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  1. #11
    Ian
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    Du kannst prinzipiell jede Waffe nehmen, die 1. in das Setting passt, also keine Kettensäge im Fantasylarp. Und 2. muss sie auch logisch Sinn ergeben. Das Beispiel mit dem Anderthalbhänder und dem Schild war hier ja schon recht treffend. Der Anderthalbhänder wird ohne Schild geführt, da zu seinem Umgang gehört mal mit einer und mal mit zwei Händen zu schlagen.
    Bei solchen Waffen die dann keinen Schild zulassen ist es immer ratsam auch eine anständige Rüstung zu tragen. Mit einem Schild lassen sich schließlich gut Schläge abwehren und deswegen braucht man nicht zwingend eine massive Rüstung. Versuch jetzt aber mal mit einem Zweihänder die gleichen Schläge zu parrieren, das wird recht schwierig, zumal es nicht historisch ist, dass man mit der Klinge Schläge abgefangen hat.

  2. #12
    Kelmon
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    @Aeshma: Also Dein Posting kam mir jetzt etwas harscher vor als es wirklich nötig gewesen wäre. Mag sein, daß es daran liegt, daß Du in Eile warst...ich hoffe mal, man kann trotzdem hier im Thread einen normalen Ton beibehalten.

    @RavenWarrior: Einen Anderthalbhänder führt man mit beiden Händen. Das ist eben einfach so. Alle historischen Kampfschulen haben das so gehalten. Das ist eben typischerweise eine Waffe, die von einem schwer gerüsteten Kämpfer geführt wird, der sich vor ungezielten Treffern nicht sehr fürchten mußte und somit das Schild zugunsten einer langen, mit beiden Händen geführten Waffe weglassen konnte.

    Wenn Du mal eine Metallwaffe in Händen hältst wirst Du auch schnell wissen, warum die einhändige Führung von sowas zumindest...schwierig ist.


    Ich sehe, nebenbei, anders als Aeshma erstmal kein Grundsätzliches Problem damit, einen Zweihänder einzusetzen, sofern der Rest stimmt. Ein Zweihänder ist eben, vereinfacht gesagt, eine "Spezialwaffe", die mal nicht eben irgendein Hansel mit Hemd und Hose mit sich rumträgt. Da muß eben auch sonst der Soldat, und da auch nicht gerade der Blutjunge Rekruk, rüberkommen. Und eben das ist für Anfänger nicht unbedingt leicht.

    Aber die genaue Waffenberatung überlasse ich jetzt mal einfach den anderen.


    Das Problem mit englischen Namen und Begriffen ist, daß Englisch nunmal gerade "in" ist und man es allerorten antrifft. Daher im LARP, wo man eine Atmosphäre von einem fiktiven "damals" erschaffen will, eher verpönt, während z.B. Begriffe aus dem Spanischen, dem französischen oder natürlich dem lateinischen weniger ein Problem darstellen. Und das obwohl die ersten beiden moderne Sprachen sind.

    Generell solltest Du beim Namen weg vom "Besondern" und hin zum Banalen. Kaum jemand wird Dich ernst nehmen, wenn Du Dich "Raven", "Lightbane" oder "Dunkelirgendwas" nennst, während Du mit Namen wie "Müller" oder "Wagner" oder "Apfelbaum" (fast) überall gut reinpasst.
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  3. #13
    RavenWarrior90
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    Welche Rüstung sollte ich denn tragen, wenn ich ein Zweihandschwert führen will?

    Ich habe in einer Doku schonmal zwei Kämpfer gesehen, die mit Zweihandschwertern und Lederrüstung ausgerüstet waren. Naja, eigentlich dachte ich für den Anfang aber erstmal an eine Stoffrüstung (Gambeson). Reicht das, um mit einem Zweihänder nicht zu protzig auszusehen? Oder ist mindestens eine Lederrüstung oder eine Plattenrüstung von Nöten?

    Wenn ja, dann werde ich mir den Zweihänder wohl erstmal abschminken müssen.

