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  1. #1
    Kelmon
    Kelmon ist offline
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    Vagabund / Pilger

    Momentan arbeite ich am Konzept eines Vagabunden (zieht umher, ist mittellos, verdient Unterkunft - oder zumindest Nahrung - durch Betteln und Gelegenheitsarbeit). Während ich kein Problem mit dem Konzept an sich oder der Kleidung habe stellt sich mir die Frage, ob, und wenn ja, welche Waffe zu diesem Konzept passen könnte.

    Logischerweise meine ich hier keine Kriegswaffe, und schon gar nicht habe ich vor, mich in irgendwelche Kämpfe zu stürzen, aber es wäre irgendwo logisch für mich, daß ein so "freier" - und damit nicht gerne gesehener - Mensch u.U. etwas Schutz benötigen könnte.

    Einerseits wäre ein simples Eßmesser nett, wirft aber die Frage auf, wo ich an einen teuren Metallgegenstand herankomme. Wie gesagt - das Konzept ist "ärmlich + 1".
    Dann wäre da der Wanderstab, der zwar IT nichts kostet, aber OT vielleicht zu sehr ausdrücken könnte "ich bin da, um in Kämpfen mitmischen".
    Irgendwelches Werkzeug als improvisierte Waffe wäre wohl denkbar, könnte dann aber den Eindruck vermitteln, daß ich eine Art Handwerker bin (da sowas bei allem außer Handwerkern wohl selten ist).
    Ein kurzer Knüppel könnte vielleicht am ehesten das richtige sein, würde eben in eine Reisentasche passen und wäre IT ebenfalls umsonst.
    Eventuell würde ich entweder von Anfang an oder im Laufe der Zeit diesen Charakter zu einem Pilger machen, wodurch natürlich der ans Christliche Pilgerwesen angelehnte Pilgerstab als sinnvolle Ausrüstung hinzukommen könnte (ob nun aus Holz oder als LARP-Waffe gearbeitet).

    Oder wirklich - nichts?

    Bevor ich mich entscheide, würde ich sehr gerne eure Meinung hören, was ihr für sinnvoll haltet
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  2. #2
    Aeshma
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    Moderator Avatar von Aeshma

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    Hallo Kelmon,

    ich finde einen kurzen Knüppel im Moment die beste Wahl.
    Keine Waffe ist zwar auch schön, aber ich finde, dass in einer Welt wie der in der wir LARP machen doch zu viele Gefahren hinter jeden Ecke lauern. AUsserdem kannman mit dem Knüppel sicher auch mal den selbst gefangenen Fisch zum schweigen bringen oder die Ratte/Ente wasweißich aufs Feuer schaffen.
    Je nachdem wie "abgewrackt" (*lach) du das spielen willst, also wie weit "runter" du gehen magst.

    Ein Messer hat natürlich ähnliche Vorteile, wäre sogar nur ein Stück nützlicher, aber eben auch teurer. Könnte mir da gut ein alt aussehendes Messer vorstellen mit sehr groben Schleifspuren. (immerhin hat nicht jeder nen Schleifstein) In wie weit das als LARP-Waffe umsetzt bar ist weiß ich eben nicht.
    Ein weiterer Nachteil an dem Messer: Man könnte dich für einen getarnten Meuchler halten (sogar ziemlich nach dem wie einer hier im Forum gefordert werden würde *lach)

    Grüße
    Aeshma

  3. #3
    Morthaur
    Morthaur ist offline
    Grünschnabel

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    Klar ein Wanderstab/ Pilgerstab ist ne gute Idee.

    Aber mir kam da noch ne andere, wie fändest du das als Grundidee:

    http://www.mytholon.com/product_info...18f2334c2c0639

  4. #4
    Justav
    Justav ist offline
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    Re: Vagabund / Pilger

    Zitat Zitat von Kelmon
    Einerseits wäre ein simples Eßmesser nett, wirft aber die Frage auf, wo ich an einen teuren Metallgegenstand herankomme.
    Ein abgewetztes Messerchen, dessen Klinge schon fast nicht mehr vorhanden ist durch das häufige Schärfen, fände ich nicht störend; eher würde ich mich fragen, wie man ohne Messer (das wichtigste Werkzeug überhaupt) überleben will, v.a. als Landstreicher.

    Zitat Zitat von Kelmon
    Dann wäre da der Wanderstab, der zwar IT nichts kostet, aber OT vielleicht zu sehr ausdrücken könnte "ich bin da, um in Kämpfen mitmischen".
    Willst Du denn OT kämpfen? Wenn ja: Stab als Polstervariante. Wenn nein: Stab aus Holz. Fände ich in jedem Falle besser als ein umfunktioniertes Werkzeug; ein Stab hilft beim Wandern, Waffen oder Werkzeuge stören eher.

