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  1. #1
    Mortimer
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    Grünschnabel

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    Mein erster Charakter - Ein Schreiberlingsgeselle

    Hallo alle zusammen.

    Ich habe vor ein paar Jahren meine erste Con erlebt und spiele seit dem immer mal wieder, aber eben doch eher selten. Außerdem immer nur als NSC. Das möchte ich jetzt eigentlich bald mal ändern. Aus diesem Grund habe ich mir mal ein paar Gedanken zu einem möglichen Charakterkonzept gemacht. Das Ergebnis würde ich euch hier gerne vorstellen und mal schauen, was ihr so davon haltet. Über ein wenig Feedback, Tipps und Verbesserungsvorschläge würde ich mich wirklich riesig freuen.



    Der Charakter in Stichworten

    Name: Mortimer Seydelmann
    Alter: 21
    Geschlecht: Männlich
    Beruf: Schreibergeselle auf Gesellenwanderschaft
    Einige beschreibende Adjektive: Neugierig, intelligent, wortgewandt, beschwichtigend, feige, skeptisch, misstrauisch, eigenbrötlerisch, gerissen, freundlich


    Die Charaktergeschichte

    Mortimer kam als zweitgeborener Sohn der Eheleute Albrecht und Klara Seydelmann zur Welt. Ihm folgte eine vier Jahre jüngere Tochter. Seine Kindheit und Jugend verlebte er zusammen mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern, Berthold und Mathilde, in der Stadt Hohenfels in der Westmark von Bruckland.

    Hier arbeitete sein Vater als Schreiberknecht in einer städtischen Amtsstube. Der Lohn genügte vollauf, um ein anständiges Leben zu führen. Obwohl Mortimer niemals übermäßig verwöhnt wurde, hatte er eine im Großen und Ganzen glückliche Kindheit.

    Zu seinen Eltern hatte er ein im Grunde gutes Verhältnis. Sie haben versucht, ihn von Kindesbeinen an wohl zu erziehen. Nichtsdestotrotz hat er mit seinem großen Bruder viel Schabernack auf den Straßen von Hohenfels getrieben. Oft war er es, der zusammen mit seinem zwei Jahre älteren Bruder voranschritt, wenn es darum ging, jemandem einen Streich zu spielen oder jemandem die Äpfel aus dem Garten zu klauen. Auch fand er immer Mittel und Wege, um an ein paar Münzen oder etwas wertvolles zum Tauschen zu kommen. Skrupel kannte er dabei auch nicht immer, wägte aber häufig das Risiko ab, wobei er sich mehr als einmal mit seinem Bruder darüber in die Haare geriet, ob eine Aktion nun das Risiko wert sei oder eben nicht. Und mehr als einmal hat ihm all sein Treiben zur Strafe, jeder noch so überzeugenden Unschuldsmiene zum Trotz, eine ordentliche Tracht Prügel eingebracht. Dafür genoss er aber unter seinen Altersgenossen einen gewissen Respekt, und seine Vorschläge und Ratschläge wurden gern befolgt, wenn man mit ihm unterwegs war. Immerhin galt er als intelligent, wissbegierig und listenreich.

    Aber auch die mühevoll versuchte Erziehung der Eltern trug Früchte. Mortimer half unter den strengen Augen seiner Mutter im Haushalt und entpuppte sich obendrein bald als ein den Erwachsenen gegenüber überaus freundlicher und eloquenter junger Kerl, der, wenn er es denn sein wollte, stets höflich und zuvorkommend war.

    Auch bewies er ein gutes Herz. Wann immer einer seiner Kameraden wirklich einmal in Bedrängnis war, in der Klemme saß oder ihm das Herz schwer war, hat Mortimer versucht, ihm zu helfen.

    Wenn Mortimer nicht gerade zuhause war oder auf der Straße rumstreunte, fand man ihn in der öffentlich zugänglichen Bibliothek der Stadt. Hier, zwischen all den Buchrücken, den Stapeln von Papier und Pergamentrollen fühlte er sich wohl und geborgen. Wenn er traurig war oder einfach nur für sich sein wollte, kam er häufig hierher.

