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  1. #1
    Thomeg Atherion
    Thomeg Atherion ist offline
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    Viertelzauberer

    Bisher habe ich als einzige zauberfähige Charakter Vollzauberer oder Elfen wahrgenommen.
    Und bei letzteren hatte ich den Eindruck, dass die meisten gar nicht zauberfähig sind.

    Jetzt folgende Geschichte:
    Es gibt bei DSA folgende Durro-Dun, oder auch Tierkrieger.
    Für die Nicht-Gjalsker-Kundigen unter euch erkläre ich das kurz.

    Die Durro-Dun sind als magisch begabte Kinder unter die Obhut eines Tiergeists gegeben worden. Das bedeutet sie haben einige Zeit unter Wölfen, zwischen Bären,... gelebt.
    Nach Beendigung ihrer Ausbildung können sie einige Zauber (selbst im DSA-System nur 3), sind Kämpfer und, was eigentlich das wichtigste ist, sie haben einige Eigenschaften ihrer Tiergeister angenommen. Ein Bärenkrieger ist stark, ein Wolfkrieger kann schleichen, ein Steinbockkrieger kann Klettern, ein Rabenkrieger ist prophetisch veranlagt,...
    Diese Eigenschaften verstärken sich mit der Zeit, bis die Krieger zuerst einzelne Körperteile und schließlich sich komplett in das Tier verwandeln können. das könnte z. B. so aussehen, dass diesen Kriegern ein Tierkopf, Krallen, Klauen oder ein Fell wächst (was dann auch RP bringt)

    Man hätte also einen magisch begabten, mythischen Krieger.
    Um den darzustellen braucht man natürlich allerlei an Barbarenbrimborium...
    Aber zurück zu meiner Hauptfrage, haltet ihr so ein Konzept, was ja die typische Gewaltenteilung in Magie, Kampf und Heilung unterbricht, für LARPtauglich.

    Nur im vorraus: ich habe nicht vor das zu spielen, mir ist nur beim Vorbereiten unseres nächsten Spielabends diese Idee gekommen.
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    - Robert Baden-Powell

  2. #2
    Trekke
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    Eigentlich ist immer die LARPtauglichkeit gefährdet, wenn man alles kann.. auch wenn man nur von allem ein bisschen kann.
    Es wird sicherlich nachher noch der Begriff "Eierlegende Wollmilchsau" fallen.
    Zur Darstellung: Auch das mit dem Verwandeln in Tierwesen.
    Für Nichtwissende sieht das einfach aus wie ein Mensch der sich Tierfell übergeworfen hat oder dem irgendwie ein Horn aus der Stirn wächst etc.
    Denn es kommt auf den Eindruck vor Ort an. Wenn niemand den Hintergrund weißt klappt das mE nicht. Was gehen würde wäre eine Entwicklung der aussieht wie ein Satyr. Aber den erkennt man dann auch als Satyr und nicht als Mythischen Krieger.
    Demnach halte ich die Spielbarkeit für Fragwürdig.

    lg
    Tim
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  3. #3
    Jocke
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    Auf einem reinen DSA LARP ja... im 08/15 Fantasy LARP nein...

  4. #4
    Gerwin
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    Sagen wir mal so:

    Die strikte Trennung jeglicher Zauber von Kampfdarstellungen ist wohl alles andere als anerkannt.

    Wenn nun ein Bärenschamane (sinnvolle Bärenschamanendarstellung vorausgesetzt, Idealfall wäre eine Größe von 195 + sowie ein Gewicht jenseits der 100 kg im Zusammenspiel mit der Figur eines American Footballspielers) zum Beispiel nach der Heilung eines Abenteurers auch mal zu seinen Kampfstab/seiner Axt/DEM Hammer greift würde ich dass auf einen Abenteurercon voll in Ordnung finden (wichtig hierbei wäre zum Beispiel dass er nicht gleichzeitig zum Ganzkörpermetallpanzer greift). Das gleiche mag für einen Eulenschamanen gelten der gleichzeitig als Bogenschütze aushilft usw. Wichtig ist hier eben dass die Anzahl der Zauber keine Überhand nimmt. 3 wäre dann schon viel...ich würde eher zu 2 und nicht unbedingt den "relevantesten" greifen.

    Das größere Problem sehe ich in der zeitweiligen Verwandlung. Diese kann abseits des DSA-Systems durchaus missverstanden werden und ist in der Darstellung problematisch. Als Einstieg in die Thematik bitte mal den Begriff "Werwolf" duch einige Larpforen jagen.

