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  1. #1
    Vargsang
    Gast

    Die Sache mit der Barbarin

    Sodala, und noch ein absoluter Newbie mit merkwürdigen Anwandlungen:

    Ich bin momentan meinen ersten Charakter am ausbaldowern, der dem Fantasy-Bereich entspringen soll und zumindest ein bißchen was "eigenes" innehaben. Dazu später noch.
    Jetzt ist es als recht untypisches Mädel irgendwie schwierig, da was passend spielbares zu finden. Zumindest etwas, dass man mir abkaufen würde.

    Nach so ein paar lustigen Erfahrungen beim "Schnuppertraining" mit der ortsansässigen Söldnertruppe wurde mir nahegelegt, mich doch irgendwo in die Richtung Nordmänner, eher noch Barbaren zu orientieren.
    Klingt gut, zumindest besser als Ork (was der andere Vorschlag gewesen wäre :eek: *hüstel* man möge sich seinen Teil bei denken). Das schwebte mir nämlich nicht wirklich vor!

    Also eine Barbarin, und da ich aus der Schreiberei leidenschaftlicher Weltenbastler bin, hätte ich gleich noch Land, Volk, Religion und Lebensphilosophie mitzuliefern.
    Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, wie gut das im LARP ankommt, zumalen ich das und die Konfrontation mit den auf Cons deutlich abweichenden Lebensumständen gerne ausspielen würde.
    Habe ja die Möglichkeit (bzw soll dies auch ), mich der Söldnergruppe anzuschließen und quasi Berufskämpfer zu werden. Also böte sich auch der Hintergrund eines eher rauen (ich habe ein Faible für nordische Gefilde), viel von der Auseinandersetzung mit der Natur und eventuell auch anderen, Lebensraum stehlender Menschen/sonstiger Geschöpfe geprägten Lebens an. Dazu eben noch dieses ungeschlachte, rohe, im Gegensatz zu den anderen Berufskämpfern noch wenig stilisierte (was ich quasi IT lernen müsste).


    Hintergrundmäßig käme mein Charakter aus der Familie des Stammherren, wäre also etwas gebildeter (eventuell durch Handelsbeziehungen und Kriegszüge in Nachbarregionen) als ein Streitkolben schwingender Krieger, der seinen eigenen Wald und vielleicht noch das feindliche Grenzland kennt, darüber hinaus aber nur sein Weltbild.
    Als Erklärung für die "Flucht" aus dem heimatlichen Gefilden wäre unser Vater beim letzten Kriegszug verwundet worden und könnte seiner Aufgabe als Stammführer nicht mehr nachkommen, deswegen habe ich mit meinem Bruder ein Duell um die Nachfolge ausbaden müssen - und hab prompt verloren.
    Da es bei uns üblich ist, dass diese "übrigen" Nachkommen das Dorf verlassen und entweder irgendwo anders Aufnahme finden oder irgendwann zurück kommen und dann gefälligst besser kämpfen gelernt haben, bin ich also in den großen Wald hinaus gezogen und habe im Grenzland einen reisenden Händler getroffen, den ich von "früher" kannte und der ganz froh war, mit seiner kleinen Söldnertruppe einen einheimischen Führer zu gewinnen.
    Tja, von den Söldnern habe ich dank meiner Neugier einiges über die Welt im Süden gelernt und so führte mich mein Weg also immer weiter südwärts ....

    So weit, so gut.
    Also es soll jetzt nicht der halbnackte spätsteinzeitliche Steinaxt-Schwinger sein, sondern ein grob an den Nordmannen und den weiter nordischen Halbnomaden orientiertes, trotz gewisser Fortschritte recht naturverbundenes Barbarenvolk.

