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  1. #21
    Klaufi
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    Nein, ich meinte nur einen Gambeson, der wie ein kurzer Klappenrock aufgebaut ist.
    Und ob es moderner ist oder nicht...es wurden eh noch keine Gambesons aus frühmittelalterlicher Zeit gefunden, von daher ist sowas sowieso hochgradig spekulativ.

  2. #22
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    An dem Punkt wären aber die frühen Gambesons die man soweit ich weiß gefunden hat...ein Rückschritt was Tragekomfort und Passform angeht. Sonst bewegen wir uns ja langsam in dem Bereich von "Es wurden keine Metallbeinschienen der Wikinger gefunden..also machen wir sie doch einfach mal wie wir wollen". Da aber das Kettenhemd ja ausscheidet und Leder nicht in betracht kommt sehe ich auch keine andere Möglichkeit als eine irgendwie geartete Polsterkleidung.

  3. #23
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    Im Markt von "Tempus Vivit" (aktuell Seite 3) verkauft übrigens gerade jemand Gambeson, Lamellenpanzer und Helm in der Richtung, vielleicht ist das ja was.

  4. #24
    Kelmon
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    Wenn wir nach Bildquellen gehen dürften bis zum Spätmittelalter zumindest reine Textilpanzer zum reinschlüpfen gewesen sein, d.h. sicher nicht gerade eben hauteng. Modelle, die man Öffnen kann, gehören erstmal nur unter ein Kettenhemd (weil hier ein guter, enger Sitz nunmal wichtig ist). Erst später sieht man dann auch reine textile Panzerungen, die über Verschlüsse verfügen.

    (Es ist wohl anzunehmen, daß da die zivile Mode ausschlaggebend war - und die Verschlüsse eben dann auftragen, als Cotehardie und dann Doublet die Tunika und Cotta ablösten.

    d.h. für Wikinger vermute ich ganz stark, daß wenn es irgendwelche Textilrüstungen gab, die auf der Basis einer Tunika wären, also zum reinschlüpfen.

    Wobei ich bei einer solchen rein spekulativen Rüstung einfach aus Gründen der LARP-Bequemlichkeit auf eine zum Öffnen greifen würde.

    Zitat Zitat von Cartefius
    Im Markt von "Tempus Vivit" (aktuell Seite 3) verkauft übrigens gerade jemand Gambeson, Lamellenpanzer und Helm in der Richtung, vielleicht ist das ja was.
    Nettes Zeug, aber mein Budget zum Kauf ist momentan irgendwo in der Nähe von Null...Nach 8 Cons dieses Jahr muß ich ja sogar auf einen Sylvestercon verzichten *schnüff schluchz*
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  5. #25
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    Der angebotene Gambeson ist echt toll. Aber bei knapp 300 Euro würde ich dann auch eher auf maschinengenäht umsteigen, zumindest für ne Nebenrolle.

    Vielleicht kann man den Verschluss ja irgendwie "verbergen". Andererseits, Knebelverschlüsse wurden soweit ich weiß ja ah Wikingerschuhen gefunden, damit könnte man doch arbeiten. Dass dumme dürfte nur sein dass ein solcher Verschluss immer hängen bleibt wenn man doch mal ein Kettenhemd drüberziehen will.

    Oder man verwendet ein System bei dem die Kanten überlappen und der Verschluss innen liegt. Was wieder Probleme beim öffnen bringen dürfte.

    Tendenziel verstehe ich das Problem beim ausziehen eines "Tunikagambeson" aber auch nur zum Teil. Wobei ein guter Kumpel von mir damals an seinen Gambeson im Nacken eine kleine "Halteschlaufe" zum reingreifen beim ausziehen angebracht hatte. Schont den Stoff und erleichtert das ausziehen definitiv. Sieht halt nur blöd aus.

  6. #26
    Justav
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    Schrägrauten sind tatsächlich ziemlich "wikingertypisch", wenn mWn auch eher im Bereich der Nautik (segel) als bei Rüstungen; könnte aber dennoch wirken.

    ("Wikingerschiffe" hatten oft Wollsegel, die mit Lederbändern verstärkt waren, die ein schräges Rautenmuster ergaben; hab mal gelesen, zumindest bei kleineren und Handelsschiffen war dies eher üblich als die längsgeteilten, oft rot-weiß dargestellten Segel, die wohl eher für die großen Langschiffe benutzt wurden.)
    So long

    Justav

  7. #27
    Harald Ösgard
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    ich hatte mal ein Thread ... Hur klär man sig some viking .... da waren etliche Gewandungen und auch Rüstungen andiskutiert...

