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  1. #1
    Karras
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    Charakter: Waffenknecht

    Bonjour verehrtes Forenvolk!
    Heute möchte ich mir und euch ein wenig Zeit nehmen, um meinen augenblicklichen Charakter vorzustellen und euch Gelegenheit zu geben, ihn zu kritisieren und, gegebenenfalls, Verbesserungsvorschläge zu machen. Er gehört, wie leicht zu erkennen ist, zum "Bretonen"-Komplex. Ich fange am besten mit den Metadaten an.

    Name: Grimalle (du Lorient-en-Breton)
    Profession: Waffenknecht
    Herkunft: Bretonischer Reichsverband
    Ethnie: Franke

    Geschichte
    Zur Hintergrundgeschichte des Charakters ist nicht viel zu sagen. Sie wird nur indirekt Einfluss auf das eigentliche Spiel haben, aber erzählen möchte ich sie der Vollständigkeit halber:
    Grimalle entschied sich, wie einige der jungen Männer aus seinem Dorf, nach einer knapp überlebten Hungersnot für die Karriere als Waffenknecht. Da von seiner Familie nicht viel übrig war erübrigte sich der Gedanke an ein bäuerliches Leben im Ort, da die Großgrundbesitzer bereits in vollen Zügen das Land der Kleinbauern aufkauften. Seine jüngere Schwester Marie war schwer krank, sodass er sich entschied, als Knochenbrecher für die Großgrundbesitzer tätig zu werden, um sich und seine kranke Schwester durch den Winter zu bringen. Die Bilanz im Frühling war, dass Marie knapp überlebt hatte, Grimalle aber, direkt und indirekt, den Tod und die Obdachlosigkeit vieler Menschen auf dem Gewissen hatte. Er überließ den Rest seines Geldes seiner Schwester und machte sich auf, um sich dem Bettelorden der Reginaldiner anzuschließen und zu sühnen. Nach einem Jahr als Reliquienknecht jedoch hielt er die gläubigen Reden nicht länger aus, erbat seine Entlassung und war ab diesem Tag freischaffend. Wenige Wochen später zog der Tross eines bretonischen Edelmanns, Kehrik de Vipont, durch die Stadt, dem Grimalle sich anschloss. Seit diesem Tag dient er als professioneller Soldat im Gefolge des Panzerreiters.

    Ausrüstung
    Grimalle ist jetzt schon seit einigen Jahren Soldat und seine Ausrüstung nimmt sich dementsprechend aus:
    Kopf: Eisenhut, Kettenhaube, Mütze (doofer Hut)
    Schultern: Plattenschultern (blank)
    Arme: Armschienen (blank) mit Handplatte, Lederhandschuhe (schwarz)
    Körper: Gambeson (hellblau) mit abnehmbaren Armen, Brigantine (braun), grüne Untertunika, Wappenrock mit dem Wappen Kehrik de Viponts
    Beine: Hellbraune Hose, schwarze Schaftstiefel, Beinschienen (blank)
    Waffen: Fränkische Axt, Rabenschnabel, Stabaxt, Wurfaxt, Messer, mittelgroßer Schild
    Zusätzliches: Schwarzer Gürtel, Geldkatze, brauner Lederbeutel, kleine Tasche, Messer mit Horngriff in Lederscheide, mehrere Knochenwürfel, Geräteset (Messer, Nägel, Hämmerchen)

    Spiel
    Ich würde Grimalle einen typischen Berufssoldaten nennen. Weder lege ich Wert darauf, dass er besonders hart oder raubeinig ist, noch sehe ich mich/ihn als abgebrühteste Gestalt im Heerlager. Folgt man dem bekannten Gesinnungssystem, wäre er meiner Meinung nach rechtschaffen/neutral. Er akzeptiert ständische Ordnungen als natürlich und gottgegeben, nutzt seine überlegene Position gegenüber Menschen, die unter ihm anzusiedeln sind, und genießt seine Arbeit. Der Krieg ist Grimalles Lebensinhalt, er ist so zynisch und impulsiv, wie man es von einem jungen Soldaten erwarten kann. Religion ist für ihn wichtig und er kennt aus seiner Zeit bei den Reginaldinern Gebete und Riten des Eynen. Ebenso gern frönt er aber auch dem Alkohol, Spiel und dem Kräftemessen mit anderen Knechten. Er steht Dingen wie Plünderungen, Brandschatzungen und Vergewaltigung offen gegenüber und sieht sie als alltägliche Erscheinung des Lebens im Krieg. Gnade gegenüber Feinden hängt seiner Meinung davon ab, ob der Heerführer sie befohlen hat und für ihn sind Befehle Gesetz. Widerspruch oder Befehlsverweigerung sind für ihn abwegig. Er bewertet Kameradschaft und Freundschaft hoch.

