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  1. #1
    Decembrius
    Decembrius ist offline
    Grünschnabel

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    Die Qual der Wahl - Entscheidungshilfe gesucht

    Hallo liebe Community,

    Nach dem ich vor einiger Zeit durch Zufall auf die fantastische Welt des Larp gestoßen bin, begann ich mich intensiver mit der Materie zu beschäftigen. Mein Interesse war von der ersten Minute an geweckt, da ich generell einen Hang zu Rollenspielen und Fantasy im Allgemeinen besitze. Aus diesem Grunde habe ich mich mal etwas schlau gemacht und die üblichen Tipps für Einsteiger befolgt (LarpWiki, etc.). Wie den meisten hier in diesem Unterforum kam mir dann schlussendlich nach längerem Überlegen auch die Idee für ein Charakterkonzept. Doch es blieb nicht nur bei dem einen Entwurf und nun stehe ich vor der Wahl, welches Konzept in meinem Fall besser geeignet wäre, um den Einstieg in die Larper-Szene zu meistern.
    Zu meiner Person ist zu sagen, dass ich bis jetzt noch nie live auf einem Con mitgewirkt habe, geschweige denn jemals eines miterlebt habe. Also kann man mich durchaus noch als völligen Grünschnabel bezeichnen. Daher besitze ich auch keinerlei Erfahrungswerte, was das Larpen angeht und hoffe deshalb auf eure fachmännische Einschätzung bezüglich meiner beiden Konzepte. Anregung und konstruktive Kritik werden immer gern gesehen.

    Charakterkonzept 1 – Monsterjäger, Hexer im Sinne der Hexer-Saga von Andrzej Sapkowski

    Hintergrund (Kurzfassung):

    - Mein Monsterjäger wurde als kleines Kind seinen Eltern weggenommen
    - Wuchs relativ isoliert dann an einem geheimen Ort auf und lernte Dinge wie Rechnen und Schreiben
    - Erhielt eine Kampfausbildung und oberflächliches Wissen über Monster und andere Kreaturen.
    - Wurde bestimmten Ritualen/ Experimenten unterzogen und besitzt daraufhin eine bessere Regeneration (Ich selbst bin mir bei der Umsetzung dieses Punktes noch etwas unschlüssig, aber dachte mir zum Beispiel beim Drachenfest gibt es durchaus die Fähigkeiten „Regeneration“ und „Zähigkeit“, welche als Resultat der Experimente gewertet werden könnten. Weiteres zu diesem Punkt in den OT-Überlegungen)
    - Gelingt die Flucht vor Beendigung seiner Ausbildung
    - Streift nun umher und versucht sich mit allen möglichen Gelegenheitsjobs finanziell über Wasser zu halten.
    - Versucht seine Fähigkeiten zu verbessern, um öfters engagiert zu werden und somit besser Leben zu können
    - Befindet sich nicht auf einem Rachefeldzug oder Ähnlichem
    - 18 Jahre alt

    Charakter der Figur:

    - Misstrauisch, aufgrund der fehlenden Erfahrung mit anderen Menschen
    - Ständiges Wandern auf dem schmalen Grad zwischen Licht und Dunkelheit
    - Dennoch tendenziell eher dem Guten zugewandt
    - Kühles, stoisches und rational berechnendes Auftreten
    - Falls es jemand schafft sein Vertrauen zu gewinnen, kann er durchaus loyal sein
    - Ständiger innerer Konflikt, da während seiner Ausbildung versucht wurde jegliche Gefühlsregung zu unterdrücken, er aber in der offenen Welt mit Gefühlen konfrontiert wird è Eigener Wunsch nach Empfindungen

    Fähigkeiten:

    - Er ist im Umgang mit dem Schwert mittelmäßig begabt, da er vor Beendigung seiner Ausbildung geflohen ist
    - Beherrscht einige Grundzauber, die ihm im Schwertkampf unterstützen (z.B. Windstoss, Blindheit, etc.)
    - Regenerationsfähigkeit und Zähigkeit
    - Rechnen, Lesen, Schreiben
    - Wissen im Kampf gegen Monster

    Ideen für Gewandung:

    Auch die Kleidung soll sich am Vorbild eines Monsterjägers aus der Hexer-Saga orientieren. Daher habe ich mal das Internet durchstöbert und bin auf Folgendes gestoßen.

