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  1. #1
    Gerwin
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    Ein Waffenknecht im Fantasyreich.

    Letzten Endes trotz noch mangelnder Spruchreife aus den allgemeinen Rüstungsthread ausgelagert (bzw. zusammengestellt).

    Geplant ist ein Waffenknecht der sich vor allem im Fantasybereich bewegen soll (DSA-Cons und ähnliches). Die Grundregeln für die Charaktergestaltung sind folgende:

    1.) Es wird ein Zweit bis Drittcharakter bleiben. Die Obergrenze für Rüstung+Kleidung+Bewaffnung (nicht jedoch für das vorhandene Zelt und derartiges) ziehe ich insgesamt bei 1500-2000 Euro. (Nicht viel...ich weiß)

    2.) Die Rüstung sollte weitgehend alleine an und abgelegt werden können, also keine "Vollplatte". Weiterhin sollte sie mit einen geplanten Kleinwagen (Größe ungefähr eines C 1 oder Golf) transportierbar sein .

    3.) Der Charakter kann ruhig historisch angelehnt sein, es sollte jedoch nicht sofort jeden negativ ins Auge springen...vielmehr sollte er sich in eine Fantasyumgebung gut einfügen.

    "Was bisher geschah":

    Für die die es interessiert siehe

    hier

    Grundlage für die gerüstete Variante sollte eine Brustplatte wie diese werden. Ob mit oder ohne entsprechende Oberschenkelbeintaschen wird noch entschieden, an diesen Punkt hat auch der Plattner wohl eine Kleinigkeit mitzureden.

    Gedacht wäre weiterhin unter der Brustplatte einen Rüstwams zu tragen (konkret dieser wobei der Wams zwar so gekauft werden würde wie er ist, im nachhinein aber an den Ärmeln mit einen Messer/Rapier bearbeitet so dass die typischen Schlitze entstehen. Diese werden dann wieder am Rand eingesäumt (um ein weiteres einreißen zu verhindern). Unter den Wams kommt entweder ein zweiter (ziviler) in einer anderen Farbe (geplant rot) oder ein entsprechendes farbiges Hemd...wobei das typische "Gewandungshemd" nicht passen würde und ich mich mit Hemden aus dieser Zeit noch zu wenig auskenne.

    Auch die Zivilgewandung nimmt langsam Formen an. Hier entfernt sich der Charakter jedoch im Moment noch mit Absicht von der entsprechenden Landsknechtoptik und bewegt sich in eine eher neutrale Richtung. Spontan gut gefallen tut diese Kombination wobei hier noch viel im argen liegt. Die Schuhe werden aber wohl aus Bequemlichkeitsgründen durch halbhohe Stiefel (nein, keine BW-Stiefel wegen "schwacher Knöchel") ersetzt.

    Als Waffe bekommt der gute wohl eine Hellebarde in die Hand, beim Helm ist an diese Variante gedacht, wobei man dann natürlich einen Schmied finden müsste der eine entsprechend hammerrauhe Brustplatte anfertigen kann (und will).

    Nur für die Geschichtenliebhaber: Eine große Geschichte steht noch nicht, so groß wird sie aber auch nicht werden. Der Charakter soll eher in die Richtung eines ehemaligen Torwächters oder "Tavernenrauswerfers" gehen der irgendwann sein Glück mit Abenteuern versucht (vielleicht um der Frau und 7 Kindern zu entkommen?). Im allgemeinen denke ich im Moment aber eher an einen gutmütigen Charakter ohne großen Wunsch nach einer "höheren Stellung".

    Gruß

    Gerwin

    edit: Zum Thema Schuhe

    Model B oder hier

    Ich weiß, Kuhmaulschuhe passen besser....aber in Halbschuhform finde ich die nicht hübsch und als Stiefel sind sie zu teuer.

  2. #2
    Hana
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    Hm, ist dieses Rüstwams wirklich dazu gedacht, geschlitzt zu werden? Die Ärmel erscheinen mir zu eng dafür ... die geschlitzten Landsknecht-Sachen, die ich kenne, sind alle aus Wolle (und die Schlitze bleiben ungesäumt) und mit weiten Ärmeln ... aber sooo gut kenn ich mich da auch nicht aus.

