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  1. #1
    Bjerk
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    Grünschnabel

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    Mitmachaktion: Charakterbildung

    Hallo,

    nachdem ich bereits an anderer Stelle schon reichlich freundliche Mithilfe bekam, benötige ich nun noch erfahrenen Rat für die Charakterfindung.

    Gleich vorweg - ich bin ein absoluter Neuling auf dem Gebiet - aber immerhin lernfähig

    Mir ist klar, dass ein simpler, nicht zu ausgefallen konstruierter Charakter mit Sicherheit am sinnvollsten wäre. Ich hab mich schon geoutet, dass ich am meisten zu einer Hexe tendieren würde, wovon mir aber eher abgeraten wurde. Nachdem ich nun den halben Tag die Suchmaschine gequält habe, muss ich wohl zum Thema "Hexe" doch noch etwas weiter ins Detail gehen...

    Nachdem, was ich bisher so alles in den diversen Foren gelesen habe, ist es mir ja schon fast etwas peinlich, sowas vorgeschlagen zu haben
    Irgendwie scheinen fast alle Einsteiger-Mädels erst einmal was total tolles, magisches, ätherisches, verführerisches spielen zu wollen, sei es eine Hexe, eine Elfe, eine Vampirin oder sonstiges. Allerdings kann ich zur Beruhigung aller gleich vorweg sagen - es soll nicht sooo eine werden, kein Charmed, kein elfengleiches Zauberwesen, kein Gothic, keine Dämonenbeschwörung oder sonstigen paranormalen Kräfte - nicht, dass ich etwas dagegen gesagt haben will, aber ich stellte mir doch eher eine Hexe im klassischen Sinne vor, - also ein Kräuterweib, eine "normale" Frau mit esoterischem Wissen über Phytotherapie, Räucherwerk, psychologischen Ansätzen, Geburtshilfe, eventuell geringfügiger Divination (Kaffeesatz, Kartenlegen), also das Bild der mittelalterlichen (oder auch neopaganistischen) Hexe.

    Da ich eh einen eher introvertierten Charakter spielen würde, würde mir das sehr gelegen kommen und ich müsste es auch nicht zwingend ständig mit jederman ausspielen wollen. Theoretisch würde ich sogar nichts dagegen haben, das ganze unter einem Deckmantel zu halten und vorrangig mit einem "seriösen" Beruf zu agieren.
    Das verhindert natürlich jedwede Einwirkung, von denen der andere nichts weiß - aber hier wäre vor allem der psychologische Ansatz gegeben, nämlich für den Bittsteller.
    Im Prinzip gehe ich davon aus, dass der Charakter sich mit jeder Con weiterentwickelt und so seine eigene Geschichte prägt. Somit wäre es für mich durchaus denkbar, bei einem Event auch mal gar keinen hexiden Eigenschaften öffentlich auszuspielen, sondern mich in einer Gruppe auf anderes zu konzentrieren. Oder hab ich das falsch verstanden und der Charakter fängt jedes Mal wieder bei Null an?

    Trotz erster geäußerter Bedenken würde ich irgendwie schon gerne diesen Schritt in einen etwas schwierigeren Charakter wagen - es sei denn, es ist wirklich nüscht Was denkt ihr?

    Aber auf dem Gebiet fühle ich mich durch persönliches Interesse recht sicher, hätte einiges an Equipment bereits da und denke, es könnte durchaus bereichernd sein.

    Als Konzept dachte ich so im Groben an sowas:

    Rasse: Mensch
    Beruf: Hebamme oder angesichts der nicht vorhandenen Geburtenrate doch lieber eine Art Heilerin?
    Charakterzüge: introvertiert, eher zurückhaltend, aber nett
    Herkunft: ländlich

    Die "Fähigkeiten" könnten gut von meiner Mutter, Großmutter weitergegeben worden sein, aber fraglich ist natürlich, warum ich nun durch die Gegend streifen sollte.. Ich möchte es nicht zu dramatisch machen und die üblichen Gründe wie Tod, Rache, etc. nehmen.
    Vielleicht eine Art Initiationsjahr? Schlicht Neugier und abenteuerlust?
    Was denkt ihr?