    Die Sache mit dem Anderthalbhänder habe ich mir aber recht spaßig vorgestellt... es rockt einfach, wenn man zwischen Einhand- und Zweihandkampf wechselt. Das ist doch eigentlich auch der Zweck dieser Waffe, oder etwa nicht? Man kann ja einen Kompromiss machen, dass man die Waffe primär mit beiden Händen führt und nur manchmal eine Hand wegnimmt, nur um nach dem Schlag die Hand wieder hinzuzunehmen.
    Wieso sollte man denn dann eigentlich ein Anderthalbhänder nehmen und keinen Zweihänder? Wenn man einen Anderthalbhänder ausschliesslich mit beiden Händen führt, geht dann nicht der Vorteil dieser Waffe flöten?
    Ich kann mit jetzt nur denken, dass man Anderthalbhänder mit beiden Händen schneller führen kann als mit Zweihändern... das wäre immerhin noch logisch... da wäre dann nur das Problem mit der Reichweite.

    Ich hoffe, ich nerve euch nicht mit dem ständigen Gefrage bezüglich dem Anderthalbhänder. Mir würde es halt am meisten Spaß machen, so zu kämpfen... und unfair erscheint mir das ja auch nicht, zumindest nur dann nicht, solange man das Gewicht dann auch ausspielt.

  4. #14
    Domi
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    @Aeshma, ich fands zwar direkt, hab aber keine Bosheit drausgelesen;

    Der Anderthalbhänder ist technisch ein Zweihänder, zu 99% (wenn man dem Gegenüber mal grad nicht ins Gesicht etc. langt). Es gibt aber durchaus "Einhandschwerter" mit 20+ cm Griff. Das Problem ist nicht der Name sondern die Länge, wie schon gesagt wurde. Ich machs immer so: 2-hand wenns zum Brustbein reicht, 1 oder 1,5 Hand wenns kanpp zu Hüfte reicht. Mit dem dazwischen kann ich persönlich nix anfangen.

    Ian geb ich recht, ein Schild macht den Anfang leichter (darf ich das so verstehen?), aber das mit der Klinge an Klinge hab ich anders in Erinnerung (will darüber aber hier grad nicht diskutieren, wills blos anmerken).

  5. #15
    Aeshma
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    Sorry, wenn mein Post etwas harsch klang =)

    Generell sehe ich weniger ein Problem damit wenn du mal nen Schlag mit einer Hand führst, es sollte aber eine Seltenheit sein. Und daher ist ein Schild einfach ein nogo dazu. Das mit dem Gewicht ausspielen macht da auch wenig unterschied, weil das wird im Kampf meist eh vergessen... Bitte lass uns uns einfach darauf einigen Anderthalbhänder ODER Schild
    Du kannst natürlich auch nen 1,5Händer nehmen und dir nen Schild und ein weitere kürzeres Schwert zum wechseln mitnehmen. Fände ich jedenfalls viel besser.

    Generell wird dir ein Schild am Anfang vieles erleichtern, was das Kämpfen angeht. Aber dann bitte mit einer kürzeren Waffe.

    Gamberson finde ich gut. Hol dir nochn Helm (z.B. nen Eisenhut) und du hast schonmal einen Grundstock, der eine gewisse Professionalität als Kämpfer anzeigt. Je nach Zeit noch ein Kettenhemd drüber (die sind nicht soooo teuer) und du bist schon ganz gut gerüstet.

    Aber bevor du dir weiter Gedanken zu Waffen, Rüstung und Namen machst würde ich dir ans Herz legen, dir Gedanken über deine Gewandung und den Charakter zu machen.
    Denn Rüstung ist keine Gewandung und LARP besteht garnicht aus so viel kämpfen wie man meint.

    Ich würde vorschlagen, erst einen Charakter zu "erschaffen" und anzuziehen. Danach können wir uns mit den weniger wichtigen Details befassen.

    Z.B. ist dunkle Kleidung meistens ungut. Es ist sehr schwierig einen schönen look mit dunkler (warscheinlich meintest du ja schwarzer) Kleidung hinzubekommen. Farbe macht es einfacher und schöner, den Angestrebten "Schichtenlook" hinzubekommen. Also mehrere Kleidungsschichten überienander zu tragen.

    Ein Wort zur Rüstung: Brüniert sieht eigentlich immer weniger gut aus wie ne blanke oder polierte Rüstung.

    Grüße
    Aeshma, jetz in lieb
    Moderative Eingriffe werden als eben solche gekennzeichnet

    Bei Problemen gebt uns bitte im Thread "Meldungen an die Mods" Bescheid. In wirklich dringenden Fällen (oder Dingen die nicht öffentlich sein sollen) bitte auch per PM. Wir kümmern uns dann ASAP.

