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  1. #1
    niitri
    niitri ist offline
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    Magdalena vom Mühlenberg

    Hallo zusammen. Ich bin Anfängerin und möchte euch gern mein Konzept vorstellen.
    Ich wünsche viel Spass!
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    Magdalena vom Mühlenberg




    Fragt mich nicht wer ich bin, woher ich komme und wohin ich gehe, denn ich ich weiss es nicht!

    Mein Name ist Magdalena vom Mühlenberg. Viele Sommer und Winter bin ich jetzt schon unterwegs , ziehe durch das Land.

    Ich war noch ein kleines Mädchen, als eines abends ein Wanderer an unsere Tür klopfte. Der Sturm und der Hagel waren gerade über das Land hinweggefegt, überall sah man verwüstete Felder, zerstörte Hütte. Die Menschen litten unter Hunger , hatten kein richtiges Dach über dem Kopf. Krankheiten breiteten sich aus. Es fehlte an Holz und vielen anderen Dingen um die Häuser wieder aufzubauen, die Saat war komplett vernichtet. Wohin man auch blickte, überall herschte grosse Not.
    Auch unsere Mühle war zerstört. Mein Vater und meine Brüder bemühten sich sie wieder zum Laufen zu bringen und wurden oft ausgelacht. Wozu eine Mühle , wenn es doch kein Korn gab, das gemahlen werden konnte.
    Fremde verirrten sich nur selten in unsere Gegend. Deshalb waren wir auch erstaunt über unseren nächtlichen Besucher. Er machte mir Angst. Seine Haare und sein Bart schienen bis zum Boden zu reichen und verdeckten den Grossteil seines Gesichts. Tiefe Falten verliefen über seine Wangen, wie alt er war konnte man kaum sagen. Aber seine blauen Augen blitzten wie ein paar Edelsteine.
    Völlig durchnässt und zerzaust stand er da, die Haltung gebeugt wie unter einer schweren Last.
    Seine Stimme zitterte als er um etwas zu essen und einen Unterschlupf für die Nacht bat. Wir teilten unser letztes Brot mit ihm und er schlief auf dem Boden ein.

    Er schlief zwei Nächte und zwei Tage.
    Er blieb.

    Er war zu alt und zu müde um weiter zu ziehen, und mein Vater konnte ein paar helfende Hände gut gebrauchen. Jeden Abend spielte er auf einem fremdländisch aussehenden Instrument, das er immer unter seiner Kleidung verbarg und hütete wie einen kostbaren Schatz.
    Einmal fragt ich ihn, wann er uns wieder verlassen würde. Sanft strich er mir über den Kopf, lächelte dabei und antwortete "ich habe gefunden wonach ich suchte."

    Es brachen bessere Zeiten an. Wie durch ein Wunder wuchs das Korn auf den Feldern, Sonne und Regen wechselten sich ab, genau wie wir es brauchten und den Flüssen wimmelte es von Fischen. Die Menschen schöpften neuen Mut und machten sich gemeinsam an die Arbeit.

    Ich verbrachte viel Zeit mit dem alten Mann, der immer jünger zu werden schien. Nie konnte ich genug bekommen von seine Geschichten über die fernen Länder, die Schönheit wunderlicher Tiere, die Macht furcheinflössender Drachen. Ich staunte und lachte über die Streiche kleiner Menschen. Abends wiegte mich sein sanftes Flötenspiel in den Schlaf.
    Es vergingen viele Jahre voller Glück.

    An meinem 16. Geburtstag rief er mich zu sich und sah mich lang an. "Es ist Zeit für mich zu gehen" ..........ich war erschrocken, nie hatte ich daran gedacht, das er uns einmal verlassen würde.Tränen liefen mir über das Gesicht.
    Sein Blick war zögernd, prüfend, schliesslich holte er etwas hervor, was er unter seinem Hemd verbarg und legte es um meinen Hals.
    " Dies hier ist der Schlüssel zum Herzen der Natur., Er kann dir jeden Wunsch erfüllen. Doch hüte dich mein Kind, dir selbst sei nur das nötigste gewährt, sonst wird dein Glück nur von kurzer Dauer sein. "
    Ich weiss noch heute wie mein Herz klopfte. "Wie funktioniert er? " wollte ich flüsternd wissen.