    Und zur Gewandung - für mich das fast wichtigste überhaupt
    Ich hab bereits ordentlich gegooglet, aber irgendwie finde ich wirklich rein gar nichts, was mich anspricht. Entweder ist es zu adelig, zu karnevalistisch, zu viel Dekollete, zu schwarzromantisch, zu sackartig - am liebsten würde ich ein schlichtes Leinenkleid mit Schnürung haben oder einen einfachen Rock, eine Bluse und eine Schnürweste - sowie einen wollenen Umhang mit Kapuze, oder wahlweise eine Gugel / Haube.
    Kann mir da jemand einen Link empfehlen? Der einzige Larpshop, den ich bisher gefunden habe, ist anderswelt, aber da hat mir ehrlich gesagt, gar nichts zugesagt.

    So, das war erst einmal der erste Schwung an Fragen.
    Es kommt sicher noch einiges
    Viele Grüße,
    Janine

  2. #2
    Arthy
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    Hallo Janine und willkommen im Forum.

    Zur Hexe an sich kann ich dir leider nicht allzuviel sagen, aber einige der Fragen kann ich schonmal beantworten.
    Im Prinzip gehe ich davon aus, dass der Charakter sich mit jeder Con weiterentwickelt und so seine eigene Geschichte prägt. Somit wäre es für mich durchaus denkbar, bei einem Event auch mal gar keinen hexiden Eigenschaften öffentlich auszuspielen, sondern mich in einer Gruppe auf anderes zu konzentrieren. Oder hab ich das falsch verstanden und der Charakter fängt jedes Mal wieder bei Null an?
    Das ist richtig, der Charakter bekommt auch bei einer Con (je nach Regelwerk) Erfahrungspunkte dazu. Man spielt den Charakter aber weiter, bis er eben (was nicht oft vorkommt und vorkommen sollte) stirbt.

    Trotz erster geäußerter Bedenken würde ich irgendwie schon gerne diesen Schritt in einen etwas schwierigeren Charakter wagen - es sei denn, es ist wirklich nüscht Smile Was denkt ihr?
    Der Schwierigkeitsgrad einer Rolle muss nicht unbedingt von der "Richtungswahl" abhängen. Natürlich ist es schwieriger eine Elfe zu spielen wie einen Menschen, oder der Adlige sollte durchaus auf mehr achten als wenn ich mich als Bauer ausgebe. Aber es kommt auch auf den "Wissenstand" deines Charakters an. Wenn du eine Hexe in "Ausbildung" spielst, ist das natürlich auch wieder was anderes wie eine sehr erfahrene. (Ähnlich wie der Sprung vom Knappen zum Ritter)

    Die "Fähigkeiten" könnten gut von meiner Mutter, Großmutter weitergegeben worden sein, aber fraglich ist natürlich, warum ich nun durch die Gegend streifen sollte.. Ich möchte es nicht zu dramatisch machen und die üblichen Gründe wie Tod, Rache, etc. nehmen.
    Vielleicht eine Art Initiationsjahr? Schlicht Neugier und abenteuerlust?
    Was denkt ihr?
    Was ich mir hier gut vorstellen könnte, wenn es denn bei dem Charakter bleibt, wäre als Grund eine "Flucht" oder weniger drastisch: "Die mit Nachdruck verliehene Bitte zu gehen."

    Das du quasi in deinem Heimatdorf "aufgefallen" bist weil dich jemand bei dem Üben eines Rituals entdeckt hat, es natürlich weiter erzählte und der allgemein misstrauische Pöbel mit deiner Gegenwart im Dorf befürchten müsse, der Himmel würde ihm aus Rache auf dem Kopf fallen.

    Ich denke das ist weniger drastisch aber glaubwürdig. Natürlich eine Hintergrundgeschichte die du nicht jedem auf die Nase binden solltest. Sondern wenn du gefragt wirst, Ausflüchte suchst. Hier ist natürlich zu bedenken ob es nicht dann wirkt als würdest du dir schnell OT was ausdenken weil du das nicht bedacht hattest.

    Kann mir da jemand einen Link empfehlen? Der einzige Larpshop, den ich bisher gefunden habe, ist anderswelt, aber da hat mir ehrlich gesagt, gar nichts zugesagt.
    www.das-tapfere-schneiderlein.org die gute Frau macht sehr hübsche Sachen, maßgeschneidert in einer tollen Qualität zu Preisen die zwar über den Stangenwaren liegen, aber nicht utopisch überteuert. Dafür hat sie aber eine sehr lange Warteliste und du musst damit rechnen das du die Klamotten erst Anfang nächsten Jahres (ohne Gewähr) bekommst.

