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  1. #1
    Tharaia
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    Der übliche nervige Anfänger

    Aloha zusammen.

    Nach geschätzten 50 gelesenen Anfänger-Topics hier im Forum und dutzenden LARP-Webseiten (Ja, auch und vor allem das LarpWiki), die mir meine Fragen aber nicht beantworten, sondern gegenteilig eher mehr Fragen aufwerfen, habe ich mich dazu entschlossen, euch doch auf die Nerven zu gehen.

    Die Frage ist wie üblich: "Was kann/darf/soll ich machen?!"

    Zu meiner Person: Ich bin weiblich (und deutlich als solches erkennbar), 1,55m klein, sehr schlank, aber mit breitem Kreuz und einem gesunden Touch Muskulatur ausgestattet und falle von der Statur her recht deutlich in den nordeuropäischen Typus.
    Mein Rollenspiel-Hintergrund beläuft sich auf P&P seit '98, hauptsächlich DSA, und dem Kram, den man in einer Musicalschule und auf diversen Theaterbühnen eben so mitkriegt. Foren-RPGs bestreite ich zwar auch, aber die zählen nicht, finde ich.
    Die Tatsache, dass ich zur Spezies der Fantasyliteraturverschlinger gehöre, kann ich hier glaube ich getrost unter den Tisch fallen lassen. Allerdings bin ich weniger der Computerzocker und habe von oft zitierten Informationsquellen wie den massenweise auftretenden MMORPGs keinen blassen Schimmer ("Also, es gibt die Allianz und die Horde, und das sind die Guten und die Bösen, und weiter?"). Hinweise in der Richtung sind also nicht wirklich hilfreich, um das vorweg zu nehmen.

    Außerdem betreibe ich seit ein paar Jahren Reenactment im kleinen Stil (wahlweise als FrühMi-Bauerstochter oder Wikingerweib, je nach Lust, Laune und Veranstaltung), eine gewissen Grundgewandung ist ergo vorhanden und man kennt die gängigen Klischees bestimmter menschlicher Darstellungsgruppen zur Genüge.

    Des weiteren betreibe ich seit einigen Jahren (historisches) Bogenschießen, bin eine passable Schützin und könnte den 27lbs-Vollholz anscheinend auch für Larp verwenden, wenn man die passenden Pfeile kauft. Korrekt?
    Dank Bühnenfechten und ein bisschen lapidarer Reenactment-Schwetkampf hier und da stelle ich mich auch mit einem Schwert in der Hand nicht allzu dumm an. Allerdings bin ich bei weiten nicht 'gut', jedenfalls nicht nach meinem Empfinden.

    Zu 'den anderen': Wir sind eine Gruppe lustiger DSA-Zocker, die sich überlegt haben, mal zusammen auf ein paar Larps zu gehen. Mein Freund und ich (Teile dieser Gruppe) hatten vor ein paar Jährchen schonmal vor, irgendwie einen Einstieg ins 'fulltime' Rollenspiel zu finden, aber dann kam das Abi und die ganze Geschichte wurde verschoben.

    Zu den Ideen und Problemen:
    Als Feld-Wald-und-Wiesen-Mensch wollte ich wenn möglich einen wildniserfahrenen Charakter spielen. Das Universalstichwort scheint hier der omnipräsente Waldläufer zu sein, allerdings bezeichnen ihn viele als überstrapaziert. Warum?

    Außerdem hasse ich es, wenn es keine Möglichkeit gibt, eine angeschlagene Figur wieder auf die Beine zu bringen, weshalb ich (unterstützt durch meine Leidenschaft für Uromas Kräuterapotheke) mit Sicherheit eine Heilkundige darstellen werde.
    Dummerweise scheinen Heiler das Stigma eines Baumkuschlerhippies oder des unzureichenden Feldschers zu tragen. Erneut: Weshalb?

    Ein Heilkundiger kann meiner Meinung nach durchaus wissen, wie man ziemlich präzisen Schaden anrichtet. Immerhin ist der lebende Körper mit seinen Funktionen sein Fachgebiet. Und wer viel unterwegs ist, sollte ich auch halbwegs verteidigen und seiner Haut erwehren können.

