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  1. #1
    Gerwin
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    Schnellprojekt, ein Sklave für unter 500 Euro

    Ich brauche mal recht dringend eure Hilfe für ein Schnellprojekt (Zeit besteht nur noch bis Ende Oktober). Grundlage ist die Einladung eines (beziehungsweise mehrere) Freunde endlich mal selbst einen Sklaven/Leibeigenen spielen zu dürfen. Jetzt mag man sagen "ein Sklave orientiert sich immer doch von seiner Kleidung her am Herrn", das funktioniert aber im konkreten Fall nur sehr schlecht da die Gruppe recht bunt gemischt ist. Da ich nebenher noch an einen Kelten schustere wäre es gut gewisse "Querverbindungen" zu ermöglichen. Leider hat das ganze eine Obergrenze von 500 Euro (noch muss ja für KFZ und Motorradführerschein gespart werden).

    Ich beginne einfach mal mit den wichtigsten, der Kleidung:

    Bei der Hose würde ich gerne den Affen Zucker geben. Sprich im Klischeekeltenkaro bleiben. Eine Oberbekleidung wie eine Tunika ist erst einmal von der Gruppe "nicht gewünscht" um das ganze etwas vom freien Mann abzugrenzen, statt dessen würde ich als Kompromis (ist ja kalt im Herbst) auf einen Rechteckumhang (selbstverständlich in anderer Musterung zu setzen). Bei den Schuhen rechne ich mit Bundschuhen für den Anfang, ob darunter Wollsocken oder keine Socken getragen werden sollen/dürfen diskutieren wir noch intern .

    Dazu kommt ein Seil als "Langgürtel", und keine Kopfbedeckung (weil Kelte). Zusätzlich dachte ich an entsprechenden Halsschmuck, sowie komplett geschlossene Armreifen.

    Jetzt...das große Problem:

    Wir wollten die Sklavensache recht "brachial" durchziehen ohne jedoch die Holzhammermethode moderner "BDSM-Symbolik" wie irgendwelcher Lederhalsbändchen und Co zu haben. Die Alternative wäre so etwas unterhalb des Torque. Vielleicht ein paar Wunden oder ein "Brandzeichen" am Oberkörper? Oder lieber auf den Handflächen?

    Eingebaut soll das ganze als "Arbeitssklave" werden, sprich jemand der sich um das Essen und vor allem die Erziehung der Kinder kümmert.

    So zumindest der Grundgedanke .

    Und jetzt "ihr". Nur zur Vorplanung, angedacht ist dass ganze auf einen "normalen Fantasycon".

    edit: nach kurzer Skyperücksprache soll ich noch einmal Anfragen ob eine Einzelperson (oder größere Gruppe) für die nächste Saison Interesse an zwei "keltischen" Sklaven hätte. Wir sind OT natürlich komplett eigenständig, mit eigenen Auto, Zelt, Essen, Toilettenpapier usw. Einzige Bediengung wäre eine gewisse "OT-Sympathie" (wenn schon geschuftet werden soll dann wenigstens für Leute die das zu schätzen wissen ) und dass es sich nicht um das typische "Lustknabenkonzept" handelt. Für Knaben sind wir beide etwas zu alt.

  2. #2
    Theowyn
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    sollten wir je zusammen auf einer Con spielen werde ich dich von deinen Ketten befreien.. Kein Kelte verdient es in der Leibeigenschaft sein Leben zu fristen..

    ansonsten würde ich sagen:

    - pro Brandzeichen (Handflächen ist schwierig, da es hier nicht so lange halten wird).. ich finde es am Hals sehr ansprechend
    - pro Bundschuhe mit dicken Wollsocken
    - pro Metallring mit Namensrunen des Herren

    - contra keine Tunika.. fällt mir im Moment aber evtl. auch einfach nur schwer, mir da etwas passendes zu auszudenken, was man statt dessen nehmen könnte..

    Generell aber, unabhängig von meiner IT-Bbneigung gegen Versklavung.. Super Konzept, freu mich immer, wenn ich so etwas im Spiel sehe..
    Es ist der Lauf der Zeiten
    Und schon seit Erd`besteh'n
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    Im wilden Sturmwind weh'n

  3. #3
    Chevalier
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    Die echten Kelten hatten aber Sklaven und kein Problem damit sich gegenseitig zu versklaven.

