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  1. #1
    Muiredach
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    Muiredach, Wissenskundiger / "Waldläufer"

    Hallo inLARP-Forum,

    Ich möchte euch gerne auch mal meinen neuen Charakter vorstellen und um Kritik und Anregungen bitten. Hier mal meine Zusammenfassung für den Char, die ich bisher verfasst hab:



    Ich beschäftige mich schon länger mit Mittelalterthemen und lese auch schon einige Zeit Grundlagen für Liverollenspiel. Ich war trotzdem jedoch bisher noch auf keiner Con; das würde ich dieses Jahr gerne einmal ändern und an einer oder mehr teilnehmen.
    Ich wollte euch daher einmal mein Charakterkonzept vorstellen und euch fragen ob das generell tauglich ist, und insbesondere für jemanden auf seiner ersten Con spielbar ist. Danke schonmal.


    Der Name meines Chars ist Muiredach O'Fionnaghain (gesprochen wie wenn man im Englischen "Murdoc O'Finnegan" schreiben würde).
    Er soll eine Art wandernder Gelehrter, Abenteurer oder "Waldläufer" (was auch immer das jetzt genau sein mag) sein. Dazu hat er Kenntnis von Pflanzen, von Giften und Tränken und auch ein paar Kenntnisse in Medizin und Magie. Muiredach soll aber nicht wie ein richtiger "Waldläufer" sich den ganzan Tag im Wald aufhalten; er soll sich dort nur gut auskennen und auch - neben anderen Plätzen - heimisch fühlen.

    Zu seiner Geschichte, wie ich sie mir vorgestellt habe:
    Muiredach ist der Sohn eines Handwerkers aus der Stadt in irgendeinem Land mit keltischem/irischem Hintergrund. Sein älterer Bruder sollte von Geburt an als Nachfolger seines Vaters dessen Werkstatt übernehmen; mithelfen mussten dennoch alle zu Hause.
    Als er alt genug war wurde Muiredach von seinen Eltern auf die Lateinschule geschickt, da er als zweitgeborener Sohn ceridischer Priester werden sollte. So studierte er nach seiner Zeit auf der Lateinschule Theologie und schloss sich einem ceridischen Kloster als Mönch an. Dort lernte er auch, Kräuter und ihre Wirkung zu bestimmen, Tränke zu brauen und grundlegende Kenntnisse über menschliche Anatomie und Heilung. Während des Bücherstudiums in der umfangreichen Bibliothek seines Klosters kam Muiredach auch in Berührung mit magischer Literatur und beschäftigte sich weiter mit diesem Thema. Sein Abt freilich betrachtete dieses Treiben argwöhnisch - ist Magie für die Ceridische Kirche ja Teufelswerk.
    Muiredach beschäftigte sich weiterhin mit dem Thema und versuchte eine Magie zu entwickeln, die für den göttlichen Plan des EYNEN nützlich sein konnte. Da seine Klostergemeinschaft dies jedoch als ketzerisch ansah, musste er sein Kloster verlassen und zog daraufhin auf Missionsreise durch die Welt.
    Dabei reiste Muiredach weit um die Welt und traf eines Tages auf die Glaubensgemeinschaft der Ismiten, einer altceridischen Richtung, die Magie nicht vollständig ablehnt, sondern als Gabe des EYNEN ansieht und denjenigen, der die Gabe dazu hat also als etwas besonderes ansieht. Muiredach, begeistert von diesem Gedanken, formulierte einen Brief an seinen Bischof und kündigte seine Rückkehr in die Heimat an. In dessen Antwort schloss sich der Bischof jedoch der Meinung des Abtes von Muiredachs ehemaligem Kloster an und verbannte ihn aus seiner Diözese. Sollte Muiredach dennoch zurückkehren und seine Lehren verbreiten, drohte der Bischof ihm mit Exkommunikation und schlimmerem.
    Unter dieser Drohung sah sich Muiredach gezwungen, künftig auf sich gestellt durch die Welt zu ziehen und hier und dort seine Dienste anzubieten, um der guten Sache zu dienen. Dabei nutzt er die Kenntnisse die er von seinem Vater und aus dem Kloster hat und setzt sie wohl überlegt ein.
    Gegen die Ceridische Amtskirche hat Muiredach verständlicherweise eine leichte Abneigung; der Glaube an den EYNEN ist ihm aber dennoch noch immer inne. Er ist aber aufgeschlossen und kein missioniernder oder borniert religiöser Charakter (eher so wie William von Baskerville).



    Zur Außenwirkung: Meine grüne Tunika hab ich vor, weiterhin zu benutzen; außerdem ein paar kleiner Assecoirs die hier so rumfliegen. Als Waffe ist zur Selbstverteidigung im Nahkampf erstmal ein Dolch gedacht, später vielleicht einmal eine Axt oder ein Kurzschwert dazu. Außerdem würde ich mir noch eine grüne Gugel kaufen, da meine rote Wollgugel wohl nicht wirklich tarnt...