  6. #16
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Aeshma
    Ein Wort zur Rüstung: Brüniert sieht eigentlich immer weniger gut aus wie ne blanke oder polierte Rüstung.
    Das würde ich in dieser Allgemeinheit einfach mal verneinen - Die "Spiegelplatte" eines Herrn Pfeiffer-Perkuhn mag zwar nett sein, aber wer mal eine "echte" brünierte Reproduktion (gerade in Verbindung mit Goldeinlegearbeiten) gesehen hat, der dürfte einsehen, das das eine dem anderen in nichts nachstehen muß.

    Oder anders: Gut wie schlecht gibt es gleichwemaßen in brüniert wie auch in "blank".
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  7. #17
    Ian
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    Zitat Zitat von Domi
    Ian geb ich recht, ein Schild macht den Anfang leichter (darf ich das so verstehen?), aber das mit der Klinge an Klinge hab ich anders in Erinnerung (will darüber aber hier grad nicht diskutieren, wills blos anmerken).
    Sicher macht ein Schild es einfacher (nicht nur am Anfang) aber ich meinte eigentlich, dass historisch betrachtet der Schild um so wichtiger war so lange es noch keine massiven Plattenrüstungen gab. Die Plattenrüstung soll im Gegensatz zur Kettenrüstung nicht nur das Überleben sichern sondern auch allgemein Verletzungen verhindern.

    Und Klinge auf Klinge schlägt man für gewöhnlich nicht, weil die Waffen sehr darunter leiden.

    PS: Ich wusste gar nicht, dass es historisch gesehen wirklich jemals brünierte Plattenrüstungen gab (bisher kannte ich nur poliert oder mit Email überzogen, oder zu späteren Zeiten schwarz lackierte Landsknechtrüstungen).

  8. #18
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    Zum Thema Waffenwahl: Das meiste ist ja schon gesagt worden. Der Anderthalbhänder ist historisch eine frühe, weniger spezialisierte Form des Zweihänders, letzterer neigte später, dem Geschmack der Renaissance entsprechend, zu immer größeren Längen und verspielteren Formen. Gedacht sind beide Schwerter aber, um mit beiden Händen geführt zu werden, und nicht in Kombination mit einem Schild.
    Einfacher und effektiver im Larp kämpfen kann man meiner Meinung nach mit Einhandwaffe und Schild, dafür ist der Kampf mit dem Zweihandschwert abwechselungsreicher und oft auch schöner anzusehen.

    Ich habe in einer Doku schonmal zwei Kämpfer gesehen, die mit Zweihandschwertern und Lederrüstung ausgerüstet waren.
    Das müssen Landsknechte gewesen sein, zumindest wäre das die einzige historische Epoche, in der solche Schwerter genutzt und gleichzeitig eine (wenn auch völlig anders als die meisten Larprüstungen beschaffene) Lederschutzkleidung getragen wurde. Generell sind solche "Dokus" allerdings mit Vorsicht zu genießen, da wird eine Menge Humbug geredet.

    Meiner Meinung nach passt stilistisch zu Waffen grundsätzlich schonmal die Rüstung gut, die aus der gleichen Epoche stammt und historisch dazu getragen wurde. Das wären in diesem Fall für beide Waffen erstmal Plattenrüstungen, und zwar tendenziell keine komplett geschlossenen "Ritterrüstungen", sondern Brustplatten, und leichte Harnische fürs Fußvolk. Zum Anderthalbhänder, der im ausgehenden 15ten Jahrhundert seine Blütezeit hatte, würden dann gotische Rüstungen und Brigantinen passen(Beispiel), zu den längeren und ca. 50 Jahre späteren Zweihändern und Flamberges hingegen eher Landsknechtsrüstungen (Beispiel). Gerade die Brustplatten und einfache Harnische sind in den beiden Epochen gar nicht mal so unterschiedlich (die typische Riefelung beim zweiten Beispiel ist zwar schön, aber wurde auch nicht ausschließlich verwendet), wirklich auffallen tun eigentlich nur die drastisch veränderte Kleidungsmode und unterschiedliche Vorlieben, was Helme angeht.
    Ein Gambeson hingegen ist zwar eine ordentliche Einsteigerrüstung, hat aber zumindest vom historischen Standpunkt her in dieser Epoche nichts mehr verloren.
    Natürlich kannst du auch Fantasy-Rüstungen nehmen, allerdings solltest du auch da auf eine gewisse Glaubwürdigkeit und Einheitlichkeit achten. Geh sicherheitshalber aber mal davon aus, dass die meisten Sachen, die in Larp-shops als Rüstung angeboten werden, erstmal nicht zu empfehlen sind: Die sind oft teuer, unpraktisch und manchmal extrem häufig anzutreffen und deshalb langweilig, so dass man da schnell mal ein paar hundert Euro in den Sand setzt, wenn man keine Erfahrung oder gute Beratung hat.

