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Thema: Knappe

  1. #1
    bikerman
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    Knappe

    Hallo

    als erstes: Dieser Thread richtet sich erstmal an diejenigen, die sich mit dem historischen besser auskennen.

    Folgendes:

    Also, wie im Titel erwähnt, spiele ich einen Knappen, der sich um 1250 ansiedelt.

    Jetzt frage ich mich, welche Kleidung ich da am besten nehme?

    Bisher habe ich:

    -Leibhemd
    -billige Tunika, die ich durch eine schöne Cotta austauschen werde
    -Bruche
    -Beinlinge
    -Gugel
    -Garde-Corps

    Gürtel und Taschen sind nicht aufgezählt.

    Jetzt frage ich mich, was ich am besten für eine Ausgehkleidung nehme?

    Und was für eine Kopfbedeckung für die "Alltagskleidung"?


    MfG und schonmal DANKE!

    Dennis

  2. #2
    Harald Ösgard
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    Hi,

    Du würdest mit einem Bild oder wenigstens einer Zeichnung oder ein paar links zu den Klamotten wesentlich deutlicher machen können, worüber Du redest.

    Dann erst bildet sich beim Bertracher eine Meinung, die man Dir dann auch gerne mitteilen wird.

  3. #3
    bikerman
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    Ich verstehe gerade nicht, wieso man ein Bild braucht, um Vorschläge zu geben, was für eine Ausgehkleidung passen würde?

    Aber nun gut, werde ich wohl mal Bilder machen und hier rein stellen.

    Trotzdem Danke,

    MfG

    Dennis

  4. #4
    Kelmon
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    @bikerman: Mit 1250 hast Du Dir natürlich eine hervorragende Zeit ausgesucht, da es da excellente Bildquellen für Ausrüstung gibt.

    Ganz generell solltest Du als - sehr, sehr wahrscheinlich - ebenfalls adeliger nicht oder nicht viel schlechter als "Dein" Ritter gekleidet sein. Wenn Du sogar z.B. Fürstensohn bist, und von Deinem Vater in die Hände eines treuen, aber eben nicht reichen Ritters gegeben wurdest kann sie sogar hochwertiger sein.

    Die Kleidung, die Du besitzt (mit Cotta statt Tunika) halte ich schon für soweit ausreichend - wobei ich natürlich ohne Bild die genaue Einordnung im Detail (z.B. Enge der Kleidung, Zahl der Knöpfe) schwer vornehmen kann.

    Für eine Ausgehkleidung würde ich Dir empfehlen, den eher funktionalen Gardecorps durch einen repräsentativen Tasselmantel (Halbkreismantel) zu ersetzen, und die Kleidung noch durch einen Surkot zu ersetzen. Was eine Kopfbedeckung angeht könnte das hier eine simple Bundhaube sein, bei Sonnenschein auch ein Strohhut (ja, auch als Adeliger), bei Regen eben eine Gugel. Wobei ich mir zu 99.9% sicher bin, daß auch zu der Zeit eine Menge verschiedener Filzhüte getragen wurden...konkrete Formen müßte ich da aber erstmal recherchieren.
    Farblich würde ich hier für Mantel und Surkot ein leuchtendes Rot empfehlen, danach hellblau, danach ein mittleres grün. Dies scheint zumindest die Reihenfolge der historischen Farbvorlieben zu sein, wenn man den Abbildungen glauben scheknen darf. Besonders demütige Personen benutzen natürlich braun oder grau, und füttern Kleidung und Mäntel mit Schafs- statt mit Eichhörnchenfell o.ä.

    Gute Quellen für diese Zeit sind - unter anderem - die Kreuzfahrerbibel / Maciejowski-Bibel oder auch die Stifterfiguren des Naumburger Doms
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  5. #5
    Harald Ösgard
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    Nun, weil man viele Entscheidungen "aus dem Bauch heraus" trifft. Dazu muss man aber den Augen was anbieten. Wenn ich eien Farbe SEHE, dann "spüre" ich, was dazu passen könnte oder was das in mir auslöst. Das DENKE ich nicht vordergründig. Deshalb nützt mir da eine Beschreibung nicht viel.

    Außer Du schreibst so gut wie ein Roman-Autor.... dann "sehe" ich auch wieder Bilder vor mir und dann spüre ich auch, ob mir das gefällt oder nicht so.

    Stil, Geschmack, das macht man nicht unbedingt nach klaren Regeln. (auch wenn Lifestyle Magazine das anders sehen) Das hat was mit Gespür und intuitiver Erfahrung zu tun....

  6. #6
    bikerman
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    Danke Kelmon, für deinen ausführlichen Beitrag.