    Gewandungsmäßig dachte ich da an ein einfaches Leinenhemd (und ein "Wickelmieder" darunter, wenn das vernünftig hinkrieg), eine Pluderhose mit Unterschenkelbandagen (eventuell aus grober Wolle) und einem Tunika-artigen Überwurf, muss dazu noch den passenden Wollstoff abgreifen (hab sogar meine hauseigene Näherin, ihres Zeichens Frau Muttern, bestochen gekriegt - ha!)
    Farbmäßig beim Unterzeug neutrales naturweiß/grau/braun und den Überwurf dunkelblau oder dunkelgrün, meinetwegen auch weinrot, je nach dem, was für ein Stoff sich herkriegen lässt.
    Ein (weißer, da "standesgemäß" und vor allem zu der Religion passend) Fellrock miteinbegriffen, plus ein Fuchs für wohin er halt passt.
    Schuhe werden meine als Mokassin-artige Fellstiefel abgetarnten, eventuell mit Rosshaar beklebten BW-Stiefel (ja, ja, ja - ich hab ne schlecht verheilte Marschfraktur im rechten Vorfuß und trau Ambienteschuhe deswegen nicht).
    Und dann brauch ich ne Perrücke. Weil mein militärisch korrekter extrem-Kurzhaarschnitt taugt da nicht wirklich für .... aber, die lässt sich eventuell auch selber basteln.

    So, jetzt der etwas prekärere Teil:
    Rüstung und Waffen.
    Hmm.
    Mir liegt eigentlich Schwertkampf ganz gut und so als militärisch vorgebildetes "Fürstentöchterchen" könnte ich mir durchaus ein entsprechendes Barbarenschwert leisten.
    Mit Streitkolben und ähnlichem hab ich persönlich keine Erfahrung.
    Ein Langmesser a la Sax wäre schon allein durch die Herkunftsbedingungen Pflicht, ebenso wie ein Rundschild.
    Rüstungstechnisch hab ich momentan ein langes, etwas "used" aussehendes (und dringend Reparaturbedürftiges, aber das stellt für nen Hobbybastler ja kein Problem dar) Kettenhemd (Gambi bin ich noch am schauen, wie sich das am Charaktertreusten lösen lässt).
    Ansonsten n Haufen Leder, Metall und wirrer Ideen ... plus ein Stahlhelm, der noch umgebaut werden will.
    *hüstel*
    Mir schwebt da ja schon die Vorlage einer zu dem Barbarenvolk bzw der (ehemaligen) Stellung meines Chars passenden Rüstung vor ... das dürfte allerdings mit etwas Arbeit verbunden sein.

    *messerwetz*


    Ach ja, eine Sache, die mir irgendwann das Genick brechen wird:
    Ich hab durch meine Lebensumstände zwangsläufig zwei Hunde im Schlepptau.
    Sprich, die müssen mit. Anfürsich nicht schlimm, da die super zum Konzept passen und sowohl mit ambientischen Ledermaulkörben wie Halsbändern, Ketten und ähnlichem ausgestattet sind, gut horchen und vor meinem Zelt angebunden wären. Gerne auch mit nem "urtümlichen" Warnschild und ner Art Absperrung aus Stoffstreifen.

    Ob sich sowas durchkriegen lässt?



    So. Das ist nun sicherlich nur ein kleiner Teil, aber wenigstens ein Einstieg für eine hoffentlich lehrreiche Diskussion - wem also irgendwelche Unstimmigkeiten auffallen, immer her damit!


    Grüße,
    Varg

  2. #2
    stephan_harald
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    Nur eine Sache mit den Hunden:

    Ich kenne so gut wie gar keine Orga die Hunde zulässt. Da heisst, ja ich kenne 3 die genau Zwei bestimmten Hund zugelassen hat. Aber das lässt sich nicht replizieren.

    Der eine Hund war ein total liebes Tier und der Besitzer stand einer Orga sehr nahe, daher bekamen andere einen guten Eindruck. Der Andere Hund gehört einer Hundetrainerin, die ihn mal auf einen 1880 Gaslight mitgekommen hat (Fantansy Cons fallen für sie aus mit Hund)

    Das waren Leute die genau einen hatten und es war problematisch. Du sagst Du hast 2. Das wird nix wirklich nicht. Ich rate Dir da, dich wirklich drum zu kümmern dass Du die Hunde wo anders unterbekommst. Ein Con ist auch kein Spass für die Tiere, da die schlecht zwischen Spiel und Ernst unterscheiden können wenn Frauchen angegriffen wird.

    Und mal ehrlich, willst Du die Tiere wirklich den ganzen Tag am Zelt angebunden lassen ohne Aufsicht? Cons finden nur selten vor deinem Zelt statt, sondern im Wald, auf Wiesen etc.

    Stephan

  3. #3
    Nount
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    Hallo erstmal!

