Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Lychor
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    Nuncio, Stronzo aus dem Süden

    Nachdem ich mein Kampfpriester erstmal am überarbeiten bin und die Ausrüstung frühestens im nächsten Jahr Con tauglich ist, widme ich mich nun erstmal weniger aufwendigen Charakter Konzepten.

    Vorgeschichte

    Nuncio Batista Cuano Romulus Giacomo Audici De la Lucia ist der zweitgeborene Sohn einer wohlhabenden Adelsfamilie aus einem mediterranen Land, welches von der Kultur an Italien um 1500 angelehnt ist. (Sollte jemand eine Idee haben, welches vorhandene Larp Land dem entspräche, sagt mir ruhig bescheid, dann denke ich mir nicht das 100ste Land gleichem Stiles aus).

    Nuncio musste sich um nichts kümmern, er hatte einen geregelten Tagesablauf und genug Geld um sich das zu kaufen, wonach ihm war. Er wurde von den besten Lehrern unterrichtet, was ihn aber sehr anödete, immerhin konnte sich seine Familie doch Leute leisten, die für sie die Geschäfte erledigten und selbst das Fechten verschmähte er, da er es nie nötig hatte zu kämpfen.
    Seine Zeit verbrachte er viel lieber am Markt mit seinen Freunden auf der Suche nach Vergnügung oder noch besser in den Gärten oder am Strand, immer ein Auge auf die hübschen Mädchen.

    Als zweitgeborener Sohn war ihm nicht das Familienerbe vorbestimmt, doch seine Eltern wollten trotzdem das beste für ihn und so verlobten sie ihn mit der Tochter eines Erben losen Adelsgeschlechts der Stadt.
    Aber das gefiel Nuncio ganz und gar nicht, es so viele bella signoras die ihm ach so viel bedeuteten und die Ehe wäre das aus mit all den anderen Liebschaften gewesen. Als Nuncio dann von einem Freund erfuhr, das draußen außerhalb des Königreiches in einem fernen Land Frauen lebten die schöner seien als die aufgehende Sonne einer Sternenklaren Nacht, die den Horizont in süßem rot ertränkt.
    Da entschloss er sich in seinem Leichtsinn mit dem nächsten Schiff aus zulaufen und so zieht er nun mit seinem besten Freund zusammen durch die Länder und wird wohl sehr bald heraus finden, wie verwöhnt er ist und häufig auf die Schnauze fallen.

    Verhalten

    Wenn man Nuncio nach seiner Vergangenheit fragt, so wird er einem je nach Situation von Heldentaten berichten, die von der Rettung eines Klosters vor feuerspeienden Orks über die Erfindung eines Trankes der Metall zu Gold macht bis hin zu dem Ritt auf einem Drachen reichen.
    Von denen natürlich nichts stimmt. Nuncio spielt sich gerne auf und plustert sich mit Heldengeschichten auf, dadurch wird er wohl häufig im Zugzwang sein und sich beweisen müssen, was er nicht kann und so wird er ständig versuchen müssen irgendwie seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, sei es weil er sich dazu breit schlagen lassen hat beim Faustkampf Turnier mit zu machen oder weil er sich plötzlich, als Söldner verpflichtet einer Gruppe Banditen gegenüber sieht.
    Er hält sich mangels wirklicher Talente mit allerhand Gaunereien über Wasser. Zu Beginn hat er noch ein kleines Vermögen in seiner Tasche, aber so wie Nuncio mit Gold umgeht, wird ihm das inerhalb der ersten zwei Con Stunden abgenommen oder er verprasst es bei allerlei Dummheiten.
    Nuncio wird versuchen jedem Kampf aus dem Weg zu gehen und sollte einer unumgänglich sein, ist Verwirrung der Trumpf in seinem Ärmel um unbeschadet aus dieser Situation zu entkommen.
    Er ist sehr extrovertiert und recht neugierig, von ihm wird viel Interaktion mit anderen Charakteren ausgehen.

