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  1. #1
    Joker77
    Joker77 ist offline
    Grünschnabel

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    Asiatisch angehauchter Heiler / Wissenssucher

    Hallo allerseits,
    ich habe bisher erst einige Tavernenabende mit einem Charakter gemacht, den ich als Miliz-Soldaten gespielt habe. Da mir das allerdings sehr langweilig wurde, weil es mir bei einem so simplen Charakterkonzept schwer fällt, Gesprächsstoff zu finden und weil ich mich sehr für Asien interessiere habe ich mich dazu entschieden, einen neuen Charakter zu spielen.
    Hintergrundgeschichte ist die, dass der Charakter der Sohn eines Entdeckers ist und sich als Kind mal mit auf das Schiff geschlichen hat. Das Schiff ist auf der Entdeckungsfahrt in der Nähe eines fernöstlich angehauchten Landes gesunken und da Geld und Möglichkeiten (neu entdecktes Land => schwer, den Rückweg zu finden, da Karten beim Schiffsbruch verloren gingen) für eine Rückreise fehlten, haben sich die Überlebenden in dem Land niedergelassen.
    Mein Charakter soll sich dann viel mit der Kultur in diesem Land befasst haben und viel davon übernommen haben. Als einige Jahre später ein weiteres Entdeckerschiff ankam, überkam den Charakter der Wunsch, in seine Heimat zurückzukehren und er ist mit den Entdeckern zurückgefahren.
    Da die Kultur, in der er einige Jahre gelebt hat, sehr darauf bedacht war, Wissen zu sammeln und zu hüten, hat er dieses Streben mit in seine Heimat genommen.
    Um dem Klischee des 2-Katana-schwingenden Wannabe-Samurais etwas entgegenzutreten habe ich mich entschlossen, den kämpferischen Aspekt eher zu vernachlässigen. Er soll sich zwar einigermaßen verteidigen können, aber eben nur in Notfallsituationen und nicht als vollwertiger Kämpfer. In Kämpfen soll er eher als Heiler fungieren, wobei ich mir da als Stil überlegt habe, mich von der Vorgehensweise her am Qi-Gong zu orientieren und dessen Wirkung aufzuwerten, sodass es sich mit magischer Heilung vergleichen lässt. Ob es sich dabei jetzt um direkte Magie handelt oder Energieströme handelt, so wie mein Charakter es gelernt hat, möchte ich IT offen halten, OT soll es aber wie Magie angesehen werden.
    Was die Bekleidung betrifft habe ich daran gedacht, mich am Kendo zu orientieren, also ein Gi und ein Hakama. Kopfbedeckung soll wohl ein Strohhut werden. Da es ja schließlich Fantasy LARP und kein Reenactment ist, halte ich das für durchaus realistisch, verschiedene Kulturen miteinander zu verbinden, die sich in gewissen Punkten ähneln, wie es die asiatischen tun, auch wenn viele da offenbar anderer Meinung sind.

    Abgesehen von allgemeinen Meinungen zum Charakterkonzept würde mich auch interessieren, ob ihr noch Ideen zu diversen Accessoires habt und vor allem Vorschläge zu larptauglichem Schuhwerk, welches zum Charakter passt. Ich habe da bisher an Tabis gedacht, habe allerdings noch keine gefunden, die fest genug sind, um sie im Larp zu benutzen. Kennt vielleicht jemand einen Händler, der vernünftige Stiefel verkauft, die in diesem Stil gemacht sind? Ich meine, da mal irgendwo etwas gesehen zu haben, finde es aber nicht mehr.

  2. #2
    Aeshma
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    Da es ja schließlich Fantasy LARP und kein Reenactment ist
    Lass dieses ****** Argument einfach weg...bitte...
    Du machst dir damit mehr Feinde als du abschätzen kannst.

    Also bisher bin ich nicht begeistert.
    Ich sehe einen Kerl vor mir, der ne Hakama und en Hemd trägt, ansonsten schlicht europäisch aussieht und klaffende Wunden per Handauflegen schließt.
    Wie du das ganze am Ende nennst, ist erstmal egal. Das ist aber was man sieht. Wenn du was Asiatisches spielen willst, dann bitte Konsequent und Detailreich. Nich ich nehm mir 2 (moderne) Kleidungsstücke und nenn meine Heilung anders...

