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  1. #1
    Artjom
    Artjom ist offline
    Fingerwundschreiber Avatar von Artjom

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    Der Historiker

    Hallo zusammen,

    ich bin LARP-mässig ein totaler Neuling, Rollenspiel an sich ist mir jedoch keineswegs fremd. Schon seit Jahren (gut, ich denke mit 13 ist man ein Stückchen zu jung fürs Larpen :lol: ) interessiere ich mich dafür, mal mehr, mal weniger. Nun habe ich den Entschluss gefasst es auszuprobieren. Zum Testen des ganzen, möchte ich nicht einen Magier oder Kämpfer spielen. Ersteres wird wohl schwer zu spielen sein, beim letzeren habe ich keinerlei Kampfkenntnisse und so muss dies auch erstmal ausgetestet werden. Als nächstes kam mir etwas wie Waldläufer oder Schurke/Dieb in den Sinn, aber auch das liegt mir im Prinzip erstmal nicht. Was also tun? Wieso bin ich auf Con XY, was möchte mein Charakter dort?

    Da ist mir einfach die Idee des Historikers, Forschers eingefallen. Quasi eine neutrale Person die mehr begutachtet, sich auch mal einbringt, aber bitte vom Kämpfen verschont sein möchte. Nun ist natürlich die Frage, ist solch eine Rolle auf dem Durchschnitts-Con spielbar? Da müsst ihr alten Hasen mir etwas weiterhelfen.

    Zur Gewandung und eine Hintergrundgeschichte sage ich erstmal nichts, geplant ist ein Con-Besuch erst im nächsten Jahr (fehlendes Geld+Zeit), also habe ich noch viel Zeit alles schön auszuarbeiten. Mein bester Freund wird mich höchstwahrscheinlich auch begleiten. Er hat von Rollenspiel ansich keine Ahnung, möchte es sich aber mal ansehen. Als Rolle habe ich ihm meinen privaten Söldner/Rechte Hand ausgedacht, so das wir zusammen durchs Land ziehen. Bei Gefahr darf dann er draufhauen

    Wie ist eure grundsätzliche Meinung zu dieser Idee? Ausbaufähig ist sie natürlich und mir schwirren sehr viele schöne Ideen und Möglichkeiten im Kopf herum, das würde ich dann als nächstes aufs Blatt bringen.

    Grüße,
    Artjom

  2. #2
    Schrock
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    Was mich erstmal interessieren würde wie alt bist du . In deinem Profil steht 19 in denem Text aber 13- oder habe ich das falsch verstanden ?

    Ich find die Rolle ist ne nette Idee weils einfach nichts so " stumpfes" ist wie ein 0815 Krieger oder Magier ( die man wahrscheinlcih mit 19/13 auch nicht abkaufen würde ) Aber bei dem Wort Mystiker stell ich mir sofort alte Leute mit langen Bärten ein- vielleicht bin ich auch nur etwas einfältig . Ich denke Spielbar ist jede Rolle man muss sie nur gut verkaufen. Was dein Forscher / Mystiker auf Con XY sucht - ich würde sagen als Solcher sucht man mehr Wissen oder Neuigkeiten von dennen man dann erzählen kann oder aufschreiben .

  3. #3
    Artjom
    Artjom ist offline
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    Ich bin - wie es auch im Profil steht - 19 Jahre. Das mit den 13 war darauf bezogen, das ich mich (so ungefähr) ab diesem Alter fürs Larpen interessiert habe.

    Den Begriff Mystiker habe ich ja jetzt nicht verwendet, kann also dazu nichts wirkliches sagen. Aber natürlich hast du recht das man damit eher ältere Personen in Verbindung bringt.

    Ich habe mir eine relativ einfache Gewandung vorgestellt, als Waffen höchstens ein Kurzschwert und ein Buckler zur Verteidigung. Hintergrund für diesen Charakter ist einfach ein junger Mann, der die Welt entdeckt. Eltern führen ein recht nobles Gasthaus/Schneiderei/etc. so das es für mich möglich ist, ohne allzu große Geldprobleme auf reisen zu gehen - bis ich irgendwann das Gasthaus/Schneiderei/Betrieb erbe. Und da ich auf den Reisen viel entdecke notiere ich das, schreibe alte Geschichten über Regionen auf und so langsam entwickelt sich daraus eben der Historiker (auch wenn Historiker eigentlich schon ein wenig übertrieben klingt ).

