Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Ranu
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    Langfristiges Projekt: Weidener Krieger (DSA)

    Hier geht es vorallem um eine Rüstungsberatung, desswegen sind die anderen bereiche eher knapp formuliert. Bei Fragen zu bestimmten Sachen geh ich gern genauer drauf ein

    So. Mal wieder was von mir:
    Eckpunkte zum Charakter (in diesem Thread wirds vorallem um die Ausstattung gehn):
    Als junger Brusche gewinnt der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Alrik bei einem Turnier (im Volksturnier natürlich) in der Faustkampfdisziplin.
    Daraufhin erhält er ein Stipendium der Akademie "Schild und Schwert" in Baliho, das er natürlich begeistert annimmt.Nach 6 Jahren harten drills macht er
    seinen Abschluss, erhält seinen Kriegerbrief und den Namen "Alrik Leuintreu von Baliho"(Krieger erhalten bei DSA nach
    abschluss ihrer Ausbildung einen passenderen Nachnamen und (sofern sie nicht von Adel sind) den bei namen "von (Standort der Akademie)).
    (Kurzfassung der Geschichte ende)

    Hintergrund zu diesem Char ist mein Wunsch mal einen Char zu spielen,
    der sowohl einer von "den Guten" als auch einer von "den Netten" zu spielen.
    Der Charakter soll sehr Ritterlich sein.

    Kleidung:
    Ich dachte an mehre Sätze Kleidung (ein Set warme Kleidung ein eins für warme Tage). Der Stil soll dabei an der in
    "Schild des Reiches" angegeben Weidener Mode Orientieren (Tuniken, übermäntel mit Wappen)
    Werde ich ohnehin selber machen, da wirds wohl wenig Beratungsbedarf geben.

    Rüstung:
    Leider gibt es keine Bilder von Kriegern in Alltagskleidung, in Rüstung gibt es aber das wohl bekannteste:

    Daran will ich mich Orientieren, wenn auch mit ein paar Änderungen.
    Grundlage soll Hose, Hohe Stiefel und Leinentunika sein,
    darüber ein Gambeson http://medieval-market.com/details.php?id_towar=80&s=1
    3Fingerhanschuhe http://medieval-market.com/details.php?id_towar=381&s=5
    Für einen Krieger natürlich unerlässlich: ein Helm. Um mich ein wenig Optisch vom Ritter abzugrenzen wollte ich einen etwas
    "Knechtischen look" anstreben. Ich dachte da an einen Tellerhelm (Eisenhut), später noch erweitert mit einer Kettenhaube.
    Über den Gambeson wollte ich ein Kurzärmeliges, Knielanges Kettenhemd (Vernietet, bereits vorhanden) ziehen.
    Darüber ein Wappenrock (kein Wappenlappen). Wobei ich mir nicht ganz sicher bin:
    Ich meine Mal gelesen zu haben, dass jeder Krieger ein eigenes Wappen bekommt, ähnlich dem eines Ritters.
    Ansonsten hätte ich einfach das Wappen von Baliho genommen (2 Weiße Wagenräder auf rotem Grund).
    als ergänzung zum schluss noch Ellbogen- und Kniekacheln.

    Würde gerne Meinungen dazu hören.

  2. #2
    Cartefius
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    Das Konzept finde ich gut, ich mag Rollenspiel-Klischees!

    Im Ning gab es neulich einen Krieger, der nach dem gleichen Vorbild ausgestattet war, den fand ich eigentlich sehr gelungen:
    http://larper.ning.com/photo/alrik-v...ntext=featured

    Zu den Details:

    Generell würde ich bei dieser Rolle die Herausforderung darin sehen, dass man weder allzu "ritterlich" noch allzu "knechtisch" rüberkommt. Eventuell wäre ein Ansatz, irgendwie auf den sportlichen Aspekt dieser Klasse im Sinne von Fechtschulen und ähnlichem einzugehen, und Rüstung zu tragen, die wirkt, als wäre sie gut zu solchen Übungszwecken geeignet, wie z.B. wattierte Stulpenhandschuhe und ähnliches. Der Künstler der Vorlage hat es da mit der "Teilrüstung" schon irgendwie ganz gut getroffen.

    Was den Helm angeht, so finde ich Eisenhüte/Tellerhelme aus diesem Grund nicht optimal, weil sie doch sehr soldatisch wirken, während viele Visierhelme wiederum in Richtung Ritter gehen. Ich würde da vielleicht eine visierlose Beckenhaube (Beispiel 1, Beispiel 2) oder eine visierlose Schaller (Beispiel 3)wählen, wenn es ausgefallen sein soll vielleicht sogar etwas mit Gittervisier (Beispiel 3). Letzteres könnte ich mir z.B. gut zu einer etwas rauh wirkenden (Fantasy-)Rüstung mit wattierten Lederelementen vorstellen.
    Weiden ist zwar meines Wissens generell rüsttechnisch eher etwas früher angesiedelt, die Frage ist aber, wie klar definiert das ist und wie stark man sich daran orientieren will. Zu Plattenteilen kann man meiner Meinung nach dann aber auch schon recht viele Helmformen tragen.

