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  1. #1
    Thorst
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    Grünschnabel

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    Kampfpriester Atellus

    Hallo,
    wie ihr vielleicht am Post Counter sehen könnt, ist das mein erster Text hier. Ich habe mich dieses Jahr dazu durchgerungen, den nächsten Schritt vom P'n'P zum LARP zu wagen (ehrlich gesagt habe ich nur nächstes Semester Zwangswarten und ... das Interesse war schon immer da). Seit langem schwebt mir schon das Bild eines Kriegspriester vor, das ist definitiv dem Einfluss von Warhammer zuzuscheiben. Daher sollte das auch mein erster Charakter werden. Ich will jedoch eine modifizierte Variante einsetzen. Aber dazu später mehr.

    Erst einmal ein paar Infos zu mir: ich heiße Nils, bin 23 Jahre und Student in Braunschweig. P'n'P spiele ich - wie schon gesagt - seid Jahren, in der Schule besuchte ich auch eine Theatergruppe und daher ist es doch optimal, dass es ein Hobby gibt, welches beide Gruppen vereint. Ich habe auch schon eine Gruppe in Braunschweig gefunden (bzw bin in Kontakt getreten, wir wollen uns demnächst treffen. Gruß ans Braunschweiger Heldenlager).

    Nun aber etwas mehr zu Atellus. Atellus ist eigentlich kein "Kriegspriester". Für so einen Charakter bin ich mMn einfach nicht geeignet und sie sind auch ziemlich destruktiv, was ein positives Miteinander sehr schwierig gestaltet. Je härter die Religion, desto weniger kann man eigentlich irgendwo friedlich mitspielen (Was? Du kannst Zaubern und gehörst keinem offiziellen Orden an? Hexe! Was, du bist kein Mensch? Niemand traut einem Nicht-Menschen! Du beleidigst meinen Gott? Ich schlage dir deinen dreckigen Schädel ein!!!). Daher ist Atellus auch ein Kampfpriester. Er kann kämpfen und etwas Zaubern (alias Wunder seines Gottes wirken), aber er ist nicht wirklich Teil von Armeen oder als Paladin anzusehen.

    Nun ein paar Eckdaten:

    Name: Atellus
    Alter: ??, aber er sieht so aus wie Mitte 20
    Aussehen: lange Haare, zu einem Zopf geschnürt und ein Kinnbart.
    Herkunft: ??
    Familie: ??
    Glaube: Der Erlöser

    Ihr seht schon, viele Fragezeichen. Nein, die sind nicht da, weil mir nichts einfällt oder weil ich gar Faul bin. Die sind da, weil Atellus ein Amnesie-Charakter ist. Um das zu erklären komme ich mal zur Geschichte rund um Atellus und wie er seinen Weg zum Glauben fand.
    Ich schreibe es mal aus der Sicht meines Charakters (klingt besser).

    Ich erwachte und blinzelte in helles Licht. Schmerzen durchfuhren meinen Körper wie Dolchstöße. Meine Arme und Beine waren gebrochen, mein Körper eine Ruine. Ich war des Todes. Ich weiß nicht mehr was passiert ist und warum ich so geschunden war. Ich weiß nur noch eins. Vor mir stand eine Gestalt. In reinstes weiß gehüllt und ein Gesicht, welches heller leuchtete als die Sonne selbst. Sie stand vor mir, ihr Licht war alles, was mich vor der Finsternis bewahrte. Gütigkeit, Ehre und Wissen gingen von ihr aus, als sie sich mir näherte. Mit jedem Schritt, den sie auf mich zu tat, wich der Schmerz aus meinem Körper und mein Geist wurde klarer.
    "Ich bin der Erlöser," sprach sie, "und von nun an sei dein Name Atellus. Dein altes Leben ist vorbei, ausgelöscht durch das Tosen der Zeit und die Intrigen der Finsternis. Doch ich gewähre dir neue Kraft, auf das du deinem Leben einem neuen Ziel widmen kannst." Sie beugte sich leicht vor, weiße Streifen ihrer Kleidung berührten meine blutige Haut, doch sie wurden nicht schmutzig.
    "Ich bin der Erlöser und ich werde deine Wunden heilen, Atellus, denn vor dir liegt eine schwere Aufgabe. Ich gebe dir die Kraft Wunder in meinem Namen zu wirken, wenn die Zeit es erfordert, dafür verlange ich von dir nur eins: Treue. Ich werde dich auf deinen Reisen beschützen und dir stets zu Seite sein, dafür verlange ich nur eins: Treue. Ich werde dir zur Seite stehen, wenn diese Welt am Rande der Finsternis steht und zu schwanken droht. Dafür verlange ich nur eins: Treue!"
    Die Hand der Gestalt, sie sah wie formlos durch das helle Licht aus, berührte meine Stirn.
    "Du bist Atellus. Dein altes Leben ist vorbei. In deinem neuen Leben werde ich dir zu Seite stehen, so wie du an meiner Seite stehen wirst. Kämpfst du ehrenhaft, dann belohne ich dich mit Ruhm. Kämpfst du mutig, dann wirst du Stärke erfahren. Du wirst nicht im Anblick deiner Feinde verzweifeln, denn ich stehe dir bei. Meine Zeit wird kommen. Eine Zeit, in der sich alles entscheiden wird. Atellus. Du bist mein Bote. Atellus. Du bist mein Herold. Atellus, denn ich bin der Erlöser!"
    Die Schmerzen wahren weg, genauso wie das Licht des Erlösers und mein Verstand versank wieder in Dunkelheit. Als ich wieder zu mir kam, waren meine Wunden verheilt, keine Narbe war zu sehen. Ich schaute in den Himmel und spürte Seinen Blick auf mir. Ich wusste was zu tun war. Ich nahm die Sachen, die der Erlöser mir in seiner Weisheit überlassen hatte, und machte mich auf den Weg. Ich werde ihm auf ewig Treu sein, so wie er mir treu den Rücken stärkt. Ich kämpfe ehrenhaft und mutig in seinem Namen, auf das auch andere seine Kraft erkennen. Ich werde bereit sein dem Erlöser zu dienen, wenn die dunkelste aller Stunden naht.