    Als sonstige Ausstattung habe ich vor, mir ein kleines Büchlein zu besorgen und schon einzubinden. Ich kann bereits mittelmässig ältere Schriften schreiben, so könnte ich bei besonderen Dingen etwas aufzeichnen. Wie das in Aktion aussieht, weiß ich noch nicht genau, aber so ist es geplant. Genauso würde ich gerne kleine, schöne Dinge basteln. Ein verzierter Kompass, ein kleines Kästchen um Buch und sonstiges aufzubewahren. Mal schaun was mir noch so einfällt.

  4. #4
    Justav
    Justav ist offline
    Alter Hase

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    Re: Der Historiker

    Zitat Zitat von Artjom
    Da ist mir einfach die Idee des Historikers, Forschers eingefallen. Quasi eine neutrale Person die mehr begutachtet, sich auch mal einbringt, aber bitte vom Kämpfen verschont sein möchte. Nun ist natürlich die Frage, ist solch eine Rolle auf dem Durchschnitts-Con spielbar?
    Das "Quasi" (der neutrale beobachter) ist nicht nur spielbar sondern mE ziemlich weit verbreitet. Als Historiker, Forschungsreisender o.ä. dürftest Du aber meist dennoch die große Ausnahme sein.

    Problem: Sobald Du Dich als Historiker vorstellst wird man erwarten, dass Du "Die Geschichte" kennst (bzw ich würde das tun), und die ist auf der einen Seite leider in den meisten Hintergrundkampagnen/-ländern nicht so berauschend detailiert ausgearbeitet (oder auch nur nicht veröffentlicht), auf der anderen Seite sind das Sachen, die man schlecht einfach aus dem Ärmel schütteln kann, da sie massenweise andere Chars betreffen würden.

    Probiers aus, aber mach Dich darauf gefasst, vor jedem Con seitenweise inkonsistente, stichpunktartige Ländergeschichten zu büffeln...

    EDIT (da standen noch Sachen aus anderen Beiträgen, die ich in der Antwort zu löschen vergaß)
    So long

    Justav

  5. #5
    Aeshma
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    Also ich finde die Idee eines Forschers wirklich gut.

    Allerdings würde ich es eher auf das allgemeine Sammeln von Wissen ausweiten. Hier kann man dann (späterhin) viele Bücher mit sich rumschleppen und alles neue aufschreiben

    Auch schön sind Leute die Geschichten sammeln, die ihnen IT erzählt werden und diese dann in IT-Bücher schreiben...

    Einen reinen historiker halte ich für etwas sehr modern und aus den angesprochenen Problemen für schwierig

    Grüße
    Aeshma

  6. #6
    Klaufi
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    Als erstes: Forscher klingt schonmal sehr gut. Allerdings würde ich mich nicht wirklich spezialisieren. Mir fällt gerade etwas passendes ein: Dein Char könnte ja aus einer Akademikerfamilie stammen, allerdings konnte er sich bisher noch nicht für ein Studienfach entscheiden, also hat er sich aufgemacht, die Welt zu erkunden, um seine "Bestimmung" zu finden. Letztendlich ist es einer, der bisher vieles und doch nichts weiß, viel in Büchern herumblättert und sich generell für alles Mögliche interessiert. Später kannst ihn ja noch in unterschliedliche Richtungen entwickeln lassen, je nachdem, welche Fachrichtung er sich aussucht.

    Ansonsten noch eine Anmerkung: Wenn du Waffen trägst symbolisierst du, dass du Kämpfen willst. Ich würds an deiner Stelle sein lassen, schließlich hast du ja deinen Leibwächter für sowas. Mit einem Kurzschwert und einem Buckler wirst du sowieso nicht so weit kommen, Beine in die Hand nehmen dürfte da mehr bringen. Höchstens ein Messer für brenzlige Situationen würd ich mir einstecken.

