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  1. #1
    Bunkerbewohner
    Bunkerbewohner ist offline
    Neuling

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    Kämpfer-Chara

    Guten Tag,

    ich plane gerade meinen ersten SC. Bis jetzt war ich nur ein paar Mal NSC auf ein paar LARPs.
    Da ich optisch die Antike und das FrüMa am ansprechendsten finde, wollte ich mich an dieser Zeit orientieren. Wobei ich kein historisch orientiertes LARP betreiben will.

    Interessant fände ich ja einen an den griechischen Poleis orientierten Hintergrund. Weis jemand ob es Larpländer in der Richtung gibt? Mir ist leider da nichts bekannt. Die Frage wäre auch wie groß da die Akzeptanz abseits von Großcons ist.

    Ansonsten würde ich mich am FrüMa orientieren. Das würde dann so aussehen. zivil.jpg (142.67 KB)
    Wobei die Stiefel noch gegen braune Knöchelstiefel ausgetauscht werden würden. Dazu Wadenwickel und evtl. nicht so eine pluderige Hose. Neuer Gürtel, nen Rechteckmantel und, ja und was?
    Für den Kampf dann wohl nen Kettenhemd, Axt, Schild und irgendein netter Helm. Im Moment habe ich nur eine Barbuta, das passt optisch nicht wirklich. Wobei ich mir auch nicht sicher bin was für ein Helm dazu gut passt, ausser einem Nasalhelm.
    Alternativ zum Kettenhemd hätte ich noch eine Lorica. Bin mir aber nicht sicher ob das optisch so gut zusammenpasst. lorica.jpg (131.5 KB)

    Meine Finsterdudeltriebe lebe ich dann eher als NSC aus. Das sieht dann so aus.evil.jpg (88.22 KB)

    Gruß, Bunkerbewohner

  2. #2
    Kelmon
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    Ich würde es mal so sagen:
    Wer sich historisch orientiert hat keine Probleme dabei, seine Ausrüstung passend zusammenzustellen - zumindest was Vorlagen angeht. Das Problem ist eher: Wie kommt man an das Zeug?

    Wenn Du nicht historisch vorgehtst kannst Du (theoretisch) beliebig kombinieren. Da kannst Du eben auch die Lorica Segmentata mit dem Topfhelm, Kuhmaulschuhen und einem Katana kombinieren und das Ganze auf Fantasy schieben
    Wie man sicher leicht sieht kann ein solches Vorgehen eben Probleme mit sich bringen - nämlich daß die Ausrüstung stilistisch schlicht nicht zueinander passen will, wen nauch üblicherweise nicht so extrem, wie ich es hier mal als Beispiel gewählt habe.

    Darum würde ich bei reinen Fantasykonzepten möglichst von Grund auf einen eigenen Stil kreieren, der in sich schlüssig ist (Gleiche Designelemente, gleicher technischer Stand in allen Elementen). Ansonsten - ich denke, da hat man einfach weit, weit weniger Probleme, wenn man sich einfach zumindest soweit historisch orientiert, daß man aus einem beliebigen Buch irgendeine Rekonstruierte Gesamtdarstellung raussucht und eben die nachbaut. Osprey-Bücher eignen sich da ganz gut für (auch wenn die Zeichnungen vereinzelt und je nach Autor nicht so gaaaanz historisch korrekt sind. Tip: Gerry Embleton).
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Hana
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    Die Myrmidonen spielen griechisch angelehnte Charaktere, die kommen OT aus dem Raum Köln.

