Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Basti
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    Charakterdarstellung Ritter

    Soderle, der Basti hier mit seinem zweiten selbst:

    Ich bin aktuell dabei mir für das LARP eine Ritter Darstellung aufzubauen.
    ACHTUNG: Die Figur soll unversal einsetzbar sein, da ich nur DKWDDK gespielt habe bisher und mich wenig bis gar nicht mit aktuellen Welten/Systemen auskenne, nur restliches DSA-Halbwissen der alten 3er Edition von vor 2000 ist noch im grauen Dunst vorhanden.
    Aktueller Stand:

    Name: Gerad, Edler zu Waldegg oder nur Gerad von Waldegg
    Stand: Reichsritter / Ordensritter

    Zeitrahmen: ca 1475, deutsch (?)

    Geschichte:
    Gerad stammt aus einem kleinem Rittergeschlecht im Alpenvorland, das dort regional eine wichtige, aber nicht unbedingt eine bedeutende Position innehat.
    Zum aktuellen Zeitpunkt ist er als Ordensmeister der Bruderschaft der Greifen unterwegs.

    Kriegerischer Hintergrund, Veteran, leicht von der rein "ehrenhaften" Kampfweise abgekommen ("Ich bin schon über zu viele Leichen ehrenhafter Kämpfer gestiegen").
    Aufbrausendes Wesen und meist wenig Sinn für den pompösen Stil des restlichen Adels, geht dahingehend eher in Richtung Ordensritter.


    Soweit so kurz.

    Bilder folgen, sobald ich aktuelle hochgeladen hab.

    edit:Bild raus

  2. #2
    Dutch
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    Hi Basti,

    ich eröffne mit ein paar Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind.

    DKWDDK ist eine Spielphilospohie, die unabhängig ist von Landes- oder Weltenhintergründen. Da stellt sich mir die Frage: Meinst du DKWDDK als Spielphilosphie? Falls nein, was meinst du stattdessen? Und falls ja: Was möchtest du in diesem Zusammenhang mitteilen?

    Zeitrahmen:
    Als zeitliche Einordnung für einen Gewandungsstil finde ich eine Angabe wie "um 1475" richtig. Jedenfalls wenn du tatsächlich eine spätmittelalterliche Gewandung im Sinn hast.

    Darüberhinaus gehen Realhistorie und Fantasy-LARP in der Regel getrennte Wege. In der typischen Fantasy-Welt gibt es kein Jahr 1475 nach Christi Geburt, es gibt kein Deutschland, und es gibt kein Alpenvorland. Ob es Reichsritter und/oder Ordensritter gibt, ist vom jeweiligen Fantasy-Land abhängig. Bei den Ordensrittern ist es zusätzlich auch eine Frage, ob die betreffende Fantasy-Religion so etwas vorsieht.

    Alle Ideen, welche deinen Charakter in realhistorische Verhältnisse und reale Länder/Landstriche einordnen, werden von vielen LARPern als fragwürdig angesehen werden.
    Falls du bereits mit diesem Charakter auf Cons unterwegs warst, passt vielleicht eines der dabei bespielten Länder als Heimat deines Ritters.
    Du kannst dir auch ein ganz persönliches eigenes Land machen. Ich persönlich finde es aber wesentlich interessanter, meine Charaktere in bestehende LARP-Länder einzubürgern, unter Abstimmung mit der Landesorga natürlich.

    Du schreibst "wenig Sinn für den pompösen Stil des restlichen Adels, geht dahingehend eher in Richtung Ordensritter".

    Viele LARP-Adelige sehen alles andere als pompös aus. Sobald du dir mit den Äußerlichkeiten deines Ritters etwas Mühe machst, hast du dich schon nach oben abgesetzt. Dass Ordensritter automatisch die bescheidenere Ritterdarstellung sind, würde ich auch nicht unterschreiben wollen. In einer Fantasy-Welt dürfte dies völlig von den Vorstellungen der betreffenden Landerorga abhängen. Ich habe eher das Gefühl, dass Ritter, die zum Lobe und im Namen ihres Gottes in die Schlacht ziehen, keinesfalls wie Bettelmönche daherkommen. Geistliche Orden können auch ein enormes Vermögen aus Ländereien, Spenden, etc. besitzen.

    Wie auch immer: Bleib am Ball. Schön dargestellte Ritter machen Spaß.

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  3. #3
    Basti
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    Hallo Michael / Dutch,

    vielen Dank für die Anmerkungen. Zum DKWDDK: ich habe in verschiedenen Welten gespielt, Schwerpunkt war DSA, aber da ich keine Lust habe mich in jedes Fantasy-Genre einzuarbeiten und lieber um des schönen Spieles wegen auf Cons fahren möchte daher die Festlegung auf "reales" in Richtung Reenactment. Das ist der für mich vorgegebene Zeitrahmen, der letztendlich auch durch einen entsprechenden Harnisch noch abgerundet werden soll.

    Ich gehe jetzt einfach mal optimistisch davon aus, dass sich mit wenig Arbeit das Voralpenland in jedem System in der ein oder anderen Variation wiederfinden lässt und ich daher diesen Character umsetzen kann.
    Als NSC ist man ja anpassungsfähig.
    Daher dient der Hintergrund nur als grobe Orientierung.

    Die Cons auf denen ich bisher gespielt habe (Alfalter/Lauf, was aktuell noch unter Drachengard läuft) sind ja sehr freie Systeme, da war das bisher noch nie störend.