  5. #5
    Nount
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    Das Problem an dem Konzept ist: Es ist sehr stark auf P&P ausgelegt. Bei P&P sind aber ganz andere Dinge wichtig als im Larp, und teilweise sind dort genau die Dinge erwünscht/notwendig, die im Larp unerwünscht/hinderlich sind:

    1. Kombination Kampf/Magie:
    Ein No-Go ist das nicht unbedingt. Aber schwierig. Denn:
    Erstens: Es gibt nur sehr wenige Larp-Zauber, und vor allem gibt es noch viel weniger nützliche Zauber. Wenn jemand sich dann ausgerechnet die paar nützlichen Zauber zusätzlich zum Kämpfen rauspickt, wirkt das sehr schnell nach Powergamer/jemandem, der möglichst von allem ein Stück abhaben möchte und nicht teilen kann. Teilen ist aber notwendig im Larp.
    Im P&P ist es notwendig, dass die 5 Charaktere vielseitig verwendbar sind und alle relevanten Fähigkeiten auf diese paar Leute aufgeteilt sind. Beim Larp ist es notwendig, dass der Plot auf die vielen, vielen Leute aufgeteilt wird und nicht 3 Alleskönner ihn im Alleingang erledigen. Dazu ist es hilfreich, wenn die vielen, vielen Leute selbst eben nicht alles können, sondern auf ihre Mitspieler angewiesen sind.
    Zweitens: Eine Person, die neben dem Kampf auch etwas Magie beherrscht, ist kein Problem. Wenn das aber erstmal etabliert ist, kommen hundert andere hinterher und wollen auch alle beides haben und schwupps, wirkt es a) total unglaubwürdig, dass jede zweite Person auf dem Con magiebegabt ist und haben wir b) genau die Alleskönner-Situation, die wir nicht haben wollten.

    2. Tierelemente nach und nach integrieren:
    Es ist viel schwieriger, glaubwürdig Tierteile an den Körper anzukleben als sich gleich ein vollständiges Tierkostüm überzuziehen. RP bringt sowas im Larp natürlich auch nicht und es ist extrem schwierig, eine halbe Tierdarstellung so rüberzubringen, dass es nicht nach "Ich will eigentlich ein vollständiges Tierwesen darstellen, war aber zu faul/geizig, es richtig zu machen" aussieht.

    Und genau das sind einige der Gründe dafür, warum Leuten immer davon abgeraten wird, den lang gespielten, heiß geliebten P&P-Charakter ins Larp zu übertragen. Die dort verfügbaren Charakterarten sind auf ein ganz anderes Setting ausgelegt. Es wäre auch nicht ratsam, die Eishockey-Ausrüstung zum Eiskunstlauf anzuziehen oder umgekehrt, obwohl doch beides Eislaufen ist.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Trudle durch die Welt.
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    (Kurt Tucholsky)

  6. #6
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    Ich habe jetzt die konkreten Derro-Dun-Fähigkeiten nicht mehr im Kopf, für die Diskussion könnte es allerdings hilfreich sein, wenn du einfach mal schreibst, was du davon im Larp für umsetzbar oder interessant hältst, dann kann man auch konkreter sagen, ob das passt oder nicht. Wenn ich mich recht erinnere, war das meiste davon (bis auf die Verwandlung) ja eher subtil und ließe sich unter Umständen rein als rollenspielerisches Gimmick ohne spielrelevante Auswirkungen umsetzen, wenn der Tierkrieger z.B. vor dem Kampf den Segen der Geister für Kraft und Mut auf sich herabbeschwört.

    Ansonsten halte ich das Konzept für ganz ok, würde allerdings auch von der Sache mit den Tiermerkmalen stark abraten. Stattdessen kann man ja, so wie viele Schamanen das auch machen, ja eine an das Totemtier angelehnte Kostümierung umsetzen, also eine Haube aus Wolfsfell oder mit einem Hirschgeweih, entsprechende Gesichtsbemalung und so weiter. Bei dieser Figur hier sollte z.B. das Totemtier recht klar zu erkennen, aber keine Verwechselung mit einer halbgaren Tierwesendarstellung zu befürchten sein:
    http://larper.ning.com/photo/die-fuechsin

  7. #7
    Numair
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    Ich habe damals einen Durro-Dûn in unserer P&P-Runde gespielt. Auf Grund seiner Eigenarten und Fremdheit ist das Konzept selbst in einer recht liberalen Runde nicht wirklich gut integrierbar.

    Ich stelle es mir im Larp besonders schwierig vor, die einzelnen Stufen der Verwandlung umzusetzen. Die Tierfähigkeiten Stärke (Bär), Sehkraft (Rabe), Geruchssinn (Wildschwein) kann man durchaus darstellen, wenn das ganze mit Ritualen verbunden wird und nicht ins Powergaming (Stärke =/= Ogerstärke) ausartet.

    Rein von der Hintergrundstory, Gewandung und den schamanistischen Elementen lässt sich davon sicherlich einiges aufs Larp übertragen, wenn man eben die Verwandlungen weg lässt.