    " Wünsch dir was und zweifle nicht daran und, ....", er zog seine Flöte unter dem Gewand hervor, "sag es mit Musik!"

    " Aber ich kann nicht...."

    Er umarmte mich ein letztes Mal. " Zu jedem Wunsch gibt es ein Lied, die Töne wirst du finden. "

    Die nächsten Tage sah ich ihn nur noch selten.Er wanderte durch die Wiesen und Wälder, mit jedem Tag gebückter, seine Haar wurde länger, sein Gang schleppender. Und eines Morgens fand ich ihn am Mühlenbach sitzend unter einem Baum. Er lächelte und schien zu schlafen, aber sein Herz hatte aufgehört zu schlagen.
    Die Flöte wickelte ich in seinen Mantel und vergrub sie unter dem Baum. Den Schlüssel trug ich um meinen Hals. Ich fühlte mich verloren ohne ihn, was um mich herum geschah , das bekam ich kaum mit.
    Bis zu dem Tag an dem meine kleine Schwester schwer erkrankte. Geschwächt vom Hunger bestand kaum noch Hoffnung. In meiner Verzweiflung suchte ich nach der Flöte. Ich wünschte mir so sehr, das meine Schwester wieder gesund werden würde und nach einem halben Tag gelang es mir auch der Flöte ein paar Töne zu entlocken.

    Das kleine Mädchen erholte sich schnell, alle glaubte an ein Wunder, und das war es auch.
    Ich wurde mutiger.Ich wünschte mir etwas zu essen, Sonne, Regen, alles was wir so dringend brauchten. Jeder Wunsch ging in Erfüllung. Die Warnung des alten Mannes war fast vergessen.
    Bis zu jenem Tag. Ich sah dieses wunderschöne Kleid auf dem Markt und stellte mir vor wie ich es tragen würde. Ich sprach den Wunsch nicht aus, spielte auch die Flöte nicht. Doch als ich ein paar Tage später die Strasse entlang ging, lag dort dieses Kleid als hätte es auf mich gewartet. Die fahrenden Händler waren längst weitergezogen.
    Ich versteckte das Kleid bis zum Tag der Hochzeit meines Bruder, an dem ich es tragen wollte.
    Ich fühlte mich wunderschön. Doch als die Feier so richtig im Gange war, stand das Kleid plötzlich in Flammen. Ich wurde mit Wasser überschüttet doch es dauerte lang, bis das Feuer erlosch. Ich hätte völlig verbrannt sein müssen, doch ich war vollkommen unverletzt.

    Danach war nichts mehr wie vorher. Die Menschen mieden mich, Kinder warfen mit Steinen nach mir, selbst meine Familie schien Angst vor mir zu haben. Ich wünschte mir, das dieser Pein endlich ein Ende hat.
    Uns so kam es , das eines Tages mein Vater zu mir sprach " Tochter, ich wünsche das du mein Haus verlässt!"

    Wortlos nahmen wir Abschied,das einzige was mir von meiner Familie geblieben ist...das Brautkleid meiner Mutter, das sie für ihre älteste Tochter aufbewahrt hatte.

    In den Mantel des alten Mannes gehüllt machte ich mich auf den Weg .Aber das ist schon viele Jahre her. Ich bleibe dort wo es mir gefällt, mal nur ganz kurz, mal etwas länger.Doch ich bin nirgendwo daheim.
    Woher ich komme hab ich längst vergessen, wohin ich gehe weiss ich nicht. Aber jetzt bin ich hier und brauche ein Stück Brot gegen den Hunger, ein Schluck Wasser gegen den Durst und einen Platz um mich auszuruhen.