    Wichtig ist ja eigentlich vor allem der Qualitätsunterschied ggf. bei den Kleidungen. Ich weiß jetzt auch nicht was gegen eine Tunika spricht. Und im Oktober kann es doch schon empfindlich kalt sein: was sollst du denn da tragen wenn nicht eine langärmelige Tunika? Daher würde ich sagen trage eine, aber mach sie extra in unpassender Größe, so dass sie wie ein abgelegtes Kleidungsstück einer größeren Person wirkt mit längeren Ärmeln oder so und dazu gröberen Stoff verwendest. Vielleicht passend mit Flicken, ausgefransten Rändern oder ähnliches.

    Halsring wie auf dem Foto fände ich gut, Schmuck solltest du als Sklave gar keinen tragen. Arbeitssklave und "Erziehung der Kinder" passt jetzt allerdings nicht so ganz zusammen finde ich.

    Und vergiss eine Kopfbedeckung nicht!
    ...

    Vexin-Con - 16.-18.02.2018
    Westfurth 8 - 29.03.-02.04.2018 (Chevalier de Nemour)
    Verlassene Lande 4 - 11.-13.05.2018 (Spießknecht Olivier)
    Kelch & Adler - 07.-10.06.2018 (Spießknecht Olivier)
    Westmynd - Dunkle Chroniken III - 02.-04.11.2018 (Novize Raymond)

  4. #4
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    Torque würde ich bei einem Sklaven weglassen. Ein versklavter Krieger, tzz, wo gibts denn sowas.

    Die Karohosen kriegste recht günstig aus Wolle bei ebay. Ansonsten recht solides Konzept. Btw. Oben ohne im Herbst mag cool sein, aber ich würde zur Not bei sehr großer Kälte mal ne Tunika einpacken. :-)

  5. #5
    Gerwin
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    Erstmal danke euch. Ich fang mal von hinten an. Die Kopfbedeckung wollte ich weglassen. Grundlage für das "Kopfdesign" war nämlich der sterbende Galier. Ich lasse mir einfach bis Herbst die Haare wachsen und Färbe sie dann für den Con blond, dann ist der perfekte blonde Lockenschopf vorhanden. Dass ist halt das erste mal mit "Wuschelhaaren" das Klischee zu erfüllen.

    Mit dem Brandzeichen am Hals müssen wir sehen wie dass darstellerisch möglich ist. Ein kurzer Versuch am Wochenende hat ergeben dass Brandzeichen am besten dort funktionieren wo möglichst wenig Bewegung im Spiel ist. Da war für mich bisher die straffe Haut der Handflächen am besten geeignet. Eventuell noch die Stirn, aber das sehe dann wieder zu sehr nach Glaubenssymbolen aus.

    Die Kelten bieten sich halt in meinen Augen eine gute Vorlage, einfach weil sie relativ leicht zu nähen sind und man generell mit einer recht groben Optik spielen kann.

    Ich weiß jetzt auch nicht was gegen eine Tunika spricht.
    Ich auch nicht. Auf Nachfrage wurde mir erklärt dass die Tunika das typische Kleidungsstück eines freien Mannes war. Woher diese Aussage allerdings kommt konnte mir nicht belegt werden. Vielleicht eine ärmellose Tunika aus dem typischen "Jutesackstoff". Ich muss nur noch ausprobieren ob dass etwas zu kratzig wird.

    Arbeitssklave und "Erziehung der Kinder" passt jetzt allerdings nicht so ganz zusammen finde ich.
    Der Grund dafür ist relativ einfach. Wenn es bei der geplanten Gruppe bleibt haben wir zwei Jugendliche (Kinder anderer Gruppenmitglieder) in der Gruppe. Da Papa sich sicher freut wenn er mal seine Ruhe hat, und ich einen OT ganz guten Draht zu den beiden habe freut der sich sicher wenn jemand mal IT auf sie aufpassen kann. Und ein Sklave der keinen Küchendienst verrichtet und nicht handwerklich geschickt ist, ist einfach kein Sklave.

    Das mit dem Schmuck habe ich mir auch schon überlegt. Aber dann ist es schwieriger den Kelten zu erkennen.