    Ich wusste gar nicht, dass es historisch gesehen wirklich jemals brünierte Plattenrüstungen gab
    Da bin ich mir auch nicht sicher, ich glaube einige höherwertige italienische Renaissanceharnische waren brüniert. Aber dass so etwas gut aussehen kann ist keine Frage:
    http://i4.photobucket.com/albums/y11...mour_52592.jpg
    Das ist nur leider weit jenseits von allem, was man so üblicherweise als Larprüstung angeboten bekommt...

    Jetzt allerdings hier alles an der einen Waffe aufzuhängen bedeutet meiner Meinung nach, das Pferd von hinten aufzuzäumen und ist ein typischer Anfängerfehler. Deswegen würde ich dringend dazu raten, erstmal ein paar Eckpunkte aufzustellen, dann kann man ordentlich planen:
    Hast du bestimmte Vorstellungen, was die Kultur und den Stand des Charakters angeht? "Europäisch" kann nämlich alles vom Wikinger bis zum spanischen Degenfechter sein. Willst du einen reichen oder einen armen, einen gebildeten oder einfach gestrickten Charakter spielen? Gibt es Stilrichtungen, die du kategorisch ausschließt, und wenn ja warum? Und vor allem: Wieviel Zeit und Geld stehen dir für die Zusammenstellung der Ausrüstung zur Verfügung?

  9. #19
    RavenWarrior90
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    Mir ging es jetzt eigentlich nicht darum, einen historisch korrekten Charakter zu bauen. Immerhin habe ich vor, auf Cons zu gehen, wo Fantasy einen höheren Stellenwert hat und da muss man ja nicht zwangsläufig auf die historischen Vorlagen achten.

    Die Sache mit dem Schild und Schwert sehe ich auch gerne ein. Es war einfach nur eine Idee, ein Schild mit einem Bastardschwert zu führen, da es ja theoretisch möglich ist. Ich habe aber keine Lust darauf, dass die anderen Spieler sich deswegen aufregen und keinen Spaß daran haben.

    Ich nehme aber mal an, dass es okay ist, dass man ein Bastardschwert von 105 - 110 cm länge variabel führt. Dass man ein 130 cm Schwert nicht mit einer Hand führen soll, ist mir schon klar... 20 cm mehr und man hat einen Zweihänder.

    Ob jetzt blanke oder brünierte Rüstungen besser aussehen, sei jetzt mal dahingestellt. Ich finde, dass es durchaus coole brünierte Rüstungen gibt. Es kommt einfach auf das Design an.

    Zu meiner Gewandung gibt es da sicherlich auch noch das Eine oder Andere zu sagen: Es ist nicht gerade leicht zu entscheiden, welche Farbe der Gambeson haben soll. Ich schwanke zwischen schwarz und dunkelblau. Diese Farben sehen einfach nur gut aus bei Gambesons und das sieht unter einer blanken Rüstung auch sicherlich gut aus. Rot könnte man aber auch nehmen... ich finde aber, dass rot zu rechtschaffen aussieht. Irgendwie verbinde ich diese Farbe mit guten Charakteren (vielleicht ist das auch einfach nur der Einfluss von Gothic ). Mein Charakter soll ja neutral sein und schwarz bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass der Charakter böse ist.
    Was ich als normale Kleidung so trage, ist mir eigentlich recht egal... hauptsache, es sieht gut aus. Ich hatte da vor, erstmal ein einfaches Hemd zu nehmen... immerhin soll mein Charakter ja nicht zu reich aussehen.

