Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 50
  1. #1
    Dan Wumbaba
    Dan Wumbaba ist offline
    Grünschnabel Avatar von Dan Wumbaba

    Ort
    Minga
    Beiträge
    39

    Character-Entwicklung Abenteurer(in)

    Hallo,

    nachdem mein Elben-Projekt erst einmal noch ein Bisschen warten muss, bis es ausgereift ist, bastel ich gerade an einem menschlichen Charakter.

    Grundkonzept: Mehr oder minder erfolglose Abenteurer(in), seit 16 Jahren auf Reisen - damals in der jugendlichen Naivität aufgebrochen, um den ärmlichen Verhältnissen zu entfliehen, das große Glück zu machen und als Wahnsinnsheld zurückzukommen.
    Hat vom Stiefvater (Schneider) Nähen gelernt, auch wenn sie den Beruf als Frau sowieso nie offiziell hätte ausüben können.
    Das Glück hat sich nicht finden lassen, dafür einiges an Lebenserfahrung und Abgebrühtheit.
    Leicht zwielichtige, aber grundsätzlich harmlose Gestalt, solang man sich nicht zwischen sie und das nächste Mittagessen stellt.
    Meist allein unterwegs, schließt sich aber immer wieder losen Gruppierungen an.

    Soweit umrissen - die Vorgeschichte ist noch einiges länger, aber ich will hier keine Romane füllen, sondern nur für mich selber genug background haben, um in einem Gespräch nicht zu viel improvisieren zu müssen.

    Jetzt zu den praktischen Dingen, sprich Ausrüstung/Kleidung:
    Angelehnt an frühmittelalterliche Männergewandung. So könnte ich sowohl in einem Mittelalter- als auch in einem Fantasy-Herr-der-Ringe-Setting spielen.

    Bisher habe ich:
    - Dünne (Baumwoll-)Tunika
    - Umhang + Gugel (muss noch durch bessere aus guten Wollstoff ersetzt werden).
    Alles handgenäht und die Tunika mit Walnuss selber gefärbt.

    Was noch kommen soll:
    - Eine zweite Tunika aus Wollstoff
    - Filzhut (über das design bin ich mir nicht ganz im klaren. Kennt jemand eine gute Seite über frühmittelalterliche Männerhüte?)
    - Schuhe (Lederstiefel?)
    - Gürteltasche aus Leder
    - Ledertrinkflasche
    - Hose (vom Schnitt her schwanke ich zwischen Rus- und Thorsberghose)
    - Evtl. ein beschnitzter oder mit Brennglas verzierter Wanderstock.
    Auch das alles soll selber gemacht werden.
    Dann noch ein Bisschen Klimbimsel, was sich auf Reisen so an Glücksbringern angesammelt hat (z.B. Muschelanhänger an ner Halskette, Feder am Hut etc.)

    Aber: Wenn ich die Gugel gerade nicht trage, wie transportiere ich die am besten? Rucksack? Aber wie trägt man gleichzeitig einen Rucksack und einen Umhang? Umhang über den Rucksack?

    Und dann die Bewaffnung, bei der ich mir noch absolut unschlüssig bin: Um während der Streifzüge durch die Wildnis jagen zu können und Nahkampf zu vermeiden, wären Pfeil und Bogen sinnvoll.
    Aber auch da: Wie schnallt man sich den Köcher an den Rücken, wenn man gleichzeitig den Umhang trägt? Drüber? Aber was ist dann mit den Armen? Drunter? Wie zieht man dann schnell?
    Vielleicht wird's aber doch ein Schwert, mal sehen. Im Moment kann ich eh nix kaufen.

    Ich hab mal eine erste, ganz grobe Skizze angehängt. Dabei geht's weniger um Details, als um die "Grundstimmung", die Farben sind auch bissl komisch geworden, die Tunika soll nicht gelb sein:
    abenteurer.jpg (0 KB)

    Was denkt ihr? Anregungen, Kritik?

  2. #2
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.919
    Hat vom Stiefvater (Schneider) Nähen gelernt, auch wenn sie den Beruf als Frau sowieso nie offiziell hätte ausüben können.
    Warum nicht? Larpländer sind fast generell gleichberechtigt, da kommen Geschichten vom bösen Patriachat eher nervtötend. Und warum sollte ihr Stiefvater ihr etwas beibringen was sie nie ausüben kann.