    Am allerersten Anfang der Larp-Überlegungen habe ich gedanklich wohl mal folgende Gleichung aufgestellt: Mädchen + Bogenschütze + Heiler + Naturkundig = Elf.
    Ich bin ein großer Elfenfan, spiele sie im P&P auch hauptsächlich (wenn möglich), fahre total auf Shakespeares Sommernachtstraum ab und den obligatorischen Tolkien-Verehrer in mir muss ich an der Stelle wohl kaum mehr erwähnen. Mein Elfenverständnis basiert auf naturverbundenen, kunstsinnigen Waldbewohnern, die an ein Schicksal glauben, außergewöhnlich lange leben, dabei äußerlich ziemlich lange ziemlich jung aussehen, generell harmoniebedürftig sind, aber zum Zwecke der Erhaltung derselben auch knallhart sein können. Parallelen zum Verhalten von Katzen drängen sich irgendwie naturgemäß auf. Magiebegabung ist diskutabel. (Man sieht: DSA lässt grüßen.)
    Von den verschiedenartigen 'dunklen Varianten' halte ich eher weniger.
    Dummerweise scheinen Cons an Elfenüberflutung zu leiden und diese Gruppe auf die verschiedensten Arten unter Vorurteilen zu leiden.
    Dann gibt es da noch die Regularien, über die man so stolpert:
    Ein Elf sollte mindestens 1,70m groß sein: Ist das ernst zu nehmen?
    Ein Elf mit Akne ist scheiße: Verständlich, aber wird man dumm angeschwätzt, wenn man morgens aus dem Zelt kriecht und dank Spätpubertät über Nacht einen hübschen rötlichen Punkt auf die Stirn gezaubert bekommen hat? (Überschminken geht immer...)
    Ein Elf muss übermenschlich, magisch, allwissend und sowieso unfehlbar sein und ist deshalb nicht spielbar: Wie bitte?!

    Von so vielen (konträren) Meinungen verwirrt machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative.
    Klein + Durchgeknallt + Vorlaut = Goblin.
    Mein Spitzname (der da lautet Koboldelfe) war mitschuldig. Außerdem mochte ich die frechen Dinger. Nur sind sie anscheinend ebenso vorurteilsbehaftet wie Elfen, also schnell wieder verworfen. Dann lieber ein Elf, if possible.

    Nächste Anlaufstelle waren die Gnome (die ich ursprünglich mehr oder minder mit kleinen, naseweisen Märchengestalten gleichsetzte), deren Technikaspekt mir aber nicht wirklich in den Kram passte. Allerdings wäre ein Gnomenheiler ("Soso, 'verletzt' hast du dich. Mal wieder unvorsichtig in ein Schwert gerannt, was? Jaja, das kenn ich, solche Helden kommen hier jeden Tag vorbei. Dann wollen wir mal. Wo hab ich noch gleich das Ausbrenneisen...?") für mich betrachtet sehr lustig, vor allem als gleichzeitiger Heiltrankbrauer. Mit dem zynisch-amüsierten Patientenverschrecker, der sich aber exzellent auf sein Fach versteht ("Wünscht Ihr eine ruhmreiche Narbe oder chirugische Handwerkskunst?") hätte ich glaube ich sehr viel Spaß.
    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ein Gnom so darstellbar wäre. Außerdem haben sie meiner Vorstellung nach keine braune, sondern eher eine recht fahle, ziemlich ungesund und leicht grünlich angehauchte Haut, obendrein ein fieses Gebiss mit leicht spitzen Zähnchen und zuweilen ungewöhnliche Augenfarben. Die einzigen Larpgnome, die ich gefunden habe, sind braunhäutige Tüftler, die aber ziemlich harmlos und... anders wirken.
    Wie ist das zu handhaben?
    Außerdem glaube ich kaum, dass ein gnomischer Bogenschütze Sinn macht. Oder doch? Ist ein Gnom mit einer Waffe überhaupt legitim? Ich habe schon Gegenstimmen gehört...
    Für generelle Darstellungshinweise, Kategorisierungsvorschläge und dergleichen mehr im Bezug auf Gnome bin ich sehr dankbar.

    Magisch begabte Figuren möchte ich für den Anfang vermeiden, da mach ich mir später einen Kopf drum.

    Und bevor der Vorschlag kommt: Klar kann ich auch einen Menschen spielen. Aber mein Herz schlägt für Exoten, und ich traue mir durchaus zu, einen zu übernehmen, wenn ich den für ihn abgesteckten Rahmen kenne. Außerdem wird unsere Truppe wohl rein menschlich, sodass ich sie gern mit einem "Anderen" aufpeppen würde. Je verrückter die Mischung desto lustiger das Spiel, jedenfalls nach meiner Erfahrung. Ihr dürft mich aber gern korrigieren, sollte dem nicht so sein. Vielleicht ist das auch nur meine P&P-Vorbelastung, die von mir verlangt, möglichst verschiedenartige Figuren in eine Gruppe zu stopfen.

    Solltet ihr weitere Ideen haben für einen naturkundigen Heiler, der ein Messer nicht nur zum Hühnchen ausnehmen gebrauchen kann, immer her damit.
    Allerdings will ich definitiv keinen Kämpfer spielen. Das liegt mir einfach nicht.

  2. #2
    Justav
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    Re: Der übliche nervige Anfänger

    Zitat Zitat von Tharaia
    Zu den Ideen und Problemen:
    Als Feld-Wald-und-Wiesen-Mensch wollte ich wenn möglich einen wildniserfahrenen Charakter spielen. Das Universalstichwort scheint hier der omnipräsente Waldläufer zu sein, allerdings bezeichnen ihn viele als überstrapaziert. Warum?