    -------------------------------------------------------------------------------------

    Das soll meine Hintergrundgeschichte sein, die es mir ermöglichen soll in viele verschiedene Rollen zu schlüpfen, angefangen von ner einfachen Magd oder Schankmaid........Weggefährte eines verschrobenen Zauberers oder eigenmrödlerischen Alchimisten.......später sind dann auch Rollen möglcih wie die Gehilfin eines Machthungrigen Magiers.....Sklavin......eine um aufmerksamkeit ringende Geliebte bis hin zur Kriegerin. Der Mensch ist schliesslich leicht verführbar von Reichtum und Macht. Wieviel von der Hintergrundstory preis gegeben wird kann ich ja im Spiel entscheiden. Die einzigen Konstanten sollen der Schlüssel sein, der alle Wünsche erfüllen kann, die einfachen, aber auch heilen...oder dir Umkehr von Zaubersprüchen. Die Flöte dient dabei nur als Schutz für die Träger, um vom eigentlichen Magischen Gegenstand abzulenken.
    Eine weitere Eigenschaft des Schlüssels ist, das er den Alterungsprozess anhält oder umkehrt, wenn sie im Einklang mit der Natur lebt....wobei die Alterung voranschreitet wenn sie nach Macht und Reichtum strebt.

    Jetzt bin ich gespannt auf eure Meinungen.........und hoffe auf zahlreiche Anregungen und Ratschläge

    Viele Grüsse Magdalena

    Liebe Magdalena, deine lange Trennlinie hat die Threadbreite gesprengt, dadurch lassen sich Texte auf kleinen Bildschirmen schlecht lesen. Bitte sei etwas zurückhaltender mit der Breite von Trennlinien in Zukunft.

  2. #2
    stephan_harald
    stephan_harald ist offline
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    Halte ich für Unfug. Sorry aber ich denke lieber kurz und direkt.

    So eine Story mag sich für dich recht nett anhören, aber so ein magischer Gegenstand gerade wenn er solch eine spieltechnische Macht haben soll, die teilweise nicht mal darstellbar ist ist Quark.

    Mach das ganze mal ohne magische Gegenstände, die dir irgendwelche Wanderer zustecken. Vor allem ohne, die jeden Zauber umkehren können, heilen können und noch Wünsche erfüllen (vor allem wie soll Wünsche erfüllen von statten gehen? Glaubst Du eine SL auf einem Con hat nichts besseres zu tun, als Deine Wünsche zu erfüllen?)

    Ganz offen? Powergamer Story Teil 0815, Note 6 Thema verfehlt, 1994 wäre das vielleicht noch durchgegangen 2012 lacht man drüber.

    Stephan

  3. #3
    Gerwin
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    Eigentlich eine schöne Geschichte. Die Betonung liegt auf eigentlich. Auf Con wird das schwierig. Du alterst ja unter anderen normal, und du kannst auch keine Wünsche erfüllen (wäre ja sonst auch langweilig).

    Ich denke zwar dass es durchaus Gruppen gibt die solche Charaktere aufnehmen, sehe das aber persönlich wie stephan_harald. Selbst in meiner Gruppe wollte ich so etwas nicht unbedingt haben.

    Nur am Rande:

    Eine Hintergrundgeschichte ist im Regelfall dafür da zu erklären warum ein Charakter nun in Rolle X unterwegs ist. Ein Charakter der in diverse Rollen schlüpft ist schwierig. Ich würde einen neuen erstellen, ohne magische Gegenstände. Wenn du eine Kriegerin spielen willst mach dir eine Kriegerin, wenn du eine Sklavin spielen willst (als Anfängerin nicht zu empfehlen) mach dass. Verschiedene "Rollenbilder" sollten besser von verschiedenen Charakteren erfüllt werden. Und man hat ja genug Zeit sich auch einen zweiten oder dritten Charakter zu bauen.

  4. #4
    Lorenz
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    ich mag mich irren, aber "Sklave(in)" war noch nie ein geeignetes Rollenkonzept als Spieler(in)...

    Ansonsten das was stephan sagt.
    Basically... RUN!