    - Lederrüstung in Braun
    - Schwert
    - Armschienen
    - Hemd
    - Hose

    Die übrigen Ausrüstungsgegenstände bzw. Details habe ich der Übersicht wegen nicht aufgeführt.

    OT-Überlegungen zum Charakter:

    Als Anfänger wird einem oft geraten einen relativ „simplen“ Charakter zu schaffen, damit man große Handlungsfreiheit genießen kann und es somit möglich ist ein Gespür für die Dinge, die einem am Larp reizen, zu entwickeln. Außerdem erwarten die geübteren Spieler dann nicht soviel an schauspielerischen Können, das der Anfänger möglicherweise noch nicht fähig ist aufzubringen.
    Mit diesem Wissen habe ich mir also gedacht, was für eine Klasse könnte ich nur spielen? Nach längerem Überlegen kam ich zu dem Entschluss, dass die Tipps für Anfänger natürlich alle berechtigt sind, ich aber nicht Waldläufer Nummer 1000 sein möchte. Also wie verbindet man ein einfaches Charakterkonzept mit einer Brise Besonderheit? Mir kam aus dieser Überlegung heraus sofort der Gedanke einen Hexers im Sinne meiner Lieblingsbuchreihe zu kreieren. In meinen Augen habe ich hiermit ein Konzept vorliegen, das eigentlich in seiner Basis dem eines einfachen Abenteurers ähnlich ist, aber dennoch nicht gänzlich den 0815-Standards entspricht. Apropos Besonderheiten, mir kommt gerade eine Frage auf. Die Hexer aus der Buchreihe besitzen besondere Iriden, daher wollte ich mal fragen, wie angenehm es ist farbige Kontaktlinsen ohne Sehstärke zu tragen? Ich selbst bin nämlich kein Brillenträger und kenne mich daher nicht mit den Dingern aus. Natürlich würde ich bevor jemals solche Linsen den Weg auf meine Netzhaut finden, einen Optiker aufsuchen, der mir die Handhabung genau erklärt, damit ich mir keine Verletzungen zu ziehe. Aber im Generellen wäre es interessant zu wissen, ob der Aufwand, Nutzen und der Tragekomfort im Verhältnis zueinander es wert sind, dass man die Linsen einen ganzen Larp-Tag trägt.
    Ein weiterer Punkt, der vielleicht für dieses Konzept sprechen könnte, dachte ich mir, wäre die Offenheit des Charakters. Das Konzept ist soweit offen, dass der Hexer sich in alle denkbaren Richtungen entfalten kann. Natürlich wird er niemals zu den mächtigen Magiern zählen, aber ansonsten stehen ihm alle Türen offen. Somit beschränke ich mich anfangs nicht zu sehr in meinen Möglichkeiten und kann dann in Zukunft meinen Charakter so entfalten, wie es mir gefällt. Und sollte ich merken, dass mir dieses Konzept absolut keinen Spaß macht, kann ich immerhin die Ausrüstung, welche ich für den Hexer benutzen möchte, ganz einfach für einen andere Charakter nutzen. Somit hätte ich auch nicht sinnlos das Geld zum Fenster hinaus geschmissen. Apropos Ausrüstung, ich würde gerne einen Anderthalbhänder bzw. einen Zweihänder nutzen, doch habe ich nun gelesen, dass es sehr unpraktisch ist das Ding auf dem Rücken zu tragen, wie es auch die Hexer aus den Büchern machen. Da ich nun aber selbst nicht allzu groß bin stelle ich es mir schwer vor so eine Waffe seitlich am Gürtel mit mir mitzuführen. Was denkt ihr?

    Charakterkonzept 2 - Magier mit dämonischer Vergangenheit

    Hintergrund (Kurzfassung):