    Der Charakter ist von seiner Art ein wenig an Captain Jack Sparrow angelehnt nur unbeholfener.

    IMAG0296.jpg (0 KB)

    Der Degen kommt natürlich auf die andere Seite und auf dem Rücken, von dem Umhang verborgen steckt eine kleine Steinschlosspistole.
    Den Umhang ziert auf der Außenseite das Familienwappen der Audici

  2. #2
    Kelmon
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    Frage: Wozu suchst Du Dir explizit einen an Italien, 1500 angelehnten Hintergrund aus, wenn Du von der Gewandung auf Pirat, ca. 1700 gehst? Ein italienischer Adeliger/reicher Büprgerlicher zu der Zeit würde so aussehen. Gerade wenn Du anschluss an eine Gruppe suchst, die eben stilistisch an 1500 angelehnt ist wird Dir das nicht wirklich helfen.

    Vom charakterlichen her sehe ich da keine großen Probleme, auch wenn für mich "mit goldenem Löffel im Mund aufgewachsen" nicht unbedingt zu einem Talent für das "Straßengaunertum" passt.

    Wie bei so vielen jüngeren Anfängern hast Du Dich für "Adelig, aber nicht adelig wirken" entschlossen, und wie all diesen Anfängern würde ich sagen: Lass es. Spiel doch einfach den armen Herumtreiber, der Du auch sein willst.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Lychor
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    Vom Stil her habe ich mich an Ezio Auditore aus dem Spiel Assassins Creed inspirieren lassen, aber nicht als Assassine, sondern in seiner Jugend.
    Ich habe bei der Palette an Historikern die die Produzenten angestellt haben zumindest einen Hauch von Authentizität erwartet, deswegen dachte ich an Italien 1500. Du hast mich eines besseren belehrt, also nicht Ilatien 1500

    Ich suche keine Gruppe. Es geht mir viel mehr darum auf die Frage "Woher kommst du?" mit "XY" Antworten zu können, worauf dann die Chance auf ein "Davon habe ich schon mal gehört" bestünde.

    Es ist für Nuncio eben wichtig eine recht wohlhabende Vergangenheit gehabt zu haben, sonst wüsste er den Wert von Geld zu schätzen und könnte damit umgehen.

    Er ist auch nicht der klassische Straßen Gauner, der irgend wen ausraubt o.ä. Es wäre eher sein Stil ein Dokument zu entwerfen, mit seinem Siegel zu versehen, welches die Besitzurkunde zu einer Burg an der Küste ist, diese für den Spottpreis von 10Gold zu verkaufen ohne das diese Burg je existiert hat. Das ist die Art Gaunertum mit der er überlebt. Diese 10Gold verprasst er noch am selben Tag, weil er der Festen Überzeugung ist Söldner anheuern zu müssen, einen Barden zu finanzieren, ein Festmahl zu veranstalten und ein paar Mädels den Hof machen zu müssen.

    Nuncio will nicht, nicht adelig wirken, er trägt das Familienwappen bei sich und legt auch Wert auf seine Herkunft. Dass er seine Eltern in Schande führte, als er abreiste wird er niemals erwähnen

  4. #4
    Gerwin
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    Es geht mir viel mehr darum auf die Frage "Woher kommst du?" mit "XY" Antworten zu können, worauf dann die Chance auf ein "Davon habe ich schon mal gehört" bestünde.
    Dass ist eine Illusion beim Larpen. Es gibt (abseits von Spezialfällen wie DSA) kein Larp mit einer abschließenden Liste von Ländern an denen man sich orientieren könnte. Ich wüsste also nicht wo dein "Italien" nun geographisch zu Danglar, Thorwal, den Drachenlanden und ähnlichen liegt. Du wirst also im Regelfall erklären müssen wo dein Land nun genau liegt, da es auf größeren Veranstaltungen einfach zu viele Herkunftsorte gibt.

