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  1. #1
    Arlic
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    Mein erster Larp Charakter

    Hallo zusammen

    Nach ca. einem Jahr Überlegung, ob Larp ein schönes Hobby wäre und ob ich auf eine Con gehen sollte wird es jetzt so weit sein. ich gehe auf ein Anfänger Larp, welches mir von einem Freund empfohlen wurde.
    Ich hoffe, ich darf den Link posten:
    http://talon-larp.de/anmeldungen/ab13.pdf

    So weit so gut. Aber was soll ich spielen. Als Regelwerk gilt, du kannst was du darstellen kannst.
    Zu meiner Person.
    Ich bin 25 Jahre, 1,74 groß und wiege etwa 62KG.

    Als erstes möchte ich euch mal meine Überlegungen darlegen:
    Erfahrungen habe ich nur mit Pen and Paper Rollenspielsystemen. Und hier am meisten DSA. Gespielt habe ich, einen Waldläufer am Anfang und später einen Scharlatan.
    Der Scharlatan macht mir auch sehr viel Spaß und so was würde ich an sich auch gerne im Larp spielen. Also einen magisch begabten Trickbetrüger oder Hochstabler. Was mir ebenfall spaß machen könnte wäre ein Schmied. Aber für den Anfang wird das denke ich erstmal zu viel.

    Also will ich mit etwas einfachem Anfangen. Vielleicht ein Waldläufer, Söldner oder Abenteuerer?
    Als Ausrüstung bekomme ich von einem Freund, der Larp spielt ein Hemd und ein Kettenhemd mit Löchern und Waffe geliehen. Das wird dann wohl als Basisequipment dienen.
    Als Schuhe werden alte Militärstiefel genommen, die ich mir leihen werde und als Hose kauf ich mir eine günstige Sporthose bei Kick.

    Was denkt ihr könnte ich daraus nettes basteln?

    Ich habe mir auch schon die Basis für eine Hintergrundgeschichte überlegt. Denkt ihr, dass man auf der Aufbauen kann?

    Natarion Werderfort
    Wurde in einem kleinen Ort geboren, welcher in der Mitte einer kleinen Flussinsel liegt. Die beiden Seiten um den Ort herum bilden die einzige Furt weit und breit, um zum anderen Ufer zu gelangen. So kommt allerlei Volk in diesen Ort, meist jedoch nur um die Nacht hier zu verbringen oder schnell auf das andere Ufer zu kommen.
    Seine Mutter stammt aus einer alteingesessenen Familie des Ortes. Weil die Mutter jedoch von einem Liebhaber unverheiratet Schwanger wurde, was in dieser Gegend ein schweres Vergehen ist, musste sie sich als Dirne an Reisende verdingen, wurde sie von ihrer Familie aufgrund dieses schweren Vergehens verstoßen. So ein Reisender war dann wohl auch der Vater von Natarion.
    Natarion selbst wuchs somit in der Gaststätte auf, wo seine Mutter arbeitete und lebte. Schon früh hörte er die Reisenden ihre Geschichte erzählen und da der Ort für ihn keine Zukunft zu bieten hatte, denn niemand wollte ein „Bastard“ als Lehrjungen, entschloss er sich sobald er alt genug sei sein Glück in der Ferne zu suchen.
    So kam es, dass er mit fünfzehn Jahren von seiner Mutter Abschied nahm und sich einem reisenden Händler als Helfer verdingte. Allerdings hielt er es nicht sonderlich lange bei dem eitlen Fatzke aus und reiste auf anderen Wegen. Durch Städte und Wälder immer auf der Suche nach dem was das Leben so zu bieten hat. Ein ums andere Jahr immer weiter fort.



    Vielen Dank schon mal im Voraus

  2. #2
    ich
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    Aus der Geschichte könnte man viel machen...
    Aus der Gewandung, die du geliehen bekommst in meinen Augen wenig.

    Wie wäre es einfach, du hast Handwerk XY gelernt, dein Meister ist jetzt pleite und du suchst was neues... so ne Geschichte hab ich bisher noch nie gehört oder gelesen.
    Kein Glück im Beruf, also was anderes... da geht dann auch der Scharlatan.
    Die Gewandung, die du vorschlägst sieht für mich ein wenig nach "einem Hauch von nichts" aus. Soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber ein Hemd, eine Kik-Sporthose und ein Kettenhemd drüber ist halt noch nichts.
    Wenn du nähen kannst (oder jemanden hast, der für dich würde ), schneider dir selber ne billige Tunika aus Leinen, dann eine neutrale Hose dazu und ne Gugel, so hätte man schon eher was für den Anfang.

    Was du dann spielen willst, kommt halt drauf an, was du erleben willst, und wieviel Aufwand das ganze machen darf.
    Krieger und Waldläufer müsst zum Beispiel mehr invesztiert werden als in den Scharlatan, der ja an sich auch aussehen darf wie Bauer XYZ...

    So far,
    Dennis - geht, wenn noch Geld da ist und noch Plätze frei sind, auch aufs Talon 42.
    -NEIN! Ich werde auf gar keinen...
    -Keks?
    -Bin dabei!