    Angelehnt an frühmittelalterliche Männergewandung. So könnte ich sowohl in einem Mittelalter- als auch in einem Fantasy-Herr-der-Ringe-Setting spielen.
    Eigentlich nicht. Eine Frau in Männerkleidung passt weder in ein Mittelaltersetting (wo sie höchstwahrscheinlich verbrannt oder mal von ihren Mann zurechtgestutzt worden wäre) noch in ein HDR-Setting (oder tragen die Frauen da seit neusten Hosen). In einen generischen Fantasysetting aber kein Thema.

    Vielleicht wird's aber doch ein Schwert, mal sehen. Im Moment kann ich eh nix kaufen.
    Wie wäre es mit einen Speer? Eigentlich die ideale Waffe für eine körperlich nicht gerade überlegene Person, da man den gegenüber gut auf Abstand halten kann.

    Einen Bogen zieht man nicht unbedingt "schnell".

    Was denkt ihr? Anregungen, Kritik?
    Bis auf dass es die 99igste Frau ist die in Männerkleidung und total emanzipiert Mittelaltersettings bespielen will...alles soweit okay. Helm fehlt. Rüstung (zumindest Gambeson) ist sinnvoll.

  3. #3
    Dan Wumbaba
    Dan Wumbaba ist offline
    Grünschnabel Avatar von Dan Wumbaba

    Ort
    Minga
    Beiträge
    39
    Bis auf dass es die 99igste Frau ist die in Männerkleidung und total emanzipiert Mittelaltersettings bespielen will...
    Dass es wahnsinnig neu und außergewöhnlich ist, hab ich nie behauptet
    Frauenkleidung kommt für mich aus rein praktischen Gründen nicht in Frage.

    Eine Frau in Männerkleidung passt weder in ein Mittelaltersetting (wo sie höchstwahrscheinlich verbrannt oder mal von ihren Mann zurechtgestutzt worden wäre) noch in ein HDR-Setting
    Nun, nachdem mit der Entscheidung, allein und ohne "Erlaubnis" in die weite Welt zu ziehen, sowieso der Schritt zum outlaw getan ist, ist es wohl fast schon wurscht, oder?
    Den Mann zum Zurechtstutzen gibt es nicht - wer würde schon eine missratene Frau aus zweifelhaften Familienverhältnissen und ohne nennenswerte Mitgift heiraten?

    Und warum sollte ihr Stiefvater ihr etwas beibringen was sie nie ausüben kann
    Naja, wenn das Kind den ganzen Tag in der Schneiderei rumhüpft und dumm fragt, wird es wohl zwangsläufig was mitbekommen. Erst Recht, wenn Mama auch keine Zeit für einen hat, weil sie damit beschäftigt ist, den Haushalt zu schmeißen und gegebenenfalls dem Papa was zuzuarbeiten, damit er sein Pensum schafft.

    Wie wäre es mit einen Speer?
    Hmm. Ist ein Speer nicht eher eine Stichwaffe? Und soweit ich bisher mitbekommen habe, sind Stiche im Larp-Kampf nicht erlaubt?

    Helm. Hmmm. Ich mach mir mal Gedanken.
    Rüstung - ich denke, da wäre maximal eine Lederrüstung sinnvoll, oder?
    Das Gepäck sollte leicht bleiben, wegen der Wanderschaft bzw. Reiserei.

    Larpländer sind fast generell gleichberechtigt, da kommen Geschichten vom bösen Patriachat eher nervtötend.
    Umso besser. Wobei ich auch sonst nicht so drauf wäre, jedem was übers böse Patriarchat vorzuheulen. Das wäre dann eher eine Information/Hintergrund für mich, die die Mitspieler nichtgroßartig interessiert und die man nicht jedem erzählt. Ich erzähl ja auch nicht jedem meine komplette Lebensgeschichte.

    Danke schonmal für das erste feedback!

  4. #4
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.919
    Frauenkleidung kommt für mich aus rein praktischen Gründen nicht in Frage.
    Was für praktische Gründe sind dass denn bitte? Ich meine klar, wenn jemand keine LUST auf Frauenkleidung hat, nur zu. Zum Mittelalter passt es dennoch nicht wirklich. Dass ist aber kein Problem, die meisten Cons spielen ja im Fantasybereich (auch wenn im klassischen Fantasybereich kaum Frauen in Männerkleidung unterwegs sind). Nur explizit auf HdR oder Mittelaltercons sehe ich da leichte Probleme (und eigentlich keine praktischen Gründe auf Frauenkleidung zu verzichten).