    Im allgemeinen würde ich als Anfängerchara weder zu einen 1500 Jahrhundert Chara noch zu einen Captain Jack Verschnitt raten. Die sind meist recht teuer, bei weiten nicht überall akzeptiert und letzten Endes nichts für Einsteiger. Im Regelfall.

    Ansonsten..was Kelmon sagt.

  5. #5
    Hubert
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    Zitat Zitat von Lychor
    Vom Stil her habe ich mich an Ezio Auditore aus dem Spiel Assassins Creed inspirieren lassen, aber nicht als Assassine, sondern in seiner Jugend.
    Ich habe bei der Palette an Historikern die die Produzenten angestellt haben zumindest einen hauch von Authentizität erwartet, deswegen dachte ich an Italien 1500. Du hast mich eines besseren beleert, also nicht Ilatien 1500
    Assassins Creed ist gar nicht so übel diesbezüglich, sofern man nur auf die Nebencharaktere schaut. Ezios Kleidung ist irgendwas Undefiniertes, in Venedig z.B. laufen die aber alle so rum wie der Herr von Kelmons Beispiel. Wobei dieser Stil eigentlich schon zu altmodisch ist für 1500...
    Bessere Beispiele findest du in der TV Serie "Borgia", die amerikanische Version. Auch nicht das Gelbe vom Ei, aber die dargestellte Kleidung entspricht eher der aus Italien um 1500. ("Italien" meint: Rom, Florenz, Mailand, Venedig, etc.)

    Ich suche keine Gruppe. Es geht mir viel mehr darum auf die Frage "Woher kommst du?" mit "XY" Antworten zu können, worauf dann die Chance auf ein "Davon habe ich schon mal gehört" bestünde.
    Castoso fällt mir spontan ein, wenn ich Italien und Spätmittelalter als Vorgabe höre.

    Aber du willst eher einen passenden Hintergrund für die gezeichnete Kleidung, als passendere Kleidung für den skizzierten Hintergrund, oder?

  6. #6
    Lychor
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    Castoso klingt doch schon mal richtig gut. Es muss ja auch keine Geographische ein Ordnung sein, aber ich finde es halt realistischer sich in bestehenden fiktiven Ländern zu integrieren, als sich selbst ein weiteres auszudenken. Aber wenn sich jeder etwas selbst ausdenkt, ist die Frage nach "woher kommst du?" einfach Sinnlos. Ich würde mir wünschen, dass sich auf die Dauer ein paar Länder für bestimmte Konzepte etablieren (z.B. Norska für Chaosanhänger, Thorwal für Wikinger ähnliche Charaktere, Bretonisches Reich für frühes Mitteleuropa...)

    Auch wenn ich in dem Forum recht neu bin, bin ich kein Anfänger mehr. Ich habe schon fast ein Dutzend Nsc Cons hinter mir und mit meinem Söldner Charakter Barek habe ich auch schon eine Hand voll Con Tage gesammelt.

  7. #7
    Riptack
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    Zitat Zitat von Lychor
    Ich würde mir wünschen, dass sich auf die Dauer ein paar Länder für bestimmte Konzepte etablieren (z.B. Norska für Chaosanhänger, Thorwal für Wikinger ähnliche Charaktere, Bretonisches Reich für frühes Mitteleuropa...)
    Wird wohl nicht passieren... Denn schon fast jede Orga denkt sich ihr eigenes Land/ Kontinent/ Insel aus. Und deshalb wird es wohl auch SCs geben die aus noch nie gehörten Ländern kommen.

    Ausserdem müssten dann ja alle Chaosanhänger sich irgendwie ähneln wenn sie alle aus Norska stammen. Genauso wie die Wikinger die alle aus Thorwal stammen.
    Ich bin nicht hier um zu gewinnen, ich bin hier um zu spielen. Denn wenn ich spiele, gewinne ich.
    ...
    Ja, wir sind alles Helden. Nett und fluffig.

