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  1. #11
    Kelmon
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    Wäre die Planung der Durchführbarkeit der einzelnen Werke eines so großen Bibliotheksprojekt nicht ein ungefähr so zentral wichtiger Punkt wie Rüstung und Waffen eines Kämpferkonzeptes?

    Für mich wäre das das erste, was ich von vorne bis hinten durchplanen würde, gerade, wenn es - wie Du sagst - 1000 Exemplare werden sollen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  2. #12
    Leander
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    Genau das, was Kelmon sagt, dachte ich mir auch.
    Wenn man eine Bibliothek gestalten will, sollte man sich als erstes Gedanken um den Inhalt der Bibliothek machen. Wie sollen die Rollen aussehen? Alle gleich? Wildes Durcheinander?
    Wie soll jede einzelne Rolle aussehen? Welcher Eindruck beim Papier ist angestrebt? Teils alt, teils neu? Nur neu? Nur alt? Sollen die Rollen auf 1 oder 2 "Holzstäbe" gewickelt werden? Oder gar keine? Oder je nachdem?
    Dann kommt noch das Layout der einzelnen Rollen. Soll man unterschiedliche Schriften oder gar unterschiedliche Sprachen und Schriften verwenden? Sollen da Siegel aufgebracht werden? Welchen Inhalt sollen die einzelnen Rollen haben?
    Bei 1000 Exemplaren ist gerade das eine ganze menge Aufwand. Dann wollen die Rollen zwischen den Cons gelagert werden. Dann müssen die Rollen auf dem Con irgendwie gelagert werden. Das ist alles nicht gerade einfach zu regeln, zumal du in deinem Zelt den Platz für Regale mit 1000 Rollen brauchst.
    Da dein Charakter ja eh um die Bibliothek herum aufgebaut werden soll (ansonsten wäre deine Frage witzlos), sollte zunächst die Bibliothek in Teilen und zumindest im Geiste komplett vorhanden sein, da das ja der Dreh und Angelpunkt deines Charakters ist.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  3. #13
    yaRincewind
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    Wie schon gesagt, ich kann mir das sehr sehr sehr schön vorstellen:

    Zunächst die Frage ob Rollen oder Bücher:
    So um 500 n. Chr. gab es bereits Buchbindung, die meisten Larper halten sich noch etwas später
    Ob Rolle oder Buch, du bist ja Bibliothekar oder was auch immer, auf jeden Fall kein Schreiber. Das heißt du schreibst nix ab (wobei du die Form bestimmen würdest), sondern du sammelst ein (ob Rolle oder Buch, du musst nehmen was du bekommst).
    Von da her würde ich also beides machen an deiner Stelle. Genau genommen denke ich ist es eine Frage der Quelle. Was unter 10 Seiten A5 an Text ist, lohnt sich kaum zu binden, da ist die Rolle praktischer. Ich spreche da aus Erfahrung

    Dann solltest du in deinem Zelt wirklich 2-3 Regale haben, wo Schriftrollen lagern und die Bücher stehen.

    Was du auch kannst ist natürlich faken. Du nimmst also irgendwelche Bücher, und verpasst denen einfach nen neuen Einband und ein bräunliches Äußeres, nebst einem toll klingenden Titel. Die kannst du zwar nicht benutzen, aber sie füllen deine Regale

    cu,

    Rince

    PS:
    Ich finde deine Idee sehr gut

  4. #14
    Herzschloss
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    Vollste Zustimmung zu Hana. :-)

  5. #15
    Cartefius
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    Auf meinem ersten Larpcon gab es auch eine solche "Zettelbibliothek", die angefüllt war mit zusammengerollten DIN-A4-Blättern. Besonders beeindruckend was das irgendwie nicht...

    Wenn schon "Alexandria", dann sollten die Schriftrollen auf jeden Fall was hermachen, also am besten mit schön gechnitzten Endkappen:
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20061111161905

  6. #16
    Shenerok
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    So ich habe jetzt mein Charkonzept, dazu aber später mehr weil ich mir darüber erst noch einige gedanken machen muss.