    Nun, nachdem mit der Entscheidung, allein und ohne "Erlaubnis" in die weite Welt zu ziehen, sowieso der Schritt zum outlaw getan ist, ist es wohl fast schon wurscht, oder?
    Nö. Gerade ein "Outlaw" tut vieles um nicht aufzufallen. Ausserdem ist ein Outlaw nicht gerade der ideale Larpchara.

    Erst Recht, wenn Mama auch keine Zeit für einen hat, weil sie damit beschäftigt ist, den Haushalt zu schmeißen und gegebenenfalls dem Papa was zuzuarbeiten, damit er sein Pensum schafft.
    Naja...ich finde es immer noch ungünstig und denke dass es besser wäre entweder gleich auf gleichberechtigten Fantasymischmasch zu setzen oder darauf zu verzichten dass sie ein Handwerk lernt welches sie eigentlich nicht lernen dürfte.

    Nen Speer kann auch als Hiebwaffe eingesetzt werden. Und Stöße bzw Stiche werden beim Larpen eben durch Hiebe ersetzt.

  5. #5
    Primrose
    Primrose ist offline
    Gelegenheitsschreiber Avatar von Primrose

    Ort
    Region um Hannover
    Beiträge
    245
    Oder du nimmst statt eines Speeres einen Stab. Der könnte ja auch schließlich als Wanderhilfe (Stütze) genutzt werden, wenn der Charakter dauernd in der Pampa herumstiefelt.
    Da ist die Deutlichkeit als Hiebwaffe vielleicht größer.
    Ich bin Künstler ich darf psychopathologische Abweichungen haben.

    Finden Analphabeten Buchstabensuppe genau so lustig wie wir?

    Unfreundlich? Ich nenne das ehrlich und direkt.

  6. #6
    Dan Wumbaba
    Dan Wumbaba ist offline
    Grünschnabel Avatar von Dan Wumbaba

    Ort
    Minga
    Beiträge
    39
    Was für praktische Gründe sind dass denn bitte?
    Versuch mal, mit einem bodenlangen Kleid zu rennen.

    Gerade ein "Outlaw" tut vieles um nicht aufzufallen
    Die Frage ist, was mehr auffällt. Eine alleinreisende, bewaffnete Frau oder jemand, der sich im Hintergrund hält und auf den ersten Blick ohne Probleme als Mann durchgeht.

    Aber letztendlich: Wenn das so ein Problem ist, ok. Dann sind Mittelaltercons wohl nicht drin.

    Naja...ich finde es immer noch ungünstig und denke dass es besser wäre entweder gleich auf gleichberechtigten Fantasymischmasch zu setzen oder darauf zu verzichten dass sie ein Handwerk lernt welches sie eigentlich nicht lernen dürfte.
    Auch da: Wichtig ist es mir letztendlich nicht, ob das Handwerk "legal" oder "illegal" erworben wurde, nur sollte der Character nähen können und das praktischerweise im Elternhaus gelernt haben.
    Nur was spricht im Spiel dagegen? Das alles sind ja Details, die wahrscheinlich nichtmal zur Sprache kommen.
    Was mir zur Charakterisierung wichtig ist, ist eher der Gedanke, nichts zu verlieren, keine Zukunft zu haben und deswegen auch den Mut aufgebracht zu haben, sich Hals über Kopf ins Abenteuer zu stürzen, ohne dabei in die "meine ganze Familie wurde ermordet und das Haus niedergebrannt"-Kerbe zu hauen.
    Nun ja, wenn es echt ein Riesen-Fauxpas ist, kann ich auch darauf verzichten, selbst wenn's mir einleuchtend erscheint.


    Das mit dem Speer überzeugt mich irgendwie nicht. Mit nem Speer zu hauen, kommt mir komisch vor.

    Oder du nimmst statt eines Speeres einen Stab
    Das hatte ich mir auch schon überlegt, nur sehe ich da das Problem, dass ein Schaumstoffstab zum Wandern eher unbrauchbar sein könnte, während ein echter Stab zum Kämpfen zu gefährlich wäre.
    Aber um das beurteilen zu können, fehlt mir jegliche Erfahrung mit Larpwaffen.
    Zudem ist die Frage, wie brauchbar ein Stab als Angriffswaffe außerhalb der Selbstverteidigung ist. Um nochmal zum Ursprungsgedanken "in die Welt ziehen, um als Held zurückzukommen", finde ich die Vorstellung, mit einem Stab zum Beispiel einen Drachen zu verhauen, eher komisch als zielführend.

