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  1. #1
    Lafadiel
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    Grünschnabel

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    Brainstorming zum Erstcharakter

    An dieser Stelle will ich mal ein paar Ratschläge zu meinem ersten Charakter einsammeln.
    Als Grundidee kam mir in den Sinn einen Schreiber darzustellen, mit einer Basis etwa beim Spätmittelalter, allerdings durchaus mit fiktiven Elementen, damit ich mich ordentlich austoben kann.
    Das wäre Idee Nr.1, vermutlich vergleichsweise simpel und elegant umzusetzen, gerade für einen Neuling.

    Aber was mich eigentlich noch viel mehr reizen würde, wäre ein menschlicher "Exot" im Low-Fantasy-Bereich, um aus diesem Standardschema vom Europäer wegzukommen.
    Problemfaktor ist an dieser Stelle besonders, dass eigentlich nur hellhäutige Kulturen in Frage kommen, da ich selber einen hellen Hauttyp habe und Bräunungscremen etc. weder mag noch vertrage.
    Habt ihr da vielleicht irgendwelche schönen Ideen?

    Vielen Dank im Voraus

    - Lafadiel
    Leserlichkeit ist die Höflichkeit der Handschrift.

  2. #2
    Nount
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    Hallo und herzlich willkommen!

    Der Schreiber ist eine gute Idee und sicher ein passender Charakter für einen problemlosen Einstieg. Ein paar Gedanken könnte man sich noch dazu machen, aber eigentlich muss man fürs erste Con auch keinen perfekt ausgestalteten Charakter haben; oft ergibt sich das nach und nach, wenn man den Charakter eine Weile spielt.

    Für nichteuropäische Charaktere darf man ruhig europäisch aussehen. Sonst gäbe es ja so gut wie gar keine "Exoten" und es wäre auch ziemlich gemein, die Larper mit ausländischen Wurzeln von den europäischen Rollen auszuschließen ein Bekannter von mir mit asiatischer Mutter spielt z.B. einen Wikinger und ich finde nicht, dass das negativ auffällt. Und ich spiele Charaktere aus einem russisch/östlich/teilweise mongolisch angelehnten Land. Bin auch schon öfter Südländern begegnet und anderen Nichteuropäern, und die meisten haben das richtig gut gemacht.
    Man kann da gut mit Kleidung, Gegenständen und vor allem seltsamen Sitten arbeiten

    Am einfachsten ist es, wenn man sich dazu ein Land aussucht, dessen Kultur schon ausgearbeitet ist, und ggf. zusammen mit einer Gruppe Cons besucht.
    Woher kommst du denn? Vielleicht kann man dir da was empfehlen.
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    Entspanne dich.
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  3. #3
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    ein Bekannter von mir mit asiatischer Mutter spielt z.B. einen Wikinger und ich finde nicht, dass das negativ auffäll
    Was einige Wikingerdarsteller jedoch anders sehen. Siehe die hier im Forum geführte Diskussion um dunkelhäutige Ritter (wenn man mal die sinnfreie Rassismusdiskussion dazu ausblendet).

    Ich würde sagen dass es am Ende bei menschlichen Exoten auf zwei Dinge ankommt. Darauf wie du nun wirklich aussiehst und auf deinen Anspruch an dich selbst. Der "Klischeearier" welcher als groß, blond, breitschultrig und hellhäutig klassifiziert gibt zum Beispiel in meinen Augne einfach keinen guten Asiaten ab. Am Ende ist aber auch die Frage was du dir als "menschlichen Exoten" vorstellst. Das kann nämlich von Con zu Con unterschiedlich sein.

    Selbst wenn du sagst "ich orientiere mich an hellhäutigen Kulturen" gibt es ja genug Kulturkreise mit relativ heller Haut die in Frage kommen. Beispielsweise gibt es auf dem Gebiet der heutigen Türkei recht hellhäutige Volksgruppen aber auch gewisse russische Gebiete dürften bis heute unterbespielt sein. Und die Hautfarbe ist ja nicht das einzige was einen Menschen an äusserlichen Merkmalen definiert.

  4. #4
    Kelmon
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    Ich halte einen Schreiber auch für einen recht guten Einstiegscharakter, der auch auf (fast) jeder Con Beschäftigung finden dürfte.

    Ein paar Dinge sollte man jedoch beachten: Da auch ohne besondere Ausbildung viele Charaktere Lesen und Schreiben können, muß man als Schreiber schon ein bisschen mehr zu bieten haben. Dazu würde für mich gehören, mindestens eine Schriftart fehlerfrei und schön(!) zu Papier bringen zu können, idealerweise auch mehrere (üben, üben, üben). Ebenso sollte sich das Arbeitsgerät schon von Anfang an vom "LARP-Standard" abheben, also Tinte/Tusche/... + Feder sein statt neutral aussehendem Bleistift. Gut wäre auch, am Anfang schon die Grundausstattung zum Siegeln von Dokumenten mitzubringen (1 Farbe Siegellack, eine Möglichkeit, den zu schmelzen, 1 neutrales Siegel).