    Mir fehlt da viel viel an Substanz.

    Nja. Ich ich finde asiatische Charaktere doof. Aber jedem das seine. Der Hype wird auch wieder rum gehn...

    Grüße
    Aeshma

  3. #3
    Gerwin
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    Da mir das allerdings sehr langweilig wurde, weil es mir bei einem so simplen Charakterkonzept schwer fällt, Gesprächsstoff zu finden und weil ich mich sehr für Asien interessiere habe ich mich dazu entschieden, einen neuen Charakter zu spielen.
    Warst du schon einmal auf einen normalen Con? Also keine Taverne? Bei einer Taverne braucht man vielleicht tatsächlich eine etwas komplexere Charageschichte um etwas zum reden zu haben. Auf einen normalen Con sieht dass nen bissel anders.

    Da redet man (wenn es überhaupt dafür Zeit gibt) eher über gemeinsam erlebtes als über irgendeinen super-fremdländischen Hintergrund.

    Die Kendokleidung gefällt mir nicht wirklich auf Con nicht gut. Die ist für mich auch nicht anders als eine Muay-Thai-Boxershorts oder ein Karate-Gi. Vielleicht eine akzeptable Notlösung..aber auf Dauer gibt es da sicher bessere Möglichkeiten für asiatische Charaktere.

    Generell finde ich asiatische Charaktere in der Gruppe schöner...als einzeln. Aber ein menschlicher Exot kann gut wirken. Wenn er gut gemacht ist. Persönlich würde ich dann aber eher gleich einen "Vollasiaten"spielen.

    Von Qi Gong Heilkünsten im Larp halte ich wenig. Gibt asiatische Heilkunst nicht auch "Handwerk" her?

    Grüße

    Gerwin

  4. #4
    Joker77
    Joker77 ist offline
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    An Aeshma:
    Lass dieses ****** Argument einfach weg...bitte...
    Warum soll es denn bitte ein schlechtes Argument sein? oO Es ist doch wahr. Klar lebt das Larp irgendwo auch vom Klischee. Aber mal ehrlich, das geht ja wohl nicht dadurch verloren, dass man zwei, sich zumindest aus westlicher Sicht nahestehenden, Kulturen vermischt. Es ist aber immer noch eine Fantasy-Welt und da finde ich persönlich es einfach lächerlich, sich so penibel an real existierende Verhältnisse zu halten. Tut mir leid, aber in der Hinsicht bin ich 100%ig überzeugt und da lasse ich mich auch nicht von abbringen.

    Ich sehe einen Kerl vor mir, der ne Hakama und en Hemd trägt, ansonsten schlicht europäisch aussieht
    Für sowas gibt es Charakterspiel und Kommunikation. Dann wird schon klar, worum es geht. Das Argument "Asiaten dürfen nur strikt asiatische Charaktere spielen und Europäer nur strikt europäische" zieht nicht, da habe ich schon einige Beispiele gesehen, dass es auch anders funktioniert (habe sogar mal einen dicken Elfen gesehen, der das richtig gut rübergerbacht hat, mit Bezug auf die Kultur seines Volkes). Was diejenigen über mich denken, die mich direkt in eine negative Schublade stecken, ohne in Erwägung zu ziehen, dass auch eine plausible Geschichte dahinter steckt, interessiert mich persönlich genau gar nicht.

    klaffende Wunden per Handauflegen schließt
    Was machen denn bitte magische Heiler?


    Nich ich nehm mir 2 (moderne) Kleidungsstücke und nenn meine Heilung anders...
    Sind Gi und Hakama ausschließlich moderne Kleidungsstücke? Wenn das der Fall ist, muss ich zugeben, dass ich schlecht informiert bin, auch wenn es mich wundern würde. In dem Fall nehme ich natürlich gerne Tipps an, was man als historisches Gegenstück dazu verwenden kann.


    Der Hype wird auch wieder rum gehn...
    Es ist mir erstmal ziemlich egal, ob etwas Hype ist, oder nicht. Mir gefällt die asiatische Philosophie und ich sehe das neben dem spielerischen Aspekt auch als gute Gelegenheit, mich mehr damit befassen zu können und quasi zwei Hobbies zu kombinieren. Nur weil einige meinen, dass man nichts machen darf, was momentan "Mainstream" ist und sich dazu fadenscheinige Argumente überlegen, werde ich diese Idee nicht aufgeben.