    Außerdem hasse ich es, wenn es keine Möglichkeit gibt, eine angeschlagene Figur wieder auf die Beine zu bringen, weshalb ich (unterstützt durch meine Leidenschaft für Uromas Kräuterapotheke) mit Sicherheit eine Heilkundige darstellen werde.
    Dummerweise scheinen Heiler das Stigma eines Baumkuschlerhippies oder des unzureichenden Feldschers zu tragen. Erneut: Weshalb?
    Weil nicht wenige wenige Baumkuschlerhippies Heiler-Rollen bevorzugen, ist einfach ne Tatsache; da lässt sich halte alles ausleben, vom Helfersyndrom bis hin zu den mehr oder minder esoterischen Kräuterkenntnissen.

    Ist aber nicht wirklich eine Vorbedingungen, ich kenne genug Heiler, die (zumindest IT) so was von gar keine Hippiestimmung aufkommen lassen wollen...

    Im Prinzip keine unpassende Wahl, ich würde das "Heilerding" zu Anfang allerdings eher zurückhaltend bespielen, wenn man nebenbei auch noch Waldläufer* ist; also eher im Sinne von 1. Hilfe (Erstversorgung, Verhindern eines Verblutens als LARP-Todesursache) als den magischen oder mundanen Vollheiler, der auch umständlichste Operationen, Tranplantationen u.ä. hinkriegt.

    * Ein Grund für die Ablehnung des Waldläufer-Begriffs: Es ist keine sinnvolle Berufsbezeichnung; muss sich niemand dran stören, ich habe es noch nicht erlebt, dass einem bei Erwähnung des Begriffs Unverständnis entgegengeschlagen ist, aber manche übersetzen den Begriff IT mit "Wilderer" oder "Landstreicher", eingedenke des großen OT-Vorbildes aller Waldläufer und Heckenpenner...

    Zitat Zitat von Tharaia
    Am allerersten Anfang der Larp-Überlegungen habe ich gedanklich wohl mal folgende Gleichung aufgestellt: Mädchen + Bogenschütze + Heiler + Naturkundig = Elf.
    Das ist nicht zwangsweise nötig, es gibt auch nichtelfische weibliche Bogenschützin mit Natur- und medizinischer Grunderfahrung. Dir scheint es von Natur aus möglich zu sein (=> schlank), allerdings macht es das Ganze v.a. gewandungstechnisch keinesfalls einfacher. Die Ansprüche an Nichtmenschen inkl Elfen sind bei vielen ziemlich hoch.

    Justav hat ja prinzipiell nicht gegen "Menschen mit spitzen Ohren" (dass meint Elfen, die sich eigentlich nur durch Gummiohren von einem menschlichen Char unterscheiden), aber Justav ist auch offensiver Anhänger der Theorie, dass man die Wilden aus den Wäldern lieber heute als morgen zivilisert...

    Zitat Zitat von Tharaia
    Dummerweise scheinen Cons an Elfenüberflutung zu leiden und diese Gruppe auf die verschiedensten Arten unter Vorurteilen zu leiden.
    Nein, eigentlich nicht; es kommt natürlich auf die Cons an, aber eine "Flut" finde ich ziemlich übertrieben. Wenn Du das willst und damit klar kommst, dass v.a. am Anfang sich mancheR sagen wird, einen "schlecht dargestellten" Elfen muss man nicht unbedingt anspielen, dann mach das. Mit allen hundert Leuten auf nem durchschnittlichen Abenteuercon spielt man sowieso nicht wirklich, und irgend jemand wirds immer geben, dem eine konkrete Gewandung/Rolle nicht gefällt.

    Zitat Zitat von Tharaia
    Dann gibt es da noch die Regularien, über die man so stolpert:
    Ein Elf sollte mindestens 1,70m groß sein: Ist das ernst zu nehmen?
    Ein Elf mit Akne ist scheiße: Verständlich, aber wird man dumm angeschwätzt, wenn man morgens aus dem Zelt kriecht und dank Spätpubertät über Nacht einen hübschen rötlichen Punkt auf die Stirn gezaubert bekommen hat? (Überschminken geht immer...)
    Allgemein gibt es das "Elfen sind groß bzw größer als Menschen"-Klischee; ich finde überlange Bohnestangen eigentlich nicht von vorne herein ästhetisch, in "meiner Welt" können Elfen auch kleine sein, solange sie kein Übergewicht haben. (Elfquest rules, yeahh!)

    Akne in Form von ein, zwei Pickel wird wohl kaum jemand an einem Elfen stören, Du solltest halt nicht das Pech mancher Menschen haben, die dank Akne das mit dem "pockennarbigen Gesicht" ganz ohne Schminke hinmkriegen...