    Teilweise gebe ich euch schon recht, aber ich bin praktisch veranlagt, ich gehe dann ein Problem an wenn es aktuell ist, sonst verzettel ich mich nur.

    Aber um eure Fragen zu beantworten

    Der Eindruck und Aussehen: Die Schriftrollen sollen alle alt wirken, das Problem löse ich dadurch das ich ungebleichtes Recyclingpapier verwende, die beige Farbe passt dazu ganz gut, zusätzlich werde ich es künstlich altern lassen, größe und Form werde ich auch größtenteils gleich halten, wobei ich schon einige varianten machen werde wo sie Passen.

    Das Papier in Form von Rollen ist nur schwer Realisierbar, das zusammenkleben von normalem Druckpapier ist möglich, zwar auch zeitaufwendig, aber sieht nicht so gut aus.
    Es als Rollenpapier zu besorgen und bedrucken zu lassen, wäre kaum möglich da dafür spezielle Drucker benötigt werden, geschweige dem an das benötigte Papier zukommen, und ein so spezieller Auftrag bei einer Druckerei wäre unbezahlbar.

    Holzstäbe werde ich wenn nur vereinzelt für besondere Stücke verwenden, einfach aus dem grunde, jemand der mit eine Bibliothek auf Reisen geht wird versuchen jedes zusätzliche gewicht zu vermeide, und eine Schriftrolle mit stäben wiegt locker das 4 bis 5-fache wie ohne.

    Das Layout: Es wird großteils nur eine Sprache verwendet werden, halte ich auch für einfacher und besser, und der Logik nach klüger da man es sich sonst unnötig schwer macht.

    Bezüglich Inhalt: Die Bibliothek wird alle Themen umfassen die sich finden lassen, von Magie jeder Art, über Länderbeschreibungen und Geschichten bis hin zu Religiösem und Sagen und Legenden, wobei die brisanteren Themen nicht offen verfügbar sein werden.
    Rance hat da ja schöne Beispiele genant :-)

    Lagerung: Zwischen den Cons kein Problem, ich eine große Wohnung habe und einen großen Keller.
    Für die Cons werde ich mir spezielle Regale besorgen oder besser gesagt bauen, ähnlich den Weinregalen die man zusammenklappen kann nur in einer größeren Ausführung.
    Und der Platz ist im Zelt auch vorhanden bei einem 8-Mann Zelt.

    Die Bibliothek soll so gut wie möglich und auch beeindruckend aussehen, aber bei einem Job mit 45-Stunden die Woche, jetzt wo das Problem mit der Schweinegrippe aufkommt wahrscheinlich eher 60-Stunden, und einer nicht gerade berauschenden finanziellen Aussicht, muss ich dabei leider Abstriche machen, aber wenn ihr Vorschläge hab wie sich sowas kostengünstig und in akzeptablen zeitlichen Rahmen lösen lässt bin ich für alles offen.

  7. #17
    Leander
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    Du willst die Rollen nur bedrucken?
    Das Problem ist wirklich das bedruckte aufgerollte Zettel in A4(?) einfach nicht mysthisch wirken, egal was drin steht. Rein logisch würde ich mir da doch lieber eine Zettelwirtschaft anlegen. Die Papiere kann man dann einfach aufeinander legen und wenn nötig falten (rein IT logisch), da Rollen wohl eines der unpraktischsten Medien überhaupt sind.
    Damit die Bibliothek schon nach was aussieht, sollte man wirklich entweder Bücher mit sich führen und/oder Rollen auf Holzstäben, wie die von Cartefius gepostete Thora (so meinte ich das, also danke für das Beispiel), mit den unterschiedlichsten Schriften, Gestaltungsarten, Siegeln usw. usw. etc.
    Es tut mir ja leid das so sagen zu müssen, aber eine wirklich mysthische Wirkung oder auch nur etwas beeindruckendes kann ich mir dabei bisher echt noch nicht vorstellen. Vielleicht schaffst du es ja das auf die Beine zu stellen und uns vom Gegenteil zu überzeugen, aber bisher sehe ich das noch nicht.
    Hinzu kommt noch, dass du dir ein wirklich sehr, sehr zeitintesives Projekt aufhalsen willst, aber sagst, dass du keine Zeit für sowas hast.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  8. #18
    Yezariael
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    Stelle mir das ganze auch etwas schwer vor. Allerdings siehts mit etwas Zeitaufwand bestimmt toll vor.
    Was die Rollen angeht würde ich mal versuchen Tapetenrollen zu benutzen. Wenn du dir was Zeit nimmst kannst du zu mindestens ein par von Hand beschreiben. Wenn du dann noch was kaffee drüberpinselst kriegt das ganze nen netten gealterten Look.
    Ist zwar ne Menge Arbeit aber sieht meiner Meinung nach besser aus als aneinandergetapte bedruchte a4 blätter
    If you took the view that you were not going to do things, because they're apparently riddicoulus you might aswell go home right now

