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  1. #1
    Kleines Ich
    Kleines Ich ist offline
    Grünschnabel

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    Nicht-Lloth Drow im LARP

    Hey,

    mal frisch angemeldet aus einem sehr interessanten Beweggrund:
    Ich habe vor vielen Jahren eine Drow gespielt, die ist irgendwie eingestaubt. Damals allerdings in einer bunten Gruppe vollmaskiert untergetaucht, daher auch nie ein Problem.

    Jetzt habe ich das Bedürfnis, neben den anderen Charakteren, die sowohl im Klerikalen als auch im Magischen Bereich angesiedelt sind, wieder eine Drow zu spielen, vorzugsweise kämpfend.
    Das Gewandungsniveau hat sich ja deutlich gehoben (zur Allgemeinen Freude!), meine alten Klamotten sind aber ohnehin schon im Nirvana verschwunden, dementsprechend habe ich im Larperning mal geschaut, wie die moderne Drow heutzutage rumläuft.

    Darüber hinaus findet man natürlich mehr als ausreichend Kommentare und Blogs über "Wie spielt man einen Drow richtig" und "No-Go beim Drow".. Und hier fing ich an zu stutzen.

    In der Allgemeinheit scheint es nur 2 Kategorien von Drowspielern zu geben:
    1. Die richtigen Drow: Llothanhänger, definitiv in Gruppen unterwegs, Gesicht verhüllt, Drowchen kriegt Sonnenbrand in der Sonne, Drow halt.
    2. Der Rest. Allgemein als "Kuscheldrow" verschrien, ist es wohl alles, was eben nicht in der Gruppe auftaucht (also Solo ist), tagsüber rumläuft und auch noch die Frechheit besitzt, Haut zu zeigen.

    Das befremdelt mich sehr.
    Immerhin gibt es noch 2 Drowgötter, die ja tatsächlich an der Oberfläche handeln, nämlich Eilistraee (welche ja besagten Kuscheldrow entgegenspielen würde) und Vhaeraun.
    Bei beiden Göttern ist es nur natürlich, dass die Anhänger an der Oberfläche rumtingeln, warum also sollten diese so lichtempfindlich sein, wie immer gesprochen wird?
    Im Originalhintergrund der Drow jedenfalls wird berichtet, dass nach längerer Gewöhnung eines Drow aus dem Unterreich auch das Wandeln am Tage ermöglicht (siehe Drizzt), insgesamt aber ist es nicht "unmöglich" (Q'arlynd Melarn hat nach meinem Wissen auch nichts verhüllt, als er zeitweise im Eilistraee-Kult und zeitweise bei den Vhaeraun-Leutchen rumlief).

    Von diesen beiden Fraktionen abgesehen gibt es auch Drow, die allgemein an der Oberfläche sich befinden (Abgesandte im Cormanthor-Wald, Schädelhafen, Leute von Bregan D'Aerthe).
    Das alles spricht zumindest FÜR die Leute, die nicht nur Nachts Ihre Drow spielen wollen, oder etwa nicht?

    Desweiteren fuchst es mich, wie gesagt, dass jeder Solo-Drow der nicht Lloth-Anhänger ist (und selbst wenn, Solo scheint immer "doof" zu sein) gleich ein Kuschler sein soll.
    Es könnte
    1. ein Abtrünniger von unten (ob nun Eilistraee, Vhaeraun oder garkein Gott ist ja mal wurscht)
    2. ein Mitglied einer anderen Gottheit (Vhaeraun, allerdings aber auch z.B. Mask)
    3. ein Abtrünniger der Götter oben (Kerl bei Eilistraee-Leuten gelebt und unzufrieden das keine großartige Machtposition möglich ist bzw. Weibchen bei Vhaeraun-Anhängern die davon gehört hat, dass "woanders" Frauen regieren und daher abhaut)

    Das sind alles gut spielbare Solo-Hintergründe, die eine Interaktion auf dem LARP neben den üblichen Gefälligkeiten für Drow doch Interessant macht, ohne direkt jedem Klischee entsprechen und sich dem Gesamtbild der Allgemeinheit beugen zu müssen.

