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  1. #1
    Bregon
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    Englischer Billman

    Hallo ihr kritischen Forenfreunde!

    Ich habe mir gedacht, ich tüftel mir nen neuen Charakter zusammen.
    Es soll ungefähr wie ein englischer Billman aus dem 15. Jh werden.
    Bisher besteht noch kein richtiges Charakterkonzept, aber eine Vorstellung der Gewandung/Rüstung.

    Der soll dann ungefähr so aussehen:

    - eine Schaller mit Visier*
    - Panzerkragen aus Kettengeflecht
    - Brustplatte (gotisch?)*
    - Gambeson/ Stepprock
    - ein Wappenrock oder Surcot
    - Diechlinge + Kniekacheln*
    - eine Hellebarde*
    - kurzes Schwert in den Gürtel*
    - Gebamsel
    - Plattenfäustlinge (?)*

    So..mehr fällt mir ersteinmal nicht ein.
    Das ganze ist, aufgrund der vielen Anschaffungen(alle mit *), die noch getan werden müssten, eher ein Langzeitprojekt.

    Als Geschichte/Konzept eventuell sowas:

    Neu in den Kriegsdienst eines Fürsten/Landesherren getreten, doch das war mir zu hart (oder langweilig?), also bin ich aus Abenteuerlust losgezogen. Vielleicht finde ich ja eine Gesellschaft, in der es nicht ständig nur ums Exerzieren geht...

    So, das war´s erst einmal.

    Viele Grüße Bregon

    P.S.: Ich kann einfach keine passenden Bilder finden!
    Aber wer das Buch "Söldnerleben im Mittelalter" hat: auf Seite 56 oben.
    So ungefähr soll es sein.

  2. #2
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    Servus,

    Also nach einem Blick auf die Vorlage ... wenn du sie in etwa so umsätzt, kannst du nicht viel verkehrt machen. Sieht gut aus. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

    Alternative zum gotischen Harnisch wäre z.b. noch eine Brigantine ... auch immer wieder sehr schick. Allerdings in Ordentlicher ausführung genauso teuer wie ein guter Harnisch. *grübel

    Ansonsten würde ich selber, anders als in deiner Vorlage darüber nachdenken, die Ärmel des Polsterwamses direkt fest zu nähen und nicht anzunesteln. Sieht einfach besser aus und ist in meinen Augen irgendwie sinnvoller. Aber das ist nur nen Detail.

    Zum Kettenkragen:
    Da würde ich auf jedenfall zu einem vernieteten Kragen raten. Kosten ja inzwischen nicht mehr so viel und die Optik ist halt doch gleich viel schöner. Den dann zwecks besseren Tragekompfort noch mit einem gepolsterten Leineninley nachrüsten.

    Was hast du an zivile Bekleidung geplant? Wams, Schecke und Schamlatzhose?

    ordentliche Plattenfäustlinge sehen, gerade zu Schaller und Brustharnisch schon sehr schick aus. Damit wirkt man schon sehr gerüstet. Das trägt mein eigener Kriegsknecht auch in dieser Form. Für den Anfang genügen aber wohl auch einfache, dicke Woll- oder Lederhandschuhe. (aus reinen OT-Schutzgründen schon sinnvoll).

    Gruß Uwe

  3. #3
    Bregon
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    Heyho!

    Danke für das Lob!
    An normale Gewandung ist natürlich gedacht!
    Ich denke da so an ein (rotes?) Samtwams, Schamlatzhose und einen Rock(als Überwurf).
    Natürlich darf auch ein schicker Hut nicht fehlen!

    Viele Grüße, Bregon

  4. #4
    Cartefius
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    Auch wenn ich das Spätmittelalter für eine hübsche Epoche und so ein Konzept für ganz gut umsetzbar halte, würde ich das ganze langsam und gut überlegt angehen - Die Ausrüstung, die du da gerade aufzählst, kostet in ordentlicher Qualität einen echten Batzen Geld.

    Deswegen wäre für mich der erste Schritt eine ordentliche Klamotte, also Schamlatzhose, Wams, Rock, Hemd, Gürtel, Gürteltasche und natürlich Kopfbedeckung, Optional noch eine Schecke oder ähnliches. Leider sind die in Deutschland kaum in gescheiter Qualität zu kriegen, ich habe mein Zeug aus Italien. Generell Vorsicht bei SpäMi-Klamotten: Wenn die ordentlich gearbeitet sind sitzen die ziemlich eng, da ist wenig Raum für noch ein paar Kilo oder cm Körperlänge mehr. Der Kostenpunkt hierfür dürfte so ca. bei 400 Euro liegen, wenn du alles kaufst und man Schuhe und Schecke weglässt. Selbernähen ist natürlich billiger, aber in diesem Fall auch nicht ganz einfach.