    Deine FrüMi-Klamotten finde ich ansonsten auch sehr hübsch, die Lorica passt allerdings nach meinem Empfinden so gar nicht dazu. Lieber Kettenhemd.
    Ich empfehle außerdem, wie immer, noch eine Kopfbedeckung

    viele Grüße,
    Annkathrin
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  4. #4
    Konrad
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Darum würde ich bei reinen Fantasykonzepten möglichst von Grund auf einen eigenen Stil kreieren, der in sich schlüssig ist (Gleiche Designelemente, gleicher technischer Stand in allen Elementen)
    Um meine unbedeutende Meinung dazu kund zu tun:

    Im Grunde finde ich, dass Kelmon recht hat. Ein durchgehender Stil ist immer wichtig um einen optisch schlüssiges Konzept rüberzubringen. Die ungefähre Fantasy-Epoche sollte schon eingehalten werden. Ich persönlich finde zum Beispiel die öfter mal gesehene Kombination von "Spartaner-Helm" und "Mittelalter"-Rüstung immer sehr unschön (später mehr dazu).

    Was die Einhaltung eines gleichen technischen Standes im Ganzen angeht, gehöre ich hier im Forum aber wohl einer Minderheit an.
    In den Fantasywelten, die ich kenne, findet offenbar überhaupt keine technische Entwicklung statt. Dort hauen sich Elfen, Zwerge, Menschen, Orks und sonstiges Gezücht zum Teil seit Jahrtausenden mit "mittelalterlichen" Methoden auf die Köpfe... Ein wirklicher Technischer Fortschritt scheint nicht gemacht zu werden, man verharrt sehr lange auf dem technischen Status Quo und keiner kommt auf die Idee mal "effizientere" Waffen zu bauen (Dampfpanzer sind für mich noch keine technische Revolution nach 2000 Jahren Waffenbau).
    In vielen Fantasy-Vorlagen, die ich persönlich für gut gemacht halte, zum Beispiel die Herr der Ringe-Verfilmung, ist daher die Kombination aus segmentierten Schultern und "primitiven" Arm- / Beinschienen vorhanden und für meine Geschmack auch nicht störend. Ob zwischen diesen beiden Rüstungsarten in unserer Realität Jahrhunderte liegen, finde ich für den technischen Stand einer Fantasywelt nicht relevant.

    Ich vermute, es ist schwer die real-historische Brille wieder abzunehmen, wenn man sie erstmal aufgesetzt hat. Selbst wenn man bewusst Fantasy-Macht. Ich gebe aber zu, dass meine Position dahingehend angreifbar ist, das ich keine klare Grenze ziehen kann. Die hier gezeigte Lorica Segmentata ist für mich so stark antik-römisch konnotiert, dass ich sie an einem klassichen Fantasy-"Mittelalter"-Kämpfer mit Langschwert und Topfhelm extrem unpassend finden würde.
    Für den durchschnittlichen Laien ist die Unterteilung in Antike (Römer / Griechen) Mittelalter (klassische Vorstellung von "den Rittern") und alles was danach kommt (weniger Rüstung, mehr Feuerwaffen) wohl ausreichend. Bezogen auf den Europäischen-Kulturraum wohlgemerkt. Samurai und Co. spielen dann wieder in einer anderen Liga.

    Ich will damit niemanden auf die Füße treten, aber insbesondere dieser Punkt fällt mir schon seit längerem in verschiedenen Foren auf, und ich glaube, dass er den durchschnittlich geschichtsgebildetern Menschen gar nicht tangiert.

    /persönliche Meinung

  5. #5
    Cartefius
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    In vielen Fantasy-Vorlagen, die ich persönlich für gut gemacht halte, zum Beispiel die Herr der Ringe-Verfilmung, ist daher die Kombination aus segmentierten Schultern und "primitiven" Arm- / Beinschienen vorhanden und für meine Geschmack auch nicht störend.
    Hier hatte mir mal jemand, der vom HdR-Hintergrund mehr als ich versteht, erklärt, dass diese Kombination durchaus sinnvoll vor dem beschriebenen Hintergrund einer Kultur ist, bei der die Wehrtechnik und Handwerkskunst wohl einem jahrhundertelangen schleichenden Niedergang ausgesetzt sind.

