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  1. #1
    Konrad
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    Feldscher für Kriegertrupp - Ausrüstung in Ordnung?

    Hallo zusammen,

    ich habe eben den DF-CoM-Marathon hinter mich gebracht, und bin mit Ideen für einen neuen Charakter nach Hause gekommen.

    Zunächst mal die Basis. Ich spiele seit Jahren in einem Kriegertrupp, bei dem ich viel Spaß habe, bei dem ich die Leute einfach mag, und der sich langsam aber stetig qualitativ immer besser entwickelt. Ich mag als in der Truppe bleiben, und einen Charakter spielen, der zu der Einheit passt.

    Jetzt aber die andere Seite: Irgendwie habe ich auf den beiden vergangenen Großcons gemerkt, dass die Zeiten in denen ich mich mit Begeisterung ins Larp-Gefecht gestürzt habe, vorbei sind. Irgendwie ist's ja doch immer das gleiche. Man steht in der Reihe, ärgert sich über nicht-ausspielende Gegner, Deppen mit Piratenhemd und zwei Bastardschwertern und Stakato-Stangenwaffen an den Füßen --> Sprich, ich suchte nach einem Konzept, dass einerseits gut in einen Trupp schwer gerüsteter Krieger passt, andererseits aber nicht von mir verlangt, in der ersten Reihe zu stehen.
    Trossknecht alleine reicht mir nicht, gleichwohl taten mir unsere Trossmädel leid, die uns, zum Glück, mit Getränken versorgt haben um das OT-Leiden unserer armen Bürohengstkörper etwas zu lindern.

    Meine Idee war daher eine Art Feldscher (Bitte nicht auf historisch korrektes festnageln, wir können auch eine andere Typbezeichnung wählen). Ziel soll eine Verbindung zwischen Tross und Truppe sein. Ich will durchaus einen wehrhaften Kriegsknecht spielen, allerdings deutlich unterhalb unserer "richtigen" Krieger, der aber vor allem die Verwundeten aus den Reihen zieht, die Wunden notdürftig versorgt, bis ein richtiger Heiler ankommt. Dazu kommt noch die Versorgung mit Wasser, einfach um unseren kleinen Tross beim schleppen der Wasservorräte etwas zu entlasten.

    An Ausrüstung dachte ich bisher an folgendes:

    Gewandung:
    - Grünes Wollbarett (habe ich mal beim tapferen Schneiderlein gekauft, aber nie eingesetzt, weil meine Hauptfigur so ein schickes rotes Käppi hat)
    - Bundhaube unter dem Barett
    - Rote Leinentunika - (Will ich selbst nähen (lassen), Leinenstoff ist gar nicht sooo teuer und Schnittmuster für Tunika sollte sich irgendwo finden lassen.)
    - Beige/natur Hose mit roten Wadenwickeln
    - Bei den Schuhe bleibt es erstmal bei meinen abgetarnten BW-Stiefeln

    Fürs Gefecht will ich dann neben meinem Eisenhut noch ein langärmeliges grünes Hemd tragen, darüber dann ein kurzer Ringpanzer und darüber die rote Tunika. Arm- und Beinschienen bleiben weg, nach den Regeln des Larpkampfes sollte ich also schnell außer Gefecht sein, Torso und Kopf sind ja eher selten Trefferzone. Wenn es kalt sein sollte, nehme ich einen Gambeson statt dem Ringpanzer, aber nie beides.
    Als Bewaffnung dachte ich an einen simplen Streitkolben (habe ich schon) und einen Buckler (wird noch gesucht, kennt jemand Angebote (nein, nicht selbst bauen...))

    Die Heilerausrüstung soll dann schließlich bestehen aus
    - Wundhaken, Skalpell, Säge, Nadel und Faden (werde ich wohl selbst basteln) um was zum "bespielen" der Wunde zu haben
    - Wasser zum reinigen
    - Sehr vielen Verbänden
    - Kunstblut (falls vom Opfer erlaubt)
    - Einweg-Beißhölzer
    - Dreieckstüchern zum Stillelgen verwundeter Arme

    transportiert werden soll alles in einem "Schweizer Affen", den ich für Larptauglich befunden und günstig erstanden habe.


    Was sagt ihr dazu? Es ist mein erster "Heiler". Was fehlt noch an Ausrüstung, was sollte verschwinden? Der Kriegeraspekt mag manchen vielleicht unpassend erscheinen, soll aber eine Brücke schlagen zu den Kampftruppen, da dieser Charakter eben kein professioneller Arzt/Heiler sein soll, sondern eben nur ein "Sanitätssoldat".

    Gruß
    Konrad

  2. #2
    Cartefius
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    Ich würde vielleicht dafür sorgen, dass du mehr wie ein Feldscher und weniger wie ein Soldat aussiehst. Das ginge eventuell durch das Tragen einer (blutigen) Schürze, durch sichtbar am Körper befestigte Werkzeuge, oder durch Insignien wie einem auf die Kleidung genähten oder als Messinginsignie am Helm angebrachten Zunftzeichen, einer Schärpe, Armbinde, etc.

