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  1. #1
    Aeshma
    Aeshma ist offline
    Moderator Avatar von Aeshma

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    Ausgelagerte Religionsfrage

    Hallo zusammen,

    ich rate ja auch jedem zu einem IT-Glauben, komme mir dabei aber fast heuchlerisch vor, da mein eigener Charakter keinen hat...

    Wie seht ihr die Sache, wenn sich ein Charakter für einen fleischlich gewordenen Gott hält? Quasi ein Gott in einer sterblichen Hülle? Dann wäre es für diesen Charakter ja mehr als unlogisch einen anderen Gott anzubeten, oder?

    Um euch die Angst zu nehmen, spiele ich natürlich keinen Gott. Aber einen Charakter mit einem rieeeeeeeeesen Ego. Und natürlich würde sich der Charakter auch nich hinstellen und seine "göttlichkeit" proskulieren, von der er ja in sich überzeugt wäre.

    Ist das für euch ein No-Go?


    Grüße
    Aeshma
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  2. #2
    Ultor
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    Ich finde die Story ulkig. Aber sojemand bräuchte mMn auch noch ein paar verrückte Anhänger...
    אם תלך מי יחבק אותי ככה
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  3. #3
    yaRincewind
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    Mei,

    ein Charakter der sich für einen Gott hält, wird logischerweise keinen anderen Gott anbeten. Warum auch?

    Die Frage ist nur, warum hält er sich für einen Gott (tut er das wirklich?), bzw. woraus schöpft er seine Kraft?

    Wenn er sich wirklich für einen fleischgewordenen Gott hält, wäre es konsequent Anhänger um sich zu scharen.
    Das Problem ist nur, wenn er irgendwann an einem Problem scheitert, wird es auf einen epic fail rauslaufen
    Weil er erkennen muss, das er eben kein Gott ist. Das dürfte so einen Charakter (wenn er das überlebt), in iene recht tiefe Sinnkriese stürzen...


    Da wäre es sozusagen sicherer, wenn er schon einen mächtigen Gott in der Hinterhand hat, der helfend eingreifen kann, oder?


    Also eher das Klische eines überaus mächtigen Kriegers, der nur vor einem einzigen Gott sein Knie beugen muss, und sonst vor niemandem.

  4. #4
    Dennis
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    Ich halte das in einem Setting, in dem Götter real in die Geschichte eingreifen, ihre Priester mit Wunderkräften ausstatten und Dämonen dauernd kleine Ortschaften niederreißen nicht für eine Frage des Glaubens. Stattdessen ist die Frage, wie man damit umgeht.
    Der Großteil der Bevölkerung wird wohl an "ihren" Gott glauben und den für ganz toll halten. Ebenfalls könnte man die Existenz von Göttern als Selbstverständlichkeit hinnehmen und beizeiten den passenden Göttern was opfern oder so, halt sehr opportunistisch. Dann bete ich auf meiner Seereise eben auf der Hinfahrt zu Wassergott X, weil der im Hafen halt der vorherrschende Glaube ist und auf der Rückfahrt aus dem anderen Hafen zu Wassergott Y, weils da eben seinen Tempel gibt.
    Ein Charakter könnte auch auf die Idee kommen, dass bei sovielen Göttern sowieso immer einer dabei ist, der sich beleidigt fühlt, was immer man auch tut. So ein Charakter könnte die Götter größtenteils ignorieren. Vielleicht sucht er sich aber auch absichtlich einen seiner Ansicht nach mächtigen Gott aus, einfach als Aufpasser in der Welt da oben.
    Eigentlich halte ich alle Möglichkeiten davon für gut spielbar,nur Atheismus will für mich nicht in eine mittelalterlich-fantastische Welt passen. Such dir also einen Bezug, den du zu den Göttern hast, erkläre sie aber nicht für nicht vorhanden. Du wirst in den meisten Tempeln eines besseren belehrt, wenn der Priester tolle Dinge tun kann, weil er seinen Gott anruft oder der Gott plötzlich vor dir steht, soll auf manchen Cons auch schonmal vorkommen
    http://goblinbau.wordpress.com
    Manchmal blogge ich Pen&Paper Zeug

    ~zurück aus den larplosen Landen~

  5. #5
    Aeshma
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    Schonmal danke für die Antworten =)

    @yaRincewind
    Versagen wird natürlich auf die sterbliche Hülle geschoben, die die Macht seiner unsterblichen, göttlichen, achsodollen Seele nicht nach aussen tragen kann. Wenn er doch nur hier rauskäme wäre er unbesiegbar . Deshlab blutet er ja auch, alles nur wegen diesem garstigen Fleischgefängnis.
    So in der Richtung "denke ich mir seine Gedanken"

    @Dennis
    Ich wollte in keiner weise sagen, dass er nicht an Götter glaubt, er hatt eben nur keinen Gott den er anbetet (ausser seiner selbst). Er stand ja schon vor welchen usw. =)

    Also ist das "Atheismusproblem" eher die Ablehnung der generellen Existenz von Göttern und weniger das nicht anbeten, oder?