    Wenn du aber ohnehin nicht so den Landknecht-Stil willst (Zivilklamotte, keine Kuhmäuler), warum dann überhaupt Schlitze? Da würd ichs doch lieber einheitlich machen?

    [übrigens fände ich dein Budget halbiert oder gedrittelt für einen Zweit- oder Drittcharakter schon "viel"]
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  3. #3
    Gerwin
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    Hm, ist dieses Rüstwams wirklich dazu gedacht, geschlitzt zu werden? Die Ärmel erscheinen mir zu eng dafür ... die geschlitzten Landsknecht-Sachen, die ich kenne, sind alle aus Wolle (und die Schlitze bleiben ungesäumt) und mit weiten Ärmeln ... aber sooo gut kenn ich mich da auch nicht aus.
    Höchstwahrscheinlich ist er dass nicht. Dumm wie ich erst einmal als "Nicht-Näher" bin dachte ich mir "ach dass passt...misst du dich einfach mit der entsprechenden Unterkleidung aus und rechnest 2-5 Zentimeter drauf.

    Wenn du aber ohnehin nicht so den Landknecht-Stil willst (Zivilklamotte, keine Kuhmäuler), warum dann überhaupt Schlitze? Da würd ichs doch lieber einheitlich machen?
    Die Alternative wäre natürlich die Schlitze wegzulassen. Das Problem wäre dann dass der entsprechende Wams fast ein wenig zu edel für den Charakter wirken könnte...von daher sollte die "Kapput-Optik" nicht unbedingt alleine zur Darstellung einer "Landsknechtoptik" dienen sondern eher um das Teil ein wenig so wirken zu lassen als ob es aus "zweiter Hand gekauft" oder zumindest schon lange getragen worden ist.

    übrigens fände ich dein Budget halbiert oder gedrittelt für einen Zweit- oder Drittcharakter schon "viel"
    Klar ist es eine "Hausnummer". Der Charakter soll aber eben auch als Einstieg in die Welt der Plattenrüstungsträger dienen. Leider Gottes passen Standardplatten bei mir meist eher schlecht...und bei der Brustplatte+Helm gehe ich somit alleine von einen Preis von 600-700 Euro Minimum aus. Da bleibt für Kleidung und Schuhe nicht mehr soooo viel übrig. Die Obergrenze sollte auch eher Ratschlägen wie "Mach doch gleich nen ganzen Landsknecht mit einer Brust und Rückenplatte wie dieser vorbeugen. Klar wäre es in gewisser Weise besser..sprengt aber eben das Budget .

  4. #4
    Cartefius
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    Ich würde auch sagen, dass man mit dem Budget recht gut hinkommen müsste, es hängt natürlich ein bisschen was davon ab, wieviel du schon hast und wieviel du selber machen kannst.

    Den Rüstwams zu schlitzen halte ich für keine gute Idee. Das macht für mich keinen Sinn, ein Rüstwams ist ja dazu gedacht, eine möglichst faltenfreie, enganliegende "zweite Haut" zu bilden, die gegen Scheuerstellen schützt und eine solide Grundlage zum Anbringen der Rüstung liefert. Da jetzt Schlitze reinzuschneiden würde das für mich irgendwie zunichte machen. Auch ein zweites Wams unter diesem Rüstwams zu tragen ist aus den obengennanten Gründen nicht sinnvoll.

    Da ist meiner Meinung nach die bessere Alternative, einfach komplett auf das Rüstwams zu verzichten und die Brustplatte einfach auf einem normalen Wams zu tragen, das war im Spätmittelalter und der Renaissance durchaus üblich und dürfte auch, wenn die Rüstung ordentlich sitzt, nicht unbequem sein. Ein Rüstwams wird eigentlich erst nötig, wenn man Armzeug und ähnliches dazubekommt, weil man da bei den gotischen Ausführungen eine Unterlage zum Annesteln braucht.