  3. #3
    Konrad
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    Werkzeuge muss ich mal schauen - Vielleicht einfach eine grobe Kneifzange am Gürtel und das Heilerbesteck in einer Tragetasche. Grundsätzlich finde ich viel "Grimsgrams" an einer Figur aber immer recht schick und stimmungsvoll.

    Die Idee mit der Schürze gefällt mir gut - Gibts Materialvorschläge? Wie kann ich die "gebraucht" aussehen lassen? Will ja nicht wie ein Metzger aussehen.

    Armbinde habe ich mir auch schon überlegt - wüsste nur nicht welches Zeichen drauf soll - Rotes Kreuz etc. ist Tabu, eventuell eine Doppelhelix oder sowas? Vorschläge?


    Der Charakter soll übrigens auf jeden Fall gläubiger Sigmarit sein - Also mit ein oder zwei Siegeln und Bekenntnissen - nur eben dann im Sinne von "Sigmar beschützt" statt "Sigmar bestraft die Ketzer". Außer seinem Glauben kriegt der Kerl aber nichts übersinnliches, Heilmagie bleibt tabu.

  4. #4
    Cartefius
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    Die Idee mit der Schürze gefällt mir gut - Gibts Materialvorschläge? Wie kann ich die "gebraucht" aussehen lassen? Will ja nicht wie ein Metzger aussehen.
    Ich würde sagen, entweder aus speckigem Leder (was mehr in Richtung Metzger gehen würde), oder halt aus stabilem weißen Leinen. Wenn du die dann ein paar Mal mit Kirschsaft oder Bratensoße einsaust und dann wieder wäschst dürfte sie auch schnell den entsprechenden "used Look" bekommen.

    Armbinde habe ich mir auch schon überlegt - wüsste nur nicht welches Zeichen drauf soll - Rotes Kreuz etc. ist Tabu, eventuell eine Doppelhelix oder sowas? Vorschläge?
    Die Möglichkeiten sind ja sehr vielfältig: Rot-weiß gestreift wie bei einer dieser Barbier-Säulen wäre klassisch, und stünde für blutbefleckte Verbände. Ebenso könnte man bestimmte Symboltiere nehmen: Klassisch wäre hier die Schlange am Äskulapstab, bzw. fürs Larp eine Abwandlung davon, bei DSA der Storch der Peraine, oder auch der Blutegel. Ebenso könnte man Werkzeuge wie Zange, Knochensäge, Skalpell, Verbandstuch, Mörser, Kelch, Blatt, Krücken, Brandeisen oder Blutstropfen in das Symbol aufnehmen.

  5. #5
    Kelmon
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    Da Cartefius es anspricht
    Meine "Barbiersäule"

    Ich würde, was Symbole angeht, dazu raten, eine entsprechende IT-Religiöse Figur auszusuchen, die einen Heilungsaspekt hat. Sinnigerweise dann auch mit einem Symbol, der das Ganze für die Leute klarmacht, die die Religion nicht unbedingt kennen. Der Goldene Löwe auf blauem Grund ist also sicher weniger geeignet als z.B. ein "harmloseres" Tier in weiß.

    Und eben auch wie bei dem Barbierzunftswappen, oder auch beim MASH, ist typisches Arbeitsgerät immer gut.

    Unterm Strich alsogenau das gleiche, was auch Cartefius sagt
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
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    Die Säule is genial

    Grüße
    Aeshma
    Moderative Eingriffe werden als eben solche gekennzeichnet

    Bei Problemen gebt uns bitte im Thread "Meldungen an die Mods" Bescheid. In wirklich dringenden Fällen (oder Dingen die nicht öffentlich sein sollen) bitte auch per PM. Wir kümmern uns dann ASAP.

  7. #7
    Konrad
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    Religiöse Symbole werden schwer, der Charakter soll ja ein Sigmarit sein. Vermutlich werde ich eine eingängige Armbinde erstellen, ähnlich wie MASH, also mit Knochensäge und Wundspreizer oder irgendetwas ähnliches - wenn es fablich stimmig ist, eventuell noch ein Blutstropfen davor oder sowas. Darf auch nicht zu kompliziert sein, wegen der Umsetzung.

    Ansonsten ist das mit der Schürze eine geniale Idee, werde mir, wie von Cartefius vorgeschlagen, eine einfache Leinenschürze basteln (das sollte sogar ich hinbekommen) und sie mit Kirsch- und Bratensoße verfeinern - freue mich schon auf die Szenen, in denen ich nach der notdürftigen Feldversorgung meine blutigen Hände daran abwische und sie anschließend in die nächste Wunde zu stecken

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