    Was ich jetzt zum Thema gerade mal auf meiner FEstplatte gefunden habe:

    Pictures.jpg (3.5 MB)

    DVD Scan Vorlagen.jpg (5.95 MB)

    Pictures1.jpg (1.27 MB)

    Wobei der Trend in Richtung Rautensteppung und halblange Ärmel zu gehen scheint - oder aber zu mehr oder minder dicken Wolltuniken und Schichtenlook.

    Logisch fände ich zB. auch, wenn ein "Freizeit"-Krieger eine recht alte und schon stark verfilzte Wolltunika als Körperschutz benutzt. Bei "Berufskriegern" dürfte Rüstung entweder aus purem Übermut noch verpönt sein oder aber - zu späterer Zeit - eben professionell.

    Welche Zeit soll den als Vorbild dienen? Welche Region? Was soll mit der Rolle möglich sein? Wieviel Aufwand willst Du in dieses Projekt stecken?

  8. #28
    Kelmon
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    Genau Zeit egal, aber deutlich vor Normannen. Irgendwas zwischen 9. und 11. Jhd. eben. Mangels einer großen Masse an Überlieferungen ist Ausrüstung im Frühmittelalter vermutlich doch leider zum guten Teil ein Ratespiel...

    Region - ich dachte an leichte Rus-Anleihen. Also Pluderhose, eine ordentliche Portion Pelz, ggf. auch Kaftan.

    Rolle ist noch nicht bekannt, ich bereite mich einfach nur darauf vor, daß ich als NSC womöglich doch in eine Kampfsituation geschickt werde.
    WENN ich den Charakter (oder einen anderen mit gleicher Ausrüstung) weiterspiele, werde ich mir wohl einen zivilen Beruf aussuchen.

    Aufwand - Soviel eben für einen Satz Kleidung und Waffen nötig ist. Ja, das ist vage. Aber ich wüßte nicht, was ich da konkret zu sagen sollte. Eher könnte ich was zum Preis sagen, nämlich "für nicht viel mehr als nichts".
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  9. #29
    Harald Ösgard
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    OK, ich hab ne Menge Winkingerbücher und ne Zeit lang viele Bilder gesammelt.

    Was ganz genau willst Du im Moment wissen?

    Du kennst das System, nach dem sich die Soldaten bei den Wikingern rekrutiert haben?
    Was Du da andeutest wäre die unterste Stufe... also würde man da fast garkeine Rüstung erwarten.

    Aufwand habe ich deshalb gefragt, wegen Handarbeiten, Verzierungen etc...

    Eigentlich wäre ein Helm schon was richtig Tolles für so einen "Gelegenheitskrieger". Auf einem Bild kann man jemanden erkennen, der hat sich einfach ne dicke Wolldecke über Kreuz umgelegt und dann mit dem Gürtel festgeklemmt. Finde ich plausibel. Rechteckmantel als "Rüstung". Immerhin war man schon richtig gut drann, wenn man nen Mantel, Schuhe und Waffen hatte....

    Was hast Du Dir denn als Helm vorgestellt? Danach richtet sich ja dann auch der Körperschutz ein bischen...

    Laut isländischen Sagen hat man sich früher mit allem gerüstet, was greifbar war. Sogar flachen Steinen....

    Die Hauptwaffe war damals der Speer. Eine Stichwaffe. Die Axt - eine scharfe Schlagwaffe. Und die Schwerter waren vor allem als Hiebwaffen konzipiert.
    Schutz hat man sich vor allem vom Schild versprochen. Nicht umsonst hat der damals eine so sehr große Rolle gespielt.
    Ich gehe davon aus, das damals keine wirklich effektive Körperpanzerung existiert hat, die einen Schild ersetzen konnte. Allenfalls ergänzen.

    Kettenhemden (das nonplus ultra der Zeit) würde ich auch eher als Schutz gegen Pfeilbeschuß ansehen, als das man damit gegen gezielte starke Hiebe mit Axt oder Schwert viel Bestand haben könnte.

    Von daher würde ich mich komplett von der Vorstellung lösen, das man damals schon irgendwie optisch auffällig "gerüstet" gewesen sein mußte. Diese Unterscheidung in "Zivilklamotte" und Kampfdress ist da vielleicht etwas unangebracht...?

  10. #30
    Kelmon
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    Nix für ungut Harald, aber Du mußt mir nun wirklich nicht erklären, daß ein Speer eine Stichwaffe, und eine Axt eine scharfe Hiebwaffe ist...

    Bücher zum Frühmittelalter habe ich reichlich, es geht mir lediglich um Meinungen zur Waffenkombination und eben einer Idee zu einer (so wahrscheinlich historisch nicht existenten) Rüstung.

    Alles andere kann ich ja selbst einfach nachlesen, da lasse ich euch nicht meine Arbeit machen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

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