  8. #8
    Justav
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    Zaubern + selber kämpfen sollte baldiges umfallen beinhalten, da man einfach nichts aushält. Im Punkte-LARP, wo das natürlich anders aussieht, ist es eine potentielle Frustequelle für die Kampfgegner, wenn da jemand "nackt" vor einem steht und einfach nicht umfallen will, Magie hin oder her. Selbiges gilt natürlich auch für andere Ungerüstete. Man kann sowas nutzen (mach ich ja hin & wieder auch), aber im Zweifelsfalle gefällt es dem Mitspieler nicht.

    P.S.: Hab jetzt von solch DSA-Exoten keine Ahnung, aber für echte Berserker mag das noch gehen... aber einen Berserker gut zu spielen ist nicht leicht.
    So long

    Justav

  9. #9
    Thomeg Atherion
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    Also um mal die Durro-Dun Fertigkeiten darzustellen:

    1. Hauch des Odun (Odun=Tiergeist)

    Fertigkeiten, die typisch für das Tier sind
    Im LARP wäre das reines Roleplay

    2. Haut des Odun.
    Verwandlung einzelner Körperteile.
    Der Spieler müsste im Larp klarmachen, dass er kein Tier ist! Also immer noch Waffen benutzen. Auf typisch menschliche Sachen (wie Sprache) reagieren. Die Gefahr als Werwolf vermutet zu werden. Ist, finde ich, RP und muss eingegangen werden. Die ist beim P&P auch da.
    natürlich ist bei der Geschichte der größte Knackpunkt. Aber man könnte so halt auch zeitweise "Rüstung" bekommen. Indem man sich Fell wachsen lässt...
    Das größte Problem sehe ich hier bei der Verwandlung.
    Die müsste wirklich sehr gut dargestellt werden, damit es nicht nach "Ich ziehe mir mal eine Maske über" aussieht.
    Eh fände ich am besten, dass sich eher die Hände verwandeln. Das ist einfacher und die Verwechslungsgefahr mit "richtigen" Tierwesen ist geringer.

    3. Blut des Odun

    Der Krieger bekommt Kampffertigkeiten des Tiers
    Reine P&P, weil Würfelbasierte Fähigkeit.
    Wenn dann könnte man es so darstellen, dass der krieger "tierisch" kämpft und dass ist sauschwer...

    4. Ruf des Odun

    Der Krieger ruft einige der Tiere seines Odun zu Hilfe...
    Naja, wenn man 3, 4 Leute davon überzeugen kann sich für einen Auftritt in so ein Tierkostüm zu schmeißen...

    5. Seele des Odun

    Komplettverwandlung in das Tier.



    Wegen den Zaubern: mit "Selbst in DSA nur 5 Zauber" meinte ich eig, dass er im Larp nnur einen hat und dieser Zauber sollte nicht "Feuerball" sein, sondern die Fähigkeit des Tiers unterstreichen.
    Prophezeien für einen Raben, Tarnen für einen Wolf,...

    Allerdings würde ich sehr klar machen, dass diese Char KÄMPFER sind. Sie sollten Rüstung tragen (unser Wolfstierkrieger hat im DSA eine Fellrüstung und eine Krötenhaut) und mit Waffen rumrennen. Der eine Zauber, sollte sehr selten angewendet werden,...

    Und es geht nicht darum, einen P&P Char ins Larp zu übertragen.
    Es soll mehr eine Grundsatzdiskussion über solche Arten von Charaktern sein. Wie gesagt: Ich habe gar nicht vor so jemanden zu spielen:-)
    A scout smiles and whistles through all difficulties!
    - Robert Baden-Powell

  10. #10
    Gerwin
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    Wenn du so an DSA hängst (was ich verstehen kann) warum dann nicht auf ein DSA-Con gehen. Die gibt es inzwischen doch recht häufig....und da wird ein derartiges Konzept noch am ehesten akzeptiert. Ansonsten ist eine Verwandlung einfach nicht möglich..und das nie. Das Problem ist...du bist nicht der einzige der mit Teilverwandlungen spielt...und bei vielen handelt es sich einfach um schlecht gemachte Tierwesen (auch wenn ein Teiltierwesen meiner Meinung nach möglich wäre). Tierwesen reagieren im Larp auch auf menschliche Sprache. Sie benutzen Waffen. Sie tragen Rüstung.

    Das wirklich reine Tierwesen (sprich zum Beispiel der Mensch der ein Haustier dastellt ..auf allen vieren rum krabbelt und grunzt wie ein Ferkel) ist mir bisher noch nicht begegnet.

    So sehr ich die welt von DSA auch mag. Die wenigsten deiner Mitspieler werden verstehen was du ihnen kommunizieren willst. Sie kennen das System einfach dafür nicht gut genug (was man auf einen Standardcon auch nicht verübeln dürfte...Larp ist nun mal kein DSA). Im DKWDDK-System wäre deine Darstellung einfach nicht "eindeutig genug". So oder so...es läuft auf kurz oder lang in Richtung telling. Und das ist nicht gut.

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