    Warum will man einen Drow spielen, wenn man
    a) auf Kuschelkurs aus (Drizztverschnitt oder Eilistraee-Drow)
    b) trotzdem böse
    sein will?
    Nun, Kuscheln können auch Menschen, Elfen, eigentlich so ziemlich alles kann ganz besonders weich gekuschelt sein, wenn der Spieler es so will. Ebenso hat es sich mit dem bösen, wie viele bleiche Elfen laufen denn rum und sind aus verschiedensten Spielewelten "Dunkelelfen", "Nachtelfen", "Schattenelfen", "Druchii" blablabla..
    Theoretisch ist man also für die Konzepte, wenn man keinen Spinnenküsser spielen möchte, völlig frei in seiner Auswahl..

    ..und dennoch haben die Drow etwas. Und damit meine ich nicht den Schminkaufwand, die oft aufwändige Ausrüstung oder die zungenbrechende Sprache die nur ein Zehntel aller Drow-Spieler rafft. Nein, es ist die Art der Rasse an sich.
    Ist man böse (ganz gleich wie) entspricht man den Vorurteilen, je nach Charaktertyp gibt es hier die Chance auf gutes Bluff-Spiel oder "Na und? Wenn du ein Problem damit hast, dann..." - es ist dem Spieler also egal, er wähnt sich in Übermacht (wie es bei den Drow nunmal Tugend ist).
    Andererseits, spielt man einen Kuscheldrow, oder zumindest irgendwas neutraleres (siehe "ich wechsel meine Kirche-Buhu"), hat man ein wunderbares Umfeld geschaffen für schönes, aufwändiges RP. ICH weiß ja, das ich nichts zu verbergen habe, aber die Vorwürfe.. handelt der Kuscheldrow möglichst Lichtihaft, wird der neutrale "Ich.-weiß-nicht-wo-ich-hingehöre"-Drow eher im Hintergrund bleiben und versuchen, nicht negativ aufzufallen.
    Langweiliges Konzept scheint das letztere zu sein - möglich, Ja, aber immernoch interessanter als mancher der im Teehaus sitzt und Kaffeesatz.. öh.. Teeblätter deutet.. oder Stundenlang im Alchemielabor sitzt.

    Abgeschweift bin ich nun wirklich immens, wie mir scheint.
    Egal.
    So viel einmal zu meinen Gedanken.

    Mich würde interessieren, wie ihr dazu denkt.
    Ich werfe demnach das Konzept einfach mal in den Raum:

    1. Drow, weiblich, ausgerüstet in Lederrüstung mit Schwertern und Dolchen, Gesicht verhüllt/maskiert (bei abnahme der Kapuze aber als Drow erkennbar)
    Hintergrund:
    Tochter irgendeiner x-beliebigen Drow, Erzeuger einer der Priester Vhaerauns - als Frau trotz dogmatische Gleichstellung beider Geschlechter im Patriarchat Vhaerauns benachteiligt, soll geopfert werden für einen Schlag gegen xy (ähnlich so gesehen wie Drizzt´s Geburt), in Kenntnis davon ("Du weißt, dass es für dich die Größte Ehre ist, dem Kult und dem maskierten Gott dienlich zu sein") findet sie das aber gar nicht toll und verschwindet.
    Wirklich Wissen um die anderen Drowgötter (Ausnahme Eilistraee, deren Gefolgsleute wurden bzw. werden ja regelmäßig angegriffen) sind nicht vorhanden, und das was vorhandne ist, gefällt nicht.
    Die Drow will einfach nur überleben, Kampferfahrung sammeln, Kenntnisse erweitern.. blabla (das kommt mal spontan aus meiner Feder).


    2. Drow, weiblich, Kleidung müsste man schauen, aber offenherzig (Freizügig?), nicht verhüllt
    Hintergrund:
    Mitglied der Eilistraee-Kirche, Ihr persönliches Ziel ist es andere Drow wieder "ins Licht" (hihi, Klischee) zu führen, auf den Reisen hilft Sie natürlich anderen, denn Ihr Interesse das Sinnbild des "bösen Drow" zu verändern, ist groß.


    Wie würdet Ihr, niveauvolles Spiel vorausgesetzt, auf Charaktere reagieren, die wie oben beschrieben auf einem Con auftauchen würden?
    Klar, man kennt den Hintergrund nicht, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nicht all zu viele Drow frei rumrennen gelassen wird, sondern früher oder später gefangen/gefoltert werden/Wahrheitszauber genutzt werden, wodurch diese Umstände zumindest ausgesprochen würden.

    So, genug geleiert, würde gern hören, was Ihr meint.