    Ansonsten, für genaue Fragen und auch für "Bezugsquellen" empfehle ich das www.larpwiki.de

    So far,

    Arthy
    Es ist eine Sache, uns kommen zu sehen - und eine andere, etwas dagegen zu tun.

  3. #3
    Tavor
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    Hallo ersteinmal :-)

    Da ich leider heute kaum Zeit habe, poste ich nur einen Shop-Link zum Thema Gewandung. Ansonsten fand ich Arthys Tipps sehr gut.

    Das Atelier Verdande macht eigentlich ganz schöne Sachen: http://www.atelier-verdande.de/Verdande/docs/index.php
    Letzte Worte: "Ach nicht schon wieder die Orks ... die kommen sicher nicht her ... ich esse erstmal fertig ..."

  4. #4
    Nount
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    Re: Mitmachaktion: Charakterbildung

    Zitat Zitat von Bjerk
    aber ich stellte mir doch eher eine Hexe im klassischen Sinne vor, - also ein Kräuterweib, eine "normale" Frau mit esoterischem Wissen über Phytotherapie, Räucherwerk, psychologischen Ansätzen, Geburtshilfe, eventuell geringfügiger Divination (Kaffeesatz, Kartenlegen), also das Bild der mittelalterlichen (oder auch neopaganistischen) Hexe.
    [...]

    Rasse: Mensch
    Beruf: Hebamme oder angesichts der nicht vorhandenen Geburtenrate doch lieber eine Art Heilerin?
    Charakterzüge: introvertiert, eher zurückhaltend, aber nett
    Herkunft: ländlich

    Die "Fähigkeiten" könnten gut von meiner Mutter, Großmutter weitergegeben worden sein, aber fraglich ist natürlich, warum ich nun durch die Gegend streifen sollte.. Ich möchte es nicht zu dramatisch machen und die üblichen Gründe wie Tod, Rache, etc. nehmen.
    Vielleicht eine Art Initiationsjahr? Schlicht Neugier und abenteuerlust?
    Was denkt ihr?
    Klingt gut. Ob Hebamme oder Heilerin ist eigentlich egal - schließlich muss eine Hebamme sowieso medizinische Kenntnisse haben. Aber vielleicht ist die sogar die bessere Wahl, weil ein bisschen "origineller" als Heilerin. Dann hätte der Charakter vielleicht nur etwas "grundlegenere" Heilfähigkeiten und du kannst gut mit Heilern zusammenarbeiten und dir Neues beibringen lassen.
    Ein Initionsjahr finde ich gut.

    Und zur Gewandung - für mich das fast wichtigste überhaupt
    Ich hab bereits ordentlich gegooglet, aber irgendwie finde ich wirklich rein gar nichts, was mich anspricht. Entweder ist es zu adelig, zu karnevalistisch, zu viel Dekollete, zu schwarzromantisch, zu sackartig - am liebsten würde ich ein schlichtes Leinenkleid mit Schnürung haben oder einen einfachen Rock, eine Bluse und eine Schnürweste - sowie einen wollenen Umhang mit Kapuze, oder wahlweise eine Gugel / Haube.
    Kann mir da jemand einen Link empfehlen? Der einzige Larpshop, den ich bisher gefunden habe, ist anderswelt, aber da hat mir ehrlich gesagt, gar nichts zugesagt.
    Ich empfehle da das Larpwiki - Bezugsquellen Gewandung
    Die meisten Larpläden haben halt nur den absoluten Standardkram, ansonsten muss man sich meist extra was anfertigen lassen, was aber auch nochmal teurer ist.

    Am billigsten ist natürlich selbermachen. Wäre das eine Option für dich? Kennst du vielleicht jemanden mit einer Nähmaschine? Man kann sich auch mal bei den Larpern in der näheren Umgebung umschauen, ob man sich da mit einem erfahrenen Näher zusammentun könnte. Oder einen Betreutes-Nähen-Thread eröffnen :lol:

    Mfg
    Stefanie

  5. #5
    Cartefius
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    Im Prinzip gehe ich davon aus, dass der Charakter sich mit jeder Con weiterentwickelt und so seine eigene Geschichte prägt. Somit wäre es für mich durchaus denkbar, bei einem Event auch mal gar keinen hexiden Eigenschaften öffentlich auszuspielen, sondern mich in einer Gruppe auf anderes zu konzentrieren. Oder hab ich das falsch verstanden und der Charakter fängt jedes Mal wieder bei Null an?
    Dieser Ansatz ist durchaus eine gute Idee, ich klammere auch bei vielen Charakteren von mir einzelne Spielaspekte aus, wenn die gerade nicht gebraucht werden oder ich gerade keine Lust habe.

