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  1. #1
    Noriel
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    Beratung - Söldnerin

    Hallo,

    ich glaube ich brauch auch langsam eine Charakterberatung, denn ich werd mir einfach nicht einig...

    Eine Söldnerin sollte es schon immer sein. Anfangs war Sie nordisch angehaucht und sollte in einem Verwandtschaftsverhältnis zu meiner Freundin stehen, die unbedingt eine Nordfrau spielen wollte. Dann ging einiges schief und wir konnten uns nur bei wenigen Punkten einig werden. Naja Projekt abgebrochen und nun wird es eine Söldnerin aus dem Stadard-Mittelalter.

    Vorhanden ist:
    Langarmtunika (hellgrün)
    Kurzarmtunika (dunkelgrün)
    mehrere Hosen (rot, grünbraun, braun, beige)
    "Weste" (dunkelblau)
    Billig-Damensteiefel
    Lederschuhe mit genagelter Sohle
    Lederhandschuhe
    Gürtel + Taschen
    Gambeson (weiß, wird ausgetauscht! sitzt schlecht)
    Filzhut (wird durch Strohhut ersetzt, für Sommer)
    Messer, Axt, Axthalter

    Was unklar ist:

    Gugel - geplant ist: Loden in Dunkelgrau mit Rot gefüttert und Rotem Besatz am Rand, aber passt das zum Stadart-fantasy-mittelalter? Oder lieber etwas in typischem braun oder grün? Wäre eben standart und unauffällig, farbig wirkt eher reich.
    (grau und rote Wolle ist schon vorhanden, aber zur Not fänd ich sicher ne andere Verwendung)
    Vielleicht noch eine zweite Kopfbedeckung wenn nicht grad die Sonne brennt oder es stürmt. Nur welche weiß ich noch nicht

    Gambeson - Welche Farbe? Vorne zum Binden? Oder Seitlich? Oder ganz geschlossen?

    Schild - kein Rundschild, vielleicht Tropfenform oder "viereckig" oder http://www.schaukampf-online.de/Scha...ld-A285358.jpg ? Halterung am Unterarm oder Faustgrif mit Buckel? Ich finde am Unterarm viel angenehmer aber weiß noch nicht wie ich die Bänder anbringe. Welche Halterung ist Historisch und welche Form passt zum Gesamtbild?

    Helm - Am liebsten Eisenhut. Aber die Kombination von Schild + Axt + Eisenhut kommt mir komisch vor. Auf Bildern der Maciejowski Bibel habe ich sowohl Männer mit Eisenhut und Schild (da aber mit Schwert) oder Eisenhut mit Axt (ohne Schild) gefunden. Aber wie weit die Maciejowski Bibel zum von mir gewählten Fantasy-Mittelalter passt weiß ich nicht. Oder lieber ein anderer Helm und welcher würde passen?

    Rüstung - Als noch nordisch geplant war, sollte es einen farbigen Gambi mit Kettenhemd geben. Ob zu dem jetzigen Bild ein schlichtes Kettenhemd passt ist mir noch umklar. Allerdings fällt mir sonst auch nichts ein. Für einen Söldner sollte es nicht zu reich wirken, eben zweckmäßig. (einen maßgefertigten Torso vom Schmied kann ich mir leider nicht leisten...)


    Dann bin ich mal gespannt zu was ihr mir raten könnt, gerade beim Helm bin ich mir unsicher.
    Danke!

    Noriel

  2. #2
    Gerwin
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    Hmmm generell ist die Schildfrage recht tragend. Hast du keine Gruppe? Dann würde ich dir zu einen Kyteschild (auch Tropfenschild genannt) raten. Die Dinger sind wenn sie eine anständige Größe erreichen ein ziemlich guter Schutz. Sehe dann ungefähr so aus.

    Dazu passt aber eben kein Eisenhut sondern eher die Optik eines normannischen Kriegers. Kommt denn so etwas im allgemeinen in Frage? Dazu würden auch Dinge wie Tunika noch besser passen.