    Eine Schreiberin, die ich kenne, hat eine Art "Bauchladen" für ihr Schreibzeug, so daß sie ihrer Tätigkeit auch notfalls stehend nachkommen kann (z.B. um ein Gespräch, das nicht an einem Tisch stattfindet, protokollieren zu können).
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  5. #5
    Lafadiel
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    Ich studiere in der Gegend um Gießen, komme allerdings aus Salzgitter in Niedersachsen, wo ich dementsprechend auch recht häufig anzutreffen bin.
    Und unter einem menschlichen Exoten stelle ich mir etwas in der Richtung vor, dass er sich gerade, wie zuvor auch schon von euch genannt, in Kleidung/Aussehen und Gebräuchen unterscheidet.
    Natürlich kann man einige Unstimmigkeiten mit gutem Charakterspiel und Kleidung ausgleichen, aber es soll nicht zu absurd wirken, weswegen ich dem natürlichen Aussehen schon entgegen kommen möchte.

    Um das zu präzisieren, ich bin nicht gerade groß (endlich die Größe auf meinem Perso von 1,71m erreicht ), habe dunkelbraune, kürzere Haare, eine breitschultrige Statur und den künstlerischen Anspruch, dass die Darstellung des Charakters zwar nicht perfekt, aber trotzdem glaubwürdig sein muss.

    Aber gerade so etwas wie du vorgeschlagen hast, Richtung Russland, könnte ich mir schon vorstellen.
    Vielleicht so in Richtung Taiga im südlichen Sibirien wäre eine Überlegung wert...
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  6. #6
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    Siehst du, damit geht doch schon viel. Zum Beispiel bist du deutlich kleiner als der Durchschnittseuropäer (vom Durchschnittslarper der scheinbar irgendwo bei 2 Metern liegt mal abgesehen). Mit recht dunklen Haaren könntest du ohne weiteres auch in eine asiatische Richtung gehen, oder eben eher ins orientalische rücken.

    Das Problem ist es gibt kaum menschliche Exoten die noch nicht bespielt werden. Was ganz neues wirst du also kaum finden (auch wenn ich persönlich bis heute nur selten gut gemachte indigene Völker gesehen habe). Und Exoten funktionieren eigentlich am besten in Gruppen da man sich dann Dinge aufteilen kann (ein exotisches Zelt beispielsweise ist ja nicht ganz billig) und auch gegenseitige Unterstützung erfährt.

    Wie du das aber mit dem Schreiber kombinieren willst stell ich mir schwierig vor. Wobei ich glaube irgendwo mal gelesen zu haben das gerade Papier ursprünglich aus Asien kam.

  7. #7
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    Das Problem ist es gibt kaum menschliche Exoten die noch nicht bespielt werden. Was ganz neues wirst du also kaum finden
    Indem man einfach was eigenes erfindet, hat man was neues. Was dann aber natürlich einerseits anders ablaufen sollte als Versatzstücke anderer Kulturen wahllos zusammenzuwürfeln, andererseits auch nicht "Kultur X mit zusätzlichem Kringeltattoo im Gesicht" sein sollte.
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  8. #8
    Lafadiel
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    Nein, nein, nicht, dass ihr mich missversteht:
    Einen Charakter aus einer anderen Kultur würde ich (vermutlich) nicht als Schreiber, sondern als irgendetwas Anderes aufziehen, abhängig davon wie kultiviert die Herkunftsgegend ist.

    Und was den Schreiber an sich betrifft, wäre Sütterlin nicht eine gute Schrift? Die ist ja recht gut zu erlernen.
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  9. #9
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    Zum einen kann sowas kein Schwein lesen, zum anderen ist das für mich vom Gefühl her "Deutschland, frühes 20. Jahrhundert bis Nazizeit", nicht "Fantasywelt".

    Ich würde Dir eher eine Fraktur- oder Antiqua-Schriftart empfehlen (bzw. eine deren Nebenarten). Die machen in Schriftstücken immer viel her. Auch die karolingische Minuskel ist nett.

    Du könntest überlegen, Dir einmal eine "Schreibschrift" zum Mitschreiben, und eine "Druckschrift" zum ins Reine schreiben der Dokumente anzueignen. Fraktur ist beispielsweise eher nichts, womit man sich mal flott Notizen macht.
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  10. #10
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    "Bisweilen wird jede Form der deutschen Kurrentschrift als Sütterlinschrift bezeichnet. Dies liegt wohl daran, daß die Sütterlinschrift diejenige Form der deutschen Kurrentschrift ist, deren Namen am bekanntesten ist. Trotzdem ist diese Bezeichnung unzutreffend, denn es gab die deutsche Kurrentschrift schon lange vor Ludwig Sütterlin."

    Also, sooo schwer war das nun aber nicht...:-)

    Aber wie wäre es alternativ etwa mit dem "Shire Regular", was ja schon irgendwie "fantasymäßig" rüberkommt, eben wegen des Ursprungs in den HdR-Filmen...
    http://www.danielreeve.co.nz/Fonts/i...ireRegular.jpg

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