    Ich hab bereits ordentlich gegooglet, aber irgendwie finde ich wirklich rein gar nichts, was mich anspricht. Entweder ist es zu adelig, zu karnevalistisch, zu viel Dekollete, zu schwarzromantisch, zu sackartig - am liebsten würde ich ein schlichtes Leinenkleid mit Schnürung haben oder einen einfachen Rock, eine Bluse und eine Schnürweste - sowie einen wollenen Umhang mit Kapuze, oder wahlweise eine Gugel / Haube.
    Kann mir da jemand einen Link empfehlen? Der einzige Larpshop, den ich bisher gefunden habe, ist anderswelt, aber da hat mir ehrlich gesagt, gar nichts zugesagt.
    Ordentliche Gewandung zu bekommen finde ich auch gar nicht so einfach, da die meisten deutschen Larpshops immer nur das gleiche Leonardo-Carbone-Sortiment mit Piratenhemd und Samtmieder führen. Eine Möglichkeit ist natürlich selbermachen, gerade einfache Schnitte wie Umhänge oder schlichte Kleider sind schnell mit der Nähmaschine oder (etwas weniger schnell) mit der Hand zusammengenäht. Gerade ein schlichtes Leinenkleid müsste man aber eigentlich auch aus einem modernen Exemplar im Kaufhasu improvisieren können, wenn man es mit anderen Accessoires kombiniert.
    Anonsten greife ich in letzter Zeit für alles außer wirklich exotischen Charateren eigentlich nur noch zu historischen Schnitten, weil ich die oft für praktischer und glaubwürdiger halte als irgendwelche modernen Phantasiekreationen, bei denen leider sehr oft die möglichst einfache Massenproduktion der bestimmende Faktor im Design ist.

    Ich würde an deiner Stelle einfach mal die Bezugsquellen im Larpwiki durchgehen, auch wenn das vielleicht etwas länger dauert.

  6. #6
    Bjerk
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    Hallo,

    und vielen Dank für die wirklich guten Tipps!
    Ich bin sehr froh über die Reaktionen und dass ich mich doch nicht davon verabschieden muss.

    Im Larpwiki werde ich nachher gleich mal für die Gewandung oder Schnittmuster stöbern gehen. Eventuell wäre selber machen tatsächlich eine gute Alternative, meine Schwiegermutter ist eine Koryphäe der Nähmaschinenkunst - und ihr Gesichtsausdruck hat sicher Unterhaltungspotenzial, wenn ich ihr meine sonderbaren Wünsche vortrage...
    Einfache Dinge, wie Beutel, Taschen, Haube, Umhang, Schultertuch bekomme ich sicher auch gut selber hin - eventuell sogar aus grober Wolle. Wobei ich dann engmaschig häkeln müsste, stricken kann ich nicht.

    Allerdings wäre mein erster Larp dann sicher erst im nächsten Sommer.. Von daher werde ich mir vorerst wohl doch was von der Stange kaufen müssen. Aber stimmt, vieles ist aus Samt, mit übergroßen Fledermausärmeln und wenn man so damals ausserhalb Vergnüngsetablissments herumgelaufen wäre, garantiert ein ausreichender Grund für den Scheiterhaufen..
    Mal sehen, ich werde sicher noch was passendes finden.

    Die Idee mit der "Bitte zu gehen" finde ich sehr gut! Da ich wohl eh nicht jedem fremden Wegelagerer sofort auf´s Auge drücken würde, warum ich durch die Gegend streife - egal aus welchen Gründen- dürfte ein Drumrumreden eigentlich gut klappen

    Apropos Scheiterhaufen - da fällt mir noch etwas ein. Ich las schon, dass es eigentlich keine (oder kaum) reale Mittelalter-Cons in dem Sinne gibt und das meiste aus dem Fantasybereich kommt.
    Da die mittelalterliche Hexe wie sie mir vorschwebt aber doch immer irgendwie einen negativen Bezug zum Klerus hat (oder umgekehrt..) - wie ist das i.A. bei Cons?
    Ich las schon, dass Realreligionen nicht gestattet sind, was ich auch ganz gut finde - werden also Hex & Co. voll akzeptiert - außer von Paladinen?
    Oder gibt es weitere Gruppen, bei denen man etwas aufpassen sollte?