    Wozu ich aber noch gerne fragen würde, wär mein Mantel. Ich besitze bereits einen schweren, braunen Umhang (Halbkreismantel) aus grobem Leinenstoff und mit rotem Samtfutter. Ich persönlich hätte den jetzt nicht benutzt, aus mehreren Gründen: Erstens eben das rote Innenfutter, dass im Wald nicht gut tarnt, und für meine Figur auch etwas zu "edel" ist denke ich. Zweitens ist der Leinenstoff eben auch nicht wirklich wasserdicht. Und drittens behindert so ein langer Halbkreismantel im Wald dann ja eher. Oder denkt ihr, ich sollte den trotzdem benutzen?
    Wenn ihr auch denkt, ich bräuchte was anderes, würde ich mir gerne einen einfachen Rechteckmantel machen. Ich habe da jetzt verschiedene Stoffe gefunden, die ich halbwegs preisgünstig finde (ich möchte jetzt nicht die Welt für meine erste Con ausgeben, aber auch keinen Schrott wie ein Baumwolltuch benutzen). Vllt. könnt ihr mir helfen, welche Qualität ihr am besten findet:
    1) Mantelstoff 80% Schurwolle, 10% Kaschmir, 10% Polyacryl; 500 g/lfm
    2) Mantelstoff 85% Schurwolle, 15% Poliamide; 520 g/lfm
    3) Walkloden 60% Schurwolle, 40% Viskose; 470 g/lfm
    Ich persönlich hätte jetzt zu nummer drei tendiert, trotz des hohem Kunststoffanteils. Weil Loden denke ich ja schon gut wärmen und vor Nässe schützen kann, und weil der Stoff beim letzten auch (laut Herstellerangabe) nicht mehr an dem Rändern eingesäumt werden muss, sondern einfach von der Stange verwendet werden kann.


    Würde mich über konstruktive Kritik, und vllt. auch ein paar Empfehlungen freuen. Danke schonmal!

  2. #2
    Kelmon
    Kelmon ist offline
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    Hallo,

    Was ich an dem Charakter am problematischsten finde ist, daß er eben ein Alleskönner ist. Magier und Kampf und Medizin und Alchemie. Das ist deutlich zuviel.

    Dann natürlich das Problem, daß Du Ceride sein willst. Also: Nein, tut mir leid, im ceridischen Kloster liegen nicht mal eben Bücher rum, mit denen man sich die Zauberei beibringen kann, und der Abt würde wohl soetwas nicht "argwöhnisch betrachten", sondern etwas flotter mit dem Scheiterhaufen zu Hand sein.

    Und andererseits halte ich es für wenig originell, wenn Dein Charakter eine eher moderne Einstellung ("Ach, ist ja bloß Religion, ein Glaube ist wie der andere.") aufweist, statt - wie es viel wahrscheinlicher ist - eingebleut bekommen zu haben, den eigenen Glauben als den einzigen, richtigen Weg zu sehen.


    Zum Mantel: In der Tat, ein Leinenmantel ist wirklich herzlich sinnlos.
    Was die Stoffe angeht, so kann ich von der Materialzusammensetzung alleine nur schwer eine Empfehlung abgeben. Wobei ich mich frage, wozu halbe Sachen machen und nicht einfach 100% Wollstoff nehmen...
    Viskose ist, nebenbei gesagt, zwar nominell ein künstlich erzeugter Stoff, aber dennoch Zellulosebasiert und damit von den Materialeigenschaften her wie Leinen oder Baumwolle. Also in einer ganz anderen Liga als Polyester & co.
    Müßte ich eine blinde Wahl zwischen den dreien treffen würde ich wohl zu ersterem Stoff greifen, da ich leider nicht weiß, wie sich eine 40%ige Beimischung auf den Loden auswirken würde.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Muiredach
    Muiredach ist offline
    Grünschnabel

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    Hallo Kelmon,

    Danke schonmal für deine Rückmeldung.
    Also der Charakter soll sich schon mit einigen Dingen so ein wenig auskennen; Pflanzenkunde und Medizin könnte man ja durch die Klosterausbildung ganz gut erklären.
    Kämpfer soll er eigentlich gar nicht wirklich sein; einen Dolch oder eine Axt als Werkzeug und zur eventuellen Selbstverteidigung soll er dabei haben, aber nicht wirklich gut im Umgang (zumindest was den Kampf angeht) sein.
    Schauen müsste man halt, wie man die Magie (nur ein wenig Magie; Stärke soll auf den "Wissenskundigen"-Sachen liegen) unterbringen kann, ohne dass meine Figur gleich auf dem Scheiterhaufen gelandet ist. Habt ihr da vielleicht noch Ideen?