    Man, das ist ja ein langer Beitrag ich arbeite mich man chronologisch durch.
    „Nordmann“ und „Barbar“ sind eigentlich völlig verschiedene Konzepte – was genau stellst du dir denn darunter vor? Du könntest ja mal ein bisschen beschreiben, wie du dir die „andersartigen“ Lebensumstände, Sitten usw. so gedacht hast.
    Wenn man noch nicht auf einem Con ist, weiß man ja nicht, was da „normal“ ist und worin man sich wirklich von anderen unterscheiden kann.

    Dazu eben noch dieses ungeschlachte, rohe, im Gegensatz zu den anderen Berufskämpfern noch wenig stilisierte (was ich quasi IT lernen müsste).
    Wie genau willst du das umsetzen? Worin besteht der Gegensatz zu anderen Berufskämpfern denn? Man braucht ganz konkrete Beschreibungen, keine vagen Umschreibungen.

    Die Hintergrundgeschichte ist in Ordnung so. Ich find sie lustig

    Die Gewandung klingt prima. Statt Perücke (ich habe auch recht kurze Haare und finde die für meine Larprollen eher unpassend ) könntest du auch einfach einen Hut/Kappe/Mütze tragen. Zum Beispiel aus Wolle und Fell.

    Zu der Rolle würde ich kein normales Standardschwert nehmen. Langmesser à la Sax klingt besser. Rundschild auch.
    Einen Standard-Gambeson halte ich für die Rolle für nicht so passend, weil die sehr „zivilisiert“ aussehen. Ich würde da entweder einen selbermachen (Innenstoff, Außenstoff, dazwischen 1-2 Lagen Wolldecke, bisschen absteppen und tunikaförmig zusammennähen) oder eine dicke Wolltunika unterm Kettenhemd tragen. Man braucht nicht unbedingt einen Gambeson.

    Ach ja, eine Sache, die mir irgendwann das Genick brechen wird:
    Ich hab durch meine Lebensumstände zwangsläufig zwei Hunde im Schlepptau.
    Sprich, die müssen mit. Anfürsich nicht schlimm, da die super zum Konzept passen und sowohl mit ambientischen Ledermaulkörben wie Halsbändern, Ketten und ähnlichem ausgestattet sind, gut horchen und vor meinem Zelt angebunden wären. Gerne auch mit nem "urtümlichen" Warnschild und ner Art Absperrung aus Stoffstreifen.
    Ich verlinke dir erstmal Tiere im Larp.

    Ich war schon auf Cons, wo jemand seinen Hund mitgebracht hatte. Gut finde ich das allerdings nicht.

    Die Frage ist zuallererst: Was bedeutet „die müssen mit“? Brauchst du sie aus medizinischen Gründen? Oder warum kannst du sie nicht anderweitig unterbringen?

    Es gibt einiges, was zu beachten ist:

    1. Das Gelände. Auf Zeltcons wird man eher Hunde mitbringen dürfen als auf Hauscons (wobei es einige, ganz wenige JHs und andere Locations gibt, wo sowieso ein Hund herumläuft).

    2. Die Mitspieler. Eigentlich musst du den Geländebetreiber, die Orga UND alle Mitspieler (SCs wie NSCs) um Erlaubnis bitten. Es gibt Leute, die haben panische Angst vor Hunden und ich finde es nicht zumutbar, denen durch das Mitbringen der Hunde den Con zu vermiesen.
    Es kommt selten vor, dass jemand seinen Hund mitbringt, und leider hat keiner dieser Personen vorher gefragt, ob die Mitspieler einverstanden sind. Wenn dann jemand sagt: „Ne, Hund is‘ nich‘“ steht man vor einem großen Problem – dann müssen die Hunde weg oder der Besitzer muss mit ihnen wieder fahren. Also gleich von Vornherein alle fragen.

    Selbstverständlich müssen die Hunde so untergebracht sein, dass sie nicht im Kampf herumspringen. Das heißt, sie müssen die ganze Zeit irgendwo festgemacht sein, weil Kämpfe vorher ja nicht angekündigt sind, sondern meist überraschend kommen. Kannst du das deinen Hunden zumuten?

    Also: Wenn es nicht aus medizinischen Gründen notwendig ist, lass die Hunde bitte zu Hause. Du möchtest larpen, nicht deine Hunde, und es gibt so einige Mitspieler, die keine Hunde auf dem Con wollen.

    Mfg
    Stefanie

  4. #4
    Vargsang
    Gast
    Huuhu!