    Grüßle
    Kleines Ich

  2. #2
    Schlachtross
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    Hallo kleines-du,

    ich habe vom Drow Hintergrund keinen blassen schimmer - das Vorweg.
    Deine Einschätzung zu den diversen Drow Darstellungen teile ich aber schon, nur muss ich dir gleich sagen das mein Charakter auf jegwedes Drowkonzept gleich reagieren würde - mit blankem Hass.
    Und damit ist mein Charakter auf den 08/15 Cons nicht alleine.

    Konzept 1 wird wohl auf besagten 08/15 Cons eher nicht lange überleben da einfach in den Köpfen eine Drow=abgruntief Böse" Gleichung herrscht und Konzept 2 dürfte für einiges Augenrollen bzw Sabbern sorgen - freizügige weibliche Sc auf Con sind einfach ein Magnet für hormongeschwängerte Männchen.

    Kurz: Mach ein schönes Konzept draus, such dir passende Cons und vor allem hänge nicht zu sehr an einem Charakter. Als Drow wirst du wohl egal wie das Konzept aussieht nicht alt.
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  3. #3
    Dennis
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    Das Ding ist: Abseits vom offiziellen Drow Hintergrund sind Drow im Larp als "Spinnengöttin, unterirdisch, Böse, kill it if you see it" allgemein bekannt. Wenn eine Drow jetzt allein, überirdisch und ohne Spinnenkram rumläuft, mag das zwar sogar hintergrundtechnisch gehen, aber es wird kein Schwein interessieren, weil es eben nicht nach Drow Klischee aussieht und der Hintergrund eh vernachlässigbar für die Mitspieler ist. Je nach Con lässt man dann gewähren und die Drow wird wie jede andere Mitspielerin angespielt oder der Charakter sieht seine Nichtspinnengottheit 5 Minuten nach Time-In.

    Von daher: Eher nein. Mach einen Leck-mich-am-Arsch-Waldelfen oder so draus. Also die weniger nette Variante, nicht die Baumkuschler. Das dürfte verträglicher sein. Oder such die eben Drowspieler und schließe dich an.

    Gruß
    Dennis
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    Manchmal blogge ich Pen&Paper Zeug

    ~zurück aus den larplosen Landen~

  4. #4
    Cartefius
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    Ich sehe einfach das generelle Problem beim Drow-(oder auch Albae- oder Druchii-)spiel darin, dass es unter Larpbedinungen eine sehr ungünstige Kombination von einer schlecht darstellbaren, fast zwangsläufig stark kompromissbehafteten Umsetzung auf der einen Seite und einem extrem raumgreifenden, auf spielerische Macht und bestimmte Reaktionen fixiertem Hintergrund auf der anderen Seite ist.

    Da sind auf der einen Seite die Drow als Übersteigerung des sowieso schon übermenschlich ausgelegten Elfenkonzepts, unglaublich schlau, schön, schnell, magisch begabt und mit natürlicher Magieimmunität gesegnet, reich an Erfahrung, im jahrzehntelangem Kampf gestählt und von den besten Lehrmeistern ausgebildt, reaktionsschnell, skrupellos, und nebenbei noch überirdisch talentierte Handwerker mit Zugang zu seltenen und extrem hochwertigen Materialien.
    Damit setzt man sich schon die Messlatte so extrem hoch, dass auch ein Umsetzungsversuch unter den besten Bedingungen problematisch wird.

    Auf der anderen Seite, auch noch mehr als bei Elfen generell, werden ganz bestimmte Reaktionen bei den Mitspielern gefordert: Man soll die Drow als Dunkelelfen erkennen (auch wenn sie in den meisten Fantasyhintergründen unbekannt sein dürften), ihnen mit Furcht und Respekt begegnen, irgendwie die Eros-und-Thanatos-Gratwanderung mitmachen, aber auch nicht wie es dem Hintergrund angemessen wäre sofort den Lynchmob zusammentrommeln.
    Die einzige Möglichkeit, wie das meiner Ansicht nach einigermaßen vorlagengerecht funktionieren kann, ist, wenn die Drow auf dem Con tatsächlich klar als Antagonisten positioniert sind, also eindrucksvoll umgesetzt und in einer Position der Stärke auftauchen, so dass die SC quasi gezwungen sind, die Faust in der Tasche zu ballen.