    - Kommt aus einem kleinen verwunschen Dorf, das auf so gut wie keiner Karte zu finden und heute völlig verwittert ist
    - Dieses Dorf gehörte einst einer Baroness, die so gut wie niemals einen Fuß vor die Tür setzte
    - Dorfbewohner verdächtigten sie der Nutzung schwarzer Magie, lebten aber in großer Furcht vor der Baroness und ihren dunklen Schergen und lehnten sich daher nicht gegen sie auf.
    - Jedes Jahr wurden mehrere Kinder von ihren Eltern getrennt und in das Anwesen geschleppt, darunter auch mein Charakter
    - Er wuchs dort isoliert im Anwesen auf
    - Musste Sklavenarbeiten verrichten, erhielt aber Unterricht im Lesen und Schreiben als auch im Umgang mit der Magie
    - Wurde oft geschlagen und ausgepeitscht, musste viel körperlicher und psychischer Gewalt standhalten und sollte sich im Sinne der Erziehung an Schmerzen gewöhnen
    - Während der Zauberübungen wurde er immer wieder gezwungen seine eigenen Grenzen zu überschreiten, was ihn natürlich psychisch und physisch völlig schlauchte
    - In der Nacht seines 17. Geburtstags offenbarte sich der Grund, wieso die Baroness sich damals die Mühe gemacht hatte ihn großzuziehen: Während eines dunklen Rituals sollte aus seinem Körper heraus ein Dämon in die Welt hinein geboren werden. Doch die Baroness hatte ihre eigenen Fähigkeiten überschätzt und nicht damit gerechnet, dass der Dämon nicht in diese Welt gelangen wollte. Der Dämon befand sich bereits im Körper des Charakters und nutzte diesen, um die Baroness zu vernichten. Der Charakter erinnert sich an nichts mehr, was nach dem Tod seiner einstigen Herrin passierte.
    - Er erwacht in einer Zelle. Die Kirche hatte sich seiner Sache angenommen.
    - Erschrocken muss er feststellen, dass der Dämon immer noch in ihm schlummert und wie ein ständiger Begleiter als zweite Seele in seiner Brust sitzt und mit ihm spricht, die Situationen kommentiert etc.
    - Der Dämon scheint in dem Körper gefangen und kann nicht zurück in seine Dimension zu gelangen, daher versucht er heimlich die Kontrolle über den Körper zu erlangen. Aus diesem Grund bietet er dem Charakter immer wieder dämonische Kräfte, Zauber, Wissen etc. an, damit dieser die dämonische Seite in seinem Inneren umarmt und somit das Menschliche selbst an Kontrolle einbüßt.
    - Es ist bereits 1 Jahr nach den Ereignissen verstrichen und der Charakter zieht durch die Länder, um jemanden zu finden, der ihm beibringen kann mit seiner Bürde umzugehen.

    Charakter der Figur:

    - Impulsiv und emotional
    - Gute Gesinnung, die im Gegensatz zu der des Dämons steht. Daher versucht dieser ihn auch ständig zu irgendwelchen Schandtaten zu verführen. Oftmals kann er diesen Versuchungen widerstehen, aber nicht in 100% der Fälle...
    - Wissbegierig
    - Loyaler Gefährte, dem seine Freunde wichtig sind
    - Sorgt sich um Mitmenschen etc. und will sie nicht in Gefahr bringen, falls der Dämon stark in ihm ist.

    Fähigkeiten:

    - Magie: „Standartzauber“, Ritualmagie, Heilung (Dazu mehr unter „OT-Überlegungen“)
    - Kann mit Dolch und Einhandschwert oder Stab umgehen
    - Regenerationsfähigkeit und Zähigkeit, wenn er auf die Kräfte des Dämons zurückgreift
    - Rechnen, Lesen und Schreiben

    Ideen für Gewandung:

    Komplette Gewandung. Würde die Farben wie auf dem Bild lassen.

    Oder

    Wappenrock
    Schultern
    Armschienen

    Als Waffe

    Stab (ich weiß damit wird man sicherlich komisch angeschaut, aber das Ding sieht im Vergleich zu den anderen Stäben, die ich im Netz gefunden habe noch am besten aus)

    oder

    ein Einhandschwert plus Dolch



    OT-Überlegungen:

    Simpler bzw. Einfacher Charakter? Jein. Ich bin mir bewusst, dass zum Einen das Darstellen von Magie sehr schwer im Larp ist und ein hohes schauspielerisches Können voraussetzt, aber dieses besitze ich und daher bin ich der Meinung, dass ich der Aufgabe gewachsen sein sollte.
    Anderer Punkt ist natürlich die Sache mit dem Dämon, der immer wieder dem Charakter ins Gewissen spricht. Das sollte aber auch zu schaffen sein, da es sich hierbei nicht um eine Schizophrenie handelt, sondern nur der Charakter die Stimme in seinem Inneren hört. In einem Moment der Unachtsamkeit kann der Charakter ruhig ab und zu vor sich hin reden, als würde er wirklich mit einem unsichtbaren Wesen sprechen. Die Leute, welche sein Geheimnis kennen, werden dann verstehen, wie es gemeint ist. Wie mache ich aber sichtbar, dass an meinem Charakter etwas nicht „stimmt“? Hier dachte ich wieder an die farbigen Kontaktlinsen oder dass ich mir ein Mal in die Handfläche modelliere, dass mein Charakter eindeutig als jemanden, der im Bund mit einem Dämon steht, stigmatisiert und er es deshalb die meiste Zeit durch ein Tuch oder dergleichen versteckt. Auch kann ich mir vorstellen, dass mein Charakter keine geweihten Böden betreten oder geweihte Gegenstände anfassen kann bzw. sie ihn schwächen. Der Grad der Ausprägung hängt dann immer davon ab inwiefern der Dämon momentan stark in ihm ist.
    Zu der Art der Zauber, die der Magier verwenden wird, möchte ich ebenfalls kurz etwas sagen. Also die meisten Zauber wird er so wirken, dass die anderen Magier ihn tolerieren können, sprich z.B. wird er sich der Macht der Elemente bemächtigen. Auf der anderen Seite wird es Zauber geben, die auf dem Wissen des Dämons beruhen. Ich denke da konkret an die Blutmagie. Ich könnte mir vorstellen, dass mein Charakter durch das Opfern von Lebensenergie (sei es seine eigene oder die eines anderen Wesens) einen Verwundeten heilt. Tendenziell würde ich sagen, dass alle Zauber, die irgendwie eher einem Fluch oder dergleichen entsprechen bzw. „bösen“ Ursprungs sind dann nur mit Hilfe der Blutmagie durchgeführt werden können. Und diese Durchführung wiederum bringt meinen Charakter dem Dämon in sich ein Stückchen näher, wobei das immer von der momentanen physischen und psychischen Verfassung abhängt. Jedoch wird dieser Punkt dem Charakter natürlich immer zu denken geben, denn es ist dann stets die Frage, ob er den Zauber wirken soll und sich dem Dämon hingibt oder ob das Risiko zu hoch ist.
    Alles in Allem bin ich der Meinung, das auch dieses Charakterkonzept relativ offen ist. Falls mir die Sache mit dem Dämon nicht gefällt ist es auch kein Beinbruch, denn der Dämon könnte sich zurückgezogen haben, um auf die eine besondere Gelegenheit zu warten und lässt den Rest der Zeit den Charakter in Ruhe. Auch stehen dieser Figur alle Schulen der Magie offen, so dass er sich dahingehend in jegliche Richtungen spezialisieren kann.


    Abschluss:



    So das wären die beiden Konzepte, welche ich mir ausgedacht habe. Zu den Ideen für die Gewandungen sei noch gesagt, dass sie lediglich als grobe Orientierung dienen sollen. Daher habe ich Dinge wie Acessoires etc. nicht aufgeführt.
    Seid bitte nicht schüchtern, ich freue schon mich auf eure konstruktive Kritik

    Gruß,
    Decembrius

  2. #2
    Drogoth
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    Ich hab mir jetzt nur die Konzeptnamen Angesehen, aber ich kann dir sofort sagen, als Anfänger such dir besser etwas Bodenständigeres.
    Besonders Magier erfordern eine ganze Menge Schnickschnack und Tricks.
    Außerdem kommen diese bösen Konzepte bei den wenigsten gut an.
    Lieber erstmal etwas nicht ganz so aufwändiges spielen und sich ins Larp einfinden.

    Edit:
    Wenn du aber unbedingt was mit düsterer Vergangenheit usw. spielen willst, könntest du gut in die Ahreosgilde passen, die bevorzugt solche charaktere aufnimmt (ich würde das als eine Art Agentenbund bezeichnen, da Kopfgeldjagt, Wissen sammeln usw.)
    Du müsstest halt nur in Niedersachsen wohnen, da die Mitglieder dort alle sind.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  3. #3
    Gerwin
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    Beides generell so untauglich:

    Ich fang mal mit den unteren Charakterkonzept an.



    Musste Sklavenarbeiten verrichten, erhielt aber Unterricht im Lesen und Schreiben als auch im Umgang mit der Magie
    Warum um Himmels willen unterrichtet jemand einen Sklaven in Magie? Magie lernt sich nicht einfach und ist vor allem in den Händen von unterdrückten mehr als einfach nur "gefährlich". Niemand würde einen besseren Sklaven Magie beibringen.