    Und um nochmal ganz zu den urspünglichen Fragen zu kommen, weil sie mich interessieren:
    Wie trägt man Rucksack oder Bogen + Pfeile und Umhang/Gugel gleichzeitig, ohne sich zu verheddern? Beziehungsweis wenn man es im Mittelalterkontext betrachtet, wie haben die Leute überhaupt größere Sachen transportiert? Bei meinen Recherchen habe ich fast nichts über Taschen (außer Gürteltaschen) rausfinden können.

  7. #7
    Justav
    Justav ist offline
    Alter Hase

    Ort
    Berlin
    Beiträge
    1.559
    Gerwins Meinung zum Thema "Frauen und LARP" darf man nicht ernst nehmen; Frauen können auf allen Cons "Männerkleidung" tragen, bis sie umfallen, ohne dass das irgendwem negativ auffällt (außer Gerwin).

    Die "historisch korrekte Frauenkleidung" ist für Abenteurer-Chars auch oft unpassend, bspw lange Röcke oder Kleider.
    So long

    Justav

  8. #8
    profoss
    profoss ist offline
    Erfahrener User

    Beiträge
    460
    Es gibt keine Mittelaltercons nach Gerwins Definition, wo man als Frau keinen Beruf ausüben dürfte oder keine Männerkleidung tragen dürfte.

    Es gibt Cons, wo sicherlich die Frauenkleidung besser past, aber auch da würde eine Frau als schneiderin völlig in ordnung sein. Selbst im historischen Mittelalter gab es für einige Berufe die Möglichkeit als Frau ein Handwerk auszuüben. Oft war es einfach nur die Mitarbeit im Familienbetreib, aber in manchen Zünften und Berufen (und ich glaube schneidern dürfte da reinpassen) konnte Frau auch Meisterin werden, je nach Region und Zeit.

    Und in den üblichen Larphintergründen wäre das gar kein Problem. Da wäre weglaufen, weil man den Beruf angeblich nicht ausüben dürfte wohl eher das worüber sich Leute wundern. Denn warum sollte man den nicht ausüben dürfen? Da wüden eher andere Hintergründe fürs weglaufen vermutet werden - wenn du denn jemandem deine Hintergrundgeschichte erzählst und der die nicht einfach gedanklich abhakt.
    (So wichtig sind Hintergrundgeschichten nämlich gar nicht, meist interessieren die keine Sau)

    Und was die Frage zu den praktischen KLamotten angeht: Umhang ist sowieso eher unpraktisch. Es gibt viele warme und trotzdem praktischere Kleidungsstücke. Der Umhang ist eher die Möglichkeit: Wie werfe ich mir meine Schlafdecke auch um, wenns mal kalt ist. Und es ist einfach zu nähen. Aber schon wenn du Fanatsymaßig die Schlafdecke als Poncho statt Umhang trägst, kannst du einen Gürtel darüber setzen und den Rückenköcher auch.

  9. #9
    Cartefius
    Cartefius ist offline
    Hardcore Poster Avatar von Cartefius

    Ort
    Göttingen
    Alter
    39
    Beiträge
    7.369
    Wie schon von meinen Vorschreibern gesagt, Frauen in Männerkleidung sind im Fantasylarp, wie ich es kenne überhaupt kein Problem.

    Grundsätzlich finde ich das Konzept gut, es schlicht, gut darstellbar und lässt eine Menge an Spieloptionen offen, das sollte gerade als Einsteigercharakter gut machbar sein.
    Als Manko würde ich eventuell gerade auf plotlastigen Cons sehen, dass der Charakter keine richtigen Fachgebiete, wenig spielrelevante Fähigkeiten und bislang auch vom Wesen her recht wenig bietet, um Anknüpfungspunkte und Beschäftigung im Spiel zu finden. Eventuell ist der Thread von Erla für dich interessant, der ein ähnlich gelagertes Problem beschreibt:
    http://www.inlarp.de/larp-forum/ceri...cht-t6170.html
    Da man aber meiner Erfahrungs nach als Anfänger in neuen Spielumgebungen oft auch gar nicht so unbedingt immer tragende Rollen im Mittelpunkt spielen will, musst du selbst entscheiden, ob das für dich ein Problem darstellt.

    Nun zu den Details.
    Was das Nähen angeht: Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens nach ist der Beruf des "Schneiders" für mittelalterliche Verhältnisse relativ fortschrittlich, weil die frühmittelalterlichen Rechteckschnitte insbesondere der einfacheren Bevölkerung wenig Anspruch an schneiderische Talente wie körpernahe Anpassung und optimale Stoffausnutzung gestellt haben. Kleidung in Heimarbeit herzustellen anstatt sie fertig zu kaufen dürfte für die meisten Familien gerade der einfacheren Schichten durchaus die Regel gewesen sein.
    Sprich: Nähen konnte bis weit in die Neuzeit hinein vermutlich der überwiegende Anteil aller Frauen, und in einem Fantasy-Setting, bei dem die Rollenverteilung ausgeglichener ist, wohl auch ein guter Teil der Männer.