    Eigentlich hatte sich sein Vater immer gewünscht, dass sein ältester Sohn einmal das gleiche Handwerk wie er ausüben würde. Berthold aber sträubte sich. Er sah keinen wirklichen Nutzen im Schreiben. Eigentlich wollte er gerne Tischler werden. Und so kam es immer häufiger zu Streit im Hause Seydelmann. Nach zahllosen Auseinandersetzungen über das leidige Thema hatte Berthold dann sein Bündel gepackt und war vollkommen unvermittelt aus der Stadt marschiert.

    Mortimer sah sich in der Pflicht. In seinen Augen war sein Vater immer ein gutherziger Mann gewesen, der Abend für Abend Geschichten erzählt und sein tiefes raues Lachen gelacht hatte. Gerade dieses Lachen war bald seit einem Jahr nicht mehr vernommen worden, als sich Mortimer um einen Gesellenplatz in einer Schreibstube bemühte.

    Schließlich ging er in die zünftige Lehre. Zu Anfang musste er niedere Werkstattdienste wie Farbanreiben und Farbanmischen oder Pergamentzurichten verrichten. Später musste er neben flüssigem Lesen auch das fließende und fehlerfreie Schreiben in verschiedenen Schriftarten lernen. Dazu kamen Kenntnisse über Beschreibstoffe, Schreibwerkzeuge, Farben und Tinten. Unter seinem Meister wuchs in ihm außerdem die Leidenschaft für Kartographie, mit der er sich bald neben seiner Ausbildung zu beschäftigen begann. Nach mehreren harten Lehrjahren wurde er Freigesprochen. Nach dem Abschluss seiner Lehrzeit war es für Mortimer Pflicht, auf Gesellenwanderschaft zu gehen, um seine beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu verbessern, seinen geistigen Horizont zu erweitern, Erlebnisdurst und Fernweh zu stillen und um persönlich weiter zu reifen. Außerdem war die dreijährige Wanderschaft Voraussetzung für die Ablegung der Meisterprüfung.

    Tja, und nun, eben nun, befindet sich Mortimer im ersten Jahr seiner Wanderschaft.

  2. #2
    Kelmon
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    Wie - beide Eltern leben, und Du bist nicht ausgebüchst, obwohl Du einen Beruf lernen mußtest, der Dir nicht zusagt?
    Das geht aber so nicht.

    Bitte füge mindestens 3 tragische Ereignisse in Deine Kindheit ein und werde zumindest eines der folgenden: Demokrat, Atheist, Frei, Gelegenheitsmeuchler, Söldner (auch frei).

    Gruß,
    Dennis
    *Hat heute seinen ironischen Tag *
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
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    Mhh.. Ich glaub Kelmon ist mit dem Konzept zufrieden^__^
    Escape The World...

    ...Open The NeXt

  4. #4
    Kelmon
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    @Trekke: Pssssst!
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  5. #5
    Alex
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    Das ist doch ein Troll, oder? Ich mein, keine groben Schnitzer oder Fehler, da ist doch was faul. :wink:

    Mal im ernst, finde ich komplett OK so. An was hast Du denn als Kleidung und Ausrüstung gedacht? Übrigens finde ich es als netten Sidegag, dass der ältere Bruder das sonst so oft strapazierte Konzept des "Ich hab keine Lust auf den Beruf meines Vaters und hau deshalb ab"-Sohnes bedient.

    Grüße,
    Alex

  6. #6
    Mortimer
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    Jetzt wo du es sagst, das mit dem älteren Bruder war mir noch gar nicht soo bewusst gewesen. :lol:

    Also wegen der Ausrüstung und der Kleidung. Erst mal natürlich das Notwendigste, das ich für mein Handwerk brauche. Den ein oder anderen Federhalter, verschiedene Schreibfedern, Bandzugfedern und so was. Vielleicht auch einen Federkiel. Dazu IT-taugliches Papier und vielleicht noch das ein oder andere Büchlein. Außerdem verschiedene Tinten und Streusand.