    *flöt* T'schuldige, ich hab extra nur alles ganz grob umrissen, damit es kein e-book wird ... trotzdem noch lang genug


    Also, was "genaueres" mir da durchs Hirn geschossen ist:

    Es handelt sich dabei um ein großes, unwirtliches Waldgebiet zwischen der Tundraregion mit ihren Rentierhirten und dem Reich der "Nordmannen" (wie gesagt, Fantasy, aber gerne mit wenigstens grober Anlehnung), also um ein Barbarenvolk, dass einige Dinge der Nordmannen durch Handel, Raubzüge etc übernommen hat (Sax, Rundschwerter, "moderne" Kettenhemden, bekleidungstechnische Ähnlichkeiten), aber ansonsten ein eigenständiges Volk bildet.
    Die Nordmannen stehen denen eher misstrauisch gegenüber, was einen religiösen Grund hat (und vielleicht auch diverse Raubzüge im Grenzland):
    In dem Wald gibt es Warge, also für die Nordmänner "Fenrir's Brut", die anfürsich nicht wirklich viel Spaß mit allem verstehen, was ihrer Meinung nach nicht in diese Gefilde gehört.
    Meine Barbaren würden demzufolge einer abgrundtief heidnischen Naturreligion angehören, die dieses unangenehme Viehzeug als Herren der Wälder ansieht (bzw, der Leitwolf der Warge in dieser Region ist sozusagend die angebetete Gottheit bzw wird als "langer Arm" der Naturgöttin betrachtet) und so allerlei Dinge akzeptieren, die eigentlich nicht so zum zivilisierten Ton gehören:
    Menschenfressende Warge als geachtete und respektierte Nachbarschaft, arktische Nacht und für außenstehende etwas merkwürdig anmutende Rituale (die, falls sich irgend ein Kriegsgefangener oder "Ungeweihter" habhaft werden lässt, garantiert mit seinem unfreiwilligen Ableben verbunden werden), Sklaverei und auch ohnehin eine sehr, sehr strapazierfähige Toleranz gegenüber "Viehigkeiten" (das Verhalten von Orks würde so jemanden also zu einem müden Schulterzucken und "die Natur hat es ihnen eben so vorgegeben" nötigen, selbst wenn die kleine Kinder mit Zwiebeln in ner Eisenpfanne braten).
    Dann ist das eine relativ martialistische Kultur, die sich an dem Vorbild von Wölfen orientiert: Das Dorf ist ein lockerer Verband mehrerer Familien mit internen Führungspersönlichlichkeiten und einem Oberhaupt, der so lange "regiert", bis ein Nachkomme ihn in einem "Rangordnungskampf" besiegt. Alles an Mäuler, das irgendwie sinnlos zu stopfen ist, wird zu den Wargen in den Wald geschickt bzw ausgestoßen.
    Heißt, wer seine Aufgabe und seinen hierarchischen Platz (auch schon mal durch Kämpfe) in der Sippe nicht findet, darf gehen oder ihm wird bei einer Weigerung in Bezug auf "Wargfutter" schon mal nachgeholfen.
    Liegt den begrenzten Ressourcen und dem Vorbild der Natur zugrunde, dann andererseits versuchen die Barbaren dort, sich da so gut wie möglich einzufinden - kein unnötige Verschwendung, wird nur so viel gejagt wie unbedingt gebraucht und alles andere wird durch Raub-und Beutezüge und der Eintausch dieser Reliquen bei den Rentierhütern organisiert.
    Eine recht pragmatische Variante von "Leben und Leben lassen", allerdings auch sehr große Bereitschaft, "echte" Authoritäten und gute Leistungen im Kampf anzuerkennen. Wenn auch so nach dem Motto "Hm, benimm dich jetzt mal besser ganz akkurat, sonst könnte es zu einer Auseinandersetzung kommen und die verlierst du".
    Und ich will ja mit Absicht zwar einen sehr derben und strapazierfähigen Charakter, aber kein überirdischer Kampfkünstler spielen.