    - Wurde oft geschlagen und ausgepeitscht, musste viel körperlicher und psychischer Gewalt standhalten und sollte sich im Sinne der Erziehung an Schmerzen gewöhnen
    Dieser "Harter-Kerl- Faden" zieht sich irgendwie durch beide Konzepte. Was versprichst du dir davon? Zu einen harten Kerl gehört auch die (schwierige) Fähigkeit es dazustellen und eine gewisses Erscheinungsbild. Hast du dass?

    - In der Nacht seines 17. Geburtstags offenbarte sich der Grund, wieso die Baroness sich damals die Mühe gemacht hatte ihn großzuziehen: Während eines dunklen Rituals sollte aus seinem Körper heraus ein Dämon in die Welt hinein geboren werden. Doch die Baroness hatte ihre eigenen Fähigkeiten überschätzt und nicht damit gerechnet, dass der Dämon nicht in diese Welt gelangen wollte. Der Dämon befand sich bereits im Körper des Charakters und nutzte diesen, um die Baroness zu vernichten. Der Charakter erinnert sich an nichts mehr, was nach dem Tod seiner einstigen Herrin passierte.
    Gähnnn...Dämongeschichten sind noch viel mehr 08/15 als die meisten Waldläufer. Dass ist nichts besonderes. Bitte lass den Dämon aus jeglichen Charaktergeschichten raus.

    Die Kirche hatte sich seiner Sache angenommen.
    Welche Kirche? Es gibt (anders als im realen) DIE Kirche nicht sondern hunderte von Glaubensrichtungen mit mehr oder weniger vielen gläubigen.

    Kurz..gefällt gar nicht.

    Konzept 1:

    - Mein Monsterjäger wurde als kleines Kind seinen Eltern weggenommen
    Eine tragische Vergangenheit ist ziemlich ausgelutscht....würde ich nicht machen.

    - Erhielt eine Kampfausbildung und oberflächliches Wissen über Monster und andere Kreaturen.
    +

    - Beherrscht einige Grundzauber, die ihm im Schwertkampf unterstützen (z.B. Windstoss, Blindheit, etc.)
    Der zaubernde Kämpfer ist genauso blöd wie der kämpfende Magier. Damit nimmst du Spezialisten (die wünschenswert sind) die Spielansätze weg und machst dich nicht gerade beliebt.

    Im allgemeinen habe ich den Eindruck (bei beiden Charakteren) dass du verzweifelt versuchst irgendwie mächtig/finster und cool rüberzukommen. Dass versuchen neben dir aber auch noch einige andere Larper (ohne Erfolg). Fang mit was einfachen an (die Bitte ist ernst zu nehmen). Ein normaler Kämpfer (ohne magische Unterstützung ..wenn möglich auch ohne Zähigkeit) ein üblicher Magier, ein Heiler oder was auch immer du willst. Versuche nicht möglichst viele Sachen die dir cool erscheinen zu vereinen...dann hast du eher Erfolg.

    Die Rüstung ist übrigens keine Rüstung. Dass Schwert finde ich persönlich nicht schön, trägt aber jeder zweite Anfänger..von daher nur zu.

    Die Armschienen taugen nichts.

    Das Hemd wäre allenfalls als Unterhemd zu gebrauchen, hier ist eine Tunika besser.

    Die Hose ist halbwegs in Ordnung (wenn sie nicht schwarz ist).

    Gruß

    Gerwin

  4. #4
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    Hallo!

    Huii, du hast dir aber schon eine Menge Gedanken gemacht ...

    Leider sind deine beiden Charaktere eher "Protagonisten", also für Bücher, PC-Spiele, Filme oder Computerrollenspiele geeignet.
    Im Larp bist du nicht Hauptdarsteller, sondern einer unter Hunderten/Tausenden - Dinge wie "innerer Konflikt" oder "dämonische Besessenheit" kannst du da leider vergessen, das wird niemand mitkriegen.
    Wenn der Charakter sich mal nicht so verhält wie immer, wird man das eher als inkonsequentes Spiel abstempeln (da in den allermeisten Fällen inkonsequentes Charakterverhalten nunmal von inkonsequentem Spiel kommt ).

    Also:
    1. Bitte keine dämonische Besessenheit, weil nicht darstellbar. Innerer Konflikt, okay, aber rechne nicht damit, dass irgendjemand auch nur im Entferntesten was mitkriegt.