    Wenn es in der nordisch angehauchten Ecke bleiben darf könnte man an diesen Punkt ja weiter beraten.

    Edit: Von einen "Ritterschild" wie dem von dir verlinkten rate ich übrigens ab..bist ja kein Ritter sondern Söldner. Gegen den "große Schilde sind voll unfair" Flashmob musst du dich allerdings bei einen Tropfenschild selbst verteidigen.

  3. #3
    Noriel
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    Eine Gruppe habe ich schon, da hat halt jeder sein eigenes Schild - aber die häufigste Form ist schon eine Art Tropfenschild, etwas abgerundeter als oft gesehen.

    Es war einfach nie ein nordischer Chara geplant, erst als die Idee der Familienbande zu meiner Freundin aufkam (die unbedingt ein Wikinger spielen will) ging es in die Richtung. Da das aber schief ging, möchte ich wieder lieber zu einem Standart-mittelalter-chara. Er passt auch viel besser zur Gruppe und zu dem Charakter der mir vorschwebt.
    (nebenbei, der einizge Helm der mir beim nordischen Chara gefallen hätte, passt nicht ... die Nasalhelme die überall rumlaufen gefallen mir nicht)
    Allerdings ist es da wesentlich schwerer Vorbilder zu finden, finde ich ... ich weiß gar nicht recht nach was ich suchen soll.


    Was würde sich denn eher als Kleidung eignen?
    Die Tuniken sind einfach Leinen-hemden, eigentlich nichts besonderes.

  4. #4
    profoss
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    Klingt doch schon ganz gut.
    Zum Gambeson: Nimm auf jeden Fall einen, den man öffnen kann, egal ob seitlich oder mittig, was dir lieer ist. Ich würde einen vorne offenen nehmen.
    Die, die man nicht aufmachen kann kriegt man kaum an und aus.

    Kettenhemd ist eine feine Sache, aber auch andere flexible Rüstungen gehen ganz gut, z.B. Brigantinen in unterschedlichen varianten. Kommt dann auf den Stil an, den du willst. Generisches (Fantasy)mittelalter ist ein weiter Begriff...

  5. #5
    Noriel
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    Vermutlich wird der Gambi auch so, hab da ja freie Wahl. Mach ihn selbst

    Ich finde Kettenhemd + Axt passt hervorragend zu einem Nordmann aber nicht zu dem Stil der mir vorschwebt.
    Übrigens, ich habe die Kriegsaxt 2 von Silberwald (http://shop.der-silberwald.de/shop//..._0000082_b.jpg) in Nachhinein stört mich das schwarze "Ebenholz" etwas, lässt sich aber nicht ändern. Nur die auffällige, rotbraune Wicklung ersetze ich noch, die Farbe sticht so sehr herraus.


    Mir würde es schon weiterhelfen mehr "Vorbilder" zu finden oder eine Epoche nach der ich suchen kann.
    Ich möchte nichts besonderes oder zu einer fremden Kultur passen, ich möchte einen Söldner spielen der sich einfach gut in die erfundene Hintergrundwelt des Larps eingliedert ohne wie ein bunter Hund aufzufallen. Wie ein normaler Bürger. Das es keine allgemeine Epoche gibt in der Larp spielt ist mir klar, aber vorherrschend ist schon europäisches Mittelalter (nicht etwa Antike oder Orient, was beides auch existiert aber nicht zur breiten Masse gehört)
    Das einzige wodurch ich auffallen will, wenn ich das schaffe, ist ein authentisches Aussehen durch durchweg selbstgenähte Kleidung.
    Eben ein Mensch der aus einem stink normalen kleinen Dorf stammt und in die Welt zieht um das große Geld als Söldner zu machen.