    Was die Sache mit den Schlitzen angeht, so bin ich mir noch nicht sicher, worauf du hinauswillst, also wie stark du dieses Stilelement einsetzen möchtset. Prinzipiell ist natürlich eine spätmittelalterliche knechtische Ausstattung mit Eisenhut, Brustplatte und Hellebarde komplett möglich, ohne Schlitze in die Kleidung aufnehmen zu müssen, das wäre dann z.B. der Stil, wie ihn die "Company of Saynte George" recht populär gemacht hat. Wenn du hingegen Schlitze gerne möchtest, ohne komplett in Richtung "Landsknechtsmode" zu gehen, würde ich dir als naheliegendste Lösung Kleidung aus der Übergangsperiode um 1500 empfehlen, die war vom Schnitt her noch sehr "spätmittelalterlich", zeigte aber schon einzelne kleine Schlitze an Knien, Ellenbogen und Schultern. Wenn du willst, schaue ich zuhause mal nach, ich müsste da noch irgendwo Bildquellen zu rumliegen haben.

    Das von dir verlinkte Kostüm von Medieval Design finde ich zwar durchaus hübsch, das würde aber (da es wohl so um 1400 anzusiedeln ist) für mich nicht so gut in Verbindung mit Schlitzen aussehen. Ich würde da eher zu einem Modell wie diesem hier greifen, das ist ca. 1480 und würde deswegen auch gut in die erwähnte "Übergangszeit" passen.
    http://www.medievaldesign.com/prodot...form_chiave=29
    Falls du hingegen den eher weiten, kittelartigen Schnitt schön findest und beibehalten willst, ginge das natürlich auch, dann würde ich aber insgesamt mehr in Richtung einfacher, bäuerlicher Mode gehen, wie man sie auf diesem Bild von Dürer sehen kann:
    http://www.bauernkriege.de/duerer01.JPG
    Allerdings würde ich dann sehr "modische" Elemente wie mit vielen kleinen Knöpfen geschlossene enge Ärmel eher weglassen. Hier wäre noch ein Foto von einer Larpumsetzung mit einem solchen Ansatz, die ich gelungen finde:
    http://kriegerey.homestead.com/Geruestet.JPG

    Was das Hemd angeht: Ich würde da nichts farbiges nehmen, sondern einen ganz simplen Schnitt aus weißem Leinen, ohne Raffung, Bündchen oder Stehkragen, Beispiele findet man auch z.B. bei Medieval Design.

    Stiefel kann man meiner Meinung nach gut dazu tragen, modisch besonders passend wären wohl vor allem knöchelhohe Schuhe und oberschenkellange Reitstiefel, aber auch Formen dazwischen gehen meiner Meinung nach problemlos.

  5. #5
    Cartefius
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    Oh, jetzt habe ich das Nachfolgeposting schon verpasst, deshalb noch ein Nachtrag.

    Um nochmal auf das mit dem Rüstwams einzugehen: Da wäre mein Rat zu dem, was du beschreibst, schon ganz deutlich: "Mach es nicht!". Ein ordentliches Rüstwams ist eine schicke und praktische Sache, an die in Deutschland gar nicht einfach heranzukommen ist, eben weil die nötige Mischung aus hautengem Sitz, stabilem Material und großer Bewegungsfreiheit nicht leicht umzusetzen ist. So ein Teil kaputtzuschneiden oder mit 5cm Zugabe zu bestellen, dass es schlabberig herumhängt oder ein anderes Kleidungsstück drunterpasst, klingt ein bisschen, als würde man auf seine handgenähten Herrenschuhe mit dem Edding Adidas-Streifen malen, damit sie "sportlicher" aussehen. ;-) Zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass man solche Basteleien oft später bereut.

    Was das Budget angeht, so sollte eine hammerrauhe Brustplatte in diesem Stil vermutlich auch bei Eysenkleider nicht viel mehr als 300 Euro kosten, und auch die bei Wiedner liegt ja "nur" bei 500:
    http://www.plattnerei-wiedner.de/pro....php?prodid=34
    Hier wäre auch noch ein Foto in getragenem Zustand, mit einem leichten Steppwams darunter (aber dem Foto nach als Rüstung gefertigt, nicht als als Unterkleidung wie ein Rüstwams), das finde ich sieht schon durchaus gut aus, ohne dewegen reich oder protzig zu wirken:
    http://www.plattnerei-wiedner.de/cms...php?id=278&s=l

    Bei osteuropäischen Schmieden oder Björn Kluge solltest du, wenn das Budget knapp ist, nochmal ein ganzes Stück billiger wegkommen, bei für diese einfachen Stücke vermutlich durchaus akzeptabler Qualität. Rechnet man dann noch 400 Euro für eine Komplettausstattung von Medieval Design, so wärst du, selbst wenn du nochmal 100 Euro für Schuhe dazulegst, erst bei knapp über 1000 Euro, hättest also noch ordentlich Luft.