    Ja, die Umsetzung ...
    Zum einen mal an der Handhabe bestimmter Dinge. Ich hätte durch meine Reise mit der "anderen" Söldnertruppe ja schon spitzgekriegt, dass im Süden sehr viele Dinge ziemlich anders laufen als bei "uns" und es gesünder ist, sich manchen neuen Dingen versuchen anzupassen.
    Bleistiftsweise kennen wir keinen Ehrenkodex und auch so keinerlei "Ritterlichkeit" beim Kamp, Kampf ist bei uns keine ehrenvolle Zurschaustellung von Macht und Männlichkeit, sondern dient grundlegend allein dem Überleben, sowohl wenn um die Behauptung in der Dorfhierchaie geht wie auch auf Beutezügen oder im Kampf mit der Natur (nein, das wiederspricht sich nur auf den ersten Blick! ). Heißt, ein Verlieren gibt sehr, sehr böse Konsequenzen, deswegen ist man natürlich bemüht, mit allen irgendwie zur Verfügung stehenden Mitteln über Wasser zu bleiben ... was mir ja schon einmal nicht gelungen ist *g*
    Wäre eine nette Sache (und auch im Sinne der Truppe hier), wenn man diese Problematiken dann beispielsweise bei gestellten Drill- und Kampfübungen einfließen lassen kann - schließlich muss ich ja lernen, mich an die "Regeln" in dieser Welt zu halten bzw Erfahrungen mit der Kampfweise hiesiger Gegner erlangen.
    Inner Schlacht spielt das dann wohl eher weniger eine Rolle bzw ich glaube zumindest kaum, dass es irgendwem auffällt (man ist ja da doch eher gehemmt, wenn man seinen Gegner nicht kennt und weiß, ob der damit einverstanden ist wenn es mal etwas ruppiger zugeht).
    Dann ist da noch eine gute Portion Aberglaube und auch eine ganze Ecke Fatalismus - wie, aussichtslos? *schulterzuck* Dann hat die himmlische Obrigkeit eben entschieden, dass es für uns hier endet, also worauf wartet ihr noch?
    Plus, häufiger mal diverse abergläubische Kommentare und Leute, die so wahnsinnig sind mich näher über meine Herkunft bzw die Hintergründe für das eine oder andere komische Verhalten (da ergibt sich erfahrungsgemäß genug, muss ich wahrscheinlich nicht mal spielen *hüstel*) auszufragen, die Ohren über diverse Naturgottheiten - siehe unseren überaus sympathischen, herzallerliebsten Nachbarschaftswarg - vollzusülzen.


    Das ist alles irgendwie schwierig zu beschreiben *kopfkratz*

    Schön, dass das Gewandungskonzept trifft :-)
    Ja, also mit der "Mütze" hatte ich mir auch schon überlegt, das Problem ist bloß, wenn ich meinen Helm aufsetze sieht man meinen Jarhead-Schnitt da die Mütze vorher abnehmen muss, ambientiger wäre sowas wie eine Perrücke.

    Sax und Schild ist ohnehin gut. Oder ich bastel mir wirklich noch son längeren, richtig barbarischen Dreschflegel mit Dornenkopf und Wolfsverzierung, den ich ansonsten als Wanderstab "missbrauche" und der zum Einsatz kommt, wenn mal grade nicht mit meinen Leuten den braven, zivilisierten Söldner zu miemen versuche - so bei Räuberüberfällen beim Weg aufs Klo *g*

    Sich so einen passgeschneiderten Gambi bzw ein "Polsterwams" dazu zu flicken klingt gut, da durch mal daneben gegangene Treffer eingravierte Ringe auffer Haut etwas unschön sind, ich hatte ja eh vor mir so nach und nach eine eigene Rüstung basteln und eventuell würde das späteren Passproblemen vorbeugen.



    -----


    So, die Sache mit der werten Vierbeinerschaft ...

    Ja, den Beitrag im Larpwiki hab ich gelesen! Der ließ mich deshalb mit der Frage zurück, wie das am besten organisierbar ist.

    "Die müssen mit" bedeutet, dass ich zwei Hunde an der Backe habe, die sich nicht woanders unterbringen lassen (ich bin schon im Krankenhaus gelegen und frag nicht, wie schwierig das war jemanden zu finden, der die an meinem Wohnort grundversorgen konnte - irgendwohin tun ist nicht - was die Folge hatte, dass ich ausm Krankenhaus raus musste sobald es nur irgendwie vertretbar war).
    Ich wohn allein, bin hunderte von Kilometern von meinen Eltern weg und die haben schon zwei schwierige Hunde zuhause bzw ich weiß ganz genau, dass die mit meinen beiden völlig überfordert sind. Zumalen die Hunde das nicht tolerieren, mit irgend jemand anderem mitzugehen.