  3. #3
    Arlic
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    Klar ist die Gewandung noch nix. Aber ich hab jetzt keine Lust dicke Euronen in eine Gewandung zu investieren bevor ich nicht weiß obs mir Spaß macht.
    Nähen kann ich leider gar nicht und habe auch keine Nähmaschine.
    Ich dachte mir halt, dass ich wenn ich weiß, dass es mir liegt in Gewandung investiere, da die ja doch schon ziemlich teuer ist.

    Der Tipp mit der Hintergrundgeschichte ist super werd ich mir merken

  4. #4
    Leander
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    Die Hintergrundgeschichte ist schon in Ordnung und auch nicht das 08/15-Zeug, was man so zu lesen bekommt.
    Die "Gewandung" ist für den ersten Con auch in Ordnung, wobei eine Tunika natürlich schön wäre, aber wenn sie nun einmal nicht da ist, ist sie nicht da.
    Mit möglichst geringen Investitionen in das Hobby einzusteigen ist sicher sinnvoll und wenn es dir Spaß macht, kannst du dir immer noch eine ordentliche Gewandung besorgen/schneidern und auch ein konkretes Konzept ausarbeiten.
    Für den Anfang genügt es aber auch dich selbst als "Abenteurer/Streuner" zu bezeichnen, der sich da aufhält, wo er vielleicht Geld machen kann, um sich wieder eine Nacht in einem Gasthaus leisten zu können. Dafür wäre die Hintergrundgeschichte auch recht passend.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  5. #5
    Kelmon
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    Wenn Du Dir bereits fest vorgenommen hast, anfangs nicht mehr Geld als 0€ da reinzustecken, weiß ich ehrlichgesagt nicht, wie wir Dir da helfen können. Die Ausrüstung ist jedenfalls komplett unzureichend.

    Du bist ein Bastard, Helfer eines Händlers, der eine militärische Waffe, eine militärische Rüstung und Unterwäsche (Hemd) trägt.

    Auf heute übertragen also ein Azubi im Supermarkt, der mit G36, Kevlarhelm und Boxershorts rumläuft.

    Nun der konstruktive Teil:
    Gerade wenn Du ein Kettenhemd trägst wird der Augenmerk auf all das fallen, was Du sonst so trägst, und das ist in dem Fall eine Jogginghose und moderne Militärstiefel. Das reicht eben nicht, um anderen Spielern den Eindruck einer ambientigen Kleidung zu vermitteln, es sieht aus wie "Moderner mensch mit Kettenhemd". Neben einem Gürtel um die Hüfte wäre ein Hut, besser ein Helm hierzu zu empfehlen, falls Du Dir letzteres leihen kannst. Ein einfacher Hut ist aber selbst von Hand in Windeseile genäht. (Zum beispiel so).
    Dann brauchst Du mMn dringend eine Art von Oberbekleidung. Sofern Du Dir da nichts leihen kannst, wäre, wie "ich" schon sagte, eine Tunika so ziemlich das simpelste, was man selbst herstellen kann, wobei ich von Leinen abrate und stattdessen natürlich Wolle vorschlage. Für Minimalen Zuschnittsaufwand 2m Wollstoff kaufen (z.B. den für so einen leichten pseudo-Keltenlook - kostet Dich 15€), einmal Umschlagen (so daß der Stoff 1,50 weit und 1m hoch ist), ein Kopfloch in der Mitte ausschneiden (einfacher Schlitz entlang der gefalteten Seite genügt - etwa 30cm weit oder mehr), und dann lediglich die beiden Seiten von Hand bis auf die obersten 30cm miteinander vernähen. Mit Gürtel tragen!
    Dann hast Du nämlich auch was, was Du in Kampfpausen (ca. 99.5% der Conzeit) tragen kannst, und gleichzeitig ein Kleidungsstück, das unter der Rüstung getragen das Kettenhemd ein wenig polstert. Bonus: Wenn Du im Hobby bleibst kannst Du diese Tunika leicht wieder auftrennen und als Material für ein anderes Kleidungsstück nehmen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
    Arlic
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    also festgelegt auf 0€ hab ich mich natürlich nicht

    aber wenn man sich mal in den Larp shops umschaut, da kostet das Paar Schuhe nun mal über 100€

    aber an einem Hut werd ich mich dann demnächst mal versuchen und wenn der was wird, mal sehen, dann versuch ich mich vielleicht auch an einer Tunika

    Aber bezüglich der Schuhe, wäre es nicht auch einfach möglich barfuß rumzulaufen?