    Ja, ich weiß, sehr melodramatisch. Aber das Schöne daran ist ja: davon muss nichts wahr sein. Gerade dass macht diesen Charakter in meinen Augen so attraktiv. Es kann alles richtig sein oder auch alles nur ein Trugbild seines wirren Verstandes (wenn nicht noch schlimmer). Mit der Zeit kann Atellus mit seiner Vergangenheit konfrontiert werden und er bietet neben einem hilfreichen Weggefährten (moralisch, seelischer Beistand, schwache magische Heilfertigkeit und Kampfkraft) auch genug Möglichkeiten für Plot (vielleicht findet er ja jemanden, der behauptet sein Bruder zu sein? Oder ein Magier heilt seinen Gedächtnisverlust...). Ein weiteres Schmankerl sind Atellus "Visionen". Er selbst sieht ab und zu Bilder und Ereignisse. Besonders häufig eine brennende Stadt, vor der sich ein finsteres Heer sammelt. Die Bannerfarben der Stadt sind blau, weiß und schwarz und sie trägt das symbol eines Hammers, dessen Kopf durch einem Lorbeerkranz geschmückt ist. Atellus interpretiert das natürlich als eine Zukunftsvision. Die dunkelste Stunde, kurz bevor der Erlöser erscheint und alle seine Gläubiger errettet. In Wirklichkeit können das aber auch Erinnerungsfragmente sein.

    Atellus selbst hält sich an das Credo des Erlösers und ist seit seiner Wiederauferstehung äußerst gläubig. Er versucht Andere durch Taten vom Glauben an den Erlöser zu überzeugen. Was ihn einerseits bei der Dorfbevölkerung beliebt macht, denn Atellus hilft quasi bei jeder Arbeit und jeder Gefahr und verlangt dafür nichts, außer das die Leute "verstehen", dass der Erlöser eines Tages sehr wichtig für sie sein wird. Andererseits betrachten ihn andere Religionen (besonders säkularisierte) und die Obrigkeit mit Misstrauen, da er auch gerne Reden über den Erlöser und die drohende Finsternis auf öffentlcihen Plätzen hällt. Für viele Andere ist er nur ein weiterer, fanatischer Spinner...

    Nun noch kurz zur Ausrüstung, die Atellus derzeit (bzw. bald) bei sich trägt:
    eine blaue Tunika
    ein weißes Hemd
    eine schwarze Hose
    einen weißes Wolltuch mit blauem Rand (das wird wird unter der Tunika am Gürtel der Hose befestigt und sieht dann wie ein nach vorne geöffnete Robe aus, in Kombination mit Hemd und Tunika)
    ein blaues Bänden zum Binden der Haare
    Lederstiefel
    2 Gürtel (einer für die Hose und einer über der Tunika)
    einen anderthalbhändigen Hammer
    eine Tasche mit Schreibzeug, einem (Seinem) Buch und Wasserflasche
    eine Kette mit einem silbernen Streithammer als Symbol

    sowie eine Lederrüstung bestehend aus folgenden Teilen:
    Handschuhe, Armschienen, Kragen mit Schulterschützern, Brust- und Rückenpanzerung, Ober- und Unterschenkelbeinschienen.