    An Gerwin:
    Ok, ich sehe gerade, dass du das mit der Kendo-Kleidung auch bestätigst, dann scheine ich da wirklich falsch informiert gewesen zu sein. Wüsstest du denn da Alternativen, die auch für das Larp zweckmäßig genug sind? Ich habe auch schonmal an so einen Tai Chi Anzug aus Seide gedacht (könnte ich dann auch gleich privat fürs Tai Chi benutzen), da müsste ich dann nur den Strohhut nochmal überdenken, der wirkt da dann doch etwas fehl am Platz.
    Oder wüsstest du noch andere Kleidungsstücke, die in die Rolle passen würden? Zu bedenken wäre da nur eben, dass ich meinen Charakter ungerüstet spielen möchte und dass die Kleidung nicht gleich beim ersten Ausfallschritt kaputt gehen sollte, wenn ich denn in einen Kampf gerate.

    Zum Thema Qi Gong / TCM muss ich dir recht geben, "physische Heilung" wäre auch definitiv eine Überlegung wert, da muss ich dann nur gucken, inwiefern man da dann den Bezug zum asiatischen beibehalten kann, weil sich die Behandlung von wirklich schweren Wunden, wie sie im Larp vorkommen, vermute ich, nicht besonders von der europäischen unterscheidet (verbinden, etc.). Ob sich da genug Möglichkeiten finden, auch die speziell asiatischen Methoden zu verwenden, bleibt abzuwarten.

    Und was die Gruppe angeht, da habe ich eine gefunden, die zwar nicht speziell asiatisch ist, aber allgemein auch aus Wissens- / Wahrheitssuchern besteht. Ich denke, da passt der Charakter dann auch sehr gut rein. Einen Vollasiaten möchte ich dann doch eher ungern spielen. In dem Fall würde ich dann doch Aeshma damit recht geben, dass es optisch etwas unglaubwürdig ist, wenn sich ein Europäer als Asiate ausgibt.


    Und ich möchte allgemein nochmal explizit auf die Sache mit den Schuhen hinweisen, das ist für mich im moment noch eines der größten Schwierigkeiten, da was zu finden.

    Viele Grüße,
    Joker

  5. #5
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    Ich find den asiatischen Charakter ok, wobei ich es eigentlich nicht mag, wenn reale Kulturen im LARP eingebracht werden, zumindest, wenn sie so extrem sind, dass auch ein Laie sie erkennt. Einen Samurai find ich genauso störend wie einen Römer wie eine Geisha etc. Selbst wenn jemand, der sich mit Samurais auskennt, mir sagt, dass die Rüstung nicht korrekt ist und damit eigentlich ganz klar sein sollte, dass es sich nicht um einen Samurai handeln kann, würd es mich stören, wenn das Aussehen dem eines Samurais entspricht, wie es sich der normale LARPer vorstellt.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Versuche, trotz deiner Vorliebe für die japanische Kultur, stark diese mit Fantasy-Elementen zu mischen. Nicht nur interkulturell (eigenltich gehört zu einem Hakama ein Qi, ich nehm statt dessen aber ein Ping und schon ist es nicht mehr historisch belegbar) sondern ganz klar abtrennen. Nutze schöne Stoffe, Baumwolle, Leinen, bring Verzierungen (Stickereien, Borten, ...) an, die beim Original nicht wären.

    Hab mal versucht, ein paar Beispiele rauszufischen, das eine Foto, was ich sehr gut fand, ist wohl leider gelöscht worden :/

    Schön, wirkt asiatisch aber trotzdem fantasy:
    http://tinyurl.com/3m9egar

    Grenzwertig:
    http://tinyurl.com/3dhl5oz

    Schlecht:
    http://tinyurl.com/3gg427l

    Schön, aber zu klar erkennbar:
    http://tinyurl.com/3wsqh5m
    http://tinyurl.com/3z45j8c


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  6. #6
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    Das Reenactment-Fantasy-Argument wurde in der Vergangenheit bereits sehr häufig dazu missbraucht jeden Blödsinn zu rechtfertigen. Wenn man will kann man mit der Fantasy-Keule und dem Charakerhintergrund einfach alles rechtfertigen, aber das macht es dennoch nicht larp-tauglich.

