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  1. #11
    Nount
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    Erstens: Ritter ist KEINE Einsteigerrolle! Schon gar nicht für Minderjährige.
    Gerwins Meinung unterscheidet sich in 99% der Fälle von der aller anderen Larper ...
    Ehrlich, such dir bitte eine einfache Rolle. Keinen Adligen. Je "größer" die Rolle ist, die du dir aussuchst, desto höher sind die Ansprüche der Mitspieler an dich. Die Ansprüche an einen einfachen Kämpfer sind nicht so hoch. Die Ansprüche an Ritter sind ziemlich groß und 16 ist nicht unbedingt ein gutes Alter dafür.

    Zweitens: Du darfst dir gerne ganz großartige inkognito-Hintergrundgeschichten aufschreiben - für dich selbst.

    Du solltest nur nicht unbedingt 90% deiner Kreativität in Dinge stecken, von denen niemand etwas mitbekommt.

    Und vergiss PC-Spiele, P&P und solche Sachen - Larp läuft ganz anders ab: In Büchern, Filmen, PC-Spielen gibt es 1-5 Protagonisten (grob gesagt). Um die kann man eine Story spinnen, die kann man in speziellen Situationen präsentieren, in denen sie ihre Vergangenheit aufdecken oder Fähigkeiten zeigen können, für die gibt es einen Autor/Meister, der ihre Vergangenheit kennt und damit agieren kann.
    Im Larp gibt es 50-5000 Protagonisten. Dadurch fallen die oben genannten Möglichkeiten weg! Niemand richtet einen Scheinwerfer auf die Einzelperson, keine Orga lernt 100 Hintergrundgeschichten auswendig und bezieht sie in ihren Plot mit ein. Da bleibt kein Raum für das Aufdecken von Geheimnissen der einzelnen Charakteren, weil einfach viel zu viele Leute da sind.

    Versuche nicht, deinen ersten Charakter perfekt zu machen. Die wenigsten Leute spielen für immer ihren ersten Charakter; viele kloppen ihn sogar nach dem ersten Con in die Tonne, weil sie gesehen haben, wie Larp wirklich ist (der erste Charakter baut darauf auf, wie Larp in deiner Fantasie ist!) und der Charakter damit nicht kompatibel ist oder weil sie festgestellt haben, dass ihnen im Larp etwas ganz anderes Spaß macht, als sie zuerst dachten.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  2. #12
    Gerwin
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    Viel Spaß mit dem Ritter. Sei dir aber bewusst der müsste in den Augen vieler Larper mindestens so aussehen. Da langt dein Budget bei weiten nicht. Und etwas Fitnesstraining ist im Regelfall auch nötig um sich darin nicht gerade wie der letzte Bewegunsmuffel zu bewegen.

    Ein Ritter ist meist eher ein Langzeitprojekt.

  3. #13
    Fyrdraca
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    Grünschnabel

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    Mir selbst ist klar wie ein Ritter aussehen muss. Mir ist auch selbst klar, dass Ritter nicht unbedingt DIE Einsteigerrolle ist. Aber mein Charakter ist, damit dass jetzt mal ALLE verstehen, NOCH KEIN Ritter! Genau das ist der springende Punkt, den ich bespielen will. Was rauskommen soll, ist ein Ritter. Die ganze Hntergrundstory ist darauf ausgelegt. Aber ein Ritter wird man durch Taten, nicht durch sagen: "Ich bin ein Ritter, bammbumm, fertig."

    Ich kann mir sehr wohl vorstellen, was du meinst, Nount. Aber es gibt diesen schönen Spruch: "In eine Rolle wächst man hinein." Und so kann ich das, glaube ich, wörtlich nehmen. Erstmal einfach anfangen und dann hocharbeiten. So wie es immer ist, wenn man irgendetwas anfängt. Und ich denke, wenn ich dann 21 bin und in Vollplatte Orks vermöbel, dann kann ich mit Fug und recht behaupten, dass ich ein Ritter bin.

  4. #14
    Nount
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    Okay - der Satz "Ich werde einen Ritter spielen" ist da aber ziemlich missverständlich
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
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    (Kurt Tucholsky)

  5. #15
    Gerwin
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    Mach doch nen Knappen. Der kann sich toll zum Ritter entwickeln, du hast ne Spannungskurve, kannst deine Wünsche umsetzen...und kriegst oft noch einen Teil deiner Ausrüstung wie Geschirr und Co vom Ritterspieler gestellt.

    Über einen guten, jungen Knappen würde ich mich (wenn er volljährig wäre) freuen.

  6. #16
    Cartefius
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    Ich kann mir sehr wohl vorstellen, was du meinst, Nount. Aber es gibt diesen schönen Spruch: "In eine Rolle wächst man hinein." Und so kann ich das, glaube ich, wörtlich nehmen. Erstmal einfach anfangen und dann hocharbeiten. So wie es immer ist, wenn man irgendetwas anfängt.
    Das ist ja im Larp extrem einfach zu machen: Du spielst einen einfachen Charakter, der im Laufe der Zeit zu Geld und Ansehen kommt, und in den Ritterstand erhoben wird. Das ist eine ganz klassische Story, überhaupt kein Problem bei der Umsetzung, und sie hat einen riesigen Vorteil: Du kannst deinen Charakter zu jedem Zeitpunkt genau so spielen, dass deine Mitspieler ihn ganz selbstverständlich als das erkennen, was er ist.
    Als Ritter anzufangen, der aber aktuell nach außen kein Ritter ist, und dann im Spiel erst langsam wieder zum Ritter wird, der er eigentlich die ganze Zeit war, ist hingegen ziemlich wirr, und folgt genau nicht dem Konzept des "einfachen Anfangen". Damit verkomplizierst du die Sache für dich und deine Mitspieler enorm, gewinnst aber nichts außer dem diffusen Gefühl etwas "besonderes" zu sein.