  7. #7
    Artjom
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    Problem: Sobald Du Dich als Historiker vorstellst wird man erwarten, dass Du "Die Geschichte" kennst (bzw ich würde das tun), und die ist auf der einen Seite leider in den meisten Hintergrundkampagnen/-ländern nicht so berauschend detailiert ausgearbeitet (oder auch nur nicht veröffentlicht), auf der anderen Seite sind das Sachen, die man schlecht einfach aus dem Ärmel schütteln kann, da sie massenweise andere Chars betreffen würden.

    Probiers aus, aber mach Dich darauf gefasst, vor jedem Con seitenweise inkonsistente, stichpunktartige Ländergeschichten zu büffeln...
    Das man sich dann natürlich etwas mehr mit der Landeskunde beschäftigt ist wohl anzunehmen (ähnlich bei Priester und Götter). In wie weit Dinge ausgearbeitet sind - das kommt ja immer auf die Con an.

    Sollte es tatsächlich eher mau aussehen mit Hintergrundinformationen, dann denke ich, das es legitim ist, sich ein wenig was aus den Fingern zu saugen - solangs zur Welt passt. Es dürfte nicht so schwer sein, andere Spieler ein paar Details zu einer bestimmten Sache zu nennen, so das es mit dem Hintergrund stimmig passt. Ausserdem, Geschichte ist mein Lieblingsfach, da lernt man doch gerne Länderkunde :lol:

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    Allerdings würde ich es eher auf das allgemeine Sammeln von Wissen ausweiten. Hier kann man dann (späterhin) viele Bücher mit sich rumschleppen und alles neue aufschreiben

    Auch schön sind Leute die Geschichten sammeln, die ihnen IT erzählt werden und diese dann in IT-Bücher schreiben...
    Ich finde selbst auch den Begriff Historiker etwas zu hochtrabend. Ich selbst bin mit 19 noch recht jung und ich klebe mir auch keinen Bart an um älter zu wirken, sprich, mein Charakter ist auch jung. Es ist zu bezweifeln das er dann schon ein großes Fachwissen parat hat. Er lernt halt noch.

    Das mit den Geschichten sammeln habe ich mir bereits vorgenommen und finde das selbst auch klasse. Es sieht sicherlich super aus, wenn man jemand anderem eine Geschichte erzählt, gleichzeitig in seinem Büchlein blättern kann und dann dem Zuhörer evtl. selbstgemalte Bilder zur Veranschaulichung präsentieren kann.

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    Als erstes: Forscher klingt schonmal sehr gut. Allerdings würde ich mich nicht wirklich spezialisieren. Mir fällt gerade etwas passendes ein: Dein Char könnte ja aus einer Akademikerfamilie stammen, allerdings konnte er sich bisher noch nicht für ein Studienfach entscheiden, also hat er sich aufgemacht, die Welt zu erkunden, um seine "Bestimmung" zu finden. Letztendlich ist es einer, der bisher vieles und doch nichts weiß, viel in Büchern herumblättert und sich generell für alles Mögliche interessiert. Später kannst ihn ja noch in unterschliedliche Richtungen entwickeln lassen, je nachdem, welche Fachrichtung er sich aussucht.
    Der Hintergrund ist um einiges passender als der Sohn relativ wohlhabender Geschäftsleute der aus "Langeweile" die Welt erkundet. Danke schön für diesen Zusatz!


    Ansonsten noch eine Anmerkung: Wenn du Waffen trägst symbolisierst du, dass du Kämpfen willst. Ich würds an deiner Stelle sein lassen, schließlich hast du ja deinen Leibwächter für sowas. Mit einem Kurzschwert und einem Buckler wirst du sowieso nicht so weit kommen, Beine in die Hand nehmen dürfte da mehr bringen. Höchstens ein Messer für brenzlige Situationen würd ich mir einstecken.
    Das ich mit dieser spärlichen Ausrüstung keinen Ork umhau war mir schon klar. Ich denke, bei einem Kurzschwert oder einem etwas längerem Dolch werde ich aber wohl festhalten, schließlich will ich, um Erfahrung sammeln zu können, auch mal ein wenig mit dem Schwert rumschwingen und sei es auch nur für InGame-Übungszwecke aufm Trainingsplatz.

    Bisher vielen Dank für die Vorschläge und Kritik!