  6. #6
    Konrad
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    Zitat Zitat von Cartefius
    Hier hatte mir mal jemand, der vom HdR-Hintergrund mehr als ich versteht, erklärt, dass diese Kombination durchaus sinnvoll vor dem beschriebenen Hintergrund einer Kultur ist, bei der die Wehrtechnik und Handwerkskunst wohl einem jahrhundertelangen schleichenden Niedergang ausgesetzt sind.
    Das ist in Bezug auf die Gondorianer eine zuminmdest leidlich einleuchtende Erklärung.
    Warum aber über Jahrtausende kein (nennenswerter) technischer Fortschritt stattfindet (nicht nur bei HdR, sondern in allen mir bekannten Fantasywelte) ist damit nicht erklärt.
    Deshalb finde ich, wie gesagt, die Übertragung der Entwicklungsphasen aus unserer Realität immer sehr schwierig.

  7. #7
    Romarik v. Tauenrank
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    Hallo,

    ich habe mal für eine griechische Gruppe, die ich geplant hatte, bevor der ganze Unsinn mit "Troja" und "300" anfing, einen ausgedehnten Hintergrund kreiert. Es dreht sich um eine Inselreich mit zwölf Städten, die in einem Bund leben, der von der Stadt Achaiat angeführt wird. Das Staatskonstrukt ist antik-demokratisch. Geprägt ist die Kultur vom einem eigenen und sehr komplexen Polytheismus und von der Rivalität der verschiedenen Städte. Gerade zu letzterem habe ich mit meinen damaligen Mitstreitern zusammen eine Zeitleiste von mehreren tausend Jahren erstellt, die die Besiedlung der Inseln und dem Entstehen der zwölf Städte beschreibt. Diese Inselgruppe lebte bis vor einigen Jahren völlig isoliert von den anderen "LARP-Ländern" und Kampagnen und fängt erst jetzt, nachdem die Stadt Achaiat die Länder geeint hat, die Umgebung ihrer Welt mit Expeditionsschiffen zu erforschen (nach dem Motto: Was gibt's denn eigentlich hinter dem Horizont?).

    Ich hatte immer mal wieder vor die Gruppe zu starten, wenn diese Euphorie, die durch verschiedene Filme ausgelöst wurde, wieder vorbei ist. Wenn Du interessiert bist, kann ich dir den Hintergrund gerne mal genauer darlegen!

    Gruß,
    Björn
    Bespielte Charaktere:
    + Romarik von Tauenrank – galladoornischer Baron
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    + Mikahel Yowanuk – Husar "Die Sieben Säbel" (NSC)
    + Iwan Kirvanoff – Werwolf (NSC)

  8. #8
    Bunkerbewohner
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    Danke für die Anmerkungen. Die Kombination Lorica und Katana hat ja schon das PC-Spiel Oblivion vorgemacht. Wobei das gar nicht so schlecht aussah (jetzt werde ich bestimmt gleich mit faulen Tomaten beworfen).
    Die Osprey-Bücher sind mir bekannt, wobei ich irgendwie noch nie eins wirklich in den Händen hatte. Sollte ich mal vielleicht nachholen.

    @Hana: Die Myrmidonen orientieren sich aber wohl leider an den, wie der Name schon verrät, Myrmidonen. Das finde ich vom Konzept schon nicht so pralle und mit der Polis-Struktur kommt das dann ja auch nicht hin.
    Eine Kopfbedeckung wäre eine Idee. Muss ich mich mal schlau machen was es da so passendes gibt. So ein Nordmann-Rus-whatever-Käppi mag ich nicht, da ich nicht für einen gehalten werden will.

    @Konrad: Wenn du dir die realhistorische Entwicklung anguckst, wirst du feststellen, dass man auch da 2000 Jahre sich mit Nahkampfwaffen eins auf die Rübe gegeben hat. Waffen, Rüstungen und Taktiken haben aber sich aber trotzdem weiterentwickelt. Schwert ist nunmal nicht gleich Schwert. Und manche Fantasywelten haben ja das MA schon fast überschritten (DSA zum Beispiel). Gibt also durchaus Welten in denen Fortschritt vorhanden ist.