    Das Spiel von "guten Oberflächendrow" hingegen finde ich unter Larpbedingungen einfach unsinnig. Meiner Ansicht nach fallen nämlich dann die einzigen Sachen, die diese Spezies interessant machen, nämlich das Flair des übermenschlichen, elementar bösen Gegners (ähnlich wie man es bei Vampiren und Dämonen findet) weg, ebenso wie mit der Lichtempfindlichkeit die einzige klar definierte und eindeutige Schwäche.
    Mir ist zwar bewusst, dass die Figur des "Missverstandenen Monsters" ein sehr klassisches Literaturkonzept ist, und ich kann in gewissem Maße den Reiz einer solchen Figur nachvollziehen. Vor dem Larphintergrund, bei dem es aber keinen klaren Hintergrund einer übermenschlichen und gefürchteten Monsterrasse gibt, und bei der ein großer Teil der aktiv bespielten Larpdrow sowieso schon mittelmäßige Umsetzungen irgendwie verbogener Kompromisslösungen sind, macht es aber keinen Sinn, sich mit einer noch weiter vom Ursprungskonzept entfernten Version zu positionieren.

    Ich persönlich würde deswegen auch, wenn es tatsächlich um die schauspielerische Herausforderung geht, zu einer Rolle mit einer weniger großen Bugwelle an "ich bin so schön und auch so böse" raten, und tatsächlich mit einer lebensnäheren, realistischer gestrickten Rolle versuchen, in tiefgreifenderes und weniger plakatives Spiel zu kommen.

    Wenn es hingegen mehr um die Inszenierung einer sichtbar bösen, unmenschlichen und machtvollen Rolle geht, um damit extreme Reaktionen zu provozieren, würde ich hingegen eher etwas nehmen, bei dem man mehr Möglichkeiten hat, darstellerisch "auf den Putz zu hauen", also z.B. einen Dämonen, furchteinflößenden Tiermenschen oder sonstigen Exoten, bei dem man mit Maske, Ausrüstung und sonstigen Gimmicks arbeiten kann.

  5. #5
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    Ich kann nur sagen, wie zumindest die Charaktere auf eine Drow reagieren würden, die wissen, was das ist (Mein Römer, mein Musketier, eventuell mein Thorwaler): Mindestens mit Waffe in Schach halten, bis geklärt ist, was man mit ihr tut, und bei jeglicher Gegenwehr vermutlich über den Haufen schiessen/abstechen, oder es zumindest versuchen.

    Ich sehe das wie Cartefius, daß Du für das Bespielen eines solchen Charakters schon vorab in einer gewissen Machtposition sein mußt, oder unter Schutz stehst. Das kann mit einer Orga vorher abgeklärt das Wissen um den Plotschlüssel(tm) sein, so daß man mit Dir kooperieren muß, das kann die große Gruppe sein, die hinter Dir steht, oder eventuell auch eine sonstwie mächtige Person, die ihren Einfluß für Dich geltend macht - warum auch immer.
    Oder Du wechselst ebenfalls nach Gespräch mit der Orga auf die Gegenseite als Widersacher - oder bildest Deine eigene 1-Mann-Partei im auf der Con ausgespielten Konflikt.

    Dazu kommt eben, daß ich nach einigen erlebten Drow wirklich langsam skeptisch bin, ob jemand mal die Rolle so rüberbringen kann, daß diese Wesen auch richtig rüberkommen, und nicht nur wie irgendein LARP-Hansel in schwarzer Lederrüstung.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
    Kleines Ich
    Kleines Ich ist offline
    Grünschnabel

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    Hey!

    Danke für Eure Rückmeldungen!
    Mal nebenher das die Drow an sich auch die von mir häufigste im P&P bespielte Rasse sind (diverse Richtungen) finde ich das alles doch noch immer sehr reizend.

    Die Skepsis kann ich allerdings nachvollziehen, klar.
    Eine wirklich gute Drow spielt Chika (Chasstra? oder so ähnlich), tolles Outfit, tolles Play. Selbst schon einige Male erlebt. Und selbst wenn Sie als NSC irgendwas spielt, hat man gehörig Respekt
    Aber das muss man tatsächlich selbst erleben.

    Ihr meint also, ohne gewisse "Hilfe" (sei es eine Gruppe oder zumindest eine weitere, mächtige Person) sei es nicht ratsam, eine Drow zu kreieren?

  7. #7
    Nount
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    Zitat Zitat von Kleines Ich
    Eine wirklich gute Drow spielt Chika (Chasstra? oder so ähnlich), tolles Outfit, tolles Play. Selbst schon einige Male erlebt. Und selbst wenn Sie als NSC irgendwas spielt, hat man gehörig Respekt
    Aber das muss man tatsächlich selbst erleben.
    [...]
    ... aber bitte nicht auf normalen Cons, wo alle dann gehörig ihren Charakter verbiegen und beide Augen zumachen müssen, um die Drow nicht sofort umzubringen

    Mach dir einen Drow-Charakter, geh damit auf spezielle Böse-SC-Cons oder auf Großcons und alle sind glücklich.