    EDIT & P.S.: Ein Wanderstab aus gutem Hartholz (ebenso ein Knüppel) wäre wohl auch nicht umsonst; irgend ein Stück Bruchholz aussem Wald ist als Waffe nicht geeignet. Um ein entsprechendes Stück aus Hartholz in Form zu bringen bräuchte man bspw Werkzeuge wie ein vernünftiges Messer, eine Axt etc.pp.

  5. #5
    Cartefius
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    Ich halte einen Wanderstab für die beste Alternative, und zwar keinen metallbeschlagenen Langstab, sondern eben so die typische Wanderstabsgröße von vielleicht 1-1,40m:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...ly_swagman.jpg

    Da ist meiner Meinung nach die Aussage: "Ich will unbedingt kämpfen!" nicht so klar ausgeprägt.

  6. #6
    crakk
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    huhu

    was mir auch in den sinn kommen würde (wobei das eher schwierig zu realisieren sein dürfte): ein abgebrochener Pfeil

    praktisch wirklich nur ne pfeilspitze und 9-10 cm vom pfeilschaft noch dazu (das dürfte denke ich mal auch noch ganz gut kernlos oder mit lederkern zu realisieren sein - also auch stichtauglich (wie man das ja anwenden würde))

    fände ich auch relativ passend, weil auf einem normalen historischen schlachtfeld (und im LARP kommt man ja ziemlich häufig auf "schlachtfelder") lagen bestimmt immer nen paar pfeile rum, die niemand aufgehoben hat, oder die kaputt gegangen sind (vllt ist da gleich noch jemand draufgetreten, kann ja passieren)

    soweit meine gedanken

    grüße
    andré
    Profilbild entnommen aus http://www.flickr.com/photos/horathi...th/5686508142/ - Fotos von unserem ersten con von jemandenl =) danke für das

  7. #7
    Kelmon
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    Ich danke euch schonmal allen für eure Vorschläge

    @Justav: Stimmt, die Frage sollte ich wohl erstmal beantworten. "Will ich OT kämpfen?" Erstmal nein, weglaufen, um Gnade flehen und Buckeln wären die Mittel der Wahl, die ich für den Charakter als passend erachten würde. Eine Ausnahme würde wohl die "Messerstecherei" (Knüppelei?) bilden, wenn Penner A und Penner B sich um Brot C streiten. Also auf diesem Level.

    @Mortaur: Eine Bratpfanne - wie auch andere Küchengegenstände - wären wohl weit, weit außerhalb von dem, was ich so mit mir rumtragen würde. Dazu aber später mehr...

    @Cartefius: Stimmt, gefällt mir.

    @Crakk: Das klingt zunächst mal interessant (und herrlich...obskur), aber zum einen erinnert mich das sehr an diese für mich eher seltsam anmutende Praktik, daß einige LARP-Bogenschützen ihre Pfeile als Stichwaffen mißbrauchen, zum anderen weiß ich nicht, ob sowas nicht eher unter "heimtückische Angriffswaffe" denn unter "Waffe zur Verteidigung" fallen würde.

    @all: Inzwischen existiert auch ein bisschen "Charakterfluff", der das Konzept etwas näher beschreiben soll:

    "Bitte endschuldigt, Herr, ich habe seit Tagen nichts gegessen, darf ich euch...danke, vielen Dank, mag der Eyne es euch und eurer Familie hundertfach vergelten!"
    ---
    Mit dem Kanten Brot und den drei Zwiebeln in der Hand lief Mathis das Wasser im Munde zusammen. Er hatte zwar etwas mit dem "seit Tagen" übertrieben, sein Hunger war aber sicher nicht klein.
    Der Platz direkt zwischen Marktplatz und dem Patrizierviertel hatte sich als sehr lohnenswert erwiesen. Nicht nur gab es oft etwas zu essen, auch wanderte mal eine kleine Münze in seine Tasche. Er hatte aber auch Nachteile...
    ---
    Die alte, einbeinige Frau neben ihm starrte ihn mit unverhohlenem Mißmut an.
    "Du sitz' hier als hättes' 'nen Bettelbrief, has' aber keinen, hm? Un' das, wo die Wache jeden 'rauswirf, wenn die's gesteck bekommen..."
    Besser nichts riskieren.
    "Das halbe Brot und eine Zwiebel, Alte?"
    Der Blick aus seinem Auge sagte unmißverständlich, daß man sich im Guten einigen konnte, aber auch, daß seine Faust sicher schneller als der Ruf nach Wachen fallen könnte.
    Die alte nickt. Und scheint dann in eine gegenüberliegende Gasse hineinzunicken. Mathis händigt ihr mit falschem lächeln ihren "Anteil" aus.
    "Redes' am bestn mit Joc, der teil' euch Vagabundn Straßn zu. Kei' Ärger mit Wachn, Kei' Ärger mit uns. Leb' sich auch gut dort, glaubsts mir einfach. Schaust mal hinter' Kornspeicher heu' Aben'. Zu' schlafen schaus' nach unser' Zinken hier - vier Strich' für vier Bettpfostn. Die lassn Dich wohl wo penn'. Aber nich' mit Dreieck drübe', die sin' nu' für' UNS."
    Nachdem das Essen in der Kleidung der Alten verschwunden ist, zieht sie sich auf ihre Krücke hoch, um aufzustehen. Sie macht anstalten, wegzugehen, dreht sich dann noch einmal kurz um und deutet auf seine Augenklappe.
    "Echt?"
    "Ja."
    "Iss' besse' so. Hie' versteht nieman' Spaß bei sowas."