    An sich finde ich asiatische Charaktere durchaus interessant und würde selbst gerne etwas in Richtung buddhistischer Mönch spielen, aber auf die Cons, auf die ich meist gehe passt sowas nicht rein und ich selbst sehe mal so gar nicht asiatisch aus. Daher lass ich das.

    Wenn du ein Umfeld hast in dem ein "europäischer Asiate" ok ist und wenn du die passenden Cons besuchst, dann steht dem nichts im Wege.

  7. #7
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    Warum soll es denn bitte ein schlechtes Argument sein? oO Es ist doch wahr. Klar lebt das Larp irgendwo auch vom Klischee. Aber mal ehrlich, das geht ja wohl nicht dadurch verloren, dass man zwei, sich zumindest aus westlicher Sicht nahestehenden, Kulturen vermischt. Es ist aber immer noch eine Fantasy-Welt und da finde ich persönlich es einfach lächerlich, sich so penibel an real existierende Verhältnisse zu halten. Tut mir leid, aber in der Hinsicht bin ich 100%ig überzeugt und da lasse ich mich auch nicht von abbringen
    Der Spruch: "Da es ja schließlich Fantasy LARP und kein Reenactment ist"
    wird von vielen historisch angelehnten Spielern als sehr negativ empfunden, daher das "lass das ***** Argument"

    Was machen denn bitte magische Heiler?
    Wer sagt das man magische Heiler gutfinden muss?
    Ob sich da genug Möglichkeiten finden, auch die speziell asiatischen Methoden zu verwenden, bleibt abzuwarten.
    Ich habe auf dem Df eine mMn sehr stimmige Methode gesehen. Ein asiatischer heiler hat eine Blutung per Akupunktur gestoppt, danach hat sein westlicher Kollege die Wunde genäht und verbunden. Das fand ich sehr schön. Ergibt auch schönes Zusammenspiel. Ich habe mir zwar nicht genau angesehen WIE er akupunktiert hat, aber ich denke mit Schaumstoffnadeln und Mastix könnte man da einiges machen.

    M.f.G
    Schwannis
    Schwannis vult!

  8. #8
    Joker77
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    Wow, hier kommt ja richtig viel Feedback

    Was die Fantasy-Elemente angeht, die Luthien anspricht, die Idee finde ich auch recht schön, dann könnte ich den Charakter auch eventuell tatsächlich als einen Charakter spielen, der der entsprechenden Kultur angehört. Eventuell ließe sich da ein etwas südlicheres Land kreieren, welches von der Kultur her den Asiaten ähnelt (bin zwar kein "Südländer", habe allerdings recht dunkle Haut, sodass ich schon öfters gefragt wurde, ob ich südländische Verwandschaft hätte ). Da bin ich mir dann nur unsicher, inwiefern das umsetzbar ist. Wie ich ja auch schon erwähnt habe, lebt das Larp ja meines Wissens nach auch irgendwo vom Klischee und da ist dann auch die Frage, ob sich außenstehende da dann vernünftig hineinversetzen können, oder ob das zu absurd wirkt.

    Das Reenactment-Fantasy-Argument wurde in der Vergangenheit bereits sehr häufig dazu missbraucht jeden Blödsinn zu rechtfertigen. Wenn man will kann man mit der Fantasy-Keule und dem Charakerhintergrund einfach alles rechtfertigen, aber das macht es dennoch nicht larp-tauglich.
    Gut, da kann ich nichts zu sagen, aber nur weil es verwendet wird, um schwachsinnige Konzepte zu rechtfertigen, heißt das ja noch nicht, dass es ein schlechtes Argument ist, um Kulturen zu verbinden, die sich eh (wie gesagt aus westlicher Sicht) nahestehen und sich dadurch auch ein bisschen von der realen Welt zu distanzieren, oder?

    Und von den Cons her, die ich besuche, sollte das auch in Ordnung gehen, ich war da zwar bisher noch nicht, aber was man so auf den Bildern sieht, bzw. ich bei den Tavernenabenden mitgekriegt hat, scheinen da auch viele Exoten bei zu sein, die auch akzeptiert werden. Also um die Frage Asiate ja / nein ging es mir auch nicht, eher darum, Feinheiten zu überdenken, wie jetzt z.B. die Methode des Heilens, das Vermsichen mit Fantasy-Aspekten, etc.