    An Gewandung hatte ich bisher an ein schlichtes Hemd gedacht, dazu eine Weste, eine einfache Hose, einen Gürtel mit verschiedenen Taschen, eine Bundhaube. Für schlechtes Wetter noch einen Umhang.

    Leider ist bei den Sachen, die ich davon schon hier hab, relativ viel Schwarz dabei. Das wollte ich eigentlich vermeiden. Jetzt sind schon Hose, Weste und Umhang schwarz. Wenn ich den dann trage, sieht man quasi keine andere Farbe mehr.

    Das soll aber auf keinen Fall so bleiben. An der Hose ändert sich das definitiv noch, am Umhang auch auf kurz oder lang. :-)

    Und sonst all das, was man eben so auf wanderschaft braucht. Ein wenig Essbesteck, ein Becherchen, den ganz normalen Krams. Oh, und noch ein kleines Jagdmesser. Das kann immer mal praktisch sein.

    Keine Bange, ich habe von keinem Onkel oder sterbenden Vater ein Schwert geerbt. :wink:

  7. #7
    Alex
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    Klingt soweit doch in Ordnung. Das viele schwarz ist zwar ärgerlich, aber ich sehe da kein Problem, dass erstmal zu nutzen, wiel es eh da ist und nach und nach auszutauschen. Ich hab auch noch viel zu viel schwarzes Zeug im LARPschrank.

    Dann bin ich mal auf Fotosgespannt. Was Papier angeht, Lidl hat ab Montag günstig marmoriertes Papier.

    Grüße,
    Alex

  8. #8
    Justav
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    Zitat Zitat von Mortimer
    Hallo alle zusammen.
    (...)
    Beruf: Schreiberlehrling auf Gesellenwanderschaft
    (...)
    Ent- oder weder, ausgelernte Azubis machen wenig Sinn; zum LARP-typischen Herumtreiber passt der ausgelernte Geselle besser, denn die gehen tatsächlich und z.T. noch vollkommen real auf die Walz.

    Die Geschichte ist nett, wird aber nur eine Minderheit der SLs lesen, würde ich vermuten; zu lang...

    Außerdem hört die sich so an, als hätte man hier tatsächlich im Vorhinein LARP-Foren gelsen, und alles weg gelassen, was in Forenberatungen ypischerweise als "schlecht" gilt; ist voll langweilig so, zumindest für den Foren-Strei... ähh die entsprechende Diskussion...

  9. #9
    Leander
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    Was all die anderen sagen.
    Befolgt da mal jemand die Hinweise, die man sonst jedes Mal wieder neu geben muss?
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  10. #10
    Mortimer
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    Danke erst mal wegen dem Tipp mit dem Papier. Ich werd morgen mal schauen, ob ich da noch welches bekomme. Auch, wenn mir handgeschöpftes Büttenpapier lieber wäre. Aber ich will mal nicht übertreiben.

    Wegen dem Foto: Da werd ich mal sehen, wann sich was machen lässt. Will aber erst mal nicht zu viel versprechen.

    Wegen der Länge der Geschichte: Ich kann sie ja noch stutzen oder in Stichpunkte umwandeln, wenn ich mal Wert darauf lege, dass sich eine SL möglicherweise eingehender mit meinem Char beschäftigen könnte. Aber primär ist sie sowieso für mich gedacht. Vielleicht hilft mir die ausgearbeitete Geschichte ja beim schönen Spiel.

    Das mit dem Lehrling ist in der Tat ein Fehler. Natürlich muss es Geselle heißen. Danke für den Hinweis!

    Ich hatte wohl einen gute Einfluss, was die Bekannten angeht, die mich zum LARP gebracht haben. Vieles, was ich beim Schreiben der Geschichte berücksichtigt habe, kommt von denen. Und wohl zugegebenermaßen auch aus dem ein oder anderen Forum. :wink:

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