    ---
    Eine neue Stadt, neue Bettler, neue Wachen, neue Regeln.
    Während Mathis schon überlegte, wann er wohl weiterreisen will - im Winter hat es sich bewährt, auf einem großen Hof und nicht in der Stadt unterzukommen, auch wenn das Arbeiten heißt - beißt er in die frische Zwiebel. Herrlich.

    Heute Zwiebeln und Brot, morgen - mit etwas Glück - vielleicht Wurst?

    Ein kurzer Hustenanfall überkam ihn. Er achtete darauf, daß er diesmal kein Blut auf die Kleidung bekam. Anders als ein bisschen Dreck würde das nur die barmherzigen Leute der Stadt vergraulen...
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  8. #8
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    Sowas wollte ich auch für nächstes Jahr für nen Con zusammenstellen, wobei ich das erstmal als ne einmalige Sache durchziehe und entsprechend kaum Aufwand betreiben werde.
    Bezüglich Waffe dachte ich an einen einfachen Holzknüppel, den ich hier rumfliegen habe (So vom Stil her ein Baseballschläger aus rohem Baum..). Eigentlich ist mir das Ding aber schon wieder zu aggressiv, der Wanderstab würde da mehr Sinn machen. Gerade zur Verteidigung eigentlich bisher die schönste Alternative.
    Weitere Ideen von mir, mal nicht nach defensiv und offensiv geordnet:
    Ein Totschläger, bzw ein Säcken mit einem Gewicht,
    Ein Schlagring (improvisiert: ein kleines Brett mit Steinen und Splittern auf die Hand binden oder so),
    Ein schön dicker Stein,
    der Stein an einem kurzen Seil.

    Bisher finde ich den Stab aber am Schönsten.

    Willst du den Charakter nur auf Stadtspielen spielen oder auch auf den üblichen Abenteuercons?
    http://goblinbau.wordpress.com
    Manchmal blogge ich Pen&Paper Zeug

    ~zurück aus den larplosen Landen~

  9. #9
    Kelmon
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    Ziel für ich ist (unter anderem), mit dem Inhalt einer kleinen Tragetasche auszukommen und mir alles sonstige IT zu erbetteln. (und OT zu bezahlen). Typischerweise kommen also erstmal gerade Hüttencons, evtl. Cons auf Burgen und Großcons mit "Herbergen" in Frage.

    Auf den typischen Abenteuercon wollte ich mit dem Charakter nicht, den sehe ich in der Tat eher etwas für Stadtcons und Hofhaltungen (sofern das Bespielen von Bettlern da ins Konzept reinpasst), Turniere und Feiern sowie eventuell Wandercons geeignet.

    Der Charakter ist übrigens auch durchaus auf ein Ableben in nicht allzu ferner Zukunft ausgelegt, aber ich denke mir, daß die verranzten Klamotten, die ich für den baue auch anderweitig noch Verwendung finden würden.
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  10. #10
    Justav
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    Zitat Zitat von Kelmon
    @Justav: Stimmt, die Frage sollte ich wohl erstmal beantworten. "Will ich OT kämpfen?" Erstmal nein (...)
    Dann würd ich auf den Stab (als Polsterwaffe) verzichten; da Messer/Dolche auch nicht viel bringen: Vielleicht auch hier eine passende, ärmlich-abgenutzte Echtvariante statt das LARP-kampffähige Gummiteil.

    Ein Knüppel (ich stell mir den gerade so in der größe eines Totscvhlägers oder Belegnagels vor) wäre für die kleinen Raufereien um die täglichen Abfälle sicherlich hilfreich; als Wirt hatte ich früher immer gefakte Schaumstoffflaschen dabei (aus zwei Teilen bestehend, um sie an der Tischkante zu zerschlagen), vielleicht wäre das auch was für dich; obwohl man eine abgebrochene Flasche wohl nur selten als Waffe mit sich führt.

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