    Oh, ich glaube, wenn den Beitrag im Wiki so lese geht man da von völlig anderen Voraussetzungen aus:
    Also, ich bin professioneller Hundeausbilder und wir verbringen eigentlich den größten Teil unseres Lebens im Auto (Notiz an Varg: Du brauchst endlich nen WoMo!! ) damit, in halb Europa von einem Trainingslager, Wettkampfort und Showveranstaltung zur nächsten zu tingeln. Von den Arbeitsbedingungen, Lehrgänge und Seminare mal abgesehen, die auch nicht unbedingt immer was mit Hund zu tun haben.
    Sogesehen ist es für die Alltag, entweder irgendwo an einer Kette oder einer großen Gitterbox (was die andere Alternative wäre zur Unterbringung) auch mal einen halben Tag zu warten, bis sich jemand um sie kümmert. Je nach dem manchmal auch länger. Die sind zufrieden, sobald sie sehen, ah okay, Zelt aufgestellt und die Alte kommt dann schon später mal.
    Das Problem ist halt, wenn ich die Hunde nicht mit ins Zelt nehmen kann (weit weg von allem Trubel ist doch toll!) müsste ich die im Auto lassen, und DAS ist wirklich die suboptimalste Lösung überhaupt.

    Für mich ist es übrigens absolute Pflicht, lang genug vorher anzufragen und alles im Sinne von Unterbringungsmöglichkeiten etc abzuklären, hab das drum auch hier reingeschrieben, weil dann kann man einfach besser die Möglichkeiten abschätzen und entsprechende "Vorschläge" bringe - denke, die Orga hat auch so schon genug zu tun und muss sich dann nicht noch extra den Kopf zerbrechen.


    Jedenfalls, vielen Dank für eure beider Antworten!



    Grüße,
    Varg

  5. #5
    Norvakh
    Norvakh ist offline
    Gelegenheitsschreiber

    Beiträge
    174
    Wie wäre es, wenn du für die zwei Hunde einen großen Zwinger baust?
    So schön aus Holz, etwas barbarisch. Also gut verschraubt und dann Seil drüber, damit man die Verschraubung nicht aussieht

    Den könntest du dann gut etwas größer bauen (2qm Grundfläche?) und die Hunde könnten etwas darin rumtollen, reißen keine Zeltstangen aus und die kommen an niemanden ran, der so vorbei läuft und die Leine nicht einschätzen kann. Die Hunde sind mit genug Laufraum weggesperrt und fördern mMn das Ambiente, wenn da 2 Hunde in einem hölzernen Zwinger sind und die Barbarin die hin und wieder füttert.

    Sven

  6. #6
    bartok
    bartok ist offline
    Grünschnabel

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    1
    da werden sich tierschützer aber freun ;D ne an sich find ich das ne feine sache, ist halt die frage was du deinen hunden zumuten möchtest...

    aber beim transport im auto ham sie ja auch nicht mehr platz, von daher wirds wohl halb so wild sein

    solang du das holz schön bearbeitest, dass es barbarisch aussieht, wunderbare sache
    wer braucht schon einen knüppel wenn es ein toilettenbürste gibt?

  7. #7
    Vargsang
    Gast
    Hi!

    Die Idee ist ja mal mega-cool, aber da hätte ich die Befürchtung, dass die den mir auseinander reißen. Zwinger kennen die so nicht, die kennen nur Box (= hinlegen, schlafen) oder Kette, an der man dann schon mal auf und ab laufen kann.

    Was ich halt machen kann, was auch ambientemäßig gut kommt (und die Hunde kennen es): die Schlittenhundeleute befestigen ihre Hunde zb tagsüber an zwischen zwei massiven, in den Boden reingeschlagenen Pflöcken gespannte Ketten mit so einzelen Abgängen. Ich hab diese Pflöcke da und etwa anderthalb Meter lange Ketten.
    Bei längeren Cons würd ich die Boxen daneben stellen und mit Holz oder Reisig wie so "Kistenverschläge" abtarnen, damit die zwischendrin dann mal schlafen gehen - ist ziemlich stylisch, wenn man dann da abends vorbei geht und aus so nem Verschlag kommt mal n Bellen *fg*
    Und dann außenrum, in genug Abstand (dass niemand ausversehen die Hand hinstrecken kann, also reine Sicherheitsmaßname), so ne Art Palisade aus Stangen, ein paar Brettern und Stoffetzen (als Ersatz für Flatterband).
    Und halt an eine dieser "Zaunstangen" aus nem bemalten Rinden- oder Stoffstück son altertümliches "Beware vor dem Hund"-Schild.

