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  1. #1
    Tharaia
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    Gnom seeks Home

    Hallöchen zusammen!
    Ja, das kennt man, da sitzt man in den Semesterferien daheim, dreht Däumchen und plötzlich taucht da dieser nagende Gedanke im Oberstübchen auf, der einen nicht loslässt und vehement nach Aufmerksamkeit verlangt.

    In meinem Fall war es der Gedanke an ein schon etwas älteres Charakterkonzept, das nun wieder aufgegriffen werden wollte.
    Konkret handelt es sich dabei um eine gnomische Heilerin, die mit Steinen und Edelmetallen arbeitet. Der Aufhänger dafür sollte pseudowissenschaftlich sein, die Kernthese beruht im Moment auf der „stabilisierenden Karft der Kristallstrukturen“ und der „formbaren Beständigkeit des Erzes“, was noch hübscher verpackt werden wird. Esoterischer Schnickschnack sollte vermieden werden, das passt nicht zur Figur, die als sehr geradlinig, unverfroren, naseweis, ein wenig tüftlerisch und im Großen und Ganzen als zynisch-amüsierter Patientenverschrecker, aber wenn sie vor etwas Großem, Bösen mit einer Waffe steht, als ganz erbärmlicher Feigling geplant ist. Als Spezialisierung bzw. Hobby befasst sie sich mit der Alchemie, vorrangig mit Heiltränken, aber experimentiert auch immer mal wieder mit anderen Dingen herum, die ebenfalls auf Erzen basieren sollen und ihrer genauen Definition noch harren.

    Ihre größte Sorge ist die Brauchbarkeit ihrer Dienste, und am meisten fuchst sie die Tatsache, dass ihre Heilmethoden nur bei der Anwendung auf Zwerge, Gnome, Halblinge und andere Höhlenbewohner ihre eigentlich spektakuläre Wirkung entfalten, während sie bei Menschen allenfalls durchschnittlich ausfallen und Feenwesen sogar allergisch darauf reagieren. Die „Erdung“ von solchen Kreaturen, und sei sie auch nur vorübergehend, ist ihr Opus Magnum, das allerdings mit jedem neuen Fehlschlag weiter in die Unerreichbarkeit zu driften scheint.

    Dementsprechend bräuchte die Gnomendame zwecks genauerer Ausarbeitung des Hintergrundes eine (bevorzugt bergige) Heimat. Ich würde sie gern in einem existenten Larp-Land ansiedeln, Kampagne etc ist mir völlig gleich. Das Setting sollte wenn möglich zwischen dem Hochmittelalter und dem 16. Jahrhundert liegen, ein bisschen früher oder später, solange es nicht zu technisch entwickelt ist, wäre auch in Ordnung.
    Wenn jemand ein solches Land kennt oder sogar bespielt, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar!

    Eine weitere Frage ist die der Prakitkabilität des Konzeptes im larp-typischen Feldarztwesen. Zwar kann man Kristalle auflegen, lustige Flüssigkeiten aufgießen etc pp, aber der typische Kämpfer, der in der Hitze des Gefechts einen Heiler will, der ihn zurück in den Kampf schickt, lässt sich nun mal nicht gern auf eine längere Behandlung ein, und dann macht es kaum Spaß einen darauf beschränkten Heiler zu spielen. Klar gibt es auch Ausnahmen, die auf ein zugeflüstertes „Das brennt jetzt“ ganz wunderbar anfangen zu schreien und das Heilerherzchen höher schlagen lassen, aber die sind leider nicht so häufig (dafür umso erfreulicher). :lol:

    Steine in Verbände einzuwickeln war meine erste Idee, aber erstens krieg ich die wie bei verliehenen Gegenständen üblich wohl nur in einem von zehn Fällen zurück, und da habe ich bei der Verwendung echter Halbedelsteine weniger Lust drauf, Glas ist mir zu kitschig (und auch nicht viel billiger), zweitens rutschen sie leicht wieder raus bzw führen bei Stürzen und Schlägen zu echten Verletzungen und ein verbrauchsfreundlicher Staub zum effektvollen Drüberpusten ist mir noch nicht eingefallen. Make-Up-Goldflitter ist zwar verhältnismäßig günstig und leicht zu bekommen, aber ganz übel, wenn es in tatsächliche Wunden oder Augen, Nase oder Mund gerät. Und wenn der Patient die Augen zumachen muss, sieht er leider nichts von der Effekthascherei. Mehl verklebt, sobald es (schweiß-) feucht wird und Zucker lässt sich zwar ganz toll mit Lebensmittelfarbe einfärben, aber das stelle ich mir auch nicht sonderlich angenehm vor, unterm Verband Zuckerkörner auf der Haut zu haben.

    Man sieht, so wirklich ausgereift ist die Idee noch nicht. Aber wir arbeiten dran.

    Für Vorschläge, Vermutungen und Kritik wäre ich überaus dankbar.
    Liebe Grüße,
    Tharaia Goblin_PDT_19

  2. #2
    Cartefius
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    Ob ich das Konzept gut oder schlecht finde, wird vermutlich sehr stark von der Umsetzung abhängen, ich kann mir das im vollen Spektrum von "oh wie kreativ" bis hin zu "Oh je, nicht noch so ein Pseudoexot!" vorstellen.

    Was die Ländersuche angeht kann ich leider nicht weiterhelfen, mir sind aktuell keine Larpländer mit ausgearbeiteten Gnomen bekannt. Eine Möglichkeit wäre natürlich eine Umsetzung als Zwerg, die Zwergencommunity ist ja gerade sehr im Wachsen begriffen und bietet auch inzwischen einige schön umgesetzte Konzepte abseits von Doppelaxt und Kettenhemd.

