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  1. #1
    Djamel
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    Telior Aden - Holzfäller in Spe?

    Moin!

    Ich habe vor einigen Jahren schon einmal angefangen mit dem Larpen und hatte damals einen "allround-Charakter" zum testen gespielt.
    Nun werde ich also wieder aktiv und möchte gern einen anderen Charakter spielen, der kein genereller Soldat, Söldner etc. ist, aber auch nicht komplett unbewandert im Kampf sein soll.
    Mir hat im eigentlichen Kampfgeschehen das Plänkeln gut gefallen. Zumal ich bisher kein einziges Rüstteil habe (ich stell noch ein Gewandungsfoto rein ;-) , wäre erste Schlachtreihe nicht so gut.
    Meine Idee wäre es nun einen Holzfäller zu spielen, der eben Äxte zum Kämpfen verwendet.
    Zur Story: Mein Heimatdorf wurde als ich im Wald Holz fällte von mir derzeit noch unbekannten Überfallen und Ausgelöscht/Zerstört. Meine Familie ist tot, bis auf die kleine Schwester, welche ich nicht finden konnte. Ich gehe davon aus, das sie verschleppt worden ist. Also mache ich mich auf die Suche und habe als Anhaltspunkt nur eine Axt, die ich im Ort fand, und die einen Steinbockkopf auf dem Axtblatt hat.

    Das wäre die Idee, als Richtlinien habe ich mir folgendes gedacht: Ich hätte gerne einen Charakter mit Geschichte, die sich noch entwickeln lässt, ohne dass es nötig ist, dass sie sich entwickelt (Als Anknüpfpunkt für Gespräche, als Möglichkeit für Orgas, mit meinem Charakter zu Interagieren, wenn sie darauf Lust haben (ist das Utopisch?)). Ich möchte gerne einen Charakter aus dem "einfachen Volk" spielen (Handwerker etc.), etwas kämpfen können.

    Als Fragen hätte ich zunächst zwei im Kopf:
    Ich bin selbst etwas über 1,80 groß, und recht schlank (grade mal ~65kg). Ist das zu dünn für einen "muskulösen" Holzfäller? Ist die Hintergrundgeschichte zu platt?

    Ich bitte um weiterhilfe

    Djamel

  2. #2
    Gerwin
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    Ich bin selbst etwas über 1,80 groß, und recht schlank (grade mal ~65kg). Ist das zu dünn für einen "muskulösen" Holzfäller? Ist die Hintergrundgeschichte zu platt?
    Schwierig zu beantworten. Spontan würde ich sagen, jaein. Ein Holzfäller muss nun kein Bodybuilder sein und auch keine Oberarme wie andere Oberschenkel haben. Wenn die Technik stimmt kann er auch relativ leicht sein (was aber eigentlich für jeden Beruf gilt, es gibt ja sogar sehr leichte Schmiede). Andererseits sorgt die tägliche Arbeit mit der Axt natürlich schon für einen gewissen Körperbau. Siehe Timbersports. Der Klischeeholzfäller ist in meinen Augen doch etwas muskulöser. Das wäre jetzt aber nichts was man mit einer schönen Darstellung nicht ausgleichen könnte. Schließlich bedeutet "Holzfäller" ja nicht unbedingt "ich bin der beste Holzfäller aus XY" und durch eine schlechtere Ernährung dürften es die Menschen in einer mittelalterlichen Fantasywelt schwerer gehabt haben Muskeln aufzubauen.

    Viel wichtiger ist jedoch:

    Zur Story: Mein Heimatdorf wurde als ich im Wald Holz fällte von mir derzeit noch unbekannten Überfallen und Ausgelöscht/Zerstört. Meine Familie ist tot, bis auf die kleine Schwester, welche ich nicht finden konnte. Ich gehe davon aus, das sie verschleppt worden ist. Also mache ich mich auf die Suche und habe als Anhaltspunkt nur eine Axt, die ich im Ort fand, und die einen Steinbockkopf auf dem Axtblatt hat.
    Du hast an diesen Punkt zwei Möglichkeiten. Entweder du stellst dem bösen Gerwin eine kleine Schwester zum entführen bereit (bevorzugt blond und volljährig) oder du lässt es sein. Mal ehrlich. Derartige traumatische Erlebnisse findet man in jeder zweiten Charaktergeschichte. Und sie bringen dich nicht weiter. Du wirst nie die Entführer oder deine Schwester finden. Dein Aufenthalt auf Con wäre im Regelfall kurz "hat jemand diesen Steinbockkopf schon einmal gesehen? Nein? Meine kleine Schwester vielleicht? Auch nicht? Bin dann mal weg!" Es gibt zahlreiche gute Gründe als Holzfäller Abenteurer zu werden.