    Grüße
    Aeshma, langsam seinen Groschen fallen hört
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  6. #6
    yaRincewind
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    Ja.
    Ich persönlich (und das ist nur meine ganz persönliche Meinung) finde Larp Charaktere ohne Religionsbezug prinzipiell eher flach.

    Mir ist es total egal, wie ein moderner Mensch dazu stehen mag, aber im Larp sind Götter einfach real existent.

    Es wäre Unfug, ihre Existenz zu verneinen. Und die Variante mit "es gibt sie schon, aber meinen halt nicht", halte ich für eine eher billige Variante von "ich glaube OT nicht an einen Gott, warum sollte ich es IT tun?"

    Der Glaube an einen Gott gibt einfach deutlich mehr Spieltiefe.

    Aber das ist, wie gesagt, nur meine ganz persönliche Meinung...

  7. #7
    ich
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    Also, prinzipiell finde ich die Idee, dass der eigene Charakter sich für einen in menschlicher Gestalt gefangenen Gott hält gut, wenn:
    a) er niemanden damit belästigt
    oder
    b) er eine Anhägerschaft hat, die andere für ihn damit belästigen.

    Sonst wirkt das ganze auf mich eher stumpf nach Selbstüberschätzung. =P

    Bei meinem Charakter ist es so:
    Da ich mir am Anfang keine Gedanken über Religion gemacht habe (ich weiß, SCHANDE über mich!) verhällt sich mein Charakter so, dass er die Götter zwar nicht abstreitet, aber momentan auch keinen von ihnen anbetet.
    Das liegt daran, dass er keinen Durchblick hat, welcher Gott was mag und was nicht. Ich werde mich aber einer Religion anschließen, sobald ich IT überzeugend und zum Charakter passend konvertiert wurde.
    -NEIN! Ich werde auf gar keinen...
    -Keks?
    -Bin dabei!

  8. #8
    Turis
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    "Und heute bei Galileo Mystery: Kann man einen Gott töten?
    Machen wir einen Versuch!..."

    Ich glaube, wenn man einen Charakter spielt, der sich für einen Gott hält, dann sollte man damit rechnen, dass andere einen testen :P

    Das Konzept halte ich generell für übertrieben. Würde selbst entweder spaßeshalber mal austesten wie göttlich der ist oder eben schnell fälschlicherweise in die Powergamerecke schieben.

  9. #9
    Alex
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    *hust* Also ich hatte da ja auch mal so eine tolle Idee (TM). Allerdings habe ich nicht bis zu einem Gott gegriffen oder jemanden, der sich für einen hält. Nur zu jemanden, der immer mächtiger wird und sich irgendwann schon Jenseits des menschlichen sieht und dann noch fragt "Warum nicht bis ganz oben?". Dieser Charakter glaubt an Götter, dient aber keinem. Genau genommen, will er allen, auch den Göttern, ein Schnippchen schlagen. Ob er dabei selbst es wirklich schafft, sich aufzuschwingen oder drauf geht, ist egal. Es geht nur darum, dass am Ende jemand mit bekommt, dass man auch die Götter hintergehen kann.

    Er geht aber auch nicht herum und posaunt alles raus. Er zieht gerne im Hintergrund die Fäden und lenkt dann wiederum von dem Tun seiner "Schachfiguren" durch eigene Taten ab. Seine Tarnung ist eine Extrovertiertheit eines zur Schau gestellten Ichs, dass er gar nicht ist, um sein wahres Vorhaben zu verschleiern. Frei nach dem Motto "Am besten versteckt man etwas in aller Öffentlichkeit." Das Konzept war am Anfang ziemlich witzig, auch wenn der Depp naturgemäß nie so weit kommt, wie er hofft. Das Problem eines solchen Konzeptes: Du kannst es nicht mal in die Charaktergeschichte schreiben. Sonst reagiert spätestens Orga Nr. 10 mit "Das ist voll das Powergaming-Ding, der kriegt mal einen Einlauf" und konfrontiert Dich mit der geballten Strafe der Götter in langweiligster Telling-Marnier.

    Wie gesagt, ich fand das Konzept erstaunlicherweise anfangs witzig, aber es lullt sich irgendwann aus und man kommt sich ziemlich blöde mit den völlig überzogenen Zielen seines Charakters vor, von denen er sich selbst einen vor macht, jeden Tag etwas weiter zu kommen. Man sieht ja als Spieler sehr klar, dass das nicht wirklich funktioniert und das der Charakter sich verrannt hat. Und nach ein paar Jahren lacht man da auch nicht mehr so drüber. Es ist so, wie der Bösewicht in einer klassischen Kinderserie zu sein: Man weiß, dass er verliert. Das dumme ist, man muss sich auch nach dem 100sten Rückschlag noch eine für den Charakter plausible Idee ausdenken, mit der es beim 101sten Male dann ja doch klappen könnte.