  5. #5
    niitri
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    Ich glaub ihr habt mich da so ein klein wenig falsch verstanden. Die Geschichte hilft lediglich mir mich in die Rolle reinzufinden.Es ist nur meine Geschichte in meinem Kopf, erzählt muss sie garnicht werden und wird es auch nicht. Auf einem Con gehöre ich dann zum beispiel....lediglich zur Tavernencrew, bin ne Weile auf Wanderschaft gewesen und schliesslich dort gelandet....mehr muss garkeiner wissen und wenn ich öfters mal mit ner Flöte rumfuchtele in meiner "Freizeit" .....dann auch für mich, es hilft mir mich aus dem ativen Spiel zurückzuziehen , aber trotzdem dabei und anspielbar zu sein. Hin und wieder brauche ich Auszeiten. Alles andere wird sich ergeben und muss garnicht zum Tragen kommen.
    ....und wenn ich das nächste mal Lust auf ne kriegerin hab.....das gleiche.........

    ..und was die Wünsche betrifft..........ja es wäre furchtbar langweilig durch die Gegend zu rennen und alle Wünsche werden erfüllt .........aber auch etwas zu essen, ein Gespräch oder ein Lied kann ein Wunsch sein....der sich doch durchaus erfüllen lässt...( ..und nein....es wird nicht ausgesprochen)

  6. #6
    niitri
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    @ Gerwin..............genauso hab ich das vor.....will ich eine Magd sein, dann tu ich es...........will ich eine Kriegerin sein, dann auch.........

  7. #7
    Aeshma
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    Kann mir einer ne Zusammenfassung schreiben... ?

    Grüße
    Aeshma
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    Bei Problemen gebt uns bitte im Thread "Meldungen an die Mods" Bescheid. In wirklich dringenden Fällen (oder Dingen die nicht öffentlich sein sollen) bitte auch per PM. Wir kümmern uns dann ASAP.

  8. #8
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    Eine solche Charaktergeschichte und das Konzept der magischen Musik ist nett für einen Charakter in einem Roman, vielleicht auch noch für das eine oder andere Pen&Paper, passt aber nicht wirklich fürs Liverollenspiel.

    Schraub die Geschichte ein paar Stufen zurück - mach vielleicht einen Charakter draus, der mittels Musik heilen kann, sofern du das entsprechende Musikinstrument ernsthaft beherrschst - oder Richtung Barde, auch da kann man ein bisschen Magie einfließen lassen, wenn man das möchte...

  9. #9
    stephan_harald
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    Niitri: Sobald Larper die Wunschnummer rausbekommen, wird der Spruch: Bück dich Magd Wunsch ist Wunsch dein ständiger Begleiter sein.

    Und ich schreibe es noch mal, wenn ich eine Conanmeldung mit so einer Hintergrundgeschichte bekomme, würde ich als Veranstalter von Deiner Teilnahme absehen. Ich beschäftige mit nicht mit jeder Person das kann ich zeitlich nicht leisten. Ich beurteile das nach vorliegenden Dingen und da würde ich eben lesen: Powergamerin mit Allmachtsfantatsie... Ergo: Ablage rund und gut.

    Ich glaube auch nicht, dass ich da so alleine auf der Welt bin mit meiner Einstellung.

    Stephan

  10. #10
    Aeshma
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    Ich persönlich würde dir zu einer einfachen Hintergrundgeschichte raten, die dann zu dem Charakter passt. Ein einfacher Hintergrund ist offener als irgendetwas hochkompliziertes um damit weiter zu spielen.

    Wenn du eine Magt spielen willst, wirst du wohl in einer Gruppe spielen und da brauchst du als Hintergrund eigentlich nur dass du z.B: die Magt eines Besserverdieners bist und deshalb in der Gruppe dabei.

    Alles andere braucht kein Mensch...

    Bevor man aber weiter auf dem Hintergrund rumreitet:

    WAS willst du spielen? Was willst du erleben? Was stellst du dir vom LARP vor was du tun willst?

    Ewige Hintergründe sind ein altes P'n'P überbleibsel. Je länger die Leute spielen desto einfacher werden ihre Hintergründe...

    Grüße
    Aeshma
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