    Übrigens finden es meine Hunde absolut toll, wenn ich denen n ganzes Suppenhuhn übern Zaun werf oder Fisch oder sowas (kriegt man in jedem Lidl/Aldi ausser TK)... wäre Ambientemäßig der Oberbrüller und anfürsich normales Futter.

    Meinste, auf sowas ließe sich eine Orga ein?



    Grüße,
    Varg

  8. #8
    Norvakh
    Norvakh ist offline
    Gelegenheitsschreiber

    Beiträge
    174
    Wenn Hunde in Zwingern gehalten werden könnten, ist das rechtlich sicher tragbar, dass die ein Wochenendelang ein bisschen im Zwinger sind..

    Ich würde die Hunde, wenn du den Transport/Bau-Aufwand tragen kannst, einfach mal an solche Zwinger gewöhnen. Denn die beste Chance, dass deine Hunde aufs Gelände können, ist eben, wenn sie weg gesperrt sind. (Leinen kann man oft schlecht einschätzen, wie weit der Hund nun wirklich kommt).

    Wenn deine Hunde allerdings einen Zwinger auseinader reißen können, würde ich mir die ganze Sache sowieso überlegen :lol:

    Die "Schlittenhundeleute"-Methode ist doch ein langes Seil, an dem mit einem Karabiner eine Leine festgemacht wurde? Damit der Hund die Leine das Seil entlangziehen kann? Ich weiß nicht, das wäre auch wieder sehr bewegungsfreudig. Auch wenn du in einem gewissen Abstand Markierungen anbringst, den du musst von 3 Fällen ausgehen:
    > Jemand mit absoluter Hundeangst läuft vorbei und der Hund rennt auf ihn zu - der Mensch weiß (vorallem mit der Angst) nicht, wie weit der Hund kommt. Der Sieht nur eine OT-Bestie auf ihn zu rennen und wird entsprechend reagieren.
    > Es bricht ein Kampf im Lager los, und die Hunde sehen, wie du attackiert wirst. Im Prinzip muss man den Kampf weißgott wie weit von den Hunden wegbringen, damit auf keinen Fall irgendwas - was auch immer - passieren kann.
    > Jemand kämpft oder sonstwas und fällt in den Bereich, oder über eine Absperrung.

    Ich würde einfach einen etwas größeren Zwinger bauen. Der Bereich, in dem die Hunde sich bewegen, ist für die anderen Leute eh unzugänglich. Dann kann man daraus auch einen richtigen Zwinger machen. Der muss nur stabil gebaut sein. Ich bin mir aber sicher, dass du mit einem guten Zwinger in entsprechender Größe, einem rechtlichen Wisch (Erklärung Haftschutz etc) und viel gutem Zureden die größte Wahrscheinlichkeit hats, auf Con zu kommen können.

    Sven

  9. #9
    Vargsang
    Gast
    Naja, von den vorgeschriebenen 12m² Grundfläche und Hunden, die 2,5 Meter hohe, glatte Holzwände hochklettern mal ganz zu schweigen *hüstel*
    Für nen stabilen Zwinger zu transportieren bräuchte ich n Möbelwagen und fünf Leute, die da mal nen Tag mit Aufbauen beschäftigt sind, das ist das Problem.
    Alles andere wäre fahrlässiges Provisorium und von keiner Haftfpflicht (hab ich übrigens alles, und die gilt auch für solche Anlässe - die Hunde "arbeiten" da ja als Darsteller ... was sie sonst übrigens auch aktiv auf Shows machen *g*) abgedeckt.

    Mit dem "Stakeout" (der Schlittenhundelösung) ist das anders:
    Das ist seit dreißig Jahren in Deutschland auf jedem Schlittenhunderennen so gehandhabt und wird nicht als "Kettenhaltung" gesehen, sondern ein zeitweiliges Anbinden aus Sicherheitsgründen. Und so Rennen gehen ein volles Wochenende, wo die Hunde nur Autobox und Stakeout haben - bei bitterer Kälte und der Anwesenheit von hunderten anderen Hunden. Da ist eine Con sicher angenehmer.