    Das größte Problem ist halt, dass ich keinen so großen Geldbeutel habe, daher kann ich mir das Ganze nicht leisten, was ihr vorschlagt. Eine Kettenrüstung oder ein Helm ist nicht drin... das passt aus finanzieller Hinsicht einfach nicht. Ich muss sehen, dass ich meine Grundausrüstung zusammen bekomme und immerhin muss meine erste Con noch bestritten werden... das muss doch nicht sein, dass man am Anfang gleich rumläuft wie jemand, der schon einige Erfahrung gesammelt hat.

    Ich möchte meinen Charakter sowieso von Anfang an spielen... er fängt also bei Null an und wird mit der Zeit auch immer besser und stärker. Demnach wird auch das Aussehen angepasst. Je Stärker mein Charakter wird, desto besser wird auch die Ausrüstung. Ich finde, man sollte am Aussehen schon erkennen können, wie erfahren jemand ist.

  10. #20
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    Immerhin habe ich vor, auf Cons zu gehen, wo Fantasy einen höheren Stellenwert hat und da muss man ja nicht zwangsläufig auf die historischen Vorlagen achten.
    Das ist verständlich, bringt aber ein Problem mit sich: Nach historischen Vorlagen zu arbeiten ist realtiv einfach. Es gibt viel Hintergrundmaterial, man findet oft Anbieter oder Anleitungen zum Selberbau, und die meisten Dinge sind bewährt und durchdacht, denn schließlich mussten sie ja alltagstauglich sein.

    Selbständig ein stimmiges Fantasykonzept auf die Beine zu stellen ist da deutlich schwieriger: Denn hier muss man selbst experimentieren, wenn man sich nicht an einer bestimmten Quelle wie z.B. den Herrn-der-Ringe-Filmen oder dem Artwork einer Spielwelt wie Warhammer orientieren kann. Selbst wenn man Vorlagen hat und nutzt stellt man oft fest, dass vieles, was auf Zeichnungen gut aussieht, in Realität albern aussieht oder vollkommen unpraktisch ist. Vor allem bedeutet eine gute Fantasy-Umsetzung eben nicht, dass "alles geht": Viele Spieler benutzen dieses Argument zwar als Begründung dafür, immer den simpelsten, billigsten und am wenigsten kreativen Weg zu wählen, sehen dann aber am Schluss leider auch nicht "phantastisch" sondern einfach nur armselig aus.

    Ich schwanke zwischen schwarz und dunkelblau.[...]Mein Charakter soll ja neutral sein und schwarz bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass der Charakter böse ist.
    Grundsätzlich nicht. Leider kommt hier wieder eine OT-Problematik ins Spiel, nämlich, dass viele vor allem jugendliche Anfänger dazu neigen, extrem viel billige schwarze Klamotten und Rüstung zu tragen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Viele Leute tragen im normalen Leben als Metaller oder Goths gerne schwarz und wollen sich nicht von ihrem gewohnten Sinn für "Coolness" trennen, dazu kommt eine Vorstellung, so einen besonders düsteren und respekteinflößenden Charakter zu spielen, den ein Hauch des geheimnisvollen umwabert, und drittens sind schwarze Klamotten in ziemlich vielen Larpgeschäften im allerbilligsten Preissegment zu haben, weil man so keine Farbauswahl anbieten muss und recht simpel schlechtes Material kaschieren kann. Das führt dann dazu, dass der Einsteiger ganz in schwarzer Baumwolle, am besten noch mit irgendwelchen zackeligen Blech- oder Spaltlederteilen und zwei Riesenschwertern aus der "Dunkler-Paladin-Meuchler"-Serie behängt, geradezu perfekt in das Klischee des pubertären Möchtegerns passt.

    Ich kann dir nur raten: Mach den Fehler nicht. Sorg als erstes mal für eine brauchbare und wetterfeste Klamotte, und fang dann erst an doch mit Waffen und Rüstung einzudecken, denn ein Charakter, der in einer Welt wo selbst der ärmste Bauer sich einen Wollkittel leisten kann nur mit einem Hemd bekleidet ist, aber Waffen mit sich herumschleppt die ein vielfaches des Jahreseinkommens dieses Bauern wert sind, wirkt nicht "nicht reich", sondern einfach albern.
    Wenn du einfach und mit wenig Geld einsteigen willst, gerne, das ist nie verkehrt, aber dann schmeiß es nicht mit vollen Händen für Waffen und Billigrüstung raus.

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