    Edit: Achso, noch ein Nachtrag. Das mit dem Kauf hammerrauher Sachen würde ich mir übrigens überlegen. Das ist zwar durchaus schön, alleridings sollte man bedenken, dass diese Art der Oberflächenbehandlung im deutschen Larp sehr unüblich ist, und eine Mischung mit anderen, blanken oder polierten, Rüstungsteilen vermutlich nicht so gut aussieht. Sas bedeutet dann in der Praxis, dass du dir alle weiteren Rüstteile, die du mit Helm und Brust kombineren willst, auch bei diesen Anbietern maßfertigen lassen musst, während man ansonsten auch mal auf gebrauchte Teile oder sonstige "Schnäppchen" schielen kann.

  6. #6
    Hubert
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    Ich stimme dem Cartefius in allen Punkten zu, möchte aber noch hinzufügen: meiner bisherigen Erfahrung nach ist es einfacher, sich in eine Rüstung bestehend aus Brust und Rücken zu zwängen als eine einzelne Brustplatte anzuziehen, sofern man keine Hilfe hat. Bei der Brustplatte kanns mit den Riemen ganz schön nervig werden, während man sich Brust+Rücken seitlich überzieht und dann die offene Seite schließt (meistens via Stift und gegenüberliegender Bohrung). Geht natürlich nur, wenn das Ding entsprechend hergestellt wurde.

    Bei ihm klappt das z.B. ganz gut: http://tinyurl.com/5vttld8
    Er ist meiner Meinung nach ohnehin ein sehr schönes Vorbild für einen Fantasyknecht.

    Zu den Hosen: Wenn du es dir etwas bequemer machen willst, und ein klein wenig Landsknechtreferenz haben willst, schneide die Hosen oberhalb oder unterhalb des Knies ab und binde den abgeschnittenen Rest am Unterschenkel fest. Damit umgehst du einige der kritischsten Stellen bezüglich der Paßform und bist beweglicher. (ein Schnitt reicht auch, siehe rechtes Bein vom linken Knecht: http://www.cornices-faucium.de/mambo...ndsknecht5.jpg)
    Alternativ mach es wie der oben verlinkte Konrad: Pfeif auf die Hosen, nimm Beinlinge.

  7. #7
    Gerwin
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    Um eins mal zu erklären (kam bisher nicht wirklich rüber...meine Schuld .

    Vom Landsknechtlook abzuweichen ist NICHT das Problem. Im Gegenteil, ich bin da sogar für Vorschläge offen. Da ich noch keine Erfahrungen mit der reinen Plattenrüstung gesammelt habe stelle ich sie mir lediglich ohne jegliche Unterpolsterung (sei dass nun Gambeson oder Rüstwams) recht unangenehm zu tragen vor. Da es aber offenbar nicht gänzlich verwerflich scheint den Wams ganz zu lassen (beziehungsweise das Problem mit dem "zu edel vielleicht durch ein wenig Dreck lösbar wäre) bleibt das gute Stück wohl ganz.

    So ein Teil kaputtzuschneiden oder mit 5cm Zugabe zu bestellen,
    Die 5 cm Zugabe sind leider den Träger geschuldet. Je nach Trainingszustand sind da Gewichtsschwankungen von Plus/Minus 10-15 Kilo und einer ungefähren Abnahme von 5 cm Brustumfang regelmässig drin. Da ich leider nicht das Budget habe um für jeden Zustand einen zu kaufen wäre ein gewisser "Spielraum" leider Pflicht. Beim zerschneiden gebe ich dir aber recht, war eine dumme Idee.

    Das "hammerrauh-Problem": Tja die Frage ist natürlich vorhanden...gebe ich zu. Eine endgültige Lösung bedarf noch einmal ein genaueres nachforschen meinerseits. Eine polierte Platte mag zwar nicht teurer sein, ein schöner Eisenhut dürfte dass aber durchaus dann schon an der Grenze kratzen. Im Moment schwebt mir da zwar der Gedanke vor den Charakter nicht weiter "aufzurüsten", letzten Endes ist man aber immer bald auf mehr.