    Nachtrag zu Gerwin: Es muss ja nicht zwangsläufig ein großes Schild sein, nur eben einfach kein Rundschild weil das schon wieder typisch Nordmann ist. Das dieses Ritterschild nur für Ritter ist, hab ich gar nicht so empfunden, schließlich steht in Shops oft verschiedene Bezeichnungen nur um dem Ding einen Namen zu verpassen. Ein echtes Ritterschild hätte ich prunkvoller erwartet, daher hätte ich dieses Holzschild für einen Söldner als passend gedacht.

  6. #6
    little folks
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    Grünschnabel

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    Also wenn du es historisch auch etwas schlüssig haben willlst, wird das nicht einfach, weil im Hoch- und erst recht im Spätmittelalter das Christentum stark verbreitet war. Deren Meinung zur Rolle der Frau ist bekannt und Kriegerin oder Söldnerin gehörten nicht ins Schema. Auch wenn es sie gegeben hat, so wurde es nicht auf geschrieben. Wenn deine englisch Kenntnisse recht gut sind such mal unter Woman Warrior´s.

    Viel Glück

    Bastle auch an so einem Charakter.

  7. #7
    Noriel
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    Da sehe ich gar kein Problem. Die wenigstens haben etwas gegen kämpfende Frauen im Larp und wenn es (vermutlich IT) doch dazu kommt, dass sich einer beschwert, muss mein Chara eben IT damit umgehen.

    Ich möchte ja nicht diesbezüglich historisch angehaucht sein. Ich brauch nur Hilfe um den Kleidungs-/Rüstungsstil nicht komplett durch alle Epochen zu vermischen. Das sollte irgendwie zusammenpassend sein.
    Die Kleidung für Alltag/Kampf ist auch eher am Mann inspiriert, vielleicht wird es später noch ein Kleid für zb Tanzabende etc. geben.

    Mir ist eingefallen, eine Hirnhaube könnte ich mir auch noch ganz nett vorstellen. Obwohl mir der Eisenhut immernoch besser gefällt...

    vg
    Noriel

  8. #8
    Gerwin
    Gerwin ist offline
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    Ich möchte hier nur als "Christ" kurz anmerken dass die unterrepräsentierung von Frauen als Kriegerinnen nichts mit dem christlichen Glauben zu tun hat. Bei keiner Hochkultur bis hin zur Neuzeit gab es größere Mengen weiblicher Profikämpfer.

    Fürs Larp ist das nicht relevant, nur alles kann man dem Christentum nicht in die Schuhe schieben.

    Um noch einmal etwas positives beizutragen...viele Fantasybeispiele für Krieger findest du hier. Und ich würde keinen allzu wilden Ritt durch die Epochen hinlegen, auch nicht für eine Fantasykriegerin. Meist hat es schon seinen Sinn warum gewisse Kleidungs oder Rüststücke zusammen verwendet wurden.

    Bei einen einfachen Krieger finde ich noch immer den hier ganz schick.

    Mit Grüßen

    Gerwin

  9. #9
    Schwannis
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    Also wenn du es historisch auch etwas schlüssig haben willlst, wird das nicht einfach, weil im Hoch- und erst recht im Spätmittelalter das Christentum stark verbreitet war. Deren Meinung zur Rolle der Frau ist bekannt und Kriegerin oder Söldnerin gehörten nicht ins Schema.
    Römische Legionen, keine Frauen, keine Christen.
    Griechische Hopliten, keine Frauen, keine Christen.
    Wikinger, keine Frauen, keine Christen.
    Moslemische Heere, keine Frauen, keine Christen.
    Mesoamerikanische Heere, keine Frauen, keine Christen.
    Bitte erst nachdenken, dann schreiben.
    Und nein ich habe nichts gegen kämpfende Frauen, nur gegen nicht haltbare Thesen.
    Schwannis vult!

  10. #10
    Awatron
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    Ach, ihr habt doch keine Ahnung! Das böse Christentum hat halt angst vor starken, unabhängigen Wicca-Kriegerinnen! Du keltisch angehauchte Asatru-Heidinnen können sich da widersetzen! :wink:
    Intoleranter Besserlaper (Harter Kern)

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