    Für normale Cons ist das nix.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  8. #8
    Kleines Ich
    Kleines Ich ist offline
    Grünschnabel

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    Uh, bitte! Ich hoffe das ist jetzt nicht so rüber gekommen, als würde ich mir irgendwie irgendwas drowiges Bauen und damit frohlockend über Lichti-Cons springen!
    Nein Nein, es hat hier kleinere Cons, wo auch Drow rumlaufen, oder andere Nicht-Gute Charaktere. So ist es ja nicht. Gibt ausreichend Neutrale oder Böse Cons.
    Trotzdem würde ich mich nicht gut bei einem Konzept fühlen, dass von 99% aller Personen als "Bullshit" abgestempelt würde.


    Edit:
    Mit "gute Drow" meinte ich nicht Gesinnungsmäßig gut, sondern gut gespielt. Falls das grad so rüberkam!

  9. #9
    Cartefius
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    Ihr meint also, ohne gewisse "Hilfe" (sei es eine Gruppe oder zumindest eine weitere, mächtige Person) sei es nicht ratsam, eine Drow zu kreieren?
    Ich stehe Drow als SC generell sehr skeptisch gegenüber, genau wie Vampiren, Albae, Halbdämonen und ähnlichem. Ich gebe aber zu, ich bin da vorbelastet, ich habe nämlich auch das erwähnte "niveauvolle Spiel" noch nie live bei solchen Charakteren erlebt, die Drow, die ich als SC erlebt habe, waren größtenteils überhaupt nicht merklich geschauspielert, sondern wirkten wie Otto Normalabenteurer, nur eben mit schwarzgeschminkter Haut.

    Das Spiel eines "klischeebösen" Drows halte ich aber prinzipiell für machbar, weil Bösartigkeit im Gegensatz zu vielen anderen Dingen noch eine irgendwie greifbare und umsetzbare Komponente des Konzepts ist. Da es aber in der Natur einer solchen Rolle liegt, andere Konzepte gegen sich aufzubringen, und zwar um so mehr, je besser sie gespielt ist, halte ich eine Umsetzung als "ein SC unter vielen" nicht für sinnvoll, weil man hier eigentlich davon ausgehen muss, dass die Mitspieler hier entweder eine finale Konfrontation herbeiführen oder ihre Konzepte zur Brezel verbiegen müssen. Ausnahme wäre hier die angesprochene "Position der Stärke", entweder durch eigene militärische Präsenz oder als Protégé einer solchen, was sich als NSC besser umsetzen lässt.
    Desweiteren eignen sich solche Rollen meiner Meinung nach nicht für die alltäglichen, banalen Probleme des Larpalltags: Ein Drow auf dem Klo oder in der Essensschlange macht wenig Sinn, und auch hier hat das Spiel als NSC den Vorteil, sich nach einer eindrucksvollen Szene wieder ins "Off" verziehen zu können.

    Um das ganze besser einordnen zu können: Wenn du schreibst, dass du im Tischrollenspiel regelmäßig Drow spielst, was stellst du dir denn mit dieser Figur so für Schlüsselszenen des Charakterspiels im Conalltag vor?

  10. #10
    Section31
    Section31 ist offline
    Fingerwundschreiber

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    532
    Die meisten Leute wollen Klischees im Larp und Drow gelten nunmal als böse. Wie hier schon geschrieben wurde, gilt in der Regel Kill-on-sight. Alle Spieler, die nicht-böse Drow spielen, machen somit den anderen automatisch ihr Larp kaputt. So einfach ist das.

    Diskussionen über Vorlagen, "Realismus", etc. sind IMHO völlig überflüssig weil philosophischer Natur. Hier geht es einfach um Vereinbarungen zwischen den Spielern. Soll heißen, wenn du Mitspieler findest, die deinen Charakter - egal wer/was er ist - akzeptieren, ok. Schön für dich. Aber erwarte das bitte nicht von anderen Spielern und ärgere dich bitte nicht, wenn dein Drow-Charakter ohne Diskussion abgelegt wird.

    Liebe Grüße,

    Section31
    In God we trust, the rest we monitor

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