    Zitat Zitat von Tharaia
    Ein Elf muss übermenschlich, magisch, allwissend und sowieso unfehlbar sein und ist deshalb nicht spielbar: Wie bitte?!
    Auch mit überzogenen Ansprüchen umzugehen muss man als LARPer lernen, möglichst alsbald. Tolkien bspw schildert seine Elben halt ziemlich übermenschlich; manche haben den Anspruch an sich und andere: Wenns nicht mindestens so genial rüber kommt wie in der Vorlage beschrieben sollte man es nicht im LARP spielen. Ich finds albern, aber jeder, wie er will...

    Zitat Zitat von Tharaia
    Von so vielen (konträren) Meinungen verwirrt machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative.
    Klein + Durchgeknallt + Vorlaut = Goblin.
    Mein Spitzname (der da lautet Koboldelfe) war mitschuldig. Außerdem mochte ich die frechen Dinger. Nur sind sie anscheinend ebenso vorurteilsbehaftet wie Elfen, also schnell wieder verworfen. Dann lieber ein
    Elf, if possible.
    Die Rolle des Nerv-Kobols bzw inzwischen des Nerv-Gobbos sind leider tatsächlich vorhanden; und zeichnen sich auch mE v.a. durch eines aus: Sie nerven halt. Goblins haben dazu bzw besonders dann auch noch eine sehr niedrige Lebenerwartung, zumindest wenn sie mir begegnen und auf die Nerven gehen... :P

    Ein allgemein akzeptiertes Gnome-Klischee gibt es mE nicht, am weitesten verbreitet ist mE das D&D/Dragon lance-Bild des leicht verschrobenen Tüftlers. Lässt sich sicher machen, wenn es auch von Ausrüstung und Gewandung sicher eine recht anspruchsvolle Rolle ist.

    Tatsächlich fände ich es in Deinem Fall sinnvoll, erst mal ein, zwei Veranstaltungen mitzunehmen, ohne sich weiter in Unkosten bzw Arbeit zu stürzen. Spiel mit dem vorhandenen Fundus eine einfach Rolle (oder NSC), guck Dir dabei die anderen Spieler an; vielleicht ergeben sich auch direkt Konatkte zu anderen mit ähnlichen Char-Ideen. Aber wenns von Anfang an partout der Exot sein soll: Weiter im Internet recherchieren, vielleicht findet sich in Deiner Gegend eine Gruppe, vielleicht findest Du in irgend einem Thread das perfekte Vorbild für Deinen Char; mE wichtig: Sich nicht durch Foren einschüchtern bzw verwirren lassen, machen, worauf man Lust hat, und ein bissel Enthusismus kann natürlich auch nicht schaden; scheint ja alles da zu sein...

    EDIT: Rechtschreibung
    So long

    Justav

  3. #3
    Besserwisserboy
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    Hallo und Willkommen!

    Zumindest hast du dir schon mal einige Gedanken zu dem Thema und zu einem Charakter gemacht.

    Den meisten Anfängern wird von einer Fremdrasse wie Elfen erst einmal abgeraten, da die Darstellung ein gewisses schauspielerisches Talent und Hintergrundwissen erfordert.
    Bei einem Larp gibt es sehr viele neue optische Reize und da vergisst man als Anfänger schon mal in seiner Rolle zu bleiben.

    Da du aber wohl schon einiges an Hintergrundwissen aus Fantasyromanen und Tischrollenspiel hast, dürftest du wissen wie sich der Großteil der Spieler eine Elfe vorstellt.
    In Foren und Regelwerken wird oft über das Idealbild einer bestimmten Rasse (in deinem Fall Elfen) diskutiert. Aber nicht alles wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
    Die wenigsten Spieler haben eine 100% passendes Äußeres für Elfen.
    In vielen Fantasyvorlagen sind Elfen sehr groß, aber nicht in allen.
    Eine geringe Größe erscheint mir weniger ein Grund eine nicht zu Elfe spielen als 30 Kilo Übergewicht.

    Am besten schaust du dir einige Bilder von Larper-Elfen an. Dann kann man durch einen kritischen Blick in den Spiegel meist selbst erkennen, ob man sich in dieser Gewandung selbst gefällt.

    Zu einem Pickelchen am Morgen vor dem Schminken wird dich sicherlich auch niemand ansprechen. Die wenigsten Spieler legen mit Anfang des Spiels ihre kompletten menschlichen Höflichkeitsregel ab.

    Wichtig ist aber, daß du im Spiel ein möglich elfisches Auftreten an den Tag legst. In den Vorstellung der meisten Spieler sind Elfen erhabene, erhafte und ein wenig übernatürliche Wesen.
    Sich pöbelnd in der Taverne zu betrinken wirkt da selten spielfördernd.

    Also ist es vielleicht nicht schlecht sich vorher ein paar Gedanken zu machen wie eine elfische Sprachweise und der Umgang in verschiedenen Situationen zu meistern sind.