    Viele Grüße,
    Janine

  7. #7
    Lorenz
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    Ich habs eigentlich noch nie erlebt, dass jemand standrechtlich nen Spieler/Spielerin umgebracht hat, weil die Nase/Profession nicht gepasst hat.
    Klar, es gibt Fanaten, aber wenn man denen nicht auf der Nase rumtanzt und etwas Abstand hält, passiert auch nix. Zumal die sich auch meist auf Fremdvölker und offensichtliche Magier stürzen...
    Mein Ritter ist zwar reserviert Magie gegenüber, akzeptiert aber die Notwendigkeiten und den Umgang damit.

    Was Schnitte anbelagt:
    Du kannst auch mal nach McCalls, Butterick, Simplicity schauen. Diese Firmen stellen Schnittmuster zu "historischen" Kleidungsstücken her, die man allesamt im LARP tragen kann. Ich schneidere meine Gewandungen nach deren Muster und hab bisher nur gute Erfahrungen gemacht und man umgeht die Problematik des rumrechnens und ausmessens eines Standardschnittes auf die eigenen Maße. Die Firmen oben bieten ihre Schnitte in verschiedenen Konfektionsgrössen an.
    Man muss halt den richtigen Stoff wählen, dann klappts auch mit der Optik.
    Basically... RUN!

  8. #8
    Nount
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    Klamotten kann man sich gerade als Frau, wie Cartefius schrieb, ggf. auch in einem normalen Geschäft besorgen, z.B. eine Tunika in einer dezenten Farbe (weiß, dunkelgrün, dunkelblau z.B.), einen langen schlichten Rock, alles möglichst aus Leinen (oder ggf. Baumwolle), ein Mieder oder Westchen, Gürtel oder sogar Miedergürtel ... Tunika, Westchen und miederartiges Shirt habe ich mir z.B. vor meinem ersten Con von Takko gekauft. Ein schlichtes Leinenkleid wäre natürlich super.
    Vielleicht hast du ja sogar was Passendes im Schrank?

    Zitat Zitat von Bjerk
    Apropos Scheiterhaufen - da fällt mir noch etwas ein. Ich las schon, dass es eigentlich keine (oder kaum) reale Mittelalter-Cons in dem Sinne gibt und das meiste aus dem Fantasybereich kommt.
    Da die mittelalterliche Hexe wie sie mir vorschwebt aber doch immer irgendwie einen negativen Bezug zum Klerus hat (oder umgekehrt..) - wie ist das i.A. bei Cons?
    Ich las schon, dass Realreligionen nicht gestattet sind, was ich auch ganz gut finde - werden also Hex & Co. voll akzeptiert - außer von Paladinen?
    Oder gibt es weitere Gruppen, bei denen man etwas aufpassen sollte
    Es gibt sehr, sehr wenige Hexen im Larp, daher weiß ich nicht unbedingt, wie das normalerweise gehandhabt wird.
    Ich war schonmal auf einem Con, wo es um eine Hexenverbrennung ging - bezeichnenderweise hat keiner geglaubt, dass es eine (böse) Hexe sei und erstmal die örtliche Landesmacht niedergeknüppelt :lol: hinterher stellte sich halt raus, dass die gute Dame vollkommen zu Recht verurteilt war
    Es wird nicht unbedingt in Magier (= gut) und Hexen (= böse) unterteilt, sondern eher in gute und böse Magie, und wer sich mit letzterer befasst, muss aufpassen. Naturmagie (was Hexenmagie ja eigentlich ist) wird m.E.n. meist nicht schräg angesehen, sondern akzeptiert.
    Kommt natürlich aufs Land an, in manchen Ländern ist z.B. Magie generell verboten.

    Mfg
    Stefanie

  9. #9
    Bjerk
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    Zitat Zitat von Nount
    Vielleicht hast du ja sogar was Passendes im Schrank?
    Hm, da passen im Groben eigentlich weder Farbe, noch Schnitt, noch Material Aber den Rock / Unterrock werde ich wohl tatsächlich auch jetzt schon selbst aus Leinenstoff machen. Ist ja eigentlich nix anderes als eine zusammengenähte Stoffbahn mit Gummi - das bekomm ich auch fix hin und ist sicher um einiges günstiger.
    Nur mit dem Oberteil bin ich echt planlos.