    Also, was haltet ihr davon? Irgendwelche Fragen, Vorschläge, Ideen?

  2. #2
    stephan_harald
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    Also, zunächst erst mal ein paar Allgemeine Tips:

    1.) Die Hintergrundgeschichte, sollte niemals interessanter sein, als das war der Charakter in Zukunft erlebt. Wie soll man bei einem Untaten noch Respekt zeigen, wenn im Hintergrund schon die 7. Niederhölle entrümpelt wurde? Ich würde die deutlich weniger mystisch machen. Zum einen interessiert diese Geschichte eh niemanden, zum anderen fehlen wichtiger Dinge: Wo kommt er her, was will er tun, Eltern? Freunde? Das sind Dinge die deutlich wichtiger sind.


    2.) Ich glaube ich weiss ca. was für ein Bild Dir vom Charakter vorschwebt ABER: bitte bitte keine Lederlappenrüstung vor allem nicht in der Kombination. Diese Lederlappen sehen quasi alle sehr sehr bescheiden aus.
    Vorschlag: Erst mal ein Gambeson evtl. mit Kettenhemd. Sieht deutlich besser aus und ist variabler. Viele würden nun sagen und einen Helm, den würde ich aber genau bei diesen Charakteren weglassen (Anlehnung an einen Warhammer Sigmar Priester), da ein Kampfpriester für mich davon lebt das er mit dem Wort seines Gottes auf den Lippen in die Schlacht zieht.

    3.) Die Bekleidung ist so nichts sagend. Ich schlage hier eindeutig eine Robe vor. Die kann man sich recht einfach selber nähen. Anleitungen bekommst Du sicherlich im Bastelbereich dieses Forum (hier lesen und schreiben schon ein paar wirkliche Nähfüchse)

    4.) 1,5 Hand Hammer... nein nein ..hm. Du weisst das so was eine der dümmsten Waffen im LArp ist? Richtig geführt, wischt jeder 2. mit dir den Boden, falsch geführt (also das Gewicht ignorierend) hast Du etwas bessere Karten, aber es sieht kacke aus. Ich finde ja für Priester die AD&D Kombi aus Schild und Streitkolben recht schick. Aber dass muss jeder selber wissen. Mein Priester hat gar keine Waffe ausser seinem Trupp Ordenskrieger und seine Stimme. Denk mal über so was nach.


    Kommen wir aber zum wesentlichen. 1 Mann Religionen sind stinklangweilig. Gerade als Priester. Was ist ein Priester ohne Gläubige, Messen, sakrale Handlungen etc.? Sterbenslangweilig.

    Ich würde mich auch an Deiner Stelle ggf. etwas zurücknehmen. Der klassische Kampfpriester aus P&P Systemen mag zwar wirklich spannend wirken, ist es aber leider im LARP eher selten. Während im P&P die Abenteuer auf die 5 Mann Heldengruppe zugeschnitten sind, ist LARP das nicht. Da spielen 40-5000 Helden an Deiner Seite... die spielen alle deutlich länger wie Du... Da fällst Du gar nicht auf. Dazu kommt, dass die Kombi, Rüstung, Waffe, Zauber nicht sehr gerne gesehen ist. Ich schlage vor, entweder auf einen Bestandteil zu verzichten (dann wird es vielleicht eher ein reiner Priester, oder ein reiner Ordenskrieger) oder aber die Zauber sehr sehr klein zu halten (also nicht noch Offensivzauber, oder Heilzauber), Ich fände Bannzauber z.B. nicht schlecht.



    Stephan

  3. #3
    Irian
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    Mit Amnesie bist du halt Mitglied eines sehr, sehr großen Clubs, denn das hat im LARP jeder dritte. Gähnend langweilig. Es wird auch niemals was draus. Ich würde an deiner Stelle kleiner anfangen und mir eine vorhandene Religion suchen. Dazu eine echte Geschichte, damit der Charakter nicht nur so ein Paladin-Abziehbild ist.

  4. #4
    Gerwin
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    Generell haben die beiden Vorredner schon recht. Du musst dir zwar keine bereits vorhandene Religion aussuchen (wenn dir keine gefällt kannst du ruhig deine eigene Gründen...für mich gebe es im Moment auch keine in der ich mich als Priester wohlfühlen würde) wenn du allerdings selbst eine Religion gründest solltest du zumindest ein paar Gläubige bereits "mitbringen". Ein missionierendes umherziehen wie Jesus könnte in der Theorie funktionieren...ist aber dank zahlreicher Klein und Kleinstreligionen einfach schon zu häufig.