    2. Entweder Kampf oder Magie. Nicht beides, das ist überpowert.

    3. "Misstrauisch Fremden gegenüber, loyal zu Freunden" ist die abgelutschteste Charaktereigenschaft ever. JEDER junge, männliche Anfänger schreibt sich das auf den Charakterbogen, weil das ja so cool und männlich und hart ist, aber ... nö. Langweilig. Und niemand hat es nötig, "sich das Vertrauen des Charakters zu erarbeiten" - es gibt Hunderte oder Tausende von Charakteren auf dem Con, die freundlich und offen sind; den finsteren Eckensitzer beachtet da keiner

    4. Zur Hexenjägerkleidung: Das Hemd ist eher ein Unterhemd; zum Druntertragen okay, aber da muss noch was drüber. Armschienen sind generell eher blöd, sollten das allerletzte Rüstungsteil sein (viele junge Anfänger kaufen die sich, weil: billig, aber: welcher Charakter ist denn bitte so dumm und besorgt sich Rüstung für die Unterarme, bevor er seinen Kopf geschützt hat?!). Die Lederrüstung sieht ganz okay aus ... aber ich würde nicht unbedingt vorm ersten Con Rüstung kaufen. Als Anfänger findet man oft Rüstung total geil, weil man ja noch nie welche gesehen hat, aber wenn man sich informiert hat, merkt man erst, dass vieles überteuerter Schund ist.
    Zur Magierkleidung: Vergiss es, das ist Kämpferkleidung. Als Magier sollte man eine Robe o.ä. tragen.

    Merke: Nie kauft man dermaßen viel zu teuren, dafür aber qualitativ schrottwertigen und vollkommen nutzlosen Mist wie am Anfang!
    Daher: Anfangs so wenig Geld wie möglich ausgeben.

    Das Magierkonzept ist leider wirklich komplett untauglich, von vorne bis hinten, deshalb schreibe ich dazu keine Tipps ... wenns ein Magier sein soll, denk dir bitte etwas ganz Neues aus.
    Den Abenteurer/Monsterjäger fände ich schon tauglich, aber bitte mit einem etwas weltoffeneren Charakter.

    Mfg
    Stefanie
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  5. #5
    Decembrius
    Decembrius ist offline
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    Zitat Zitat von Gerwin

    Dieser "Harter-Kerl- Faden" zieht sich irgendwie durch beide Konzepte. Was versprichst du dir davon? Zu einen harten Kerl gehört auch die (schwierige) Fähigkeit es dazustellen und eine gewisses Erscheinungsbild. Hast du das?
    Ja also möglich wäre es durchaus. Aber du hast recht mit deiner Aussage. Was ich mir davon verspreche? Ich denke meine Überlegung war dahingehend zu stark von irgendwelchen RPG oder Fantasy Büchern geprägt. Denn dort funktionieren diese tragischen Helden schließlich wunderbar, was aber nicht heißt, dass sie im Larp auch gelingen. Das andere wäre eben, dass ich keine Frohnatur als Charakter spielen möchte. Hatte mir das auch nicht so als konsequenter böser Bube vorgestellt, sondern einfach als ein normaler Kerl, der ein wenig unterkühlt wirkt.

    Gähnnn...Dämongeschichten sind noch viel mehr 08/15 als die meisten Waldläufer. Dass ist nichts besonderes. Bitte lass den Dämon aus jeglichen Charaktergeschichten raus.
    Okay wusste ich aufgrund meiner mangelnden Erfahrung nicht. Aber leuchtet ein.

    Welche Kirche? Es gibt (anders als im realen) DIE Kirche nicht sondern hunderte von Glaubensrichtungen mit mehr oder weniger vielen gläubigen.
    Ja das weiß ich selbst, aber da ich mir noch keine Gedanken gemacht habe in welcher Welt bzw. welchem Universum der Charakter angesiedelt ist, habe ich ihr keinen konkreten Namen gegeben.



    Eine tragische Vergangenheit ist ziemlich ausgelutscht....würde ich nicht machen.
    Es muss auch nicht zwingend eine tragische Vergangenheit sein, damit ich mit dem Charakter glücklich werden kann.


    Der zaubernde Kämpfer ist genauso blöd wie der kämpfende Magier. Damit nimmst du Spezialisten (die wünschenswert sind) die Spielansätze weg und machst dich nicht gerade beliebt.
    Danke für den Tipp, das werde ich berücksichtigen.