  2. #2
    ro'gosh
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    Lass die Brigantine (sollte es eine diser standart "Larp-Brigantinen" sein) genauso wie die Arm und Beinschienen weg und das Konzept hört sich schon direkt viel besser an.

    2. Wieso sollte man seine Schwester allein mit nem bischen Geld zurücklassen wenn die halbe umgebung dich am liebsten tot sehen würde da du ihre Obdachlosigkeit bzw. Armut verschuldest?

    3. "Er steht Dingen wie Plünderungen, Brandschatzungen und Vergewaltigung offen gegenüber und sieht sie als alltägliche Erscheinung des Lebens im Krieg"

    Welcher Ritter duldet es bitte dass seine Knechte Plündernd und Brandschatzend durch die Gegend ziehen?

  3. #3
    Drogoth
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    "Er steht Dingen wie Plünderungen, Brandschatzungen und Vergewaltigung offen gegenüber und sieht sie als alltägliche Erscheinung des Lebens im Krieg"
    Also ist ihm sowas gleichgültig?
    Das könnte dir im Spiel einige Feinde einbringen.
    Außerdem sollte jede Form von Krieger eine gewisse Moral und Ehre haben, es sei denn es handelt sich um ein richtiges Dreckschwein.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  4. #4
    Aeshma
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    Er steht Dingen wie Plünderungen, Brandschatzungen und Vergewaltigung offen gegenüber und sieht sie als alltägliche Erscheinung des Lebens im Krieg
    Stößt mir schwer auf...
    Da KANN ich IT und OT einfach nicht trennen.
    Ich schalte sogar im TV um wenns um Vergewaltigung geht, da das Thema sofort eine ungemütliche mischung aus Aggression und Tatendrang in mir weckt...

    Abgesehn von meinem persönlichen Empfinden, finde ich es auch mehr als seltsam, dass ein gläubiger Mann, der dazu noch unter einem Ritter dient, Vergewaltigung gutheißen würde.

    Ich versteh auch nicht, wieso überhaupt jemand, der nicht irgendeinen krankhaften Komplex hat, Vergewaltigung positiv gegenüber stehen sollte. Egal zu welcher Zeit waren diese sicher nicht "normal"...
    Es wurde gemacht um Leute zu demütigen. Schon immer.
    Will ich im LARP nicht haben

    So Wall-of-Text für eine Zeile...

    Ansonsten: Wieso kann es der Familie nicht generell gut gehen, der Sohnemann möchte aber doch lieber was erleben und tritt in den Kriegsdienst ein?
    Weniger unnötige Tragik und alle Unstimmigkeiten beseitigt...

    Grüße
    Aeshma, instinktiv um sich beißt

  5. #5
    Karras
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    Vorab ein großes "Danke" für die schnellen Antworten. Ich gehe mal von oben nach unten durch...

    @ro´gosh: Wie sieht denn eine Standart Larp-Brigantine aus? Das mit den Schienen probiere ich optisch mal aus.

    Wieso die Schwester zurücklassen? Ich persönlich hatte eher den Ansatz, dass das Geld als spätere Mitgift dienen sollte. Da Grimalle aber nicht wissen kann, ob seine Schwester geheiratet hat, habe ich das in der Geschichte nicht eingebaut. Aber gerade die Günstlinge der Großgrundbesitzer würden ja immer noch gute Ehemänner abgeben.

    Thema Schrecken im Krieg: Was ist schon ein Ritter? Für mich sind Ritter mittelalterliche Elitekrieger. Mag sein, dass im LARP ein anderes Bild gepflegt wird (diese Diskussion hatte ich schon häufiger), aber für mich ist am Rittertum nur in der Theorie etwas Edles.

    @Drogoth: Gleichgültig wäre ein gutes Wort. Hier gilt, was man vielleicht als "Moral und Ehre" sehen könnte: Jeder Akt der Gewalt gegen einen "Feind" (und wer das ist, sagt der Ritter) ist für Grimalle legitim. Das schließt auch Gewalt gegen "Unschuldige" ein, sofern sie als Teil des feindlichen Übels gelten.