  8. #8
    Lychor
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    Es gibt recht viele Cons auf Mythodea auch abseits vom ConQuest Orga Team und die Mittellande sind auch etwas strukturiert.
    Chaosanhänger ähneln sich ja auch in etwa immer, genauso wie Nordmänner. Sie sind bei weitem nicht identisch, aber so kann der Nordmann aus dem norden Thorwals eher isländisch und der aus dem Süden eher nach Dänemark aussehen (ich bin da historisch nicht so drin, das ich mich damit auseinander setzen könnte)

  9. #9
    Dutch
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    Zitat Zitat von Lychor
    Aber wenn sich jeder etwas selbst ausdenkt, ist die Frage nach "woher kommst du?" einfach Sinnlos. Ich würde mir wünschen, dass sich auf die Dauer ein paar Länder für bestimmte Konzepte etablieren (z.B. Norska für Chaosanhänger, Thorwal für Wikinger ähnliche Charaktere, Bretonisches Reich für frühes Mitteleuropa...)
    Es gibt einige wenige geschlossene Kampagnen, in denen dies tatsächlich so gehandhabt wird.
    Kurzer Off-Topic-Exkurs:

    Die Phönix-Carta ist wahrscheinlich die prominenteste geschlossene Kampagne, die vor allem in Norddeutschland bekannt ist. Diese Kampagne ist streng geschlossen. Insbesondere gibt es keine Übergänge zu anderen Welten oder Charakter-Konvertierungen aus anderen Systemen. Wer bei Phönix mitspielt, tut dies mit einem reinen Phönix-Charakter.
    Infos: http://www.phoenixlarp.de/

    Aventurien ist eine Spielwelt, die aus dem P&P Rollenspiel 'Das schwarze Auge' bekannt ist. Es gibt eine Bewegung, diese Welt als in sich geschlossene LARP-Welt zu bespielen.
    In puncto Geschlossenheit der Aventurien-Kampagne scheint es aber von Orga zu Orga recht unterschiedliche Auslegungen zu geben. Im Gespräch hob ein Veranstalter aus meinem Bekanntenkreis die Vorteile der Geschlossenheit der Aventurien-Welt besonders hervor. Umgekehrt kenne ich Spieler, die mit ihrem Mittellande-Charakter an Aventurien-Cons teilnehmen, was bei einer streng geschlossenen Kampagne eigentlich nicht möglich wäre (siehe Phönix LARP).
    Infos: http://www.aventurien-larp.de/navigation.asp

    Gegenüber geschlossenen Kampagnen scheint es im wesentlichen zwei Einstellungen zu geben:
    1. Wer in einer geschlossenen Kampagne spielt, findet dies klasse. Alle kennen die selben Länder, Völker, Religionen. Alle haben von den selben Persönlichkeiten und Ereignissen gehört. Daraus ergibt sich ein erheblich dichteres Spielerlebnis, als es in einer offenen Kampagne jemals erreichbar sein wird.
    2. Wer NICHT in einer geschlossenen Kampagne spielt, findet diese meist schlecht. Zum Beispiel weil er sich gezwungen fühlt, eigene Ideen zugunsten der Gegebenheiten in der Spielwelt zurückzustellen. Oder weil es zusätzliche Vorbereitungszeit kostet, sich in eine komplette Weltbeschreibung mit Details zu Ländern, Völkern, Religionen, etc. einlesen.

    Es gibt aber auch einen dritten Weg, wo Orgas sehr genau das Setting definieren, das sie mit ihrem Con (oder einer Abfolge von Cons) bespielen wollen. Es scheint so zu sein, dass die Spielerschaft und ihre Erwartungen um so homogener werden, je genauer das Setting definiert ist. Oft ergeben sich daraus besonders intensive Spielerlebnisse. Beispiele sind "Unter Ahlfeldts Fahne", "Die Turniertage", aber auch Cons aus Nischengenres, wie z.B. der Western-Con "Buffalo Hill".

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

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