    Im allgemeinen habe ich den Eindruck (bei beiden Charakteren) dass du verzweifelt versuchst irgendwie mächtig/finster und cool rüberzukommen. Dass versuchen neben dir aber auch noch einige andere Larper (ohne Erfolg).
    Mächtig und cool sollten die Charaktere nicht unbedingt sein. Das hat sich vielleicht auch vielmehr so von alleine ergeben. In gewissem Maße verselbstständigt. Wahrscheinlich kam hier die oben angesprochene Prägung durch Bücher etc. mal wieder zum Vorschein. Am besten löse ich mich mal davon.

    Fang mit was einfachen an (die Bitte ist ernst zu nehmen). Ein normaler Kämpfer (ohne magische Unterstützung ..wenn möglich auch ohne Zähigkeit) ein üblicher Magier, ein Heiler oder was auch immer du willst. Versuche nicht möglichst viele Sachen die dir cool erscheinen zu vereinen...dann hast du eher Erfolg.
    Klingt absolut plausibel.


    Die Rüstung ist übrigens keine Rüstung.
    Inwiefern? Gut, es stimmt sie ist keine Rüstung, sondern lediglich ein Brustschutz :P

    Edit: Großes Lob an die Community. So viele Antworten nach kurzer Zeit sind echt genial!

  6. #6
    luthien368
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    Uiuiui, du hast dir ja wirklich viel Mühe gemacht. Ich gebe zu, ich hab das Konzept nur überflogen, kann jedoch den anderen zustimmen, nachdem ich bei deinem Konzept immer wieder an Dingen wie den angesprochenen Punkten hängen geblieben bin.

    Mein Tipp noch für die Zukunft: Fass deine Konzepte weeit kürzer zusammen, das erleichtert es uns (ja, wir sind faule Socken ), dir zu helfen


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  7. #7
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    Im Gegensatz zu Drogoth halte ich Magier für Anfänger für gut geeignet.
    Man muss nicht direkt mit einer kompletten Pyro- und SFX-Ausrüstung auftauchen. Das erwartet wirklich niemand.

    Der Kritik an den Konzepten möchte ich mich auch anschließen.
    So leid es mir tut, ist da so wenig verwertbares, dass du besser von vorne anfangen solltest. Insbesondere auf die Selbstbeschränkung ist dabei zu achten.
    Dazu möchte ich dir gerne noch ein paar Hinweise geben, wobei ich bemerken möchte, dass diese wirklich rein subjektiv sind und andere es vielleicht anders sehen. Zu einem schlechten oder gar untauglichen Konzept kommst du damit aber mMn auf keinen Fall:
    Wenn du eine Charaktergeschichte haben möchtest, reicht:
    [Name des Charakters] ist als Sohn/Tochter eines [Beruf des Vaters] und einer [Beruf der Mutter] in [Dorf/Stadt] aufgewachsen. Als er X Jahre alt war, begab er sich in eine Lehre/Ausbildung zum/zur [Beruf des Charakters].
    Mehr benötigt man mMn nicht. Häufig ist mehr sogar hinderlich, da man sein Spiel damit schon vor dem ersten Con mit dem Charakter unnötig einschränkt.
    Zu den einzelnen [...] möchte ich noch kurz etwas erklären:
    Die Berufe der Eltern sollten nicht dazu dienen irgendwelche Fertigkeiten, die nicht zum Charakter passen zu erklären. Auch ist die Kombination "Schmied und 'Kräuterfrau'" zu vermeiden.
    Sinnvoll ist es hingegen sich Gedanken darüber zu machen, welches Umfeld für den Charakter sich aus den Berufen der Eltern ergibt. So dürfte der Magier, der in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist, anders sein, als der Magier, der es leichter hatte, da die Eltern Geld haben/gebildet sind.
    Auch der Ort hat darauf Einfluss. Ist der Charakter auf dem Land aufgewachsen, hat er andere Erfahrungen gemacht als in der Stadt, und viele Dinge sind neu und aufregend, die es ansonsten vielleicht nicht sind. Auch wenn der Charakter auf Grund des Berufs des Vaters eventuell schon mal auf Reisen war (z.B. Handelsreisen), hat er vermutlich mehr von der Welt gesehen als der Bauernsohn.
    So hast du direkt wunderbare Möglichkeiten dem Charakter tiefe zu verleihen und durch gutes Rollenspiel aufzufallen. MMn ist diese Vorgehensweise nämlich wesentlich einfacher einen Charakter schlüssig zu entwickeln und sich darüber klar zu werden und auch immer wieder ins Gedächtnis zu rufen was den Charakter auszeichnet. Und natürlich kann man so in einer unverhofften Situation, in der man eventuell nicht weiß, was man tun soll, schnell ein Verhaltensmuster entwickeln, das sich nahtlos in den Charakter einfügt.