    Es gibt sehr, sehr wenige Hexen im Larp,
    Tatsächlich? Ich dachte, der Markt ist total überlaufen, weil jede 2. irgendwie sowas machen will. Aber - umso besser

    Da meine voraussichtliche Begleitung (*wink*) witzigerweise wohl ebenfalls weitestgehend als Hebamme praktizieren wird, fällt das für mich als Deckmantel nun doch flach.
    Vielleicht benötige ich den ja auch gar nicht unbedingt, angesichts der Tatsache, dass sowas doch ganz gut akzeptiert wird. Was ich "beruflich" noch sehr reizvoll fänd, wäre Wahrsagerin. Wenn man bei Wiki mal nach der Geschichte der Wahrsagerei schaut, würde das prima passen, weil es die wirklich schon ewig gab.

    Traditionell nahm man dafür wohl Tiergedärme.. was ja (auf einer Ü18-Con) mit einer gedrehten Mullbinde und etwas Kunstblut durchaus nachahmbar wäre. Oder ist das zu makaber? Ich will ja auch nicht gleich wieder vom Platz verwiesen werden
    Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit mit Runen zu arbeiten, alten Karten, aus der Hand lesen, Glas-Kristallkugel, Verkauf von ("Liebes-")Tränken", Amuletteweihen, Rituellen Reinigungen - tausend interessante Möglichkeiten

    Nur beim Outfit wird es wieder kniffelig, da da die Schwelle zum abgenudelten Piraten-Gypsy-Kostüm sehr fix erreicht ist.
    Was denkt ihr - eventuelle Vorschläge (Kopftuch? Haare offen? Schmuck?) wie man sowas gut darstellen kann oder zwingend vermeiden sollte?

    Viele Grüße,
    Janine
    [/quote]

  10. #10
    Arthy
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    Apropos Scheiterhaufen - da fällt mir noch etwas ein. Ich las schon, dass es eigentlich keine (oder kaum) reale Mittelalter-Cons in dem Sinne gibt und das meiste aus dem Fantasybereich kommt.
    Da die mittelalterliche Hexe wie sie mir vorschwebt aber doch immer irgendwie einen negativen Bezug zum Klerus hat (oder umgekehrt..) - wie ist das i.A. bei Cons?
    Ich las schon, dass Realreligionen nicht gestattet sind, was ich auch ganz gut finde - werden also Hex & Co. voll akzeptiert - außer von Paladinen?
    Oder gibt es weitere Gruppen, bei denen man etwas aufpassen sollte?
    Ich denke die meisten werden dich eher wie einen naturverbundenen Magiercharakter bewerten, etwas wie ein Schamane oder ähnliches. Aber wie man schon sagte, kommt das auf den Charakter an.

    Mein Adliger hat keine Freude an Magie und ist sehr misstrauisch bis ängstlich dagegen, der würde sehr vorsichtig auf dich reagieren.

    Mein Arkebusenschütze hätte nur ein paar Vorurteile durch den ländlichen Aberglauben aber grundsätzlich nix gegen dich, solange deine Stimme nicht nach einem Kanonendonner klingt.

    Mein geplanter Exorzist, seines Zeichens Ceride jedoch, hat allein von seiner Glaubensüberzeugung einiges gegen Magie und als Hexe, die die Zukunft und ähnliches voraussagt würde doch irgendwann mal einer kleinen "Sitzung" beiwohnen dürfen.

    Traditionell nahm man dafür wohl Tiergedärme.. was ja (auf einer Ü18-Con) mit einer gedrehten Mullbinde und etwas Kunstblut durchaus nachahmbar wäre. Oder ist das zu makaber? Ich will ja auch nicht gleich wieder vom Platz verwiesen werden Confused
    Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit mit Runen zu arbeiten, alten Karten, aus der Hand lesen, Glas-Kristallkugel, Verkauf von ("Liebes-")Tränken", Amuletteweihen, Rituellen Reinigungen - tausend interessante Möglichkeiten Smile
    Hier würde ich eher zu letzterem Raten, nicht wegen dem "Ekelfaktor" weil du sonst wirklich vom nächstbesten Paladin erschlagen wirst. Solche Opfer, Rythen und ähnliches assoziieren die meisten mit Kultisten, Chaosanhänger und anderen bösen Charakteren.
    Es ist eine Sache, uns kommen zu sehen - und eine andere, etwas dagegen zu tun.

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