  8. #8
    Gerwin
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    Waffen: Würde ich ganz weglassen, auch wenn du trainieren willst. Grund dafür ist
    1. Du schreibst selbst dass du nur wenig Geld zur Verfügung hast. Waffen können wenn sie was taugen sollen schon teurer sein, und billige Waffen führen wenn du dabei bleibst *was ich bei jeden vernünftigen Neueinsteiger hoffe* schnell zu Frust.
    2. Du willst ja hauptsächlich damit trainieren. Noch weißt du aber nicht genau mit welchen Typ Waffe du OT am besten zurecht kommst..und welcher auch IT gut zum sich entwickelnden Chara passt. Wenn es nur ums IT-Trainieren geht kannst du dir ja verschiedene Waffen leihen. Ein Krieger wird dir gerne mal Schwert und Schild leihen wenn es nicht gerade seine heißgeliebten Einzelstücke sind. Das erspart Geld UND Frust.

    Zum Konzept: Find ich eigentlich gut, gerade wenn man sich ein klein wenig vom modernen Bild des Historikers lösst. Ein Historiker könnte ja auch eher eine Art "Geschichtschreiber" sein der wichtige Ereignisse um sich herum für die Nachwelt festhalten will und sich vielleicht gerade mit fremden Kulturen beschäftigen. Dass bietet sich in meinen Augen besonders an da auf einen Con oft relativ viel "passiert" (wäre ja auch meist etwas langweilig sonst). Wenn du willst kannst du dir auch von für dich interessanten Charas ihre Geschichte erzählen lassen. Manche sind meiner Erfahrung nach sogar begeistert wenn man sie "endlich" mal nach ihrer Herkunft und Geschichte fragt..zumindest wenn du dir einen Spieler/Spielerin aussuchst die gerade etwas Leerlauf hat und nicht gerade die hübsche Elfe die schon von gefühlten 239 gierigen Lustmolchen belagert wird . Und gerade Charaktere mit einen gewissen "Anführerkomplex" sehen es auch gerne wenn ihre "unglaublich wichtige" Geschichte festgehalten wird.

    Leibwächter: Hier scheiden sich wohl die Meinungen, auch wenn es dumm ist. Ein einzelner Leibwächter ohne entsprechend gute Ausrüstung bringt dir meist nicht viel. Bei dem Leibwächter in der Vollplatte kann es schon anders aussehen..aber vielleicht macht dein Freund ja eine Kombination aus Diener und Leibwächter für dich? Diener kann ein Historiker immer gebrauchen...um das Lager sauber zu halten, Feuer zu machen, sich um das Zelt zu kümmern oder den nächsten "Kunden" zu suchen. Wäre zumindest meine spontane Idee...und wenn du nicht IT so gemein zu deinen Diener bist dass es OT keinen Spaß mehr macht fände ich auch die Rolle des Dieners durchaus interessant und spielbar

    Gruß

    Gerwin

  9. #9
    Harald Ösgard
    Harald Ösgard ist offline
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    Kennst Du den Film "Im Namen der Rose"? Kannst Dir den ja nochmal anschauen und da speziell auf den jungen Assistenten von Sean Connery achten.
    Sein Spiel gibt meiner Erinnerung nach ein recht überzeugendes Bild eines in etwas 19jährigen wissbegierigen jungen Mannes.

    Es sind zwar Mönche, aber im Grunde agieren sie ja wie Dedektive, also mehr naturwissenschaftlich. Den zeitlichen Rahmen könnte man also ganz gut etwas verschieben bzw. ins Fantasy tranformieren.

    Es wäre für mich auch recht plausibel, wenn so ein junger Assistent mit einer speziellen (nicht zu komplizierten) Aufgabe betraut auch mal ohne seinen Mentor unterwegs wäre.

    Gewandungstechnisch kann man sich selbstverständlich auch in mehrere Richtungen (bis zu "sleepy Hollow" )bewegen...und muss nicht an der Mönschkutte kleben bleiben.

  10. #10
    Aeshma
    Aeshma ist offline
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    bis zu "sleepy Hollow"
    Welche Variation meinst du davon?

    Die von Tim Burton wäre mir too modern

    Grüße
    Aeshma

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