    Was Hana erwähnt sehe ich auch so: Jede zweite Charakterstory von Einsteigern hier im Forum läuft nach der Schiene "Mein Charakter ist adlig, das sieht man ihm aber nicht an, weil...". Die anderen Kombinationen hingegen findet man im Gegensatz dazu eher selten: Weder "Mein Charakter ist adlig und sieht auch so aus!", noch "Mein Charakter ist arm und sieht auch so aus!", und am allerwenigsten "Mein Charakter ist nicht adlig, erweckt aber durch üppigen Prunk diesen Anschein!", obwohl jede dieser Kombinationen rein von der Logik her viel verbreiteter sein müsste. Das einzige was es noch sehr häufig gibt ist die Geschichte "Mein Charakter ist eigentlich arm, hat aber ein volles Sortiment an Kriegswaffen gefunden"...

    Und ich denke, wenn ich dann 21 bin und in Vollplatte Orks vermöbel, dann kann ich mit Fug und recht behaupten, dass ich ein Ritter bin.
    Das mag dir jetzt so vorkommen, wird aber in der Praxis vermutlich nicht so sein. Zwar ist 21 ein glaubwürdigeres Alter für einen Ritter als 16, aber das Alter macht nur einen kleinen Teil der Rolle aus. Auf Larp laufen unzählige Leute herum, die 21 oder älter sind, Blechteile tragen und Orks vermöbeln, aber glaubhaft einen Ritter rüberbringen können nur die wenigsten. Adligenspiel ist eben mehr als das Tragen von Blech, und eine Sache, mit der sich auch erfahrene Larper durchaus schwer tun, weil man da nämlich anders spielen muss, als man selbst normalerweise ist.

  7. #17
    Chevalier
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    LARP lebt vor allem davon, dass man in der Rolle, die man spielen will, auch akzeptiert wird. Ich kann noch so sehr "Rogos der Erzmagus" heißen, wenn ich aussehe wie ein ein abgerissener Pirat wird mir niemand den großen Magier abnehmen.

    Du musst dir vorstellen, wie andere dich sehen, was du trägst, wie du dich ihnen vorstellst. Und du musst immer damit rechnen das NIEMAND deine Hintergrundgeschichte errät oder auch nur hören will.

    Und du willst Ritter werden. Ist legitim. Dazu gehört aber auch mehr als nur die Rüstung. Wenn du diesen Charakter durchziehen willst um Roitter zu werden brauchst du
    a) eine Ritterausbildung durch einen echten Ritter und
    b) jemanden, der dich danach auch zum Ritter schlägt.

    Das wird aber mit "Ich habe zu Hause einen Bruder erschlagen, weil der für den Grafen (mein anderer Bruder) gekämpft hat, der eine Bauernrevolte niederschlagen wollte..." schwierig werden. Da werden dich anderer Ritter entweder mit Skepsis ansehen, oder dir gleich an die Gurgel gehen...abgesehen davon, dass es erst noch schwieriger wird deine Geschichte glaubhaft zu machen (ausser du hast gute Beweise wie urkunden oder Siegel, die deine Herkunft dokumentieren), da ein Ritter normalerweise diejenigen, die er ausbildet selbst aussucht und nicht umherstromernde, bewaffnete Jugendliche aufnimmt.

    Das sind alles Dinge, die du im Kopf aufnehmen solltest.
    ...

    Bardengauer Fest, 14.-16.10.2016 (Chevalier Victor Henri de Nemour)
    Der Spalt unter der Tür (Cthulhu-Horror), 18.-20.11.2016 (Wilhelm Friedrich Richter, Reiseautor)

  8. #18
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    Zitat Zitat von Chevalier
    Und du willst Ritter werden. Ist legitim. Dazu gehört aber auch mehr als nur die Rüstung. Wenn du diesen Charakter durchziehen willst um Roitter zu werden brauchst du
    a) eine Ritterausbildung durch einen echten Ritter und
    b) jemanden, der dich danach auch zum Ritter schlägt.
    Jein. Man braucht so viel und so wenig für diese Rolle einen IT-Ausbilder wie für jede andere. Wer bereits das spielerische Zeug dazu hat, einen Ritter/Magier/Schmied/... zu spielen kann diese Rolle einfach spielen, solange der Rest passt.

    Nicht jeder dürfte Lust auf das Azubi-Spiel haben, auch wenn es natürlich Vorteile hat, wenn man erstmal an der Hand genommen wird, und ebenso kann es schönes Spiel generieren, irgendwann den Ausbildungsabschluss durchzuführen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #19
    Chevalier
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Jein. Man braucht so viel und so wenig für diese Rolle einen IT-Ausbilder wie für jede andere. Wer bereits das spielerische Zeug dazu hat, einen Ritter/Magier/Schmied/... zu spielen kann diese Rolle einfach spielen, solange der Rest passt.

    Nicht jeder dürfte Lust auf das Azubi-Spiel haben, auch wenn es natürlich Vorteile hat, wenn man erstmal an der Hand genommen wird, und ebenso kann es schönes Spiel generieren, irgendwann den Ausbildungsabschluss durchzuführen.
    Bezog sich hier ganz explizit auf sein Konzept, in dem er sagt er ist kein Ritter bisher. Also MUSS er das machen. Fertig.
    ...

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  10. #20
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    @ Fyrdraca: Bist du denn Thalisier?

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