    Zwar kann man Kristalle auflegen, lustige Flüssigkeiten aufgießen etc pp, aber der typische Kämpfer, der in der Hitze des Gefechts einen Heiler will, der ihn zurück in den Kampf schickt, lässt sich nun mal nicht gern auf eine längere Behandlung ein, und dann macht es kaum Spaß einen darauf beschränkten Heiler zu spielen.
    Meiner Meinung nach gibt es zwei Hauptarten von Patienten: Die einen, die Spaß am Ausspielen einer Behandlung haben, und die, für die das ganze eher lästige Pflicht ist und die nur möglichst schnell ihre LP wiederhaben wollen. Mein Tipp wäre da, dir von letzteren nicht das Spiel verderben zu lassen, sondern dich prinzipiell auf zwei Behandlungsformen einzustellen: Eine schnelle und effiziente "Notversorgung" für auf dem Schlachtfeld (also bei klassischen Heilmethoden z.B. Blutung stoppen und Verband drauf), und eine optionale "Nachbehandlung" im Lager, bei der du ein vielfältiger ausgestaltetes Programm fahren kannst. Das hat auch den Vorteil, dass in einer derartig kontrollierten Situation auch unter Sicherheitsgesichtspunkten deutlich schönere und aufwändigere Behandlungen mit Glas, Feuer, Scheren, echten Nadeln und so weiter möglich sind, als auf einem Schlachtfeld wo man ständig Angst haben muss, dass jemand mit dem Gesicht voran in die Apparaturen fällt.
    ein verbrauchsfreundlicher Staub zum effektvollen Drüberpusten ist mir noch nicht eingefallen
    Bunter Dekosand oder eingefärbtes Sägemehl, würde ich vorschlagen.

  3. #3
    Tharaia
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    Da du nicht der Erste bist, der mir den Zwerg vorschlägt, wird da wohl etwas dran sein, nur wäre ich was das Äußere angeht wahrscheinlich genauso zwergisch wie der Fili der aktuellen Hobbit-Filmproduktion. Ich werd mich in der Richtung aber trotzdem schlau machen, also herzlichen Dank für den Vorschlag =)

    Ein Land mit ausgearbeitetem Gnomenkonzept wäre ja auch gar nicht nötig, eine Orga die sagt "Okay, wir lassen Gnome zu" würde mir vollauf reichen.

    Sägemehl ist eine hervorragende Idee, das werde ich auf jeden Fall testen.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Tharaia
    Da du nicht der Erste bist, der mir den Zwerg vorschlägt, wird da wohl etwas dran sein, nur wäre ich was das Äußere angeht wahrscheinlich genauso zwergisch wie der Fili der aktuellen Hobbit-Filmproduktion.
    Inwiefern?
    Fili sagt mir nämlich nichts ...
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  5. #5
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    Ich vermute dass heißt, der User ist eher schmal und damit nicht für einen Zwerg geeignet. Muss aber nicht so sein. Ein schlanker Zwerg wäre mir lieber als ein blöder Gnom.

  6. #6
    Tharaia
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    Der Rechte ist Fili.

    Exakt. Mir fehlt die Breite, auch wenn die Kürze vorhanden ist.
    Darf ich nachfragen, was einen Gnom blöd macht?

  7. #7
    Gerwin
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    Hmmm..ich bin da etwas vorgeprägt. Die meisten Gnome die ich bisher getroffen haben waren Spaßkonzepte. Und Spaßkonzepte gehören entweder an die Kette gelegt oder an die Wand gestellt .

    Nicht jeder Zwerg braucht ja ne riesige Plautze. Und ...so leid mir dieses Argument tut....auch ein stabiler Ledergambeson macht breiter.

    Edit:

    Regenbogengnome. Deshalb hasse ich diese Viecher seid 2010

  8. #8
    Tharaia
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    Jiaaaaaaah... sowas schwebte mir definitiv nicht vor Goblin_PDT_28

    Das Tragen einer Rüstung wollte ich eigentlich vermeiden, ich bin kein Kämpfer - nur gutes Schwertfutter, was als NSC schrecklich Spaß machen kann, aber ein SC ist mir dafür ehrlich gesagt zu schade. Das Geld für Rüstzeug ist woanders wahrscheinlich besser investiert.

  9. #9
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    Ob das das Problem löst? Gnome sind in den Vorlagen die mir spontan in den Sinn kommen auch eher gedrungen, wenn auch mehr kindlich-niedlich als quadratisch-kompakt wie Zwerge. Und bei DSA gibt es ja als "Gnomenersatz" die Brilliantzwerge, die finde ich auch nicht schlecht. Die haben allerdings vermutlich den Nachteil eines nicht unerversell bekannten Hintergrundes, aber das haben Gnome ja eigentlich auch nicht: Die reichen ja von zauberkräftigen Hutzelmännchen (mythologisch) über naturverbundene Edelsteinfetischisten (D&D) bis hin zu drolligen Erfindergenies (Warcraft).

  10. #10
    Gerwin
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    Naja schau mal die klassischen Gnome des meistverbreitesten Rollenspiels

    D and D Gnome 1

    Gnome 2

    weiblicher Gnom, etwas fülliger

    Wie man sieht, das geht schon. Und keinen dieser Wesen würde ich IT den Zwerg abnehmen.

    Gnome sind aber halt nach meiner Vorstellung WIRKLICH klein. 1,60 wäre schon zu groß..da fast Durchschnittsmaß bei einer Frau.

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