    Die Geschichte habe ich mir nur halbwegs durchgelesen. Hört sich mir zu sehr nach "dem Auserwählten" (TM) an. Find ich immer im besten Fall langweilig...im schlechtesten kommen da Minderwertigkeitskomplexe des Spielers durch. Keine gute Idee.

    einen anderthalbhändigen Hammer
    Was bitte ist ein anderthalbhändiger Hammer? Während ein Anderthalbhänder im realen (nicht im Larp) durch besondere Techniken die mit einen Zweihänder nicht möglich sind noch einen gewissen Sinn hat...verliert der anderthalbhändige Hammer eigentlich jeden Sinn. Der Kampf mit einen Hammer ist einfach und nicht von großartigen Techniken geprägt. Entweder du solltest einen Einhänder wählen (und hast den Vorteil eines Schildes...auf welches du dein "Glaubenssymbol" aufbringen kannst) oder du wählst eben einen großen, zweihändigen Hammer (der in meinen Augen am besten bei wirklich kräftigen Leuten wirkt, dass ist aber Geschmack). Ein Anderthalbhänder gibt aber erst mal wenig Sinn.

    Handschuhe, Armschienen, Kragen mit Schulterschützern, Brust- und Rückenpanzerung, Ober- und Unterschenkelbeinschienen.
    Davon halte ich nichts. Ich mag Lederrüstungen. Lederrüstungen sind etwas für naturverbundene, manchmal etwas primitive oder sehr früh anzusiedelnde Charaktere. Nicht für einen Priester. Entweder du löst dich vom Gedanken des Kampfpriesters (und verzichtest auf Rüstung und Waffen) oder du wählst eine Rüstung die zu einen Priester passt. Die günstigste Alternative wäre in meinen Augen noch ein gutes Kettenhemd und ein entsprechender Helm (wichtig)...auf Dauer kannst du natürlich auch auf eine teure Plattenrüstung setzen. Leder taugt aber für diesen Charakter nichts.

    eine blaue Tunika
    ein weißes Hemd
    eine schwarze Hose
    einen weißes Wolltuch mit blauem Rand (das wird wird unter der Tunika am Gürtel der Hose befestigt und sieht dann wie ein nach vorne geöffnete Robe aus, in Kombination mit Hemd und Tunika)
    Ein Bild wäre hilfreich.

    Was ihn einerseits bei der Dorfbevölkerung beliebt macht, denn Atellus hilft quasi bei jeder Arbeit und jeder Gefahr und verlangt dafür nichts, außer das die Leute "verstehen", dass der Erlöser eines Tages sehr wichtig für sie sein wird. Andererseits betrachten ihn andere Religionen (besonders säkularisierte) und die Obrigkeit mit Misstrauen, da er auch gerne Reden über den Erlöser und die drohende Finsternis auf öffentlcihen Plätzen hällt. Für viele Andere ist er nur ein weiterer, fanatischer Spinner...
    Was die Bevölkerung und andere Religionen von dir halten musst du schon (weitgehend) der Bevölkerung und anderen Religionen überlassen. Die sind alle im Larp bespielt. Und wenn Religionen dich ignorieren oder dir sogar offen gegenüberstehen wird es dir nicht gelingen ihnen vorzuschreiben dass sie dich hassen.

    Grüße

    Gerwin

  5. #5
    Cartefius
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    Ich übernehme dann mal: Herzlich willkommen im Forum und im Hobby! Trotz aller Kritik, die gerade auf dich herniederprasselt, finde ich es schonmal sehr löblich, dass du dir Gedanken über dein Charakterkonzept gemacht und in angenehm lesbarer und verständlicher Form niedergeschrieben hast, da macht das Antworten deutlich mehr Freude als bei irgendwelchen dahingeschmierten Phrasen, die man in letzter Zeit häufiger liest.

    Ich muss mich allerdings meinen Vorrednern im Grunde anschließen, der Charakter hat noch so einige Schwachpunkte, und gerade Gedächtnisverlust und die schicksalhafte traumatische Hand der Vorhersehung tauchen in zu vielen Charakterstories auf, um eine gute Wahl zu sein.

    Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach ein grundsätzliches: Der Charakter wirkt aktuell, als wäre er darauf ausgerichtet, in bestimmten epischen Szenen im Fokus der Aufmerksamkeit zu glänzen. Ob er sich nun mit geschwungenem Hammer, einem Gebet auf den Lippen und dem letzten Sonnenstrahl der Abendröte im Rücken in die Zombiehorden wirft oder mit der Glut des wahren Glaubens im stählernen Blick auf dem Marktplatz den verschüchterten Pfeffersäcken vom Untergang der Welt predigt, klingt das ganze nach außergewöhnlichen Situationen, die ganz auf den Charakter zugeschnitten sind. Alles andere fällt weg: Der Charakter hat keine Familie, keinen Stand, keine Kultur, kein Hintergrundland, man erfährt nichts über seine Vorlieben und Abneigungen, nicht mal über Glaubensgebote oder Jenseitsbild, all das bleibt hinter dem Etikett "Kriegerpriester" zurück.

    Einer der großen Unterschiede zwischen Larp und Tischrollenspiel ist aber, dass Larp nicht nur episch und dramatisch , sondern über weite Stellen auch banal und alltäglich ist, und dass nicht ein Charakter und sein schicksalhafter Weg im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, sondern davon gleich hundert gleichzeitig. Die Schlacht gegen die Zombiehorden macht im Larp meist nur eine halbe Stunde bei einem dreitägigen Con aus, und dann sind es meist eher 60 kloppfreudige Spieler gegen 40 Zombies als einer gegen hundert.
    Deswegen würde ich dringend empfehlen, den Charakter so zu gestalten, dass er ein ganz normales Alltagsleben führen, mit Leuten reden, und sich ganz banalen Tätigkeiten widmen kann. Vor allem ist wichtig, dass die Rolle so angelegt ist, dass sie auch in solch kleinen Dingen rübergebracht werden kann und eine Wirkung hinterlässt, da wird häufig ein Detail wie eine bestimmte rituelle Grußformel viel stärker im Spiel wahrgenommen als zwei Seiten tragische Hintergrundstory.

    Natürlich kann man auch immer versuchen, "überlebensgroße" Figuren wie den angesprochenen Sigmarpriester zu spielen, und manche Larper bekommen das auf beeindruckende Weise hin. Allerdings erfordert so ein Spiel nicht nur ein gerüttelt Maß Souveränität auf dem Larpparkett und das entsprechende Auftreten, sondern auch eine beeindruckende und herausragende Ausstattung, und vor allem eine Gruppe aus Gefolgsleuten, die so eine Rolle unterstützen, indem sie den Abstand zum "gemeinen Volk" deutlich machen und die Einzelperson hervorheben. All das sind Dinge, die einem als Einsteiger meist nicht zur Verfügung stehen, weswegen ich da mit einer bescheideneren und bodenständigeren Rolle anfangen würde.

  6. #6
    Thorst
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    Ich sehe schon, viele Missverständnisse :P

    Ich habs ja weiter unten beschrieben, der Charakter hat eine Amnesie und das alles, was er erlebt hat, muss nicht wahr sein. Und er ist bei weitem auch kein Kriegspriester, der in der ersten Reihe einer Schlacht steht und da epische Reden hällt (das geht tatsächlich nur mit einer festen Religion im Rücken).

    Ich möchte mal folgende Eckpunkte zur weiteren Person geben:
    Atellus ist per se kein Priester. Ich habe den Titel nur so gewählt, weil man sich da am ehsten was drunter vorstellen kann. Atellus selbst sieht sich auch nicht als Priester an und braucht daher auch keine Gläubigen. Man könnte ihn auch den großen Idealisten Atellus nennen, der halt das "Gute" sucht und das "Böse" vertreiben will. Das es so eine Einteilung nicht gibt, ist ihm selbst nur noch nicht bewusst.

    Ich weiß auch, dass die meisten Leute die Vorgeschichte nicht interessiert (hey, ich bin SL von 4 P'n'P Runden und jedes mal frustriert, wenn meine Spieler mit Scheuklappen durch die Lande ziehen). Aber ich finde, passend zum idealistischen Charakter, sollte auch die Vorgeschichte sein. Wenn er über seinen Glauben reden muss, dann wird sich wohl jeder ein Teil dieser Geschichte (natürlich die Kurzversion) anhören müssen.

    Daher trägt Atellus auch keine Metallpanzerung. Die ist teuer (sowohl IT als auch OT) und er gehört keiner Glaubensgemeinschaft an, die ihn mit sowas ausrüstet. Daher trägt er nur Lederlappen. Mehr hatte er nicht und bekommt er auch nicht durch seine Taten. Mag sein, dass der Charakter sich weiter entwickelt und sich mehr rüstet. Aber das wird sich zeigen.
    Bisher ist er nur ein einfacher Abenteurer, ein Wanderprediger, wenn man so möchte.