  7. #7
    Leander
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    Wenn du bereit bist Geld auszugeben, vergiss das, was ich oben geschrieben habe, ganz schnell wieder.
    Schuhe sind auch nicht das Erste, was du dir anschaffen solltest, auch wenn es selbst da günstige Alternativen gibt. Zu Beginn reicht es deine Schuhe einfach abzutarnen. Gerade bei Anfängern kann man das häufiger sehen.
    Wenn du zumindest ein paar Euro ausgeben kannst, würde ich mich auch eher auf etwas zivile Kleidung stürzen und mal einen einfachen Schnitt mit 2m Stoff ausprobieren. Ein Hut in irgendeiner Form wäre dann natürlich noch sehr sinnvoll, weil es einfach dabei hilft anders auszusehen.
    Wenn du für den Anfang eine Tunika, ein Hemd, eine einfache Hose und ein paar Gamaschen hättest, wäre das schon passabel und die Stiefel fallen nicht mehr so auf.
    Wenn du nicht unbedingt kämpfen willst, muss auch das Kettenhemd und die Waffe nicht sein. Man kann auch als Bauer auf einem Con seinen Spaß haben.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  8. #8
    Kelmon
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    Jein...das ist nun ganz stark vom Congelände und der persönlichen Schwerzgrenze abhängig. Ich bin auf einem Sylvestercon dieses Jahr auch mal als Penner ein Stündchen lang draußen barfuß rumgelaufen. Dort konnte ich mir aber relativ sicher sein, daß da keine Glassplitter und ähnliches rumliegen.

    Die 100€+ für Schuhe kann ich allerdings locker unterbieten:
    http://www.historische-schuhe.de/epa...ducts/M-2.1-38

    oder

    http://www.historische-schuhe.de/epa...C3%A4Mi-G41%22

    (Der Händler hat auch Landsknechtsschuhe für 50€, aber das dürfte wohl kaum zu irgendeinem Konzept passen, das Du auf die Beine stellen kannst). Mit den Schuhen des Händlers bin ich bislang sehr zufrieden - es ist nicht "high-end", aber für den Preis ist die Quualität ausgezeichnet.

    EDIT: Was Leander sagt ist natürlich korrekt, ich würde auch nicht Schuhe zur obersten Kaufpriorität machen, wenn noch Zivilkleidung aussteht. Und als "Zwischenlösung" gibt es auch bei Schuhdiscountern billige, braune Schuhe für kaum Geld. Ich glaube meine "Notfall-Schuhe" haben unter 15€ gekostet.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #9
    Helene
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    Naja, möglich isses schon, aber bist du hart genug, barfuß über Schotterwege, Waldwege, durch den Wald, über unbekannte Wiesen (evtl. mit tierischen Tretminen) und alles andre Gelände zu laufen?

    Schuhe gibts etliche Meinungen; der eine schwört auf original-wendegenähte (und teure), dem andren reichen unauffällige Lederschuhe und -Stiefel (gibts bei den Discountern grad in der Winter-Damenmode einiges) und andre wieder gehen nur in ihren Springerstiefeln auf Con. Hier ist jedenfalls vorher Einlaufen Pflicht! Nix ist schlimmer wie Blasen durch das einzige Paar Schuhe, das du dabei hast: Du kannst dann mitunter kaum einen Schritt mehr gehen und effektiv ist das Woe gelaufen.
    Zu auffällige Stiefel lassen sich auch mit Gamaschen oder Beinwickeln (u.a. Pferdesport) abtarnen.

    Unters Kettenhemd muss noch mehr als ein bloßes Baumwoll- oder Leinenhemd. Die Gefahr, dass dieses reißt bzw. die Unbequemlichkeit, wenn sich Ringteile in deine Person bohren ists einfach nicht wert.
    Wenn du vielleicht an ne alte Militär-Wolldecke dran kämst (oder dicken Wollstoff) und dann nach Kelmons Anweisungen da draus eine Tunika / einen Gambeson (dickes Obergewand, mit realer Schutzwirkung) draus schneiderst, sollte schon einiges helfen. Dieses Obergewand sollte jedenfalls mindestens genauso lang sein wie das Kettenhemd, an Ärmel und Saum...

    HIER gibts geballtes Wissen um Anfänger und Larp.

    Viel Spaß noch!
    Helene

  10. #10
    Kelmon
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    Oh, da sollte ich noch was dazusagen: Die wirklich simple (antik-germanisch/keltische) Tunika, wie ich sie oben beschrieben habe, ist nicht dazu geeignet, unter einem Kettenhemd getragen zu werden - hierfür sollte man dann schon eine mit "echten" Ärmeln anfertigen, statt mit welchen, die durch reine Stoffraffung entstehen.

    Auch auf die Gefahr hin, irgendwelche Artikel im LARP-Wiki zu wiederholen - meine persönliche Priorität, nach der man sich ausstatten sollte, würde vermutlich ungefähr so aussehen:
    Oberbekleidung -> Beinkleider -> Gürtel -> Kopfbedeckung -> Hemd -> Überbekleidung (Mantel) -> Schuhe -> Taschen/Beutel -> Eß- und Trinkutensilien -> Waffe -> Helm -> Rüstung -> Zusätzlicher Ambientekram -> Zusätzlicher Ambientekram -> Zusätzlicher ....

    Von wichtig nach unwichtig über die Parameter "Wovon sieht man am meisten" und "was ist am häufigsten nützlich" gewertet.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

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