    Ein wirklicher Gott, der meint, er wäre im fleischlichen Körper, würde sich wohl einfach töten lassen, um frei zu kommen. Macht so gesehen keinen Sinn. Außer er wäre der Meinung, er ist gerade sterblich, aber dann wäre die Frage warum? Und was kann er dagegen tun? Bis er das ändern kann, würde er natürlich versuchen unauffällig zu sein. Aber so jemand würde auch nicht in die Taverne feiern gehen, sondern immer vom Rande beobachten, vielleicht etwas erhaben sitzend, etc.

    Grüße,
    Alex

  10. #10
    Aeshma
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    Hmmm gut nach reichlicher überlegung ist die Idee wohl nur im ersten Moment gut. Wobei ich es immer als einen schönen antrieb ansehe nach der "ultimativen" Macht zu streben.

    Sonst wirkt das ganze auf mich eher stumpf nach Selbstüberschätzung. =P
    Das ist durchaus so gewollt =)

    Ich denke ich werde es weiterhin so Handhaben, dass er die 4 Elemente als die höchste Macht ansieht. Noch über den Göttern stehend.

    Es wäre Unfug, ihre Existenz zu verneinen. Und die Variante mit "es gibt sie schon, aber meinen halt nicht", halte ich für eine eher billige Variante von "ich glaube OT nicht an einen Gott, warum sollte ich es IT tun?"
    Ich plane durchaus gerade einen Charakter der tiefgläubig sein soll.
    Aber da fehlt im Moment die Asche für Dem werde ich hier dann auch noch einen Threat widmen *lach

    Ich wäre im Gegenzug sogar dankbar, wenn sich ein Priester mit meinem Char hinsetzt und ihm seinen Glauben näher bringt. Ich sträube mich sicher nicht gegen nen IT-Glaube



    *hust* Also ich hatte da ja auch mal so eine tolle Idee (TM). Allerdings habe ich nicht bis zu einem Gott gegriffen oder jemanden, der sich für einen hält. Nur zu jemanden, der immer mächtiger wird und sich irgendwann schon Jenseits des menschlichen sieht und dann noch fragt "Warum nicht bis ganz oben?". Dieser Charakter glaubt an Götter, dient aber keinem. Genau genommen, will er allen, auch den Göttern, ein Schnippchen schlagen. Ob er dabei selbst es wirklich schafft, sich aufzuschwingen oder drauf geht, ist egal. Es geht nur darum, dass am Ende jemand mit bekommt, dass man auch die Götter hintergehen kann.

    Er geht aber auch nicht herum und posaunt alles raus. Er zieht gerne im Hintergrund die Fäden und lenkt dann wiederum von dem Tun seiner "Schachfiguren" durch eigene Taten ab. Seine Tarnung ist eine Extrovertiertheit eines zur Schau gestellten Ichs, dass er gar nicht ist, um sein wahres Vorhaben zu verschleiern. Frei nach dem Motto "Am besten versteckt man etwas in aller Öffentlichkeit." Das Konzept war am Anfang ziemlich witzig, auch wenn der Depp naturgemäß nie so weit kommt, wie er hofft. Das Problem eines solchen Konzeptes: Du kannst es nicht mal in die Charaktergeschichte schreiben. Sonst reagiert spätestens Orga Nr. 10 mit "Das ist voll das Powergaming-Ding, der kriegt mal einen Einlauf" und konfrontiert Dich mit der geballten Strafe der Götter in langweiligster Telling-Marnier.
    So in der Ecke hatte ich mir das auch gedacht. Ich denke ich werde nicht alles an der Idee in die Truhe schieben aber nochmal überdenken. Was man einer Orga sagt oder nicht sagt habe ich so langsam raus

    Das dumme ist, man muss sich auch nach dem 100sten Rückschlag noch eine für den Charakter plausible Idee ausdenken, mit der es beim 101sten Male dann ja doch klappen könnte.
    Also theoretisch hätte der Char es schon 2 mal geschafft. Das Problem ist eher, das man wenn man mal wieder ne Orga trifft die kein peil hat und das Ziel erreicht, das Ereignis dann irgendwie rückgängig machen muss oder ignorieren.
    Denn wer will schon veruschen einen "Gott" darzustellen *lach
    Aber so jemand würde auch nicht in die Taverne feiern gehen, sondern immer vom Rande beobachten, vielleicht etwas erhaben sitzend, etc.
    Ja. Ich gehe mit dem Char nicht in eine Taverne saufen. Ich krieche nicht in irgendeinen Dungeon. Ich kämpfe kaum und wenn dann mal ein oder zwei Windstöße. Ich schränke mich da bewusst ein.

    Aber gerade das nicht mit den andren trinken, macht einen OT schnell zum Con-Aussenseiter =(


    Grüße
    Aeshma
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