  9. #19
    Dutch
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    Zitat Zitat von Shenerok
    Das Papier in Form von Rollen ist nur schwer Realisierbar, das zusammenkleben von normalem Druckpapier ist möglich, zwar auch zeitaufwendig, aber sieht nicht so gut aus.
    Es als Rollenpapier zu besorgen und bedrucken zu lassen, wäre kaum möglich da dafür spezielle Drucker benötigt werden, geschweige dem an das benötigte Papier zukommen, und ein so spezieller Auftrag bei einer Druckerei wäre unbezahlbar.
    Ich gehe davon aus, dass du deine Dokumente mit dem Computer erzeugen und ausdrucken willst. Da könnte folgendes Rezept helfen:

    Man kaufe großformatiges Papier (DIN A1 oder A0), schneide es in Streifen der gewünschten Breite und gebe in der Textverarbeitung die Maße des so hergestellten Papierformats ein, z.B. 15 x 75 cm. Die Textverarbeitung wird sofort ein Dokument mit entsprechenden Maßen anlegen. Beim Ausdruck wird auch der Drucker so angesteuert, dass er eine Seite der zurechtgeschnittenen Länge verarbeitet. Tut er dies nicht, musst du ggf. noch in der Druckersteuerung dein selbstgeschnittenes Papierformat eintragen.

    Auf diese Weise sollte es kein Problem darstellen, mit einem gängigen PC, einem gängigen Drucker und einer gängigen Textverarbeitung eine Schriftrolle zu bedrucken.

    Das Layout: Es wird großteils nur eine Sprache verwendet werden, halte ich auch für einfacher und besser, und der Logik nach klüger da man es sich sonst unnötig schwer macht.
    Soweit ich es gelernt habe, bezeichnet "Layout" die visuelle Gestaltung eines Printmediums. Also z.B. welche Schriftart du für den Text verwendesat, nicht jedoch in welcher Sprache er geschrieben ist. Nur, damit wir wirklich über die gleichen Dinge sprechen und nicht aneinander vorbeireden.

    Bezüglich Inhalt: Die Bibliothek wird alle Themen umfassen die sich finden lassen, [...]
    Es ist nicht verkehrt, sich hohe Ziele zu stecken, aber ich halte dieses für nicht erreichbar. Es wird immer so sein, wie im "wirklichen" Leben: Die Information, die man gerade braucht, wird fehlen.


    Hast du das Buch "Der Name der Rose" von Umberto Eco gelesen? Dort spielt eine mittelalterliche Klosterbibliothek die heimliche Hauptrolle. Interessant für dich könnten die Beschreibungen sein, wenn William von Baskerville und sein Novize zum ersten Mal die Bibliothek betreten und minutiös die verschiedensten Arten und Formen der dort gelagerten Schriftstücke beschrieben werden.
    Aber auch die Charaktere des Bibliothekars, seiner Gehilfen und ihrer Weisungsbefugten bieten sicher die eine oder andere Anregung für ein Charakterkonzept, das eng mit einer Bibliothek verbunden ist.
    Es gibt auch eine sehenswerte Verfilmung, aber dort kommen gerade die Details, die für dich interessant werden, etwas zu kurz bzw. werden vereinfacht.

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

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