    @Aeshma: Deine vehemente Ablehnung des Themas spricht auf jeden Fall für deine moralische Integrität. Ich hatte, um hier vielleicht etwas zu beruhigen, auch nicht vor, so etwas auszuspielen. Der Eyne bewahre! Es geht eher um allgemeine Einstellungen und den Umstand, dass ich diesen Charakter ohne jeden Idealismus darstellen möchte.
    Zu Glaube/Ritter: Wie ich oben schon sagte, sehe ich in Rittern keine Garanten für Moral. Natürlich wird nicht aus Langeweile angefangen, irgendein Dorf niederzureissen. Es geht hier explizit um Gräuel im Umgang mit der "gegnerischen" Zivilbevölkerung. Und ich glaube, man darf, gerade bei historischer Argumentation, "Alltag" und (psychische) "Normalität" nicht gleichsetzen.

    Was generelles Wohlbefinden angeht: Machbar, immerhin erspart dass die Tränendrüsennummer.

    So far,
    vielen Dank nochmal

  6. #6
    Ian
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    Zitat Zitat von Karras
    Wie sieht denn eine Standart Larp-Brigantine aus?
    Larp Brigantine und
    richtige Brigantine. Die einzige Gemeinsamkeit ist bei beiden, dass irgendwie kleine Metallplatten drin sind. Nur hat die "richtige" Brigantine erheblich kleinere und sich überlappende Platten. Dadurch hat man eine bessere Bewegung und einen viel besseren Schutz. Die Larp Brigantine hat relativ große Platten, zwischen denen auch noch Lücken sind, somit ist die Schutzwirkung stark beeinträchtigt.
    Die richtige Brigantine ist auch körpernah geschnittenn, wodurch kein Gambeson mehr drunter passt. Zu so einer Brigantine passen geschlossene Arm- und Beinröhren auch besser als die standard halboffenen Schienen.


    Jeder Akt der Gewalt gegen einen "Feind" (und wer das ist, sagt der Ritter) ist für Grimalle legitim. Das schließt auch Gewalt gegen "Unschuldige" ein, sofern sie als Teil des feindlichen Übels gelten.
    Das dein Herr vorgibt, wer der Feind ist ist unproblematisch. Dass du bei Unschuldigen plünderst, tötest und vergewaltigst ist etwas ganz anderes.
    So eine Handlung bezeichnet man als marodieren. Das ist nicht sonderlich beliebt und müsste sogar von deinem eigenen Herrn ungern gesehen sein und zu Strafe führen. Da du scheinbar einen Ceriden spielen willst, das schließe ich mal aus deiner Aussage "der Eyne", fällt so ein sündiges Verhalten eh flach.

  7. #7
    Drogoth
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    Ein solches Verhalten kann auch mal von höherer Stelle als dem Ritter bestraft werden, wobei ich mich gerne mal auf die Neuinterpretation von Dantes Inferno beziehe, in der Dante als Kreuzritter unschuldige Gefangene tötet, weil er der Meinung sind sie sind Ungläubige und verdienen es nicht zu Leben und daraufhin vom König zum Tode verurteilt werden würde, würde Francesco nicht die Schuld auf sich nehmen.
    Deinem Ritter könnte es ja egal sein, aber wenn der Chef ganz oben sagt, dass er was dagegen hat, kanns auch mal ganz schnell dazu führen, dass du durch die Hand des Henkers ablebst.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  8. #8
    Aeshma
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    Deine vehemente Ablehnung des Themas spricht auf jeden Fall für deine moralische Integrität.
    Glaub mir mal.
    Es gibt kaum ein Thema mit dem man sich im LARP mehr OT(!)-Feinde machen kann.

    Naja ich denke nicht dass wir auf gleiche Cons fahren, daher kanns mir egal sein.
    Falls doch findet sich sicher eine Lösung...

    Wenn du es für dein Ego brauchst den ganz harten und morallosen zu spielen.Hab Spass dabei.



    Grüße
    Aeshma, kann darüber nur müde grinsen

  9. #9
    Kelmon
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    @Aeshma: Wie wäre es, wenn Du mal einen Gang runterschaltest? Er hat mehr als deutlich gesagt, daß er sowas im LARP nicht thematisieren will.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  10. #10
    Aeshma
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    Und wieso muss man dann explizit unter der Überschrift "Spiel" darauf hinweisen?

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