  6. #6
    Hana
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    In den Handflächen ist aber doch gerade viel Bewegung? Und ständig reibt etwas drüber, wenn man etwas in die Hand nimmt ... da wäre der Handrücken doch geeigneter.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
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  7. #7
    Gerwin
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    Ich dachte eher an eine Bewegung der Haut, nicht an anderen Gegenständen. Aber du hast völlig recht. Manchmal übersieht man die offensichlichsten Dinge. Vielen Dank dir.

    Wobei mir gerade der Gedanke kommt die lange Hose vielleicht durch ein paar Bracae (eventuell im Keltenmuster) zu ersetzen, um die Knie freizulassen. Vielleicht mit ein paar Knieflicken durch die viele Feldarbeit. Hat jemand zufällig Erfahrung wie man Flicken am besten anbringt? Also besser auf die "nicht zerstörte Kleidung" oder eher auf die intakte Kleidung?

  8. #8
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    Ich würde hier Parallelen zu zeitgleichen Kulturen ziehen, in denen der Wohlstand nicht nur durch, sondern auch an den Sklaven gezeigt wurde.

    Vor der Phase der Koloniasierung war Sklavenhaltung auch immer mit Verantwortung verbunden in allen mir bekannten Kulturen.
    Ob es da konkrete Quellen über Fundinterpretationen hinaus gibt, wage ich zu bezweifeln, so wie bei allen Dingen die Kelten betreffen.

    Also: Unterschied sollte man sehen, aber nicht übertreiben, die geprügelter-Hund-Nummer muß nicht sein.

  9. #9
    Gerwin
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    Das Problem ist halt dass wir (bzw. ich) die Sache eigentlich deutlich abgegrenzt von der üblichen "Leibeigenen die eigentlich gar keine Leibeigenen sind" Nummer durchziehen würde. Für mich ist der ganze Charakter erst einmal in gewisser Weise "experimentell", einfach um zu sehen ob so etwas überhaupt in der Larpwelt funktioniert oder nicht entweder ignoriert wird oder alle 5 Minuten zu Befreiungsversuchen (eigenartiger Weise von Charakteren die eigentlich Sklaverei kennen müssten) führt.

    Natürlich braucht es ein gewisses Fingerspitzengefühl um nicht in irgendwelche Dauerprügelorgien, Kasernentongeschreie oder übertriebene Befehle alla "höhö..ich brauch mal eine Fußbank...höhö" abzugleiten. Da aber ja Minderjährige involviert sind und die beiden "Hauptverantwortlichen" erstens relative Larpneulinge und zweitens in soziale Berufe integriert sind mache ich mir da weniger Sorgen (wahrscheinlich ist leider dass der Mutterinstinkt durchkommt). Am Ende müssen wir halt eine Spielweise treffen die jeden in der Gruppe Spaß macht und im besten Fall auch Aussenstehende erst einmal neugierig macht (oder zumindest nicht anwidert).

    Dass du die Kolonialisierung ansprichst ist übrigens interessant. Darüber habe ich letztens mit jemanden geredet. Leider bin weder ich noch mein Mitstreiter bereit einen Afrikaner oder ähnlich "exotischen Menschen" zu spielen.

  10. #10
    Cartefius
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    Für mich ist der ganze Charakter erst einmal in gewisser Weise "experimentell", einfach um zu sehen ob so etwas überhaupt in der Larpwelt funktioniert oder nicht entweder ignoriert wird oder alle 5 Minuten zu Befreiungsversuchen (eigenartiger Weise von Charakteren die eigentlich Sklaverei kennen müssten) führt.
    Ich glaube ja fast nicht an eine extreme Reaktion, zumindest war auf einem DSA-Con, bei dem sowohl eine Menge (eigentlich hintergrundtechnisch fanatisch sklavereihassender) Thorwaler als auch ein Tulamide mit Sklavin anwesend waren die Thematisierung dieses Konflikts sehr ...lau.
    Das mag natürlich auf anderen Cons anders sein, aber meiner Erfahrung nach erstreckt sich bei vielen Charakteren die beliebte freiheitsliebend-demokratische Weltordnung mehr auf ein Ablehnen von Authorität gegen die eigene Person und weniger auf radikales Konfliktspiel mit anderen Spielerparteien.

    Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es läuft!

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