    Gebrauchte Teile in dem Bereich dürften glaube ich (ausser den Helm) schwierig werden.

    Die Zivilgewandung lass ich erst einmal ein klein wenig aussen vor, denn hier kann ich mich im Moment bei meinen geringen Wissen noch nur blamieren. Die Suche ist da im Moment eher auf einen "hmmm...bezahlbar und gefällt....halbwegs ohne größeren Stillbruch ins 14 bis 15 Jahrhundert passend" Niveau als auf einen "genau dass ist es Niveau"

  8. #8
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    Da ich noch keine Erfahrungen mit der reinen Plattenrüstung gesammelt habe stelle ich sie mir lediglich ohne jegliche Unterpolsterung (sei dass nun Gambeson oder Rüstwams) recht unangenehm zu tragen vor.
    Dass man unter einer Plattenrüstung einen Gambeson tragen müsste ist ein Larpmythos, der vor allem auf die Problematik schlecht passender Rüstungen in Einheitsgröße zurückzuführen ist. Im Gegenteil: Eine gut passende Plattenrüstung bedarf nicht nur keiner zusätzlichen Polsterung, sie wird dadurch sogar eher unbequemer, weil unbeweglicher. Dieser Effekt kommt aber vor allem ins Spiel, wenn es um geschlossene Gelenke geht, bei einer Brustplatte ist man da ziemlich frei. Falls du tatsächlich größenmäßig "Spielraum" haben willst, würde ich aber vom Kauf eines Rüstwamses eher abraten, das ist da nämlich tatsächlich eher kritisch. auf jeden Fall tragen viele Leute, die ich kenne, ihre Brustplatten auf normaler Kleidung, und kommen damit gut zurecht.

    Gebrauchte Teile in dem Bereich dürften glaube ich (ausser den Helm) schwierig werden.
    Och, gerade wenn man ein offenes Auge auf die Living-History-Leute hat kommt da öfter mal was vorbeigeschwommen, es sei denn, du hast eine ganz außergewöhnliche Körperform. Bei mir ist aktuell z.B. meine gesamte bescheidene, im Aufbau befindliche, Rüstungssammlung (halbes Armzeug, Gambeson, Helm) gebraucht gekauft, und auch Handschuhe findet man häufig in brauchbaren Größen.

    Was die Kleidung angeht: Die oben schonmal erwähnte Company hat einen praktischen Gewandungsleitfaden für das späte 15te Jahrhundert, vielleicht bietet der dir ja Anregungen:
    http://www.companie-of-st-george.ch/...Guide_Download
    Ansonsten empfehle ich einfach, sich mal diverse Reenacter-Seiten für die verschiedenen Epochen anzusehen, oft stößt man da spontan auf einen Look, der einem gut gefällt.

  9. #9
    Gerwin
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    Danke erstmal für den Link. Das bringt schon etwas mehr Struktur in die ganze Sache .

    Der Rest wird sich dann wohl die Tage beim Vergleich der einschlägigen DSA-Literatur mit dem was die Geschichte so hergibt ergeben. Der Wams wird wohl bleiben (Talhoffer zeichnete ja zum Glück ähnliches bei seinen Hellebardenkämpfern siehe hier aber notfalls eben doch mit ein klein wenig Luft eingeplant. Wie ich dass im Moment übersehe wird es wohl auf Dauer eh auf einen zivilen und einen für "unter die Rüstung" (einfach weil dieser regelmäßig geschwitzt sein dürfte) hinauslaufen.

    Ungewöhnliche Größe: Leider ja...bei zwei Metern Größe haben die meisten dann entweder etwas mehr auf den Rippen oder sie sind ein Stück kleiner. Glückstreffer gibts natürlich zum Glück immer wieder.

  10. #10
    Cartefius
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    Das Bild mit den Hellebardenkämpfern mit ihren offenstehenden Wämsern hat mich gerade auf eine Idee gebracht: Eine Option wäre eventuell, von vornherein sehr stark mit Schnürungen zu arbeiten, wie bei diesem Exemplar hier:
    http://historicenterprises.com/doubl...?cPath=101_135
    Da sollte man dann je nach Bedarf noch ein paar Zentimeter mehr oder weniger rausholen können.

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