    Die Kniekacheln auf dem Bild gibt es übrigens genau in dieser Ausführung als Stangenware zu kaufen, die habe ich jetzt auf der Messe mehrfach gesehen, leider weiß ich gerade den Hersteller nicht. Ein Anbieter ist der hier, es gibt aber bestimmt noch weitere:
    http://www.outfit4events.com/pair-of...ps-p-3573.html

    Eine weitere Möglichkeit würde ich im Gürtel sehen, während der dekorative Schwertgurt ja ein typisches Rittermerkmal ist, könnte man ja einen breiten "Utility Belt" mit allerlei Taschen und nützlichen Aufhängungen tragen.

    Was den Wappenrock betrifft würde ich das vielleicht folgendermaßen angehen: Hochwertiges Material (Wolle), aber eher dunkle oder gedeckte Farbe, so dass das ganze weder protzig noch ärmlich aussieht, am besten mit weißem Leinen gefüttert. Wenn möglich auch von Schnitt her, um im weidener Stil zu bleiben, ganz schlicht, also ärmellos, gerade, ohne großen Schnickschnack. Vom Eindruck her ungefähr so, wenn auch vielleicht an den Seiten geschlossen:
    http://www.medievaldesign.com/restri...rande_3936.jpg

    Jetzt ist für mich das dicke, mitten auf der Brust platzierte Wappen sowohl ebenfalls ein typisches ritterliches Merkmal als auch im Larp sehr stark zum Standard geworden. Ich hab mich ja für meinen Gänseritter für eine etwa handtellergroße Version auf einer Seite der Brust entschieden, so etwas könnte ich mir für das Balihoer Wappen auch vorstellen.

  3. #3
    Ranu
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    Ja, diesen Krieger hab ich auch gesehen, und der ist auch zum Teil als Vorbild mit eingeflossen.
    Was mir da besonders gefällt ist der breite Gürtel (sowas will ich mir auch bauen), was mir nicht so gefällt sind die Armschien und der Wappenrock.
    Bei mir will ich die Armschienen weglassen und den Wappenrock (natürlich gefüttert) geschlossen haben.
    Ansonsten verrutschen die gern und sehen nur zu oft nach "Wappenlappen" aus.
    Dein Vorschlag mit den Gedeckten farben und Wappen in klein auf der Brust gefällt mir gut, damit kann man gut Arbeiten.
    Wobei ich mir überlegen muss welche Farbe da am besten aussieht.
    Von den Beispielen gefällt mir der offene Schaller am besten, dürfte aber schwierig sein sowas in bezahlbar zu bekommen
    (oder einfach länger Sparen. Die Beckenhaube gäbs dagegen günstig und bei mehreren Anbietern im Sortiment (zB Zeughaus))
    Auf Plattenteile wollte ich bis auf Helm und Kacheln verzichten, ausserdem gehen die mMn etwas zu sehr ins ritterliche (vom aussehen).
    Die Kniekacheln sind toll. Mich wundert aber immer wieder, dass die verhältnismäßig viel Kosten (pro Paar bei Stangenware immer um die 50 Euro)
    Danke für die Tipps, das war sehr hilfreich!

  4. #4
    Cartefius
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    Bei mir will ich die Armschienen weglassen und den Wappenrock (natürlich gefüttert) geschlossen haben.
    Die Armschienen fand ich auch nicht so prickelnd. Beim Wappenrock kann, wenn man ihn schließt, noch überlegen wie man das am besten macht. Das Problem ist nämlich, dass wenn man die Dinger so macht dass sie komplett geschlossen sind, man einen ziemlich losen Schnitt nehmen muss, sonst kriegt man Probleme mit dem Anziehen über dem Gambeson.