    @Phobos: Klingt interessant. Troja und 300 finde ich als Filme eigentlich ganz nett. Aber keine Angst, mein Griechenbild ist nicht von cineastischen Spartiaten geprägt. Eher durch mein Geschichtsstudium.

  9. #9
    Lorenz
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    hmm ich kann bunkerbewohner leider nicht grossartig weiterhelfen, aber ich poste hier trotzdem mal

    @Phobos:
    an welcher hellenistischen Epoche wäre denn der Look dieser Charaktere orientiert?
    Man bekommt in letzter Zeit relativ günstig die Körperpanzer (Leder oder Metall) und Helme (mit und ohne Haarbusch) für antike Griechen. Auch bronzene Arm- und Beinschienen sind relativ günstig zu bekommen.

    Für mich klingt das als Projekt eigentlich ganz spannend, zumal der Einstieggünstig von statten gehen könnte und man mal was "anderes" spielt, ohne direkt Frendrassen o.ä. zu entwerfen.
    Basically... RUN!

  10. #10
    Romarik v. Tauenrank
    Romarik v. Tauenrank ist offline
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    Eine historische Anlehnung ist nur grob vorhanden und ist eher kulturell zu sehen, als im eigentlichen Erscheindungsbild. Natürlich soll vor allem das Klischeebild eines griechischen Kriegers bedient werden. Somit Ziele ich auf eine idealisierte Epoche vor dem Hellenismus, also der Klassik, eher so zur Zeit des Attischen Bundes, worauf der geschichtliche Hintergrund ganz grob basiert. Mein Traum wären ja eigenlich Linothoraxe als Rüstungen, aber der damalige Entwurf sah so etwas vor (siehe Bild):

    griecheWEISS.jpg

    Ansonsten halt Togen und an den Schulter geknüpte Tuniken als Zivilkleidung (ist gut, weil Cons ja eh eher im Sommer stattfinden).

    Eine vernünftige Lösung für einen Speer hatte ich damals noch nicht gefunden, aber ich arbeite noch an einer schönen Umsetzung für eine (potentielle) Phalanx.

    Es gibt zudem noch ein Farb- und ein Symbolkonzept, je nach Stadt und Rang, damit stets erkennbar ist, wer aus welcher Stadt kommt (Rivalitäten zwischen den Poleis) und was für einen Rang er bekleidet. Alelrdings ist das System recht komplex. Es gibt zwar verschiedene Ränge, sowie Adel (sprih Patrizier, Senatoren), dennoch soll die Hierarchie in diesem Fall flach gehalten werden. Die Demokratie ist heilig. Auch die Krieger bedienen sich ihrer (oftmals wir abgestimmt, wenn es um wichtige Entscheidungen geht...so der Plan). Weiterhin soll es bei den Kriegern auch einen starken Kriegerkult geben. Einzelne Krieger sollen mythisch ehrvorgehoben werden und quasi den Status von Halbgöttern bekommen (frei nach der Art eines Achilles, Heltors, Odysseus, Menelaos, Agamemmnon, etc.), um ihre Kameraden dauerhaft zu motivieren (so zumindest die Idee...ob man das als Spielerfigur umsetzt, halte ich für eventuell nicht für sehr geschickt, daher wohl eher als Legende, die man sich am Feuer erzählen kann).

    @Bunkerbewohner: Die Filme sind ganz nett...aber ich brauche im LARP keien 15jährigen Hänflinge, die halbnackt herumlaufen und sich für die 300er Version von König Leonidas halten. Und das wäre noch die weniger schlimmer Variante!

    Bei Interesse kann man sich ja mal zusammensetzen...

    Gruß,
    Björn
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