    Zuletzt noch zur Einstellung der Figur zur Religion: Hatte es jetzt auch nicht als völlig offenen und toleranten Charakter gedacht; er ist schon eigentlich überzeugter Ceride; aber er hat eben gegen die Amtskirche aus verständlichen Gründen eine Abneigung, und seine Erfahrungen mit den Ismiten haben ihn auch geprägt.

  4. #4
    Tofumann
    Tofumann ist offline
    Grünschnabel Avatar von Tofumann

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    Ich hätte da eine Idee bezüglich der Magie:
    Du bzw dein Charakter könnte einige fremde Orte (sprich Tavernen, Cons etc.) besucht haben und dort Magie miterlebt haben. Dabei hat er gesehen, wie hilfreich sie den Menschen sein kann (im Sinne von Heilermagie ) und will diese auch erlernen.

    Sagen wir es mal so:
    Dein Charakterkonzept ist echt schön gestaltet, hast dir auch Mühe gemacht etc.. Im Vergleich zu anderen ist das echt gut geworden, jedoch finde ich, ist dein Charakter für's "erste mal" schon zu ausgereift. Ich finde, du solltest ein paar Talente rausnehmen, die dein Charakter dann auf seiner "Reise" nach und nach erlernt. Das macht es für dich als auch für die anderen spannender . Ansonsten kann ich mich nur Kelmon anschließen. Du bist 22, ich denke mal das wird dein Charakter auch sein. So wie du ihn beschreibst klingt er schon ziemlich alt. Aber ansonsten find ich alles schön .

  5. #5
    Muiredach
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    Dankeschön! :-)

    Mein Charakter ist etwas älter als ich so (so Anfang 30), da ich auch älter aussehe als ich bin ;-)

  6. #6
    Nitram
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    hi
    Naja, ich halte es für problematisch, einen älteren Charakter zu spielen, da man IT eigentlich nicht gefragt wird wie alt man ist, man kann es ja (grob) durchs sehen abschätzen.
    Was das Pflanzenzeug angeht, wenn du dich It auskennen/können willst, solltest du es auch OT wissen, nichts ist peinlicher als ein Waldläufer der ne Eiche mit ner Buche verwechselt (finde ich zumindest)...

  7. #7
    Schwannis
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    Zitat Zitat von Tofumann
    Ich hätte da eine Idee bezüglich der Magie:
    Du bzw dein Charakter könnte einige fremde Orte (sprich Tavernen, Cons etc.) besucht haben und dort Magie miterlebt haben. Dabei hat er gesehen, wie hilfreich sie den Menschen sein kann (im Sinne von Heilermagie ) und will diese auch erlernen.
    Ein Gläubiger Ceride der Hexerei gutfindet?!
    3.Meide Hexerey und Zauberey, denn sie störet die Ordnung der Welten und ist das Werk des Bozephalus.
    Das ist genauso wie ein Christ der satanische Messen abhält "weil man damit ja auch den Menschen helfen kann".


    M.f.G
    Schwannis
    Schwannis vult!

  8. #8
    Tofumann
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    Zitat Zitat von Schwannis

    Ein Gläubiger Ceride der Hexerei gutfindet?!
    Sag das ihm, nicht mir . Wäre ja nur so eine Idee, dass der gläubige Ceride durch das erleben mit den eigenen Augen umgestimmt wird.

  9. #9
    Jocke
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    @Tofumann: Ein Frommer Ceride lässt sich nicht umstimmen, auch nicht durch eigene augen. Die Magie wurde dem Menschen zu früh vom Bozephalus gegeben, Magie ist nichts schlechtes im Auge eines Ceriden, dennoch ist Magie nichts für des Menschen Hand... Wer als Mensch also Magie anwendet, handelt in den Augen eines Ceriden mit Bozephalischen Mächten, da nur der Bozephalus dem Mensch die Magie gebracht haben kann.

    Ergo, keine frommen Ceridenmagier, erstrecht nicht aus dem Kloster.

  10. #10
    Nount
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    Zitat Zitat von Muiredach
    Mein Charakter ist etwas älter als ich so (so Anfang 30), da ich auch älter aussehe als ich bin ;-)
    Du siehst 10 Jahre älter aus, als du bist? Glaube ich dir nicht. Ich kenne genau eine Person, die mit Anfang zwanzig mal für wesentlich älter gehalten wurde - bei ihm lag es wohl an der sehr ausgeprägten Halbglatze (die man normalerweise so erst später bekommt) und er wurde auch nicht regelmäßig so viel älter geschätzt ...

    Aber: Du wirst eigentlich niemals IT nach dem Alter gefragt, deshalb ist es an sich egal.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

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