilbilder habe ich leider keine, meine Zivilausrüstung ist nicht sehr imposant und auch wenn ich damit dem alten Klischee entspreche, wir sind auf den Cons in der Regel tagsüber deutlich mehr als 30% des Tages im Dienst. Abends / nach den Kämpfen dann eben nur einfache Hose, Tunika, Kopfbedeckung. Ich weiß, dass diese Art des Spiels stellenweise unbeliebt ist, aber ich kann mich für die Zivilkostüme einfach nicht so begeistern.

  7. #7
    Kelmon
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    Ich wundere mich lediglich ein bisschen über "Abneigung Klerus" - Heißt das, daß ihr gegen die Institutionalisierung einer Religion (d.h. "Priester, wir brauchen dich nicht") seid oder spielt ihr Atheisten (d.h. "Gott/Götter, wir brauchen dich/euch nicht")?

    Letzteres fände ich eher ungünstig für die meisten Fantasy-Charaktere.
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  8. #8
    Konrad
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Ich wundere mich lediglich ein bisschen über "Abneigung Klerus" - Heißt das, daß ihr gegen die Institutionalisierung einer Religion (d.h. "Priester, wir brauchen dich nicht") seid oder spielt ihr Atheisten (d.h. "Gott/Götter, wir brauchen dich/euch nicht")?

    Letzteres fände ich eher ungünstig für die meisten Fantasy-Charaktere.
    Nein, Atheisten sind wir ganz und gar nicht. Das wäre, wie du schon sagtest, sehr unpassen für Fantasy aber auch mittelalterliche Charaktere.

    Unsere Gruppe wurde mal von den Mönchen eines Klosters engagiert um einen bestimmten Auftrag zu erfüllen. Stückchenweise wurden wir im Stich gelassen, wurde gegen uns intrigiert und wir wären letztlich fast alle dabei draufgegangen.
    Das hat eine gewisse Argwohn gegenüber Priestern und Mönchen geweckt, besonders natürlich gegen die Priester dieser einen (eher unbedeutenden Religion), aber eben auch grundsätzlich gegen alle die ähnlich auftreten.

  9. #9
    Alex
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    Mit den Abänderungen finde ich das völlig OK. Ich weiß zwar nicht, warum Du die Wappenfarben anonymisieren musstest, aber das wirst Du wissen. Aber davon ab finde ich das schon sehr stimmig. Nicht übermäßig originell und hervorstechend, aber stimmig.

    Zur Zivilgewandung: Also 08/15. Kann man machen, kann man dann aber auch stückchenweise ausbauen.

    Grüße,
    Alex

  10. #10
    Cartefius
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    Die Dienstzeit reduziere ich auf 8 Jahre, so dass Konrad vom 15. bis 23. Lebensjahr als Soldat gedient hat. 8 Jahre Soldat heißt ja nicht gleich 8 Jahre durchgehend Krieg.
    Das sollte besser passen, oder?
    Finde ich besser.
    Der gleichgültige, oder ich wie es sagte, der abgestumpfte Veteran war mein Grundansatz. Gleichgültig muss dabei ja nicht immer gleich "stumm" bedeuten. Zynismus in bestimmten Lagen passt sicherlich auch dazu und kann provokant / interessant genug sein um mit anderen ins Spiel zu kommen.
    Vorlagen für solche Konzepte gibt es ja recht viele, man schaue sich nur das typische Bild des Vietnamveteran an. Wichtig wäre für mich, darauf zu achten, dass dein Konzept auch genug aktive Spielelemente enthält, und nicht nur die Ablehnung selbiger. Das könnte zum Beispiel eine Weltanschauung sein, die du vermitteln willst, oder bestimmte Dinge die du besonders hoch hältst (z.B. dein privater kleiner Schrein des Kriegsgottes, der dich jahrelang beschützt hat, oder dein alter Fürst, als euer Land noch ein ordentliches Land war, oder die ständige Pflege deiner Ausrüstung).

    Historische Bezügen tue ich mich ein wenig schwer, weil ich offen gestanden zu faul bin zu schauen, ob mein relativ moderner Eisenhut jetzt zu meinem unvernieteten Kettenhemd passt (vernietete Flachringe wären zwar geil, kosten aber auch ein mittleres Vermögen :-/).
    Das schöne bei Vorlagen ist ja, dass man immer selbst entscheiden kann wie weit man sich daran hält. Ein Wappenrock wie der hier sieht meiner Meinung nach eben auch zu einem unvernieteten Kettenhemd gut aus.

    Abends / nach den Kämpfen dann eben nur einfache Hose, Tunika, Kopfbedeckung.
    Reicht doch. Nur die meisten Barette finde ich, insbesondere zur Tunika, nicht so toll.

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