    Elfische Bewegründe Dinge zu tun sind oft sehr unterschiedlich im Gegensatz zu denne von Menschen.

    Ach ja einer der größten Fehler aus meiner Sicht, ist es einen Halb-Elfen zu spielen. Das zeugt meist davon etwas nicht richtig darstellen zu können und sich dafür gleich eine Entschuldigung bereit zu legen.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  4. #4
    Nount
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    Re: Der übliche nervige Anfänger

    Hallo und herzlich willkommen!

    Du hast dich ja schon reichlich informiert und eine Menge Ideen gehabt, das finde ich gut

    Zunächst zu deinen Fantasyrassenplänen:
    Fürs erste Con empfehle ich unbedingt einen Menschen. Ja, gerade Leute mit P&P- oder Computerspielerfahrung möchten oft gern eine Fantasyrasse spielen - nur ist das im Larp sehr, sehr viel schwieriger als beim P&P oder am PC. Es ist einfach etwas völlig anderes!
    Beim P&P hat man die Rasse auf dem Charakterbogen stehen, lässt vielleicht ab und an mal einen passenden Spruch fallen und wird als diese Rasse akzeptiert.
    Im Larp muss man sich durch großen Aufwand optisch und durch Spiel zu so einer Fantasyrasse machen - nicht das, was auf dem Charakterbogen steht, zählt, sondern ausschließlich, das man aktiv tut.
    Fantasyrassenkostüme sind ziemlich aufwendig und teuer, und das entsprechende Spiel ist schwierig, vor allem auf dem ersten Con, wenn man erstmal voll und ganz damit beschäftigt ist zu kapieren, wie "Larp eigentlich funktioniert". Das kann man nämlich nicht durch Internetseiten oder Erfahrungsberichte lernen, sondern nur durch Mitmachen.

    Deshalb: Geh aufs erste Con als Mensch und probiere Larp aus. Danach kannst du dir immer noch Gedanken über Fantasyrassen machen
    Es ist aber auch so: Beim P&P mögen menschliche Charaktere langweilig erscheinen, im Larp kann das ganz anders aussehen.

    Zu deinen Ideen:
    Waldläufer sind halt beliebte Einsteigercharaktere, oft aber zu "allgemein" gehalten: "Waldläufer" ist nunmal kein ausreichender Hintergrund, denn irgendeinen Beruf sollte ein Charakter schon haben. Ansonsten spricht da aber gar nichts gegen.
    Heiler haben eigentlich kein Stigma - nur werden nunmal oft pazifistische, von ihrem Freund mitgeschleppte junge Mädchen von dieser Rolle magisch angezogen aber mit Baumkuschlerhippies bringt den Beruf an sich niemand in Verbindung. Spricht also auch nichts gegen.
    Nur: Vermische nicht zuviele Dinge in einem Charakter (das ist bei P&P-Charakteren oft der Fall - die können dann kämpfen, heilen und zaubern, das sollte man bei Larp-Charakteren NICHT in einen Charakter stecken! Denn da gibt es nicht 5 Personen, sondern 100 oder auch deutlich mehr, und die möchten alle ein Stück vom Plotkuchen abkriegen.). Im Larp sollte es keine eierlegenden Wollmilchsäue geben.

    Zur Elfe:
    Wie gesagt, besser nicht auf dem ersten Con.
    Elfen sind ja eher überlegen, allwissend, bedächtig, weise.
    Auf dem ersten Con stellt man sich ggf. auch mal nicht so schlau an, weil man all die ungeschriebenen Gesetze und Mechanismen im Larp noch nicht kennt. Jemand, der staunend und etwas unwissend durch die Gegend läuft, ist nicht so gut mit dem schlauen, überlegenen Elf unter einen Hut zu kriegen.
    Daher ist für den Anfang eher ein Charakter zu empfehlen, zu dem etwas Unwissenheit und Unerfahrenheit passt und nicht dem Konzept zuwiderläuft.
    Es gibt leider schon sehr, sehr viele schlecht dargestellte Elfen

    Ach ja: Man muss nicht groß sein für einen Elfencharakter, aber man sollte eher schlank, feingliedrig, anmutig sein. Sich elegant bewegen und ausdrücken können. "Vorlaut" (wie du unten sagst) ist auch nicht so toll ... "Koboldelfe" bitte auch nicht.
    Ein Pickel oder zwei sind nicht schlimm, aber starke Akne passt nicht unbedingt gut.

    Ein Elf muss übermenschlich, magisch, allwissend und sowieso unfehlbar sein und ist deshalb nicht spielbar: Wie bitte?!
    Das nicht. Wir sind nunmal OT alle Menschen, auch die Elfenspieler. Man sollte sich nur bemühen, so weit wie möglich an dieses Bild heranzukommen. Man sollte sich bemühen, un-menschlich zu wirken!
    Spitze Ohren ankleben und sich Elf nennen ist nicht so toll. Einen gut dargestellten Elfen erkennt man ohne spitze Ohren! (sowohl durch die Kleidung - wenn man sich in der Kleidung vor den Spiegel stellt und ohne Spitzohren elfisch wirkt, hat man's richtig gemacht - als auch durchs Spiel).