    Wenn du die Gewandung komplett hast kann man über Rüstung nachdenken, also Helm und Stepprock oder Brustplatte. Brigantine ist natürlich auchschön, aber sehr viel teurer: Eine schlichte Brustplatte bekommt man in ordentlicher Qualität für unter 300 Euro, für eine 15tes-Jh.-Brigantine muss man mindestens das doppelte bis dreifache rechnen.

    Wichtig finde ich: Investier nicht zu viel Geld in Halbheiten, also kauf nicht irgendwelche billigen Blechteile, Standard-Larpgambesons oder Leonardo-Carbone-Samtwestchen, da ist man schnell auch ein paar hundert Euro los, und hat dann immer noch nicht das was man will.

  5. #5
    Bregon
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    Danke Cartefius!
    Deine Tipps bremsen mich. Ich hatte eben schon ein paar von den Blechteilen im Auge.
    Das vernünftigste ist, mit der Gewandung anzufangen.
    Das mache ich jetzt auch.

    Also:
    - Schuhe (vorhanden: http://www.historische-schuhe.de/epa...ducts/M-2.1-38)
    - Hemd (vorhanden)
    - Hose (vorhanden, ich nähe mir aber noch Beinlinge)
    - Hut (vllt. mit Federschmuck?)
    - Wams
    - Gürtel (vorhanden)
    - Gebamsel (arbeite dran :wink
    - Handschuhe, Leder (vorhanden)
    - evtl. Kotte

    So...noch etwas?

    Grüße, Bregon

  6. #6
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    Die Schuhe sind schön, die passen sehr gut dazu. Was für ein Hemd hast du?
    Beinlinge sind für diese Zeit eigentlich schon sehr "out", das tragen eher die ärmeren Bauern, hier halte ich auf jeden Fall eine Schamlatzhose für die bessere Wahl. Die solltest du wenn möglich mit Hilfe anpassen, wenn du sie selber nähst, so dass die dir jemand am Bein abstecken kann. Und denk daran, sie mit dem Wams abzustimmen, beides funktioniert eigentlich in Spätmittelalter nur zusammen ordentlich, wenn du die Hose am Wams festnesteln kannst:
    http://www.medievaldesign.com/restri...rande_6460.jpg

    Das Wams würde ich nicht aus Samt, sondern aus Wolle machen.
    Bei dem Wort "Kotte" bin ich mir nicht sicher, was du meinst, ich kenne den Begriff eher für frühere, lange Kleidungsstücke.

  7. #7
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    Eine Schamlatzhose möcht ich mir aus Wolle mit Leinen Innenfutter nähen.
    Als Kotte meinte ich ganz allgemein ein langes Gewand zum überwerfen...

  8. #8
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    Enge Wollhosen sollte man wenn dann nur an der Hüfte füttern, ein durchgängiges Leinenfutter würde der Hose Elastizität nehmen, so dass sie entweder sackartig an dir runterhängt oder reißt.

    Typische spätmittelalterliche Übergewänder sind entweder die Schecke, eine Art kurze in Falten gelegte Jacke , oder die Schaube, ein längerer Mantel mit weiten Ärmeln und oft Pelzbesatz. Letzterer ist aber Gelehrten- und Bürgerkleidung und passt nicht so gut zu einem Waffenknecht.

  9. #9
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    Eine Schecke ist allerdings sehr aufwendig zu machen...und gekauft ist sie glaube ich auch nicht das Billigste...

  10. #10
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    Leider ist das mit dem Selbermachen von 15tes-Jahrhundert-Kleidung immer nicht ganz einfach, weil man hier schon mehr als in früheren Epochen auf Schnitt und Passform achten muss.
    Eine Schecke ist aber auch nicht unbedingt nötig, insbesondere wenn man vornehmlich im Sommer larpt, ich trage in meiner SpäMi-Gewandung normalerweise auch nur mein Wollwams, Hemd und Hose. Bei schlechtem Wetter kann man auch mit Gugel oder Mantel abhelfen, ich würde aber nicht versuchen, dazu z.B. einen Tunikaschnitt als Mantel zu tragen, das würde die Optik kaputtmachen.

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