    Ne, das was du meinst, nennt sich "Laufkette" und wird von Bauern mit ihren Hofhunden praktiziert, weil nach dem TSchG die reine Kettenhaltung, wie sie früher auf Höfen oft gehandhabt wurde, verboten wurde.
    Das geht auch, ist aber sehr platzaufwendig und ich mag es nicht so gern, weil so Hunde dann leicht motiviert sind, wie Gestörte das Seil lang zu rennen, hinten einen Überschlag fabrizieren und das Ganze dann retour ... ziemlich ungesund. Und unschön.

    Am Stakeout haben die knappe 3m² Lauffläche, können notfalls im Kreis um den Pflock flitzen um ihre Energie abzubauen (das ist jedenfalls fürs Genick gesünder als diese Brachialaktionen und für die kurze Zeit geht das locker) und ansonsten jede Haltung und Position einnehmen, die ihnen gefällt.
    Und: Dieser Effekt, von wegen da kommt ein Monster (kann ich übrigens absolut nachvollziehen!) auf den armen Spieler zugeschossen, wird minimiert, weil die Hunde selten radial in die Kette springen. Man kann auch einen deutlich sichtbaren "Bannkreis" aus Steinen oder Sand um die Maximalreichweite der Kette zeichnen, dann hat jemand, der unbedingt über die Absperrung guggen will, zumindest einen "beruhigenden" Anhaltspunkt, dass er sich noch n gutes Stück außer Reichweite befindet.

    Ich hatte eigentlich vor, das zwischen meinem Zelt und dem größeren Zelt meiner Truppe (die kennen die Hunde ja) zu "verkeilen", so dass eigentlich gar keine große Möglichkeit bleibt, irgendwie ausversehen da rein zu stolpern. Gerne auch mit ner Art Gatter an den "offenen" Stellen und eventuell mit der Orga abklären, dass man irgendwo eine Ecke beziehen darf, die nicht für den größten Trubel vorgesehen ist.

    Naja, sagen wir mal so:
    Meine Hunde sind durch die Art unserer Arbeit gewohnt mitzukriegen, dass ich mich mit irgendwem prügel (auch Schauspielmäßig). Sogar, dass sie erst auf Kommando eingreifen dürfen.
    Das was wir normalerweise auf Wettkämpfen oder Shows machen, ist ja genau das selbe wie Larp, nur halt nicht mit Polsterwaffen, sondern mit entsprechenden Schutzklamotten. Und die Hunde haben halt vorher ein Schema gelernt, was sie zu tun haben und was nicht.
    Wenn die Schüsse hören und so fangen die schon mal an zu bellen oder hüpfen auf und ab, weil sie gerne mitmachen würden. Aber das dürfte normalerweise bei infernalischem Schlachtenlärm nicht weiter auffallen.
    Wenns Überhand nimmt, kriegen die halt Auszeit in der Box.


    Werd das aber in jedem Fall versuchen irgendwie zu "optimieren" und wer weiß, vielleicht ist man damit ja sogar einverstanden.


    Danke jedenfalls für die Anregungen!


    Grüße,
    Varg

  10. #10
    Tine
    Tine ist offline
    Fingerwundschreiber Avatar von Tine

    Ort
    Regensburg
    Beiträge
    923
    Ich habe bisher auf Cons die Erfahrung gemacht, dass der Platz eher begrenzt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Orga da arg begeistert ist wenn du da x Quadratmeter für deine Hunde beanspruchst. Ich selbst bin zwar tierlieb, bin aber auf Con absolut kein Fan von Tieren jegllicher Couleur. Ich habs bisher schon ein paarmal erlebt und fands jedesmal panne. Für die Viecher bedeutet das Stress und für die Mitspieler auch - mal mehr, mal weniger. Die Hundebesitzer lassen oft ihre Tiere einfach laufen und kümmern sich nicht großartig drum. Die fressen dann den Proviant anderer Leute an (rein ins Zelt und Packungen aufbeißen) oder toben in Kämpfe rein. Und was ich absolut nicht abkann, sind die Häufchen, die so ein Tier halt mal hinterlässt. Ich möchte nicht bei einem Kampf da reinrollen oder mir das Zeug ins Zelt tragen.
    SEMPER PROBUS

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