    Was die Waffenwahl angeht: Ich würde da eventuell über einen Latex-Wanderstab nachdenken, die sind zwar etwas teurer und nicht ganz so hübsch, haben aber den großen Vorteil, dass man sie direkt zur Selbstverteidigung griffbereit hat. Zu der Rolle passt ein Stock meiner Ansicht nach auch deutlich besser als ein OT langweiliges und IT horrend teures Schwert.

    Als Köcher sind Hüftköcher ebenfalls sehr beliebt, manche schwören auf das eine, manche auf das andere, meines Wissens waren Rückenköcher historisch eher weniger verbreitet.

  10. #10
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.919
    Die "historisch korrekte Frauenkleidung" ist für Abenteurer-Chars auch oft unpassend, bspw lange Röcke oder Kleider.
    Ritter sind auf Cons auch unpassend...die entfernen sich nicht einfach von ihren Lehen um Abenteuer zu erleben.

    Aber ich glaube du/ihr habt da was in den falschen Hals bekommen. Von mir aus kann Frau soviel Männerkleidung tragen wie sie will. Nur in das gewünschte Ambiente (Mittelaltercons/HDR-Veranstaltungen) fügt es sich in meinen Augen nur schwer ein. Und jaaa es gibt kaum wirkliche "Mittelaltercons".

    Da wäre weglaufen, weil man den Beruf angeblich nicht ausüben dürfte wohl eher das worüber sich Leute wundern.
    Genau das meine ich ja. Irgendwie scheint es Mode zu sein dass (gerade Frauen) aus böse-unterdrückerischen Gesellschaften kommen, dann irgendwann genug haben, eigenartiger weise immer die soziale Sicherheit der Familie verlassen und einen Beruf (Abenteurer) ergreifen für den sie aufgrund des patriachaischen Hintergrundland weder ausgebildet noch befähigt sind. Und irgendwie scheinen alle Abenteurer auf Con entweder aus einen gleichberechtigungs-wir-haben-uns-alle-voll-liep Land zu kommen oder ihre Erziehung/Prägung über Bord zu werfen sobald sie Abenteurer werden. Spiel doch zum Beispiel mal einen Kerl der jeder Frau die einen Handwerk nachgeht/eine gleichberechtigte Rolle einnimmt mit Worten ins Gesicht spuckt. Du wirst merken wie schnell es zu OT-Anfeindungen oder "Das ist ja ne Pappnase" kommt. In einer Welt in der scheinbar in jeder 2-3 Hintergrundgeschichte das böse unterdrückerische Patriachat vorkommt MUSS es aber logischerweise auch jede Menge Abenteurer geben die aus diesen Ländern kommen und dann eben nicht plötzlich zu Gleichberechtigungsfanatikern werden. Wäre ja auch dumm wenn sie es täten.

    Von DAHER:

    Entweder man spielt (wie so gut wie immer) in einer Welt in der Frau alles erlernen kann, unpassende Kleidung tragen und ähnliches OHNE dass das thematisiert wird.

    ODER

    man spielt in einer mittelalterlichen Welt (in der das eben nicht ohne weiteres möglich ist). Eine mittelalterliche Welt in welcher nur die Ausnahmefrauen bespielt werden und kein Mann etwas gegen derartig ketzerisches Verhalten hat...ist für mich aber nicht logisch.

    Soviel dazu.

    BTW: Mich würde echt mal interessieren was passieren würde wenn plötzlich der zwei Meter Kerl mit Rauschebart, Samtkleid und Korsett auftauchen würde. Wäre sicher interessant.

Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Character einsamer Ork
    Von lost santos im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 44
    Letzter Beitrag: 24.09.2010, 09:52
  2. Paladin Character
    Von janging im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 17.05.2010, 15:39
  3. entwicklung eines Zwerges
    Von CountDawn im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 13.08.2009, 18:03
  4. Meinn erster Character
    Von Amaru im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 20.11.2007, 21:35

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
  • BB-Code ist an.
  • Smileys sind an.
  • [IMG] Code ist an.
  • [VIDEO] Code ist an.
  • HTML-Code ist an.
(c) mit Unterstützung von Trollfelsen.de