    Er ist auch kein Vorstand von einer neuen Religion, denn es gibt (und wird es vermutlich auch nie) keine Tempel des Erlösers. Der "Erlöser" bzw sein bisher einziger Diener setzt auf virales Marketing (aka gute Taten --> Mundpropaganda). Atellus sieht sich selbst auch nicht als Messias an oder als Auserwählten. Er hat eine neue Aufgabe bekommen, mehr nicht.

    Magie kann Atellus nur bregrenzt wirken. Keine Offensivzauber, eigentlich nur eine schwache Heilung (und mal schauen, was es noch defensives in den jeweiligen Systemen gibt). Er ist per se aber Magier, wirkt also keine Glaubenskräfte o.ä., daher sollte er in meinen Augen auch nichts schwereres als Leder tragen. Auch hier steht wieder die Frage, ob Atelus denn nicht schon immer Zauberer war.

    Der Charakter hat btw schon eine ausformulierte Vorgeschichte, die werde ich aber nicht publik machen. Zum einen soll sie flexibel auf mögliche Ereignisse anpassbar sein, zum anderen animiert das Leute nur dazu, dann Unsinn mit mir zu treiben.("Atellus, ich bin dein Vater!" "NEEEEEIN!").

    Zum Thema wie ich auf andere wirke. Natürlich bestimmt das auf der Con mein Auftreten und die Auffassung der anderen Spieler. Nichtsdestotrotz hat der Charakter auch schon einige Monate nach seiner Amnesie "gelebt" und gearbeitet. Die Reaktion auf einen immer (gezwungenermaßen) hilfsbereiten Menschen ist nun mal meist positiv. Leute, die von anderen Religionen reden als die eigene, werden dagegen meist negativ aufgefasst. Dazu braucht man kein Studium, um das zu wissen Ich behaupte btw nicht, dass ich bisher auch nur irgendeinen Menschen bekehrt habe (ich habe das auch gar nicht vor).


    Hilfreich wäre vielleicht noch ein finaler Satz zum Ausspielen des Charakters:
    Atellus ist immer noch ein normaler Mensch und wird dementsprechend genauso Lachen, Weinen, Sorgen und Freuden im Leben haben, wie jeder andere auch. Er hat kein Zölibat oder Abstinenz geschworen (er hat ja gar nichts geschworen) und er ist auch kein Missionar on road der grad versucht die Welt um zukrempeln. Er zieht durch die Lande und hilft, wenn er es denn kann. Manchmal erzählt er den Leuten von seiner Vision (ja, ich will den irren Spinner spielen, der auf dem Marktplatz vom Weltuntergang faselt. Das kann ich erstaunlich gut.)
    Außerdem hat er auch einen inneren Konflikt. Natürlich will er wissen, wer er früher war. Aber er soll es ja, laut des Erlösers, nicht wissen. Auch sowas kann man gut ausspielen.

    Zum Abschluss noch die "Vorlage" zu meinem Charakter. Da mein Material zum Großteil noch unterwegs oder in der Mache ist.




    PS: Ich spiele auch Rollenspiel in Online Rollenspielen/browserbasierenden Systemen etc und auch dort muss mein Charakter, wie im LARP, auf Andere reagieren und die Welten sind mit Helden überschwemmt. Es fehlt hier halt nur die persönliche Live-Darstellung. (und nein, ich sage nicht, dass LARP äquivalent zu solchen Systemen ist, nur, dass ich Rollenspiel mit viel Fremdeinfluss Dritter schon gewohnt bin)

    EDIT: Noch ein kleiner Nachschub. Atellus könnte natürlich auch "normal" ohne Amnesie gespielt werden, aber dann wäre die Glaubensfindung wirklich real bzw müsste auf absurde Dirtteinwirkung zurückgeführt werden. Alles in allem wäre der Charakter dann ziemlich IMBA, da er ja quasi göttlich auserwählt ist. Das gefällt mir (und vielen anderen) einfach nicht. Ich finde diesen Zustand in der Schwebe daher genau richtig. Und eine neue Religion gründen, weil mir bisher keine gefällt ist mir viel zu viel Arbeit. Und selbst das würde ich nicht wollen, da ich keinen Ordensmeister spielen will. Die Amnesie war für mich, im Gegensatz zu möglichen anderen Amnesiespielern, eine gute Möglichkeit, eine interessante Geschichte und Charakter zu entwickeln, ohne als der Messias dazustehen. Schließlich weiß der Charakter ja auch irgendwas, er wurde durch sein Erlebnis sogar sehr geprägt. Er ist nicht irgendein no-name Ritter. Der eben vom Pferd gefallen ist und nun nicht mehr weiß, woher er kommt und wer er eigentlich ist. Atellus hat eine Motivation und das macht ihn des Ausspielens würdig. (Mal abgesehen davon, dass ich eine ähnliche Geschichte schon im impro Theater durchgezogen habe. Da sind dann zwar nur 5-10 spielende Leute, statt mehrere hundert, dennoch kommt es auch da nur auf gute Umsetzung an).