    Eine Möglichkeit wäre eine Verstellung an den Seiten, z.B. mit einer Schnürung, oder ein Verschluss vorne, z.B. mit Haken und Ösen. Ich habe mich bei meinem für ein recht spätes Modell aus acht Teilen entschieden, wollte dann aber da ich Angst hatte dass der Leinenstoff an Haken und Ösen unschön knittert doch lieber Knöpfe, das macht das Ding aber eigentlich schon wieder unbeabsichtigt "edel".
    Von den Beispielen gefällt mir der offene Schaller am besten, dürfte aber schwierig sein sowas in bezahlbar zu bekommen
    (oder einfach länger Sparen).
    Ich finde, bei Helmen lohnt sich eine gewisse Grundqualität schon. Der Verlinkte ist jetzt von Bestarmour, die nehme ich gerne weil die eine große Auswahl auf ihrer Seite haben, die sind aber auch relativ teuer. Ich würde mit so einem Teil vermutlich zu Armoury Marek gehen, der hat sehr zivile Preise und nachdem ich jetzt auf der Messe mal was in der Hand gehalten habe, hat mich die Qualität durchaus überzeugt, ich weiß allerdings nicht, wie das mit der Bestellabwicklung bei ihm läuft.
    Nach meiner nicht mehr ganz aktuellen Preisliste dürfte aber zum Beispiel diese Schaller etwa bei 160 Euro liegen, das ist meiner Meinung nach durchaus bezahlbar.

    Mich wundert aber immer wieder, dass die verhältnismäßig viel Kosten (pro Paar bei Stangenware immer um die 50 Euro)
    Naja, das ist ja auch eine relativ komplexe Form, bei so etwas zählt ja immer die Anzahl der Arbeitsschritte, mich wundern aktuell eher die immer niedrieger werdenden Preise bei Plattenrüstung "von der Stange".

  5. #5
    Ranu
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    Beim Wappenrock hab ich schonmal eine seitliche Schnürung ausprobiert, hat mir persönlich aber nicht so gut gefallen.
    (vorallem beim Selber anziehen ist es mit Kettehemd unangenehm die Arme länger auf Hüfthöhe zum Schleifchenbinden zu halten.
    Deiner gefällt mir gut, wirkt aber durch die Knöpfe wirklich edel und "modern" (vom Weidener Standpunkt aus gesehen.
    Ein weiter Schnitt mit taillierung oder einfach nur 2 in den Rücken geschobene Falten (damits an der Brust straff sitzt) könnten auch gut aussehen..
    das könnte man man ausprobieren, das braucht ja nicht viel Stoff. Wappen könnt ich mir vorstellen einfach so wie bei dir in klein auf einer Brustseite aufzusticken,
    das würde das ganze noch etwas rustikaler aussehen lassen.

    Preislich sind beim Helm 160 auf jeden Fall noch im Rahmen, wobei mir das Inlay auf den Fotos nicht so zusagt
    wie beispielsweise das von diesem Helm: http://www.absurd-versand.de/helme/s...-schaller.html.
    Der gefiele mir von seiner schlichtheit her, qualitativ kann ich den aber leider nicht einordnen.

    Die Knie- und Ellenbogenkacheln werden dann eh die letzte anschaffung. Die Rüstung sollte auch Ohne gut Funktionieren

  6. #6
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    Deiner gefällt mir gut, wirkt aber durch die Knöpfe wirklich edel und "modern" (vom Weidener Standpunkt aus gesehen.
    Ein weiter Schnitt mit taillierung oder einfach nur 2 in den Rücken geschobene Falten (damits an der Brust straff sitzt) könnten auch gut aussehen..
    Der Schnitt für meinen ist aus dem Costume Guide der Company, da drin ist auch ein Bild von einem aus Wolle, der mit Haken geschlossen ist.
    http://www.companie-of-st-george.ch/.../Costume_Guide
    Ansonsten könnte ich mir auch vorstellen dass es ganz gut aussieht einfach einen eher weiten, trapezförmigen Schnitt zu machen und den an der Taille einfach rundum in Falten zu legen.

    Der gefiele mir von seiner schlichtheit her, qualitativ kann ich den aber leider nicht einordnen.
    Von der Sorte habe ich glaube ich auch schon mal den einen oder anderen gesehen, die sind auch aus Massenfertigung, aber wohl qualitativ ganz gut. Soweit ich weiß wäre das klassische Inlay für eine Schaller eigentlich gepolstert, das gibt es glaube ich kaum.
    Die Frage ist halt immer die Größe, 61 cm Kopfumfang bezeichnen die als "mittel", das ist im Hutladen hier in Bielefeld die größte Größe, die die überhaupt vorrätig haben...

  7. #7
    Ranu
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    Hmmm..Trapezschnitt mit großem Ärmelauschnitt und schmalen Schultern (damit nichts übersteht) klingt gut..
    und dazu noch leicht umzusetzen.

    Na das find ich aber auch nicht so wild, habe hier noch ein paar Polsterbunhauben rumfliegen, die könnt ich drunterziehen oder Reinnähen.
    Damit komm ich leicht auf die 61 cm.. Wenn noch eine Kettenhaube drunter kommen würde bräucht ich wahrscheinlich noch mehr.
    Aber ich weiß noch nicht ob das überhaupt noch angeschafft wird und wenn
    wäre es erst sehr spät (zu einem Zeitpunkt an dem der Char schon bespielt wird).

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