    Goblins sind eher auf der "bösen" Seite zu finden, oder als quietschig sprechende, quietschgrüne koboldartige Nervgoblins (das Wort sagt alles, oder? Vermeiden!).

    Das Gnomenkonzept klingt prima Da es nicht "die eine" Gnomenvorlage gibt, sollte das auch umsetzbar sein.
    Aber auch hier die Warnung: Nimm dir nicht zuviel vor für die erste Rolle.
    Larp ist nicht P&P im Wald statt Wohnzimmer.

    Und bevor der Vorschlag kommt: Klar kann ich auch einen Menschen spielen. Aber mein Herz schlägt für Exoten, und ich traue mir durchaus zu, einen zu übernehmen, wenn ich den für ihn abgesteckten Rahmen kenne. Außerdem wird unsere Truppe wohl rein menschlich, sodass ich sie gern mit einem "Anderen" aufpeppen würde. Je verrückter die Mischung desto lustiger das Spiel, jedenfalls nach meiner Erfahrung. Ihr dürft mich aber gern korrigieren, sollte dem nicht so sein. Vielleicht ist das auch nur meine P&P-Vorbelastung, die von mir verlangt, möglichst verschiedenartige Figuren in eine Gruppe zu stopfen
    Ein schlecht dargestellter Exot "peppt" nichts auf - wie gesagt, das gehört zum "Dunklen Erbe" von P&P. Dort reicht ein exotischer Name auf dem Charakterbogen, im Larp gehört viel, viel mehr dazu.
    Halte dich lieber an wenige Aspekte und stell die richtig gut da, damit erntest du zig mal mehr Lob als mit einer verrückten Mischung aus lauter Dingen, die du halbherzig oder gar nicht (weil sie nur auf dem Charakterbogen und in deinem Kopf existieren) darstellst.

    Viele Grüße,
    Stefanie, die vor ihrem ersten Con dachte, P&P- und Forumsrollenspiel reicht zur Fantasyrassendarstellung, aber so im Nachhinein ...
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    Entspanne dich.
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  5. #5
    Justav
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    Re: Der übliche nervige Anfänger

    Zitat Zitat von Nount
    "Waldläufer" ist nunmal kein ausreichender Hintergrund, denn irgendeinen Beruf sollte ein Charakter schon haben. Ansonsten spricht da aber gar nichts gegen.
    Das würde ich anders formulieren, auch wenn ich denke, dass wir inhaltlich das Gleiche meinen: Zu einem Char-Konzept sollte eine ungefähre Idee gehören, wie bzw wovon der Char bisher gelebt hat. "Beruf" kann da aber mE eine falsche Vorstellung aufkommen lassen. Gerade als Mensch (oder auch nicht ) aussem Wald kann man bzw die Eltern sich mit Wilderei, Kräuter/Holz sammeln, Tagelöhnerei, evtl Wegelagerei u.ä. durchschlagen, was ja durchaus ein "Lebensunterhalt" ist. Nur würde ich IT (als fiktiver, aber gestandener Gesell irgend eines Handwerks) nicht sagen, solche Landstreicher haben irgendwas, was einem Beruf bzw einer ehrlichen Arbeit auch nur nahe kommt. Wie gesagt, geht nur um die Vorstellung, ich denke nicht, dass ich wirklich widerspreche...

    Nochmal zu den Elfen, erste Veranstaltung hin oder her.

    Zitat Zitat von Nount
    Elfen sind ja eher überlegen, allwissend, bedächtig, weise.
    Hört sich für mich nach dem Hochelfen-Klischee an. :P

    Ich finde, distanziert, unwissend Bezug auf die Welt der Menschen, bedächtig und angefüllt mit Weisheiten, die für Menschen unpassend oder unverständlich sind, auch möglich, und das geht theoretisch auch am Anfang.

    Dass auch ich fürs erste Con nicht in Elfenklamotten investieren würde, wenns eine Grundgewandung schon gibt, stimmt aber weiterhin. :lol:
    So long

    Justav

  6. #6
    Tharaia
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    Dankeschön erstmal für die vielen Antworten, die obendrein auch noch ähnlich ausfallen (Jubel!), das vermindert die Verwirrung beträchtlich.