  7. #7
    stephan_harald
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    Man merkt das Du KEINE Ahnung vom LARP zu haben scheinst. Ich hatte aber genau diese Vorlage befürchtet.

    Ich würde mal 3 Gänge runterschalten vor allem wenn Du nicht so eine Hackfresse hast wie der Mann auf deinem Bild und die Klamotten nicht genau so wirken.

    Deine 3 P&P Runden sind ja nett, genau wie Onlinerollenspiele, haben aber mit LARP NIX aber auch GAR NICHTS gemeinsam.

    Im Larp kommt nur das was man sieht, nicht das was man erzählt, oder niederschreibt.

    Ich mein Du hast in deiner Version ziemlich viele Anfängerfehler direkt gleich mal eingebaut, schreibst dann im nächsten Post aber, dass es so genau sein muss und begründest dies mit Deiner immensen Erfahrung...

    Das nenne ich mal ignorant und beratungsresistent.

  8. #8
    Gerwin
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    Ich muss stephan_harald Ausnahmsweise Recht geben (und streiche diesen Tag rot im Kalender an).

    Aber ich will es etwas ausführlicher machen:

    Aussehen: lange Haare, zu einem Zopf geschnürt und ein Kinnbart.
    Dass passt schon einmal in keiner Weise zu der von dir gewählten Vorlage. Derartige Kampfpriester haben so gut wie immer sehr kurze Haare oder einen rassierten Schädel. Hierdurch wird der Eindruck "aggressive Hackfresse" betont den du mit langen Haaren einfach nicht erreichen kannst. Ausser du bist bereit Haare zu lassen fällt dass Charakterkonzept schon einmal so gut wie flach.

    Alter: ??, aber er sieht so aus wie Mitte 20
    Das Problem ist, du bist erst Mitte 20. Der Typ auf den Bild ist deutlich älter und hierdurch wird die (für derartige Charaktere notwendige) Hackfresse unterstrichen. Du musst einfach viel (Lebens)- und Kampferfahrung ausstrahlen. Dass ist am Anfang schwierig...da es dir sowohl an Larperfahrung als auch Kampferfahrung im Larp fehlt.

    Die ist teuer (sowohl IT als auch OT) und er gehört keiner Glaubensgemeinschaft an, die ihn mit sowas ausrüstet.
    Eine gute Lederpanzerung (und die ist für einen derartigen Sonderchara notwendig..wenn überhaupt) kostet genauso viel wie eine brauchbare Metallpanzerung. Um den entsprechenden Chara wie im Bild dazustellen brauchst du eine Lederpanzerung ähnlich dieser hier. Mit viel Glück bekommst du so etwas für 500 Euro aufwärts...man nähert sich aber wenn sie gut gemacht ist auch schnell dem vierstelligen Bereich. Für 500 Euro bekommst du auch schon eine sinnvolle Metallpanzerung...ZUMINDEST aber ein wirklich gutes Kettenhemd.

    Bisher ist er nur ein einfacher Abenteurer, ein Wanderprediger, wenn man so möchte.
    Der Kerl auf dem Bild wirkt aber nicht wie ein einfacher Wanderprediger. Noch wirkt deine Beschreibung nach "einfachen Wanderprediger".

    Die Reaktion auf einen immer (gezwungenermaßen) hilfsbereiten Menschen ist nun mal meist positiv. Leute, die von anderen Religionen reden als die eigene, werden dagegen meist negativ aufgefasst. Dazu braucht man kein Studium, um das zu wissen Wink
    Man braucht aber Larperfahrung um zu wissen wie Larper auf einen gewissen Charakter reagieren. So wie ich dass im Moment sehe würden viele Spieler einer anerkannten Religion deinen Chara im Moment einfach ignorieren. Und dass nicht aufgrund eines IT-Konfliktes..sondern einfach weil er ihnen nicht gefällt.