  9. #9
    Aeshma
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    ut mir leid, aber in der Hinsicht bin ich 100%ig überzeugt und da lasse ich mich auch nicht von abbringen.
    Was diejenigen über mich denken, die mich direkt in eine negative Schublade stecken, ohne in Erwägung zu ziehen, dass auch eine plausible Geschichte dahinter steckt, interessiert mich persönlich genau gar nicht.
    Es ist mir erstmal ziemlich egal, ob etwas Hype ist, oder nicht.
    Nur weil einige meinen, dass man nichts machen darf, was momentan "Mainstream" ist und sich dazu fadenscheinige Argumente überlegen, werde ich diese Idee nicht aufgeben.
    Ich habe jetzt in Hinsicht darauf dass da Mod steht den urspründlichen Text gelöscht...

    Mach deine Fehler selbst und mach dich lächerlich. Es ist nicht mein Problem.

    Grüße
    Aeshma, gerade unglaublich angepisst ist.

    PS: Lies dir den gepinnten Beitrag für Anfänger durch. Er ist dir auf den Leib geschneidert

  10. #10
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    Warum soll es denn bitte ein schlechtes Argument sein? oO Es ist doch wahr. Klar lebt das Larp irgendwo auch vom Klischee. Aber mal ehrlich, das geht ja wohl nicht dadurch verloren, dass man zwei, sich zumindest aus westlicher Sicht nahestehenden, Kulturen vermischt.
    Das Problem bei der Argumentation ist: Es ist jedem klar, dass es um Larp und nicht um Reenactment geht. Larps mit realhistorischem Hintergrund sind so rar, dass man sie mit der Lupe suchen muss, und ich kenne keine einzige Larpgruppe und keinen einzigen Larpveranstalter, bei denen Ansprüche an die Darstellung formuliert werden, wie sie für eine sinnvolle historisch korrekte Darstellung nötig wären. Der Satz ist also im Grunde überflüssig.

    Warum ärgern sich die Leute dann darüber, wenn er doch überflüssig ist? Weil damit etwas völlig anderes impliziert wird, nämlich dass der, der einen irgendwie gearteten Stimmigskeitsanspruch formuliert, in Wirklichkeit besser Reenactment machen sollte und das Hobby Larp nicht verstanden hat. Ich könnte auch jeden meiner Beiträge schließen mit "...weil es ja schließlich Fantasy-Larp und kein Karneval ist.", das wäre ein ähnliches Totschlagargument.

    Wenn du in der Lage bist, ein schönes und stimmiges Fantasy-Konzept auszuarbeiten, kannst du dir eigentlich sicher sein, dass es von den meisten Leuten auch ganz selbstverständlich akzeptiert wird. Das erste Gewandungsbeispiel von Luthien hat z.B. meines Wissens nach sehr positives Feedback gesammelt, obwohl es sich um eine Kostümierung handelt, bei der vieles improvisiert ist.
    Aktuell klingt deine Argumentation aber leider noch ziemlich wie das, was die meisten Leute erfahrungsgemäß mit dem Satz "...ist doch kein Reenactment!" verbinden, nämlich nach einem Versuch, Akzeptanz für eine wenig kreative und wenig überzeugende Umsetzung einzufordern. Dazu passt auch gut das folgende Zitat:
    Was diejenigen über mich denken, die mich direkt in eine negative Schublade stecken, ohne in Erwägung zu ziehen, dass auch eine plausible Geschichte dahinter steckt, interessiert mich persönlich genau gar nicht.
    Es mag bei anderen Leuten anders sein, aber ich möchte im Larp Dinge erleben, und dementsprechend spielen. Der Sinn des Larps ist nicht, sich gegenseitig die Charaktergeschichten vorzutragen, die erklären, weswegen all die vielen Dinge an dem Charakter nicht so sind, wie man es erwarten würde, sondern (auf meist billige, moderne und unkreative Weise) ganz anders.
    Wenn ich für jede Charakterstory einen Euro bekommen würde, bei der irgendwie hanebüchen erklärt wird, warum der Charakter mit dem billigsten Einsteigerstandardschwert im Gürtel und dem billigsten Einsteigerstandardpiratenhemd am Leib herumläuft, könnte ich davon wahrscheinlich schon schick essen gehen. Denn schließlich machen wir Fantasy-Larp und keinen Karneval!

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