    Dass Exoten für den Anfang ein bisschen großer Brocken sind, ist mir bewusst. Der prinzipielle Plan sieht sowieso vor, erstmal als NSC reinzuschnuppern, weil der Kaufaufwand einfach geringer ist und es als Springer die Möglichkeit gibt, viel auszuprobieren.
    Ob diese Überlegung von Innerhalb der Veranstaltung genauso intelligent ausschaut wie von außen, weiß ich allerdings nicht. Expertenmeinungen sind gern gesehen :-)

    Nachdem die hiesigen Ausführungen meine Goblinbefürchtungen bestätigen, scheidet der aus. 'Böse' Charaktere, und wenn sie auch nur auf dem Papier (oder in den Köpfen der anderen) böse sind, sind so schwer ins Spiel zu integrieren.

    Der Elf... tja. Die Meinungen gehen auseinander, das ist mir jetzt klar =P
    Ich persönlich halte nicht viel von Hochelfen, würde ergo auch keinen spielen wollen. Mischwesen wie Halbelfen möchte ich eigentlich auch vermeiden - ganz oder gar nicht lautet die Devise.
    Gibt es eigentlich gängige Regularien (oder Richtlinchen) für die Darstellung von explizit Waldelfen (DSA-Pendant Auelfen, wenn man die magische Begabung ausklammert, aber ich glaube, sowas kennt das Larpfeld nicht)?

    Und ich schließe aus den fehlenden Rückmeldungen zum Gnom, dass einem derartigen Konzept eines eben nichtbraunen Kerlchens nichts entgegenzusetzen ist. Wenn das ein Fehlschluss ist, bitte korrigieren.

    Mir ist überdies bewusst, dass ich nicht sofort mit einem Nichtmensch starten sollte, allerdings ist mir ebenso klar, dass ich früher oder später einen spielen möchte. Deshalb dient dieser Thread für mich zum Aussieben im Vorfeld bzw zur Rückversicherung. Dass man erstmal das verwendet, was man hat, ist logisch, aber mann möchte die Ausrüstung ja gern erweitern. Und etwas zu kaufen/selbst zu fertigen, was man nicht brauchen kann, bloß weil man sich etwas anderes unter der Figur vorgestellt hat als alle anderen, ist deprimierend.
    Für den Anfang wie gesagt als NSC, weil ich dadurch hoffe, mich mehr aufs Spiel und weniger auf Regularien konzentrieren zu können.

    Der Einwand mit der gewaltig unterschiedlichen Gruppengröße ist gut. Habe ich noch gar nicht bedacht. Danke für den Hinweis. Weniger ist in solchen Fallen natürlich mehr =)

    Ich freue mich allerdings über jeden weiteren konstruktiven Vorschlag!

  7. #7
    Nount
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    Re: Der übliche nervige Anfänger

    Zitat Zitat von Justav
    Zitat Zitat von Nount
    Elfen sind ja eher überlegen, allwissend, bedächtig, weise.
    Hört sich für mich nach dem Hochelfen-Klischee an. :P

    Ich finde, distanziert, unwissend Bezug auf die Welt der Menschen, bedächtig und angefüllt mit Weisheiten, die für Menschen unpassend oder unverständlich sind, auch möglich, und das geht theoretisch auch am Anfang.
    Schwierig. Bei vielen wird das zur neugierigen Kicherelfe (in irgendwelchen Mangas verbreitet?) oder lässt sich nicht vom zivilisationsfern aufgewachsenen Mädchen vom Lande unterscheiden
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

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  8. #8
    Gerwin
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    Wobei ich sagen muss dass 1,55 für eine (erwachsene) Elfe in meinen Augen dann doch etwas arg klein ist. Auch passt ein "breites Kreuz" nicht ganz in mein Elfenbild, aber vielleicht haben wir auch einfach unterschiedliche Vorstellungen von einen "breiten Kreuz" (gabs schon öfter mal) . Natürlich könnte man eine nicht ausgewachsene Elfe spielen, aber immer nur das Kind?

    Durch diese beiden Dinge die ein Elfenspiel schwer machen (mit der Größe erfüllt man die perfekte Zwergengröße, und Elfen in Zwergenformat find ich jetzt nicht so toll) würde ich von der Elfe absehen. Aber dass ist Geschmack.

    Gruß

    Gerwin

    *kann auch keinen Elfen spielen.

  9. #9
    Justav
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    Zitat Zitat von Tharaia
    Ob diese Überlegung von Innerhalb der Veranstaltung genauso intelligent ausschaut wie von außen, weiß ich allerdings nicht. Expertenmeinungen sind gern gesehen :-)
    Konfuz... ähh der LARP-Experte sagt: Das kommt auf die Veranstaltung an; manchmal isses toll, manchmal nich. Sag bescheid, wie Du es so fandest.

    Zitat Zitat von Tharaia
    Gibt es eigentlich gängige Regularien (oder Richtlinchen) für die Darstellung von explizit Waldelfen (DSA-Pendant Auelfen, wenn man die magische Begabung ausklammert, aber ich glaube, sowas kennt das Larpfeld nicht)?
    Es gibt im LARP überhaupt keine allgemein gängigen Regularien; sonst könnte man sich in Foren ja nicht mehr um Details streiten, das will doch keiner... :lol:

    Explizit Waldelfen... Pedant Auelf... komm ich gerade nicht mit, sry.