    Die Ausstattung: Achte darauf, dass man dich als das erkennt, was du bist. Am besten auf den ersten Blick. Das ist wichtig für das Spiel mit anderen.

    Die besonderen Feinheiten, die den Charakter dann wirklich unterstreichen, kann man wunderbar hier am Forum herausarbeiten, sowohl was die Ausstattung, als auch das Rollenspiel angeht. Häufig hat irgendjemand einen Geistesblitz oder man bekommt einfach sehr schönen Input, den man super verwenden kann. Eine Beratung ganz gezielt in die Richtung hatten wir z.B. schon für einen Schreiber und Dichter im "Mantel und Degen"-Stil.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  8. #8
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Leander
    Im Gegensatz zu Drogoth halte ich Magier für Anfänger für gut geeignet.
    Man muss nicht direkt mit einer kompletten Pyro- und SFX-Ausrüstung auftauchen. Das erwartet wirklich niemand.
    Ehrlichgesagt...
    ...ja, zu einem gewissen Teil erwarte ich das.

    Sicher, es gibt Ausnahmen, meinetwegen der eher gelehrte Magier, der eher in der Bibliothek steht und nicht zaubert - aber für den LARP-Standardmagier (Feuerball, Windstoß, Heilung) würde ich persönlich einen gewissen Grundstock an Requisiten sowohl als auch ein gewisses Maß an Charisma/Persönlichkeit erwarten, um diese Zauber auch rüberzubringen.

    Der Anfänger, der, weil diese ganze LARP-Geschichte noch komplett neu ist, mir ein "Feuerball 2" entgegenpiepst und eventuell nicht einmal eine Requisite dafür hat ist für mich kein annähernd ausreichend dargestellter Magier.

    Gerade das Auftreten einer Person ist einmal stark vom eigenen Charakter - aber auch von der LARP-Erfahrung abhängig.

    Darum halte ich Magier bei Anfängern für etwa genauso kontrovers wie Elfen oder Zwerge.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #9
    Leander
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    Wer als Anfänger auch direkt mit einer ganzen Liste von Zaubern auf dem Con auftaucht, hat die Erwartungshaltung ja selbst erzeugt.
    Gerade vom Lehrling würde ich aber keine ganze Liste an Sprüchen mit vielen Requisiten erwarten, sondern eher 1-3 simple Zauber mit wenig Aufwand.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  10. #10
    Dantir
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    Hab ich eben auch schon in einem anderem Thread geschrieben (Charaktere und Konzepte -> Junger Waldläufer):

    Lass doch mal die dunklen, bösen, grimmigen, schrecklichen und zerstörerischen Hintergründe weg und mach was lustiges draus! Ich nehme an, deine Eltern leben auch nicht unterdrückt von einem finsteren Kaiser namens Allestöter Skilla'Killa Dunkelfaust von den Schwarzfeuertiefen unterdrückt sondern erfreuen sich auch an ihrem Morgenkaffee und einem frischen Brötchen und trotzdem hast du bestimmt was aus deinem Leben zu erzählen!

    Edit: Falls sich dir dann die Frage "Wieso geh' ich aber dann von zu Hause weg?!" stellt, dann überleg doch mal so: du besuchst Freunde, hast eine Ausbildung, für die du auf Reisen gehen musst, vielleicht willst auch nur einmal mehr von der Welt sehen. Bietet mMn mehr Spielansätze!


    Lass doch mal diese evil-igen Hintergründe weg, finde die total einschränkend und machen dich nur unnötig finster/voreingenommen/vorbelastet usw.! Ich meine, wenn deine Eltern beispielsweise von einer herumstreunenden Bande von Waldläufern erschossen wurde, wenn auch nur versehentlich (weil sie mit 'nem Schwein verwechselt wurde, oder so), willst du dann Rache an ALLEN Waldläufern im LARP nehmen? Wirst du einiges zu tun haben! :wink:

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