    Dumme Frage "warum nicht aus der Not eine Tugend machen?". Warum wurde dein Holzfäller nicht von breiten, bösen Holzfällern geärgert weil er beispielsweise ein ziemlicher Hänfling ist, den schweren Baum nicht schleppen kann, Oberarme wie ein Weib hat..oder..oder..oder. Dein Charakter sagte sich daraufhin "denen zeig ichs" und nachdem auch noch dein Auftraggeber dich durch einen 2 Meter/120 Kilo Ochsen ersetzt hat nimmst du dir deine 2händige Axt und gehst auf Abenteurersuche um allen zu zeigen dass du im Mut niemanden nachstehst und ein "ganzer Mann bist". Das dürfte für die meisten Orgas wesentlich weniger problematisch sein als "Tochter weg, Familie tod".

    Dafür besorgst du dir eine zweihändige Dänenaxt, einen Gambeson z.B. dieser ist schön und einen Nasal oder Spangenhelm, und auf gehts. Wenn du dich dazu noch mit Holz auskennst und zumindest Bäume erklären kannst ist alles okay.

    Grüße

    Gerwin

    *der 2 Meter, 100 Kilo Mann. Und jetzt...geh was essen. Ist ja schlimm hier.

    edit:

    Schwielen: Da helfen anständige Handschuhe. Die hat bei weiten nicht jeder.

    Und "die tägliche Arbeit im Wald mit der Axt" führt durchaus zu kräftigen Oberarmen. Anders als "ich geh dann mal ab und zu Holz hacken". Das ist vergleichbar wie "Umzugshelfer immer breite Schultern! Quark! Ich helfe einmal im Monat bei Umzügen und bin drahtig".[/quote]

  3. #3
    Langer
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    Also ich bin selbst noch Anfänger, daher das folgende mit Vorsicht genießen:

    Einfacher Charakter/Handwerker ist als Anfangscharakter schon eine gute Wahl. Das mit dem "Geschichte entwickeln" finde ich persönlich nicht so problematisch, wenn man dafür spontan und kreativ genug ist. Ist eher eine Geschmackssache.

    Die "ausgelöschte Familie" ist sehr altes und ausgetretenes ein Larp-Klischee, bei dem viele die Augen verdrehen. Damit du schon einmal gewarnt bist.

    Wenn du als Holzfäller kämpfen willst, solltest du beachten, dass eine Holzfälleraxt zum kämpfen nur sehr bedingt taugt. Holzfälleräxte haben Klingen mit breitem Blatt, was das Holz beim Einschlagen auseinanderdrückt und spaltet. Kriegsäxte sind da wesentlich schlanker (und würden im Holz stecken bleiben). Das vom IT-logischen Grund; praktisch fürs Larp kämpft man natürlich mit beiden gleich

    Ansonsten ist das Holz hacken keine Vorbereitung für den Kampf, vom Muskeltraining abgesehen. Ich kann dir das sagen, weil ich auch OT schon einiges Holz gehackt habe. Axt in ein Stück Holz hauen ist was ganz anderes als Axt nach einem wehrhaften Gegner schlagen.

    Als Holzfäller muss man auch nicht bullig sein, weil das eher eine Techniksache- und Ausdauersache ist als eine Kraftsache. Sowohl ich als auch mein Vater, mit dem ich zusammen Holz hacke, sind besonders bullig, sondern eher drahtig. Nur 65 Kilo ist halt generell nicht soo viel... sieht man unter ordentlicher Kleidung aber auch nicht so sehr.
    Bonuspunkte gäbe es für Schwielen an den Händen, die bekommt man auf jeden!