    -----

    Der pompöse Stil des restlichen Adels:
    Der Charakter ist als Krieger ausgelegt, nicht als Diplomat. Unbeholfen im Tanzsaal, erfahren im Feld. Ein guter Stratege, ein mieser Diplomat.
    Um den DSA-Vergleich zu wagen: Kein Horasier, eher Bornisch oder Weidener.
    Also rauher, derber als der Titularadel, in deren Umgebung letztendlich leicht - nicht unbedingt unbeholfen - deplatziert.

    Schwer zu erklären was ich meine, ich hoffe es ist irgendwie verständlich.

    Was ich mir vom Forum hier erhoffe sind nicht unbedingt "Spielhilfen" für den Charakter, der ist schon recht weit entwickelt und hat eine entsprechende Ausfertigung.
    Ich will nur vorzeigen was ich darstellen möchte und von den regen Anregungen, Quellen und "frischem Wind" profitieren, den ich in den anderen Threads gefunden habe.
    Darum Suche ich noch Bilder meiner aktuellen Ausrüstung in Zivil, um einfach neue Anregungen zu bekommen.

  4. #4
    Cartefius
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    Was die Einordnung in Epochen und Spielsysteme angeht:
    Es kann gut sein, dass wir letztendlich das gleiche meinen, ich will das nur eventuell nochmal ausführen, um Missverständnisse zu vermeiden. Grundsätzlich gilt im Larp üblicherweise, dass man sich mit dem Charakter dem auf der jeweiligen Veranstaltung bespieltem Hintergrund und Regelwerk anpassen sollte. Das bedeutet, dass man, wenn man z.B. auf einer DragonSys-Veranstaltung ist, schon auch das Regelwerk lesen muss, auch wenn man den Charakter ansonsten nach einem anderen Regelwerk spielt.

    Zweitens wäre da noch die Sache mit den offenen und geschlossenen Hintergrundwelten, bei denen die Sache ähnlich ist. Auf einem Aventurien-Con (geschlossene Hintergrundwelt) macht ein Charakter aus dem irdischen Alpenvorland wenig Sinn, genau wie umgekehrt. Die meisten Hintergründe, insbesondere der Großcons, sind ziemlich offen (das heißt, da laufen Charaktere aus allen möglichen Ländern rum), der irdische Hintergrund hingegen weitgehend geschlossen. Dementsprechend kann man einen pseudomittelalterlichen, bodenständigen Charakter (auch einen Ritter) aus dem dem Dorf "Hinterwald" in dem meisten Larp-Hintergründen spielen, weil es fast überall so etwas gibt, je konkreter das ganze aber auf einen speziellen Hintergrund ausgerichtet wird, desto schwieriger passt es.

    Zur Ausrüstung kann ich aktuell noch nichts sagen, das Photo hat bei mir gerade mal Briefmarkengröße, hast du eventuell die falsche Datei erwischt?

  5. #5
    Gerwin
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    Ich helf mal nach

    Ritter 1 und Ritter 2.

    Jetzt darf ich aber auch meckern. Neben dem üblichen "kein Helm" und "Harnisch sieht irgendwie nach von der Stange aus" ist die ganze Sache doch schon einmal ganz nett. Nur eben wenig "ritterlich". Zumindest ohne das Pferd (welches glücklicherweise für Mensch und Tier meist verboten ist). Da Dinge zu raten fällt schwer weil ich nicht weiß wie weit deine Rüstung inzwischen gewandelt ist, und ob du Gewandung besitzt (wenn ja welche). So wie es jetzt im Moment ist wäre es für mich ein Wachhauptmann. Vielleicht. Aber kein Ritter.

  6. #6
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    Auch mit den neuen Photos wüßte ich nicht, wie ich die Ausrüstung bewerten soll. Man sieht fast nur Rüstung, und die wird ja wieder ersetzt.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  7. #7
    Basti
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    Sorry, hab grad wenig Zeit, daher nur kurz:
    @Michael: Ja, habe ich durchaus verstanden.
    Für mich ist es nur leichter mich an realen Darstellungen zu orientieren und diese anschließend in das entsprechende Spielkonzept zu integrieren.

    Bilder:
    Es gibt von meiner Zivilkleidung irgendwie kein einziges Bild, auf dem man auch nur die Hälfte erkennnen kann.
    Ich suche noch, sobald ich fündig werde liefere ich nach.

    Bild ist das falsche.
    Da hab ich ein aktuelles gefunden vom Heerlager dieses Jahr.
    LauferHL-Emmerax

    edit:
    Noch eins von der anderen Seite, wo sich nur die §"$"!§%$ Schnürung des Armes gelöst hat.
    Emmerax-2

  8. #8
    Dutch
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    Zitat Zitat von Basti
    Für mich ist es [..] leichter mich an realen Darstellungen zu orientieren und diese anschließend in das entsprechende Spielkonzept zu integrieren.
    Damit bist du nicht allein. Einen LARP Ritter angelehnt ans Spätmittelalter zu konzipieren ist für sich genommen nichts, was man in Frage stellen müsste. Wobei die meisten LARPer bei der Übertragung des Charakters ins Fantasy-LARP alles Realhistorische von dem Charakter abstreifen würden. Mir ist allerdings auch eine Fantasy-Gruppe bekannt, welche sich "die Burgunder" nennen und sich einen realen Hintergrund gegeben haben. Das ist eben nicht jedermanns Sache.

    Wenn der Charakter bereits bespielt ist liegt natürlich die Frage auf der Zunge: Aus welchem Heimatland ist er bisher gekommen? Und tragen dort auch alle Kleidung (und Rüstung) in diesem Stil?

    Noch einmal zum Thema DKWDDK (damit wir wirklich über das gleiche sprechen): DKWDDK hat mit Landeshintergründen nichts zu tun. Das ist quasi die Spielregel, nach der die Landesorga ihren Landeshintergrund bespielen lässt.

    Tschüs
    Michael
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