    Harald, ich werde demnächst(morgen) Bilder machen und hier hochstellen.


    Passt eine Houpellande in diese Zeit, oder eher nicht?
    Wie sieht es mit einem Chaperon aus?

    MfG

    Dennis

  7. #7
    Kelmon
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    Nein, und nein

    Houppelande ist fast 200 Jahre später, Chaperon etwa 50-70.

    Hier und hier übigens einige Beispielbilder von Rittern aus der Kreuzfahrerbibel.

    Ah, noch eine Anmerkung: Die Länge der Kleidung sollte sich danach richten, wo Du primär unterwegs bist. Während man am Hof auch als Mann zu der Zeit seine Kleidung Knöchellang trug, sieht man oft Abbildungen in den jeweils gleichen Werken, die Adelige auf Reisen oder auf der Jagd zeigen, wo dann praktischerweise Kleidung getragen wird, die nur bis zum halben Unterschenkel reicht.

    Auch dies natürlich ein Statussymbol - entweder "schau her, ich brauche keine kurze Kleidung, da ich nicht in den Dreck muß" oder wahlweise "schau her, ich kann es mir leisten, noch einen Satz extralange Kleidung zu besitzen".
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  8. #8
    bikerman
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    Okay, dann halt nicht..

    Passt der Garde-Corps ungefähr in diese Zeit, ein paar Jahrzehnte sind egal..?

    Das zweite Bild sagt mir schon zu, hast du zufällig Schnittmuster einer Cotta und einer Surcotte? Finde keine bzw. keine guten.


    Achja, die Farben der Gewandung:

    -Beinlinge, Wolle, grau
    -Bruche, Leinen, natur
    -Tunika, Baumwolle, blau(wird wiegesagt ersetzt durch indigoblaue Cotta)
    -Gugel, Wolle, braun(wird durch rote Gugel mit gelber Fütterung ersetzt)
    -Garde-Corps, Wolle, Rot mit gelber Leinenfütterung
    -Leibhemd, Baumwoll-Leinen, natur (wird irgendwann auch ersetzt)


    MfG

    Dennis

  9. #9
    Kelmon
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    Ja, der Garde-Corps existiert da schon. In der KFB läuft sogar ein Bettler damit rum. Allerdings in einer "Fußgängervariante", mit kurzen Ärmeln und nicht bis zum Boden reichend. Ob das dann als Garde-Corps oder ein "Vorgängermodell" einzuordnen ist, ist natürlich diskutabel. Zumindest Familia-Ministerialis scheint meiner Meinung zu sein und hat auf ihrer Seite dazu einige Bildquellen.

    Was Schnitte angeht könntest Du hier fündig werden: http://www.familia-ministerialis.de/kleidungherr.html
    Der Surkot ist zwar ärmellos, aber den Ärmel kannst Du ja von der Cotta übertragen. Für einen Schlupfärmel wie auf dem Bild mußt Du ncihts anderes tun, als den Ärmel eben nur in der oberen, oder nur in der hinteren Hälfte anzunähen. Bei so etwas macht sich ein kontrastierendes Futter übrigens besonders gut.
    Der Verschluß des Surkots ist übrigens ein Knopf am Kragen, falls Du das erkannt hast. Dazu schneidest Du vorne einfach einen Schlitz (wie bei einer Schlüssellochtunika), und nähst dann an eine Seite dieses Schlitzes ein Dreieck, das bis zur Kragenseite reicht. Der Knopf sitzt dann am Kragen, und das Knopfloch kommt in das Dreieck hinein.

    Zu der bereits geplanten Kleidung will ich noch anmerken, daß sich zur roten Gugel ein weißes Futter wesentlich besser macht als ein gelbes. Und wenn Du kannst, würde ich Indigoblau zugunsten eines helleren Blaus ersetzen, wenn das möglich ist. Du kannst ja auf den Bildern schauen, welcher Farbton sich da anbietet.

    Das ist übrigens meine Anfängergewandung im Jahr 2004 gewesen. (Wenn auch eher an ~1320 angelehnt)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  10. #10
    bikerman
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    Die Gugel wird aufgrund des Mantels so gemacht, wie oben geschrieben.

    Habe an den Garde-Corps keine Kapuze gemacht, weil mir das mit Gugel besser gefällt. (Ja, ist nicht historisch, aber ich will auch nur historisch angehaucht sein)

    Gut, das mit dem Nähen ist bei mir so eine Sache, aber ich denke, das lässt sich schon bewerkstelligen.

    Kennst du denn ein Stoffhändler, der leichten blauen Wollstoff anbietet? Am liebsten zum Schülerpreis.

    MfG

    Dennis

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