    Das Problem ist, dass die schon recht weit gehende "Vermenschlichung" durch den häufigen Kontakt beim DSA-Auelf zum Konzept gehört; eben um das Ganze besser spielbar zu machen.

    In LARP-Foren ist das nicht sonderlich beliebt. Real gibt es genug Elfen-Chars, die eindeutig keine mystischen Zauberwesen sind; werden wie gesagt OT oft "Menschen mit spitzen Ohren genannt".

    Zitat Zitat von Tharaia
    Und ich schließe aus den fehlenden Rückmeldungen zum Gnom, dass einem derartigen Konzept eines eben nichtbraunen Kerlchens nichts entgegenzusetzen ist. Wenn das ein Fehlschluss ist, bitte korrigieren.
    Es muss halt irgendwie nach "Gnom" aussehen, wie immer man das auch schafft... :P

    @ Nount: "Distanziert" und "bedächtig" passt für Dich zu kichernden Mädchen? Strange world...
    So long

    Justav

  10. #10
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    Hm. Wenn ich meine unqualifizierte Meinung einwerfen darf, dann liegt der Hauptgrund für die Andersartigkeit eines Elfen in seiner von vollkommen anderen Grundprinzipien ausgehenden Denkweise.

    Hierzu ein DSA-bezogenes Zitat von http://www.wolkenturm.de/

    »Was ist dieses Gute und Böse, von dem ihr stets sprecht und das Gute in euren Götterhimmel hebt, während ihr mit vorschnellen Urteilen über das Böse richtet? Müsstet ihr nicht eigentlich zwischen Sinnhaftem und Sinnlosem zu unterscheiden lernen?«

    —Elorion Schneeschwinge in einem philosophischen Disput


    Ähnliches taucht auch indirekt am Anfang von HdR - Die Gefährten auf, wo es (vielleicht nicht ganz wörtlich) lautet:

    "Drei Ringe wurden den Elfen gegeben, unsterblich und die Weisesten und Reinsten aller Lebewesen (...) und neun, neun Ringe wurden den Menschen gegeben, die vor allen anderen Dingen nach Macht streben."

    Auf die Elfen bezogen würde ich Tolkiens Elben zwar klar der Sparte zuordnen, die gemeinhin als Hochelfen gehandelt wird, aber gerade den Nachsatz bezüglich der Menschen finde ich im Kontrast interessant:
    Elfe kennen kein (oder kaum) Haben-Wollen, kein Machtstreben und meiner Meinung nach auch keine Hierarchie. Jedenfalls nicht die Waldelfenseite der Medallie. Talentierte und manchmal Spezialisierte, aber keine wirklich autoritären Anführer mit unantastbarer Befehlsgewalt. Außerdem resultiert die Naturverbundenheit meiner Vorstellung nach in einer Art Erhaltungssatz, die mit den gundlgenden Verhaltensweisen von Raubtieren gleichzusetzen sind. Wölfe beispielsweise töten, um zu überleben, aber wenn sie sattgefressen sind, kann ein ganzes Rudel Rehe direkt vor ihrer Nase vorbeilaufen, ohne dass es sie kümmert. Ebenso kann eine Katze anschmiegsam und verspielt sein, aber wenn ihr etwas nicht passt, wird sie kratzbürstig und gefährlich.

    Elfen vereinen in sich (meiner Vorstellung nach) genau diese naive Widersprüchlichkeit mit der Vernunft und Weisheit eines Volkes, das bereits sehr viel mehr erlebt hat, als die Menschen sich auch nur vorzustellen wagen. Sie sind gleichzeitig Gelehrte und Kinder, gleichzeitig unbekümmert und zielgerichtet, manche mehr zum einen, andere mehr zum anderen neigend.

    Daraus resultieren zum Einen sehr unterschiedliche Personen (auch nicht jeder Mensch ist gleich), zum Anderen durchaus ein Unverständnis bzw eine Unkenntnis gegenüber menschlich-gesellschaftlichen Normen, die von einem voreingenommenen Charakter als Naivität gewertet werden kann. Neugierige Kicherelfen sind für mich aber eher Feen als Elfen.



    Zusatz an Gerwin:
    Tja. Zwerge finde ich zwar lustig, aber als Spielercharakter für mich überhaupt nicht ansprechend. Hätte ich persönlich keinen Spaß dran, auch wenn ich einen überzeugenden Zwerg als ganz wunderbare Sache empfinde.
    Und das breite Kreuz resultiert aus 10 Jahren Ballett und vier Jahren Musicaldarsteller. Mit einer richtigen Zwergenstatur kann ich leider nicht aufwarten - von der Körpergröße abgesehen.

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