    Ansonsten gilt, mit einer festen Gruppe und passendem Charakterkonzept ist der Einstieg wesentlich leichter. Kann ich auch bezeugen


    Übrigens:
    Wenn du dich dazu noch mit Holz auskennst und zumindest Bäume erklären kannst ist alles okay.
    Wichtig! Genau aus dem Grund ist mein Charakter gebürtiger Holzfäller. Weil ich das OT-Wissen und z.T. auch das Können habe und deswegen glaubwürdig rüberkomme. Gibt auch Bonuspunkte.


    Ansonsten auch, was Gerwin sagt. Der hat auch mehr Erfahrung
    Dummheit wird mein Henker sein.

  4. #4
    Djamel
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    Die "ausgelöschte Familie" ist sehr altes und ausgetretenes ein Larp-Klischee, bei dem viele die Augen verdrehen. Damit du schon einmal gewarnt bist.
    Genau deswegen habe ich erst hier das Thema aufgemacht um danach den Charakter zu beginnen, weil ich sowas schon befürchtet/ mir gedacht habe.

    Übrigens:
    Zitat:
    Wenn du dich dazu noch mit Holz auskennst und zumindest Bäume erklären kannst ist alles okay.
    Fehlt mir größtenteils; Ich kann Eichen erkennen und vielleicht auch ein paar andere Bäume, aber auskennen tu ich mich damit nicht. Das geht mir aber bei fast allen Handwerklichen Berufen so, und als Student kann ich auch nicht so richtig auf Schwielen zurückgreifen :-P

    Dafür besorgst du dir eine zweihändige Dänenaxt, einen Gambeson z.B. dieser ist schön und einen Nasal oder Spangenhelm, und auf gehts.
    Ich habe zwei Einhandäxte und einen Anderthalbhänder, welchen ich aber nach Möglichkeit nicht nutzen will (weil das ja eigentlich eher eine teure/RItterwaffe ist). Ansonsten fehlen mir derzeit die Finanzen noch Rüstzeug oder Helm zu kaufen. Ein oder zwei Waffen könnte ich mir allerdings noch bauen, dafür habe ich Material da.

    Meint ihr es würde sinniger sein, wenn ich mich einer Söldnergruppe anschließe, von der ich weiß, dass die auf dem nächsten Con auch sein werden, auch wenn ich keine Rüstung oder sowas habe?

    Dazu passend vielleicht meine neue Idee:
    Hm, vielleicht wollte mein Charakter auch Holzfäller werden, aber sein Unvermögen, das gute von dem schlechten Holz zu unterscheiden (und mangelnde Kraft ;-) ), hat dazu geführt, dass er von seinem Lehrmeister entlassen wurde und nun als mittelloser Möchtegern-Holzfäller unterwegs ist, der irgendwie nach Lebensunterhalt sucht.

    Das bietet mir auch noch die Möglichkeit meinen Charakter zu entwickeln...

  5. #5
    Gerwin
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    Ehhhhh bitte nicht noch mehr Waffen bauen. 2 Einhandäxte sind schon eine zuviel im Regelfall. Man kämpft nur selten mit einer Einhandaxt links (als Rechtshänder). Ich habe das mal probiert, es funktioniert nicht. Ausser du siehst aus wie der Barbar aus Drizzt. Dann darfst du.

  6. #6
    Djamel
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    ich hätte das eher als "mit diesem Char nutze ich nur die neugebaute Waffe" ich würde nicht mit dem gesammelten Arsenal am Körper rumlaufen, das wär ja albern

    edit und Nachtrag zum vermeiden eines Doppelposts:
    Je länger ich drüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee, einen Char zu spielen, der sein Leben in den Sand gesetzt hat und nun alles machen kann, was ihm in den Sinn kommt/gefällt. Mir als Spieler würde so ein Leben zwar sauer aufstoßen, aber ich glaube das Charakterspiel dabei bietet viele Möglichkeiten. Ich versuch mir mal noch nen Schild von Bekannten zu leihen und werde damit dann losziehen.
    Und auch wenn ich gestern erst Niedergeschlagen war, weil mein Charakter so auseinandergenommen wurde, bin ich jetzt umso mehr davon Überzeugt, dass es die richtige Idee war, das ganze hier zu posten. Danke das ihr den Balken aus meinem Auge entfernt habt

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