    Natürlich will er wissen, wer er früher war. Aber er soll es ja, laut des Erlösers, nicht wissen. Auch sowas kann man gut ausspielen.
    Selbst wenn du es gut ausspielen könntest..interessieren tut es fast niemanden. Die besten Larpcharaktere sind in meinen Augen ziemlich "gerade aus" ...ohne inneren Zwiespalt, ohne Amnesie, ohne eventuell "dunkles Geheimnis".

    (Mal abgesehen davon, dass ich eine ähnliche Geschichte schon im impro Theater durchgezogen habe. Da sind dann zwar nur 5-10 spielende Leute, statt mehrere hundert, dennoch kommt es auch da nur auf gute Umsetzung an).
    Improtheater bringt dir im Larp relativ wenig, noch weniger als Kampfsport für den Larpkampf. Was im Theater funktioniert funktioniert im Larp noch lange nicht.

  9. #9
    Calum MacDaragh
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    Thorst, das Missverständnis liegt eher auf Deiner Seite.

    Es gibt im Larp praktisch nie die Situation, dass eine Gruppe von Spielern dazu gezwungen ist, miteinander zu spielen. Die Regel ist, dass sechzig Leute in einem Lager sitzen und nach dem Plot suchen. Wenn mir da einer entgegenkommt, der mir etwas von seinem Gott erzählen will, dann dreh ich mich im Zweifelsfall um und gehe, weil mich das IT (wie OT) nervt. Ohne Gruppe, die Deinen Hintergrund bespielt und Deinen Charakter unterstützt, kann es Dir gut passieren, dass Du auf Con schnell sehr einsam sein wirst.

    Im Larp kommt es vor allem darauf an, was Dein Charakter auf der Con konkret macht. Nicht was er mal erlebt hat, wie seine inneren Konflikte sind oder wie der Spieler dahinter gerne mal dastehen würde. Was macht Dein Charakter also? Wenn Du sagst er "hilft" anderen - wie soll das vonstatten gehen, durch welche darstellbare Fähigkeit? Und was macht er, wenn es vor Ort keine hilfsbedürftige Dorfbevölkerung gibt? Wie steigt er ins Spiel mit anderen aktiv ein? Du musst anderen ein Angebot machen, das sie interessiert, sonst spielen die einfach mit einem der anderen 58 Spieler.
    Na diobair caraid's a charraid!
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  10. #10
    Schlachtross
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    Hallo Thorst, willkommen im Forum und im Hobby.

    Wie Cartefius schon schrieb ist es klasse das du dir Gedanken gemacht hast und diese in einer schön lesbaren Version gepostet hast.

    Deine Charaktervorstellung klingt auf dem Papier durchaus gut aber birgt einige (Anfänger-)Fehler die denke ich in einer etwas falschen Vorstellung begründet liegen.

    Als aller erstes muss dir klar werden das dein Charakter vor allem das ist was deine Mitspieler in ihm sehen. Deine Charaktergeschichte ist zwar für dich im Kopf interresant, aber du wirst sie wohl niemals jemandem erzählen. Was übrigbleibt ist deine Darstellung.


    Atellus ist immer noch ein normaler Mensch und wird dementsprechend genauso Lachen, Weinen, Sorgen und Freuden im Leben haben, wie jeder andere auch. Er hat kein Zölibat oder Abstinenz geschworen (er hat ja gar nichts geschworen) und er ist auch kein Missionar on road der grad versucht die Welt um zukrempeln. Er zieht durch die Lande und hilft, wenn er es denn kann. Manchmal erzählt er den Leuten von seiner Vision (ja, ich will den irren Spinner spielen, der auf dem Marktplatz vom Weltuntergang faselt. Das kann ich erstaunlich gut.)Außerdem hat er auch einen inneren Konflikt. Natürlich will er wissen, wer er früher war. Aber er soll es ja, laut des Erlösers, nicht wissen. Auch sowas kann man gut ausspielen.
    Was bleibt ist ein netter hilfsbereiter Spinner mit Hammer.
    Und der "Spinner" bleibt dir auch nur wenn du es schaffts den Inneren Konflikt wirklich gut darzustellen, was ich für äußerst schwer halte.

    Ich halte das Konzept für spielbar, allerdings enthält es eben grundlegende Fehler. Die werden dir zwar wahrscheinlich nicht wirklich schaden, aber das liegt eben daran das von dem Konzept nach dem Ausspielen nichtmehr viel übrig bleibt.

    Die Bild-Vorlage gefällt mir prinzipiell auch, nur kommt das denke ich ohne "Hackfresse (TM)" nur halb so gut. Und selbst mit entsprechendem Aussehen ist das erstma ein Typ mit Hammer, Schild und leichter Rüstung.
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

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